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Finanzen(124)

Internationale & US-Investitionen: Strategischer Ansatz!!! (4 Aktien zum Kauf)
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|31. Aug.

Internationale & US-Investitionen: Strategischer Ansatz!!! (4 Aktien zum Kauf)

Strategie für globale Vermögensbildung: Internationale vs. US-Investitionen

In diesem Video argumentiert der Analyst, dass eine Kombination aus US-amerikanischen und internationalen Aktien der Schlüssel zu langfristigem Vermögensaufbau ist. Der Fokus liegt auf dem Vergleich von Preis, Rendite und Risiko – nicht auf kurzfristigen Kursbewegungen.

Warum internationale Märkte?

  • Absolute Unterbewertung ist entscheidend, nicht nur relative. Wenn der S&P 500 z. B. ein KGV von 30 und der Emerging-Markets-Durchschnitt ein KGV von 5-10 hat, bietet sich eine echte Chancen.
  • Viele Anleger meiden internationale Märkte aus Angst oder Bequemlichkeit – dabei liegen dort oft die besten Value-Opportunitäten.
  • Beispiel China: Nach Phasen der Negativität (2022, 2024) kam es zu Kurssprüngen von bis zu 50%. Wer günstig kauft, profitiert von solchen Zyklen.

Aktuelle Marktlage

  • Der S&P 500 ist seit 2009 um das 12-fache gestiegen. Historisch gesehen sind solche Bewertungen selten und deuten auf unterdurchschnittliche Renditen hin.
  • GMO-Prognosen: Für US-Aktien wird ein jährlicher Verlust von -5 bis -7% in den nächsten sieben Jahren erwartet.
  • ETFs in Emerging Markets sind oft übermäßig in KI-Aktien investiert – ein hohes Klumpenrisiko. Stattdessen empfiehlt der Analyst Einzelaktien.

Die Strategie: Ein zweites Standbein aufbauen

  • Nicht alles verkaufen, sondern langsam ein zweites Portfolio aus unterbewerteten internationalen Aktien aufbauen.
  • Monatlich kleine Beträge investieren und den Kaufzeitpunkt strategisch wählen („buy when others are fearful“).
  • Wichtig: Sicherheit durch gründliche Analyse – Geschäfte verstehen, die über Dekaden wachsen.

4 konkrete Aktien im Fokus

UnternehmenMerkmale
NaspersEuropäische Tencent-Variante, KGV 9, KI-Exposure
JD.comStarke Logistik, hohe Cash-Bestände, zyklischer Abschwung – günstig
TencentKGV 15, wächst immer noch, setzt KI massiv ein
Unbekanntes Indonesien-UnternehmenNahrungsmittel/Holding, KGV 4, Dividendenrendite 5% – defensive Qualität

Risiken & Fazit

  • Währungsrisiken: Oft mit Sentiment verbunden – bei schlechter Stimmung auch Währung schwach, also Einstieg günstig.
  • Politische Risiken (Taiwan): Sind vorhanden, aber viele Firmen global aufgestellt.
  • Fazit: Geduld, Analyse und Disziplin sind der Schlüssel. Verfolge die Kurse unabhängig von Hypes und nutze Angst der Masse.

Hinweis: Der Video-Ersteller empfiehlt Interactive Brokers als Broker (Affiliate-Link) und warnt vor Betrugs-Mails.

Alibaba - Anpassung meiner intrinsischen Wertberechnung
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|30. Aug.

Alibaba - Anpassung meiner intrinsischen Wertberechnung

Alibaba – Anpassung der intrinsischen Wertberechnung

Der Analyst wirft einen kritischen Blick auf die aktuellen Zahlen und passt seine Bewertung von Alibaba an. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild:

  • Umsatzwachstum: 9% gesamt, E-Commerce nur 4%, Cloud +45%, KI +16%.
  • Cashflow: Operativer Cashflow 3 Mrd. USD, aber Investitionen von 9 Mrd. USD führen zu einem negativen freien Cashflow von 6,5 Mrd. USD. Die Bargeldreserven sanken von 60 auf 30 Mrd. USD. Aktienrückkäufe wurden gekürzt.
  • Internationales E-Commerce: Nur 1% Wachstum – weit entfernt von früheren Versprechen.

Die hohen Investitionen in Cloud/KI belasten die Liquidität. Der Analyst reduziert deshalb seine Gewinnschätzung pro Aktie von zuvor 7 auf 4 USD, senkt die Wachstumsrate und das End-KGV. Daraus ergibt sich ein intrinsischer Wert von nur noch der Hälfte des aktuellen Aktienkurses. Eine Sicherheitsmarge sieht er erst bei 60 USD (aktuell ~33 USD).

Charlie Mungers Aussage „Es ist immer noch ein gottverdammter Einzelhändler“ scheint zuzutreffen – Alibaba hat in den letzten 5 Jahren keine der großen Versprechen (2 Mrd. Kunden, Nutzerwachstum) eingelöst. Der Fokus auf KI und Cloud sind neue Versprechen, aber ohne bisherige Ergebnisse.

Fazit: Der Analyst möchte nicht auf KI-Versprechen wetten und sucht nach besseren Gelegenheiten.

Altersvorsorgedepot 2027: Antworten auf eure Fragen!
Finanzfluss|30. Aug.

Altersvorsorgedepot 2027: Antworten auf eure Fragen!

Grundlagen & Vererbung
  • Vererbbarkeit: Einzahlungen und Rendite sind vererbbar, aber Zulagen und Steuerersparnis müssen zurückgezahlt werden (wie bei Kündigung). Ausnahme: Ehepartner kann den Vertrag inklusive Förderung fortführen.
  • In der Auszahlungsphase wird das Restkapital vererbt, bei Leibrente nur mit Rentengarantiezeit.
Umwandlung von Riester & Wechsel
  • Riester in AVD umwandeln: Neues AVD eröffnen, dann Übertragung durch Anbieter möglich (Vollmacht nötig). Alter Riestervertrag kann auch parallel laufen, aber dann gilt die neue Förderung für alle.
  • Kosten bei Übertragung: Vertrag älter als 5 Jahre → kostenlos; jünger → max. 150 € vom alten Anbieter + max. 150 € vom neuen Anbieter.
  • Wohnriester: In der Sparphase übertragbar; wenn Darlehen bereits abbezahlt wird, nicht mehr.
Für wen lohnt sich das AVD?
  • Wenn das Renteneinkommen deutlich niedriger ist als das aktuelle → Steuerstundungseffekt.
  • Mit Kindern erhöht sich die Zulage (bis 300 €/Jahr pro Kind).
  • Wichtig: Geringe Kosten sind entscheidend, sonst wird der Vorteil zunichte gemacht.
Nachteile & Kosten
  • Nachteile: Unbekannte Steuerbelastung im Alter, weniger Flexibilität, hohe Kosten.
  • Kosteneffekt: 1 % Kosten bedeuten bei Einmallage über 30 Jahre ca. 25 % weniger Vermögen (bei 7 % Rendite). Bei Sparplan ca. 18 % weniger.
Steuerliche Aspekte
  • Zwei Töpfe: Geförderter Teil (bis 1.800 €/Jahr) wird zu 100 % besteuert. Ungeförderter Teil (1.800–6.840 €) nur Gewinnversteuerung, bei Auszahlung nach 12 Jahren und ab 62 Jahren halber Gewinn (Halbeinkünfteverfahren).
  • Förderung: Zulagen (max. 540 €/Jahr plus Kinderzulagen) fließen nachträglich im Folgejahr. Steuererstattung über Steuererklärung.
  • Krankenversicherung: Bei Pflichtversicherung in der KVdR beitragsfrei; bei freiwilliger Versicherung beitragspflichtig.
Entnahme für Immobilien & Sanierung
  • Immobilienkauf/Tilgung: Entnahme steuerfrei, aber nachgelagerte Versteuerung über Wohnförderkonto (Verteilung auf 5 Jahre). Voraussetzung: Selbstnutzung. Nicht jeder Anbieter bietet dies an.
  • Energetische Sanierung: Mindestentnahme 3.000 €, nur für selbstgenutzte Immobilien, keine Doppelförderung, Fachunternehmen notwendig.
Besondere Personengruppen
  • Selbstständige: Können AVD eröffnen und Förderung erhalten, sofern sie Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit haben und noch nicht 67 sind.
  • Studenten/Minijobber: Förderberechtigt bei Rentenversicherungspflicht (z. B. Werkstudent). Geringe Einzahlungen (10–30 €/Monat) erzielen hohe Förderquote (ca. 50 % Zulage). Unter 25 Jahren einmaliger Berufseinsteigerbonus von 200 €.
  • Kinder: AVD für Minderjährige möglich (Frühstarterrente 10 €/Monat ab 2026 für bestimmten Jahrgang). Kinderzulage erhält nur ein Elternteil (übertragbar).
Anbieter & Kosten
  • Trade Republic: vermutlich kostenloses AVD, aber noch keine Details.
  • Scalable Capital: kündigt kostenloses AVD an (Standard & selbstverwaltet), ETFs max. 0,15 %.
  • Kostenänderungen: Anbieter können Gebühren erhöhen, müssen dies 4 Monate vorher ankündigen; dann kostenloser Wechsel möglich.
  • Depoteröffnung: Neues Depot nötig; bei bestehendem Konto einfacher.
Flexibilität & Auszahlung
  • Maximale Einzahlung: 6.840 €/Jahr pro AVD, max. zwei AVD möglich (insg. 13.680 €). Förderung nur bis 1.800 €/Jahr.
  • Einzahlungsflexibilität: Beliebig erhöhen/reduzieren, auch unregelmäßig (abhängig vom Anbieter). Mindesteinzahlung für Förderung: 120 €/Jahr.
  • Auszahlungsplan: Mindestens 80 % des Vermögens wird über die gewählte Laufzeit (bis mindestens 85 Jahre) verteilt. Anbieter kann 20 % Puffer einbehalten. Keine Pausierung möglich.
  • Kündigung vor Rente: Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen, Gewinn wird mit Einkommenssteuer versteuert. Lohnend nur bei sehr niedrigem Einkommen zum Zeitpunkt der Kündigung.
Auswanderung
  • Ansparphase: AVD behalten und weiter einzahlen möglich. Förderung nur, wenn weiterhin förderberechtigt (z. B. Grenzgänger, Steuererklärung in Deutschland).
  • Auszahlungsphase: Innerhalb EU/EWR kein Problem. Außerhalb EU/EWR: Zulagen und Steuererstattung zurückzahlen (Anbieter verrechnet mit Auszahlungen). Steuerpflicht richtet sich nach Doppelbesteuerungsabkommen.
Weitere Details
  • ETFs: Erlaubt bis Risikoklasse 5 (alle gängigen Welt-ETFs). Keine Einzelaktien, Krypto, Gold-ETCs. Standarddepot legt risikolosen und risikobehafteten ETF fest.
  • Risikoklassenänderung: Sehr unwahrscheinlich bei breiten Welt-ETFs. Bei Überschreitung wird der ETF im Standarddepot ersetzt; im selbstverwalteten Depot darf er nicht mehr bespart werden.
  • Ausschüttende ETFs: Erlaubt, aber Ausschüttungen müssen im AVD bleiben.
  • Garantie: Keine Kapitalgarantie bei Aktien-ETFs. Garantieprodukte über Versicherungen möglich (80–100 % Beitragsgarantie).
  • Einlagensicherung: Verrechnungskonto durch gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt; das Depotvermögen ist Sondervermögen.
  • Lebenslange Rente: Möglich durch Abschluss einer Rentenversicherung oder Wechsel vor Auszahlungsphase zu einem Anbieter mit Leibrente.
Investieren mit der US-Schuldensituation... Aktien, Anleihen, Immobilien, Bitcoin, Gold...
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|29. Aug.

Investieren mit der US-Schuldensituation... Aktien, Anleihen, Immobilien, Bitcoin, Gold...

US-Schuldenkrise und Anlagestrategien

Der Sprecher (Sven) analysiert die aktuelle Schuldensituation der USA und deren Auswirkungen auf verschiedene Anlageklassen. Er bezieht sich auf einen LinkedIn-Artikel von Ray Dalio, der vor einer Staatspleite warnt, sowie auf die bevorstehenden IPO-Pläne von Anthropic.

Wichtige Punkte:

  • Staatsverschuldung: Das US-Defizit nähert sich 2 Billionen USD pro Jahr, wobei die Nettozinszahlungen bereits 1 Billion USD betragen – mehr als die Hälfte des Defizits. Dies ist nicht nachhaltig.
  • Marktreaktionen: Die 30-jährige Rendite steigt, Gold und Bitcoin legen zu, der Dollar-Index schwächelt. Die Notenbanken stehen vor einem Dilemma: Geld drucken oder eine Rezession riskieren.
  • Zeitrahmen: Dalio schätzt, dass die Abrechnung in 3 Jahren (plus/minus 2 Jahre) kommt – also innerhalb von 1–5 Jahren. Der Sprecher betont, dass Timing schwer vorherzusagen sei.
  • Vergleich mit Japan: Seit 2013 sind die Löhne japanischer Arbeiter in gemeinsamer Währung um 55 % gefallen, Anleihen haben gegenüber Gold 76 % verloren. Dies zeigt die Gefahren von Gelddrucken.
  • Anlagestrategie: Der Sprecher plädiert für Value Investing – risikoarme, werthaltige Anlagen mit einer Sicherheitsmarge. Er empfiehlt:
    • Reale, produzierende Assets (z. B. Unternehmen wie Archer-Daniels-Midland, Berkshire Hathaway, Tencent)
    • Gold könne auf 10.000–20.000 USD steigen, aber der Zeitpunkt sei ungewiss.
    • Bitcoin sei spekulativ, aber in unsicheren Zeiten relevant.
    • Wohnimmobilien mit langfristigen Festhypotheken (z. B. 30 Jahre zu 2–3 %) seien ein „Win-Win“-Szenario.
  • Warnung: Hohe Kurs-Gewinn-Verhältnisse (aktuell ~30 vs. historisch 15–16) bedeuten, dass vieles bereits eingepreist ist. Anleger sollten nur Geld investieren, das sie nicht für den Lebensunterhalt benötigen.

Fazit:

Value Investing ist ein Prozess – warten, analysieren, kaufen, wenn eine Sicherheitsmarge besteht. Der Fokus liegt auf Kapitalerhalt, nicht auf kurzfristigen Prognosen. Der Sprecher stellt eine kostenlose Plattform mit Value-Investing-Ideen zur Verfügung.

Wir haben uns geirrt: DAS öffnet jetzt jedem Anleger die Augen // BRIEFING
Mario Lochner|29. Aug.

Wir haben uns geirrt: DAS öffnet jetzt jedem Anleger die Augen // BRIEFING

Einleitung

Mario Lochner thematisiert im aktuellen Briefing einen weit verbreiteten Irrtum unter Anlegern: Verkaufen sei aktuell die richtige Strategie. Er zeigt anhand von sieben entscheidenden Fragen, warum genau das Gegenteil der Fall sein könnte.

Wochenrückblick: Gewinner & Verlierer
  • Gewinner: Nvidia (Umsatz +106%, Ausblick übertrifft Erwartungen), Salesforce (KI-Monetarisierung), Allianz (neues Allzeithoch), Meta (Vergleich in Milliardenhöhe, aber Entwarnung), Crowdstrike & Okta (Cybersicherheit).
  • Verlierer: Dick's Sporting Goods (schwache Prognose), Wendy's (keine vollständige Übernahme), Marvel (trotz guter Zahlen abverkauft).
Bullen vs. Bären

Bären warnen vor:

  • Handelskrieg mit Kanada, hohen US-Schulden (>40 Billionen USD), steigenden Zinsen (Kevin Wash), und Überbewertung.
  • Gold- und Bitcoin-Käufe als Misstrauensvotum gegen den Dollar.

Bullen kontern:

  • Weltwirtschaft wächst stärker als erwartet (City Global Economic Surprise Index hoch).
  • US-Konjunktur robust (GDP Nowcast bei 4,6%, Heavy Truck Sales steigen).
  • Sentiment: Bärenanteil >44% – eher bullisches Signal.
Nvidia & der große Irrtum

Nvidia hat die Erwartungen erneut übertroffen und peilt 70–100% Umsatzwachstum an. Der Markt unterschätzt die Nachfrage nach KI-Chips massiv. Historisch hat Nvidia fast immer die Prognosen geschlagen – eine Fortsetzung ist wahrscheinlich.

Sieben Fragen, die gegen Verkaufen sprechen
  1. Bewertung der Magnificent 7: Forward-KGV unter 25 – fast so niedrig wie im Coronatief.
  2. PEG-Ratio des S&P 500: Historisch niedrig (letztmals in den 80ern).
  3. Globale Gewinnerwartungen: Steigen rasant, besonders für 2026/27.
  4. KI als echter Nutzen: Unternehmen mit KI haben bessere Margen als ohne.
  5. Rechenzentren & Daten: Leerstandsquote 1%, Nachfrage boomt.
  6. Positive Effekte für die Bevölkerung: In Quincy (USA) sank die Armutsquote von 29,4% auf 6,2% dank Rechenzentren; Stromtarife sinken.
  7. Gewinne vs. Kurse: Anders als in der Dotcom-Blase laufen die Gewinne den Kursen voraus – keine Übertreibung.
Geldideen & Zweitrundeneffekte
  • Victoria's Secret als Zweitrundeneffekt von Abnehmspritzen (+300% in einem Jahr).
  • Speicher (Memory) bleibt knapp und teuer – profitieren könnte z.B. Micron.
  • Gold & Bitcoin bleiben spannend; Kupfer und Healthcare (Longevity) laufen gut.
  • ETF-Tipp: Vanguard FTSE Global All Cap (0,07% Kosten, 98% des Marktes abgedeckt).
Fazit

Mario rät, nicht blind zu verkaufen, sondern die Perspektive zu wechseln. Die KI-Revolution ist erst am Anfang, und die Fundamentaldaten sprechen für weiteres Wachstum. Dennoch mahnt er, Risiken zu beachten und nicht alles auf eine Karte zu setzen.

ONON, LULU, NIKE, DECK, BIRK, ANTA Sektoranalyse
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|28. Aug.

ONON, LULU, NIKE, DECK, BIRK, ANTA Sektoranalyse

📉 Modeaktien unter der Lupe: Wann ist Value Investing sinnvoll?

Der Analyst betrachtet mehrere Modeaktien aus einer Value-Perspektive und zeigt auf, dass diese Branche voller Tücken steckt. Höchste Vorsicht ist geboten, da Trends schnell kippen können.

🧐 Allgemeine Analyse:

  • Wachstumszyklen: Neue Mode-Marken boomen zunächst, stoßen aber oft an eine Umsatzgrenze von ca. 3-4 Mrd. USD. Danach wird die Expansion teuer und riskant (z. B. Under Armour).
  • Marktpsychologie: Wenn Aktien 'hässlich' aussehen (Nike bei $40 statt $160), gibt es meist nur Abwärtspotenzial. Kaufen, wenn es schlecht aussieht, ist das Credo von Peter Lynch – aber besser abwarten, bis der Trend dreht.
  • Risiken: Marken können schnell veralten (Roger Federers On-Aktie, Under Armour). Private-Equity-Übernahmen (Birkenstock) führen oft zu Qualitätsverlusten.
  • Bewertung: Eine Sicherheitsmarge ergibt sich bei einem KGV von ca. 10 (Private-Equity-Übernahme-Preis).

Einzelaktien im Überblick:

  • ONON (On Holding): KGV 20, Wachstum verlangsamt sich (von 30% auf 13%). Großes Risiko, wenn die Marke nicht mehr 'cool' ist. Kein klarer Value.
  • Lululemon: Michael Burry ist investiert. Günstig (Marktwert ~10 Mrd. USD bei 1 Mrd. freiem Cashflow), aber der neue CEO muss liefern. Chance auf 50% Plus bei Erfolg.
  • Nike: Sieht 'hässlich' aus, aber hohe Konkurrenz (On, Hoka, chinesische Marken). Mögliche Private-Equity-Übernahme bei 70 Mrd. USD, aber noch keine klare Sicherheitsmarge.
  • Deckers (Hoka, UGG): KGV 13, stabil, aber kein explosives Wachstum. Könnte etwas günstiger werden.
  • Anta Sports (China): Stetiges Wachstum, Dividenden, Übernahme von FILA und Anteil an Uma. Interessant, aber noch nicht günstig genug (KGV >10).
  • Adidas: KGV 20, stark schwankende Margen. Zu riskant für Value-Investoren.
  • Birkenstock: Seit Börsengang sinkende Qualität – Private Equity hat sich verabschiedet. Michael Burry könnte sich täuschen.

Fazit:

Der Autor selbst investiert nicht in Modeaktien, da sie zu spekulativ sind. Ausnahmen: Lululemon (wenn CEO liefert), Deckers (stabil) und Anta (Asien-Wachstum). Aber nur, wenn der Kurs tief genug ist. Für Value-Investoren gilt: Lieber andere Sektoren mit weniger Mode-Risiko.

10 Aktien zum Kauf! Value Investing Quadrant Update 2. Halbjahr 2026
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|27. Aug.

10 Aktien zum Kauf! Value Investing Quadrant Update 2. Halbjahr 2026

Der Sprecher aktualisiert seinen Value-Investing-Quadranten für das zweite Halbjahr 2026. Der Quadrant ordnet Aktien nach Rendite (x-Achse) und Risiko (y-Achse). Das optimale Investment ist eine Kombination aus hoher Rendite und geringem Risiko (untere linke Ecke). Folgende Aktien werden besprochen:

SpaceX
  • Risiko: Sehr hoch, da es sich um eine Wette auf Elon Musk handelt und das Unternehmen wahrscheinlich nie profitabel sein wird.
  • Rendite: Sehr niedrig. Daher ganz unten links eingeordnet.
ASML
  • Risiko: Mittlerweile hoch aus Preissicht. Der Aktienkurs stieg von 560 auf 1.500, KGV nun bei 57.
  • Rendite: Für Value Investing zu teuer. Nur interessant bei einem Kurseinbruch.
US-Staatsanleihen
  • Rendite: ca. 5% (10-jährige bei 4,7%).
  • Risiko: Aufgrund von Inflation, Staatsverschuldung und Gelddrucken als hoch eingestuft.
Berkshire Hathaway
  • Rendite: Langfristig ca. 6%.
  • Risiko: Sehr gering. Der Sprecher würde aktuell verkaufen, aber langfristig ein solides Investment.
Ryioneer (wahrscheinlich Rayonier)
  • Dividendenrendite 5%, Bäume wachsen weiter. Interessant für dividendenorientierte Anleger.
Amazon
  • Aktuell fair bewertet für 8% Rendite. Der Sprecher wartet auf einen Rücksetzer für einen besseren Einstieg.
Meta Platforms (Facebook)
  • Fair bewertet für 10% Rendite. Optimistisch dank KI-Wachstum.
China Internet ETF (KWEB)
  • Seit 13 Jahren Seitwärtsbewegung, obwohl die Unternehmen gewachsen sind. Potenzial für 10% Rendite.
HPQ
  • Aktie stark gestiegen (von 25). Dividendenrendite jetzt 4%, Renditepotenzial gesunken.
Microsoft
  • Kurs gestiegen (+38%). Wachstum basiert auf KI-Partnerschaften (OpenAI), daher als risikoreicher eingestuft.
Adyen
  • Wachstum von 25% auf 19% gesunken, aber immer noch ein 19%-Wachstumsunternehmen.
Mercado Libre
  • Kurs bei 2.000, gute Ergebnisse, aber Kreditrisiken.
Weitere Aktien: Greggs, Verizon, Domino's Pizza, Nomad Foods, Uber, Nike, Aufzugsaktien – werden im Video kurz behandelt.

Der Sprecher betont, dass Anleger je nach Risikobereitschaft und Zielen ihre eigene Auswahl treffen sollten. Er arbeitet an einem diversifizierten Portfolio auf seiner Forschungsplattform.

Ahold-Aktien sehen mit 4% Rendite jetzt viel besser aus!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|26. Aug.

Ahold-Aktien sehen mit 4% Rendite jetzt viel besser aus!

Übersicht

Ahold ist ein niederländischer Lebensmitteleinzelhändler mit starkem Fokus auf die USA (55-60% Umsatz). Der Aktienkurs fiel von über 40 € auf 30 €, was zu vermehrten Zuschriften führte.

Finanzielle Entwicklung (Q2)
  • Umsatz: Stabil, aber kaum Wachstum (konstante Wechselkurse).
  • Online-Geschäft: Wachsend, aber traditionelles Geschäft schwächer.
  • Marge: Stabil.
  • Gewinn je Aktie: -1,4 % – weder schlecht noch überragend.
  • Freier Cashflow: 2,3 Mrd. €, ausreichend für Dividenden und Aktienrückkäufe (2 Mrd. €).
Bewertungsanalyse
  • Dividendenrendite: 4 %.
  • Aktienrückkaufrendite: 3,7 % (berücksichtigt im Wachstum).
  • Wachstumsannahme: 3 % durch Rückkäufe + 2,5 % organisches Wachstum = 5 % Dividendenwachstum.
  • Bei einem Diskontsatz von 10 % liegt der innere Wert bei 28 € – nahe am aktuellen Kurs.
  • Erwartete Rendite: hohe einstellige Prozentsätze (ca. 8 %).
Zusammenhang mit Zinsen
  • Der Kursrückgang ist auf höhere Zinsen zurückzuführen: US-Staatsanleihen (10 Jahre) rentieren mit 4,7 %, während Ahold nur 4 % bietet.
  • In einem Niedrigzinsumfeld (3 % Renditeerwartung) wäre der innere Wert schnell bei 34 €, bei fallenden Zinsen sogar bei 40 €.
Fazit

Aus absoluter Value-Perspektive wünscht sich der Analyst einen Einstiegskurs im niedrigen 20er-Bereich für eine Rendite von 10–12 %, um unabhängig von Zinsschwankungen zu sein. Derzeit bleibt Ahold auf der Watchlist – interessant, aber noch nicht überzeugend.

DIESEN Glauben verliere ich bei Bitcoin, trotzdem wird er bald viel wertvoller, als Du denkst!
Mario Lochner|25. Aug.

DIESEN Glauben verliere ich bei Bitcoin, trotzdem wird er bald viel wertvoller, als Du denkst!

Einleitung und Kontext

In diesem Interview mit Bitcoin-Experte Roman Reer (Blogtrainer) diskutiert Mario Lochen die aktuelle Lage und Zukunft von Bitcoin. Themen: Bärenmarkt, Zyklen, geopolitische Einflüsse und die Rolle von Bitcoin als Wertspeicher.

Aktuelle Marktlage und Vierjahreszyklus
  • Bärenmarktende? Oktober 2024 als möglicher Tiefpunkt, basierend auf historischen Vierjahreszyklen. Aber: Kurserholung könnte den Zyklus vorziehen.
  • Stärkste Bitcoin-Woche in Dollar-Werten (+14.300–14.500 $) – ein Zeichen für new Momentum.
  • Selbsterfüllende Prophezeiung? Die Zyklen könnten durch Massenerwartung gebrochen werden.
Bitcoin als Reserveasset vs. Zahlungsmittel
  • Roman rückt ab von Bitcoin als alltäglichem Zahlungsmittel. Stattdessen: Reserveasset – ähnlich dem Goldstandard, aber digital.
  • Stablecoins sind keine Konkurrenz, da sie vom Dollar abhängen und dessen Vertrauensprobleme teilen.
  • Bitcoin als globales Reserveasset könnte den Dollar als „Kreditschicht“ über sich behalten.
Geopolitische Einflüsse und Schuldenkrise
  • US-Schulden von 40 Billionen $ treiben die Nachfrage nach harten Assets.
  • Hohe Zinsen vs. Schuldenproblem: Ein Dilemma, das langfristig Bitcoin nützt.
  • Geopolitische Spannungen (Iran, BRICS) sind oft Ausdruck des Kampfes ums Geldsystem. Bitcoin bietet Unabhängigkeit von Dollar und Renminbi.
Rolle von Staaten und Institutionen
  • Strategische Bitcoin-Reserve (Trump): Nicht zwingend staatlich, sondern durch Unternehmen wie BlackRock, Strategy. Die USA haben bereits eine hohe Bitcoin-Konzentration.
  • Staaten kaufen heimlich? Spekulationen um Intel-Mining-Sparte und Äußerungen von Putin.
  • Bitcoin ist nicht zentral steuerbar – anders als der Kryptosektor insgesamt.
Michael Sailor und Strategy
  • Keine Gefahr für Bitcoin – selbst ein Zusammenbruch von Strategy hätte nur kurzfristige Folgen.
  • Kritik: Zu aggressive Schuldenaufnahme und widersprüchliche Kommunikation („verkaufen niemals Bitcoin“ vs. Verkauf).
Quantencomputer-Risiko
  • Keine akute Bedrohung: Für Bitcoin gefährliche Quantencomputer bräuchten Millionen fehlerfreier Qubits, heute erst ~100.
  • Bitcoin kann nachrüsten – z.B. quantensichere Adressen. Das Risiko ist in 10–20 Jahren relevant, aber lösbar.
Steuerliche Haltefrist und Standort Deutschland
  • Geplante Änderung der Haltefrist (Abschaffung der Steuerfreiheit nach 1 Jahr) wird keine Mehreinnahmen bringen, sondern Kapitalabfluss fördern.
  • Alternativen: Kredite gegen Bitcoin (kein Steuerereignis) oder Umzug ins Ausland.
  • Österreich als Beispiel: Minimale Steuereinnahmen durch ähnliche Reform.
Ausblick 2027
  • Positiv: Bitcoin als Reserveasset, weniger Volatilität, KI als neuer Use Case (Agenten bezahlen sich gegenseitig).
  • Risiken: Kriege und hohe Zinsen kurzfristig, aber langfristig stärkt Vertrauensverlust in Fiatgeld Bitcoin.
Fazit

Roman sieht Bitcoin als Wurzellösung für das Problem der Geldentwertung und staatlichen Kontrolle. Freiheit und Dezentralität sind die Kernwerte. Der Weg ist lang, aber die Richtung klar.

Prosus = Tencent mit einem GROSSEN RABATT + MEHR!!!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|25. Aug.

Prosus = Tencent mit einem GROSSEN RABATT + MEHR!!!

📊 Prosus: Tencent mit einem satten Rabatt

Prosus ist ein Beteiligungsunternehmen, das rund 23 % an Tencent hält – und damit eine günstige Möglichkeit bietet, indirekt in Tencent zu investieren. Der Aktienkurs von Prosus notiert mit einem Abschlag von 30–50 % auf den Nettoinventarwert (NAV), was das Unternehmen für Value-Investoren interessant macht.

🔍 Bewertung & Kennzahlen

  • KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis): ~8 (deutlich niedriger als Tencent direkt)
  • Marktkapitalisierung: ~90 Mrd. USD vs. NAV von ~153 Mrd. USD (nach Abzügen realistisch ~130 Mrd. USD)
  • Verschuldung: gering, hohe Zinsdeckung

💼 Beteiligungen & Werttreiber

  • Tencent: Kerngeschäft, wachsende Dividende
  • Weitere börsennotierte Beteiligungen: Meituan, Delivery Hero, DoorDash, Udemy u.a.
  • Unlisted Beteiligungen: Geschätzt vom Management auf 32 Mrd. USD (Value-Investoren rechnen eher mit 16 Mrd. USD)
  • EBITDA & Free Cashflow: erstmals deutlich positiv – die anderen Geschäfte werden selbsttragend

🔄 Aktienrückkäufe & Wertsteigerung

  • Prosus hat 40 % der Aktien zurückgekauft und den NAV pro Aktie um 80 % gesteigert
  • Rückkäufe erfolgen durch Verkauf von Tencent-Aktien – dadurch steigt der Tencent-Anteil je Prosus-Aktie
  • Dividenden-Multiplikator-Effekt: Buybacks verstärken die Dividendenrendite

⚠️ Risiken & Kritik

  • Holding-Discount bleibt bestehen, da Management immer wieder unerwartete Akquisitionen tätigt (z. B. Alan – eine französische KI-Plattform für 460 Mio. USD, was 460 USD pro Kunde entspricht)
  • Steuerliche Aspekte bei direkter Ausschüttung der Tencent-Aktien
  • KI-Strategie des neuen CEOs könnte von der Rückkauf-Strategie ablenken

🎯 Fazit

  • Prosus ist eine Value-Chance: Man erhält Tencent günstiger und bekommt die anderen Beteiligungen quasi geschenkt.
  • Wenn der Abschlag schrumpft oder die anderen Geschäfte weiter wachsen, entsteht zusätzliches Aufwärtspotenzial.
  • Ideal für Anleger, die in Tencent investieren wollen, aber auch ein Stück KI- und Tech-Wette eingehen möchten.
Tencent Aktie fair bewertet / BESTE KI-AKTIE ZUM KAUFEN!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|24. Aug.

Tencent Aktie fair bewertet / BESTE KI-AKTIE ZUM KAUFEN!

Zusammenfassung der Tencent Aktienanalyse

In diesem Video wird die Aktie von Tencent detailliert analysiert. Der Analyst bewertet Tencent als fair bewertet und sieht Potenzial für langfristige Renditen.

Kernpunkte der Analyse:

  • Geschäftsmodell: Tencent ist ein Hyperscaler mit einem breiten Ökosystem aus Kommunikation (WeChat), Zahlungen, Gaming, digitalen Inhalten und Beteiligungen an anderen Unternehmen (z.B. Snapchat, Spotify, Bilibili).
  • Finanzkennzahlen:
    • KGV von 15 (günstiger als Meta mit 20).
    • Marktkapitalisierung von etwa einer halben Billion US-Dollar.
    • Dividendenrendite vorhanden.
    • Umsatzwachstum von 8% (konservativ geschätzt) für die nächsten 10 Jahre.
  • Wachstumstreiber:
    • KI-Investitionen: Tencent investiert stark in KI (7 Mrd. US-Dollar pro Quartal), aber konservativer als westliche Konzerne. Die Infrastruktur kann bei Bedarf kostendeckend vermietet werden.
    • Gaming: 32% der Umsätze, stabil.
    • Fintech: Marktanteil von 40% bei mobilen Zahlungen in China.
    • Werbung: KI-gestützte Marketingdienstleistungen mit 22% Wachstum.
  • Bewertung:
    • Konservativ: Bei 8% Wachstum und 10% erwarteter Rendite liegt der faire Wert bei ca. 400 (Währung nicht genannt), nahe am aktuellen Kurs. Erwartete Rendite: 8-9%.
    • Optimistisch: Bei 10% Wachstum und KGV 20 wäre Tencent mit 600 stark unterbewertet.
    • Pessimistisch: Bei 4% Wachstum und KGV 12 läge das Abwärtspotenzial bei 50%.
  • Fazit: Tencent ist derzeit fair bewertet und bietet eine solide Basis für ein diversifiziertes Portfolio. Bei Kursrückgängen (z.B. aufgrund geopolitischer Spannungen) könnte nachgekauft werden, um die langfristige Rendite zu steigern.

Zusätzliche Hinweise:

  • Der Analyst stellt ein Forschungsplattform vor, die er betreibt, und erhöht demnächst den Preis.
  • Interaktive Broker wird als günstiger internationaler Broker empfohlen.
Was passiert im WORST CASE mit deinem MSCI World ETF?
Finanzfluss|23. Aug.

Was passiert im WORST CASE mit deinem MSCI World ETF?

Einleitung
  • Dieses Video analysiert die Worst-Case-Szenarien für deinen MSCI World ETF und zeigt, dass in den meisten historischen Fällen das Geld der Anleger nicht dauerhaft verloren war.
1. Pleite des ETF-Anbieters (Emittent)
  • Sondervermögen: Das Fondsvermögen ist getrennt vom Vermögen des ETF-Anbieters. Bei einer Pleite bleibt dein Geld geschützt.
  • Beispiel Lehman Brothers: Die Fondsgesellschaft wurde verkauft, die Anleger verloren nichts. Verluste gab es nur bei Zertifikaten (Schuldverschreibungen).
  • Wichtig: In Europa sind ETFs per Gesetz Sondervermögen, ETNs dagegen nicht.
2. Pleite des Brokers
  • Eigentum: Deine Wertpapiere gehören dir, der Broker verwaltet sie nur. Bei einer Pleite kannst du sie zu einem anderen Broker übertragen.
  • Beispiele:
    • Bowfor Securities (UK): Chaotische Insolvenz, aber fast alle Positionen gefunden.
    • Phoenix Kapitaldienst (DE): Betrug (Schneeballsystem). Anleger bekamen 90% der Forderung (max. 20.000 €) aus der Einlagensicherung plus 36% aus der Insolvenzmasse – allerdings erst nach 10 Jahren.
  • Missverständnis: Die 100.000 € Einlagensicherung gilt nur für Girokonten. Bei Wertpapieren greift eine reduzierte Sicherung (90% bis 20.000 €) nur bei Betrug.
3. Schließung oder Zusammenlegung von ETFs
  • Kein Kapitalverlust, aber ein steuerliches Ereignis: Gewinne werden vorzeitig versteuert, was die Rendite schmälert.
  • Beispiel: Amundi schloss nach Übernahme von Lyxor mehrere ETFs.
  • Du kannst dich nicht dagegen schützen, aber solche Ereignisse sind selten.
4. Kursschwankungsrisiko (Marktrisiko)
  • Historische Worst Cases:
    • Lisa (fiktiv): 50.000 € im Jahr 2000 investiert → nach Dotcom-Crash und Finanzkrise über 10 Jahre rund -58 %. Fehler: Geld für kurzfristiges Ziel (Immobilie) investiert.
    • Deutschland 1913–1948: Drawdown bis -70 % (Kriege, Hyperinflation, Währungsreform). Zusätzlich verloren viele Anleger ihr Eigentum, weil Papieraktien zerstört wurden oder nicht nachweisbar waren.
    • Japan 1989–heute: Drei verlorene Jahrzehnte mit einem Maximalverlust von -60 %. Erholung dauerte über 30 Jahre.
  • Lehre: Nur Geld investieren, das du 10–15 Jahre nicht brauchst. Weltweite Diversifikation hilft (Beispiel: US-Aktien in der deutschen Krise besser).
5. Schutz durch Sparpläne
  • In lang anhaltenden Krisen (Japan, Dotcom-Crash) kann ein Sparplan positive Renditen erwirtschaften, weil du günstig nachkaufst.
  • Rechenbeispiel:
    • Einmalanlage 50.000 € in Japan nach 30 Jahren: 0 % Rendite.
    • Gleicher Betrag per Sparplan über die Zeit: 4 % Rendite pro Jahr.
    • Lisa hätte mit einem Sparplan eine jährliche Rendite von 6 % erzielt statt Verlust.
  • Achtung: Langfristig ist eine Einmalanlage meist besser, da Kurse tendenziell steigen. Die genannten Beispiele sind Ausnahmen.
Fazit
  • Worst-Case-Szenarien sind möglich, aber selten.
  • Schutzmaßnahmen: Auf Sondervermögen achten, Depotunterlagen sicher aufbewahren, langfristig investieren, Sparplan nutzen.
  • Zusätzliche Ressource: Video zur Analyse Einmalanlage vs. Sparplan.
Das ist groß - Zinsen steigen, Zinskosten steigen!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|22. Aug.

Das ist groß - Zinsen steigen, Zinskosten steigen!

Steigende Anleiherenditen – die größte Gefahr der nächsten Jahre

Der Sprecher warnt, dass steigende Langfristzinsen (z. B. 30-jährige US-Staatsanleihen bei 4–5 %) das bestimmende Thema für die nächsten 5–10 Jahre sein werden – nicht KI. Die Niedrigzinsphase seit 2002 ist vorbei, und die Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privatpersonen ist immens.

Der langfristige Schuldenzyklus
  • Nach Ray Dalio nähern wir uns dem schmerzhaften Teil des Zyklus: Wenn die Schuldenkosten nicht mehr bedient werden können, muss ein Deleveraging (Schuldenabbau) erfolgen.
  • Aktuell leihen sich alle immer weiter Geld, um alte Schulden zu refinanzieren – ein Ponzi-Schema.
US-Haushaltsdefizit und Zinslast
  • Das Defizit liegt bei durchschnittlich 6 % des BIP (nachhaltig wären ~3 %).
  • Die Nettozinszahlungen sind in vier Jahren von 0,5 Billionen auf 1,5 Billionen USD gestiegen – und könnten bis Ende des Jahrzehnts 2 Billionen USD erreichen (100 % des heutigen Defizits).
  • Die USA borgen sich Geld, um Zinsen zu zahlen – ein klassisches Pyramidenspiel.
Inflation als „Lösung“? Mit Nebenwirkungen
  • Inflation entwertet Schulden nominal, aber die Kaufkraftverluste treffen vor allem arme Haushalte. Die versprochene 2 %-Inflation wurde in den letzten 6 Jahren nicht gehalten.
  • Politiker setzen auf KI, um die Schulden wegzuwachsen – der Sprecher hält das für illusorisch.
Risiken: AI-Blase & Systemkrise
  • Die aktuellen KI-Investitionen (Datenzentren etc.) erinnern an die Subprime-Blase (2007). Falls sie platzt, könnte das BIP einbrechen, weil KI gerade die Konjunktur stützt.
  • Szenario: Sollte die Dividendenrendite des S&P 500 von 1 % auf 2 % (wie 2012) steigen, bedeutete das einen Kursrückgang von 50 %. Bei 4 % wären es minus 75 %.
  • Mark Spitznagel warnt vor einem 80 %-Crash – der Sprecher sieht den aktuellen Bullenmarkt seit 1982, nun 44 Jahre alt, als überfällig für eine große Korrektur.
Was Anleger tun können
  • Sicherheit: 5-jährige Treasuries (~4,3 %) oder 2-jährige (~4 %) bieten zumindest nominale Stabilität.
  • Eigenes Risiko prüfen: Sind Hypotheken fest verzinst? Überleben die eigenen Geschäfte einen Zinsanstieg auf 15 %?
  • Setze auf Value-Investing: Substanzstarke Unternehmen, die auch in Krisen bestehen.
  • Wer unsicher ist: Einfach abwarten, bis die Panik ausbricht – aber dann bereit sein.

Fazit: Die Kombination aus Rekordverschuldung, steigenden Zinsen und einer überhitzten KI-Blase könnte die größte Schuldenkrise seit Jahrzehnten auslösen. Anleger sollten ihre Portfolios krisenfest machen.

Short wie nie! Das wird böse enden – aber für wen? // BRIEFING
Mario Lochner|22. Aug.

Short wie nie! Das wird böse enden – aber für wen? // BRIEFING

📉 Short wie nie: Anleihemarkt bebt, Bitcoin zurück

Das Video thematisiert die aktuelle Situation an den Märkten mit Fokus auf Rekord-Short-Positionen, steigende Anleiherenditen und die Rückkehr von Bitcoin über 75.000 US-Dollar. Es werden Bullen- und Bären-Argumente gegenübergestellt.

📊 Gewinner & Verlierer der Woche

  • Moderna: +177% nach Durchbruch bei mRNA-Krebsimpfstoff (Phase 3), später -25%
  • Bitcoin: zurück über 75.000 US-Dollar, unterstützt durch Short Squeeze
  • Deutsche Telekom: Gewinn über Erwartung, Prognose angehoben
  • Walmart: schwächstes Quartalswachstum seit 2020 in den USA (-9%)
  • Advance Auto Parts: -25% wegen Sparverhalten der Kunden

🐻 Bären-Argumente

  • Anleihekrise: US-Langfristzinsen auf 25-Jahres-Hoch; Staatsverschuldung über 40 Billionen US-Dollar
  • Zinslast übersteigt Verteidigungsausgaben
  • Ölpreis über 90 US-Dollar; Trump droht mit „Economic D-Day“
  • US Economic Surprise Index fällt stark

🐂 Bullen-Argumente

  • Philly Fed Business Outlook größter monatlicher Anstieg seit 1983
  • Nettovermögen der Haushalte stieg von 101 auf 183 Billionen US-Dollar (Schulden im Kontext)
  • Kreditkartenausgaben steigen weiter, Verbraucher nicht pleite
  • Rohöllagerbestände stiegen um 4,4 Mio. Barrel
  • Sentiment: fast 40% Bären („Wall of Worry“)

📈 Dossier: Anleihekrise – wie gefährlich wirklich?

  • Haupttreiber: steigender Ölpreis (höchste Korrelation mit Anleiherenditen) und Unsicherheit durch Forward Guidance (Kevin Wash)
  • KI-Unternehmen emittieren 40% aller Anleihen mit Laufzeiten ≥15 Jahre – Konkurrenz für US-Treasuries, aber Effekt marginal (5–30 Basispunkte)
  • Historische Analyse: Renditen zwischen 4–5% waren für Aktien nicht katastrophal (S&P 500 im Schnitt positiv)
  • Spread-Indikatoren zeigen aktuell keinen Stress im System

🚀 Überraschung durch die Hintertür: Goldlöckchen-Szenario

  • 5 Gründe:
    1. Wall of Worry (Rekord-Short-Positionen, viele Bären)
    2. Wirtschaft läuft gut, aber nicht zu heiß (GDP Nowcast bei 4%)
    3. Inflation im Rahmen (Trueflation auf Januar-Niveau)
    4. Finanzkonditionen auf bestem Stand seit den 1990ern
    5. Unternehmensgewinne (Large Caps historisch hoch); Insider kaufen stark
  • Mögliches Szenario: Ölpreis fällt, perfekter Nährboden für weitere Kursgewinne

💡 Geldideen & Sektoren

  • „Totgesagte“ leben länger: OpenAI (Wachstumsrate höher als Anthropic)
  • Heimliche KI-Gewinner (Goldman Sachs): Dollar Tree, eBay, Axon Enterprise u.a.
  • Zinsabsicherung: Gold, Silber, Bitcoin; Energieaktien (ConocoPhillips, Devon Energy); Immobilien (Toll Brothers, DR Horton)
  • Google 13F-Portfolio: große Position in SpaceX, daneben UiPath, CME Group u.a.
Nike-Aktie riecht eher nach einem Kauf als nach alten Schuhen...
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|21. Aug.

Nike-Aktie riecht eher nach einem Kauf als nach alten Schuhen...

Zusammenfassung: Nike-Aktie – Zeit zum Kaufen?

Der Analyst betrachtet die aktuelle Situation von Nike und argumentiert, dass die Aktie möglicherweise ihren Tiefpunkt erreicht hat. Hier die Kernpunkte:

  • Strategischer Einstieg: Bereits bei 60 $ wurde ein erster Kauf empfohlen, nun bei ~40 $ (aktueller Kurs) sei ein „Buy More“-Ansatz sinnvoll.
  • Vom Wachstums- zum Cashflow-Wert: Nike ist von einem Wachstumstitel (KGV über 40) zu einem wertorientierten Titel (KGV ~20) geworden. Der Markt preist immer noch etwas Wachstum ein, obwohl die Gewinne von 6 Mrd. $ auf 3 Mrd. $ gefallen sind.
  • Bill Ackmans Fehltritt: Ackman kaufte stark, schloss die Position aber mit Verlust – ein Zeichen der Kapitulation.
  • Risiko und Rendite: Sollte Nike wieder auf 5 Mrd. $ Gewinn wachsen, ergäbe sich bei KGV 20 eine Marktkapitalisierung von 100 Mrd. $ (heute ~60 Mrd. $) – ein Potenzial von fast 100 % plus 4–5 % Dividendenrendite.
  • Übernahme-Sicherheit: Der Markenwert von Nike (Enterprise Value ~70 Mrd. $) macht eine Übernahme durch einen anderen Konzern (z. B. aus China oder Berkshire) wahrscheinlich, falls der Kurs weiter fällt. Dadurch entsteht eine „Margin of Safety“.
  • Volumenanalyse: Hohe Handelsvolumina deuten auf eine Kapitulation der Wachstumsinvestoren und einen Wechsel zu Value-Investoren hin – ein typisches Boden-Signal.
  • Fazit: Der Analyst bewertet Nike als „sehr, sehr gute Wette“ mit einem Cashflow-Rendite von rund 5 %. Allerdings möchte er persönlich erst bei 8 % Rendite (KGV ~12) zuschlagen. Für den Moment bleibt die Aktie im „grünen Bereich“ der Wetten.
  • Ausblick: Alles hängt von der „Win Now“-Strategie 2027 ab. Ein weiteres Absinken in den 20er-Bereich (KGV 12) ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.
BERKSHIRE ALS VERKAUF, VALUE-INVESTING-KETZEREI!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|20. Aug.

BERKSHIRE ALS VERKAUF, VALUE-INVESTING-KETZEREI!

Zusammenfassung: Berkshire-Holdings & Value-Investing-Kontroverse

Der Sprecher analysiert die aktuelle Bewertung von Berkshire Hathaway und argumentiert, dass ein Verkauf für Value-Investoren in Betracht gezogen werden sollte. Er betont, dass die zukünftigen Renditen begrenzt sein könnten, selbst wenn das Unternehmen fundamental solide bleibt.

Kernpunkte:

  • Performance der letzten 10 Jahre: Berkshire hat sich vervierfacht, das Gewinnwachstum lag bei ~6,2 % pro Jahr (2015–2025).
  • Zukunftsprognose: Bei aktueller Marktkapitalisierung von ca. 1 Billion USD sind moderate Renditen (4–7 % p.a.) zu erwarten, basierend auf konservativen Modellen (6 % Gewinnwachstum, KGV 17).
  • Risiken: Überbewertung des Aktienportfolios (Apple, Coca-Cola), mögliche Abschwünge oder Fehlinvestitionen könnten zu Verlusten führen.
  • Vergleich mit S&P 500: Berkshire ist absolut sicherer, aber die Opportunitätskosten sind hoch – andere Anlagen bieten zweistellige Renditen.

Fazit für verschiedene Investorentypen:

  • Enterprising Investor (aktiv): Verkaufen, um bessere Chancen zu nutzen.
  • Defensive Investor (konservativ): Halten, für Vermögenssicherung und langfristigen Bestand.

Wichtige Zitate:

  • „Berkshire ist und bleibt eines der sichersten Investments – aber kein Vervierfacher mehr.“
  • „Der Preis ist, was du zahlst; der Wert ist, was du bekommst.“ (Warren Buffett)
DAS ändert sich im September 2026: Kürzeres Rückgaberecht, Zinserhöhung & mehr!
Finanzfluss|19. Aug.

DAS ändert sich im September 2026: Kürzeres Rückgaberecht, Zinserhöhung & mehr!

📅 Änderungen im September 2026: Rückgaberecht, Zinsen, Alkoholverbot & mehr

Amazon verkürzt Rückgabefrist

  • Ab September gelten für 16 Produktkategorien nur noch 14 Tage Rückgaberecht (vorher 30).
  • Betroffen sind u. a.: Babyartikel, Beauty, Drogerie, Freizeitartikel, mobile Elektronik, Musikinstrumente.
  • Ausnahmen (weiterhin 30 Tage): Kleidung, Schuhe, Uhren, Schmuck, Amazon-Geräte.
  • Wichtig: Rücksendung muss innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt angemeldet werden, dann hast du weitere 14 Tage Zeit zum Versand.
  • Übergangsfrist: Bei Lieferung bis 1. Oktober gilt noch die alte Regel.

EZB-Zinserhöhung am 10. September

  • Der Markt erwartet mit 91 % Wahrscheinlichkeit eine Anhebung des Einlagensatzes von 2,25 % auf 2,5 %.
  • Grund: Inflation in der Eurozone liegt mit 2,9 % weiter über dem Ziel von 2 %.
  • Folge: Tagesgeldzinsen könnten bei manchen Banken wieder steigen.

Lohnsteuerhilfevereine: Mehr Spielraum

  • Bisher durften Angestellte maximal 18.000 € nebenbei verdienen (z. B. Mieteinnahmen, Kapitalerträge), um Hilfe vom Verein zu bekommen.
  • Diese Grenze fällt weg – ab sofort können auch Rentner mit hohen Kapitalerträgen die günstige Steuerberatung nutzen.
  • Mitgliedsbeitrag: je nach Einkommen und Region (z. B. 130 €/Jahr bei 50.000 € Einkommen in NRW).

Alkoholverbot an Bahnhöfen (Deutsche Bahn)

  • Ab 1. September startet das Verbot in Berlin Hbf, Berlin Gesundbrunnen, Kiel und Braunschweig.
  • Bis 15. Oktober an allen Bahnhöfen.
  • Erlaubt: Alkohol in der Gastronomie, geschlossene Flaschen im Gepäck. Verboten: Konsum im Bahnhofsbereich.

EU gegen Greenwashing

  • Ab 27. September müssen Umweltversprechen wie „klimaneutral“ oder „umweltfreundlich“ nachweisbar sein.
  • Pauschale Behauptungen ohne Beleg sind dann verboten – Vorsicht vor Abmahnungen für Unternehmen!

Neues EU-Label für Gewährleistung & Garantie

  • Einheitliches Label informiert über gesetzliche Gewährleistung (2 Jahre) und freiwillige Herstellergarantie (Dauer wird angegeben).

TVÖD: Sonderzahlung in Urlaub umwandeln

  • Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst können ab 2027 bis zu 3 Urlaubstage kaufen – Antrag bis 1. September.
  • Preis: durchschnittliches tarifliches Tagesentgelt (gemittelt über Juli–September).

📌 Tipp: Für Details zu Tagesgeldangeboten oder dem Altersvorsorgedepot (Start 2027) siehe verlinkte Videos.

Ackmans Aktien zum Kaufen! & Strategie!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|19. Aug.

Ackmans Aktien zum Kaufen! & Strategie!

Überblick

Bill Ackman (Pershing Square) hat ein neues Schreiben veröffentlicht und sechs neue Positionen erworben. Der Analyst nimmt diese unter die Lupe und bewertet Chancen und Risiken.

Strategie & Performance
  • Ackman sucht günstige Wachstumsaktien mit niedrigem KGV, die überdurchschnittlich wachsen – besser als der S&P 500.
  • Allerdings: Seit 2012 hat er den Markt nicht geschlagen (S&P 500: ~15 % p.a., Ackman: niedriger zweistellig).
  • Hohe Gebühren (1,5 % Verwaltung + 16 % Erfolgsbeteiligung) führen zu einem dauerhaften Abschlag zum Nettoinventarwert.
Neue Positionen & Analyse
  • Brookfield: Riskante Wachstumsjagd. Earnings wachsen durch Leverage, nicht durch echte Cashflows – ähnlich wie Private Equity. Bei Schocks drohen Verluste.
  • Microsoft: AI-Wette. 70 % des Wachstums kommen von nur zwei Kunden (zirkuläre Finanzierung). Bei nachlassendem AI-Wachstum drohen 60–70 % Kurseinbruch.
  • Amazon: Günstiger bewertet. AWS wächst stark, konservative Bewertung liegt nahe am aktuellen Kurs. Aber: Der Analyst wartet lieber auf einen besseren Einstieg (z. B. 90 $ vor einigen Jahren).
  • Howard Hughes: Versicherung als Vehikel für AI-Investments. Vom Analysten als zu riskant eingestuft (Buffett meidet große Versicherungszukäufe derzeit).
  • Restaurant Brands: Setzt auf Aktienrückkäufe und Multiple-Expansion (KGV von 20 auf 30). Relativ, aber nicht absolut günstig.
  • Meta: Günstigster Hyperscaler. Bei konservativen Annahmen (8 % Wachstum, KGV 20) bereits fair bewertet. Ackman erwartet 20 % Wachstum – dann wäre eine Verdopplung möglich, aber riskant.
  • Visa: Solides Geschäft, KGV 30. Bei 10 % Wachstum fair bewertet, bei mehr gibt es Extrarendite. Gute Sicherheitsmarge.
  • Intercontinental Exchange, Alcon: Stabile Wachstumsunternehmen, aber nicht näher analysiert.
Fazit

Ackman setzt verstärkt auf AI-Wetten und zyklische Wachstumsaktien. Seine Holdings sind relativ zum Markt günstig, aber nicht absolut günstig im Sinne von Value-Investing. Der Analyst sieht Risiken bei Überraschungen (Rezession, AI-Blase). Anleger sollten die hohen Gebühren bedenken und nicht blindlings folgen.

Uber-Aktie ist ein Strong Buy + Ackmans Top-Position
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|18. Aug.

Uber-Aktie ist ein Strong Buy + Ackmans Top-Position

Einleitung: Uber als Top-Investment von Ackman
  • Der Investor Bill Ackman (Pershing Square) sieht Uber als starke Kaufgelegenheit mit positivem Risiko-Rendite-Verhältnis.
  • Uber wird als potenzieller "nächster Amazon" der Logistik und Lieferdienste betrachtet.
Geschäftsmodell und Wachstum
  • Uber wächst rasant: 45% Umsatzwachstum im laufenden Jahr, 22% Wachstum bei Bruttobuchungen.
  • Strategie: Aufbau einer Plattform für autonome Fahrzeuge, Partnerschaften mit Waymo, Lucid, Bolt u.a.
  • Erweiterung ins Liefergeschäft (z. B. Delivery Hero) und Integration aller Dienste in eine App.
Finanzkennzahlen und Bewertung
  • Erstmals profitabel, KGV von ~16, nahe historischem Tief.
  • Freier Cashflow wird auf ~8 Mrd. USD geschätzt (nach Abzug von aktienbasierter Vergütung ~4 Mrd. USD).
  • Eigenes Bewertungsmodell ergibt einen inneren Wert von 118 USD (bei 20% Wachstum für 5 Jahre), aktueller Kurs ~70 USD.
  • Im optimistischen Szenario (Amazon-ähnlich) ist eine Vervielfachung auf 150–200 USD möglich.
Risiken
  • Umgehung durch Flottenbetreiber: Hersteller autonomer Fahrzeuge könnten Uber als Vermittler umgehen.
  • Regulierungsrisiken: Arbeitsrechtliche Probleme (UK), mögliche Preiskontrollen.
  • Wettbewerb: Starke Konkurrenz in China und Brasilien; Gefahr, dass Uber zum Rohstoff (Commodity) wird.
  • Hohe Investitionen: 10 Mrd. USD in den nächsten Jahren; aktienbasierte Vergütung verwässert Aktionäre.
Fazit
  • Positives Risiko-Rendite-Profil: 2–3x in 2–3 Jahren möglich, wenn autonomes Fahren noch klein bleibt; bei Durchbruch bis zu 10x.
  • Verlustrisiko: bis zu 50% bei Scheitern des Plattformmodells.
  • Der Analyst selbst investiert nicht (fehlende Sicherheitsmarge), empfiehlt aber risikobereiten Anlegern eine Prüfung.
Wissen DIE mehr? DIESE AKTIEN verkaufen Milliardäre jetzt + Gewinner von Morgen der Börsen-Elite
Mario Lochner|18. Aug.

Wissen DIE mehr? DIESE AKTIEN verkaufen Milliardäre jetzt + Gewinner von Morgen der Börsen-Elite

💡 Die großen Bewegungen der Börsen-Elite (13F Filings Q2 2025)

Die aktuellen 13F-Einreichungen der erfolgreichsten Investoren der Welt zeigen klare Trends: KI bleibt das dominierende Thema, mit einem Fokus auf Hyperscaler, Speicherchips und Energie. Hier sind die detaillierten Ergebnisse.

👑 Die Top-Entscheidungen der fünf Stars

  • Warren Buffett (Berkshire Hathaway): Deutlichster Kauf war Alphabet (Aufstockung um 83%). Verkäufe gab es bei Delta Airlines, Bank of America und Kroger. Bill Gates hat zudem 14% seines Berkshire-Anteils verkauft.
  • Stanley Druckenmiller: Setzt stark auf KI mit Käufen von Amazon, Alphabet, Meta und Taiwan Semiconductor. Verkauft hat er u.a. Broadcom.
  • Peter Thiel: Fokussiert sich komplett auf Amazon und den Energiesektor. Größte neue Wette: Vista Energy (Ölproduzent in Argentinien).
  • Bill Ackman: Seine größte Neuposition ist Netflix. Weitere Käufe: Visa, S&P Global. Er hat Alphabet und Amazon verkauft, um Microsoft zu finanzieren.
  • Leopold Aschenbrenner: Klarer KI- und Chip-Fokus durch Käufe von Micron, Sandisk und Taiwan Semi. Verkäufe umfassen Nvidia, Oracle und Broadcom.

🔍 Drei zentrale Learnings

  1. Die Hyperscaler sind gefragt: Buffett, Thiel und Druckenmiller setzen massiv auf die Cloud-Giganten. Die Begründung: Trotz hoher Investitionen (Capex) werden die Cashflows durch KI-Wachstum (z.B. Cloud-Umsätze +80%) bald stark steigen.
  2. Die Chip-Wette (besonders Speicher) lebt: Elon Musks Aussage "Der limitierende Faktor ist der Speicher" untermauert den Trend. Die Nachfrage nach Speicherchips steigt um 200% pro Jahr, während die Produktion nur um 20% zulegt. Zudem steigen die Mietpreise für ältere KI-Chips (A100), was die anhaltende Knappheit belegt.
  3. Der unstillbare Energiehunger: Die KI-Entwicklung treibt den Stromverbrauch von Rechenzentren massiv in die Höhe. Prognosen zufolge wird der Bedarf allein bis 2027 um 172% auf 258 TWh steigen. Es wird eine gigantische Stromlücke erwartet, die Investmentchancen im Energiesektor eröffnet.

💊 Zwei spannende Biotech-Wetten

  • Natera: Druckenmillers größte Position. Das Unternehmen entwickelt Bluttests für Schwangerschaft, Krebs-Früherkennung und Transplantat-Abstoßung.
  • Guardant Health: Ein Favorit des Autors. Das Unternehmen bietet mit "Shield" einen einfachen Bluttest zur Krebsvorsorge (z.B. Darmkrebs). Die Stärke liegt in der Kombination aus Früherkennung, Therapieauswahl und Rückfallkontrolle. Zudem sind die gesammelten Daten (über 1 Million Tests) für KI-Analysen wertvoll.

Wichtiger Hinweis: Die 13F-Daten haben einen Zeitverzug (Stichtag 30. Juni 2025) und sind keine Kaufempfehlung. Macht immer euer eigenes Research!

Warum deine 40er das finanziell gefährlichste Jahrzehnt sind…
Finanzfluss|16. Aug.

Warum deine 40er das finanziell gefährlichste Jahrzehnt sind…

Die fünf finanziellen Gefahren in den 40ern und wie du dich schützt

In deinen 40ern drohen fünf große finanzielle Risiken, die dein Vermögen gefährden. Hier erfährst du, wie du sie erkennen und abfedern kannst.

1. Einkommenswachstum flacht ab
  • Dein höchstes Haushaltsnettoeinkommen erreichst du statistisch zwischen 35 und 44 Jahren. Danach steigt es kaum noch oder sinkt.
  • Gleichzeitig sinkt die Haushaltsgröße (z. B. durch Auszug der Kinder), sodass dir pro Kopf mehr bleibt.
  • Tipp: Nutze Gehaltserhöhungen zur Erhöhung der Sparrate, nicht für mehr Konsum. Wenn Gehaltssteigerungen ausbleiben, wird Sparen schwerer.
2. Letzte Chance, die Rentenlücke zu schließen
  • Mit 40 hast du noch ca. 27 Jahre bis zur Rente – genug Zeit, aber teurer als mit 30.
  • Beispiel: Für 100.000 € Vermögen bei 7 % Rendite brauchst du ab 40: ca. 100 €/Monat, ab 30: ca. 50 €/Monat, ab 20: ca. 20 €/Monat.
  • Fazit: Spätestens mit 40 musst du anfangen – sonst wird es ab 50 richtig teuer.
3. Kosten für Kinder und pflegebedürftige Eltern steigen
  • Kinder im Teenageralter kosten durchschnittlich 953 €/Monat (Stand 2018, inflationsbereinigt heute mehr).
  • Elternpflege: Viele 45- bis 64-Jährige pflegen Angehörige. Das kostet Zeit, kann die Arbeitszeit reduzieren und damit Einkommen und Rentenansprüche mindern.
  • Konsequenz: Plane besser zu viel als zu wenig Vermögen für diese Doppelbelastung.
4. Gesundheitsrisiko: Berufsunfähigkeit
  • Jeder fünfte Arbeitnehmer wird bis zur Rente mindestens einmal berufsunfähig. Das Durchschnittsalter beim ersten Mal: 48 Jahre.
  • Folge: Wegfall des Humankapitals – du musst vom angesparten Finanzkapital leben oder es sogar angreifen.
  • Schutz: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) macht besonders Sinn, wenn dein Finanzkapital noch gering ist. Prüfe deine individuelle Risikolage.
5. Scheidung – der größte Vermögensvernichter
  • Durchschnittliches Scheidungsalter: Frauen 45, Männer 48 Jahre.
  • Eine Studie zeigt: Männer verlieren durch Scheidung 82 %, Frauen 76 % ihres Vermögens – und das hält oft 6 bis 15 Jahre an.
  • Ursachen: Doppelte Haushaltskosten, Verlust von Steuervorteilen, oft ungünstiger Immobilienverkauf unter Zeitdruck.
  • Gegenmaßnahme: Ein Ehevertrag kann Streit sparen, klare Regelungen für Immobilien verhindern Verluste. Ganz vermeiden lässt sich der Verlust aber kaum.

Fazit: Die 40er sind ein finanziell gefährliches Jahrzehnt. Je früher du diese Risiken kennst und aktiv gegensteuerst, desto besser bist du für die Zukunft gewappnet.

DIESER Funke reicht: Dann schauen Anleger blöd aus der Wäsche + wir legen Käufe offen // BRIEFING
Mario Lochner|15. Aug.

DIESER Funke reicht: Dann schauen Anleger blöd aus der Wäsche + wir legen Käufe offen // BRIEFING

📊 Wochenrückblick: Funke genügt – Anleger könnten blöd dastehen

Mario Lochner begrüßt zum Samstags-Briefing. Die Börse läuft stark, Allzeithochs werden geknackt. Diesmal im Fokus: Ein Funke, der ausreicht, um Bären endgültig kaltzustellen, sowie die Offenlegung aller Nachkäufe vom 30. Juli.

🏆 Gewinner & Verlierer der Woche

  • Gewinner: Nebius (+30%, Umsatz +454%), CoreWeave (Umsatz verdoppelt), Super Micro (Ausblick +30% über Erwartung), TKMS (zweistelliges Plus), Westas (starke Bankenbranche), Rocky Mountain Chocolate (Prüfung Verkauf/Fusion), Birkenstock (+13%), Workday (+26% wegen Übernahmegerüchten).
  • Verlierer: Cisco (trotz Rekordquartal minus), On Holding (Sorgen um Pricing), PNE (Verkaufsprozess enttäuscht), JD.com (Umsatzrückgang), Cerebras (Umsatz unter Erwartung), HelloFresh, Energiekontor, Evotec.

🐻 Bären vs. Bullen: Die Lage

  • Bären warnen vor KI-Blase, steigender Staatsverschuldung, Ölpreis nahe 90$, strategischen Ölreserven auf 40-Jahres-Tief. Sie prophezeien einen „Funken“ als Auslöser für einen Crash.
  • Bullen kontern: Inflation sinkt (Verbraucherpreise punktgenau, Erzeugerpreise mit 4,7% unter Prognose), Lieferketten entspannen sich, Zinserhöhungen werden unwahrscheinlicher (Fed Watch Tool: 2/3 erwarten keine Zinserhöhung im September).
  • Stimmung: Mehr Bären als Bullen (37,9% vs 34,7%) – für Bullen ein Kontraindikator.

📈 Offengelegte Käufe (30. Juli) & Performance

AktiePerformance seit Kauf
Teradyne+85%
Onto Innovation+52%
Marvell+35%
SK Hynix+28%
Teradata+24%
OneStop Systems+18%
Taiwan Semiconductor+13%
Cleanspark−7%

Lochner betont, dass diese Käufe im Rahmen des transparenten Depots von Beating Beta dokumentiert sind und kritisiert frühere Skeptiker.

🔍 Vier Bärenmärchen widerlegt

  1. Chips verlieren schnell an Wert – Gegenbeispiel CoreWeave: 6 Jahre alte A100-Chips sind bis 2029 vertraglich gebunden. GPU-Mietpreise steigen weiter.
  2. Neoclouds gehen pleite – Nebius wächst rasant und hat Preissetzungsmacht. Management: „Könnten Kapazität für 2027 heute verkaufen, tun es bewusst nicht.“
  3. KI-Winter steht bevor – IT-Budgets haben noch viel Luft nach oben; agentische KI wird 2026 sechsfachen Bedarf erzeugen. SK Hynix und Samsung planen Aktienrückkäufe und Sonderdividenden.
  4. Hyperscaler verbrennen Geld – Trotz hoher Investitionen wachsen Cloud-Umsätze (Google >80%). Semianalysis erwartet bis 2027 eine Verdopplung des Cloud-Wachstums.

💡 Dividendenkönige & Ausblick

  • Vorstellung einer gratis Liste mit Aktien, die seit Jahrzehnten Dividenden steigern (z. B. Sysco (SYY): Lebensmittelgroßhändler mit 56 Jahren Dividendenwachstum, einfaches Geschäftsmodell, großes Netzwerk).
  • Marktausblick: Finanzkonditionen exzellent (Bloomberg Financial Conditions Index), historisch starke Gewinnrevisionen im S&P 500, niedrige Volatilität. Ein möglicher Rückgang des Ölpreises (Iran-Krieg beigelegt) könnte die Rallye weiter befeuern. Lochner rät, investiert zu bleiben, aber mit Risikomanagement.

⚠️ Hinweis

Dies ist keine Anlageberatung. Alle Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.

BRK - Kaufen oder Verkaufen jetzt? Innerer Wert, Bargeld und Sicherheitsmarge!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|14. Aug.

BRK - Kaufen oder Verkaufen jetzt? Innerer Wert, Bargeld und Sicherheitsmarge!

Überblick
  • Der Sprecher (Sven) analysiert Berkshire Hathaway (BRK.B) nach den aktuellen Quartalszahlen und kommentiert die Rolle von Greg Abel sowie die Aussage von Michael Burry, der keine Geduld für den „fette Ball“ (sehr günstiger Kauf) habe, auf den Warren Buffett wartete.
  • Fazit: Berkshire ist aktuell kein Kauf, da die Bewertung zu hoch ist und das Wachstumspotenzial begrenzt erscheint.
Bewertung und Sicherheitsmarge
  • Intrinsischer Wert wird mit einem Template berechnet: Nettoeinkommen 45 Mrd. USD, Marktkapitalisierung 1,124 Billionen USD. Bei 6 % Wachstum und einem KGV von 17 ergibt sich kaum Rendite.
  • Historisches KGV von Berkshire lag meist zwischen 10 und 18, aktuell liegt es bei 25 – das ist überdurchschnittlich hoch.
  • Szenario mit 8 % Wachstum und KGV 25 ergibt einen Gegenwartswert unter dem aktuellen Marktwert.
  • Bereinigt um Versicherungsvolatilität und Kapitalanlageerträge liegt der faire Wert bei etwa 800 Mrd. USD – das bedeutet ein Abwärtspotenzial von 30 %.
Bargeld und Ausgaben
  • Greg Abel beginnt, Bargeld auszugeben – erstmals gibt Berkshire mehr aus als einnimmt. Das geschieht in einem teuren Markt (S&P 500-Dividendenrendite niedriger als zur Dotcom-Blase).
  • Käufe wie Google oder Occidental Petroleum (9,7 Mrd. USD) bringen nur 6–10 % Rendite – unter Warren Buffetts historischem Ziel von 8–10 %.
  • Die Barmittel (ca. 350–400 Mrd. USD) stützen den Wert, aber die Rendite aus Treasuries (3,8 %) schmälert die operative Ertragskraft.
Wachstumsaussichten
  • Um bei einem KGV von 15 eine jährliche Rendite von 8 % zu erzielen, müsste Berkshire in 10 Jahren einen Gewinn von 160 Mrd. USD erzielen – das entspricht 13,5 % Wachstum pro Jahr. Realistisch sind eher 6–7 %.
  • Damit liegt der intrinsische Wert bei aktuell 498 Mrd. USD – ein mögliches Minus von 50 % gegenüber dem Börsenkurs.
Fazit für das Portfolio
  • Kaufen?: Nein – zu hoher Preis, zu geringe Sicherheitsmarge.
  • Halten?: Kommt darauf an – der Sprecher würde verkaufen (wie Michael Burry).
  • Berkshire ist besser als der Gesamtmarkt (Abwärtsrisiko nur 30 % vs. 50–70 % beim S&P 500), aber das ist keine Value-Investing-Chance mehr.
  • Vergleich mit der 10-jährigen Treasury (4,7 %) macht Berkshire weniger attraktiv.

Diskutiere mit – wo stehst du?

3 tolle Käufe - Noch bessere Kommentare...
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|13. Aug.

3 tolle Käufe - Noch bessere Kommentare...

Reaktion auf Kritik und Rechtfertigung des Angebots
  • Der Ersteller reagiert auf harsche Kommentare zu seinem vorherigen Video, in dem er drei Aktien empfahl. Viele warfen ihm Clickbait und reine Werbung vor.
  • Er verteidigt sich: Bereits nach 9 Sekunden wies er auf seine kostenpflichtige Research-Plattform mit 21-tägiger Geld-zurück-Garantie hin – ohne Fragen.
  • Er betont, dass der Markt aktuell historisch überteuert sei (gemessen an angepassten Gewinnen) und er daher nur wenige echte Schnäppchen finde, die er nicht alle kostenlos auf YouTube preisgeben könne.
Community-Wert und Einstiegshürden
  • Die Research-Plattform habe eine hohe Community-Qualität; deshalb gibt es keine kostenlose Testphase, um Hasser fernzuhalten. Nur wer ernsthaft investieren will, soll beitreten können.
  • Der Ersteller spendet alle YouTube-Einnahmen (ca. 20.000 $ nach Steuern) an Schulen in Nepal. Dies unterstreicht seine Integrität.
  • Zitat eines Freundes: „Wer peanuts zahlt, bekommt Affen“ – wer echten Wert sucht, müsse auch bereit sein, dafür zu zahlen.
Zukünftige Pläne und Mehrwert
  • Er plant, verstärkt Research zu betreiben und ein diversifiziertes Portfolio (100.000 $) aufzubauen, das als Bildungsportfolio dient.
  • Ein Buch ist fertiggestellt und wird mit einem kostenlosen Value-Investing-Kurs verknüpft.
  • Er verspricht, weiterhin kostenlose Inhalte zu liefern, aber auch sein kostenpflichtiges Angebot zu bewerben – das sei nötig, um das Geschäft zu finanzieren.
Fazit

Trotz der Kritik bleibt der Ersteller bei seiner Linie: Marketing ist Teil des Geschäfts, aber er gibt weiterhin echten Wert. Die Community wird gebeten, weiter zu kommentieren – auch kritisch.

Aus 10€ werden 60.000€? Die Frühstartrente im Check
Finanzfluss|12. Aug.

Aus 10€ werden 60.000€? Die Frühstartrente im Check

Was ist die Frühstartrente?
  • Staatliche Förderung: 10 € pro Monat für Kinder von 6 bis 18 Jahren mit erstem Wohnsitz in Deutschland.
  • Das Geld fließt automatisch in ein Altersvorsorgedepot (Standarddepot) und wird in Fonds oder ETFs investiert.
  • Steuervorteil: Während der Laufzeit sind die Erträge steuerfrei, bei Entnahme im Rentenalter wird der gesamte Betrag mit der Einkommensteuer versteuert.
Wer bekommt die Förderung?
  • Nur Kinder, die ab 2026 6 Jahre alt werden – stufenweise Einführung (erst nur der Jahrgang 2026).
  • Kein separater Antrag nötig; die Förderung wird automatisch gewährt, wenn ein Standarddepot eröffnet wird.
  • Falls Eltern kein Depot eröffnen, legt die Bundesbank das Geld kollektiv an. Wichtig: Die Förderung verfällt, wenn sie bis zum 25. Geburtstag nicht abgerufen wird.
Rechenbeispiel: Von 10 € zu 60.000 €?
  • Einzahlung: 10 €/Monat × 12 Jahre (6–18) = 1.440 €.
  • Bei 7 % Rendite pro Jahr: bis zum 18. Geburtstag etwa 2.300 €.
  • Bleibt das Geld bis zum 67. Lebensjahr angelegt, wächst es auf 60.000–70.000 € (vor Steuern).
Vor- und Nachteile auf einen Blick
  • Vorteile:
    • Geringer monatlicher Betrag, aber langer Anlagehorizont macht den Hebel groß.
    • Backup-Lösung über die Bundesbank verhindert, dass Geld verloren geht, wenn Eltern nicht handeln.
    • Kosten im Standarddepot sind auf 1 % pro Jahr gedeckelt (inkl. ETF-Kosten und Depotgebühr).
  • Nachteile:
    • Zweckgebunden für die Altersvorsorge: Auszahlung frühestens mit 65, Auszahlungsplan bis 85.
    • Keine Entnahme für Immobilie, Studium oder Führerschein möglich.
    • Nur das Standarddepot (nicht selbst verwaltet) – Anbieter wählen oft teurere ETFs.
    • Förderung verfällt mit 25, wenn kein Depot eröffnet wird.
Aktueller Stand und Handlungsempfehlung
  • Das Gesetz ist beschlossen, aber noch nicht im Bundestag verabschiedet. Eltern müssen jetzt noch nichts tun.
  • Das Altersvorsorgedepot startet am 1.1.2027; rückwirkend für 2026 gibt es dann 120 € gutgeschrieben.
  • Tipp: Abwarten – durch die Bundesbank-Lösung geht kein Geld verloren, und voreilige Abschlüsse teurer Produkte werden vermieden.
Markt auf Allzeithoch! Risiken noch höher! Wer ist hier verrückt?
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|12. Aug.

Markt auf Allzeithoch! Risiken noch höher! Wer ist hier verrückt?

Markt auf Rekordhoch – doch die Risiken steigen

Der Aktienmarkt erreicht neue Höchststände, während gleichzeitig Warnsignale zunehmen. Der Sprecher analysiert die Situation aus mehreren Perspektiven:

Die Rolle der Hyperscaler

  • Kreditmärkte straffen sich, insbesondere bei Hyperscalern (z. B. Microsoft, Meta, Alphabet).
  • Ohne die massiven Ausgaben dieser Unternehmen wäre die US-Wirtschaft bereits in einer Rezession – ebenso ohne die hohe Staatsverschuldung (Defizit von 25 % der Einnahmen).
  • Die Duration der Anleihen von Hyperscalern weitet sich (ähnlich wie 2007 bei Banken).

Das Missverhältnis bei KI-Investitionen

  • Warren Buffett warnt vor dem „Fristeninkongruenz“-Risiko: Unternehmen leihen sich langfristig, um kurzfristig zu investieren. Bei KI ist der ROI völlig ungewiss.
  • Die Free Cashflows der investierenden Firmen sind in zwei Jahren auf unter ein Viertel gefallen – außer Apple.
  • KI-Kapitalausgaben explodieren: JP Morgan schätzt, dass 4,1 von 5,5 Billionen Dollar fremdfinanziert sind.

Chinesische Konkurrenz & Marktlogik

  • Über 50 % der Token-Nutzung bei KI-Modellen stammt aus China (Deepseek, ZAI, Quen etc.) – bei deutlich geringeren Ausgaben.
  • Dennoch ignoriert die Wall Street China weitgehend. „Buy the Dip“ dominiert weiterhin.

Historische Lehren & Value-Investing

  • Beispiele wie Elektrifizierung, Internet oder Eisenbahn zeigen: Weltverändernde Technologien brachten oft miserable Renditen.
  • Der Sprecher zitiert Steve Eisman („The Big Short“): Der Markt könnte noch 1–2 Jahre so weiterlaufen – aus reiner Gier.
  • Value-Investing setzt dagegen auf Sicherheitsmarge: „Wenn dies passiert, gewinne ich; wenn jenes passiert, gewinne ich auch.“ Michael Burry ist vollständig abgesichert.

Fazit

Der Sprecher hält an Value-Investing fest und fragt die Zuschauer: „Wer ist hier verrückt?“ – diejenigen, die auf den KI-Hype setzen, oder die, die skeptisch bleiben?

Mein ehrlicher Rat an alle, die ETFs kaufen + klau dir diesen Plan fürs perfekte Depot
Mario Lochner|11. Aug.

Mein ehrlicher Rat an alle, die ETFs kaufen + klau dir diesen Plan fürs perfekte Depot

In diesem Video erklärt Mario Lochner die Core-Satellite-Strategie, um ein optimales Depot aufzubauen. Er zeigt, warum die meisten Anleger scheitern (Selbstüberschätzung, Aktionismus) und wie man durch Automatisierung und psychologische Tricks langfristig erfolgreich investiert.

🧠 Der Vermögensmultiplikator
  • Je früher du anfängst, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt. Beispiel: Aus 1 € werden bei 10 % Rendite bis zum 65. Lebensjahr 647 €, wenn du mit 20 startest, nur 88 €.
📉 Die größten Fehler der Anleger
  • Die JP-Morgan-Studie zeigt: Der Durchschnittsanleger erzielt nur 1,9 % Rendite – weniger als jede Anlageklasse.
  • Der Finanzforscher Hendrik Bessenbänder fand heraus: Nur 2,4 % aller Aktien schaffen langfristig Nettovermögen. Der Rest ist Schrott.
🎯 Alpha vs. Beta
  • Beta = Marktrendite (systematisch), z. B. durch einen ETF wie den MSCI World.
  • Alpha = Überrendite (unsystematisch) durch Einzelaktien, Kryptos oder gezielte Wetten.
🛠️ Die Core‑Satellite‑Strategie

Ein solider Kern (70–85 % des Depots) aus breit gestreuten ETFs liefert die Marktrendite. Um ihn herum kreisen Satelliten (15–30 %) für Alpha – z. B. Einzelaktien, Gold oder Krypto. Das beruhigt die Psyche und verhindert Entscheidungsfehler.

🔍 Den perfekten Kern bauen
  • Aufgabe des Kapitals klären (Vermögensaufbau, Altersvorsorge, etc.).
  • Vier Bedingungen: Renditequelle abbilden, breit diversifiziert, kosteneffizient, krisenfest.
  • Einfachste Lösung: 100 % All‑World‑ETF (z. B. Vanguard FTSE All‑World oder SPDR MSCI ACWI).
  • Scheindiversifikation vermeiden: MSCI World, S&P 500 und Nasdaq 100 überschneiden sich stark (viele gleiche Top‑Aktien).
🛰️ Satelliten richtig einsetzen

Jeder Satellit braucht eine klare These. Prüfe vor dem Kauf 5 Fragen:

  1. Strategisch oder taktisch?
  2. Primärer Auftrag?
  3. Neutrale Alternative?
  4. Erfolgskriterien?
  5. Widerlegung der These + maximaler Schaden?

Beispielrechnung: Maximales Satellitengewicht = akzeptierter Portfolioschaden (max. 2 %) geteilt durch konservativ geschätzten Stressverlust (50 %) → max. 4 %.

🏦 Beispiel-Depot mit 100.000 €
  • Core (70 % = 70.000 €)
    • Nordamerika: 32.200 €
    • Japan: 6.300 €
    • Europa: 16.100 €
    • Emerging Markets & Pazifik: 15.400 €
  • Satelliten (30 % = 30.000 €)
    • Bitcoin: 6.000 €
    • Einzelaktien: 15.000 €
    • Gold: 9.000 €
📘 Zusatzmaterial

Kostenloses E‑Book „10 ETF‑Denkfehler“ und „50 Denkfehler, die dich arm machen“ – Link in der Beschreibung.

Burrys Flutter-Aktie ist ein KAUF! + Burrys Wetten & Shorts
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|11. Aug.

Burrys Flutter-Aktie ist ein KAUF! + Burrys Wetten & Shorts

Zusammenfassung der Marktanalyse und Fokus auf Flutter Entertainment (basierend auf Michael Burrys Transkript)

In diesem Video analysiert der Sprecher die aktuellen Investments und Short-Positionen von Michael Burry, mit einem besonderen Fokus auf Flutter Entertainment. Burry sieht den Markt in einer massiven Blase und prognostiziert einen Crash ähnlich dem von 1987. Seine Wetten zielen auf regulatorische Eingriffe ab, die etablierten Unternehmen wie Flutter zugutekommen könnten.

1. Allgemeine Markteinschätzung und Crash-Prognose

  • Dividendenrendite auf historischem Tief: Die Rendite, die historisch 10 % des Marktwachstums ausmachte, ist auf einem 145-Jahres-Tief.
  • Verzerrte Gewinne: Aktienbasierte Vergütungen verzerren die ausgewiesenen Gewinne; die tatsächliche Ertragskraft sei schwächer als dargestellt.
  • Blasenrisiko: Nur 1,92 % der Zeit in den letzten 15 Jahren lag der Markt mehr als 20 % unter seinem Höchststand – ein nie dagewesenes Phänomen. Burry erwartet einen Crash wie 1987, ausgelöst durch künstliche Nachfrage (z. B. KI-Boom) und gehebelte Anlagen.

    Fachbegriff: Momentum-Getriebener Markt – Kurse steigen nur durch Dynamik, nicht durch fundamentale Werte.

2. Burrys aktuelle Wetten und Shorts

  • Shorts: Semikonduktoren (Oracle, Nvidia, Palantir, Tesla, Micron) und andere (z. B. Caterpillar).
  • Long-Positionen (z. B.: Lululemon, Adobe, JD.com, PayPal) haben seit Burrys Einstieg deutliche Gewinne erzielt (20–43 %).

3. Fokus: Flutter Entertainment – Ein Glücksspiel auf Regulierung

  • Ausgangslage: Aktie um über 60 % gefallen, Marktkapitalisierung auf 111 Mrd. USD (vs. erwartete 368 Mrd. USD).
  • Wachstumsaussichten: Der Online-Glücksspielmarkt soll sich fast verdreifachen. Flutters Umsatzwachstum ist jedoch mit nur 3 % schwach.
  • Finanzielle Probleme:
    • Hohe Verschuldung (Leverage Ratio steigt trotz Buybacks).
    • Goodwill & Intangible Assets: Durch Übernahmen von über 20 Mrd. USD aufgebläht.
    • Freier Cashflow nach Abzug von aktienbasierten Vergütungen und Restrukturierungskosten gering.
  • Burrys These: Ein regulatorischer Schock (z. B. strengere Auflagen für Challenger) könnte Flutter einen massiven Schub geben. Dies sei keine Wertanlage, sondern eine Wette auf politische Intervention.
  • Risiko vs. Chance: Upside von 2–3x (bei Erfolg), aber hohe Volatilität. Ein Worst-Case-Szenario (Verkauf des Unternehmens) gäbe eine Sicherheitsmarge von ca. 10 Mrd. USD.

4. Fazit und Einordnung

  • Der Sprecher selbst lehnt solche Wetten ab („nicht mein Stil“), sieht aber Lernpotenzial in Burrys Analysen.
  • Interessant für Anleger mit toleranter Risikobereitschaft, die auf regulatorische Änderungen spekulieren möchten.

Metrische Umrechnungen: Keine imperialen Einheiten im Transkript; alle Angaben direkt in USD und Prozent.

OTIS, KONE, SCHINDLER - Steigern Sie Ihr Portfolio mit diesen Dividendenwachstumsaktien!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|10. Aug.

OTIS, KONE, SCHINDLER - Steigern Sie Ihr Portfolio mit diesen Dividendenwachstumsaktien!

Überblick
  • Otiss, Kone und Schindler sind defensive Aktien im Aufzugs- und Rolltreppenmarkt, die mehr von Service als von Neubauten profitieren.
  • Der Markt wächst jährlich um 2,9 % und könnte sich in einem Jahrzehnt verdoppeln.
Otiss (OTIS)
  • Aktie fiel 40 % vom Höchststand vor 1,5 Jahren.
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): 19, Dividendenrendite: 2,48 %, Marktkapitalisierung: 28 Milliarden US-Dollar.
  • Geschäftsmodell: Service von 2,5 Millionen Aufzügen und Rolltreppen ist das Kerngeschäft, mit stabilen Cashflows.
  • Herausforderungen: Hohe Schulden durch Abspaltung von der Muttergesellschaft, negatives Eigenkapital und schwächelnde Neubauverkäufe in China.
  • Finanzielle Gesundheit: Bereinigter freier Cashflow von 1,5 Milliarden US-Dollar, Aktienrückkäufe von 800 Millionen US-Dollar.
  • Bewertung: Der intrinsische Wert liegt bei 43 US-Dollar (bei 6 % Dividendenwachstum), aber der aktuelle Kurs ist höher. Ein Sicherheitsspielraum ergibt sich erst bei einem Kurs von 30–35 US-Dollar (bei 50 % Kursrückgang).
  • Aktionärsrendite: Gesamtrendite von rund 5 % (2,5 % Dividende + 3 % Rückkaufrendite).
Kone und Schindler
  • Kone: Bessere Aktienperformance, Fokus auf Dividenden (keine massiven Rückkäufe). Solide Bilanz (nahezu schuldenfrei). Bereinigter freier Cashflow nahe 2 Milliarden US-Dollar.
  • Schindler: Schweizer Unternehmen, bestätigte Prognosen. Bewertung ähnlich wie bei Kone.
  • Gemeinsame Trends: Digitalisierung, Konnektivität und Modernisierung reduzieren Wartungskosten und steigern Effizienz.
  • Wettbewerb: Otiss ist Marktführer, gefolgt von Kone und Schindler (Oligopol).
Fazit
  • Stärken: Stabile, vorhersehbare Cashflows, oligopolistische Struktur, Wachstumstrends durch Urbanisierung in Asien.
  • Schwächen: Hohe Bewertungen im aktuellen Markt, kein ausreichender Sicherheitsspielraum für Value-Investoren.
  • Empfehlung: Aktien beobachten; bei Kurseinbrüchen (z. B. auf 30–35 US-Dollar für Otiss) interessante Einstiegschancen.
  • Für Geduldige: Diese Titel bieten defensive Qualität mit Dividendenwachstum – aber nur zum richtigen Preis.
Du vs. Durchschnitt
Finanzfluss|09. Aug.

Du vs. Durchschnitt

📊 Du vs. Durchschnitt: Geld, Gehalt und Vermögen in Deutschland

In diesem Video zeigt Markus von Finanzf, wo du im Vergleich zum Durchschnitt der Deutschen stehst – von Einkommen über Ausgaben bis hin zu Vermögen und Rente.

💰 Einkommen
  • Durchschnittsgehalt (Vollzeit, 2025): 6.441 € brutto/Monat
  • Medianeinkommen: 5.466 € – wer mehr verdient, gehört zur reicheren Hälfte
  • Einkommensverteilung:
    • Untere 10 %: bis 33.828 €
    • Unteres Drittel: ca. 44.000 €
    • Obere 20 %: ab ca. 80.000 €
    • Obere 10 %: ab ca. 100.000 €
    • Obere 1 %: ab 219.110 €
🏠 Einkommensquellen (25–64 J.)
  • 76 % leben von eigener Erwerbstätigkeit (Männer 83 %, Frauen 69 %)
  • 8 % von Angehörigen (v. a. Frauen: 13 %)
  • 6 % von ALG I oder Bürgergeld
  • 5 % von Rente/Pension
  • 3 % von Sozialhilfe/Krankengeld
  • 1 % vom Elterngeld (fast nur Frauen)
  • 1 % vom eigenen Vermögen
⚠️ Armutsgefährdung
  • Grenze: 60 % des mittleren Netto-Haushaltseinkommens
  • Alleinlebende: unter 1.446 € netto/Monat
  • 2 Erwachsene + 2 Kinder (<14 J.): unter 3.036 €
  • 16,1 % der Bevölkerung sind armutsgefährdet (2025)
    • Höchste Quoten: Arbeitslose (64,9 %), Alleinlebende (30,9 %), Alleinerziehende (28,7 %), Ruheständler (19,1 %)
🛒 Konsumausgaben (2023, ∅ 3.030 €/Monat)
  • Wohnen: 38 % (2018 noch 34 %) – bei Geringverdienern (<1.300 € netto) sogar 46 %
  • Lebensmittel: 14 %
  • Verkehr: 12 %
  • Freizeit/Sport/Kultur: 9 %
  • Gastronomie/Beherbergung: 7 %
  • Information/Kommunikation: 5 %
  • Kleidung/Schuhe: 4 %
🏡 Wohneigentum
  • Eigentümerquote: 47 % (EU-Schlusslicht, EU-Schnitt 68 %)
    • Spitzenreiter: Rumänien (94 %)
    • In Deutschland: Saarland 60 %, Berlin nur 16 %
💸 Sparen & Schulden
  • Sparquote: 10,3 % (2024: 11,2 %; EU-Schnitt 8 %)
  • Bruttosparquote: 20 % (EU 14,6 %)
  • Notgroschen: 32 % der Haushalte können keine unerwartete Ausgabe von 1.300 € stemmen
  • Überschuldung: 8,16 % der Erwachsenen
    • Ursachen: 23 % bei Alleinerziehenden (Trennung/Scheidung/Tod), 18 % Krankheit/Unfall, 17 % Arbeitslosigkeit
💎 Nettovermögen
  • Median: 10.300 € pro Haushalt (Eurozone: 14.000 €)
    • Untere 10 %: bis 800 €
    • Untere 40 %: bis 50.000 €
    • Obere 20 %: ab 471.000 €
    • Obere 10 %: ab 775.000 €
  • Warum wenig Vermögen trotz Sparen?
    • 65 % des Geldvermögens liegen risikoarm (Bargeld, Konten, Garantieversicherungen)
    • Nur 23 % am Kapitalmarkt (14 % Fonds, 7 % Aktien, 2 % Anleihen)
    • Realrendite (inflationsbereinigt): nur 0,6 % p.a. – lediglich die reichsten 10 % erzielen positive Realrendite
    • Positiv: 2025 besaßen 14 Mio. Menschen Aktien/Fonds/ETFs (Rekord) – vor allem Jüngere (14–39 J.) und Bayern
👴 Rente
  • Median-Bruttorente: zwischen 900 und 1.200 € – 50 % bekommen noch weniger
  • Große Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Fazit: Deutsche sparen viel, aber renditeschwach – und die gesetzliche Rente reicht oft nicht. Der Vergleich hilft, die eigene finanzielle Position realistisch einzuschätzen.

Sandisk-Knall: DAS macht Wall Street Angst – meine Einschätzung zur Börse am Samstag // BRIEFING
Mario Lochner|08. Aug.

Sandisk-Knall: DAS macht Wall Street Angst – meine Einschätzung zur Börse am Samstag // BRIEFING

Dieses Börsen-Briefing von Mario Lochner analysiert die aktuelle Marktlage, in der starke Quartalszahlen oft nicht mehr für Kursgewinne reichen und Kursziele gekürzt werden. Der Fokus liegt auf den Gewinnern und Verlierern der Woche, den gegensätzlichen Einschätzungen von Bullen und Bären sowie den Auswirkungen des aktuellen Arbeitsmarktberichts und der Liquiditätssituation.

Wochensieger und -verlierer
  • Palantir übertraf alle Erwartungen, Prognose angehoben, Kurs zeitweise +30%.
  • Caterpillar mit +23,5% Umsatz und +65% Nettogewinn.
  • Shopify mit starkem Ausblick.
  • C4 Therapeutics (Biotech) fast verdoppelt, aber hochspekulativ.
  • Sandisk lieferte Rekordzahlen, wurde aber abverkauft – Kursziel von Jefferies fast halbiert (von 3000$ auf 1750$).
  • Western Digital und SK Hynix ebenfalls trotz guter Zahlen stark gefallen.
  • Honeywell schwache Bilanz, Prognose gekappt, Aktie -20%.
  • Zalando und Figma (hohe operative Kosten) enttäuschten.
Bären-Argumente: „Die Party ist vorbei“
  • Zinsmärkte senden SOS: hohe US-Schulden, steigende Zinsen in Japan, USA muss Yen stützen.
  • Hyper-Scaler verschulden sich immer weiter (Alphabet 25 Mrd. $ neue Anleihen).
  • Ölpreis über 80$, US-Bestände auf tiefstem Stand seit 1984 – neue Krise droht.
  • Gute Zahlen reichen nicht: Aktien werden trotz Rekordergebnissen abverkauft – Forward-KGV fällt, während Gewinnerwartungen steigen.
  • Spekulation: SP-Call-Optionen schießen weiter nach oben – toxische Mischung.
Bullen-Argumente: „Skepsis ist das beste Fundament“
  • Berichtssaison herausragend: 86% der S&P-500-Unternehmen übertrafen Gewinnerwartungen (Durchschnitt 78%).
  • Forward-KGV fällt von 20,4 auf 19,6, obwohl die Gewinnerwartungen für die nächsten 12 Monate um 3,3% stiegen – der Markt zahlt weniger für mehr Gewinn.
  • Gewinnrevisionen springen nach oben (Citadel-Chart) – das sei noch nicht eingepreist.
  • KI-Nachfrage explodiert: Ausgaben der Hyper-Scaler steigen (2025: 426 Mrd., 2026: 779 Mrd., 2027: 1,2 Bio. $). Preise für alte Chips (Nvidia A1) steigen sogar.
  • US-Wirtschaft robust: Manufacturing PMI hoch, Einstellungspläne stark, Atlant-Fed Nowcast fast 6%.
  • Viele Bären – historisch endet so kein Bullenmarkt.
Arbeitsmarktbericht und Liquidität
  • Nonfarm Payrolls: -23.000 (erwartet +80.000), aber Arbeitslosenquote mit 4,1% niedriger als erwartet (4,2%).
  • Revisionen: -103.000 für die Vormonate.
  • Wirkung: Senkt kurzfristig Druck auf Zinserhöhungen (Fed-Wahrscheinlichkeit sank von 70% auf Coinflip).
  • Inflation ist weniger gefürchtet: Inflationserwartungen fallen.
  • Finanzkonditionen sind gut, Geldmenge wächst, fiskalischer Put greift.
Geldideen und Spezialthemen
  • Sachwerte: Triceratops-Schädel-Investment über Timeless (ab 50 €). Marktwert 843.600 €, IPO 775.800 € (8,7% unter Marktwert). Vergleich: Big John (Triceratops-Skelett) erlöste 6,6 Mio. €.
  • Value-Aktie Vinci: Baukonzern mit Autobahn- und Flughafenkonzessionen (70+ Flughäfen, z.B. London Gatwick). Profitiert vom KI-Boom (Stromnetze, Rechenzentren). KGV 13, attraktive Dividende.
  • Brandbekämpfung: Unternehmen wie Perimeter Solutions (Feuerschutzmittel), aber komplexes Geschäft – Vorsicht vor Schlagzeilen.
  • Drohnen-ETF (Han ETF) mit Positionen wie Palantir, Drone Shield, etc.
Fazit des Moderators
  • Bullish, aber vorsichtig: Volatilität bleibt hoch, Erwartungen sind extrem. Diversifikation und Sachwerte helfen. Keine Anlageberatung.
Alles wird im nächsten Crash crashen! Sogar BRK oder Value-ETFs
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|06. Aug.

Alles wird im nächsten Crash crashen! Sogar BRK oder Value-ETFs

Hauptthese
  • Sven argumentiert, dass im nächsten Crash alles crashen wird – selbst Value-ETFs und Berkshire Hathaway (BRK).
  • Einfach in Cash zu sitzen, ist eine Option, birgt aber Inflationsrisiken.
Risiken von Value-ETFs
  • Beispiel: Vanguard Value ETF verlor 2007–2009 56% (mehr als der Gesamtmarkt).
  • Aktuelle Bewertungen vieler Holdings (z. B. Walmart, Caterpillar) mit KGV von 40 sind nicht mehr „value“.
  • Strukturelle Probleme von ETFs: Sie kaufen automatisch teurer werdende Titel nach – kein echter Value-Schutz.
Berkshire Hathaway (BRK) im Detail
  • 10-Jahres-Rendite nur etwa 6% – stagnierend.
  • Intrinsische Wertberechnung: Nettoeinkommen 45 Mrd. $, davon 15 Mrd. aus Cash (4% Rendite) → operative Geschäfte erwirtschaften nur 30 Mrd. $.
  • Bei einem Abschwung sinken operative Gewinne auf 20 Mrd. $; mit Cash könnte BRK günstig zukaufen, aber aktueller Marktwert von 1 Billion $ ist überteuert.
  • Kaum Aktienrückkäufe – ein Zeichen, dass BRK selbst teuer ist.
Internationale & Emerging Markets
  • Auch diese werden stärker fallen als US-Märkte.
  • Günstig werden sie erst bei Dividendenrenditen von 10% oder KGV unter 5 – aktuell nicht der Fall.
Persönlicher Ansatz & Absicherung
  • Cash ist sinnvoll, wenn du Kapitalerhalt brauchst (z. B. für kurzfristige Ausgaben).
  • Absicherung durch Optionen: Sven empfiehlt, jährlich 5% für einen Put auf den S&P 500 zu zahlen – bei 15% Marktanstieg bleiben 10% Rendite mit maximaler Sicherheit.
  • Wichtig: Eigene Situation (Risikotoleranz, Ziele) bestimmen – nicht blind auf „Value“ vertrauen.
Fazit
  • Nächster Crash wird Value-ETFs und BRK hart treffen.
  • Wer Sicherheit sucht, sollte Cash halten oder sich mit Optionen hedgen.
  • Svens Research-Plattform bietet angeblich „21 Tage Geld-zurück-Garantie“.
Ich habe gerade 3 Aktien gekauft!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|05. Aug.

Ich habe gerade 3 Aktien gekauft!

Einleitung

Der Investor stellt drei neu gekaufte Aktien vor und verweist auf seine Research-Plattform mit einer 21-tägigen Geld-zurück-Garantie.

Erster Kauf: Value-Holding
  • Kauft eine Holdinggesellschaft unter ihrem inneren Wert (Sum-of-the-Parts).
  • Erwartet eine Rendite von 100 % (von 10 auf 20) durch Katalysatoren wie Liquidation oder Spin-offs.
  • 40 % des Marktwerts in Cash – der Rest ist praktisch kostenlos.
Zweiter Kauf: Defensives Nischenunternehmen
  • 8 % Gewinnwachstum über 10 Jahre, KGV von 10, Dividendenrendite 6 %.
  • Potenzielle Gesamtrendite von 14 % pro Jahr.
  • Wahrscheinlich Übernahme durch Private Equity als zusätzlicher Katalysator.
Dritter Kauf: Qualitätsunternehmen mit hoher Rendite
  • Return on Equity 20 %, Kurs-Buchwert-Verhältnis 1,2 – ergibt erwartete Rendite im hohen zweistelligen Bereich.
  • Marktkapitalisierung unter 2 Milliarden, abseits des KI-Hypes.
  • Fokus auf weniger beachtete Small Caps.
Strategie und Plattform
  • Risikominimierung steht an erster Stelle (Warren Buffetts Regel: Verlust vermeiden).
  • Modellportfolio mit 15 % Rendite pro Jahr über 8 Jahre.
  • Neues Buch erscheint im September; Plattformpreis wird erhöht, aktueller Preis bleibt bestehen.
Risikoforscher warnt: Darum laufen Aktionäre blind ins Verderben + Deutschlands Staatsversagen
Mario Lochner|04. Aug.

Risikoforscher warnt: Darum laufen Aktionäre blind ins Verderben + Deutschlands Staatsversagen

Zusammenfassung: Risikoforscher warnt vor Aktionärsblindheit und Deutschlands Staatsversagen

In diesem Gespräch analysiert Risikoforscher Prof. Dr. Werner Gleisner die aktuellen Risiken für Investoren und Unternehmen. Er warnt vor einer gefährlichen Risikoblindheit vieler Anleger, die nur auf günstige Bewertungskennzahlen (wie KGV) achten, ohne die tatsächlichen Unternehmensrisiken zu berücksichtigen. Für Deutschland zeichnet er ein düsteres Bild: Die Wettbewerbsfähigkeit schwindet, die Bürokratie lähmt, und der Staat versäumt notwendige Reformen.

Deutschlands Schwäche und systemische Risiken
  • Die Risikolage für deutsche Unternehmen hat sich durch geopolitische Machtverschiebungen und hausgemachte Probleme (z. B. niedrige Produktivität, hohe Energiekosten) verschlechtert.
  • Deutschland ist in einer schwachen Position, da es jahrelang falsche Prioritäten gesetzt hat (z. B. ESG-Ziele über Wirtschaftswachstum).
  • Die größte Krise könnte eine Chance für Reformen sein, doch der politische Stillstand (Brandmauern, fehlende Mehrheiten) verhindert schnelle Lösungen.
Risikomanagement – die große Lücke
  • Viele Unternehmen erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen (StaRUG 2021): Sie müssen Risiken identifizieren, quantifizieren und aggregieren (Monte-Carlo-Simulation).
  • Ohne Risikoaggregation erkennen Unternehmen keine Kombinationseffekte – das ist eine tickende Zeitbombe für Insolvenzen.
  • Prüfer kontrollieren dies oft nicht; daher sind Aktionäre blind gegenüber internen Risiken.
Value Investing 4.0 – mit Qualitätsfilter
  • Klassisches Value Investing (niedriges KGV) ist risikoblind: Es verwechselt unterbewertete Unternehmen mit Hochrisikofällen.
  • Moderne Strategie: zuerst die Insolvenzwahrscheinlichkeit (z. B. mit Eigenkapitalquote und Gesamtkapitalrendite) schätzen, dann nur robuste Unternehmen mit günstiger Bewertung wählen.
  • Studien zeigen: Profitabilität (hohe Eigenkapitalrendite) ist ein stabiler Erfolgsfaktor.
KI als Chance und Gefahr
  • KI kann riesige Datenmengen verarbeiten, wird aber bei betriebswirtschaftlichen Fragen oft falsch eingesetzt (z. B. Erwartungswert vs. wahrscheinlichster Wert).
  • Richtig kuratiert, hilft KI bei Risikoanalyse und Entscheidungsvorlagen.
  • Gefahr: KI verstärkt menschliche Fehler und ersetzt keine Verantwortung der Entscheider.
Fazit und Ausblick
  • Innerhalb der nächsten 10 Jahre sind 1–2 schwere Krisen wahrscheinlich (Wirtschafts-, Finanz- oder Geopolitikkrise).
  • Anleger sollten global diversifizieren, robuste Unternehmen bevorzugen und die Risikoaggregation im Geschäftsbericht prüfen.
  • Deutschland braucht drei Sofortmaßnahmen: schnellere Verteidigungsfähigkeit, Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit (Bürokratieabbau, Innovationen) und eine umfassende nationale Risikoanalyse.

Original-Titel: Risikoforscher warnt: Darum laufen Aktionäre blind ins Verderben + Deutschlands Staatsversagen

Oracle-Aktie kann Ihnen ein 5-faches bescheren!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|04. Aug.

Oracle-Aktie kann Ihnen ein 5-faches bescheren!

Einleitung

In diesem Video wird die Oracle-Aktie aus der Perspektive eines Value-Investors analysiert. Der Sprecher diskutiert, warum der Markt trotz hoher Wachstumszahlen skeptisch ist und ob sich die Aktie als „Picks and Shovels“-Play im KI-Bereich lohnt.

Analystenmeinungen und Marktsituation
  • Die meisten Analysten bewerten Oracle als Strong Buy, aber der Sprecher weist darauf hin, dass Analysten oft dem Aktienkurs folgen und ihre Ziele noch nicht an die Marktentwicklung angepasst haben.
  • Das durchschnittliche Kursziel der Analysten impliziert ein 90%iges Aufwärtspotenzial, was der Sprecher für unrealistisch hält.
  • Die Bullen argumentieren mit dem Wachstum der KI-Cloud und den „Picks and Shovels“, während die Bären auf die hohen Investitionsausgaben (Capex) und die unklare Rendite auf das investierte Kapital (ROI) verweisen.
Fundamentaldaten
  • Das Umsatzwachstum liegt bei 20 %, wobei die Cloud-Infrastruktur um 93 % und die CPU/GPU-Infrastruktur um 119 % wachsen.
  • Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) sind massiv gestiegen und belaufen sich auf 648 Milliarden US-Dollar, was auf zukünftige Einnahmen hindeutet.
  • Allerdings wächst auch die Verschuldung stark, da Oracle Investitionen über Fremdkapital und Vorzugsaktien finanziert.
Kritik und Risiken
  • Der Sprecher argumentiert, dass das Wachstum zirkulär sein könnte, ähnlich wie bei den Hyperscalern, da viele Kunden selbst unprofitabel sind.
  • Oracle wettet darauf, dass KI auch in Zukunft stark nachgefragt wird, aber niemand weiß, ob die Chips und die Infrastruktur bis 2030 noch wertvoll sein werden.
  • Die Aktie ist seit ihrem Höchststand um fast 60 % gefallen, was zeigt, dass der Markt die Risiken erkennt.
Fazit des Sprechers
  • Er sieht Oracle als spekulatives Glücksspiel und nicht als eine Investition mit Sicherheit.
  • Er vergleicht es mit Bitcoin – ein Spiel, das man mitspielen kann, aber niemand kennt den Ausgang.
  • Für ihn ist klar: Wenn die Unsicherheit zu hoch ist und die Erreichung finanzieller Ziele nicht garantiert ist, lässt er die Aktie liegen und investiert lieber in andere Anlagen.
GOOG, MSFT, AMZN, NVDA – INVESTING RISK AND REWARD!!!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|03. Aug.

GOOG, MSFT, AMZN, NVDA – INVESTING RISK AND REWARD!!!

Überblick

In diesem Video analysiert der Sprecher die Risiken und Chancen von Investitionen in die großen Tech-Unternehmen Google (GOOGL), Microsoft (MSFT), Amazon (AMZN) und Nvidia (NVDA), mit einem Seitenblick auf Meta und Apple. Der Fokus liegt auf der 'zirkulären Finanzierung' im KI-Bereich und den damit verbundenen versteckten Risiken.

Die KI-Wachstumsfalle
  • Google (Alphabet): Trotz starker Cloud-Erlöse entpuppt sich ein großer Teil des Wachstums als abhängig von Anthropic (40% der Cloud-Einnahmen). Zusammen mit OpenAI macht Anthropic etwa die Hälfte des gesamten Cloud-Auftragsbestands (2 Billionen USD) bei den Hyperscalern aus.
  • Nvidia: Beeindruckendes Umsatzwachstum, aber das Unternehmen muss Kunden finanzieren, um den Absatz seiner Chips zu sichern – ein klassisches Beispiel für zirkuläre Finanzierung.
  • Muster: Die Tech-Giganten investieren jährlich rund 200 Milliarden USD in KI, aber die Hauptkunden (OpenAI, Anthropic) sind nicht profitabel und werden möglicherweise nie profitabel sein.
Bilanz- und Cashflow-Probleme
  • Microsoft: Das Sachanlagevermögen stieg auf 313 Mrd. USD, aber die Abschreibungen (nur 40 Mrd. USD) sind zu niedrig – bei 5-jähriger Nutzungsdauer wären 60 Mrd. USD nötig. Der Auftragsbestand für Cloud-Dienste mit OpenAI beläuft sich auf 625 Mrd. USD.
  • Amazon: Investiert massiv (170-220 Mrd. USD in 12 Monaten), aber der freie Cashflow wird negativ. Das Wachstum hängt stark von Anthropic ab.
  • Meta: Erhöht die Ausgaben auf 130-145 Mrd. USD, aber die Kosten steigen (55%) stärker als der Umsatz (28%). Die Margen sinken, und es fehlt ein direkter 'zirkulärer' Kunde.
Versteckte Schulden und Off-Balance-Sheet-Risiken
  • Die Hyperscaler haben versteckte Verbindlichkeiten von geschätzten 1,65 Billionen USD durch Zweckgesellschaften, Kapazitätsabnahmen und Leasingverträge.
  • Die Capex-Quote im Verhältnis zu Cloud-Umsätzen ist alarmierend: Google 2x, Microsoft 3x, Meta sogar 10x – ein Zeichen für extreme Abhängigkeit von zirkulären Deals.
Das größte Risiko: Wenn KI funktioniert
  • Der Sprecher argumentiert, dass das größte Risiko nicht ein Scheitern der KI ist, sondern ihr Erfolg. Dann könnten intelligentere Modelle Kosten drastisch senken (z.B. 10% der aktuellen Kosten), was die gesamte Investitionslogik in Frage stellt.
  • China investiert ebenfalls massiv in KI und könnte eine günstigere Alternative bieten – langfristig zählt nur der Preis-Leistungs-Vorteil.
Bewertung und Ausblick
  • Apple wird als positives Gegenbeispiel genannt: geringe Investitionen (14 Mrd. USD), hohe Rentabilität – aber auch hier ist das KGV von 47 hoch.
  • Die aktuellen Bewertungen (z.B. Alphabet 4 Billionen Marktkapitalisierung) erfordern unrealistische Gewinnsteigerungen (z.B. 400 Mrd. USD Nettogewinn in 5 Jahren), die mathematisch kaum erreichbar sind.
  • Historische Parallelen: Die dotcom-Blase und Microsofts 15-jährige Kursstagnation nach 2000 zeigen, dass solche Phasen lange dauern können.
Fazit

Der Sprecher lehnt Investitionen in diese KI-Hyperscaler als zu riskant ab und präferiert klassische Value-Aktien. Er warnt davor, dass der Markt 'mehr als Perfektion' einpreist, was in der Geschichte selten gut endet.

📉 Kernbotschaft: Das KI-Wachstum ist durch zirkuläre Finanzierung und versteckte Schulden aufgebläht – Anleger sollten die tatsächliche Profitabilität genau hinterfragen.

Altersvorsorgedepot 2027: Lohnt es sich für DICH? (inkl. Rechner)
Finanzfluss|02. Aug.

Altersvorsorgedepot 2027: Lohnt es sich für DICH? (inkl. Rechner)

Einführung

Das Altersvorsorgedepot (AVD) startet am 1. Januar 2027 und bietet staatliche Förderung für die private Altersvorsorge. Es gibt zwei Varianten: das selbstverwaltete Depot (eigene ETF-Auswahl) und das Standarddepot (vom Anbieter vorgegebene ETFs). Erlaubt sind nur Fonds/ETFs mit begrenztem Risiko – keine Einzelaktien, Kryptos oder gehebelte Produkte.

Förderkomponenten
  • Zulagen: Bis zu 540 € pro Jahr (50 % auf die ersten 360 € Einzahlung, 25 % auf die nächsten 1.800 €). Zusätzlich Kinderzulage bis 300 € pro Kind und Startbonus von 200 € für unter 25-Jährige. Die Mindesteinzahlung beträgt 120 € jährlich.
  • Steuerersparnis: Die Einzahlungen (max. 1.800 € + Zulagen) können vom zu versteuernden Einkommen abgesetzt werden. Die Steuerrückerstattung wird um die bereits erhaltene Zulage gekürzt.
  • Keine Kapitalertragsteuer: Während der Anspar- und Entnahmephase fallen keine Steuern auf Kursgewinne oder Umschichtungen an.
Vier Hebel für die Rentabilität
  1. Steuer in der Auszahlungsphase: Die gesamte Auszahlung (Einzahlungen + Zulagen + Erträge) wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Vorteilhaft bei niedrigerem Steuersatz im Ruhestand.
  2. Kinderzulage: Pro Kind bis zu 300 € jährlich – ein deutlicher Vorteil gegenüber einem normalen ETF-Sparplan.
  3. Kosten: Bisher ungewiss. Kostendeckel beim Standarddepot: maximal 1 % p.a. Bei Selbstentscheider-Depots ist 0,5 % p.a. üblich, bei Sparkassen/Volksbanken häufig höher. Günstige Broker könnten das AVD sogar kostenlos anbieten.
  4. Flexibilität: Das Geld ist bis zur Rente gebunden. Frühester Auszahlungsbeginn: 65. Lebensjahr (oder bei früherem Rentenanspruch). Spätestens mit 70 muss ein Auszahlungsplan starten, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr läuft. Einmalige Entnahme von 30 % des Kapitals zu Rentenbeginn möglich (Steuerschock beachten). Eine vorzeitige Kündigung führt zur Rückzahlung aller Zulagen und Steuervorteile.
AVD-Rechner und Empfehlung

Im Video wird ein kostenloser Online‑Rechner vorgestellt, der individuell den Vergleich zwischen AVD und normalem ETF-Sparplan ermöglicht. Wichtige Parameter: Einkommen in der Ansparphase, Einkommen im Ruhestand, Kinder, erwartete Rendite und Kosten.

Fazit: Das AVD lohnt sich besonders, wenn

  • der Steuersatz im Ruhestand niedriger ist als heute,
  • ein günstiger Anbieter gewählt wird,
  • auf Flexibilität verzichtet werden kann und
  • Kinder vorhanden sind.

Warnung: Aktuell herrscht „Goldgräberstimmung“ – viele Anbieter sammeln bereits Daten. Eine vorzeitige Registrierung oder Depoteröffnung wird nicht empfohlen. Warten Sie ab, bis die konkreten Angebote (inkl. Kosten und ETF‑Auswahl) ab dem 1. Januar 2027 vorliegen. Ein Anbieterwechsel innerhalb der ersten 5 Jahre kann bis zu 150 € Gebühren kosten.

Hier ist die berüchtigte Vorhersage von Jeremy Grantham über einen 70%igen US-Aktiencrash – schon wieder!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|01. Aug.

Hier ist die berüchtigte Vorhersage von Jeremy Grantham über einen 70%igen US-Aktiencrash – schon wieder!

Einleitung: Granthams Crash-Prognose im Fokus
  • Jeremy Grantham (GMO) sagt für US-Aktien einen realen Rückgang von 47% über die nächsten 7 Jahre voraus (8,1% Verlust pro Jahr).
  • Der YouTuber diskutiert Kommentare der Community und stellt die Prognose in den Kontext seiner eigenen Anlagestrategie (Value-Investing).
Kritik an Grantham und Gegenargumente
  • Kritik: Wer auf Grantham gehört habe, habe den Bullenmarkt seit 2022 verpasst.
  • Antwort: Grantham warnt lediglich vor Risiken; seine Value-Strategie (z. B. Emerging Markets) habe ähnliche Renditen wie der Markt erzielt.
  • Ein Zuschauer (Dave, 70 Jahre) argumentiert: Seit 2009 gab es keine echte Rezession, weil die Fed die Märkte mit Gelddrucken und Defiziten stützte. Der nächste Crash werde heftiger – Grantham habe recht.
  • Einwände: In einer Blase erkennt niemand die Blase. Erst wenn die Regierung sich nicht mehr verschulden kann, platzt sie.
Gefährliche Denkfehler beim Investieren
  • Der Satz „Grantham ist Milliardär, er will nur Vermögen schützen – wir brauchen mehr Risiko“ wird als gefährlich eingestuft.
  • Historische Belege: Nasdaq-Crash 2000 (−82%), Immobiliencrash 2007 – hohes Risiko hat Anleger massiv getroffen.
  • Die entscheidende Frage ist nicht „Wann kommt der Crash?“, sondern „Was passiert mit mir, wenn er kommt?“ (Buffetts Regel Nr. 1: Verliere kein Geld).
Fundamentale Bewertung und historische Muster
  • Aktuelle Bewertungen (P/E, Margen) liegen zwei Standardabweichungen über dem Mittel (2 Sigma). In 26 Fällen seit 100 Jahren führte dies zur Rückkehr zum Mittelwert – bei einem Rückgang von ca. 60%.
  • Grantham prognostiziert 70% Verlust, falls die Bewertungen auf den langfristigen Durchschnitt (P/E 16) fallen.
Strategie des YouTubers: Sicherheit statt Timing
  • Statt auf Marktzeitpunkt zu spekulieren, setzt er auf globales Value-Investing: Kaufen günstiger Aktien (KGV ~10, Wachstum 10–15%), Verkaufen bei Überbewertung.
  • Empfehlung: Eine globale Diversifikation aufbauen, z. B. über einen günstigen Broker (erwähnt Interactive Brokers).
  • Ziel: Die eigenen Finanzziele mit hoher Sicherheit erreichen, unabhängig von Crash-Prognosen.
Persönliche Perspektive des Sprechers
  • Er startete mit geringem Einkommen (400 €/Monat mit 21), verfünffachte sein Geld zweimal durch Value-Investing, lernte Englisch und baute eine Research-Plattform auf.
  • Sein Credo: Verstehe deine eigene Situation und ob du einen möglichen Crash überleben würdest – das ist wichtiger als jede Vorhersage.
Der KI-Crash: DARUM ist es jetzt vorbei! Meine ungeschönte Meinung // BRIEFING
Mario Lochner|01. Aug.

Der KI-Crash: DARUM ist es jetzt vorbei! Meine ungeschönte Meinung // BRIEFING

Einleitung

Mario Lochner kommentiert die Ereignisse der Woche: Nach einem massiven KI-Crash (Dead Cat Bounce?) und dem Beinahe-Desaster von Leopold Aschenbrenners Hedgefonds (erzwungener Notverkauf an Citadel) stellt er die Frage, ob Aktien nun wirklich günstig bewertet sind. Er selbst hat am Donnerstag zugeschlagen – vier Positionen.

Gewinner und Verlierer der Woche
  • Gewinner: Microsoft (+16 %, stärkster Tag seit 2008), Amazon (starke Cloud-Zahlen), Coca-Cola (neues Allzeithoch), Garmin, Chipotle, Lam Research, Seagate, Fortinet.
  • Verlierer: Mercedes (-26 % Gewinn, China -30 %), WiFer (KI-Kühlung enttäuscht), Meta (Cashflow schwächer), Adidas (Werbekosten explodiert), Apple (Servicegeschäft enttäuscht), SK Hynix (trotz Rekordzahlen -10 % wegen allgemeinem KI-Abverkauf).
Bären-Argumente
  • Dead Cat Bounce: Die Erholung sei nur eine tote Katze, der nächste Crash komme bestimmt.
  • China-Gefahr: CXMT-Börsengang +470 %, ASML bedroht durch eigene DUV-Systeme, Deepseek & Co.
  • Steigende Zinsen: Drei Fed-Mitglieder plädieren bereits für Zinserhöhung, Anleihemärkte signalisieren Inflation, CDS-Spreads von Big Tech steigen.
  • Schuldenfinanzierung: KI-Investitionen werden zunehmend mit Schulden finanziert (Amazon-Anleihe nur 1,6-fach überzeichnet).
Bullen-Argumente
  • Hyperscaler-Wachstum ungebrochen: Azure +43 %, Google Cloud +82 %, AWS +37 % – die Nachfrage übersteigt das Angebot.
  • Amazon-Investitionszyklus: Zwei Phasen – zuerst Bau der Rechenzentren (kein Umsatz für 2 Jahre), dann Server (Break-even nach 3 Jahren). Der Großteil der Kapazität ist bereits langfristig vermietet (5+ Jahre).
  • ROIC-Prognose von Morgan Stanley: Eigene Infrastruktur + GPU-Vermietung = 31 %, KI-Modell-Anbieter mit eigener Infrastruktur = 46 %, gemietete Rechenleistung = 25 %. Wer die Infrastruktur besitzt, wird künftig Geld drucken.
  • Microsoft Copilot: 30 Mio. zahlende Nutzer (+50 % in 3 Monaten), Auftragsbestand 678 Mrd. $, Cashflow 19,6 Mrd. $.
  • Marktbreite: Im S&P 500 ziehen immer mehr Aktien mit – technisch gesund.
Käufe von Mario Lochner

Er kaufte am Donnerstagvormittag (30. Juli) vier KI-Satelliten:

  • Onto Innovation (193,05 $)
  • Cleanspark
  • Marvel
  • SK Hynix

Begründung: Privatanleger verkauften Einzelaktien so stark wie seit Covid nicht mehr, Leverage wurde massiv abgebaut (JP Morgan: 55 % des April-Mai-Aufbaus eliminiert). Der „Momentum-Crash“ war einer der heftigsten seit 20 Jahren – viel Luft wurde abgelassen. Keine Garantie, aber historisch gute Chancen.

Fazit und Ausblick
  • Pack Ratio (Bewertung im Verhältnis zu erwarteten Gewinnen): S&P 500 so günstig wie seit 1995 nicht mehr.
  • Geldideen: An den Investmentthesen festhalten – nicht jede Woche eine neue Sau durchs Dorf treiben (z. B. China-Hype). Hyperscaler (Microsoft, Amazon, Alphabet) bleiben langfristige Anker.
  • Achtung vor Volatilität: Leverage und Momentum haben die jüngsten Bewegungen extrem verstärkt. Strategisches Nachkaufen (z. B. mit dem Guide „SOS – wenn die Kurse fallen“) ist empfohlen.

Tipp: Kommentieren Sie, ob Sie einen Dead Cat Bounce erwarten oder bereits wieder optimistisch eingestiegen sind.

Nintendo ist eine coole Aktie / großer Burggraben
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|31. Juli

Nintendo ist eine coole Aktie / großer Burggraben

Zusammenfassung der Nintendo-Analyse (Value-Investing-Perspektive)

Der Video-Ersteller analysiert Nintendo aus einer strengen Value-Investing-Sicht. Er betont, dass die Aktie trotz starker Marken (Mario, Zelda, Pokémon) und einer soliden Bilanz (keine Schulden, viel Cash) aktuell zu teuer ist, um einen echten Sicherheitspuffer (Margin of Safety) zu bieten.

Risikoanalyse

  • Zyklisches Geschäft: Nintendo ist stark von Konsolenzyklen abhängig (Switch 2). Die Aktie ist bereits 50 % unter ihrem Höchststand, aber das Risiko bleibt hoch.
  • Bewertungsfehler: Viele Analysten (z. B. auf Seeking Alpha) geben fälschlich ein KGV von 5 an, weil sie ADR-Aktien (5 ADR = 1 japanische Aktie) nicht korrekt umrechnen. Das reale KGV liegt bei ~21, für das nächste Jahr sogar bei ~30.
  • Währungsrisiko: Die Umsätze in Yen sind durch den schwachen Yen in US-Dollar real viel niedriger.

Geschäftsmodell und Burggraben (Moat)

  • Starke Marken: Mario, Zelda, Pokémon – generationenübergreifend beliebt. Aber: „Ein Moat kann sich ändern, das ist die Natur der Branche.“
  • Finanzkraft: 11 Mrd. $ Cash, keine Schulden, solide operative Cashflows. Aber die Dividendenrendite ist gering (~2 %).
  • Switch 2-Zyklus: Neue Konsole bringt temporären Umsatzschub, aber die Margen sinken (höhere Speicherkosten, Preisdruck).

Bewertung und Fazit

  • Keine versteckte Wert: Der aktuelle Kurs spiegelt bereits die erwarteten Gewinne aus dem Switch 2-Zyklus wider. Es gibt keinen „Margin of Safety“.
  • Spekulation statt Investment: Die Aktie kann kurzfristig steigen (wie vor 12 Monaten), aber für Value-Investoren fehlt die Substanz. „Zu riskant für Value-Investing, trotzdem alles gut aussieht.“

Fazit: Nintendo ist ein fantastisches Unternehmen mit einem starken Burggraben, aber die Aktie ist nicht günstig genug für einen kaufmännischen Value-Ansatz. Anleger sollten vorsichtig sein und auf einen besseren Einstiegskurs warten (z. B. nahe dem Cash-Wert).

Mojmir Hlinka: Falle des Jahrhunderts für Anleger!
Mario Lochner|30. Juli

Mojmir Hlinka: Falle des Jahrhunderts für Anleger!

KI-Crash: Psychologie statt Logik

Mojmir Hlinka (Moumier Linker) und Mario Lochner analysieren den jüngsten Einbruch bei KI- und Halbleiteraktien. Hlinka betont: Märkte sind nicht logisch, sondern psychologisch. Nach extremen Gewinnen setzten massive Gewinnmitnahmen ein – trotz hervorragender Quartalszahlen (z. B. Infineon 25 % über Erwartung). Der Absturz sei eine historische Bärenfalle, keine Trendwende. Die KI-Revolution stecke noch in den Kinderschuhen. Anleger sollten nicht panisch verkaufen, sondern diszipliniert bleiben.

Anlagestrategie: Disziplin und Beimischung
  • Kein perfektes Timing: Niemand trifft das absolute Hoch oder Tief. Nachkaufen nur bis zur ursprünglichen Gewichtung (z. B. 5 % auf 10 % aufstocken, nicht übergewichten).
  • KI-Titel gehören als Beimischung in ausgewogene oder dynamische Depots, nicht als Kern.
  • Sektor-Rotation: Geld fließt von Chips in Software (z. B. Microsoft +10 % nach Zahlen).
  • Vorsicht vor Crashpropheten: Historisch lagen sie nur selten richtig (Dotcom, Lehman). Langfristig orientierte Anleger fahren besser.
Zinspolitik & Geopolitik
  • Fed hält Zinsen nicht wegen Inflation, sondern um Trump Zeit zu geben, den Ölpreis zu drücken. Die US-Inflationszahlen zuletzt gut.
  • Iran-Krieg: Hlinka lag mit seiner Prognose eines schnellen Endes falsch. Der Ölpreis schwankt stark. Sobald Ruhe einkehrt, könnten Märkte massiv steigen.
  • Digitaler Euro: Hlinka warnt vor Bürokratie und Freiheitseinschränkung – im Gegensatz zur Schweiz, die Bargeld in der Verfassung verankert hat.
Gold, Silber & Nestlé
  • Gold sucht nach seiner Investitionsidentität. Physisches Gold („Tafelschokolade“) gibt Sicherheit, aber die Volatilität ist gering – und das ist gut so.
  • Nestlé ist strukturell schwach: starker Franken nicht genutzt, Kinderlebensmittel-Skandal, viele Kunden lehnen die Aktie ab. Danone ist die bessere Alternative.
Fazit

„Ruhe bewahren. Es ist gar nichts passiert. Märkte sind psychologisch, der größte Fehler ist, nichts zu investieren.“ – Mojmir Hlinka

Kritik an einem Value-Investing-Ansatz für langfristigen Vermögensaufbau und Zinseszins
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|30. Juli

Kritik an einem Value-Investing-Ansatz für langfristigen Vermögensaufbau und Zinseszins

Debatte: Passives Investieren vs. aktives Value Investing

In diesem Video wird die Kritik an einer Value-Investing-Strategie zur langfristigen Vermögensbildung analysiert. Der Sprecher verteidigt den aktiven Ansatz gegen typische Argumente der passiven Index-Anhänger.

1. Passives Investieren bewegt den Markt

  • Die weit verbreitete Annahme, dass ETFs nur die Besitzerstruktur verändern, nicht die Preise, ist falsch.
  • Forschung (Gabaix & Koijen, 2021) zeigt: Märkte sind unelastisch – ein investierter Dollar treibt die Kurse um das 5- bis 10-fache nach oben (z. B. durch Aktienrückkäufe, 401(k)-Pläne).
  • Dies erklärt die 15 % pro Jahr der letzten Dekade – paradoxerweise ein Vorteil für passive Anleger, solange die Zuflüsse anhalten.

2. Bewertungen sind langfristig relevant

  • Der CAPE-Ratio (aktuell ca. 40) war bereits 2022 bei 28, der Markt stieg trotzdem um 86 %. Kurzfristig scheinen Bewertungen unwichtig.
  • Historisch folgten auf solche Spitzenwerte jedoch realen Verlusten von 60 % über ein Jahrzehnt (z. B. 1929, 2000). Niedrige CAPE-Werte (1950er, 1982) führten zu Boomphasen.
  • Auch die Dividendenrendite des S&P 500 liegt bei 1 % (historischer Durchschnitt: 4 %) – ein Warnsignal.

3. Die Herausforderung, außergewöhnliche Aktien zu finden

  • Nur 4 % aller Aktien erzeugen den gesamten langfristigen Vermögenszuwachs des Marktes.
  • Analogie: Wer zu den 4 % Top-Investoren gehören will, muss hart arbeiten (7–10 Stunden pro Woche, Lesen, Verstehen von Graham & Dodd).
  • Historische Belege: Warren Buffetts Ansatz funktioniert seit 1984 und davor.

4. Risiko von Marktcrashs unterschätzt

  • Aktuelle Bewertungen deuten auf negative reale Renditen von −7 % bis −8 % über die nächsten 7 Jahre hin.
  • Alternative: Staatsanleihen bieten heute reale positive Renditen (z. B. 4,6 % p. a.). Wer seine Ziele erreicht, braucht kein Aktienrisiko.
  • Historische Crashs (50 % Verlust) treten etwa alle 25 Jahre auf (2009, 2002, 1974). Der S&P 500 befindet sich aktuell in einer Zwei-Sigma-Übertreibung – alle 26 vergleichbaren Fälle endeten mit Mittelwert-Rückkehr.

5. Fazit: Jeder Anleger muss seinen Weg wählen

  • Passives Investieren ist in Ordnung, aber man sollte die Risiken eines Einbruchs realistisch einschätzen können.
  • Der Sprecher bietet Inhalte für diejenigen, die zu den 4 % gehören wollen und bereit sind, aktiv zu arbeiten.
  • Wichtig: Niemandem blind vertrauen – eigene Entscheidungen treffen.
7 Jahre kein Wachstum: Was muss jetzt passieren? Wirtschaftsweise Monika Schnitzer im Interview
Finanzfluss|29. Juli

7 Jahre kein Wachstum: Was muss jetzt passieren? Wirtschaftsweise Monika Schnitzer im Interview

Zusammenfassung des Interviews mit Monika Schnitzer

Monika Schnitzer, Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, gibt im Interview eine kritische Einschätzung zur deutschen Wirtschaft und erläutert notwendige Reformen.

Aktuelle Wirtschaftslage
  • Bewertung: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bewertet sie mit einer 5 von 10 Punkten. Das erwartete Wachstum von 4,5 % für dieses Jahr wurde aufgrund des Irankriegs nach unten korrigiert.
  • Auswirkungen des Irankriegs: Steigende Energie- und Transportkosten belasten die Verbraucher, weitere Preisanstiege werden erwartet.
Rentenreform
  • Zentrale Punkte: Erhöhung des Renteneintrittsalters mit der Lebenserwartung, Abschaffung der abschlagsfreien Frührente ab 63/64, Einführung einer kapitalgedeckten Rente (2 %-Punkte der Beiträge) als Ergänzung zum Umlageverfahren.
  • Generationengerechtigkeit: Der Nachhaltigkeitsfaktor soll reaktiviert werden, die Lastenverteilung zwischen Jung und Alt verbessert werden (Alte tragen künftig ein Drittel statt einem Viertel).
  • Kritik: Die Politik scheut sich, Rentner stärker zu belasten, obwohl nur 17 % der Rentner ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind.
Kapitalgedeckte Rente vs. Generationenkapital
  • Vorteile: Höhere Renditen durch breite Diversifikation am Kapitalmarkt, eigene Ansprüche der Beitragszahler.
  • Kritik am Generationenkapital: Schuldenfinanzierte Anlagen seien ineffizient und anfällig für politische Zweckentfremdung.
  • Internationale Beispiele: Schweden (4 %-Punkte, Renditen 9-11 %) und USA (starker Konsum durch Aktienrente) zeigen positive Effekte.
Steuer- und Subventionspolitik
  • Einkommensteuerreform: Entlastung der unteren Einkommen unzureichend, da die Spitzensteuersätze nicht genug Einnahmen bringen.
  • Subventionsabbau: Beispiel Agrardiesel und Dieselprivileg – nötig, aber politisch schwer durchsetzbar.
  • Erbschaftssteuer: Ungleichbehandlung von Betriebs- und Privatvermögen steht vor einer Reform (Verfassungsgerichtsurteil erwartet). Die meisten Erben zahlen heute kaum Steuern (z.B. 400.000 € Freibetrag pro Elternteil).
Zukunftsstrategien
  • Fokus auf Innovation: Deutschland hängt in zukunftsträchtigen Feldern wie KI hinterher. Nötig sind neue Produkte und Geschäftsmodelle, nicht nur Effizienzsteigerung.
  • Rahmenbedingungen: Staat muss Infrastruktur (z.B. Rechenzentren) schaffen, aber Unternehmen und Beschäftigte müssen sich ebenfalls anpassen.
  • Mut zur Veränderung: Reformen trauen sich endlich etwas zu; die Bevölkerung ist oft verständnisvoller als erwartet.
Fazit

Schnitzer fordert ein Ende des „Weiter so“ und plädiert für mutige Reformen, die alle gesellschaftlichen Gruppen in die Pflicht nehmen, um langfristiges Wachstum zu sichern.

Ölaktien nach Q2 2025 / Var Energi Beispiel
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|29. Juli

Ölaktien nach Q2 2025 / Var Energi Beispiel

📊 Analyse der Ölaktien nach Q2 2025 am Beispiel Var Energi
  • Aktuelle Marktlage: Ölpreise waren im Q2 2025 sehr hoch, gefolgt von einem Rückgang aufgrund der Entspannung im Iran, dann einem Anstieg und erneuter Entspannung. Die Unsicherheit bleibt hoch.

  • Var Energi im Detail:

    • Marktkapitalisierung: 115 Milliarden NOK (12 Milliarden US-Dollar).
    • Starke Quartalsergebnisse mit einem operativen Cashflow von 2,1 Milliarden US-Dollar.
    • Dividendenrendite: Bei einem Ölpreis von 100 US-Dollar pro Barrel ergibt sich eine Dividende von 2 Milliarden US-Dollar pro Jahr, was einer Rendite von 17 % entspricht.
    • Verschuldungsgrad: War vor einem Jahr eine Sorge, ist nun deutlich verbessert.
    • Das Unternehmen investiert, zahlt Dividenden und erhöht diese sogar.
  • Risiken:

    • Bei niedrigeren Ölpreisen sinkt die Dividende schnell von 2 Milliarden auf 1 Milliarde US-Dollar.
    • Bei einer Marktkapitalisierung von 8 Milliarden US-Dollar lag die Dividendenrendite nach norwegischen Steuern nur bei 7–8 %.
    • Die Volatilität der Ölpreise macht Ölaktien zu einer Wette und nicht zu einer stabilen Anlage.
  • Anlagestrategie:

    • Der Analyst sieht Ölaktien weiterhin im Wettquadranten – sie sind zyklisch und risikoreich.
    • Ideal wäre ein Kauf in einem schwierigen Umfeld (z. B. Überangebot in den nächsten 2 Jahren), wenn der schlechteste Fall eingepreist ist.
    • Aktuell ist die Situation zu unsicher (Trump, Iran), um größere Positionen einzugehen.
Capex, D&A, 707 Milliarden Dollar an Verpflichtungen machen Google zu einer sehr riskanten Aktie! 🚨
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|28. Juli

Capex, D&A, 707 Milliarden Dollar an Verpflichtungen machen Google zu einer sehr riskanten Aktie! 🚨

Googles aktuelle Lage: Starkes Wachstum trifft auf enorme Risiken
  • Quartalszahlen auf den ersten Blick fantastisch: 24 % Umsatzwachstum, Cloud-Wachstum von 82 %, 950 Mio. Gemini-Nutzer. Trotzdem ist die Aktie 13 % (seit Höchststand 20 %) gefallen.
  • Das große Aber: Explodierende Investitionen (Capex):
    • Von durchschnittlich 30 Mrd. $ pro Jahr auf geplante 205 Mrd. $ in 2025 und noch mehr ab 2027.
    • Capex steigt von 10 % auf 50 % des Umsatzes – ein fundamentaler Wandel des Geschäftsmodells.
  • Erstmals negativer freier Cashflow: 6 Mrd. $ negativ in einem Quartal.
  • Verpflichtungen (Commitments) schießen in die Höhe: In nur einem Quartal kamen 470 Mrd. $ hinzu, Gesamtvolumen nun 707 Mrd. $. Das übersteigt den Auftragsbestand (Backlog) bei Weitem.
Das Kernproblem: Wird Google an der KI verdienen?
  • Hohe Abschreibungen fressen Gewinne: Bei 250 Mrd. $ Capex pro Jahr steigen Abschreibungen (D&A) massiv. Selbst wenn der Umsatz in 5 Jahren auf 900 Mrd. $ steigt, könnten die Gewinne aufgrund der Abschreibungen fast auf null sinken.
  • Rendite der Investitionen fraglich: Der Autor befürchtet, dass KI zwar funktioniert, aber die Branche zu niedrigen Renditen auf das investierte Kapital (ROIC) führt – ähnlich wie bei Internet-Infrastruktur-Anbietern früher.
  • Bewertung: Auch bei optimistischen Annahmen (15 % Wachstum) bietet Google laut Analyse keine Sicherheitsmarge (Margin of Safety) mehr. Der faire Wert liegt deutlich unter dem aktuellen Kurs.
Fazit: Ein KI-Glücksspiel – kein Value-Investment
  • Risiko-Ertrags-Profil: Hohes Verlustrisiko (50 % möglich) bei niedriger erwarteter Rendite. Der Analyst senkt seine Einstufung auf „Bet“ (riskante Wette).
  • Warren Buffetts Kauf: Wird als möglicher Fehler betrachtet, da Google kein typisches Berkshire-Unternehmen mehr ist (negative Cashflows).
  • Ausblick: „Weckt mich, wenn die Aktie 50 % gefallen ist.“ Der Autor rät, derzeit nicht zu investieren, und vergleicht die Situation mit Oracle, das bereits seit 12 Monaten abgestraft wird.

Kernbotschaft: Starke operative Zahlen, aber die Kapitalallokation und die explodierenden Verpflichtungen machen Google zu einer hochriskanten Wette – trotz aller KI-Euphorie.

Ihre Kommentare legen nahe, dass Netflix-Aktien nun fair bewertet sind
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|27. Juli

Ihre Kommentare legen nahe, dass Netflix-Aktien nun fair bewertet sind

Kernbotschaft: Netflix ist fair bewertet, aber kein Schnäppchen

Der Analyst hat die Kommentare der Zuschauer zu seiner vorherigen Netflix-Analyse ausgewertet, um die Marktstimmung einzuschätzen. Seine Schlussfolgerung: Netflix ist derzeit fair bewertet, aber nicht unterbewertet. Er sieht keine ausreichende Sicherheitsmarge für einen Kauf.

Wichtige Erkenntnisse aus den Kommentaren:

  • Qualität der Inhalte: Viele Nutzer kritisieren die sinkende Qualität der Serien, loben aber Dokumentationen und die umfangreiche Bibliothek. Einige wechseln zu Konkurrenten wie HBO wegen besserer Qualität.
  • Wettbewerb: Amazon Prime, Disney+ (Disney wird als günstiger und diversifizierter wahrgenommen) und KI-gestützte Studios stellen starke Konkurrenz dar.
  • Preissetzungsmacht: Eine Erhöhung des durchschnittlichen Umsatzes pro Nutzer (ARPU) um nur 1 US-Dollar würde das Betriebsergebnis um 20 % steigern – ein wichtiger Wachstumstreiber.
  • Abonnentenwachstum: Neue Abonnenten kommen zunehmend über Paketangebote (z. B. mit Telekommunikationsanbietern), was das Wachstum stützen könnte.
  • Bewertung: Der Analyst betont, dass Netflix aus Value-Investing-Perspektive nur zu einem etwa 50 % niedrigeren Kurs interessant wäre. Aktuell ist die Aktie weder überverkauft noch überkauft.

Persönliche Anekdote:

Der Analyst teilt eine private Geschichte: 2011 lehnte er einen kostenlosen Fernseher ab, um ohne TV zu leben. Dies half ihm, sich auf seine Promotion zu konzentrieren. Er sieht Parallelen zu Kommentaren, die den Lebensstil thematisieren – ändert aber nichts an der Unternehmensbewertung.

Fazit:

Der Analyst wird Netflix weiter beobachten, aber erst bei einem deutlichen Kursrückgang (ausreichende Sicherheitsmarge) kaufen. Die Kommentare spiegeln eine neutrale bis leicht negative Marktstimmung wider, die mit der aktuellen Bewertung übereinstimmt.

Zitat: „Es ist keine Sicherheitsmarge, es ist kein Value-Investing … Aber das spiegelt sich perfekt in Ihren großartigen Kommentaren wider.“

Mein ehrlicher Rat an alle, die noch nicht in Rente sind…
Finanzfluss|26. Juli

Mein ehrlicher Rat an alle, die noch nicht in Rente sind…

KI und der Arbeitsmarkt: Eine persönliche Einschätzung mit Handlungsempfehlungen

Dieses Video bietet eine differenzierte Analyse der Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt. Anstatt Panik zu schüren, legt es den Fokus auf konkrete, umsetzbare Strategien, um von der KI-Entwicklung zu profitieren und die eigene Karriere resilient zu gestalten.

Die aktuelle Studienlage: KI vernichtet keine Jobs, aber verändert sie

Die wissenschaftliche Forschung ist sich uneinig, ob KI zu weniger oder mehr Neueinstellungen führt. Stattdessen zeichnet sich ein Strukturwandel ab.

  • Weniger Juniors? Eine Studie (Hoseini & Lichtinger) zeigt, dass KI-adoptierende Firmen seit dem Launch von ChatGPT weniger Berufseinsteiger einstellen.
  • Mehr Einstellungen? Eine Studie von Ramp belegt, dass KI-intensive Unternehmen ihr Personal in den folgenden zwei Jahren um bis zu 10 % aufstocken, bei Juniors sogar um 12 %.
  • Fazit: KI verändert Jobprofile, anstatt sie zu vernichten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) prognostiziert, dass in Deutschland 1,6 Millionen Arbeitsplätze vom Wandel betroffen sein könnten, wobei sowohl Arbeitsplätze wegfallen als auch neu entstehen. Der Schlüssel liegt in der Anpassungsfähigkeit.
Die Turing-Falle: Warum du nicht nur weniger tun solltest

Der Ökonom Eric Brynjolfsson warnt vor der "Turing-Falle": Wenn KI nur dazu genutzt wird, bestehende menschliche Fähigkeiten zu ersetzen, entsteht kein Fortschritt. Stattdessen sollte die gewonnene Zeit genutzt werden, um neue Fähigkeiten zu erwerben. Der Fokus liegt nicht darauf, Aufgaben zu vermeiden, sondern produktiver zu werden und sich weiterzuentwickeln.

Ebene 1: Sofort handeln – Werde zum KI-Experten

Der erste Schritt ist, regelmäßig und intensiv mit KI zu arbeiten.

  • Erfahrung sammeln: Betrachte die Nutzung von KI als kostengünstige Weiterbildung. Entwickle ein Gefühl für Stärken, Schwächen (Halluzinationen) und Grenzen verschiedener Modelle.
  • Routinen aufbauen: Starte mit einfachen Aufgaben wie dem Entwerfen von E-Mails.
  • Kontext geben: Gib der KI den gesamten Kontext einer Situation und lass dich bei der Kommunikationsstrategie beraten.
  • Eigenes Beraterteam aufbauen: Erstelle personalisierte KI-Assistenten für verschiedene Bereiche (z. B. einen KI-Banker, einen KI-Anwalt). Das beschleunigt die Vorbereitung für Gespräche mit echten Experten.
  • Praktisches Beispiel: Der Sprecher nutzt KI als "perfekten Berater" für einen laufenden Rechtsstreit (Klage gegen Meta). Die KI analysiert hunderte Seiten an Dokumenten und erstellt Zusammenfassungen, Kommunikationspläne oder Briefings.
  • Von E-Mail zu komplexen Projekten: Nutze KI für Recherche (Deep Search), das Erstellen von Excel-Modellen oder PowerPoint-Präsentationen. Wichtig: Ergebnisse immer kritisch prüfen und den "Human Touch" hinzufügen, um "KI-Müll" (KI Slop) zu vermeiden.
  • Falls der Arbeitgeber KI verbietet: Weiche auf private Projekte aus (z. B. Urlaubsplanung, kleine Programmierprojekte).
  • Denkweise ändern: Stelle die Frage nicht "Wie löse ich diese Aufgabe?", sondern "Wie sorge ich dafür, dass die KI diese Aufgabe für mich löst?".
Ebene 2: Langfristig im Job – Werde zum KI-Treiber

Positioniere dich in deinem Unternehmen als Vorreiter für KI-Themen.

  • Routineaufgaben automatisieren: Identifiziere und automatisiere nervige, wiederkehrende Tätigkeiten.
  • Wissen teilen: Teile deine KI-Anwendungsfälle aktiv mit Kollegen, um Kreativität und Innovation anzuregen (z. B. in "Show and Tell"-Runden).
  • Freiwillig melden: Engagiere dich für Pilotprojekte und Testphasen im Unternehmen.
  • Wer sich selbst abschafft, wird befördert: Ein Beispiel zeigt einen Marketingmanager, der seine Arbeit (Datensammlung, Dashboard-Pflege) automatisierte. Statt entlassen zu werden, wurde er befördert und übernahm anspruchsvollere Aufgaben.
  • Datenschutz beachten: Lade keine sensiblen Unternehmensdaten in öffentliche KI-Tools. Kläre die Nutzungsbedingungen mit der IT-Abteilung.
  • KI-Track Record aufbauen: Dokumentiere deine KI-Erfolge und schreibe sie in den Lebenslauf. Das erhöht deine Attraktivität für den aktuellen und zukünftige Arbeitgeber und stärkt deine Verhandlungsposition.
Ebene 3: Absicherung und Zukunftsfähigkeit

Sichere dich langfristig gegen die Risiken des Wandels ab.

  • Branche & Arbeitgeber prüfen: Ist dein Arbeitgeber ein KI-Verweigerer? Das kann ein Klumpenrisiko sein. Nur etwa 55 % der deutschen Unternehmen nutzen überhaupt KI. Unterscheide, ob die langsame Einführung branchenüblich ist oder ein Zeichen von Rückstand.
  • Die J-Kurve der Produktivität: Sei dir bewusst, dass die Einführung von KI zunächst zu einem Produktivitätsrückgang führen kann (Investitionen in Zeit, Prozessumstellungen, Schulungen). Erst danach stellt sich der Nutzen ein.
  • Weiterbildung: Bilde dich kontinuierlich weiter – auch über KI hinaus. Das IAB bestätigt, dass weitergebildete Personen auch Jahre später mit höherer Wahrscheinlichkeit beschäftigt sind.
  • Netzwerk aufbauen: Ein Drittel aller Neueinstellungen in Deutschland erfolgt über persönliche Kontakte (bei kleinen Betrieben fast 50 %). Pflege dein Netzwerk aktiv.
  • Finanzielles Polster aufbauen: Ein Notgroschen (z. B. für 6 Monate*) und ein langfristiges Vermögenspolster geben dir Unabhängigkeit. Das Ziel ist nicht zwingend die Frührente, sondern die Freiheit, selbstbestimmt über Beruf, Dauer und Umfang der Arbeit zu entscheiden.

*Hinweis: Der im Transkript genannte Zeitraum von 6 Monaten bezieht sich auf die Überbrückung inklusive Arbeitslosengeld.

Kernbotschaft: KI wird dich nicht ersetzen, wenn du lernst, sie als Werkzeug zu nutzen, um deine Produktivität zu steigern, neue Fähigkeiten zu erlernen und dich als Werttreiber in deinem Unternehmen zu positionieren.

Jeremy Grantham vs. Joseph Carlson & CNBC diskutieren Crash und Investieren! Meine Meinung! TOLLER INHALT!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|25. Juli

Jeremy Grantham vs. Joseph Carlson & CNBC diskutieren Crash und Investieren! Meine Meinung! TOLLER INHALT!

Zusammenfassung: Jeremy Grantham vs. Joseph Carlson & CNBC – Crash-Debatte und meine Meinung

In diesem Video diskutiert der YouTuber die anhaltende Kontroverse zwischen dem legendären Value-Investor Jeremy Grantham und dem bullischen Investor Joseph Carlson sowie CNBC-Moderatoren. Der Kern der Debatte: Ist der Markt überbewertet und ein Crash naht, oder sollte man einfach kaufen und halten?

1. Die Hauptargumente der Kontrahenten

  • Jeremy Grantham: Der Markt befindet sich in einer historischen Blase (2-Sigma-Ereignis), basierend auf dem Buffett-Indikator und hohen Bewertungen. Er warnt vor einem möglichen Rückgang von 60–70 % und betont Risikomanagement. Er wurde jedoch kritisiert, weil er seit Jahren Bärenmärkte vorhersagt, die oft nicht eintraten („Perma-Bär“).
  • Joseph Carlson & CNBC: Sie argumentieren, dass Granthams Pessimismus Anlegern geschadet hat, da der Markt über die letzten 15 Jahre 11-fach gestiegen ist. Sie bevorzugen Dollar-Cost-Averaging und den Kauf des S&P 500, gestützt auf Warren Buffets Rat, „einfach Amerika zu kaufen“.

2. Wichtige Kritikpunkte an Grantham

  • Er hat zahlreiche Crashes falsch vorhergesagt (z. B. 1995, 2011) und Anleger verpassten dadurch Gewinne.
  • In einem CNBC-Interview wirkte er unsicher und konnte seine Theorie nicht verteidigen.
  • Seine Aussagen zu Bitcoin und anderen Anlagen waren ebenfalls falsch.

3. Granthams Erfolge und Nuancen

  • Grantham rief korrekt die Blasen von 2000 (Tech) und 2007 (Immobilien) sowie den Tiefpunkt im März 2009 („Reinvest when terrified“).
  • Er empfahl 2017 Emerging Markets als günstige Alternative, auch wenn diese den S&P 500 nicht schlugen.
  • Sein Fonds GMO hält dennoch große US-Titel wie Microsoft, Alphabet und Apple, aber mit geringerem Gewicht als der Markt.

4. Die versteckte Botschaft: Strategie vs. Timing

Der YouTuber betont, dass es nicht um das perfekte Timing geht, sondern um die Strategie:

  • Value-Investing: Fokus auf Risiko, Dividenden, Gewinnrenditen und Sicherheitsmargen – funktioniert auch in Seitwärtsmärkten (z. B. 17 Jahre mit Nullrendite in den 2000ern).
  • Bullisches Investieren: Funktioniert in Aufwärtsmärkten, birgt aber Risiken bei Crashs (z. B. Nasdaq -82 % 2000–2002).

5. Historische Perspektive und persönliche Meinung

  • Der S&P 500 hatte in den letzten 100 Jahren drei Phasen mit Nullrendite über 12–22 Jahre.
  • Die aktuelle Dividendenrendite ist auf einem Allzeittief (unter 2 %), was langfristig nur 5 % Rendite erwarten lässt – ohne staatliche Eingriffe.
  • Der YouTuber bevorzugt Value-Investing: „Ich will einen Plan, der in jedem Marktumfeld funktioniert, nicht nur im Bullenmarkt.“

Fazit: Die Debatte zeigt den grundlegenden Konflikt zwischen Rendite und Risiko. Während beide Ansätze erfolgreich sein können, müssen Anleger sich fragen: „Habe ich eine Strategie, die einen Crash oder eine Seitwärtsbewegung überlebt?“

Doppelter Öl-Schock: Rally in 4 Tagen vorbei? DAS kapieren JETZT nur wenige Anleger // BRIEFING
Mario Lochner|25. Juli

Doppelter Öl-Schock: Rally in 4 Tagen vorbei? DAS kapieren JETZT nur wenige Anleger // BRIEFING

📉 Doppelter Öl-Schock und Marktstimmung: Rally in 4 Tagen vorbei?

Mario Lochner analysiert in seinem Briefing die aktuellen Marktbewegungen und stellt die These auf, dass die Rally trotz Ölpreisschock und Inflationssorgen noch nicht vorbei sein muss. Er diskutiert die Bullen vs. Bären Perspektiven.

  • Bären-Argumente: Sie sehen eine drohende Katastrophe durch den doppelten Ölschock (Straße von Hormus + Bab al-Mandab), steigende Ölpreise über 100 USD, geopolitische Spannungen (US-Atomdeal mit Saudi-Arabien, Huthi-Angriffe), neue US-Zölle und ein überhitztes Marktsentiment. Sie warnen vor steigenden Zinsen und zweifeln an der Substanz der KI-Investitionen (z. B. Alphabet, Tesla).
  • Bullen-Argumente: Sie kontern, dass die Bären mit Crash-Prognosen oft falsch lagen. Der jüngste „KI-Crash“ sei nur ein Momentum-Crash gewesen, der sich schnell erholt habe (z. B. Micron +21 %, Super Micro +29 %). Die US-Wirtschaft sei robust (niedrigste Arbeitslosenanträge seit 1969), die Berichtssaison stark (65 % der S&P 500-Unternehmen übertreffen Erwartungen) und die Zinserwartungen seien moderat (Neutral Rate bei ~3,1 %).
🔎 Fokus auf Alphabet: Cash-Burner oder Infrastruktur-Boom?
  • Alphabet verzeichnete erstmals einen negativen Free Cashflow (-5,9 Mrd. USD), was Bären als Warnsignal sehen.
  • Lochner argumentiert, dass dies auf massive Investitionen in KI-Infrastruktur zurückzuführen sei (TPU-Systeme für Kunden). Bereinigt um diesen Effekt wäre der Cashflow positiv (+0,8 Mrd. USD).
  • Das operative Geschäft ist stark: Cloud-Wachstum +82 %, operative Marge steigt auf über 35 %. Zudem verfügt Alphabet über einen irren Cloud-Auftragsbestand von 514 Mrd. USD.
  • Intel liefert den Beleg für den anhaltenden KI-Boom: stärkster Umsatzanstieg seit 15 Jahren, Capex-Erhöhungen geplant.
📈 Ausblick: Warum es bald knallen könnte
  • Trotz der aktuellen Sorgen (Öl, Inflation) zeigt das Earnings Momentum im S&P 500 eine seltene Stärke (zuletzt 2011).
  • Die Marktstimmung ist extrem bärisch (Leerverkaufsquote hoch, Bären in der Sentiment-Umfrage in der Überzahl). Dies ist oft ein konträrs Signal für eine positive Marktwende.
  • Lochner erwartet, dass die KI-Investitionen der Hyperscaler (Capex +103 % für 2026) weiter steigen und den Markt langfristig stützen.
  • Als Geldidee nennt er zyklische Goldminenaktien, die aktuell günstig bewertet sein könnten (z. B. Barrick, Newmont, Agnico Eagle).

Fazit: Lochner bleibt bullisch und sieht Rücksetzer als Kaufgelegenheiten. Er rät, die geopolitischen Risiken (Öl) im Auge zu behalten, aber den Fokus auf die fundamentale Stärke der Unternehmen zu legen.

Copart (CPRT) Aktienanalyse - Ein gutes Unternehmen zum Schrottplatz-Preis?
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|24. Juli

Copart (CPRT) Aktienanalyse - Ein gutes Unternehmen zum Schrottplatz-Preis?

Finanzkennzahlen und Geschäftsmodell
  • Copart ist ein führender Online-Autoversteigerer für beschädigte Fahrzeuge („Schrottplätze“).
  • Das Unternehmen erzielt einen Nettogewinn von 33% bei 3 Milliarden Dollar Umsatz.
  • Hohe Rentabilität: Return on Equity (ROE) und Return on Invested Capital (ROIC) liegen im 20%-Bereich.
Aktienbewertung und Marktentwicklung
  • Das KGV (P/E) fiel von 43 auf 16 – ein Grund ist das schwache Umsatzwachstum (zuletzt ~0%).
  • Die Aktie liegt 20% unter dem Niveau der vorherigen Analyse, was günstig wirkt.
  • Aktienrückkäufe von 1,6 Milliarden Dollar erfolgen gezielt bei Kursrückgängen – ein Zeichen von diszipliniertem Kapitalmanagement.
Zukunftsaussichten
  • Bullenargumente: Netzwerkeffekte, Skalierung, internationale Expansion (Europa, Naher Osten) und steigende Totalschäden durch moderne Technik.
  • Bärenargumente: KI, Elektroautos, veränderte Versicherungspraktiken, Führungswechsel und Insiderverkäufe.
  • Analysten sind gespalten, aber das Kursziel liegt im Durchschnitt 47% über dem aktuellen Niveau.
Fazit
  • Bei konservativen Annahmen (15er KGV, 6% Wachstum) liegt der faire Wert bei ~17 Dollar pro Aktie.
  • Optimistischeres Szenario (20er KGV, 10% Wachstum) ergibt ~40 Dollar – das ist ein attraktives Chancen-Risiko-Profil.
  • Keine klare „Margin of Safety
Wann verkauft man eine Aktie? Teil II - Nie ein Kauf mit Sven???
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|23. Juli

Wann verkauft man eine Aktie? Teil II - Nie ein Kauf mit Sven???

Zusammenfassung: Wann verkaufen? – Teil II

In diesem Video geht es um die Frage, wann man Aktien verkaufen sollte, basierend auf aktuellen Beispielen wie HPQ (+25%), TSM (stark gestiegen) und einer Kaufanfrage zu Nike. Der Kern der Botschaft: Die Entscheidung hängt vom ursprünglichen Kaufgrund ab.

Wichtige Punkte:

  • HPQ: P/KGV immer noch niedrig, Dividende intakt. Ein Anstieg von 25% ändert die fundamentale Bewertung kaum (P/KGV von 7 auf 9). Die Frage ist: Kauft man für langfristiges Halten oder kurzfristige Spekulation?
  • ADM (Archer Daniels Midland) als Beispiel: Gekauft bei 50 (Dividendenrendite 5%, 51 Jahre Dividendenwachstum), verkauft bei 70, als die Rendite auf 2,5% fiel. Strategie: Zyklischer Compounder – Gewinnmitnahme, wenn die Dividendenrendite zu niedrig wird.
  • Nike: P/KGV von 20, Marktkapitalisierung 64 Mrd. – ist es ein Kauf? Vor dem Kauf muss man wissen: Kaufe ich für Dividende oder Kurssteigerung? Was mache ich bei einem Rückgang?
  • TSM: Im aktuellen KI-Boom eher ein Verkaufskandidat, aber Spekulation ist schwer. Wichtig: Risiko managen.
  • Grundsatz: Value Investing bedeutet zuerst Risiko, dann Rendite. Man muss vor dem Kauf wissen, wann man verkauft (z. B. bei +50% oder wenn die Dividendenrendite sinkt).
  • Kommentare zur Quadranten-Analyse: Der Sprecher betont, dass sein Research-Platform (mit Geld-zurück-Garantie) die einzige aktuell klare Kaufgelegenheit sei. Andere Werte wie Energie seien noch auf der „schlechten Seite“.
  • Zitate: Warren Buffett verkauft oft, um Risiko zu steuern. Ray Dalio: „Wissen, wann man setzt, ist wichtiger als die Wetten selbst.“

Fazit: Verkaufsentscheidungen hängen von der individuellen Strategie ab – nicht vom Kurs allein. Wer langfristig denkt, hält bei 25% Gewinn oft, wer zyklisch agiert, nimmt mit. Wichtig ist, vor dem Kauf einen Plan zu haben.

Was kostet eine Scheidung?
Finanzfluss|22. Juli

Was kostet eine Scheidung?

Scheidungskosten im Überblick
  • Voraussetzungen: Trennungsjahr und mindestens ein Anwalt (Kosten teilbar).
  • Berechnung des Verfahrenswerts (fiktiver Wert fürs Gericht):
    • Nettoeinkommen der letzten 3 Monate (Beispiel: 5.000 € → 15.000 €).
    • Vermögen abzgl. Schulden und Freibetrag (60.000 € pro Person), davon 5 % (Beispiel: 80.000 € → 4.000 €).
    • Versorgungsausgleich: 10 % des 3-Monats-Netto pro Anrecht (Beispiel: 3.000 €).
    • Summe Verfahrenswert: 22.000 €.
  • Kosten bei diesem Verfahrenswert:
    • Gerichtskosten: 810 € (laut Tabelle).
    • Anwaltskosten: 2.180 € + 20 € Auslagen + 19 % MwSt. = 2.618 €.
    • Gesamt: 3.428 € (bei geteilten Kosten: 1.714 € pro Person).
  • Kostentreiber: Streitigkeiten → jeder braucht eigenen Anwalt, zusätzliche Verfahrenswerte treiben Gerichts- und Anwaltskosten.
  • Spartipps:
    • Ehevertrag legt klare Regeln fest.
    • Einvernehmliche Trennung und außergerichtliche Einigung sparen viel Geld.

Fazit: Mit Einigkeit und klugen Vorkehrungen lässt sich eine Scheidung deutlich günstiger gestalten.

Aktien sind ein großartiger Inflationsschutz, aber...
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|22. Juli

Aktien sind ein großartiger Inflationsschutz, aber...

Inflation und Aktien als Absicherung
  • Die letzten 5 Jahre hatten eine durchschnittliche Inflation von 4,5 %, ohne Anzeichen einer Verlangsamung.
  • Aktien gelten grundsätzlich als gute Absicherung gegen Inflation, da Unternehmen mit Preissetzungsmacht profitieren können.
  • Wichtige Einschränkung: Die Absicherung funktioniert nur, wenn der Einstiegspreis niedrig ist.
Risiken der aktuellen Marktlage
  • Hohe Staatsdefizite, steigende Zinszahlungen und steigende Schuldenstandsquoten treiben die Inflation.
  • Die Bewertungen sind extrem hoch: Die Gewinnrendite liegt bei etwa 3-3,5 %, verglichen mit historischen 6-7 %.
  • Der Markt ist der zweit teuerste seit der Dotcom-Blase (vergleichbar mit 2021).
Historische Perspektive und Wertanlagestrategie
  • In inflationsbereinigten Zeiten kam es bei ähnlich hohen Bewertungen zu realen Verlusten von bis zu 60 %.
  • Value-Aktien (wie in den 1970ern) erzielten von 1972 bis 1982 einen 10-fachen Gewinn, während der Gesamtmarkt stagnierte.
  • GMO-Analyse prognostiziert für US-Aktien negative reale Langfristrenditen, während es in internationalen Value- und Tiefwertaktien sowie Anleihen noch Chancen gibt.
Nominale vs. Reale Renditen
  • Ein Beispiel: Seit 2020 hat der US-Dollar bereits 25 % an Kaufkraft verloren.
  • Unternehmen mit hoher Preissetzungsmacht wie in der Türkei (bei 10-fachem Marktanstieg) zeigen, dass Aktien schützen, aber der Einstiegspreis entscheidend ist.
Praktischer Tipp
  • Für internationale Investments empfiehlt sich Interactive Brokers (Link unten).
  • Für Value-Investing-Strategien kann der Value-Quadrant und die Research-Plattform genutzt werden.
Netflix-Aktiencrash macht sie zu einem viel besseren Kauf!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|21. Juli

Netflix-Aktiencrash macht sie zu einem viel besseren Kauf!

📉 Netflix – Ein Value-Investment nach dem Kurssturz?

Der Aktienkurs von Netflix ist im letzten Jahr um 44 % gefallen, während das Unternehmen weiterhin zweistellig wächst. Das KGV liegt nun bei etwa 22 – aus Value-Perspektive interessant.

📌 Geschäftsmodell & Abonnentenbindung
  • Netflix hat eine hohe Kundenbindung („sticky business“). Kündigungen sind trotz geringer Nutzung oft unbeliebt.
  • 325 Millionen zahlende Abonnenten weltweit – weiteres Wachstumspotenzial durch Passwortbekämpfung und Preiserhöhungen.
  • Inhalteproduktion bleibt zentral: z. B. 20 Mio. Views für „Legends from the UK“, 87 Mio. für andere Formate.
📊 Letzte Quartalszahlen & Cashflow
  • Umsatzwachstum 13 % im Jahresvergleich, Prognose für das nächste Quartal bei 11,7 %.
  • Freier Cashflow (FCF) ca. 12 Mrd. $ (angepasst um Investitionen in Inhalte und Aktienvergütung).
  • FCF wird größtenteils für Aktienrückkäufe genutzt (ca. 1–2 % des Marktwerts jährlich).
🔍 Intrinsische Wertberechnung
  • Basisszenario (10 % FCF-Wachstum, KGV 20): fairer Wert = 56 $ – leicht unter dem Kurs, aber nahe an einer 10 % Rendite.
  • Optimistisches Szenario (12 % Wachstum, KGV 25): Wert = 85 $ – deutliches Aufwärtspotenzial.
  • Pessimistisches Szenario (6 % Wachstum, KGV 15): Wert = 30 $ – Abwärtsrisiko von ca. 50 %.
  • Fazit: Netflix ist aktuell fair bewertet für eine solide Rendite, aber kein Schnäppchen ohne Risiko.
🏦 Marktmeinung & Risiken
  • Analystenmeinungen gespalten: einige sehen Kurspotenzial (bullish: FCF-Marge, Werbung, Kapitaldisziplin), andere warten auf nachhaltiges Wachstum (bearish: nachlassende Nutzerinteraktion, Wettbewerb).
  • Wichtige Risiken: konjunkturelle Schwäche könnte Abozahlen und Wachstum dämpfen.
💡 Anlagestrategie
  • Value-Investor-Ansatz: 2 % Position aufbauen, bei weiterem Kursrückgang (z. B. –40 %) nachkaufen.
  • Langfristiger Horizont (10 Jahre) nötig; kurzfristige Volatilität einplanen.
  • Margin of Safety: Ein Rezessionsszenario würde den Einstieg noch attraktiver machen.

Fazit: Netflix ist kein klassischer Deep-Value, aber nach dem Crash deutlich günstiger geworden. Für geduldige Anleger mit Risikobereitschaft ein interessanter Kandidat im Value-Universum.

Hat die Marktblase vor zwei Wochen ihren Höhepunkt erreicht?
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|20. Juli

Hat die Marktblase vor zwei Wochen ihren Höhepunkt erreicht?

Zusammenfassung: Hat die KI-Blase ihren Höhepunkt erreicht?
  • Marktentwicklung: Der Markt ist in den letzten Wochen gefallen. Es stellt sich die Frage, ob der Höhepunkt der KI-Blase erreicht wurde, insbesondere im Zusammenhang mit dem Rückgang von SpaceX unter den IPO-Preis.
  • Treiber des Marktes:
    • Passive Zuflüsse: Passive Investitionen (z. B. ETFs) treiben den Markt unabhängig von Fundamentaldaten. Jeder investierte Dollar hebt die Marktkapitalisierung um etwa 5 Dollar.
    • Aktienrückkäufe: Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück, ohne auf den Preis zu achten – rund 750 Milliarden Dollar netto.
    • Ausländische Zuflüsse: In den letzten 12 Monaten flossen fast 1 Billion Dollar in US-Aktien.
  • Risiken: Ein Umschwung der Ströme (z. B. durch Rezession oder Panik) könnte zu einem massiven Marktcrash führen. Die Erwartungen sind extrem hoch: Der S&P 500 ist der zweitteuerste Markt in der Geschichte.
  • Fazit: Ob die Blase ihren Höhepunkt erreicht hat, ist ungewiss. Entscheidend ist das persönliche Risikomanagement: Nicht mehr investieren, als man sich leisten kann zu verlieren. Anleihen mit 5–6 % Rendite bieten eine sichere Alternative.
Anlagestrategien, KI-Nachfrage, Sven verkaufte META bei 200$, Zigarrenstummel-Investor, Svens Performance
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|19. Juli

Anlagestrategien, KI-Nachfrage, Sven verkaufte META bei 200$, Zigarrenstummel-Investor, Svens Performance

Zusammenfassung des Transkripts

Anlagestrategie
  • Unabhängig von anderen handeln: Sven betont, dass man seine Entscheidungen nicht auf das Verhalten anderer Marktteilnehmer stützen sollte. Stattdessen solle man Unternehmen besitzen, als ob man 100% halte, und sich nicht um kurzfristige Marktbewegungen kümmern.
  • Einfachheit: Die beste Strategie sei, Geschäfte zu besitzen, die auch bei geschlossenem Markt für 10 Jahre Gewinne abwerfen (Owner's Earnings, Compounding).
KI-Nachfrage
  • Scheinbar unersättlich: Die Nachfrage nach KI werde derzeit subventioniert – durch Meta, Venture Capital und andere. Sven vergleicht es mit einem teuren iPhone, das weit unter Wert verkauft wird.
  • Langfristige Gefahr: Unternehmen wie Meta könnten gezwungen sein, massiv in KI zu investieren, nur um wettbewerbsfähig zu bleiben, was die Profitabilität drücken könnte. Ein Umsatzrückgang von 50% oder technologische Umbrüche seien möglich.
Meta – Kauf und Verkauf
  • Sven verkaufte Meta bei 200$, bevor es auf 700$ stieg – doch er kaufte auch bei 99$ und verdoppelte sein Geld. Seine Plattform hatte laut ihm weitere Gewinne ermöglicht.
  • Keine fixen Kaufkurse: Sven gibt keine konkreten Zielkurse vor, da er Flexibilität braucht, um Chancen zu vergleichen.
Berkshire kauft Alphabet (Google)
  • Liquiditätsgründe: Berkshire habe so viel Cash (400 Mrd. $), dass Google eine bessere Anlage als Staatsanleihen sei. Der passive Kauf treibe den Kurs, aber Berkshire könne jederzeit aussteigen.
Kritik und Performance
  • Cigar Butt Investor: Sven wird als solcher bezeichnet, nimmt es aber gelassen. Seine langfristige Performance: Seit Mai 2002 72-fache Rendite (18,6 % p.a.) vs. S&P 500 11-fach. Er finanzierte sein Studium, Hauskauf, Boot etc. selbst.
  • „Ich mache das für mich“: Er investiere seit 25 Jahren erfolgreich nach Value-Strategie und sei zuversichtlich für die nächsten 25 Jahre.
Marktpsychologie
  • Narrative ändern sich: AMD war letztes Jahr eine „Falle“, jetzt besser als Nvidia; Micron war langweilig, jetzt heiß geliebt. Der Markt sei irrational, manisch-depressiv – genau das müsse man ausnutzen.
  • Empfehlung: Svens Research-Plattform für aktuelle Opportunitäten.
Die Psychologie von Menschen, die gut mit Geld umgehen (wissenschaftlich belegt)
Finanzfluss|19. Juli

Die Psychologie von Menschen, die gut mit Geld umgehen (wissenschaftlich belegt)

1. Finanzen automatisieren
  • Studie „Save More Tomorrow“: Trägheit verhindert Sparen. Automatisierung (schrittweise Erhöhung mit Gehaltserhöhung) führte zu einer höheren Sparquote (13,6 % vs. 8,8 %).
  • Praktischer Tipp: Sparplan automatisieren, Ausschüttungen reinvestieren, Dynamisierung nutzen.
2. Kontostand Aufmerksamkeit schenken
  • Neuroökonomische Studien: Ein wachsender Kontostand aktiviert das Belohnungssystem (Nucleus Accumbens). Kauf löst Tauziehen zwischen Lust und Schmerz aus.
  • Praktischer Tipp: Öfter ins Konto schauen, Ausgaben tracken, die Freude am Wachstum spüren.
3. Opportunitätskosten bedenken
  • Studie „Opportunity Cost Neglect“: Wer vor einem Kauf an Alternativen denkt, kauft seltener (55 % vs. 75 %).
  • Praktischer Tipp: Vor jedem Kauf fragen: „Worauf muss ich dafür verzichten?“ oder in Arbeitsstunden umrechnen.
4. Kleine Ausgaben hochrechnen
  • Studie „Penny a Day“: Kleine tägliche Beträge werden leichter ausgegeben als große Jahresbeträge, obwohl sie sich summieren.
  • Praktischer Tipp: Wiederkehrende Ausgaben auf Monats- oder Jahresbasis hochrechnen (z. B. 2 € Espresso = 60 €/Monat).
5. Das zukünftige Ich kennen
  • Studien von Ersner‑Hershfield: Das Gehirn behandelt das zukünftige Ich wie einen Fremden – wer es sich konkret vorstellt, spart mehr.
  • Praktischer Tipp: Sich das eigene Leben mit 67 detailliert ausmalen (Wohnort, Hobbys, finanzielle Freiheit).
6. Zukünftige Cashflows nicht übermäßig abwerten
  • Delay Discounting: Menschen übertreiben die Abwertung zukünftiger Beträge (z. B. 15 € heute vs. 50 € in einem Jahr).
  • Praktischer Tipp: Konkrete Sparziele visualisieren, um den mentalen Diskontierungszins zu senken.
7. An Fehlkäufe erinnern
  • Impact Bias (Gilbert & Wilson): Wir überschätzen, wie lange uns ein neuer Kauf glücklich macht.
  • Praktischer Tipp: Vor dem Kauf an den letzten Fehlkauf denken; Kauf um 1–2 Monate aufschieben.
8. Worst‑Case‑Szenarien durchspielen
  • Studie von Mitchell, Rousseau & Pennington: Unerwartete Ereignisse sind schwerer zu erklären; vorher durchgespielte Krisen decken Schwachstellen auf.
  • Praktischer Tipp: Gedankenexperimente: Jobverlust, Börsencrash – daraus konkrete Maßnahmen ableiten (Notgroschen, risikoärmere Anlage).
Anleger werden mir nicht glauben, dass der Crash in vollem Gang ist // BRIEFING
Mario Lochner|18. Juli

Anleger werden mir nicht glauben, dass der Crash in vollem Gang ist // BRIEFING

Fokus: Momentum-Crash bei Halbleitern vs. bullische Marktbreite

Mario Lochner analysiert die drastischen Kursrückgänge bei Halbleiteraktien und ordnet sie als technischen Momentum-Crash ein, der nicht den Beginn einer großen Baisse markiert.

Wochenhighlights (Gewinner & Verlierer)

  • Schwer getroffen: IBM (historischer Crash), Halbleiter (-25% im Index), Netflix, Evotec, Lucid.
  • Gefragt: PayPal (Übernahmespekulation), ATI Life Sciences (Psychedelika), Richemont, ASML/TSMC, Banken.
  • Marktbreite: Trotz Verlusten im S&P 500 waren im Schnitt 239 Aktien im Plus – ein Zeichen für gesunde Rotation.

Bären vs. Bullen: Die große Debatte

  • Bärenargumente: Der Trend ist gebrochen. Momentum wirkt massiv nach unten. Der Kospi (Südkorea) crasht mit Margin Calls. Die Gewinnerwartungen erreichen Dotcom-Niveau. Der Irankrieg treibt den Ölpreis.
  • Bullenargumente: Die Inflation fällt überraschend stark (CPI -0,4% monatlich). Die Marktbreite nimmt zu. Die Wirtschaft wächst breiter (PMI/Industrie). Der Superzyklus hält.

Der Crash im Detail (Mindblow)

  • Einbruch: Micron, ARM, Coherent, Sandisk verlieren 30-40% vom Hoch. Der Nasdaq steuert auf den schlechtesten Juli seit 22 Jahren zu. Ursachen: Saisonalität (Juli/August), Rebalancing, Gewinnmitnahmen.
  • Fundamental bleibt der KI-Superzyklus intakt:
    • Hyperscaler erhöhen Investitionen (TSMC Capex 2025: 60-64 Mrd. USD, +41% QoQ).
    • Micron könnte 2026/27 über 40% seiner Marktkapitalisierung verdienen.
    • Hedgefonds kaufen zuletzt massiv Halbleiter.
  • Fazit: Kein Platzen der KI-Blase, sondern eine gesunde Konsolidierung. Chancen mit Augenmaß.

Geldideen & Strategie

  • Gesunde Rotation: Healthcare (saisonal/politisch), Cybersecurity (+70% ETF seit Feb), Energie/Software.
  • Magnificent 7 (Amazon, Microsoft, Apple) erholen sich spürbar.
  • Warnung: Nicht blind der Rotation hinterherlaufen („Kirche im Dorf lassen“).
**Muss man sehen: Granthams Podcast von 'From Money to Sperm' mit DOAC! + meine Erkenntnisse...**
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|17. Juli

**Muss man sehen: Granthams Podcast von 'From Money to Sperm' mit DOAC! + meine Erkenntnisse...**

Jeremy Grantham: Einblicke eines Bären mit 60 Jahren Erfahrung
  • Der Podcast mit Jeremy Grantham (The Diary of a CEO) ist ein Muss für jeden Investor. Mit 87 Jahren und 60 Jahren Erfahrung im Geldmanagement hat er nichts zu gewinnen – er teilt nur die Wahrheit, wie sie ist.

  • Wall Street warnt nie vor langfristigen Risiken – ihr Fokus liegt auf diesjährigen Boni, nicht auf Ihrem Vermögen. Historische Beispiele:

    • 1920er: 70% realer Rückgang.
    • 1968: 23 Jahre bis zur Gewinnschwelle.
    • 2000: 13 Jahre bis zur Gewinnschwelle.
  • Der Aktienmarkt ist der zweitteuerste aller Zeiten. Jedes Mal, wenn es so aussah, waren die langfristigen Renditen (10–20 Jahre) miserabel.

  • Seien Sie vorsichtig bei SpaceX und ähnlichen Angeboten – selbst Jamie Dimon (JP Morgan) vermarktet SpaceX, um frühen Investoren einen Ausstieg zu ermöglichen. Auch wenn er angesehen ist, bleibt er ein Teil von Wall Street, der auf Kurzzeitgewinne abzielt.

  • Verlassen Sie den Markt, wenn die Geschichte eine Blase anzeigt – Grantham hat richtig gelegen in:

    • 1989 (Japan)
    • 2000 (Dotcom-Blase)
    • 2007 (Immobilienblase)
    • 2009 (Kaufempfehlung: „Verkauf deine Mutter und kauf
Buffett würde als Investmentmanager sofort gefeuert werden!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|16. Juli

Buffett würde als Investmentmanager sofort gefeuert werden!

💡 Ein Paradoxon: Selbst die Legende Warren Buffett würde man feuern
  • Warren Buffett (Buffett) gilt als GOAT (Größte aller Zeiten) mit überragender Performance: Er schlug den S&P 500 mit Berkshire Hathaway und erzielte in seinen Partnerschaften vor Berkshire sogar noch bessere Ergebnisse – über sieben Jahrzehnte hinweg >20 % jährliche Rendite.

  • Die Schock-These: Trotz dieses Erfolgs würde man Buffett als Investmentmanager mehrfach feuern – weil er immer wieder Phasen extremer Unterperformance durchläuft.

🔍 Drei konkrete Beispiele für Feuermomente
  • 1969 – Eigenständige Schließung: Buffett löste seine Partnerschaften auf, weil er keinen attraktiven Investmentgegenstand mehr sah. Während andere auf Hype-Werte (wie SpaceX, KI, Rechenzentren) setzen, bleibt er passiv.
  • 2026/aktuell – Berkshire hat 380 Milliarden USD in Cash (etwa 35 % des Vermögens) und tut seit Jahren nichts – während die Welt nach Datenzentren, KI und Weltraum jagt.
  • 1968 bis 1974 – Berkshire-Aktie stagnierte von 38 auf 39 USD – sage und schreibe 7 Jahre keine Rendite. Stattdessen kaufte er eine heruntergewirtschaftete Textilfabrik.
  • 1999 bis 2000 – Berkshire verlor > 40 % , während NASDAQ um +183 % explodierte. Wer würde seinen Manager nicht feuern?
  • 1999 bis 2009 – Berkshire erzielte -30,4 % Gesamtrendite – während Staatsanleihen jährlich 6 % abwarfen.
⚖️ Kernbotschaft: „Niemand will langsam reich werden“ (Buffett im Dialog mit Jeff Bezos)
  • Buffetts Botschaft: Keine Panik bei Hypes – NASDAQ ist in 15 Jahren verzehnfacht, alle jagen nach SpaceX, Tesla, Robotaxis, fliegenden Autos, Drohnen. Aber solche Hypes verbrennen oft langfristigen Vermögensaufbau.
  • Handlungsempfehlung: Werde dein eigener GOAT. Halte an einer langfristigen, geduldigen Strategie fest – und lass dich nicht von kurzfristiger Irrationalität aus der Ruhe bringen.
📈 Fazit

Buffetts Karriere zeigt: Perfektion in jedem Jahr ist unmöglich. Die Kunst ist, über Dekaden hinweg diszipliniert zu bleiben, auch wenn man für Verrückte gehalten wird.

Jahrhundert-Revolution: DIESER Trend macht jetzt MILLIONÄRE! // Top-Aktien + Tenbagger-Kandidat
Mario Lochner|15. Juli

Jahrhundert-Revolution: DIESER Trend macht jetzt MILLIONÄRE! // Top-Aktien + Tenbagger-Kandidat

Einleitung: Das Gedankenexperiment für 2036
  • Stell dir vor, du bist 2036 Präsident der USA und erfährst, dass China das Robotik-Wettrüsten gewonnen hat. Millionen Maschinen produzieren, bauen und marschieren – ohne Pause.
  • Die Botschaft: Robotik ist kein Trend, sondern der Kampf um die Zukunft. Wer die Roboter kontrolliert, kontrolliert die Wirtschaft und die physische Welt.
  • Für Anleger ergibt sich daraus eine mega Chance: Der perfekte Sturm braut sich zusammen.
Warum jetzt der Durchbruch kommt
  • China baut im Supermacht-Maßstab: 295.000 Fabrikroboter in einem Jahr – mehr als der Rest der Welt zusammen. Über 2 Millionen Roboter sind bereits im Einsatz.
  • Preise fallen rasant: Unitrees R1-Roboter startet bei ~500 $, das Vorgängermodell G1 kostet auf AliExpress bald nur ~4.400 $.
  • Militärischer Einsatz: Allein im Juni 2025 wurden 16.600 Bodenroboter-Missionen in der Ukraine gemeldet.
  • Physische KI („Genie verlässt den Bildschirm“): KI bekommt Augen, Hände und einen Körper – durch humanoide Roboter, autonome Fahrzeuge und Drohnen.
Marktpotenzial und Finanzierungsboom
  • Schätzungen gehen stark auseinander: Goldman Sachs sieht 38 Mrd. $ bis 2035, Barclays 200 Mrd. $, Morgan Stanley 5 Billionen $ bis 2050.
  • Risikokapital fließt massiv: Robotik war 2025 die größte KI-Investitionskategorie (11,4 % aller KI-Equity-Deals).
  • China legte einen 138 Mrd. $ Fonds für KI und Robotik auf.
  • Vergleich zu Smartphones: Die Kostenkurve zündet – ähnlich wie damals beim iPhone.
Risiken klar benannt
  1. Timing: Der Durchbruch könnte noch Jahre dauern.
  2. Bewertung: Einige Titel sind bereits stark gelaufen.
  3. Geopolitik: Sanktionen, Zölle und Zugangsrisiken – besonders bei chinesischen Aktien.
  4. Technologiepfad: Noch unklar, welche Komponenten (z. B. Getriebe, Sensoren) sich durchsetzen.
Die 5-Stufen-Prüfung für Robotik-Aktien
  1. Demo: Erster Eindruck in kontrollierter Umgebung.
  2. Pilotprojekt: Erster erfolgreicher Kundentest.
  3. Bezahlter Einsatz: Kunde zahlt für die Nutzung.
  4. Serienfertigung: Massenproduktion läuft.
  5. Skalierung: Langfristig profitabel in großem Maßstab.
Drei Gewinner-Elemente im Robotik-Ökosystem
  • Daten, KI-Modelle und Software: Entscheidend, wenn Hardware billiger wird.
  • Präzisionsbauteile: Schwer herstellbare Komponenten (z. B. Strain-Wave-Getriebe) mit hohen Margen.
  • KI-Rechenzentren: Unverzichtbar für Training und Simulation.
Aktienfavorit 1: Applied Digital
  • Baut KI-Rechenzentren, die Roboter für Training und Simulation benötigen.
  • These: Physical AI braucht dauerhaft enorme Rechenleistung – unabhängig vom Roboter-Hersteller.
  • Portfolio: 1,4 GW vertraglich gesichert, ~36 Mrd. $ Basis-Terms-Umsatz.
  • Chart: Nach einem Run zurückgekommen – guter Einstiegszeitpunkt in Tranchen.
Aktienfavorit 2: One Stop Systems
  • Entwickelt mobile Hochleistungsrechner für Roboter, autonome Fahrzeuge und Militär.
  • Besonders: Rechenleistung direkt vor Ort – unabhängig von Cloud-Verbindungen (Staub, Hitze, Vibrationen).
  • Umsatzwachstum: +55 % im Q1 2026 auf 8,1 Mio. $; Großauftrag über 8,4 Mio. $ (potenziell bis zu 44 Mio. $).
  • Chart: Klarer Aufwärtstrend, aber volatil – Tranchenweise Einstieg empfohlen.
Fazit
  • Robotik ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität – mit massivem Potenzial.
  • Wer jetzt einsteigt, kann von einem Jahrhundert-Trend profitieren.

Hinweis: Keine Anlageberatung – bitte eigenes Research betreiben und Risiken beachten.

DAS ändert sich im August 2026: Bahn-Bonus, KI-Kennzeichnung, Photovoltaik-Einspeisevergütung & mehr
Finanzfluss|15. Juli

DAS ändert sich im August 2026: Bahn-Bonus, KI-Kennzeichnung, Photovoltaik-Einspeisevergütung & mehr

Bahn-Bonus: Punkte werden dynamisch
  • Bisher: 1000 Bonuspunkte = 1 Freifahrt (unabhängig von Strecke, Buchungszeitpunkt, Nachfrage).
  • Ab August: dynamischer Punktepreis – beliebtere und längere Strecken kosten mehr Punkte.
  • Vorteil: Frühe Buchung kann günstiger sein; Freifahrten ab 750 Punkten möglich.
Photovoltaik-Einspeisevergütung sinkt
  • Für Anlagen ≤10 kWp: Vergütung sinkt von 7,78 Cent auf 7,70 Cent/kWh (bei Volleinspeisung: von 12,34 Cent auf 12,22 Cent/kWh).
  • Die Vergütung sinkt alle 6 Monate um 1 Cent, gilt aber für 20 Jahre ab Inbetriebnahme fix.
  • Ausblick: Bundeswirtschaftsministerin plant ab 2027 Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine Anlagen (noch nicht beschlossen).
EU-Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte ab 2. August
  • EU AI Act: Inhalte, die primär durch KI erstellt und veröffentlicht werden, müssen als KI-generiert gekennzeichnet werden.
  • Ausnahmen: KI als bloßes Hilfsmittel, nicht veröffentlichte oder rein private Inhalte.
  • Entscheidend: Verwechslungs- oder Täuschungsgefahr für Menschen.
  • Betrifft auch Chatbots, Sprachassistenten, Deepfakes und KI-Texte zu Themen öffentlichen Interesses (letztere ausgenommen, wenn redaktionell geprüft).
  • Technische Umsetzung: Digitale Wasserzeichen (Pflicht ab 2. Dezember 2026).
Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler
  • Ab August 2026: Rechtsanspruch für Erstklässler auf Ganztagsbetreuung.
  • Wird jährlich auf höhere Klassen ausgeweitet, bis 2029 für alle 1.–4. Klassen.
  • Kommunen müssen Plätze bereitstellen; bei Nichterhalt können Eltern klagen.
  • Befürchtung: Konkurrenz um Plätze zwischen Erstklässlern mit Anspruch und älteren Schülern ohne Anspruch. Bestehende Verträge dürfen nicht gekündigt werden.
Weitere Termine im August
  • Jackson Hole Symposium (27.–29. August): Jährliches Zentralbank-Gipfeltreffen. Erstmals tritt der neue Fed-Chef Kevin Wash auf – richtungsweisende Aussagen für Kapitalmarkt erwartet.
  • SpaceX: Erster Quartalsbericht seit Börsengang. Spekuliertes Datum: 6. August. Nach Bekanntgabe: Freigabe weiterer 7–10 % der Aktien aus Haltefristen. Derzeit nur 5 % frei handelbar; Anstieg auf 12 % oder bei Kursziel bis 15 % möglich. Dadurch höhere Gewichtung in Indizes wie MSCI World.
Googles überschwängliche Bewertung & Rechtfertigung!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|15. Juli

Googles überschwängliche Bewertung & Rechtfertigung!

Übersicht über die Kernaussagen

In diesem Video analysiert der Sprecher die überschwängliche Bewertung von Google (Alphabet) und geht auf die veränderte Marktstimmung ein. Er bezieht sich auf einen Kommentar eines Zuschauers (Savio), der argumentiert, dass man die Beteiligungen an SpaceX, Tropic und Waymo (ca. 360 Milliarden USD) vom Marktwert abziehen sollte. Dann ergebe sich ein KGV von 21, nicht 40. Der Sprecher hält diese Bewertung dennoch für zu optimistisch und erläutert die psychologischen Fallstricke an der Börse.

Wichtige Punkte

  • Bewertungsdiskussion: Der Sprecher bleibt bei seiner Einschätzung, dass der Wert der SpaceX- und Tropic-Beteiligungen für Google praktisch null ist. Das aktuelle Kursniveau von 358 USD (nach 171 USD vor einem Jahr) sei nur durch extrem hohe Wachstumsraten (15 % jährlich über 10 Jahre) zu rechtfertigen.
  • Verhaltensökonomie: Mit Verweis auf Peter Lynchs „One Up On Wall Street“ zeigt er, wie sich die Narrative mit dem Kurs verändern: Bei steigenden Kursen werden die Geschichten euphorischer, bei fallenden setzt Panik ein.
  • Eigene Prognose: Vor einem Jahr sagte der Sprecher bei 171 USD voraus, dass Google auf 500 USD steigen könnte – damals wurde er dafür kritisiert. Heute zeigt die Kommentarspalte, wie schnell die Stimmung kippt.

Fazit

➡️ Der Sprecher warnt vor übertriebenem Optimismus und betont, dass nachhaltiges Wachstum die Grundlage für eine faire Bewertung sein muss. Die aktuellen Kurse spiegeln eher eine euphorische Stimmung als fundamentale Werte wider.

Intuit nach 65% Kursverlust: Tiefpreis-Wert oder Wertfalle?
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|14. Juli

Intuit nach 65% Kursverlust: Tiefpreis-Wert oder Wertfalle?

Intuit: Tiefpreis-Wert oder Wertfalle? Analyse einer umkämpften Aktie

Der Aktienkurs von Intuit ist innerhalb eines Jahres um 65% gefallen, was zu einem KGV von 16 und einer Dividendenrendite von 1,76% geführt hat. Das Unternehmen wächst weiter, aber die entscheidende Frage ist: Handelt es sich um einen Tiefpreis-Wert oder eine Wertfalle?

Geschäftsmodell & Wachstum

  • Wachstumsdelle: Der Umsatz im letzten Quartal wuchs nur um 10%, was unter den Erwartungen lag. Das Unternehmen strebt jedoch langfristig ein jährliches Wachstum von 20% an.
  • KI-Integration: Intuit verfügt über enorme Datenmengen von 86 Millionen Nutzern und sieht sich gut für KI gerüstet. Die zentrale Frage ist, ob sie dafür höhere Preise verlangen können oder ob die Konkurrenz (z. B. Google) mit günstigeren KI-Tools Druck ausübt.
  • TurboTax: Der Kernbereich wächst, steht aber unter Preisdruck durch günstigere Konkurrenz, besonders bei Kunden mit einem Einkommen unter 50.000 $.

Aktionärsfreundliche Politik

  • Der Fokus liegt auf Aktienrückkäufen, die bei einem hohen Aktienkurs kritisch zu sehen sind.
  • Das Management erwartet ein EPS-Wachstum von 15% und ein Dividendenwachstum von 16%.

Bullen- vs. Bären-Szenario

  • Bullen-Szenario: Starker Cashflow, KI-Integration und ein günstiges KGV könnten zu einer Kursverdopplung führen, wenn das Wachstum wieder anzieht.
  • Bären-Szenario: Marktanteilsverluste bei TurboTax, aggressiver Preisdruck und niedrigere Wachstumsprognosen könnten den Kurs weiter drücken.

Bewertung & Risiko

  • Die Aktie ist bei einem KGV von 16 günstig bewertet, wenn das Unternehmen dauerhaft 15-20% wachsen kann.
  • Das Hauptrisiko ist die fehlende Beständigkeit des Burggrabens - KI-Tools könnten den Markt disruptieren.
  • Der Analyst kommt zu dem Schluss, dass Intuit in die Kategorie „zu schwer“ fällt, da die Zukunft zu ungewiss ist. Er rät Anlegern, nach einfacheren, stabileren Werten zu suchen.
Wohlstandsverlust, Iran-Konflikt, Börsenbeben: So sicherst du jetzt dein Vermögen! /Folker Hellmeyer
Mario Lochner|13. Juli

Wohlstandsverlust, Iran-Konflikt, Börsenbeben: So sicherst du jetzt dein Vermögen! /Folker Hellmeyer

Geopolitische Lage: Eskalationsrisiko bleibt hoch
  • Hellmeyer sieht ein Muster aus Annäherung und Versteifung im Iran- und Ukraine-Konflikt. Die USA taktieren, um militärische Ressourcen zu schonen.
  • Hintergrund: Machtverschiebung – der globale Süden (70 % der Weltwirtschaft) löst sich vom Westen. Der Westen will den Machtverlust nicht akzeptieren und provoziert Konflikte, um den globalen Süden zu schwächen.
  • Risiko eines offenen Krieges (z. B. Russland gegen NATO) wird derzeit an den Märkten nicht eingepreist.
Wirtschaftliche Perspektiven
  • Weltwirtschaft bleibt resilient (IWF-Prognose 3 % für 2026). Wachstumstreiber ist der globale Süden (China, Indien etc.).
  • Europa verliert Zukunftsfähigkeit: Es investiert in konsumptive Rüstungsausgaben (z. B. Patriot-Systeme aus den USA) statt in die vierte industrielle Revolution (KI, Robotik, Quanten).
  • USA investieren massiv in Zukunftstechnologien, während Europa sich selbst schwächt.
Deutschland in der Strukturkrise
  • Schärfste Kritik an der deutschen Politik: Reformen sind viel zu klein („Anschlag auf unsere Kinder“). Energiepolitik und Entlastung der Leistungsträger werden nicht angegangen.
  • Zahlen der Misere: Deutschland wird 2023–2026 minus 0,7 % Wirtschaftswachstum erzielen, während die USA +9,7 % und der globale Süden +17,3 % wachsen.
  • Infrastruktur (Bahn, Digitalisierung) ist international nicht konkurrenzfähig. Leistungsträger wandern aus – Steuersubstrat schwindet.
Anlagestrategie: Buy the Dip in Schwäche
  • Aktienmärkte langfristig positiv: Die vierte industrielle Revolution hebt die Ertragskraft der Unternehmen. Jeder KI-Einsatz steigert die Produktivität.
  • Empfehlungen:
    • USA bevorzugen (KI, IT, Robotik, Energie). Die US-Notenbank unter Kevin Warsh (Forward Guidance eingestellt) ist positiv.
    • Deutsche Werte: Chemie, Rüstung (z. B. Thyssenkrupp Marine Systems), aber auch Automobil (Value – VW zu 20–30 % des Buchwerts).
    • Globaler Süden: Chinesische Aktien bergen Staatsinterventionsrisiken. Lieber westliche Rahmenbedingungen nutzen.
  • Rentenmärkte als Risiko: Staatsverschuldung in Frankreich (118 %) und Europa ist höher als in der Griechenland-Krise. Die EZB ignoriert das Problem – Krebsgeschwür.
Zinsausblick & Überraschungen
  • Fed: Kevin Warsh stellt Forward Guidance ein – das macht die Zentralbank unberechenbarer und reduziert systemische Risiken. Positiv zu bewerten.
  • Geopolitik bleibt das größte Risiko: Moskau entscheidet über einen möglichen großen Krieg.
  • Ölpreise könnten steigen, wenn strategische Reserven nicht mehr aufgefüllt werden.
Fazit
  • Hellmeyer ist langfristig bullish für Aktien, aber extrem besorgt über die geopolitische und politische Lage in Europa. Anleger sollten sich auf volatile Phasen einstellen und gezielt in Schwäche kaufen.
Quadrant-Wetten - Juli 2026 - Potenzial von 3x bis 5x...
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|13. Juli

Quadrant-Wetten - Juli 2026 - Potenzial von 3x bis 5x...

Zusammenfassung der Quadrant-Wetten (Juli 2026)

Der Fokus liegt auf der Bewertung von Aktien als Wette (Bet) im Rahmen des Risiko-Ertrags-Quadranten. Die Aktien werden in Grün (positiv), Orange (neutral) und Rot (negativ) eingeteilt.

Grün (positive Risiko-Ertrags-Situation)

  • Adobe: KGV von 12, Erholung nach Abschwung, hängt vom nächsten Gewinnbericht ab. Sieht interessant aus, aber zu riskant für den Redner.
  • Alibaba: Sprang um 11% nach einem Video über günstige KI-Aktien. Langfristig grünes Signal.
  • Pinduoduo: 50% gefallen aufgrund negativer Stimmung für chinesischen E-Commerce. Wirkt überverkauft. Könnte zurückkommen, wenn Investoren von Hynix/TSMC abwandern.
  • Kuaishou: Ähnlich wie Pinduoduo, gilt als günstige KI-Aktie.

Orange (neutrale Bewertung)

  • Constellation Software: Diversifizierte Cashflows und Akquisitionen, aber weniger anfällig für KI-Störungen.
  • CNH Industrial: Markt benötigt höhere Nachfrage nach Landmaschinen, keine Bewegung.
  • Öl-Aktien: Auf die Wettseite verschoben, da Ölpreis schwankt. Zurück ins Quadranten, wenn Öl auf 60 $ fällt, dann Investition statt Wette.
  • Pabrai Wagons: Kurs fällt aufgrund von Druck in asiatischen Schwellenländern. Redner mag den Fondsansatz nicht, da er zu vielen Käufen zwingt.

Rot (negative Risiko-Ertrags-Situation)

  • Flower Foods: Dividendenkürzung, starke Konkurrenz (wie bei Pepsi). Große, schlechte Akquisition mit Schulden.
  • Warrior Met Coal: Deutlich gestiegen, aber als Wette mit roter Bewertung versehen.

Besondere Wetten

  • Charter Communications: Als Null oder Fünf bewertet. Kann sich selbst in wenigen Jahren zurückkaufen oder unterliegen. Höheres Aufwärtspotenzial als Comcast.

Kernbotschaft: Wetten sind spekulativ und basieren auf Stimmung. Rot bedeutet Ablehnung, Orange ist neutral, Grün zeigt Potenzial.

Beste Zeit, um einer Forschungsplattform beizutreten, ist JETZT!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|12. Juli

Beste Zeit, um einer Forschungsplattform beizutreten, ist JETZT!

1. Investitionsphilosophie: Value Investing mit Sicherheitsmarge
  • Sven betont eine Strategie, die auf Unternehmenseigentum, Sicherheitsmarge und Absicherung setzt, anstatt dem Markt blind hinterherzujagen.
  • Ziel: 10-15% jährliche Rendite durch das Halten von Geschäftsanteilen, nicht durch Spekulation.
  • Ein aktuelles Beispiel: Ein Unternehmen, dessen Aktienkurs zu 80% aus Bargeld besteht und nahe am Buchwert gehandelt wird – während andere auf KI und SpaceX-Aktien setzen.
2. Historische Marktzyklen und Risiken
  • 25 Jahre Erfahrung: Die ersten 10 Jahre (Ende der 1990er bis 2000er) erlebte Sven einen 50%igen Rückgang des S&P 500, gefolgt von einem 10-11-fachen Anstieg in den letzten 16 Jahren.
  • Warnung vor Überbewertung: Das zyklisch adjustierte KGV (CAPE) liegt bei 41 – ähnlich wie während der Dotcom-Blase (44), der Nifty-Fifty-Blase (24) und der Roaring Twenties (30+). Nach jeder dieser Phasen dauerte es 13 bis 25 Jahre, bis sich der Markt erholte.
  • Unsicherheit: Niemand weiß, was die nächsten 10 Jahre bringen, aber Value Investing bietet eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit.
3. Die Forschungsplattform: Inhalte und Vorteile
  • Modellportfolio: Über 15% jährliche Rendite in den letzten 8 Jahren, mit Echtzeit-Transaktions-E-Mails und Earnings-Updates.
  • Zwei Strategien:
    • Punch-Card-Ansatz: Fokus auf wenige, hochwertige Investments für das nächste Jahrzehnt.
    • Diversifiziertes Portfolio (aktuell im Aufbau).
  • Community: Threads mit Kommentarfunktion für Austausch und Diskussion – „Vielleicht der wichtigste Grund, beizutreten.“
4. Mitgliedschaft und Preisgarantie
  • Aktueller Preis: 499 USD pro Jahr (für 2024/2025). Ab 2027 steigt der Preis um 100 USD jährlich.
  • Preisbindung: Wer jetzt beitritt, behält den aktuellen Preis für immer.
  • Risikofreie Testphase: 21 Tage Geld-zurück-Garantie ohne Fragen.
  • Kontakt: Fragen per E-Mail an invest.with.sven@gmail.com.
5. Kernbotschaft
  • Jetzt handeln: Die derzeitigen Marktbedingungen (hohe Bewertungen, geringe Sicherheitsmarge) machen Value-Investing-Plattformen besonders wertvoll.
  • Langfristige Perspektive: „Gib dir ein Jahr, um das zu verstehen.“
Fußballer Höwedes über Geld, hohe Gehälter, Berater, Saudi-Arabien & mehr! | Finanzfluss
Finanzfluss|12. Juli

Fußballer Höwedes über Geld, hohe Gehälter, Berater, Saudi-Arabien & mehr! | Finanzfluss

In diesem Interview spricht Benedikt Höwedes, Weltmeister von 2014, über seine finanziellen Erfahrungen als Profifußballer, den Umgang mit Geld und die Herausforderungen nach der Karriere.

Von 250 € in der Jugend zum Profivertrag
  • Höwedes erhielt in der U19 zunächst 250 €, später 5.000 € beim ersten Profivertrag. Heute verdienen Top-Talente in der U19 bereits ähnliche Summen.
  • Er betont, dass junges Geld schnell zu Fehlinvestitionen führen kann – sein eigenes „Batman-Mobil“ (Audi mit Mattfolie und schwarzen Felgen) bereute er nach einer Woche.
Statussymbole & Kabinen-Druck
  • In der Kabine spielen Geld und Statussymbole eine große Rolle, besonders für junge Spieler, die mit erfahrenen Profis mithalten wollen.
  • Sein Rat: Bleib dir selbst treu und versuche nicht, eine Rolle zu spielen, nur weil andere teure Uhren oder Autos haben.
Berater & Verhandlungen
  • Berater sind zweischneidig: Gute Berater fördern die Karriere, schlechte sehen nur schnelles Geld – junge Profis sind leichte Opfer.
  • Höwedes zahlte nie direkt an seinen Berater, sondern der Berater bekam sein Honorar vom Verein. Er rät, sich Zeit zu nehmen und mehrere Meinungen einzuholen.
Zweite Karriere & Finanzielle Fallstricke
  • Viele Ex-Profis fallen nach der Karriere in ein Loch, weil sie ihren Lebensstandard nicht anpassen. Netzwerke und Weiterbildung seien entscheidend.
  • Höwedes selbst studierte Sportmanagement (UEFA-MIP), arbeitete für die Nationalmannschaft und TV (Prime Video) und gründete eine Initiative für Athleten zum Thema Karriereende.
Gehaltsobergrenzen & Saudi-Arabien
  • Er befürwortet Gehaltsobergrenzen und kritisiert die hohen Ablösesummen (z. B. 150 Mio. € für einen Spieler), die den Markt „kaputt machen“.
  • Wechsel nach Saudi-Arabien findet er für junge Spieler nicht ideal, versteht aber die finanzielle Motivation.
Persönliche Finanzen & Taschengeld-Trick
  • Höwedes investiert breit gestreut: Aktien, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen (z. B. „CBOMB“ – Unterwasser-Sportgeräte).
  • Er gibt seinen Kindern einen Anreiz zum Sparen: Wer sein Taschengeld nicht ausgibt, erhält am Monatsende 10 % Zinsen auf den Restbetrag.
Takeaway für Normalverdiener
  • Vom Profifußball lernen: Resilienz, Teamgeist, Selbstreflexion und langfristige Finanzplanung (kein Lifestyle-Inflation nach Karriereende).
Value Quadrant Juli 2026 Update - Interessante Veränderungen...
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|11. Juli

Value Quadrant Juli 2026 Update - Interessante Veränderungen...

Überblick: Value Investing Risiko-Rendite-Diagramm (Stand: Juli 2026)

In diesem Video präsentiert Sven das aktualisierte Value Quadrant Diagramm, das Aktien anhand von Risiko und Rendite bewertet. Die x-Achse zeigt die Rendite (niedrig bis hoch), die y-Achse das Risiko. Aktien im oberen rechten Quadranten (hohe Rendite, niedriges Risiko) gelten als Kauf, solche im unteren linken als Verkauf.

Hochrisiko, niedrige Rendite
  • SpaceX: Der Autor warnt vor einem spekulativen Höhenflug bei einer Marktkapitalisierung von 2 Billionen US-Dollar. Der Hype um Elon Musks Mars-Pläne sei realitätsfern. Nach Ablauf der Haltefrist (Lockup) drohe ein massiver Ausverkauf.
  • S&P 500: Die Passive-Bid-Blase treibe den Markt künstlich nach oben. Fundamentaldaten wie Dividendenrendite und Gewinne seien jedoch in einer Blase. Der Autor erwartet für die nächsten 10 Jahre eine negative oder Null-Rendite.
  • Anleihen: 10-jährige Staatsanleihen bieten ca. 4-5% Nominalrendite, nach Abzug der Inflation (~3%) verbleibe eine reale Rendite von rund 2% – besser als der S&P 500.
Mittleres Risiko, durchschnittliche Rendite
  • Nike (NKE): Die Aktie ist stark gefallen, die Dividendenrendite liegt bei 3,82%. Mögliche Übernahme oder Erholung in den nächsten 10 Jahren. Der Autor stuft sie jetzt als weniger riskant ein.
  • PepsiCo (PEP): Die Dividende wächst kaum, es gibt Druck durch Eigenmarken. Erwartete Langzeitrendite: ca. 5%.
  • Schwab Dividend ETF (SCHD): Solide, aber kein überdurchschnittliches Wachstum.
  • ASML (ASML): Aktie ist nach KI-Hype 5x gestiegen. Bewertung basiert auf optimistischen Umsatzzielen (60 Mrd. USD bis 2030). Der Autor sieht zu hohes Risiko.
  • Google (GOOGL): KGV liegt bei 40 (statt 27 im vorherigen Update). Die Aktie ist in die KI-Blase gerutscht; erwartete Rendite nur 5-6%.
  • BHP Group (BHP): Rohstoffzykliker – aktuell gut aufgestellt, aber Kauf erst in einer Rezession sinnvoll.
  • Archer-Daniels-Midland (ADM): Dividendenrendite 2,59%; Erwartungen gesenkt, Risiko gestiegen.
  • Verizon (VZ): Dividendenrendite von 6% (6,6% im Jahr 2022). Positives Wachstum, daher 7% mittleres Risiko.
  • Cal-Maine Foods (CALM): Abhängig von Eierpreisen und Vogelgrippe – bleibt unverändert.
  • Greggs (GRG): Brite mit KGV 12 und Dividendenrendite 4,57%. Potenzial für 7-10% Rendite.
  • Amazon (AMZN): Erwartete Rendite von 6-7% bei optimistischem Szenario, aber hohes Risiko bei Wachstumsrückgang (bis zu 66% Verlust möglich).
  • RYR (Ryione?): Immobilien-KI-Hype – unklar, ob KI wirklich hilft.
  • Berkshire Hathaway (BRK.B): Aktuell überbewertet (KGV 25). Sicherheitsmarge liegt bei 40% Abwärtspotenzial. Langfristig 6% Rendite möglich.
  • China-Internet-ETF (KWEB): Unbeliebt, aber günstig – niedriges Interesse signalisiert mögliche Kaufgelegenheit.
Linker Quadrant (Niedrige Rendite, niedriges Risiko) – kaum besprochen Strategische Tipps & Fazit
  • Portfolio: Der Autor verfolgt ein Value-Investing-Modell mit 15% Rendite p.a. seit 2018. Aktuell 5-6 Positionen, geplant 20-30 Positionen für Diversifikation.
  • Vergleich: Der Markt sei im Vergleich zu 2015 sechsmal höher, während die Gewinne nicht mithielten. Daher sei Vorsicht geboten.
  • Empfehlung: Besonders interessant seien China-Internet, Verizon und Greggs.
  • Nächste Schritte: Der Autor plant ein Video zu aktuellen Käufen.

Für Details zu den einzelnen Aktien (einschließlich Analysen von Meta, HPQ, Domino's Pizza, Microsoft, Mercado Libre, etc.) siehe die Links in der Videobeschreibung.

DAS übersehen Anleger jetzt komplett / Welche Fehler man nun vermeiden muss & welche Aktien steigen
Mario Lochner|11. Juli

DAS übersehen Anleger jetzt komplett / Welche Fehler man nun vermeiden muss & welche Aktien steigen

Einleitung: Zu gut läuft's an der Börse – aber Vorsicht ist geboten

Der stellvertretende Chefredakteur Marin Kupotch (vertritt Mario Lochner) warnt: Die Börse läuft aktuell zu gut, viele Anleger übersehen dabei wichtige Risiken. Der Bundeshaushalt platzt aus allen Nähten (geplante Neuverschuldung 2027: fast 204 Mrd. Euro), während bei Bildung, Gesundheit und Familie gespart wird. Steuererhöhungen gibt es durch die Hintertür (Renten- und Krankenkassenbeiträge steigen). Fazit: Der Staat hat kein Einnahme‑, sondern ein Ausgabenproblem.


Gewinner und Verlierer der Woche
  • Gewinner: NVIDIA (Lockerung der China‑Importbeschränkungen), Alam Farmer & Shotfarmer (Studienerfolge bzw. starke Zahlen), Meta (neues KI‑Modell, starkes Wachstum), Broadcom (Mega‑Deal mit Apple).
  • Verlierer: SpaceX (unter 150 USD gefallen, Gewinnmitnahmen), PepsiCo (schwache Wachstumszahlen), AstraZeneca (Phase‑3‑Studie gescheitert), Teradine (KI‑Abverkauf).

Bullen vs. Bären: Wer hat recht?

Bären argumentieren:

  • Der Markt sei überkauft (Put/Call‑Ratio zeigt extreme Euphorie).
  • Der Iran‑Konflikt könnte den Ölpreis treiben und die Inflation wieder anheizen.
  • Die Bank of America erwartet sogar drei Zinserhöhungen, nicht Zinssenkungen.

Bullen kontern:

  • Historische Daten: War das erste Quartal schwach und das zweite stark, folgten meist positive Q3 und Q4.
  • Der S&P 500 ist mit einem Forward‑KGV von 20 fair bewertet – mehr Raum nach oben als nach unten.
  • Privatanleger pumpen nicht mehr blind Geld in den Markt – das ist ein gutes Zeichen gegen eine Blase.

Ausblick: Sommer 2025 und Midterms
  • Der VIX deutet auf eine ruhige Phase im Juli hin, gefolgt von höherer Volatilität ab August bis zu den Midterms im November.
  • Historisch (seit 1980) waren die Renditen vor und nach den Midterms positiv. Ein großer Ausverkauf wird nicht erwartet, aber temporäre Rücksetzer sind möglich – vor allem bei Qualitätsaktien (z. B. KI) könnten sich dann günstige Einstiegschancen bieten.
  • Makrolage: Die Finanzierungsbedingungen sind so locker wie selten (Bloomberg Financial Conditions Index nahe Rekord). Die wahre Inflation (Trueflation) ist niedriger als offiziell gemessen. Der Arbeitsmarkt in den USA bleibt robust, die Verschuldung der privaten Haushalte ist moderat.

Aktienideen: Goldman Sachs’ Conviction Buy List für Juli

Goldman Sachs empfiehlt unter anderem:

  • ST Laudea (Turnaround, Duftgeschäft, China‑Erholung, KGV 27,3, Dividende 1,74 %)
  • Wells Fargo (Turnaround nach regulatorischen Jahren, KGV 12,5, Dividende 2,17 %)
  • Next Power (Energiesektor: Solar‑Tracker, Batteriespeicher, KI‑Rechenzentren, KGV 31,5, keine Dividende)

Empfehlung: Bei Einstieg in diese Aktien tranchenweise vorgehen.


Fazit: Bleibt investiert, aber seid bereit für Rücksetzer

Die Börse dürfte über den Sommer weiter moderat steigen, unterstützt durch lockere Geldpolitik und gute Unternehmensgewinne. Temporäre Schwächephasen (August/September) sollten zum Nachkauf von Qualitätstiteln genutzt werden. Die zweite Jahreshälfte (insbesondere nach den Midterms) könnte eine starke Jahresendrally bringen. Bleibt investiert!

Nächste Woche: Interview mit Prof. Christian Riek zur Blasenthematik (Sonntag, 9 Uhr auf dem Beating‑Beta‑Kanal).

MARKET BUBBLE, ECONOMY ON DEBT = 80% CRASH AHEAD! (pure data)
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|10. Juli

MARKET BUBBLE, ECONOMY ON DEBT = 80% CRASH AHEAD! (pure data)

Marktlage und Bewertung
  • Das KGV liegt bei 20, immer noch 80% des Dotcom-Höhepunkts, aber deutlich über dem Niveau von 2007.
  • Das zyklisch bereinigte KGV (CAPE) beträgt 40 – weit über dem 30-Jahres-Durchschnitt.
  • Historisch liegt das CAPE im Schnitt bei 16–17; eine Rückkehr dorthin würde einen Marktcrash von 50–60% bedeuten.
  • Die aktuellen Gewinnerwartungen sind extrem optimistisch (25% Wachstum), was nicht nachhaltig ist.
Marktkonzentration und Risiken
  • Die Top-10-Unternehmen machen 37–38% der Marktkapitalisierung aus – ein historisch hoher Wert.
  • Seit 2015 sind nur zwei Unternehmen aus der damaligen Top-10 übrig geblieben. Über 20 Jahre hinweg war nur Microsoft durchgängig dabei.
  • Wer heute den Gesamtmarkt kauft, investiert in die teuersten und am stärksten umkämpften Werte – mit hohem Risiko, in 10 Jahren enttäuscht zu werden.
Treiber der Rallye: Passive Zuflüsse
  • Mindless passive inflows, Aktienrückkäufe und globale Kapitalallokation treiben den Markt trotz Überbewertung weiter.
  • Die inelastic market hypothesis besagt: Jeder Milliarde Zufluss hebt die Marktkapitalisierung um das 5- bis 8-Fache an.
  • 64% der globalen Pensionsfonds-Zuflüsse gehen in den US-Markt.
Wirtschaft und Staatsfinanzen
  • Die US-Wirtschaft wird durch KI-Investitionen und Staatsausgaben gestützt, die auf nicht nachhaltigen Defiziten beruhen.
  • Die Staatsverschuldung erreicht bald 40 Billionen USD; bei 4% Zinsen wären das 1,6 Billionen Zinszahlungen – 60% mehr als aktuell.
  • Die Zinsen können nicht auf das 2%-Ziel gesenkt werden; die 10-jährige Treasury liegt bei 4,44%.
  • Ein Vergleich der S&P-500-Gewinnrendite (3%) mit der Anleiherendite zeigt: Historisch wäre eine Rendite von 6% normal, was einem 50% Kurseinbruch entspräche.
Internationale Alternativen
  • Die USA machen nur 20% der Weltwirtschaft aus, aber 30% der globalen Marktkapitalisierung – eine klare Überbewertung.
  • Emerging Markets sind mit KGVs von 10–13 günstig; der Autor hat kürzlich ein Unternehmen mit 8% Dividendenrendite und 5% Wachstum gekauft.
  • Auch außerhalb der KI-Blase gibt es Wachstum, z. B. in Öl (günstig gekauft, teils verkauft).
Fazit und Strategie
  • Die aktuelle Situation erinnert an frühere Blasen (1920er, 1990er). Ein Realverlust von 60% über ein Jahrzehnt ist möglich.
  • Der Autor weiß nicht, wann der Crash kommt, aber er ist defensiv positioniert: Value-Investing, Fokus auf fundamentale Werte.
  • 99% der Marktteilnehmer sind seiner Meinung nach Gambler – das bietet Chancen für disziplinierte Anleger.
QSR-Aktie sieht interessant aus, aber... - Dividendenaktie
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|09. Juli

QSR-Aktie sieht interessant aus, aber... - Dividendenaktie

Analyse der QSR-Aktie (Restaurant Brands International)
  • Aktienentwicklung: Die Aktie hat sich in den letzten 6-7 Jahren kaum verändert. KGV von 25, Dividendenrendite von 3,5%.
  • Markenportfolio: Tim Hortons, Burger King, Popeyes, Firehouse Subs u.a. – globale Expansion, Franchise-Modell.
  • Finanzkennzahlen: Steigende vergleichbare Umsätze, Nettorestaurantwachstum, operatives Ergebnis verbessert sich.
  • Wachstumsziele: 5% oder mehr jährliches Wachstum, angestrebte zweistellige Gesamtrendite für Aktionäre (Dividende + Aktienrückkäufe).
  • Aktienrückkäufe: Geplant ab 2026 in Höhe von 500 Mio. USD, Senkung des Verschuldungsgrads.
  • Bewertung: Langfristiger innerer Wert bei 6% Dividendenwachstum ca. 63 USD (bei 10% erwarteter Rendite). Konservatives Szenario mit 2% Wachstum zeigt Abwärtsrisiko.
  • Risiken: Konsumentendruck, GLP-1-Medikamente (Adipositas), Rezession, Wettbewerb, hohe Verschuldung, Zinsänderungen, Markenwechsel.
  • Fazit: Interessantes Geschäftsmodell, aber aktuell nicht übermäßig kaufen. Beobachten, mit einem Risiko-Rating von 9%.
Wann sollte man eine Aktie verkaufen? (Am Beispiel Ölaktien)
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|08. Juli

Wann sollte man eine Aktie verkaufen? (Am Beispiel Ölaktien)

Kernbotschaften zum Aktienverkauf
  • Die fundamentale These für Ölaktien: Wenn der Ölpreis bei etwa 60 USD liegt, ist er fair bewertet; bei 40 USD ist es ein Schnäppchen. Der jüngste Boom war jedoch nicht fundamental, sondern temporär (bedingt durch den Krieg).
  • Verkaufsregel: Frage dich: „Haben sich die Fundamentaldaten geändert? Wenn nicht (z. B. bleibt es ein zyklisches Rohstoffgeschäft ohne dauerhaften Wettbewerbsvorteil), dann erwäge einen Verkauf, sobald der Kurs deutlich über dem inneren Wert liegt.
  • Risiko und Rendite: Steigt der Aktienkurs, steigt das Risiko und die erwartete Rendite sinkt. Überprüfe, ob die Aktie noch ins Portfolio passt.
  • Praktisches Beispiel: Bei einem Ölunternehmen (wie Aker) ergab eine Analyse: Bei 30 USD Kurs und 10 % Dividendenrendite war die Sicherheitsmarge gefallen. Bei 24 USD lag die erwartete Rendite bei 12 % – darunter wurde die Position aufgestockt.
  • Realistische Erwartung: Niemand ist perfekt im Verkaufen. Selbst Warren Buffett hat Apple, Disney und IBM zu früh verkauft. Wichtig ist eine konsequente Strategie über Jahrzehnte hinweg.
  • Vergleiche anstellen: Nutze eine Research-Plattform, um andere Aktien mit 10–15 % erwarteter Rendite zu finden und entscheide, ob gehaltene Positionen reif für einen Verkauf sind.
Wie schlimm ist die Tech-Blase? (Original)
Mario Lochner|07. Juli

Wie schlimm ist die Tech-Blase? (Original)

Zusammenfassung: Wie schlimm ist die Tech-Blase? – Analyse mit Christian Fuchs

In diesem Video analysiert Mario Loch gemeinsam mit dem Finanzexperten Christian Fuchs die aktuelle Marktlage, insbesondere die hohe Bewertung der US-Tech-Aktien und die Risiken einer möglichen Blase. Christian Fuchs gibt Einblicke in seine Strategie, wie man sich als Anleger in dieser Phase aufstellen sollte.

Kernaussagen und Diskussionspunkte
  • Hohe Marktbewertung: Die Bewertung des S&P 500 (KGV von 20,2) liegt weit über dem historischen Durchschnitt. Die Top-10-Aktien machen 37,3% des US-Marktes aus, ein Wert, der zuletzt 1929 vor der Weltwirtschaftskrise erreicht wurde. Dies deutet auf eine extreme Marktkonzentration hin.

  • Extreme Dispersion: Die Streuung der Kursentwicklungen (Dispersion) unter den Tech-Unternehmen ist so hoch wie seit der Dotcom-Blase im Jahr 2000 nicht mehr. Das bedeutet, dass sich die Aktien sehr unterschiedlich entwickeln, obwohl der Gesamtmarkt steigt.

  • Bullenmarkt-Phase: Die Märkte befinden sich wahrscheinlich in der Phase des Optimismus / der Euphorie (Zitat Sir John Templeton). IPOs und hohe Narrative deuten darauf hin, dass der Markt bereits weit fortgeschritten ist.

  • Kein Markt-Timing: Trotz der hohen Bewertungen rät Fuchs dringend von Markt-Timing ab, da niemand den perfekten Ausstiegszeitpunkt kennt. Stattdessen sollte man sein Portfolio regelbasiert und an den eigenen Lebenszielen ausrichten.

  • Umgang mit Gewinnen: Wenn Kurse stark steigen, sollte man Gewinne nicht zum Re-Investieren realisieren, sondern um sich Lebenswünsche zu erfüllen. Das gibt dem Vermögen einen Wert und schafft emotionale Sicherheit.

  • Fokus auf das Gesamtvermögen: Entscheidend ist nicht die Performance eines einzelnen Marktes, sondern die Struktur des gesamten Vermögens. Ein breit gestreutes, resilientes Portfolio (mit 7500 Unternehmen) ist langfristig besser als Klumpenrisiken.

  • Das neue Altersvorsorgedepot: Die geplante Rentenreform (Altersvorsorgedepot) wird positiv bewertet. Es bietet die Möglichkeit, jährlich bis zu 13.680 € steuerbegünstigt anzulegen (inkl. 540 € Zulage) und am Ende nur den Ertragsanteil zu versteuern. Das könnte ein Quantensprung gegenüber Riester/Rürup sein.

  • Inflationsschutz: Fuchs empfiehlt, die Liquidität so gering wie möglich zu halten (nur für Notfälle und geplante Ausgaben) und den Rest des Vermögens in Produktivkapital (Aktien, Immobilien, Rohstoffe) zu investieren, um langfristig über der Inflation zu liegen.

  • Private Equity und Private Debt: Diese Anlageklassen bereiten Fuchs mehr Sorgen als liquide Aktienmärkte, da sie im Gegensatz zu einem ETF echte Kapitalverlustrisiken (Ausfallrisiken) bergen.

Konkrete Portfoliobeispiele
  • Weltportfolio (3 ETFs): USA + World ex USA + Emerging Markets. Kosten von ca. 0,09 % p.a.
  • Faktor-Portfolio: Nutzung von Faktor-ETFs (z.B. von Dimensional) zur Übergewichtung von Value, Profitabilität und Size.
  • Gewichtung: Empfohlen wird, die USA auf 40-50 % des Aktienportfolios zu reduzieren und die Emerging Markets zu übergewichten.
Fazit

Die Blase ist real, aber nicht prognostizierbar. Der beste Schutz ist ein breit gestreutes, regelbasiertes Portfolio, das zu den persönlichen Lebenszielen passt. Man sollte sich nicht von Emotionen leiten lassen, sondern die Volatilität als Chance für Steueroptimierung (z.B. Schenkungen in einem Crash) und Umschichtungen nutzen.

Wichtiger Hinweis: Das Video enthält keine Anlageberatung, sondern dient nur zu Informationszwecken. Alle genannten Produkte sind keine Empfehlungen.

Wann man META-Aktien kaufen sollte!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|07. Juli

Wann man META-Aktien kaufen sollte!

Meta (Facebook) Aktienanalyse: Kaufgelegenheit oder Risiko?

In diesem Video wird eine aktualisierte Fundamentalanalyse von Meta (ehemals Facebook) durchgeführt. Der Aktienkurs ist trotz guter Geschäftszahlen um etwa 18-19% gefallen, was die Frage nach einem guten Einstiegszeitpunkt aufwirft.

Geschäftsentwicklung

  • Starkes Werbegeschäft: Facebook und Instagram generieren weiterhin hohe Gewinne durch Anzeigen. Fast jeder zweite oder dritte Beitrag ist eine Werbung.
  • Verlustbringer Reality Labs: Die Sparte für Virtual Reality und das Metaverse ist weiterhin defizitär, im Gegensatz zu den profitablen Kernbereichen.
  • Nutzerbasis: 3,5 Milliarden Menschen (40% der Weltbevölkerung) nutzen die Dienste – ein beeindruckender Netzwerkeffekt.

Finanzkennzahlen & Bewertung

  • KGV: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 17, basierend auf einem Gewinn pro Aktie von 43 USD (um einmalige Steuereffekte bereinigt). Das ist günstig im Vergleich zu vielen Tech-Werten.
  • Kapitalausgaben: Die Investitionen in KI-Infrastruktur (bis zu 145 Milliarden US-Dollar bis 2026) drücken den freien Cashflow auf etwa 40 Milliarden US-Dollar. Das Kurs-Cashflow-Verhältnis steigt dadurch auf 40-50.
  • Risiko der Überinvestition: Sollte die KI-Strategie scheitern (ähnlich wie beim Metaverse), drohen Abschreibungen und Verluste. Mark Zuckerberg könnte die Ausgaben jedoch jederzeit stoppen.

Intrinsischer Wert & Szenarien

  • Basis-Szenario: Bei einem jährlichen Gewinnwachstum von 8% und einem Abzinsungssatz von 10% liegt der faire Wert bei 542 USD – nahe am aktuellen Kurs. Das entspricht einer erwarteten Rendite von etwa 9%.
  • Optimistisches Szenario: Bei 10-12% Wachstum und einem höheren KGV (z.B. 25) könnte der Wert 50% über dem aktuellen Kurs liegen.
  • Pessimistisches Szenario: Wie 2022 könnte Meta bei anhaltend hohen Investitionen und schwachem Wachstum auf ein KGV von 10 fallen, was einen deutlichen Kursrückgang bedeuten würde.

Einschätzung & Fazit

  • Stärken: Starker Netzwerkeffekt, hohe Werbeeinnahmen, günstige Bewertung (KGV 17). Die Aktie ist im Vergleich zu anderen Hyperscalern (KGV 30) preiswert.
  • Schwächen: Hohe Unsicherheit durch KI-Investitionen, potenzielle Disruption durch KI-Konkurrenz, Volatilität.
  • Empfehlung: Für langfristige, diversifizierte Anleger bietet Meta eine attraktive Einstiegschance. Wer einen Sicherheitspuffer bevorzugt, sollte jedoch auf einen noch günstigeren Kurs warten (z.B. KGV 10). Die mittlere Kursziel von Analysten liegt 50% über dem aktuellen Niveau.

Fazit: Meta ist fair bewertet für eine 9% Rendite – solide, aber nicht herausragend. Das Risiko liegt in den hohen Investitionen, die Chance in der KI-Entwicklung.

Accenture (ACN) Aktie wurde fair bestraft! Gute Dividende!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|06. Juli

Accenture (ACN) Aktie wurde fair bestraft! Gute Dividende!

Zusammenfassung der Aktienanalyse von Accenture (ACN)

Wichtiger Hinweis: Diese Analyse untersucht, ob Accenture trotz des gefallenen Aktienkurses eine gute Anlagechance bietet.

Kernaussage: Die Aktie wurde fair bestraft, da fundamentale Schwächen und finanzielle Tricksereien des Managements offengelegt werden. Dennoch bietet sie aufgrund der hohen Dividendenrendite von ca. 4,75 % und eines günstigen Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von etwa 11 einen interessanten Einstiegspunkt mit potenziell 10 % Rendite.

Geschäftsmodell & Marktumfeld
  • Accenture berät und implementiert Technologielösungen für Unternehmen, mit Fokus auf KI, Cybersicherheit und digitale Transformation.
  • Marktumfeld aktuell noch gut (z. B. starke Partner wie Microsoft, Amazon, Google), aber eine Rezession könnte dem zyklischen Geschäft massiv schaden.
  • Schlüsselfrage: Ist KI ein Segen oder eine Bedrohung? Accenture könnte von KI-Implementierungen profitieren, aber auch durch Automatisierung überflüssig werden.
Finanzielle Probleme & Management-Tricks
  • Das Management weist keine echten Gewinne aus. Beispielsweise wird „Business Optimization“ herausgerechnet, sodass das reale Gewinnwachstum nur bei 4 % liegt (statt der angegebenen 8 %).
  • Aktienrückkäufe dienen nicht den Aktionären: In den letzten 6 Jahren wurden 20 Milliarden US-Dollar für Rückkäufe ausgegeben, aber die Aktienanzahl sank nur um 2,4 %. Der Großteil kompensiert lediglich Mitarbeiteraktienprogramme.
  • Folge: Der wahre freie Cashflow beträgt nur etwa die Hälfte des ausgewiesenen Wertes.
Bewertung (Intrinsic Value)
  • Basis-Szenario: 6 % Dividendenwachstum (konservativ) → innerer Wert von ca. 148 US-Dollar (Aktie aktuell 147 US-Dollar) → erwartete Rendite 10 %.
  • Optimistisch: 10 % Wachstum → Aktie könnte sich verdoppeln (Wert: ca. 280 US-Dollar).
  • Pessimistisch: 2 % Wachstum, zwei Rezessionen → Dividendenrendite steigt auf 6,7 %, Wert bleibt aber stabil. Das zeigt eine gute Sicherheitsmarge.
Fazit & Einordnung
  • Risiko: Hoch, da die tatsächliche Geschäftsentwicklung schwer vorhersehbar ist und die Finanzberichte geschönt sind.
  • Chance: Attraktive Dividendenrendite mit Kurspotenzial. Geeignet für Anleger, die langsam aufbauen und auf eine langsame Erholung setzen.
  • Einstufung: „Hohes Risiko“ mit potenzieller Rendite von 8–10 %. Kein „No-Brainer“, aber eine faire Bewertung.

Original-Titel: Accenture ACN Stock Has Been Fairly Punished! Good Dividend!

Girokonto-Vergleich 2026: Neuer Testsieger mit 4% Zinsen? | Beste kostenlose Konten
Finanzfluss|05. Juli

Girokonto-Vergleich 2026: Neuer Testsieger mit 4% Zinsen? | Beste kostenlose Konten

Girokontovergleich: Der neue Testsieger und die Top 10

In diesem Video stellt Markus von Finanzus die aktualisierten Top 10 der Girokonten vor. Der neue Testsieger ist das Top Girokonto der Norisbank, das mit einem 4% Tagesgeldzins (Aktionszins für 6 Monate) und einem Neukundenbonus von 120 € punktet. Allerdings ist das Konto nur kostenlos bei einem monatlichen Geldeingang von 500 € oder für Kunden unter 30 Jahren – sonst kostet es 3,90 € pro Monat.

Die fünf entscheidenden Kriterien für das beste Girokonto:

  1. Kosten: Die zehn verglichenen Konten sind alle kostenlos, aber nicht alle bedingungslos. Bedingungslos kostenlos sind: BBVA, C24 Smart, Meine Bank, Revolut, Santander und Trade Republic. Andere (Norisbank, Konsorsbank, DKB, ING) erfordern einen Mindestgeldeingang (500 €–1000 €/Monat) oder sind bis zu einem bestimmten Alter kostenfrei.
  2. Kartenauswahl: Alle bieten eine kostenlose Debitkarte. Eine Girocard gibt es kostenlos nur bei Konsorsbank, Norisbank, Meine Bank und C24. Eine Kreditkarte ist kostenlos bei Konsorsbank und Norisbank. Die beste Kartenauswahl haben Konsorsbank und Norisbank.
  3. Bargeldabhebung: Die Konditionen variieren: Manche erlauben unbegrenzt Abhebungen mit Mindestbetrag (DKB, ING, Norisbank, Trade Republic, BBVA), andere begrenzen die Anzahl, dafür ohne Mindestbetrag (Santander, C24, Revolut). Konsorsbank bietet beides: unbegrenzt und ohne Mindestbetrag mit der Kreditkarte.
  4. Auslandsgebühren: Gleiche Konditionen wie im Inland (kostenlos) bieten: Konsorsbank, Norisbank, Trade Republic, Revolut, Santander, C24 – sowie DKB bei monatlichem Geldeingang über 700 €. Sonst fallen bei DKB 2,2 % Fremdwährungsgebühr an.
  5. Zinsen und Boni: Die Norisbank bietet den höchsten Zinsertrag in den ersten 12 Monaten (Aktionszins 4 %, danach 0,75 %). Trade Republic bietet langfristig den EZB-Leitzins (aktuell 2,25 %) direkt auf dem Girokonto. Bei der BBVA hängt der Zins nach 6 Monaten von der Einlagenhöhe ab. Aktuelle Boni: Norisbank 120 €, ING 200 € u.a.

Der Testsieger im Detail: Norisbank Top Girokonto

  • Vorteile: Kostenlose Girocard, Debitkarte und Kreditkarte. Unbegrenzt kostenlos Bargeld abheben (Mindestabhebung 50 €). Gleiche Konditionen im Ausland. 4 % Tagesgeldzins für 6 Monate + 120 € Bonus.
  • Nachteil: Nur kostenlos bei 500 € monatlichem Geldeingang oder unter 30 Jahren. Nicht als Zusatzkonto geeignet.

Alternative für Zusatzkonten: C24 Smart Girokonto

  • Vorteile: Bedingungslos kostenlos. Kostenlose Girocard und Debitkarte. Vier kostenlose Unterkonten (Pockets) mit eigener IBAN. Gleiche Konditionen im Ausland.
  • Nachteile: Nur 4 kostenlose Abhebungen pro Monat, keine Kreditkarte.
Vergleichsportal

Der vollständige Vergleich mit 57 Girokonten ist auf finanzus.de verfügbar. Dort kann man nach verschiedenen Filtern suchen, z. B. kostenloses Konto ohne Mindestgeldeingang, Bargeldabhebung, oder Prämien. Der Testsieger für Zusatzkonten (ohne Geldeingang) ist das C24 Smart Girokonto.

Tipp: Bei Auslandsreisen kann eine separate Kreditkarte wie die Bank Norwegian Visa helfen – damit sind Abhebungen und Zahlungen im Ausland kostenlos.

Intrinsischer Wert der Google-Aktie
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|04. Juli

Intrinsischer Wert der Google-Aktie

Einschätzung und wahre Bewertung von Google
  • Aktienkursentwicklung: Google-Aktie stark gestiegen (von 100 $ auf fast 400 $) – basierend auf KI-Optimismus, während Befürchtungen um ChatGPT unbegründet blieben.
  • Bereinigte Gewinne: Die ausgewiesenen Gewinne enthalten einmalige Ertragseffekte (55 Mrd. $ aus der Antropic-Beteiligung). Wahre Nettoerträge liegen bei 105 Mrd. $, das echte KGV beträgt 40 (statt 26).
  • Risikofaktoren: Der freie Cashflow ist rückläufig (nur 10 Mrd. $ im letzten Quartal) und die Investitionsausgaben steigen stark. Das erfordert eine kritische Renditebetrachtung.
  • Intrinsischer Wert: Bei 12 % jährlichem Wachstum und einem KGV von 20 liegt der faire Wert bei etwa der Hälfte des aktuellen Kurses. Selbst unter optimistischen Annahmen (15 % Wachstum, KGV 25) entspricht dies eher dem aktuellen Niveau. Ein konservativer Fall (8 % Wachstum, KGV 15) würde nur 30 % des Kurses rechtfertigen.
  • Fazit: Die Aktie ist „priced for perfection“ – aktuell kein günstiger Kauf. Im Vergleich dazu hat Microsoft ein KGV von 23 und erscheint günstiger.
Ist die alte Rally vorbei? Darum beginnt jetzt die neue – Inflation + Berichtssaison im Fokus
Mario Lochner|04. Juli

Ist die alte Rally vorbei? Darum beginnt jetzt die neue – Inflation + Berichtssaison im Fokus

Einleitung

Mario Lochner erklärt, warum die alte Rally vorbei ist und eine neue, breitere Rally beginnt. Er beleuchtet die aktuelle Marktlage mit Fokus auf Inflation, Berichtssaison und politische Reformen.

Politische Reformen: Trippelschritte statt großer Wurf
  • Die angekündigte Steuerreform der Bundesregierung („Reformsommer“) bringt leichte Entlastungen, aber viele Kritikpunkte:
    • Mehr Netto vom Brutto? Tatsächlich steigen Abgaben (Rente, Krankenversicherung, Reichensteuer).
    • Kindergeld und Freibeträge werden erhöht, aber das war ohnehin Pflicht.
    • Bürokratiebremse mit Beweislastumkehr ist positiv, aber insgesamt nur Marketing.
  • Ergänzend: Peinliche WM-Tweets der Regierung und mangelnde Selbstreflexion.
Wochenrückblick: Gewinner & Verlierer
  • Gewinner: Meta (+17% nach KI-Cloud-Vorstoß), Vonovia (Enteignungsverbot), Palantir (+20%), Rheinmetall (Erholung), Abby Wax (Studie zu Colitis).
  • Verlierer: Deutsche Telekom (Skepsis wegen Fusion), Heidelberg Materials (schwacher Ausblick), Nike (Sondereffekte), Circle (Stablecoin Open USD gefloppt).
  • Halbleiter unter Druck: Sandisk -25%, Western Digital -33%, SK Hynix -18%, Micron -22%. Sorgen vor KI-Hype-Ende.
Bären vs. Bullen – Die großen Debatten

Bären-Argumente:

  • Arbeitsmarkt kühlt ab: Nur 57.000 neue Jobs (Erwartung 113.000), Revision nach unten.
  • Inflation bleibt riskant: Frachtraten steigen, Iran-Krise schwelt.
  • Dotcom-Vergleich: Wenn Gewinne enttäuschen, droht heftiger Einbruch bei Halbleitern.

Bullen-Argumente:

  • S&P 500 bestes Quartal seit 2020. Wirtschaft expandiert (PMI steigt).
  • Inflationsrückgang in Europa: Deutschland 2,3% (erwartet 2,6%), Frankreich 2,0%.
  • Fed-Chef Kevin Warsh signalisiert keine Zinserhöhungen mehr. Markt preist nur noch eine ein.
  • KI vernichtet nicht Arbeitsplätze: Unternehmen mit KI-Einsatz vergrößern Belegschaft um 10%.
  • Fear & Greed Index bleibt im Angstbereich, viele Bären (42% erwarten fallende Kurse).
Drei Gründe für weiter steigende Aktien
  1. Saisonalität: Juli ist historisch stark – S&P 500 seit 11 Jahren im Plus, Nasdaq in 17 von 18 Fällen (+4,1% Durchschnitt).
  2. Zinsangst vorbei: Inflationserwartungen fallen, Inflations-Swaps stürzen ab. Am 14. Juli (CPI-Daten) könnte es einen Boost geben.
  3. Berichtssaison startet: Analysten hoben Gewinnschätzungen um 3,4% an – stärkster Anstieg seit 2021. Unternehmen schlagen meist die Erwartungen.
Mindblow: Die Rally ist vorbei – es beginnt eine breitere Rally
  • Der S&P 500 Equal Weight (alle Aktien gleich gewichtet) outperformed den normalen S&P 500 um 5 Prozentpunkte und erreichte ein neues Allzeithoch.
  • Marktbreite verbessert: Russell 2000 (Small Caps) läuft gut. Nicht nur die „Magnificent Seven“ treiben den Markt.
  • Meta bleibt Käufer: 27 Milliarden Dollar Investition in KI-Compute bis 2027. Engpässe bei Google und Meta selbst zeigen, dass KI-Bedarf steigt, nicht fällt.
  • Exporte aus Südkorea (Halbleiter) schießen weiter nach oben – fundamentale Nachfrage intakt.
  • Warnung: Volatilität steigt, Momentum-Titel (Goldman Sachs High Beta Basket) korrigieren. Risikomanagement bleibt wichtig.
Aktienideen – Shopping List
  • Silvaco: Software für Chip-Design (TCAD/EDA). Turnaround mit neuem CEO (Ex-Mentor Graphics). Q1: Umsatz +26%, Bruttomarge 86%, nähert sich Profitabilität. Hohe Chance, aber auch hohes Risiko.
  • Microsoft, Netflix, Intuit: Gewinne wachsen, Kurse korrigiert – günstige Einstiegsmöglichkeiten bei Quality-Titeln.
  • Healthcare als Sektor mit bester Performance in Midterm-Jahren (August bis Dezember) – historisch +8,5%.
Fazit

Die alte, enge Rally (nur wenige Tech-Titel) ist vorbei. Eine breitere Rally mit Beteiligung vieler Sektoren beginnt. Trotz Unsicherheiten (Zölle, Inflation) bleibt Mario Lochner bullish – mit Fokus auf Risikomanagement und gezielte Auswahl.

Ist DAS wirklich die große Reform?
Finanzfluss|02. Juli

Ist DAS wirklich die große Reform?

📋 Das Reformpaket im Überblick

Die Koalition aus Union und SPD hat ein 34 Maßnahmen umfassendes "Programm für Aufschwung und Beschäftigung" beschlossen. Hier die wichtigsten Änderungen für dein Geld:

💰 Steuerentlastungen (vage, aber geplant)
  • Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld und Arbeitnehmerbetrag (aktuell 1.230 €) sollen steigen.
  • Progressionszone wird abgeflacht, Spitzensteuersatz greift erst bei höheren Einkommen.
  • Konkretes Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern und 60.000 € zu versteuerndem Einkommen spart ab 2028 über 600 € pro Jahr.
  • Gesamtvolumen: rund 10 Milliarden € jährlich.
  • Steuerfreie Sonn- und Feiertagszuschläge: Grenze steigt von 50 € auf 75 € pro Stunde.
  • Abfindungen werden steuerlich begünstigt, wenn schnell ein neuer Job folgt.
⚖️ Gegenfinanzierung – Mehrbelastungen
  • Reichensteuer (45 %) greift künftig schon ab 250.000 € (statt 278.000 €).
  • Neue Steuerstufe bei 280.000 € mit 47 %.
  • Minijob-Pauschalsteuer steigt von 2 % auf 5 % (Arbeitgeberanteil, z. B. von 12 € auf 30 € bei 603 € Job).
  • Handwerkerleistungen: absetzbarer Anteil sinkt von 20 % auf 15 %, Höchstbetrag von 1.200 € auf 900 € (bis zu 300 € Verlust jährlich).
💼 Arbeitsmarkt – mehr Flexibilität, weniger Krankmeldung
  • Telefonische Krankschreibung wird abgeschafft – AU ab dem 1. Krankheitstag (bisher gesetzlich ab 4. Tag, Arbeitgeber kann abweichen).
  • Sachgrundlose Befristung ausgeweitet: bis zu 48 Monate (statt 24) und 6 Verlängerungen (statt 3). Auch erneute Ersteinstellung möglich. Befristet bis 2030.
🏠 Weitere Maßnahmen
  • Kreditvergabe für Wohnungsbau erleichtert durch Abschaffung des additiven nationalen Kapitalpuffers.
  • Rentenkommission: Alle Empfehlungen bis Jahresende umsetzen.
  • Bürokratieabbau: Automatisch vorausgefüllte Steuererklärung (wie heute schon möglich, siehe verlinktes Video).

Fazit: Das Papier enthält viele Ankündigungen, aber oft fehlen konkrete Zahlen. Abonniere den Kanal oder Newsletter, um Updates zu den Auswirkungen auf dein Einkommen zu erhalten.

Apple Stock is Very Risky
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|02. Juli

Apple Stock is Very Risky

Apple-Aktie: Hohes Risiko trotz beeindruckender Vergangenheit

Guten Tag, liebe Investoren. Dieses Video analysiert die aktuelle Bewertung von Apple und kommt zu dem Schluss, dass die Aktie trotz guter Geschäftszahlen deutlich überbewertet ist und ein hohes Risiko birgt.

Wichtige Kennzahlen

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Sehr hoch.
  • Dividendenrendite: Sehr niedrig.
  • Gewinnwachstum: 22% im letzten Quartal, aber über die letzten 5 Jahre insgesamt geringer.

Intrinsische Wertberechnung des Analysten

  • Konservatives Szenario: Bei einem erwarteten Gewinnwachstum von nur 7% und einem End-KGV von 20 liegt der innere Wert 40% unter dem aktuellen Kurs.
  • Optimistischeres Szenario: Selbst bei 12% Wachstum und einem End-KGV von 25 ergibt sich eine Unterbewertung von 33%.
  • Reines Value-Szenario: Bei nur 5% Wachstum und einem End-KGV von 12 könnte der Wertverlust über 60% betragen, ähnlich wie beim Einstieg des Analysten im Jahr 2016 zu einem KGV von 10.

Risikofaktoren

  • Einmalige Effekte: Der Kursanstieg ist stark durch Aktienrückkäufe (100-200 Mrd. $) und passive Zuflüsse getrieben, nicht durch fundamentales Wachstum.
  • Zukünftiges Gewinnwachstum: Analysten erwarten nur noch einstellige Wachstumsraten.
  • Vergleich mit Warren Buffett: Buffetts Berkshire hat bereits mit dem Verkauf von Apple-Aktien begonnen – ein klares Zeichen für Überbewertung.
  • Konjunkturreifen: Ein schlechter iPhone-Verkauf, eine Rezession oder ein allgemeiner Abschwung könnten den Kurs massiv einbrechen lassen.

Fazit: Der Analyst empfiehlt einen Verkauf („Apple is a sell“). Die Aktie sei selbst bei optimistischer Betrachtung kein guter Value-Kauf mehr. Der Markt sei generell hochriskant, mit der Möglichkeit eines 60%igen Kursrückgangs bis 2030.

Brauche ich internationales Investieren für Value?
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|30. Juni

Brauche ich internationales Investieren für Value?

Kernfrage: Reicht US-Investition für Value Investing?
  • Value Investing ist auch nur in den USA möglich. Warren Buffett sagt: „Never bet against America.“
  • Allerdings ist der US-Markt aktuell sehr teuer (65 % der globalen Marktkapitalisierung) und stark von KI-Aktien abhängig (z. B. Nvidia, Microsoft, Amazon). Ein KI-Rückschlag könnte zu 60 % Kursverlusten führen.
  • Internationale Vergleiche helfen, bessere Risiko-Rendite-Verhältnisse zu finden. Europa (11 %), Japan (5 %) und China sind günstiger bewertet.
Empfehlung: Zwei Säulen aufbauen
  1. Bestehendes US-Depot (z. B. Fidelity, Schwab) für heimische Werte.
  2. Internationales Konto (z. B. Interactive Brokers) für globale Opportunitäten – Stück für Stück mit überschüssigem Geld aufbauen.
  • Value ist nicht an Länder gebunden. Es gibt auch in den USA günstige Aktien mit globalem Geschäft (z. B. Alibaba OTC, JD, Mercado Libre).
  • Diversifikation um der Diversifikation willen ist sinnlos – nur investieren, wenn du echten Value und einen fairen Preis siehst.
Fazit
  • Value Investing funktioniert in allen Umgebungen.
  • Der größere Teich (global) erleichtert die Jagd nach Schnäppchen.
  • Bleib flexibel, vergleiche Chancen und baue über Jahre Vermögen auf.
Value Investing für das zweite Halbjahr 2026! Die Chancen!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|28. Juni

Value Investing für das zweite Halbjahr 2026! Die Chancen!

Zusammenfassung der Analyse: Value Investing für das zweite Halbjahr 2026

Der Sprecher diskutiert die aktuelle Marktsituation und warum Value Investing weiterhin eine sinnvolle Strategie ist, trotz überhitzter Märkte und einer möglichen Blase.

Aktuelle Marktsituation

  • Marktverhalten: Der S&P 500 steigt trotz allem um 10–15 % pro Jahr, angetrieben durch passive Investments, Aktienrückkäufe und 401(k)-Zuflüsse. Nur 2022 gab es einen Rückgang von 25 %.
  • Überbewertung: Das CAPE-Verhältnis nähert sich dem Niveau der Dotcom-Blase, und die Dividendenrendite ist historisch niedrig. Dies erinnert an frühere Phasen der Überschwänglichkeit, die oft von einem 60%igen Crash gefolgt wurden.
  • Risikofaktoren: Eine Rezession, weniger Aktienrückkäufe, sinkende Gewinne, Staatsverschuldung, das Platzen der KI-Blase und der demografische Wandel (Boomer im Ruhestand) könnten den Markt destabilisieren.

Value Investing als Strategie

  • Definition: Value Investing bedeutet nicht, günstige Aktien zu kaufen und auf Kurssteigerungen zu hoffen. Es geht darum, Geschäfte zu besitzen, die dich belohnen – durch Dividenden, Rückkäufe und langfristige Wertschöpfung, unabhängig vom Aktienkurs.
  • Beispiele: Michael Burry setzt auf fallende Messer wie Lululemon (einstelliges KGV) oder PayPal (15 % Rückkaufrendite). Andere Optionen sind Anleihen (4 % Rendite) oder Dividendenwerte mit 7 % Rendite.
  • Risiken: Wertfallen wie sinkende Unternehmen können selbst bei günstigen Kursen riskant sein. Eine Mischung aus soliden, wachsenden Unternehmen schützt vor Inflation und Marktturbulenzen.

Chancen und Vorgehen

  • Portfolio-Strategie: Der Sprecher empfiehlt ein diversifiziertes Portfolio, z. B. mit China-Internetaktien oder MercadoLibre. Solche Werte können bei einem Crash stärker fallen, bieten aber langfristig gute Renditen.
  • Zielsetzung: Entscheide, ob du in den nächsten zehn Jahren nur gute (2-fache Steigerung) oder großartige Ergebnisse (3-fache Steigerung) erzielen willst. Ein bescheidenes Plus von 7 % pro Jahr reicht, um den S&P 500 zu schlagen.
  • Empfehlung: Nutze die Research-Plattform des Sprechers für Modellportfolios. Die entscheidende Erkenntnis: Setze auf langfristige Wertsteigerung durch Geschäftsbesitz, nicht auf kurzfristige Kursgewinne.
Der unaufhaltsame Aufstieg der Slop-ETFs...
Finanzfluss|28. Juni

Der unaufhaltsame Aufstieg der Slop-ETFs...

Von ETF-Hüllen und Finanzinnovationen: Ein kritischer Blick auf den ETF-Markt

In diesem Video analysiert Thomas von Finanzus die zunehmende Vielfalt und Komplexität des ETF-Marktes. Er zeigt auf, dass nicht jeder ETF automatisch ein passives, breit gestreutes Investment ist. Die zentrale Botschaft: Der ETF ist nur eine Hülle, in die immer ausgefallenere Strategien gepackt werden. Hier die wichtigsten Kategorien, bei denen Anleger skeptisch sein sollten:

Kuriose ETFs aus den USA

  • Kongressabgeordneten-ETFs: NAC (Nancy Pelosi) und GOP (Republikaner) bilden Trades von US-Abgeordneten nach, die einen unfairen Informationsvorteil haben könnten.
  • Single Stock ETFs: Diese bilden nur eine Aktie ab, teils gehebelt (z. B. 2x MicroStrategy). In der EU nicht zulässig.
  • Meme-Coin-ETFs: Z. B. der "Bong Income Blast ETF" auf einen Solana-Memecoin – hochspekulativ.
  • Bitcoin After Dark ETF: Kauft Bitcoin nur nachts, weil dort historisch die größten Gewinne erzielt wurden.
  • Round Hill Meme ETF: Bildet auf Reddit gehypte Aktien ab.

Neu in Deutschland: White Label ETFs

  • Definition: Ein Broker legt gemeinsam mit einem Fondsanbieter einen ETF auf, der den Brokernamen trägt (z. B. "Finanzen.net MSCI World ETF").
  • Motivation: Seit dem EU-Verbot von "Payment for Orderflow" suchen Broker neue Einnahmequellen durch Bestandsprovisionen.
  • Beispiele: Finanzen.net MSCI World ETF (0,12 % TER, günstig), Comdirect S&P Allworld ETF (0,40 % TER, teurer, davon 0,24 % an Comdirect).
  • Fazit: Nicht pauschal schlecht, aber genau prüfen, ob es sich um ein Standardprodukt im neuen Mantel oder eine echte Innovation handelt.

ETNs und ETCs – Vorsicht vor dem Kontrahentenrisiko

  • ETN (Exchange Traded Note): Eine Schuldverschreibung, kein Sondervermögen. Höheres Risiko (z. B. 3x gehebelter Nasdaq ETN).
  • ETC (Exchange Traded Commodity): Ebenfalls eine Schuldverschreibung, z. B. für Gold. Kontrahentenrisiko.
  • Wichtig: Bei echten ETFs handelt es sich um Sondervermögen, das im Insolvenzfall geschützt ist.

Buffer ETFs – Sicherheit mit Deckel

  • Funktion: Verluste innerhalb einer Pufferzone (z. B. 10 %) werden abgefedert, aber Gewinne werden nach oben gedeckelt.
  • Nachteile: Asymmetrischer Schutz (große Verluste möglich), teuer (0,5–0,9 % TER), nur in bestimmten Marktphasen sinnvoll.

Covered Call ETFs – Optionsprämien gegen Kurspotenzial

  • Funktion: Zusätzlich zu Aktien werden Call-Optionen verkauft, um Optionsprämien zu verdienen.
  • Performance: Besser bei stagnierenden oder fallenden Märkten, schlechter bei dauerhaften Kursanstiegen.
  • Kosten: Höhere TER (ca. 0,45 %).

Gehebelte ETFs (z. B. 2x MSCI World)

  • Risiko vs. Rendite: Das Risiko verdoppelt sich, aber die Rendite verdoppelt sich nicht linear. Pfadabhängigkeit und Volatilitätsverlust sind Probleme.
  • Empfehlung: Nur für erfahrene Anleger mit starken Nerven.

Aktiv gemanagte ETFs

  • Definition: Ein Fondsmanager trifft aktive Entscheidungen, statt einen Index abzubilden.
  • Problem: Die meisten aktiven Manager schlagen den Markt nicht (85–90 % laut S&P-Studie).
  • Beispiel: Frank Thelen’s Tech General Artificial Intelligence ETF (TER: 0,69 %).

Themen- und Branchen-ETFs

  • Chance: Kurzfristig können sie stark outperformen (z. B. KI, Cybersicherheit).
  • Risiko: Langfristig laufen sie oft schlechter als der Gesamtmarkt oder werden mangels Volumen geschlossen.
Fazit

Der ETF-Markt wird immer unübersichtlicher. Nicht jeder ETF ist ein passives, kostengünstiges Weltportfolio. Achten Sie auf die rechtliche Struktur (echtes Sondervermögen?), die Kosten (TER, Bestandsprovisionen) und ob die Strategie zu Ihrer Anlagestrategie passt.

Wie tief kann dieser Markt fallen?
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|27. Juni

Wie tief kann dieser Markt fallen?

Kernaussage des Videos

In diesem Video wird dargelegt, dass der Aktienmarkt nach einem über 17-jährigen Bullenlauf mit einem Anstieg von über 1100 % (S&P 500) und 2000 % (NASDAQ) extrem überbewertet ist. Die Frage ist nicht, wie hoch, sondern wie tief der Markt fallen kann. Der Sprecher warnt vor einer möglichen Korrektur oder einem Crash und zeigt historische Parallelen sowie mögliche Auslöser auf.

Warnsignale für eine Überbewertung
  • Dividendenrendite auf historischem Tief: Der S&P 500 liegt derzeit bei einer Dividendenrendite von etwa 1 %, während der historische Durchschnitt bei 4 % liegt.
    • Beispiel: Eine Rückkehr zu 2 % würde einen Kursverlust von 50 % bedeuten.
    • Problem: Im Vergleich zur sicheren 10-jährigen US-Staatsanleihe mit 4 % Rendite wirken Aktien unattraktiv.
  • Schiller-KGV (CAPE): Das um 10 Jahre bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt deutlich über dem historischen Mittel von 16.
    • Berechnung: Bei einem CAPE von 30 (aktuelle Nähe) ergibt sich ein Potenzial von -27 %; bei einem CAPE von 16 sogar -61 %.
  • Vergleich mit der Dotcom-Blase: Der NASDAQ verlor von 2000 bis 2002 76 % — trotz des „Internet-verändert-die-Welt“-Narrativs.
Aktuelle Stützen des Marktes (warum es noch nicht fällt)
  • US-Staatsdefizit: Hohe Ausgaben stützen die Wirtschaft und die Liquidität.
  • KI-Investitionsboom: Massive Kapitalausgaben beflügeln die Märkte.
  • Globaler Kapitalzufluss: 401(k)-Pläne und internationale Anleger fließen weiterhin in den S&P 500.
  • Aktienrückkäufe: 1 Billion USD pro Jahr treiben die Kurse künstlich.
Mögliche Auslöser für einen Absturz
  • Inflation und steigende Zinsen: Höhere Zinsen verringern die Attraktivität von Aktien und die Kreditfähigkeit der Regierung. Ohne die Staatsausgaben wäre die US-Wirtschaft der letzten fünf Jahre stagniert.
  • Gewinnrückgang und Überinvestitionen: Wenn KI-Investitionen keine Rendite abwerfen, brechen die Gewinnerwartungen ein.
  • Demografie: Babyboomer gehen in Rente, was zu Panikverkäufen führen kann.
  • Rückgang von Aktienrückkäufen: Wenn Unternehmen weniger zurückkaufen, sinkt die Nachfrage.
  • Abzug ausländischer Investoren: Diese investieren profitorientiert und können sich bei Verlusten zurückziehen.
Szenario des Sprechers
  • Crash bis 2030: Ein Rückgang des S&P 500 um 60 % auf ca. 3.000 Punkte wird für möglich gehalten. (Anmerkung: Vor vier Jahren lag der Index noch nahe an diesem Niveau.)
  • Historische Parallele: Der Markt kann nach einem 17-jährigen Bullenmarkt innerhalb eines Jahres 60 % verlieren.
Handlungsoptionen für Anleger
  1. Hedging und Dividendenstrategie: Der Sprecher selbst nutzt Absicherungen und Dividendenaktien, um sein Portfolio zu schützen.
  2. Gewinne realisieren und aussteigen: Wer in den letzten 17 Jahren Gewinne erzielt hat, könnte in Staatsanleihen umschichten (z. B. 5 Mio. USD zu 4 % = 200.000 USD Zinsen pro Jahr) und das Leben genießen.
  3. Langfristig investieren bleiben, aber absichern: Mit Schutzmechanismen wie Optionen oder strukturierten Produkten.
Fazit

Der Sprecher betont: „Das, was wir in den letzten 15–17 Jahren erlebt haben, wird sich in den nächsten 10–15 Jahren wahrscheinlich nicht wiederholen.“ Die Anleger sollten sich daher nicht an die jüngste Euphorie klammern, sondern historische Bewertungsmuster respektieren.

Versaut uns DAS die Rally? Diese Zahlen gefallen mir gar nicht! // BRIEFING
Mario Lochner|27. Juni

Versaut uns DAS die Rally? Diese Zahlen gefallen mir gar nicht! // BRIEFING

🔍 Überblick

Mario Lochner diskutiert die aktuellen Börsenthemen: die geplante Rentenreform in Deutschland (Kapitaldeckung nach schwedischem Vorbild), die gemischten Marktreaktionen der Woche und die zunehmende Spaltung zwischen Euphorie und Angst. Er warnt vor Überhitzung in bestimmten KI-Bereichen, bleibt aber insgesamt bullisch für den breiten Markt.

📊 Wochengewinner & -verlierer
  • Gewinner: Micron (Umsatz vervierfacht, Marge 85 %), Bayer (+20 % nach Gerichtsurteil), Wendy's (+40 %, mögliche Meme-Aktie).
  • Verlierer: Rheinmetall (Fregatten-Projekt gestoppt, -40 % YTD), Apple (steigende Kosten, Preiserhöhungen bis zu 200 $), Palantir (technisch angeschlagen), SpaceX (Schuldenpläne drücken Kurs).
🐻 Bärenargumente
  • US-Inflation steigt (3,4 % jährlich, über 4 % in anderen Maßen). Bank of America erwartet drei Zinserhöhungen 2025.
  • Wertpapierkredite auf vierthöchstem Niveau, oft ein Top-Signal.
  • KI-Blase könnte platzen: OpenAI verschiebt Börsengang, Free Cashflow der Hyperscaler sinkt.
  • JP-Morgan-CEO Jamie Diamond warnt vor einem „kleinen Tsunami“.
🐂 Bullenargumente
  • US-Finanzminister Bessent sieht starkes Wachstum (bis zu 3 %) und vergleicht die KI-Revolution mit den 1990ern.
  • Inflation entsprach den Erwartungen, Konsum robust, Arbeitsmarktdaten gut.
  • Keine breite Euphorie: Positionierung der Anleger ist moderat.
  • Saisonalität: Juni ist oft schwach, aber Juli bringt oft Erholung.
📈 Ausblick & Prognose
  • S&P 500: Forward-KGV in Kombination mit hohen Gewinnmargen und niedrigen High-Yield-Spreads spricht für höhere Bewertungen. Selbst bei gleichbleibendem KGV könnte der Index über 8.000 Punkte steigen.
  • Mario Lochner erwartet, dass der Markt am Jahresende höher steht.
  • Risikomanagement ist wichtig: Er empfiehlt einen Core-Satellite-Ansatz (Kern aus ETFs, Satelliten für Einzelaktien).
💡 Geldideen
  • Rheinmetall: Nach dem Absturz günstiger, aber Governance-Risiken (aggressive Lobbyarbeit) machen vorsichtig.
  • Small Caps: Laufen gut, z. B. Freshpet, Omnisell, Baldwin Insurance.
  • Defensive Werte (negatives Beta): Exxon Mobil, Coca-Cola, Costco, Waste Management.
  • Wikifolio-Strategie: Gerald Asammers „Global News and Trends“ (fast 265 % Performance seit März 2023) setzt auf KI, Verteidigung, Energie – als möglicher Satellit.

⚠️ Warnung: Zunehmende Zockerei in Südkorea und gehebelte ETFs bereiten Sorgen – Gewinne teilweise mitnehmen, aber nicht zu früh aussteigen.

NVIDIA Aktie Intrinsischer Wert - KGV von nur 30!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|26. Juni

NVIDIA Aktie Intrinsischer Wert - KGV von nur 30!

NVIDIA Aktie: 30er KGV und die Frage nach der Nachhaltigkeit des KI-Booms

In diesem Video analysiert der Value-Investor die fairen Werte (Intrinsic Value) der NVIDIA-Aktie. Der aktuelle Kurs liegt über dem errechneten Wert, was darauf hindeutet, dass die Aktie für einen konservativen Anleger nicht günstig ist.

Kernaussagen zur aktuellen Lage

  • Parabolisches Gewinnwachstum: Die Gewinne sind in den letzten Jahren explodiert, getrieben durch den KI-Boom.
  • Fallendes KGV: Trotz des Kursanstiegs ist das KGV von 80 (2020) auf aktuell 31,95 gefallen – ein klassisches Zeichen dafür, dass die hohen Erwartungen langsam erfüllt werden.
  • Geschäftszahlen: Der Umsatz hat sich fast verdoppelt, die Margen steigen, der Free Cashflow betrug zuletzt 48 Milliarden USD in einem Quartal (annualisiert über 200 Milliarden USD).

Zukunftserwartungen und Wall Street

  • Analysten sind extrem bullisch (nur 1 starke Verkaufsempfehlung). Die durchschnittliche Kursziel-Abweichung nach oben beträgt 43 %.
  • Erwartetes Gewinnwachstum: 87 %, 42 %, dann 24 % in den nächsten Jahren.
  • Für die Fair-Value-Berechnung nimmt der Analyst ein durchschnittliches Wachstum von 25–30 % bis 2031 an.

Drei Szenarien für den fairen Wert

SzenarioAnnahmen (Wachstum, KGV)Fairer Wert (aktuell: ~500 USD)Ergebnis
Basisszenario25 % Wachstum (5 Jahre), dann 10 %; End-KGV: 20275 USDAktie ist überbewertet
Best-Case30 % Wachstum, dann 12–15 %; End-KGV: 25~50 % Rabatt (unter ~500 USD)Sehr günstig, jährliche Rendite 17–18 %
Margin of Safety25 % in 2 Jahren, dann 5 % (Zyklus+Konkurrenz); End-KGV: 1039 USDTotalverlustrisiko (Kursverlust von 50 % in 10 Jahren)

Die entscheidende Frage: Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms

  • Zyklizität der Halbleiterbranche: Der historische Chart zeigt klare Zyklen mit Boom und Crash (Double Ordering, Überkapazitäten).
  • Risikofaktoren: Wenn die Großkunden (Hyperscaler) ihre Investitionen (1 Billion USD/Jahr) zurückfahren oder die Konkurrenz aufholt, könnte der Zyklus kippen.
  • Keine Anlage für Value-Investoren: Der Analyst betont, dass die Aktie zu viel auf Zukunftshoffnungen basiert und das Risiko eines signifikanten Kurseinbruchs besteht.

Fazit: Für einen Value-Investor ist NVIDIA aktuell zu teuer, da der faire Wert unter dem Kurs liegt und die Gewinne stark vom KI-Boom abhängen. Das beste Szenario (Bull Case) ist nur dann realistisch, wenn der Boom ungebrochen anhält.

Alibaba ist die günstigste KI-Aktie überhaupt!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|25. Juni

Alibaba ist die günstigste KI-Aktie überhaupt!

Analyse und Kernaussagen des Videos
  • Alibaba: Einst stark gefragt, jetzt über 40 % gefallen, aber möglicherweise die beste KI-Aktie zum Kauf. Michael Burry setzt ebenfalls auf chinesischen E-Commerce.
  • Strategischer Fokus: Der Vorstandsvorsitzende betont einen kritischen Wendepunkt in der Entwicklung von künstlicher allgemeiner Intelligenz (AGI), KI-Agenten, Infrastruktur und T-Head-KI-Chips. Investitionen fließen massiv in Cloud-Dienste und KI.
  • Wachstum im Vergleich: Alibabas KI- und Cloud-Geschäft wächst um 40 % – deutlich schneller als SpaceX mit 15 %. Obwohl Alibabas Cloud nur 4 % des globalen Marktes hält, dominiert es 40 % des chinesischen Marktes.
  • Wertpotenzial: Selbst wenn das KI-Wachstum ausbleibt, bietet Alibaba einen stabilen Wert. Die E-Commerce-Sparte erwirtschaftet 40 Milliarden US-Dollar EBITDA. Kurzfristig gibt es Preisdruck durch den E-Commerce-Krieg in China, aber langfristig sind Gewinne von 9 bis 12 US-Dollar pro Aktie bis 2029 prognostiziert.
  • Bewertungsszenarien:
    • Bester Fall (15 % KI-Wachstum): Fünffaches bis sechsfaches Geld in 10 Jahren inklusive Dividende.
    • Basis-Fall (10 % Wachstum): 10–11 % Rendite pro Jahr, fairer Wert bei 120 US-Dollar.
    • Schlechtester Fall: Kursrückgang auf etwa 66 US-Dollar (Sicherheitsmarge).
  • Risiken: Politische Unsicherheit (Pentagon-Militärliste), Wettbewerb in China, hohe Investitionen drücken kurzfristig die Gewinne.
  • Fazit des Autors: Alibaba ist wie Amazon oder Mercado Libre in China – günstig bewertet mit KI-Boom-Potenzial. Der Autor hält derzeit keine Position, prüft aber einen Wiedereinstieg bei ausreichender Sicherheitsmarge.
NEU! Länger arbeiten & mehr zahlen? Neue Vorschläge der Rentenkommission!
Finanzfluss|24. Juni

NEU! Länger arbeiten & mehr zahlen? Neue Vorschläge der Rentenkommission!

Die Rentenkommission hat 33 Empfehlungen vorgelegt, die die Bundesregierung umsetzen will. Das Paket zielt darauf ab, die gesetzliche Rente für die Zukunft zu stabilisieren – mit spürbaren Einschnitten für alle. Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick:

🔄 Kapitalgedeckte Rente („Schwedenmodell“)
  • Einführung einer obligatorischen, kapitalgedeckten Rentenkomponente in der gesetzlichen Rentenversicherung.
  • Beitragssatz: 2 % des Bruttoeinkommens, paritätisch finanziert (1 % Arbeitgeber, 1 % Arbeitnehmer).
  • Schrittweise Einführung ab 2028 (0,5 % pro Jahr).
  • Die Beiträge fließen auf individuelle Kapitalkonten und werden am Kapitalmarkt investiert.
  • Auszahlung als lebenslange Rente, Vererbung nicht möglich.
  • Ziel: Das Rentenniveau stabilisieren (gesetzlich bis 2031 bei 48 %, danach droht Absinken auf 46,1 %).
⏰ Renteneintrittsalter steigt automatisch
  • Automatismus: Das Renteneintrittsalter wird an die steigende Lebenserwartung gekoppelt (Verhältnis 2:1 – 8 Monate mehr Arbeit, 4 Monate mehr Rente pro zusätzlichem Lebensjahr).
  • Bis 2041 steigt das Renteneintrittsalter auf 67,5 Jahre (basiert auf aktuellen Prognosen).
  • Abschaffung der „Rente mit 63“ (für besonders langjährig Beschäftigte). Ausnahme: Härtefallregelung für Berufe, die nicht mehr ausgeübt werden können (nach 35 Beitragsjahren, 2 Jahre früher).
  • Frührente mit Abschlägen erst ab 64 statt 63 Jahren – wird automatisch an das steigende Renteneintrittsalter angepasst.
📉 Rentenniveau wird gedämpft
  • Der Nachhaltigkeitsfaktor wird verschärft: Die demografische Entwicklung (mehr Rentner, weniger Beitragszahler) wirkt sich stärker auf die Rentenhöhe aus – die Renten steigen dann langsamer.
  • Ein Übergangsfaktor (aus Steuermitteln finanziert) soll verhindern, dass das Rentenniveau für Neurentner ab 2032 unter das heutige Niveau fällt.
👥 Mehr Menschen zahlen in die Rentenversicherung ein
  • Selbstständige werden pflichtversichert (mit Opt-out für Bestand, ohne Opt-out für Neugründungen).
  • Minijobber müssen künftig verpflichtend Beiträge zahlen (Ausnahme: Schüler).
  • Abgeordnete und Vorstände von Aktiengesellschaften werden ebenfalls pflichtversichert (eher symbolische Wirkung).
  • Beamte bleiben vorerst außen vor, aber die Reformen sollen „wirkungsgleich“ auf die Beamtenversorgung übertragen werden (Pensionsniveau sinken).
💡 Fazit

Das Paket verteilt die Lasten breit: Jüngere zahlen mehr, Ältere arbeiten länger, Rentner akzeptieren geringere Steigerungen. Die Politik hofft, damit das System langfristig zu retten – ob es gelingt, bleibt abzuwarten.

Bitcoin in der Krise: Was jetzt? Unsere ehrliche Meinung
Mario Lochner|24. Juni

Bitcoin in der Krise: Was jetzt? Unsere ehrliche Meinung

💡 Bitcoin in der Krise: Die Lage & unsere Einschätzung

Servus Leute! In diesem Video analysieren Mario Lochner und Marion Kopot (Beating Beta) die aktuelle Bitcoin-Krise, die durch Verkäufe von prominenten "Bullen" und negative Nachrichten angeheizt wird.

🔍 Was ist gerade los?
  • Große Verkäufe: Michael Saylor (Strategy) hat nach über 2 Jahren Bitcoin verkauft (2,5 Mio. $) – ein Symbolbruch. Auch Frank Telen hat alle Coins wegen Quantencomputer-Angst verkauft.
  • Marktstimmung extrem schlecht: Rekord-Mittelabflüsse aus Bitcoin-ETFs (über 733 Mio. $ an einem Tag), der Fear & Greed Index bei 23 (extreme Angst) und das Google-Suchinteresse auf einem Tiefpunkt.
  • Indiz für Boden: Nur noch 52% der Bitcoins sind im Plus – ein historisches Bottom-Signal.
📊 Chartanalyse (Marion Kopot)
  • Aktuelle Korrektur: Bitcoin testet wichtige Unterstützung bei ca. 60.000 € (200-Wochen-Linie & 50-Monats-Linie).
  • Wichtige Fibonacci-Level: Der „goldene Schnitt“ (0,618) bei ca. 58.500 € wurde fast erreicht.
  • Szenarien:
    • Optimistisch: Bodenbildung um 55.000–60.000 €.
    • Historisch: Korrektur bis 40.000 € möglich (wie in früheren Bärenmärkten).
    • Zeitrahmen: Traditionell endet die Korrekturphase etwa 12 Monate nach dem Hoch (ca. Oktober 2026).
  • Strategie: Marion kauft bereits in Tranchen bei 61.000 € und plant Nachkäufe bei 55.000 € und 50.000 €.
🚧 Die größten Bremsen für Bitcoin
  1. KI-Konkurrenz & IPOs: Aktien wie Nvidia steigen täglich, Mega-IPOs (SpaceX, Anthropic) ziehen Kapital ab.
  2. Totes Momentum & Narrativ: Der „Debasement Trade“ (Geldentwertung) ist aktuell nicht im Fokus, da die Fed (Kevin Warsh) erstmal als „Falke“ auftritt und den Dollar stärkt.
  3. MicroStrategy-Risiko: Neue Hebelprodukte (STRC-Anleihe) könnten bei tiefen Kursen Druck erzeugen. Bisher hält Strategy aber genug Liquidität.
🛡️ Risiko: Quantencomputer

Black Rock sieht keine akute Gefahr. Heutige Quantencomputer sind nicht relevant, und die Technik (post-quantum cryptography) ist technisch umstellbar – sogar eine Chance für mehr Sicherheit.

💰 Unsere Position & Handelsempfehlung
  • Wichtig: Keine Anlageberatung! Bitcoin ist bei Mario ein kleiner Satellit (Core-Satellite-Strategie).
  • Aktuelles Handeln: Mario hat bei 62.000 € zugekauft und hält langfristig.
  • Produkt-Ranking:
    1. Bitcoin direkt kaufen (über Börse wie Bitpanda).
    2. Kleine MSTR-Position (als Hebel, unter 3% des Krypto-Portfolios).
    3. STRC-Anleihe (Mario rät aktuell ab, wegen unklarer Risiken).
🎯 Fazit & Ausblick

Der Boden ist nicht sicher, aber viele Bottom-Signale sind da. Die nächsten Monate (August/September) könnten noch eine letzte Rutsche bringen. Mario und Marion sehen in der aktuellen Krise jedoch eine gute Kaufgelegenheit für langfristig orientierte Anleger, die Risiken tragen können.

PS: Wer einsteigen möchte, kann über den Link in der Beschreibung 25 € in Bitcoin geschenkt von Bitpanda erhalten (bei erstem Kauf von >100 € Krypto).


Quelle: Beating Beta YouTube-Kanal "Bitcoin in der Krise: Was jetzt? Unsere ehrliche Meinung"

Burry's starke Käufe - MELI, ADBE, FISV, LULU, ZTS, VEEV, PYPL / Short TSLA, PLTR
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|24. Juni

Burry's starke Käufe - MELI, ADBE, FISV, LULU, ZTS, VEEV, PYPL / Short TSLA, PLTR

Zusammenfassung von Michael Burrys aktuellen Anlagestrategien

Der erfahrene Investor Michael Burry baut starke Positionen in gefallenen Aktien („fallenden Messern“) auf und geht gleichzeitig Short auf überbewertete Tech-Werte. Der Fokus liegt auf Unternehmen mit hohem Handelsvolumen und neuen Aktionären, was auf eine mögliche Bodenbildung hindeutet.

Starke Kaufpositionen

  • Mercado Libre (MELI): Der Kurs ist im letzten Jahr um etwa 30 % gefallen, das KGV von 43 ist deutlich niedriger als zuvor. Bei anhaltendem Wachstum von 30 % könnte sich das Geschäft in vier Jahren vervierfachen. Risiken: Kapitalabflüsse aus Lateinamerika.
  • Adobe (ADBE): Der Kurs fiel von über 600 $ auf unter 200 $, das KGV liegt bei 11. Das Unternehmen wächst mit 8–10 %, und eine Erholung auf ein KGV von 20 könnte den Kurs verdoppeln. Adobe profitiert von seiner starken Marktposition im Enterprise-Bereich und KI-Schutz durch Firefly.
  • Fiserv (FISV): 56 % Kursverlust über fünf Jahre, KGV von 8. Das Unternehmen generiert 4 Milliarden $ freien Cashflow pro Jahr. Ein Kursziel von 150–160 $ (3-fache Rendite) ist bei Erreichen der Gewinnziele möglich.
  • Lululemon Athletica (LULU): 70 % Kursverlust, KGV von 9. Das Unternehmen ist schuldenfrei, profitabel und wächst in China. Eine Trendwende in Nordamerika könnte den Kurs um 50 % steigern. Mode-Risiken bestehen.
  • Zoetis (ZTS): Stabile Zahlen, hohe Rendite auf investiertes Kapital und gute Pipeline. Burry sieht Potenzial, obwohl der Analyst das Segment Pharma nicht tief analysiert.
  • Veeva Systems (VEEV): Kurs um 50 % gefallen, aber das Unternehmen wächst profitabel und steigert den Cashflow. Die Bewertung ist im historischen Vergleich günstig.
  • PayPal (PYPL): KGV von 8, 6 Milliarden $ Aktienrückkäufe pro Jahr. Wachstum stagniert bei 3 %, und die Rückkäufe könnten bei sinkendem Geschäft zerstörerisch wirken. Dennoch bleibt das Unternehmen profitabel.

Short-Positionen

  • Tesla (TSLA), Palantir (PLTR), Oracle (ORCL), Nvidia (NVDA) (Puts) und Nasdaq 100 (Puts)
  • Diese Shorts dienen als Absicherung gegen einen Marktcrash und die KI-„Superblase“. Burry erwartet, dass die überhöhten Bewertungen (z. B. Palantir mit einem absurd hohen Umsatzmultiplikator) nicht nachhaltig sind.

Strategische Einordnung

Burry kombiniert Value-Investing mit einer Absicherungsstrategie. Die Long-Positionen bieten bei Erholung Potenzial für 2- bis 10-fache Renditen, während die Shorts Verluste in einem Bärenmarkt abfedern sollen. Der Analyst Sven Carlin bewertet die Strategie als interessant, bevorzugt aber eine konzentriertere Auswahl der besten drei Positionen.

Professor Hens warnt: In diesem späten Stadium der Rally befinden wir uns jetzt wirklich
Mario Lochner|22. Juni

Professor Hens warnt: In diesem späten Stadium der Rally befinden wir uns jetzt wirklich

Einleitung

In diesem Interview mit Professor Thorsten Hens, einem Experten für Behavioral Finance, wird die aktuelle Phase der Aktienrally analysiert und eingeordnet. Hens warnt davor, dass wir uns bereits in einem späten Stadium der spekulativen Blase befinden, aber die Party noch nicht vorbei sei.

Aktuelle Marktphase: Spätes Stadium der Rally
  • Wir sind jetzt in der Phase des irrationalen Überschwangs – die Kurse können noch einmal 50 % oder mehr steigen, bevor die Party endet.
  • Die Volatilität wird zunehmen, und es wird immer schwieriger zu erkennen, ob es sich um das endgültige Ende oder nur um einen Rücksetzer handelt.
  • Momentum dominiert – aus fundamentaler Sicht sind Bewertungen hoch, aber behavioral betrachtet läuft die Party noch. Der Algorithmus von Hens empfiehlt derzeit, auf Momentum zu setzen.
Verhaltenstipps für Anleger
  • Der schlimmste Fehler ist, nicht investiert zu sein und an der Seitenlinie zu stehen. Der zweitschlimmste: bei Krisen panisch auszusteigen.
  • Jetzt einsteigen kann schmerzhaft sein, da man gleich 10–20 % Minus erleben könnte. Dennoch ist ein Ausstieg vor dem finalen Schub auch riskant.
  • Hens‘ Faustregel: 90 % Aktien und 10 % Gold als Reserve – damit erzielt man langfristig höhere Renditen als mit 100 % Aktien. Cash oder Anleihen sind als Reserve weniger geeignet.
Gold als Reserve statt Cash
  • Historische Daten von 1972 bis heute zeigen: 90 % Aktien + 10 % Gold liefert die höchste Rendite – sogar höher als reine Aktien. Gold dient als Inflationsschutz und Krisenpuffer.
  • Psychologisch ist es schwer, Gold in einer Krise zu verkaufen, aber genau dann sollte man es tun, um von fallenden Aktienkursen zu profitieren.
IPOs und KI-Blase: Warnsignale
  • Wenn übertriebene IPOs kommen, ist man „ziemlich am Ende“ – aber der Crash folgt nicht sofort. Eine Nadel (einfache Rechnung, die die Unhaltbarkeit zeigt) fehlt noch.
  • Die KI-Blase zeigt Parallelen zur Dotcom-Blase, aber auch Unterschiede: Hardware (Chips, Energie) ist noch knapp, während Software schwer zu schützen ist und Enttäuschungen drohen.
  • Die großen IPOs (SpaceX, OpenAI, Anthropic) sind ein Indikator für die fortgeschrittene Phase, aber nicht das Ende.
Risiken und Ausblick
  • Geopolitische Risiken (z. B. der Irankonflikt) könnten die Blase platzen lassen, falls Öl- und Gasversorgung knapp werden. Die Börse reagiert auf Kriege meist mit einem anfänglichen Rückgang und Erholung bei Kriegsbeginn.
  • Staatsverschuldung in Japan und den USA ist noch nicht kritisch, solange der Schuldendienst moderat bleibt. Steigende Zinsen bei Inflation wären der Kipppunkt.
  • Verbrauchervertrauen ist oft ein Gegentrendindikator: Schlechte Stimmung deutet auf Kaufgelegenheiten hin, weil die Märkte vorausschauend sind.
Fazit

Professor Hens bleibt bei seiner Einschätzung: Wir sind im späten Stadium der Rally, aber es kann noch einen kräftigen Schub (50 % oder mehr) geben. Anleger sollten nicht zu früh aussteigen, aber auch nicht blind einsteigen. Die bewährte Strategie: 90 % Aktien, 10 % Gold – und diszipliniert bleiben.

PepsiCo (PEP) Dividendenaktien-Analyse
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|21. Juni

PepsiCo (PEP) Dividendenaktien-Analyse

PepsiCo (PEP) Dividendenaktien-Analyse: Ist sie ein Kauf?

Diese Zusammenfassung analysiert, warum PepsiCo trotz einer hohen Dividendenrendite von etwa 4 % aktuell keine attraktive Investition darstellt.

📉 Wichtige Erkenntnisse

  • Geschäftsentwicklung: Starke Marken (z. B. Cheetos, Doritos, Pepsi), aber das Wachstum kommt hauptsächlich durch Akquisitionen und steigende Schulden. Das organische Umsatzwachstum stagniert oder ist rückläufig.
  • Kapitalallokation: PepsiCo gibt jährlich 4,5 Milliarden US-Dollar für Investitionen und weitere Milliarden für Akquisitionen aus. Es verbleiben etwa 6,5 Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow.
  • Dividenden-Nachhaltigkeit: Mit Ausgaben von 7 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe und 8,7 Milliarden US-Dollar für Dividenden ist das Unternehmen netto 2 Milliarden US-Dollar im Minus. Die Dividende ist daher aktuell nicht nachhaltig.
  • Wachstumspessimismus: Das Geschäftsmodell ist nicht mehr so stark wie in den 1990er-2010er Jahren. Inflation täuscht Wachstum vor, und der Schuldenberg wächst.
  • Bewertung und Rendite: Selbst unter optimistischen Annahmen liegt die erwartete Rendite nur bei 5–9 %. Pessimistische Szenarien deuten auf einen möglichen Kursverlust von 50 % hin. Der Aktienkurs bietet keine Sicherheitsmarge.

💡 Fazit

PepsiCo bietet eine geringe Belohnung bei relativ hohem Risiko. Für Anleger, die auf Dividenden setzen, gibt es bessere Alternativen. Die Aktie ist kein klarer Kauf.

Kreditkarten-Vergleich 2026: NEUER Testsieger? Die besten kostenlosen Kreditkarten! | Finanzfluss
Finanzfluss|21. Juni

Kreditkarten-Vergleich 2026: NEUER Testsieger? Die besten kostenlosen Kreditkarten! | Finanzfluss

Kreditkarten-Vergleich 2026: Die besten kostenlosen Kreditkarten

Wichtige Änderungen & Hinweise

  • Barclays wurde in Easybank umbenannt (Konditionen bleiben gleich).
  • Schufa hat den Score öffentlich gemacht: Beim Abschluss einer neuen Kreditkarte sinkt der Score zunächst, nach 12–24 Monaten verbessert er sich aber wieder.
  • Es gibt neue Filter im Online-Vergleich (z. B. nach Startguthaben, automatischem Ausgleich).

Bewertungskriterien für kostenlose Kreditkarten

  1. Vollständiger automatischer Ausgleich (um Sollzinsen zu vermeiden) – bei den Top-Karten meist kostenlos.
  2. Guthabenführung möglich – nicht bei allen Anbietern offiziell erlaubt.
  3. Kostenloses Bargeld abheben im In- und Ausland.
  4. Keine Fremdwährungsgebühren – wichtig für Reisen außerhalb des Euroraums.

Die Top 3 Testsieger

  • Platz 1: Bank Norwegian Visa Card (15 € Startguthaben)
    • Automatischer Ausgleich (kostenlos)
    • Kostenloses Bargeld abheben
    • Keine Fremdwährungsgebühren
    • Offiziell keine dauerhafte Guthabenführung, aber in der Community oft möglich
  • Platz 2: Consors Creditcard Gold Light
    • Guthabenführung und automatischer Ausgleich (beides kostenlos)
    • Kostenloses Bargeld abheben, keine Fremdwährungsgebühren
    • Erfordert ein kostenloses Girokonto (ab 31 Jahren bei 700 € Geldeingang)
  • Platz 3: Easybank Kreditkarte (ehemals Barclays) – 60 € Startguthaben + gratis Copilot Plus Jahresmitgliedschaft (Wert 69,99 €)
    • Guthabenführung kostenlos
    • Bargeld abheben kostenlos
    • Automatischer Ausgleich kostet 2 €/Monat; alternativ per Dauerauftrag oder manuell

Alle drei Karten sind gebührenfrei und ermöglichen kostenloses Bezahlen im In- und Ausland.

Ist Comcast besser als Charter? CMCSA Aktienanalyse
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|20. Juni

Ist Comcast besser als Charter? CMCSA Aktienanalyse

Zusammenfassung der Comcast (CMCSA) Aktienanalyse

Der ursprüngliche Titel bleibt auf Deutsch, da er auf Deutsch ist. Die Zusammenfassung untersucht, ob Comcast eine Wertanlage oder eine Wertfalle ist.

Kernpunkte der Aktienentwicklung

  • Der Aktienkurs ist um 60% gefallen, das KGV liegt unter 5.
  • Die Dividendenrendite beträgt 5,74%, die Gesamtrendite für Aktionäre (inkl. Aktienrückkäufe) liegt bei 13%.
  • Frage: Handelt es sich um einen echten Wert oder eine Wertfalle?

Geschäftsmodell und Finanzen

  • Comcast ist der größte Internetanbieter in den USA, mit Inhaltegeschäften wie Telemundo und Peacock.
  • Die Umsätze stagnieren, die Gewinne pro Aktie und das EBITDA sinken.
  • Free Cashflow liegt bei etwa 10 Milliarden US-Dollar, genug für Ausschüttungen an Aktionäre.
  • Schuldenlast: 94 Milliarden US-Dollar, dazu 100 Milliarden US-Dollar an immateriellen Vermögenswerten (Goodwill, Franchise-Rechte). Der tangible Buchwert ist null.

Herausforderungen und Wettbewerb

  • Wettbewerb: Charter Communications drückt die Preise auf 100 US-Dollar pro Kunde, was zu niedrigen Margen führt. Hohe Investitionen (Capex) und sinkende Umsätze belasten das Geschäft.
  • Trend: Kunden kündigen Kabelverträge („Cutting the Cord“), und der Breitbandmarkt schrumpft.
  • Zinsumfeld: Alte Anleihen mit niedrigen Zinsen (z. B. 2,6%) werden durch höhere Zinsen (etwa das Doppelte) belastet, was den Aktienkurs drückt.

Vergleich mit Charter

  • Charter ist riskanter (höhere Verschuldung im Verhältnis zu den Umsätzen), bietet aber potenziell höhere Renditen.
  • Comcast hat weniger Schulden, aber die gleiche Abwärtstendenz. Die Aktie könnte sich bei Zinssenkungen erholen (z. B. von 11% auf 7% Rendite).

Fazit

  • Kein Kauf für das YouTube-Portfolio aufgrund des Risikos einer Wertfalle. Die Geschäftsentwicklung in 5–10 Jahren ist ungewiss.
  • Möglichkeit: Bei einer Rückkehr zu niedrigeren Zinsen könnte die Aktie kurzfristig steigen (z. B. Verdopplung).
  • Empfehlung: Vorsicht bei hohen Schulden und sinkenden Cashflows; Fokus auf tangible Werte.
Eine FALLE: Anlegern ist nicht klar, was bei neuem Fed-Chef auf sie zukommt // BRIEFING
Mario Lochner|20. Juni

Eine FALLE: Anlegern ist nicht klar, was bei neuem Fed-Chef auf sie zukommt // BRIEFING

📉 Börsen-Briefing: Die neue Fed-Ära unter Kevin Warsh – eine Falle für Anleger?

In diesem Briefing wird die aktuelle Marktlage analysiert, insbesondere die Auswirkungen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh. Die Kernbotschaft: Anleger sollten sich nicht zu sehr auf kurzfristige Zinsängste konzentrieren, sondern die langfristigen Trends im Auge behalten.

🔴 Die Bären-Argumente:

  • Steigende Zinsen: Neun Fed-Mitglieder erwarten einen Zinsanstieg bis Jahresende. Warsh streicht die Forward Guidance, was für mehr Unsicherheit sorgt.
  • Politische Risiken: Der Iran blockiert erneut die Straße von Hormus, Trump-Deal wackelt, Ölpreis bleibt volatil.
  • Überhitzte Tech-Blase: Tech-Aktien laufen wie in der Dotcom-Zeit, Cash-Reserven der Privatanleger sind historisch niedrig.

🟢 Die Bullen-Argumente:

  • Robuste Wirtschaft: US-Unternehmensgewinne und Konjunkturdaten (z. B. Philadelphia Manufacturing Index) sind stark.
  • Fallende Inflationserwartungen: Chart zeigt brutalen Absturz der Inflationserwartungen – Zinserhöhung daher fraglich.
  • KI-Wettrennen: Politische Dimensionen (China vs. USA) zwingen zu weiterhin massiven Investitionen – kein Zurück.

🎯 Fazit & Handlungsempfehlung:

  • Falle: Die Aufregung um Warsh und mögliche Zinserhöhungen ist übertrieben. Die aktuellen Inflationserwartungen fallen stark, was Zinserhöhungen unwahrscheinlich macht.
  • Strategie: Bei Einzelaktien gezielt Dips kaufen, ansonsten abwarten. Energie und KI-Infrastruktur bleiben spannend.
  • Debasement-Trade: Gold, Silber, Bitcoin kurzfristig unter Druck, aber Schuldenprobleme bleiben – nicht aufgeben.

💡 Geldideen:

  • Rolex Daytona als Sachwert: Anteile ab 50 € bei Timeless (Partner-Link in der Beschreibung).
  • Verlierer meiden: Akzente, Autodesk, Meta – nur kaufen, wenn Neubewertung plausibel.
  • Sektoren: Financials und Energie aktuell günstig bewertet.
SpaceX - Jemand muss die unendliche Verrücktheit ansprechen!!!!!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|19. Juni

SpaceX - Jemand muss die unendliche Verrücktheit ansprechen!!!!!

Einleitung: Spekulationsblase bei SpaceX und Tesla
  • Der Redner warnt vor einer riesigen Spekulationsblase im Raumfahrt- und Tech-Sektor, insbesondere bei SpaceX.
  • Viele feiern Kursgewinne, aber der Fokus sollte auf den fundamentalen Werten liegen, nicht auf Glücksspiel.
Tesla: Verlustgeschäft trotz hoher Investitionen
  • Elon Musks Geschäftsmodell basiert auf Kapitalzuflüssen: 44 Milliarden US-Dollar eingeworben, aber nur 39,5 Milliarden US-Dollar Gewinne erzielt – ein Nettoverlust von 6 Milliarden US-Dollar.
  • Umsatzwachstum verlangsamt sich, während die Kapitalausgaben steigen (10 Milliarden US-Dollar pro Jahr).
  • Keine Aktienrückkäufe, keine Dividenden – das Unternehmen erzielt nur 8% Rendite auf das eingesetzte Kapital.
  • Wettbewerb führt zu sinkenden Gewinnmargen, da andere Hersteller Teslas Technologie kopieren.
  • Kritik an Marketing-Versprechen: Roboter und KI werden nicht richtig erklärt; Fokus auf neue Projekte (Optimus, Cybercab), aber die Rentabilität bleibt fraglich.
SpaceX: Hohe Bewertung, fragwürdige Rentabilität
  • Mission „Mehrere Planeten besiedeln“ ist ambitioniert, aber wirtschaftlich fragwürdig. Warum sollte jemand auf dem Mars bauen, wenn es auf der Erde nicht erschwinglich ist?
  • Stärken: Führend bei Orbitalstarts, Satelliten (Starlink) und Konnektivität.
  • Schwächen: 120-facher Umsatzbewertung (Marktkapitalisierung 2,5 Billionen US-Dollar bei 18 Milliarden US-Dollar Umsatz) – höher als Amazon.
  • Starlink generiert nur 10 Milliarden US-Dollar Umsatz bei 10 Millionen Kunden (Vergleich: Comcast 120 Milliarden US-Dollar).
  • Die Rentabilität wird geschönt (EBITA vs. echter Gewinn); hohe Kapitalausgaben und Kapitalisierung von Kosten.
  • Risiko: Wenn Kapitalzuflüsse versiegen oder die Mars-Mission an Attraktivität verliert, bricht die Bewertung ein.
Fazit: Casino statt nachhaltiger Wertschöpfung
  • Der Redner betont: SpaceX wird den Weltraum dominieren, aber niemals profitabel sein – es ist eine Spekulationsblase, getrieben von Risikokapital und Privatanlegern.
  • Empfehlung: Fernbleiben von dieser „Milliarden-Casino“-Mentalität; langfristige Rentabilität bleibt ungewiss.
  • „Ich musste das sagen. Danke fürs Zuschauen. Morgen geht es wieder um seriöses Investieren.“
Adobe ADBE Aktie - Zeit, Excel einzuschalten!!!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|18. Juni

Adobe ADBE Aktie - Zeit, Excel einzuschalten!!!

Zusammenfassung der Adobe-Aktienanalyse (ADBE)

Dieses Video analysiert Adobe aus der Perspektive eines Value-Investors. Der Fokus liegt auf den jüngsten Quartalszahlen, dem Geschäftsmodell und der aktuellen Bewertung.

Wichtige Erkenntnisse aus dem Transkript:

  • Geschäftsentwicklung: Das Umsatzwachstum beträgt 11%, das Gewinnwachstum (Non-GAAP) liegt bei 8%. Dies zeigt eine deutliche Verlangsamung im Vergleich zu früheren Jahren.
  • Kritik an der Gewinndarstellung: Der Analyst kritisiert die Verwendung von Non-GAAP-Kennzahlen, da diese die aktienbasierte Vergütung (Stock-Based Compensation) als Aufwand ausklammern. Er argumentiert, dass dies irreführend sei und die tatsächlichen Kosten verschleiere.
  • Wettbewerbsumfeld: Adobe wächst langsamer als der Markt, was auf Marktanteilsverluste hindeutet. Es gibt starke Konkurrenz und Preisdruck.
  • Führungswechsel: Der Weggang des CEOs und des CFOs wird als Unsicherheitsfaktor gesehen.
  • Bewertungsanalyse:
    • Normalfall: Bei einem Gewinnwachstum von 8% über 5 Jahre und 6% in den folgenden 5 Jahren ist Adobe in etwa fair bewertet und bietet eine erwartete Rendite von 9-10%.
    • Best-Case: Bei einem optimistischeren Szenario (13-17% Wachstum) wäre eine Verdopplung des Aktienkurses nötig, um eine gute Rendite zu erzielen.
    • Worst-Case: Ein Szenario mit Stagnation oder leichten Rückgängen würde zu erheblichen Kursverlusten führen.
  • Argument für Investition: Michael Burry hält eine volle Position in Adobe, was als bullisches Signal gesehen werden kann. Sein Hauptargument sind die niedrigen Bewertungskennzahlen (z.B. KUV auf 10-Jahres-Tief).
  • Risikofaktor Rezession: Ein möglicher, selten diskutierter Risikofaktor ist der Einfluss einer Rezession, die die Gewinne und damit den Aktienkurs drastisch senken könnte.
  • Vergleich mit Microsoft: Microsoft wird aus Bewertungssicht als attraktiver als Adobe eingestuft.

Investor-Fazit: Der Analyst stuft Adobe derzeit als eine Wette ein, da das Risiko einer weiteren Verlangsamung und die hohe Aktienvergütung das Chance-Risiko-Verhältnis für sein Portfolio als zu unsicher erscheinen lassen.

SpaceX und KI-Blase: Beck ändert Portfolio "gravierend" + Klartext zu Börse und Zinsen
Mario Lochner|17. Juni

SpaceX und KI-Blase: Beck ändert Portfolio "gravierend" + Klartext zu Börse und Zinsen

Aktuelle Markteinschätzung & Portfolio-Änderungen
  • Globale Wirtschaftslage: Europa, besonders Deutschland, steckt in einer Wirtschaftskrise ohne Perspektive. Die USA dominieren durch starkes Gewinnwachstum und KI-Innovationen.
  • Zinspolitik: Die EZB hat die Zinsen erhöht, was von Dr. Beck als „verrückt“ bezeichnet wird, da die Zinskurve fiel. Die USA müssen langfristig die Zinsen senken, um die Verschuldung zu managen.
  • Portfolio-Anpassung: Die Gold-Strategie wurde von 2 % auf 0,5 % reduziert, da Gold schwer bewertbar ist und der Kaufdruck nachlässt. Stattdessen wird auf Schweizer Franken-Anleihen (ohne Quellensteuer) und norwegische Kronen gesetzt. Die USA-Quote ist gerechtfertigt hoch (über 50 %).
SpaceX & KI-Revolution: Chancen und Risiken
  • SpaceX: Kein klassisches Wirtschaftsunternehmen, sondern ein Machtinstrument für Elon Musks Visionen (Mars-Besiedlung). Die Bewertung (über 3 Billionen) ist fundamental nicht gerechtfertigt – es fehlen Dividenden, Stimmrechte und Cashflow. Dr. Beck sieht den Kauf eher als „Spende“.
  • KI-Monopole: Unternehmen wie Anthropic und OpenAI schaffen geschlossene Ökosysteme. Wichtiger Punkt: Das KI-Modell „Mythos“ wird nur US-Unternehmen zur Verfügung gestellt – ein massiver Machthebel für die USA. Europa hinkt hinterher und muss entweder eine Strategie entwickeln oder sich unterordnen.
  • Investor-Fazit: Die Märkte sind teuer, aber KI-getrieben. Ein weltweit breit gestreutes Portfolio (inkl. USA und China) ist essenziell. Home-Bias (z. B. nur DAX) ist riskant.
Konkrete Handlungsempfehlungen
  • Wer investiert ist: Bleiben Sie dabei – die Effizienzgewinne durch KI rechtfertigen hohe Bewertungen teilweise.
  • Wer nicht investiert ist: Steigen Sie ein, aber nur mit der Hälfte des geplanten Betrags („Hälfte-Regel“).
  • ETF-Anleger: SpaceX hat im MSCI World nur 0,11 % Gewicht – kein Grund zur Sorge.
  • Bitcoin: Aktuell langweilig, da stabile Käuferbasis, aber weniger Fantasie als SpaceX.
Philosophischer Ausblick
  • Machtfrage: Wer die Plattform kontrolliert (z. B. Starlink, KI-Modelle), entscheidet über den Ausnahmezustand. Dies betrifft auch Investoren – z. B. durch Abhängigkeiten in der Ukraine oder Taiwan.
  • Buchenpfehlung: „Philosophien der neuen Technologie“ (1989) zeigt historische Innovationssprünge, die Macht- und Sozialstrukturen zerstörten.

Fazit: Die nächsten 10 Jahre werden durch KI massiv verändert. Europa braucht eine klare Strategie – sonst bleibt nur die Rolle des „Knechts“. Investoren sollten global denken und die Machtverschiebungen im Auge behalten.

Reichen 250.000€, um von Dividenden zu leben?
Finanzfluss|17. Juni

Reichen 250.000€, um von Dividenden zu leben?

Zusammenfassung des Videos: Reichen 250.000€ für ein Leben von Dividenden?

In diesem Video wird anhand alltäglicher Ausgaben demonstriert, wie viel Vermögen nötig ist, um von Dividenden leben zu können. Der Sprecher hat seinen Job gekündigt und träumt von finanzieller Freiheit mit einem Dividenden-ETF.

Wichtige Berechnungen: Ein Beispiel aus dem Alltag

  • Täglicher Espresso (3€): Benötigt 36.500€ Vermögen bei 3% Dividendenrendite.
  • Tägliche Carbonara (12€): Erfordert durch die Kapitalertragsteuer (ca. 18,46% nach Teilfreistellung) ein Vermögen von 178.490€.
  • Tägliches Stück Kuchen (5€) und Zeitung: Erhöhen den benötigten Betrag auf insgesamt 330.000€ für den kompletten täglichen Genuss.

Optimierung durch höhere Rendite?

  • Ein ETF mit 10% Ausschüttung würde den benötigten Betrag auf ca. 100.000€ drücken.
  • Warnung: Solch hohe Ausschüttungen sind oft nicht nachhaltig. Wenn der ETF weniger Rendite erwirtschaftet, sinkt der Kurs und das Vermögen schmilzt dahin.

Vergleich mit dem Median-Einkommen

  • Das Median-Nettoeinkommen in Köln beträgt ca. 2.300€ pro Monat.
  • Benötigtes Vermögen dafür:
    • MSCI World (1,5% Ausschüttung): 2,2 Millionen €
    • Dividenden-ETF (3% Ausschüttung): 1 Million €
    • Höherer Ausschütter (7%): 333.000€

Grundlegende Erkenntnisse

  • Dividenden sind nicht garantiert: ETFs können Ausschüttungen jederzeit kürzen.
  • Ein finanzieller Puffer ist essenziell.
  • Ausschüttung = Entnahme: Ob Dividenden-ETF oder selbstständiger Verkauf von Anteilen – am Ende entnimmt man Geld aus seinem Vermögen. Wer zu viel entnimmt, lebt sein Vermögen auf.
  • Fazit: 250.000€ reichen in vielen Szenarien nicht für ein komfortables Leben von Dividenden, es sei denn, man fährt einen extrem schmalen Lifestyle oder geht hohe Risiken ein. Am Ende des Videos fragt der Sprecher sogar seinen ehemaligen Job an.
Ich habe bereits 2024 eine KI-Blase ausgerufen... (Und ich bleibe dabei: Es ist eine BLASE, jetzt ist sie die Verrückteste aller Zeiten)
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|17. Juni

Ich habe bereits 2024 eine KI-Blase ausgerufen... (Und ich bleibe dabei: Es ist eine BLASE, jetzt ist sie die Verrückteste aller Zeiten)

Zusammenfassung des YouTube-Transkripts
  • Einleitung und Rückblick: Der Sprecher (vermutlich Sven) hat vor zwei Jahren die KI-Blase prognostiziert und bekam damals kritische Kommentare. Er stellte eine E-Mail-Erinnerung für 2026 ein, erhielt sie aber schon jetzt – und stellt überrascht fest, dass die Blase weiter wuchs.
  • Fehleinschätzung bei NVIDIA: Er prognostizierte Nvidia als Blase, aber der Kurs stieg von 130 auf 209 (ca. 27 % jährlich). Auch Cadence Design legte nur moderat zu, während Tesla zeitweise fiel.
  • Eigene Performance: Sein eigenes Modellportfolio (Start 32.000 €) wuchs durch kontinuierliche Investitionen (+250 € monatlich) auf 59.000 € – eine Rendite von 27 %, die die NVIDIA-Blase knapp schlug.
  • Kernbotschaft: Statt sich auf Risiken und Blasen zu konzentrieren, sollte man konsequent Value Investing betreiben. Beispiel: Kupferminen in Abschwüngen kaufen, wie Glencore.
  • Aktuelle Situation: Die KI-Blase ist nun noch größer. SpaceX bezeichnet er als „größte Blase unserer Zeit“ – 5 Tage nach seiner Warnung stieg sie um 50 %. Zukäufe wie Cursor (60 Mrd. €) deuten auf Überbewertung hin.
  • Vergleich mit 1999/2000: Ähnliche IPO-Welle (Google, Microsoft, Meta, SpaceX). Damals folgten 10 Jahre mit 60 % realen Verlusten. Er setzt weiter auf Value-Aktien, nicht auf Short-Positionen.
  • Fazit: Er bleibt bei seiner Strategie – auch wenn die Blase platzt, wird er durch fundamentale Investments geschützt. Er bittet um Feedback, ob er in zwei Jahren erneut eine E-Mail erhalten soll.
Wann MSFT-Aktie kaufen?
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|16. Juni

Wann MSFT-Aktie kaufen?

Analyse der Microsoft-Aktie

Kernpunkte des Videos:

  • Kursentwicklung: Microsoft-Aktie stagnierte über 5 Jahre, aber das KGV von 23 ist günstig im Vergleich zum Markt (31-32).
  • Wachstum: Umsatzwachstum von 15%, Gewinnwachstum von 20% – das Unternehmen wächst stark.
  • Cashflow-Problem: Trotz Gewinnwachstum sinkt der Free Cashflow um 22% aufgrund massiver Investitionen in KI (190 Milliarden USD pro Jahr). Dies führt zu steigenden Abschreibungen, die zukünftige Gewinne belasten könnten.
  • Bewertungsszenarien:
    • Best-Case: 20% Wachstum über 5 Jahre → Aktie könnte sich bis 2035 verdreifachen.
    • Basis-Case: 15% Wachstum → erwartete Rendite von 10% pro Jahr.
    • Worst-Case: Nur 5% Wachstum und KGV von 12 → Kurseinbruch von 60% möglich.
  • Risiken: Wettbewerb (Google, Meta, SpaceX), hohe Kapitalintensität, Unsicherheit bei KI-Investitionen.
  • Fazit: Microsoft ist ein Kauf für Anleger, die Schwankungen tolerieren. Bei einem Kurseinbruch bietet sich eine gute Einstiegschance.
Stockpicker Hlinka: Anlegern ist nicht klar, was bei dieser Rally auf sie zukommt! + DAS kaufe ich
Mario Lochner|15. Juni

Stockpicker Hlinka: Anlegern ist nicht klar, was bei dieser Rally auf sie zukommt! + DAS kaufe ich

Zusammenfassung des YouTube-Interviews mit Stockpicker Hlinka

In diesem Interview mit Mario Lochner diskutiert der Börsenexperte Hlinka aktuelle Marktentwicklungen, seine Anlagestrategie und die wichtigsten Trends. Hier die Kernpunkte:

Markteinschätzung: Keine Rally, sondern Rotation

  • Keine breite Rally: Der Markt wird nicht von einer allgemeinen Rally getrieben. Nur die Chip- und KI-Titel (z. B. Nvidia) laufen stark, was den S&P 500 nach oben treibt. Die Basis und zyklische Werte ziehen nicht mit.
  • Hohe Volatilität ist normal: Die starken Kursschwankungen kommen von Gewinnmitnahmen und Rotationen innerhalb der Tech-Sektoren, nicht vom Iran-Konflikt. Der Krieg spielt für die Märkte kaum noch eine direkte Rolle.
  • Kein Top bei KI: Die KI-Rally ist noch nicht vorbei. Die Fundamentaldaten sind solide – Unternehmen erwirtschaften echte Gewinne und investieren diese, anders als in der Dotcom-Blase.

Anlagestrategie: Fokus auf Substanz und Dividenden

  • Aktuelle Käufe: Hlinka hat zuletzt dividendenstarke Titel nachgekauft, darunter Versicherer wie Swiss Re (nach einem guten Dip), sowie Mastercard, Visa und Schweizer Werte wie Lem, Huba und Sona.
  • Tech-Rotation geplant: Er plant, Gewinne aus Tech-Werten (vor allem Marvel, Teradyne) mitzunehmen und in humanoide Robotik (z. B. Teradyne) umzuschichten, aber erst bei nachlassendem Momentum.
  • Vorsicht bei: Financials (keine Substanz), Gold (zu hohe Volatilität bei geringer Rendite) und Kryptowährungen.
  • Kein Interesse an IPO-Monstern: SpaceX, Anthropic und OpenAI sind ihm zu teuer und unkalkulierbar – eine Blackbox.

Konjunktur & Zinsen

  • Zinsausblick: Hlinka erwartet mittel- bis langfristig fallende Zinsen, getrieben durch eine sinkende Inflation und das Ende des Iran-Krieges. Kurzfristig könnte der hohe Ölpreis die Inflation temporär anheizen.
  • Kein Fett-Crash: Die Märkte werden den neuen Fed-Chef (Bosch) nicht testen. Die US-Notenbank wird die Zinsen stabil halten.
  • **Kein Fat-Crash nach Trumps erstem Auftritt.

Gold & Silber: Historisch schwache Performance

  • Gold-Desillusionierung: Hlinka zeigt mit einem historischen Vergleich: Seit 1940 hat der MSCI World eine Rendite von 8-10% p.a. (plus Dividenden), während Gold nur 6% p.a. bei doppelt so hoher Volatilität (16%) brachte. Gold ist als langfristiges Investment enttäuschend.

Anlegerpsychologie: „Aktien sind Leben – alle anderen Investments sind tot“

  • Kein Crash voraus: Die Angst vor einer Korrektur ist übertrieben. Der Aktienmarkt ist die effizienteste Anlageklasse aller Zeiten.
  • Risikomanagement: Entscheidend ist die individuelle Allokation – defensiv, ausgewogen oder dynamisch – nicht das Jagen von Performance.
  • Geduld ist Trumpf: Börse braucht Zeit, nicht das „bam bam“ von kurzfristigen Medien.

Humane Randnotizen

  • Weltmeister-Tipp: Hlinka tippt auf Tschechien, Deutschland oder die Schweiz. Mario Lochner setzt auf Spanien.
  • Follower-Interaktion: Ein Follower hat aus Hlinkas Zitaten ein Lied gemacht. Die Community ist aktiv und reflektiert.

Zusammenfassung: Der Markt ist teuer, aber nicht im Crash-Modus. Anleger sollten auf Substanz, Dividenden und langfristige Trends (humanoide Robotik) setzen – nicht auf Hypes.

Ich sagte gerade zu meiner Frau: WIR WERDEN SO REICH SEIN!!!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|15. Juni

Ich sagte gerade zu meiner Frau: WIR WERDEN SO REICH SEIN!!!

Analyse des SpaceX-IPOs und die Lektionen für Value-Investoren
  • Der Sprecher, ein erfahrener Value-Investor seit 2002, analysiert die aktuelle Marktstimmung um das SpaceX-IPO.
  • Er vergleicht die Situation mit Warren Buffetts Aussage vor 75 Jahren, als er auf seiner Hochzeitsreise durch Las Vegas fuhr und die Menschenmassen vor den Casinos sah. Buffett unterschied zwischen „Kathedralen-Investitionen“ (langfristige, fundamentale Geschäfte) und „Kasino-Investitionen“ (kurzfristige Spekulation).
  • Der Sprecher betont, dass der Markt derzeit von „Flows“ (kurzfristigen Kapitalströmen) getrieben wird, was die Preise in die Höhe treibt. Er selbst verfolgt jedoch einen konservativen Ansatz mit Fokus auf Fundamentaldaten, Sicherheitsmargen und Risikomanagement.
  • Er erinnert an vergangene Zyklusphasen (z. B. die Dotcom-Blase 2000, die Erholung 2009) und prognostiziert, dass Value-Investing in schlechten Zeiten glänzt – wenn der Markt um 60% fallen könnte.
  • Der Sprecher sagt seiner Frau: „Wir werden reich werden, aber erst, wenn der nächste Marktzyklus umschlägt“ – Value-Investing funktioniert immer, weil es auf Risiko, Cashflows, Dividenden und Geduld setzt.
  • Er hält SpaceX für eine „Kasino-Investition“ und goutiert, dass Bitcoin und ARK-Investoren („innovative Disruption“) jetzt schweigen.
Kernbotschaften
  • Mahnung: „Wir sind in der längsten Hausse seit Jahren – früher oder später kommt die Baisse.“
  • Strategie:Value-Investing ist der einzige Weg, um nachhaltigen Reichtum zu erzielen.“
  • Praxis: Monatliche Analysen (z. B. Microsoft) und Käufe bei Unterbewertung.
RESEARCH PLATFORM - 1 SUPER KAUF JETZT!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|14. Juni

RESEARCH PLATFORM - 1 SUPER KAUF JETZT!

Vorstellung des Sprechers und seiner Investmentphilosophie
  • Ferlin stellt sich vor: Seit 24 Jahren Investor, langfristiger Value-Ansatz mit einer durchschnittlichen Rendite von 15% in den letzten 8 Jahren.
  • Sein Fokus liegt auf Unternehmen mit einem KGV von ca. 10 und Wachstumspotential.
Funktionsweise der Research-Plattform
  • Die Plattform bietet:
    • Einen kostenlosen Value-Investing-Kurs (Update im Herbst angekündigt).
    • Analysen & Aktualisierungen zu vielen Aktien und Sektoren.
    • Kaufempfehlungen („Good Buys“, „Strong Buys“), sortiert nach Portfolios.
    • Drei Kern-Portfolios:
      • Persönliches Portfolio: Langfristaufbau über 20 Jahre, nur ein Kauf alle 2-3 Jahre.
      • Diversifiziertes Portfolio: Derzeit weniger als 22 Positionen (wird gestrafft).
      • Modell-Portfolio: 5 Positionen mit spezifischen Zielen.
Aktuelle Inhalte und Community
  • Beispiele für aktuelle Updates (Stand Mitte 2023): Diversifiziertes Portfolio (22. Mai), Modell-Portfolio (3. Juni), persönliches Portfolio mit einem kürzlich großen Kauf.
  • Enthält außerdem: Analysen gedeckter Aktien, FAQ-Bereich, Kundenreferenzen und Zugang zu vergangenen Analysen.
  • 30-Tage-Geld-zurück-Garantie ohne Fragen.
Preismodell und Dringlichkeit
  • Aktueller Preis: $499 pro Jahr (inkl. Steuern für den Kunden).
  • Preisgarantie: Wer jetzt beitritt, zahlt für immer diesen Preis.
  • Ankündigung: Eine Preiserhöhung ist für Ende des Jahres geplant.
Fazit und Aufruf zum Handeln
  • Ferlin bewirbt die Plattform als langfristige Investition in die eigene Weiterbildung.
  • Einladung, bei Fragen eine E-Mail zu schreiben.
  • Der Ton ist verbindlich und betont die Exklusivität („nur für 1% der Anleger geeignet“).
Diese Kosten kann JEDER von der Steuer absetzen! | Steuererklärung 2026
Finanzfluss|14. Juni

Diese Kosten kann JEDER von der Steuer absetzen! | Steuererklärung 2026

💡 Motivation und wichtigster Tipp
  • Der größte Fehler: Die Steuererklärung gar nicht erst abzugeben.
  • Einfacher Einstieg: Selbst eine fast leere Erklärung (nur mit Daten der Lohnsteuerbescheinigung) bringt oft eine Erstattung, besonders bei Gehaltsänderungen oder Sonderzahlungen.
  • Frist: Für Arbeitnehmer ohne Abgabepflicht gilt eine 4-Jahres-Frist für die freiwillige Abgabe.
🚗 Fahrtkosten & Homeoffice (Werbungskosten)
  • Pendlerpauschale (ab 2026): 38 Cent pro Kilometer der einfachen Fahrtstrecke. Bei 10 km und 220 Arbeitstagen = 836 € absetzbar.
  • ÖPNV-Tickets: Tatsächliche Kosten (z. B. Deutschlandticket) sind absetzbar, wenn sie günstiger sind als die Pendlerpauschale.
  • Homeoffice-Pauschale: 6 € pro Tag, max. 1.260 € im Jahr. Ohne Belege, nur die Anzahl der Tage eintragen.
💼 Arbeitsmittel und laufende Kosten
  • Arbeitsmittel: Laptop, Handy, Software-Abos (beruflicher Anteil). Geräte bis 952 € brutto können sofort voll abgesetzt werden, teurere Geräte (z. B. Laptops) werden abgeschrieben.
  • Pauschalansatz: Ohne Nachweise werden oft 110 € für Arbeitsmittel und 20 % für Handy-/Internetkosten akzeptiert.
🏠 Handwerker und Haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Handwerkerkosten: 20 % der Lohnkosten werden direkt von der Steuer abgezogen. Maximal 1.200 € pro Jahr (entspricht 6.000 € Rechnungssumme).
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen: Putzkraft, Gärtner, Winterdienst. 20 % Abzug, max. 4.000 € pro Jahr.
  • Nebenkostenabrechnung prüfen! Hier verstecken sich oft absetzbare Posten (Hausmeister, Treppenhausreinigung, Schornsteinfeger).
👨‍👩‍👧‍👦 Familienbezogene Posten und Spenden
  • Kinderbetreuungskosten: Zu 80 % absetzbar, max. 6.000 € im Jahr.
  • Spenden: An gemeinnützige Organisationen, max. 20 % der Einkünfte.
💰 Steuerersparnis berechnen
  • Faustformel: Abzugsfähiger Betrag x persönlicher Grenzsteuersatz = Steuerersparnis.
  • Beispiel: Grenzsteuersatz 35 %, Deutschlandticket 756 € → Ersparnis ca. 265 €.
✨ Tools und Hilfsmittel
  • Elster: Kostenlos, aber weniger komfortabel.
  • Steuerprogramme: Intuitiver, zwischen kostenlos und ca. 40 €.
Sind Aktien von Lebensmittelmarken tot? Unilever McCormick, GIS, Reckitt, CBP, FLO, KHC
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|13. Juni

Sind Aktien von Lebensmittelmarken tot? Unilever McCormick, GIS, Reckitt, CBP, FLO, KHC

Zusammenfassung: Lebensmittelmarken-Aktien – Eine tiefe Analyse

Der Sprecher analysiert mehrere große Lebensmittelkonzerne und kommt zu dem Schluss, dass viele von ihnen strukturelle Probleme haben und als Value Traps (Wertfallen) einzustufen sind. Es wird ein düsteres Bild für die Branche gezeichnet, mit Ausnahme vielleicht kurzfristiger Dividendenrenditen.

Allgemeine Trends und Kritik:

  • Wettbewerb durch Eigenmarken: Discounter und Supermärkte wie Walmart bauen ihre Eigenmarken massiv aus. Die traditionelle Markentreue schwindet.
  • Management-Probleme: Viele Manager handeln im Eigeninteresse (z. B. durch „goldene Fallschirme“), ohne ausreichende Kapitalbeteiligung („skin in the game“) und treffen fragwürdige Kapitalallokationsentscheidungen.
  • Struktureller Niedergang: Der Trend geht weg von stark verarbeiteten Lebensmitteln (GLP-1-Medikamente, Gesundheitsbewusstsein). Umsätze und Gewinne vieler Konzerne sinken.
  • Verschuldung: Einige Unternehmen haben trotz fallender Geschäfte hohe Schulden, was das Risiko eines Totalverlusts erhöht.
  • Vergleich mit Staatsanleihen: Eine Dividendenrendite von 4-8% ist angesichts eines risikolosen Zinssatzes von 4,5% (10-jährige US-Staatsanleihe) nicht attraktiv genug, um das hohe Verlustrisiko (Dividendenkürzung, Kapitalvernichtung) zu rechtfertigen.

Analyse der Einzelunternehmen:

  • Unilever: (KGV 20, Dividende 4%) Kurse seit einem Jahrzehnt stagnierend. Management wird kritisiert. Die Übernahme von McCormick wird als komplex und möglicherweise wertvernichtend angesehen. Das Unternehmen versucht, sich auf „Power Brands“ zu konzentrieren, aber der Wettbewerb durch Eigenmarken ist stark.
  • General Mills (GIS): (Dividende 7%) Starker Kursverfall (>60% vom Hoch). Organisches Wachstum und Gewinne brechen ein. Wird als Paradebeispiel für eine Value Trap genannt.
  • McCormick: Mehr als 50% Kursverlust seit 2022. Schwächelt.
  • Reckitt Benckiser: 50% Kursverlust über 10 Jahre. Die Markenstärke lässt nach. IFRS-Wachstum um 11% gesunken.
  • Campbell's Soup (CPB): (Dividende 6%, KGV 11) Negative Geschäftsentwicklung. Bei einer Marktkapitalisierung von 6 Mrd. $ und Schulden von 7 Mrd. $ wird der Wert des Eigenkapitals als nahe Null eingeschätzt.
  • Flowers Foods (FLO): Kurs um über 75% gefallen. Eine katastrophale Akquisition führte zu einer Dividendenkürzung. Das Management wird als inkompetent beschrieben.
  • Kraft Heinz (KHC): (Dividende 6%) Selbst Warren Buffett machte hier einen Fehler. Die Marke Heinz verliert an Bedeutung. Das Geschäft ist bestenfalls stagnierend.

Fazit des Sprechers:

  • Kein Investment: Der Sprecher würde in keine dieser Aktien investieren, da das Risiko eines dauerhaften Kapitalverlusts zu hoch ist. Selbst eine mögliche Verdopplung des Kurses rechtfertigt das Risiko nicht.
  • Hoffnung trügt: Die Hoffnung, dass stark gefallene Aktien automatisch wieder steigen, wird als Trugschluss entlarvt („it doesn't“).
  • Bevorzugung: Stattdessen sucht der Sprecher nach Unternehmen mit langfristigen Wachstumsaussichten zu fairen Preisen.
SpaceX-Rausch: Von diesen Hochs müssen sich Anleger jetzt verabschieden! // BRIEFING
Mario Lochner|13. Juni

SpaceX-Rausch: Von diesen Hochs müssen sich Anleger jetzt verabschieden! // BRIEFING

SpaceX-Rausch und die Märkte im Juni

In diesem Briefing werden die aktuellen Marktbewegungen analysiert, insbesondere der Börsengang von SpaceX und die Situation im KI-Sektor.

SpaceX Börsengang: Der erste Billionär
  • Erfolgreicher IPO: SpaceX ging am 12. Juni an die Börse. Elon Musk hält 82% der Anteile und ist offiziell der erste Billionär der Welt.
  • Marktkapitalisierung: Das Unternehmen wird mit 2,2 Billionen US-Dollar (ca. 2,0 Billionen Euro) bewertet – mehr als Meta oder Tesla. Das ist fast so viel wie der gesamte DAX.
  • Kursentwicklung: Die Aktie notiert rund 20% über dem Ausgabepreis von 135 US-Dollar (ca. 125 Euro). Es wird mit hoher Volatilität gerechnet.
  • Ausblick: Eine Aufnahme in den Nasdaq 100 könnte in etwa einem Monat erfolgen. In den S&P 500 wird SpaceX vorerst nicht aufgenommen, da das Unternehmen noch Verluste schreibt.
  • Anlagestrategie: Der Analyst hält einen späteren, günstigeren Einstieg für wahrscheinlich. Besonders spannend ist das Thema Rechenzentren im All.
Bullen vs. Bären: Die aktuelle Marktlage
  • Die Bären warnen: Die Inflation in den USA liegt bei 4,2% (Mai). Die Erzeugerpreise steigen stark um 6,5% im Jahresvergleich. Die EZB hat die Leitzinsen erstmals seit 2023 auf 2,25% erhöht. Die Bären erwarten steigende Zinsen in den USA und warnen vor den Folgen hoher Ölpreise und dem Ende des KI-Hypes.
  • Die Bullen kontern: Die Kerninflation (ohne Energie) bleibt stabil. Der Anstieg der Gesamtinflation war erwartet worden und ist kein Schock für die Märkte. Der Ölpreis ist zuletzt gefallen, was als Konjunkturprogramm wirkt. Der US-Konsum ist robust, wie die Einzelhandelsumsätze zeigen.
KI-Branche: „Hier stimmt etwas nicht“
  • Wachstum: Der KI-Sektor wächst rasant. Die erwarteten Investitionsausgaben (Capex) steigen bis 2030 im Durchschnitt um 40% pro Jahr.
  • Lieferkette: Unternehmen wie SK Hynix, Broadcom und Sandisk profitieren enorm. Sandisk erzielt pro Aktie einen Gewinn von über 65 US-Dollar (ca. 61 Euro) – mehr als der Aktienkurs vor einem Jahr.
  • Bewertung: Nvidias Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 20 – so niedrig wie seit Jahren nicht. Die Aktie hinkt dem Gesamtmarkt hinterher, obwohl die Fundamentaldaten stark sind.
  • Fazit: Von einer Überbewertung oder einem Zusammenbruch der KI-Blase kann keine Rede sein. Die Nachfrage übersteigt das Angebot weiterhin massiv.
Mindblow: Die Hochs, die wir gesehen haben
  1. Inflation: Möglicherweise wurde der Höhepunkt der Inflation bereits erreicht.
  2. Ölpreis: Das Hoch beim Ölpreis wurde wahrscheinlich schon vor einigen Wochen gesehen.
  3. Zinserwartungen: Die Zinsen in den USA werden entgegen vieler Erwartungen in diesem Jahr wohl nicht steigen.
  4. Absicherungen: Das hohe Niveau an Short-Positionen deutet auf eine übertriebene Angst hin, was oft ein Zeichen für eine Bodenbildung ist.
Geldidee der Woche
  • Fujikura: Der Analyst hat die Aktie nachgekauft, nachdem sie stark gefallen war. Der CEO gibt eine konservative Prognose ab und die Nachfrage von Hyperscalern ist weiterhin hoch.
  • Gold: Die Performance war in den letzten drei Monaten historisch schlecht. Der Analyst hält vorerst still, da er Gold als langfristiges Investment betrachtet.

Wichtiger Hinweis: Dies stellt keine Anlageberatung dar, sondern lediglich die persönliche Meinung des Analysten.

SpaceX SPCX Aktie repräsentiert Musks großartige Strategie!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|11. Juni

SpaceX SPCX Aktie repräsentiert Musks großartige Strategie!

Zusammenfassung der SpaceX IPO-Analyse (Kritische Perspektive)

Der Redner analysiert den Börsengang von SpaceX (SPCX) aus einer wertorientierten Anlegerperspektive. Er ist äußerst skeptisch gegenüber der hohen Bewertung und den damit verbundenen Risiken.

Wichtigste Kritikpunkte:

  • Aktienstruktur & Kontrolle: Es gibt zwei Aktienklassen, Elon Musk behält 85 % der Stimmrechte. Entscheidungen werden allein nach seinem Willen getroffen, was für viele Anleger ein Risiko darstellt.
  • Fehlende Profitabilität: Das Unternehmen hat in den letzten drei Monaten einen operativen Verlust von 2 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 4,6 Milliarden US-Dollar erzielt. Die Gesamtverluste betragen 41 Milliarden US-Dollar.
    • „Kosten steigen schneller als die Einnahmen“ – das ist kein Zeichen für ein starkes Geschäftsmodell.
  • Überhöhte Bewertung: Die Marktkapitalisierung von 1,8 Billionen US-Dollar entspricht dem 100-fachen des Umsatzes von 2025. Selbst bei optimistischen Szenarien (10 % Gewinnmarge bis 2042) ergibt sich ein KGV von 10 – erst in 15–16 Jahren.
  • Narrative vs. Realität: Die Vision (Leben auf dem Mars, KI-Infrastruktur) ist mitreißend, aber die finanziellen Kennzahlen passen nicht dazu.
    • Es werden „andere Leute Geld“ eingesetzt (Pensionsfonds, 75 Milliarden US-Dollar Überschuss).
    • Der Redner vergleicht dies mit Teslas Aktienkursverlauf, der nach Euphorie einbrach.
  • Wettbewerbsrisiken: KI könnte die Kosten drastisch senken, was SpaceX‘ teure Weltraum-Monopole gefährden würde.
    • „Der nächste Elon Musk wird das Gleiche für KI tun“ – Reduktion der Kosten um 90 %.

Empfehlung des Redners:

  • SpaceX wird als „höchstes Risiko, niedrigste mögliche Rendite“ eingestuft.
  • Er plädiert für traditionelles Value-Investing (basierend auf Gewinnen & Cashflow) statt auf Narrative zu setzen.
  • Pensionsfonds und späte Anleger könnten die „Bagholder“ sein.

Wichtige Zitate:

„Gewinne sind irrelevant, bis sie es sind.“ „Die Leute kaufen Dinge, die steigen – das ist die ganze Geschichte.“

DAS ändert sich im Juli 2026: Rente, Spritpreis, Temu-Bestellungen & mehr!
Finanzfluss|10. Juni

DAS ändert sich im Juli 2026: Rente, Spritpreis, Temu-Bestellungen & mehr!

📅 Änderungen im Juli 2026: Das musst du für dein Geld wissen

1. 💸 Payment for Orderflow Verbot

  • Neobroker wie Trade Republic und Scalable Capital dürfen keine Provisionen mehr von Marketmashern für die Weiterleitung von Kundenorders erhalten.
  • Folge: Broker müssen ihr Geschäftsmodell anpassen – Scalable Capital betreibt eigenen Handelsplatz, Trade Republic bereitet sich vor.
  • Mögliche Auswirkung: Ordergebühren könnten steigen oder sich der Markt weiter verändern.

2. 🧓 Rentenerhöhung um 4,24 %

  • Rentenwert steigt von 40,79 € auf 42,52 € brutto pro Monat pro Rentenpunkt.
  • Beispiel: 40 Rentenpunkte → statt 1.632 € künftig 1.701 € brutto (+69 €).
  • Grund: Anpassung an die allgemeine Lohnentwicklung (Rentenniveau bleibt bis 2031 festgeschrieben).

3. ✈️ Luftverkehrssteuer sinkt

  • Für Flüge bis 2.500 km: von 15,53 € auf 13,30 € (−2,50 €).
  • Für 2.500–6.000 km: minus 6,33 €; für weitere Strecken: minus 11,40 €.
  • Hinweis: Airlines geben die Senkung nicht automatisch an Kunden weiter.

4. 🛡️ Bürgergeld wird zur „Neuen Grundsicherung“

  • Höhe bleibt 2026 unverändert (563 € für Alleinstehende).
  • Schärfere Sanktionen: Kürzung um 30 % oder kompletter Entzug bei Verstößen.
  • Schonvermögen sinkt (z. B. 10.000 € für 31–40-Jährige, 20.000 € ab 51).

5. ⛽ Spritpreise könnten steigen

  • Der Tankrabatt (17 Cent/l weniger Energiesteuer) endet Ende Juni.
  • Bisher wurden nur rund 13 Cent weitergegeben → ab Juli könnten Preise bis zu 17 Cent/l steigen.

6. 📦 Zoll auf China-Bestellungen (Temu, AliExpress)

  • Zollfreigrenze von 150 € entfällt → pauschaler Zoll von 3 € pro Warenkategorie unter 150 €.
  • Plus: Einfuhrumsatzsteuer und Servicepauschale (bis zu 7,50 €).
  • Beispiel: Handyhülle für 7 € kann sich auf 14,83 € verdoppeln.

7. 🏥 Pflegemindestlohn steigt

  • Pflegehilfskräfte: 16,52 € (vorher 16,10 €).
  • Qualifizierte Hilfskräfte: 17,80 €, Pflegefachkräfte: 21,30 €.
  • Weitere Anhebung für 2027 geplant.

8. 🔧 Recht auf Reparatur

  • EU-Richtlinie wird in nationales Recht umgesetzt.
  • Für Geräte wie Smartphones, Waschmaschinen, Fernseher gilt Reparaturpflicht bis zu 7–10 Jahre nach Verkaufsende.
  • Besonderheit: Reparatur innerhalb der Gewährleistungsfrist (2 Jahre) verlängert diese.

Empfehlung: Für regelmäßige Updates zu Finanz- und Verbraucherthemen den kostenlosen Newsletter von Finanzus abonnieren (Link in der Videobeschreibung).

Investitionsalternativen für den überhitzten S&P 500 oder Nasdaq
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|10. Juni

Investitionsalternativen für den überhitzten S&P 500 oder Nasdaq

Risiken des aktuellen Marktes
  • Der S&P 500 und Nasdaq sind so überbewertet wie nie zuvor. Die Dividendenrendite liegt nur bei 1%, historisch waren es 7% Dividendenwachstum.
  • Ein großer Absturz ist möglich: Wenn die Rendite auf 2% steigt, würde der Markt um 50% fallen. Bei 4% Rendite wäre nach 20 Jahren kein Gewinn da.
Alternative: Unternehmen besitzen
  • Berkshire Hathaway als Beispiel: Gewinnwachstum ähnlich wie S&P 500 (7% p.a.), aber günstigeres KGV (12–24). Zukünftige Erträge könnten 2–4 Milliarden generieren – besser als der S&P 500.
  • Aktuell gibt es wenige günstige Kaufgelegenheiten; die besten waren vor 1,5 Jahren. Auf seiner Research-Plattform hat er zwei starke Empfehlungen (KGV 9, Eigenkapitalrendite 20%).
ETFs sind keine Lösung
  • Globale ETFs haben ähnlich niedrige Dividendenrendite (1%) plus höhere Gebühren. Auch sie sind überbewertet und schneiden schlechter ab als der S&P 500.
Weitere Strategien
  • Hedging: Unkorrelierte Unternehmen (z. B. Nischen-Lebensmittel) als Absicherung. Erfordert viel Recherche.
  • Short gehen: Ebenfalls schwierig.
Fazit & Angebot
  • Der Markt hat in 17 Jahren 11–12x zugelegt – jetzt sind keine leichten Gewinne zu erwarten.
  • Seine Research-Plattform bietet eine 21-Tage-Geld-zurück-Garantie. Ein Besuch lohnt sich, um langfristig einen Value-Ansatz aufzubauen.
Überzeugung & Investieren – Aktien, die man jetzt für das 5-Fache kaufen sollte!
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|09. Juni

Überzeugung & Investieren – Aktien, die man jetzt für das 5-Fache kaufen sollte!

Überzeugung vs. Investieren: Die Illusion der Sicherheit
  • Der Sprecher kritisiert die gängige Erwartung fester Kursziele und Renditen („Conviction“). Solche Überzeugungen seien gefährlich, da Aktienkurse wild schwanken können (z. B. Pinduoduo: +/- 50 % oder mehr).
  • Statt Prognosen zu vertrauen, sollten Anleger die fundamentalen Geschäftsdaten analysieren und diese mit dem aktuellen Preis vergleichen.
Fallbeispiele und Szenarien
  • Microsoft: Selbst bei einem wahrscheinlichen Szenario (9 % Rendite) können Worst-Case-Entwicklungen (Rezession, niedrigere Bewertung) die Performance zerstören – selbst bei nur 1 % Wahrscheinlichkeit.
  • Samsung: Im Jahr 2024 sah es fundamental gut aus (KGV 15), aber der Kurs fiel trotzdem 40 %. Später stieg er aber um das 6-fache. Zeitpunkt und Zufall spielen eine große Rolle.
Die Value-Strategie des Kanals
  • Der Sprecher nutzt ein Value-Investment-Quadranten (Risiko vs. Rendite) und zeigt, dass aktuell keine „großartigen Käufe“ darin sind. Beispiele früherer Käufe: Archer Daniels Midland (+77 %), JD Pets (+40 %), Nutrien (+30 %), Rubis (+43 %).
  • Er kündigt ein 10.000-€-YouTube-Portfolio an, um seine Strategie live zu demonstrieren.
Fazit: Geduld und Prozess
  • Investieren ist ein Prozess, keine einmalige Entscheidung. Volatilität muss akzeptiert werden. Man sollte aktiv nur dann kaufen, wenn die fundamentale Bewertung klar günstig ist.
  • Der Sprecher betont, dass er Risiken wie einen möglichen Finanzkollaps analysiert, aber nicht den Zeitpunkt vorhersagt – auch wenn das manche Zuschauer nicht verstehen.

Kernbotschaft: Überzeugung ohne Fundament ist riskant. Erfolgreiches Investieren erfordert Geduld, Analyse und die Bereitschaft, auf die richtige Gelegenheit zu warten.

Nullsummen-FALLE: Ohne diesen Denkfehler werden wir alle reicher // Rainer Zitelmann
Mario Lochner|08. Juni

Nullsummen-FALLE: Ohne diesen Denkfehler werden wir alle reicher // Rainer Zitelmann

Einleitung: Das Nullsummen-Denken entlarven

In diesem Interview mit Dr. Rainer Zitelmann, Historiker und Autor, wird das Konzept des Zero-Sum Mindset (Nullsummen-Denken) analysiert. Zitelmann erklärt, warum viele Menschen fälschlicherweise glauben, dass Reichtum nur auf Kosten anderer entsteht.

Das Kernproblem: Nullsummen-Glaube
  • Bertolt Brechts Gedicht veranschaulicht den Irrglauben: „Armer Mann und reicher Mann standen da und sahen sich an, und der Arme sagte: 'Bleich, wär' ich nicht arm, wärst du nicht reich.'“
  • Dieses Denken – oft mit Neid und Sündenbock-Suche verbunden – unterstellt, dass Erfolg immer auf Ausbeutung beruht.
  • Fakt ist: Heute gibt es Wirtschaftswachstum. Der „Kuchen“ wird größer, sodass viele gleichzeitig gewinnen können. In der Geschichte (Kriege, Raub) war dies anders.
Zitelmanns Buch: „Zero Mindset“ oder „Die Nullsummenfalle“

Das Buch zeigt, wie dieses Denken in vielen Bereichen schädlich ist:

Beispiele und Widerlegungen

Handel und Wirtschaft

  • Freihandel ist eine Win-Win-Situation: Handel basiert auf Freiwilligkeit. Beide Seiten profitieren.
  • Trump und Handelsdefizite: Zitelmann kritisiert Trumps Zollpolitik als Nullsummen-Denken. Schulden in Form von Handelsdefiziten sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Folge von Konsumentscheidungen.

Entwicklungshilfe und Armut

  • Falscher Glaube: Arme Länder seien arm, weil reiche Länder sie ausgebeutet haben.
  • Wahrheit: Länder wie Vietnam zeigen, dass wirtschaftliche Freiheit der Schlüssel zur Armutsbekämpfung ist. Entwicklungshilfe hat historisch nie funktioniert.
  • Kernerkenntnis: „Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer“ ist falsch. Seit 2000 stieg die Zahl der Milliardäre von 450 auf 3.000, während die extreme Armut (von 30% auf 10%) dramatisch sank. Logisch unmöglich, wenn Reichtum auf Kosten der Armen ginge.
Positive Alternative: Kooperation und Win-Win
  • Erfolgsrezept: Unternehmer und erfolgreiche Menschen denken meist nicht in Nullsummen. Sie fragen: „Wie kann ich helfen?“ und suchen Kooperation.
  • Praxisbeispiel: Zitelmann teilt sein Netzwerk mit Autoren, hilft ihnen bei Veröffentlichungen und profitiert selbst durch mehr Reichweite und Wissen.
Der kompensatorische Nullsummen-Glaube

Zitelmann führt einen neuen Begriff ein:

  • Menschen glauben, dass jemand, der in einem Bereich große Vorteile hat (z. B. reich, schön, intelligent), in anderen Bereichen automatisch Nachteile haben muss (z. B. unglücklich, moralisch schlecht).
  • Zweck: Diese Denkweise schützt das eigene Selbstwertgefühl. Beispiele: „Der Professor ist intelligent, kann aber keinen Nagel gerade einschlagen“ oder „Die Schöne ist bestimmt dumm.“
  • Studien: Es gibt keine Belege für diese Stereotype. Sie sind ein weiteres Beispiel für fehlerhaftes Nullsummen-Denken.
Fazit

Das Video ist eine kluge Analyse eines verbreiteten kognitiven Fehlers. Kernaussage: Auch wenn es echte Nullsummen-Situationen gibt (z. B. Sport, Wahlen), sind die meisten Lebensbereiche durch Kooperation und Win-Win geprägt. Wer das erkennt, wird erfolgreicher und zufriedener.

SpaceX & Open AI Börsengang: Einfluss auf ETFs? Mit Trade Republic teilnehmen?
Finanzfluss|07. Juni

SpaceX & Open AI Börsengang: Einfluss auf ETFs? Mit Trade Republic teilnehmen?

SpaceX, OpenAI & Anthropic: Mega-IPOs und ihr Einfluss auf ETFs

In diesem Video analysiert Thomas von Finanzfluss die bevorstehenden Börsengänge von SpaceX, OpenAI und Anthropic und deren Auswirkungen auf passive ETF-Investoren.

Wichtige Fakten zu den IPOs
  • SpaceX: IPO voraussichtlich am 12. Juni 2025 an der NASDAQ, angestrebte Bewertung 1,8 Billionen US-Dollar. Nur etwa 5 % der Aktien (Streubesitz) werden gehandelt, was zu hoher Volatilität führen kann. Elon Musk hält 85 % der Stimmrechte.
  • OpenAI: IPO wahrscheinlich im 4. Quartal 2025, Bewertung um 1 Billion US-Dollar.
  • Anthropic: IPO voraussichtlich Oktober 2026, ebenfalls um 1 Billion US-Dollar.
Aufnahme in Indizes und Gewichtung
  • MSCI World / FTSE All-World: SpaceX wird nach 3 Monaten bzw. sofort (Fast-Track) aufgenommen. Aufgrund des geringen Streubesitzes (5 %) beträgt die Gewichtung nur ca. 0,10 % (z. B. 11 € pro 10.000 € Investment).
  • S&P 500: SpaceX wird nicht aufgenommen, da die Indexregeln nicht geändert wurden (Mindesthandelsdauer 12 Monate, Streubesitz >10 %, Profitabilität).
  • NASDAQ 100: Ursprünglich 10 % Streubesitz nötig, Regel wurde gelockert: Maximal dreifacher Streubesitz (15 %) wird gewichtet. Damit ergibt sich eine Gewichtung von ca. 0,5 % (50 € pro 10.000 €).
Sonderfall Trade Republic

Trade Republic ermöglicht Kunden die Zeichnung von SpaceX-Aktien beim IPO. Das ist spekulativ: Historisch erzielen IPOs im Median +7 % am ersten Tag, aber 60 % sind nach 3 Jahren im Minus. Aufgrund der Größe von SpaceX ist der erste Tag schwer vorhersehbar. Thomas rät, nur mit kleinem Betrag zu investieren und langfristig passiv zu bleiben.

Fazit für ETF-Investoren

Die Mega-IPOs haben nur geringen Einfluss auf Weltindizes – die Gewichtung ist minimal. Regeln wurden teils angepasst (NASDAQ, MSCI), aber dies ist nicht dramatisch. Eine Änderung der Anlagestrategie ist nicht nötig. Wer das USA-Gewicht reduzieren möchte, kann andere ETFs (z. B. Getcoma) in Betracht ziehen.

Nasdaq tiefrot: Was jetzt?! DAS kaufen wir jetzt! // BRIEFING
Mario Lochner|06. Juni

Nasdaq tiefrot: Was jetzt?! DAS kaufen wir jetzt! // BRIEFING

📊 Überblick: Ein Sommergewitter an der Börse? Die KI-Rally steht auf dem Prüfstand, während überraschende Wirtschaftsdaten und der bevorstehende SpaceX-IPO die Märkte bewegen.

🇩🇪 Markt & Stimmung:

  • Aufreger der Woche: Die KI-Rally ist ins Stocken geraten. Aktien wie Super Micro Computer (SMCI) und Broadcom (AVGO) sind stark gefallen. Viele Titel notieren weit über ihrer 200-Tage-Linie (z.B. Super Micro Computer +242%), was ein erhöhtes Risiko birgt.
  • Gewinner & Verlierer: Marvell Technology (MRVL) sticht mit +30% an einem Tag heraus, nach einem positiven Kommentar von Chensang (potenziell 1 Billion $ Bewertung). SAP und Palo Alto Networks zählen zu den Gewinnern. Lululemon (LULU) (-41% YTD) und Strategy (MSTR) (erster Bitcoin-Verkauf seit 2022) sind die großen Verlierer.
  • Bären vs. Bullen: Die Bären warnen vor einer Blase (vergleichen mit Dotcom & Schiller KGV). Die Bullen kontern, dass die Gewinne der großen KI-Firmen real und außergewöhnlich sind (Profitmargen im S&P 500 auf Rekordniveau). Warren Buffett steigt via Berkshire Hathaway bei Alphabet ein – ein klares Vertrauenssignal.
  • Überraschende Daten:
    1. Trueflation liegt bei 1,9% – die Inflationsangst ist übertrieben.
    2. Der Economic Surprise Index ist auf einem Jahreshoch – die US-Wirtschaft läuft besser als erwartet.
    3. Die Finanzkonditionen sind so locker wie vor dem Irankrieg – ein Treiber für die Rally.

🚀 Highlight: SpaceX IPO

  • Bewertung: 1,8 Billionen $ (nicht Milliarden!). Ein IPO dieser Größe ist historisch (größer als alle IPOs der letzten Dekade).
  • Zeichnungsmöglichkeiten: Trade Republic und Revolut bieten die Teilnahme an.
  • Risiken: Maximaler Drawdown bei vergleichbaren IPOs im Median 54%. Elon Musk hat eine 366-Tage-Lockup-Periode (kein Verkauf im ersten Jahr).
  • Geldidee: Gratis-Report zu SpaceX & sechs Aktien, die vom Boom profitieren (Download-Link in der Beschreibung).

🔍 Fazit & Handelsstrategie:

  • KI-Momentum: Noch nicht am Ende. Die Adoption von KI-Modellen (nur 50% der US-Unternehmen zahlen) und die Ausgaben für Token (gemäß LM Token Expenditure Index) steigen weiter.
  • Strategie: Nicht gierig werden. In Tranchen kaufen (z.B. bei Broadcom nach dem Rücksetzer). Cash-Position von 15% für mögliche Sommergewitter-Rückschläge.
  • Bitcoin: Experte Marian Kopotsch steigt in Tranchen ein: 1. bei 61.000 $, 2. bei 55.000-60.000 $, 3. bei 48.000-50.000 $.
  • Live-Webinar: Am 9. Juni mit Dr. Gert Kommer (kostenlos).
Wie du Glück kaufen kannst
Finanzfluss|04. Juni

Wie du Glück kaufen kannst

Geld und Glück: Die fünf Prinzipien für maximale Zufriedenheit

Dieses Video entlarvt den Mythos, dass Geld nicht glücklich macht – es kommt nur darauf an, wie du es ausgibst. Basierend auf wissenschaftlichen Studien werden fünf Prinzipien vorgestellt, mit denen du aus jedem Euro mehr Lebensqualität holen kannst, unabhängig von deinem Einkommen.

Prinzip 1: Zeit kaufen

  • Geld ausgeben, um dir lästige Aufgaben vom Hals zu schaffen (z. B. Putzhilfe, Lieferdienst, Steuerberater) steigert die Zufriedenheit.
  • Studie von Willens et al. (2017): Menschen, die Zeit über Geld priorisieren, sind glücklicher – egal wie viel sie verdienen.
  • Beispiele: Berufliche Auszeit für mehr Familienzeit, ein günstigeres Auto, das den Arbeitsweg verkürzt.

Prinzip 2: In Beziehungen investieren

  • Starke soziale Bindungen sind einer der größten Glücksfaktoren (Studie: Very Happy People, Dina & Seligmann, 2002).
  • Gib Geld für gemeinsame Aktivitäten mit Freunden aus – das macht glücklicher als rein egoistische Ausgaben.
  • Selbst kleine Beträge (Kaffee für Kollegen, Spenden) heben die Stimmung (Dan et al., 2008).

Prinzip 3: Konsum aufschieben

  • Vermeide „Kauf jetzt, zahl später“-Angebote. Stattdessen: Vorfreude aufbauen.
  • Elizabeth Dunn et al.: Die Vorfreude auf ein Erlebnis ist oft intensiver als die Erinnerung daran.
  • Das spart Geld und schenkt kostenloses Glück.

Prinzip 4: Erlebnisse statt Dinge

  • Roadtrips, Konzerte, Reisen schaffen mehrfaches Glück: Vorfreude, das Erlebnis selbst, soziale Bindung und Erinnerung.
  • Materielle Anschaffungen verlieren schnell an Reiz – du gewöhnst dich daran (hedonistische Adaptation).
  • Studie von Dan et al. (2008) zeigt: Erlebnisse machen langfristig glücklicher.

Prinzip 5: Nicht vergleichen

  • Materielle Dinge lassen sich mit anderen vergleichen – das ist der größte Glückskiller.
  • Beispiel: Der neue Fernseher verliert an Wert, sobald der Nachbar ein besseres Modell hat.
  • Vermeide die hedonistische Hamsterrad: Kaufe nicht, um anderen etwas zu beweisen.

📌 Fazit: Gib Geld für Zeit, Beziehungen, Vorfreude und Erlebnisse aus – und lass Vergleiche sein. So wird jeder Euro zu einer Investition in dein Glück.

Dies war die erste Folge des Formats „P mal Daumen“ – schreib in die Kommentare, welche Fragen wir als nächstes beantworten sollen!

Das "schlechteste" Gehalt Deutschlands...
Finanzfluss|31. Mai

Das "schlechteste" Gehalt Deutschlands...

In diesem Video analysiert Finanzus, bei welchem Gehalt in Deutschland der Anreiz, mehr zu verdienen, am geringsten ist. Dabei geht es nicht um das niedrigste Gehalt oder die höchste absolute Steuerlast, sondern um die höchste Grenzbelastung – also wie viel Prozent von jedem zusätzlich verdienten Euro an Steuern und Abgaben abgeführt werden müssen.

Die Grenzbelastung in Deutschland
  • Steuerprogression: Unser Steuersystem ist progressiv. Je mehr du verdienst, desto höher der Steuersatz. Der Grundfreibetrag liegt bei 12.348 € (steuerfrei), der Spitzensteuersatz (42%) greift ab 69.879 € und die Reichensteuer (45%) ab 277.826 €.
  • Soli-Gleitzone: Zwischen ca. 76.000 € und 116.000 € führt der gleitende Übergang beim Solidaritätszuschlag zu einem Anstieg der Grenzbelastung auf etwa 47%.
  • Sozialabgaben: Diese sind nach oben gedeckelt (Beitragsbemessungsgrenzen). Dadurch entstehen zwei weitere "Hügel" maximaler Grenzbelastung:
    • Bei ca. 69.000 €: Hier endet die Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung. Die Grenzbelastung liegt bei etwa 50%.
    • Zwischen 94.000 € und 101.000 €: Hier treffen die Soli-Gleitzone und die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung aufeinander. Die Grenzbelastung steigt auf knapp 53%.
Die "echten Klippen" – Geringe und hohe Einkommen
  • Midijob-Bereich (bis 2.000 € brutto/Monat): Der Übergang vom Minijob (steuer- und abgabenfrei) in die Sozialversicherungspflicht ist extrem steil. Von Gehaltserhöhungen in diesem Bereich werden bis zu 62% einbehalten.
  • Grundsicherung (Bürgergeld): Die Anrechnung von eigenem Einkommen auf die Grundsicherung führt zu einer faktischen Grenzbelastung von bis zu 100% für niedrige Einkommen. Das bedeutet, dass jeder zusätzlich verdiente Euro fast vollständig durch Kürzungen der Sozialleistungen aufgefressen wird.
  • Elterngeld-Klippe: Für Paare mit einem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen über 175.000 € entfällt der komplette Anspruch auf Elterngeld. Dies ist eine echte Klippe, da bereits ein Euro mehr den gesamten Anspruch streicht.
Fazit: Das ungünstigste Gehalt
  1. Ganz klar: Ein Einkommen, das so niedrig ist, dass du Anspruch auf Grundsicherung hast oder unterhalb der Midijob-Grenze von 2.000 € brutto monatlich liegst. Hier ist der finanzielle Anreiz, mehr zu arbeiten, minimal. Ein signifikanter Sprung über diese Grenzen kann sich dagegen lohnen.
  2. Bei höheren Einkommen: Die höchsten Hürden liegen in den Zonen um die Beitragsbemessungsgrenzen (ca. 69.000 € und 94.000 – 101.000 €). Trotz der hohen Grenzbelastung bleibt eine Gehaltserhöhung aber immer positiv für dein Netto.
  • Wichtig: Hohe Grenzbelastung kann auch bedeuten, dass sich eine Reduzierung der Arbeitszeit (z. B. um 20%) weniger stark im Netto auswirkt (nur ca. 15% weniger Netto).
34 Tricks für mehr Netto vom Arbeitgeber! (ohne Gehaltserhöhung)
Finanzfluss|24. Mai

34 Tricks für mehr Netto vom Arbeitgeber! (ohne Gehaltserhöhung)

💡 Die zentrale Idee: Bruttolohn clever gestalten

Eine Gehaltserhöhung von z.B. 6% bei 50.000 € Jahresgehalt bringt dir nur etwa 133 € netto pro Monat. Viel mehr bleibt hängen, wenn du die Erhöhung in steuerfreie oder steuervergünstigte Benefits umwandelst. Das Video zeigt über 30 konkrete Möglichkeiten.

Grundlage ist das Konzept des Geldwerten Vorteils: Sachen oder Dienstleistungen vom Arbeitgeber sind meist steuerpflichtig – aber nicht immer. Es gibt vier Kategorien:

  • Komplett steuerfrei (für dich und den Arbeitgeber)
  • Freigrenze (bis Betrag X steuerfrei; bei Überschreitung wird der gesamte Betrag steuerpflichtig)
  • Freibetrag (bis Betrag X steuerfrei; nur der Überhang wird versteuert)
  • Pauschale Versteuerung durch den Arbeitgeber (für dich steuerfrei, AG zahlt meist 25% Pauschalsteuer, keine Sozialabgaben)
🎁 Sachzuwendungen & Benefits (bis 50 € monatlich)
  • 50 € Sachbezug (Freigrenze!): Monatlich steuerfrei vom AG. Keine Barauszahlung, sondern zweckgebunden, z.B. als:
    • Fitnessstudiobeitrag
    • Tankgutschein
    • Einkaufsgutschein
    • Prepaid-Sachbezugskarte (z.B. Spendit oder Givey) – flexibel bei Partnerfirmen einsetzbar.
  • Aufmerksamkeiten (Freigrenze 60 €): Geschenke zu Geburtstag, Hochzeit, Firmenjubiläum.
  • Betriebsfeiern (Freibetrag 110 € pro Mitarbeiter & Event, max. 2 Events/Jahr): Für Weihnachtsfeiern, Teamausflüge etc. Kosten über 110 € kann der AG pauschal versteuern.
🍽️ Essen & Verpflegung
  • Essenszuschuss: AG kann bezuschussen. Bei Kantine oder Essensgutscheinen muss der AN einen Eigenanteil zahlen (Mittagessen 4,57 €, Frühstück 2,37 €). Der AG kann dann zusätzlich steuerfrei bis zu 3,10 € dazugeben (Gesamtwert 7,67 € als Gutschein).
  • Kaffee, Obst, Snacks: Unbegrenzt steuerfrei, solange sie im Büro verzehrt werden.
💻 Homeoffice & Technik
  • Telefon & Internet: AG kann die tatsächlichen Kosten oder eine Pauschale von 50 € monatlich erstatten (steuerfrei für dich, AG versteuert pauschal mit 25%).
  • Diensthandy & -laptop: Private Nutzung ist steuerfrei. Wenn du das Gerät nach dem Job behalten darfst, wird der Zeitwert als geldwerter Vorteil versteuert.
  • Homeoffice-Ausstattung: AG kann Schreibtisch, Stuhl etc. unbegrenzt bezuschussen (Eigentum bleibt beim AG).
📚 Fortbildung & Gesundheit
  • Weiterbildungskosten: Völlig steuerfrei, wenn beruflich relevant.
  • Betriebliche Gesundheitsförderung (Freibetrag 600 €/Jahr): Zertifizierte Kurse (Yoga, Rückentraining, Ernährung) – übernommen vom AG, ohne Sozialabgaben.
  • Firmeneigene Sportanlagen: Nutzung ist immer steuerfrei.
🚗 Mobilität
  • Jobticket / Deutschlandticket: AG stellt es steuerfrei zur Verfügung. Auch als Gehaltsumwandlung möglich (AG versteuert pauschal mit 25%). Wichtig: Nur Nahverkehr (kein ICE). Der Betrag wird von der Pendlerpauschale abgezogen.
  • Fahrrad/E-Bike als Dienstrad: AG stellt es steuerfrei (als Extra oder Gehaltsumwandlung). AG versteuert pauschal 25%.
  • Fahrtkostenzuschuss (Auto): Bis zu 38 Cent/km für den einfachen Weg zur Arbeit (Pendlerpauschale). AG versteuert pauschal 15%. Dieser Betrag kann nicht in der Steuererklärung abgesetzt werden.
  • Dienstwagen (1%-Regel): Wenn du privat fahren darfst, wird 1% des Bruttolistenpreises monatlich versteuert. Bei Hybriden nur 0,5%, bei reinen E-Autos nur 0,25%.
  • Ladestrom für E-Auto: Steuerfrei, wenn du auf dem Firmengelände lädst.
  • Parkplatz: Firmeneigener Parkplatz ist steuerfrei. Ein externer, vom AG bezahlter Parkplatz wird komplizierter.
  • Dienstreisen: AG kann 14 € (8-24h) oder 28 € (voller Tag) pauschal steuerfrei zahlen.
👨‍👩‍👧‍👦 Familie & Wohnen
  • Kita-Zuschuss: Unbegrenzt, aber zweckgebunden (Nachweis nötig).
  • Notfall-Kinderbetreuung: Bis zu 600 €/Jahr steuerfrei vom AG.
  • Erholungsbeihilfe (Urlaub): AG zahlt 156 € für dich, 104 € für Partner, 52 € pro Kind (steuerfrei für dich, AG pauschal).
  • Umzugskosten: AG kann tatsächliche Kosten oder eine Pauschale von 964 € erstatten, wenn der Umzug jobbedingt ist (oder mind. 1 Stunde Fahrtzeit verkürzt).
  • Verbilligte Miete: AG kann eine Wohnung vermieten. Solange die Miete mind. 2/3 der ortsüblichen Miete beträgt (max. 25 €/m²), ist sie kein geldwerter Vorteil.
💰 Beteiligung & Vorsorge
  • Belegschaftsrabatt (Freibetrag 1.080 €/Jahr): Rabattierte oder kostenlose Dienstleistungen vom AG.
  • Mitarbeiterbeteiligung (Freibetrag 2.000 €/Jahr): Steuerfreie Übertragung von Firmenanteilen (z.B. Aktien).
  • Zinsverbilligtes Darlehen: Bis zu 2.600 € steuerfrei; bei höheren Summen zählen die Zinsvorteile zu den 50 € Sachbezügen.
  • Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Spart steuer- und sozialabgabenfrei an, hat aber Nachteile: später volle Steuer- und Sozialabgabenpflicht auf die Rente, unflexibel bei Jobwechsel.
⚠️ Wichtige Hinweise
  • Weniger Sozialabgaben heute → weniger Sozialleistungen morgen (Rente, Arbeitslosengeld, Elterngeld). Der Effekt ist meist gering, sollte aber bedacht werden.
  • Gehaltsentwicklung nicht vergessen: Ein höheres Gehalt erhöht die Basis für nächste Verhandlungen.

Hinweis: Maßeinheiten wurden nicht umgerechnet, da alle Beträge bereits in Euro und metrischen Einheiten (Kilometer) angegeben sind.

Cum-Ex-Ermittlerin über den größten Steuerraub aller Zeiten! | Anne Brorhilker im Interview
Finanzfluss|20. Mai

Cum-Ex-Ermittlerin über den größten Steuerraub aller Zeiten! | Anne Brorhilker im Interview

Einleitung
  • Anne Broh Hilker, ehemalige Oberstaatsanwältin in Köln, leitete die Cum-Ex-Ermittlungen und wechselte später zur Bürgerbewegung Finanzwende. Im Interview erklärt sie die Hintergründe des größten Steuerskandals Deutschlands und die strukturellen Hürden bei der Verfolgung.
Was sind Cum-Ex und Cum-Cum?
  • Cum-Ex und Cum-Cum sind Scheingeschäfte (sog. Tax Trades), die nur darauf abzielen, Steuern zu hinterziehen oder zurückzuerhalten.
  • Dabei werden Aktien kurz vor dem Dividendenstichtag im Kreis geschoben, sodass das Finanzamt die Kapitalertragsteuer mehrfach erstattet, obwohl sie nur einmal gezahlt wurde.
  • Wichtig: Diese Praktiken waren nie legal – es gab keine Gesetzeslücke, sondern die Akteure haben bewusst gegen geltendes Recht verstoßen. Dieser Irrglaube wurde jahrelang durch gezielte Lobbyarbeit verbreitet.
Ermittlungen und Widerstände
  • Die Aufklärung war extrem aufwendig: grenzüberschreitende Rechtshilfe, gelöschte Daten, eingeschüchterte Whistleblower und massive Gegenwehr durch Litigation PR – öffentliche Angriffe auf Ermittlerinnen und Ermittler.
  • Bankdurchsuchungen waren damals unüblich; Broh Hilker musste sich erst gegen interne Widerstände durchsetzen.
  • Bisher wurden rund 3,1 Milliarden Euro von geschätzt 10 Milliarden Schaden bei Cum-Ex zurückgeholt. Bei Cum-Cum, das allein bis zu 28,5 Milliarden gekostet haben könnte, ist der Fortschritt noch viel geringer (nur rund 200 Millionen Euro).
Politische Verantwortung
  • Besonders belastet ist der Fall der Warburg-Bank in Hamburg. Die Finanzverwaltung verzichtete jahrelang auf Steuerrückforderungen, obwohl Gerichte die Illegalität bestätigten.
  • Olaf Scholz (damals Erster Bürgermeister) trug als Chef der Verwaltung politische Verantwortung, stellte sich aber stets als unbeteiligt dar. Ein Untersuchungsausschuss konnte keine strafrechtliche Schuld nachweisen, aber politisch bleibt ein schwerer Vertrauensverlust.
Strukturelle Probleme in Deutschland
  • Föderalismus und drei Säulen: Polizei, Zoll und Steuerfahndung arbeiten getrennt – Informationen versickern oft. Es fehlt eine zentrale Bundesstelle für große Wirtschaftskriminalität.
  • Grenzüberschreitung: Deutsche Ermittler stoßen an Datenschutz- und Rechtshilfeprobleme. Vor allem Daten in „Datenoasen“ wie den Niederlanden oder Großbritannien sind schwer zugänglich.
  • Ungleichgewicht der Ressourcen: Der Finanzbranche stehen 40 Millionen Euro Lobbybudget gegenüber, während zivilgesellschaftliche Organisationen wie Finanzwende mit rund 130.000 Euro haushalten.
Lobbyismus und seine Folgen
  • Lobbyarbeit ist an sich legitim, aber das enorme Ungleichgewicht führt zu verzerrten politischen Entscheidungen. Ein Beispiel: Die geplante Verkürzung von Aufbewahrungsfristen wurde (nach erfolgreicher Petition) rückgängig gemacht, weil sie faktisch Beweise für Steuerbetrug vernichtet hätte.
Was können Bürger tun?
  • Sich informieren (z. B. Newsletter von Finanzwende, LobbyControl etc.).
  • Petitionen unterschreiben, Wahlkreisabgeordnete ansprechen oder an E-Mail-Aktionen teilnehmen.
  • Demokratische Beteiligung zwischen Wahlen nutzen.
Fazit
  • Broh Hilker ist vorsichtig optimistisch: Die Probleme sind bekannt, aber es braucht politischen Druck von außen, um Reformen wie eine zentrale Anti-Steuerbetrugs-Einheit oder bessere grenzüberschreitende Ermittlungen durchzusetzen.
  • Das Interview zeigt: Wirtschaftskriminalität kostet den Staat Milliarden – und damit jede Bürgerin und jeden Bürger.
7 Formulare für mehr Rente (die kaum jemand kennt!)
Finanzfluss|17. Mai

7 Formulare für mehr Rente (die kaum jemand kennt!)

Zusammenfassung: 7 Formulare für mehr Rente (die kaum jemand kennt!)

Der YouTuber Markus von Finanzus stellt sieben Formulare der Deutschen Rentenversicherung vor, mit denen du deine Rente optimieren oder erhöhen kannst. Die wichtigsten Schritte: Kontenklärung und Anerkennung von Zeiten.

1. Kontenklärung (Formular V01)

  • Ziel: Prüfung, Ergänzung und Korrektur des Rentenkontos, um Lücken im Versicherungsverlauf zu schließen.
  • Warum wichtig: Für verschiedene Rentenarten benötigst du bestimmte Wartezeiten (z.B. 5 Jahre für Grundrente, 35 Jahre für Rente mit Abschlägen, 45 Jahre für abschlagsfreie Rente).
  • Vorgehen: Formular V01 online auf der Website der Rentenversicherung ausfüllen. Vorher Versicherungsverlauf im Kundenportal prüfen.

2. Anerkennung von Ausbildungszeiten (Formular V0410)

  • Was: Schul- und Studienzeiten ab dem 17. Lebensjahr (max. 8 Jahre) als Anrechnungszeiten anerkennen lassen.
  • Nutzen: Erhöht die Zahl der Anrechnungsjahre, was z.B. für die 35-Jahres-Wartezeit für vorgezogene Rente wichtig sein kann.
  • Tipp: Frühzeitig kümmern, da Nachweise mit der Zeit verloren gehen können.

3. Anerkennung von Auslandszeiten (Formular E207)

  • Was: Zeiten, in denen du im Ausland rentenversichert warst, auf die Wartezeit anrechnen lassen.
  • Beispiel: 3 Jahre in Deutschland + 3 Jahre in Frankreich = 6 Jahre → erfüllt die 5-Jahres-Wartezeit für eine Rente.

4. Kindererziehungszeiten / Mütterrente (Formular V0800)

  • Was: Für jedes Kind vor 1992: 2,5 Jahre, nach 1992: 3 Jahre anerkennen lassen. Pro Jahr gibt es einen Rentenpunkt (ab Juli 2026: 42,52 € monatliche Bruttorente pro Punkt).
  • Wer: Standardmäßig die Mutter, aber Übertragung auf den anderen Elternteil möglich.
  • Hinweis: Ab 2027 einheitlich 3 Jahre für alle Kinder.

5.-7. Rentenpunkte kaufen (drei Formulare)

Allgemein: Rentenpunkte können über drei Wege erworben werden. Ein Punkt kostet 2026 ca. 9.662 € und bringt lebenslang 42,52 € Rente monatlich. Das ergibt einen Rentenfaktor von ca. 44 (vs. ca. 27,5 bei privaten Rentenversicherungen). Freiwillige Beiträge sind steuerlich absetzbar.

  • a) Nachzahlung für Ausbildungszeiten (V0080): Bis zum 45. Lebensjahr möglich. Du zahlst für anerkannte Ausbildungszeiten Beiträge nach (Mindest- und Höchstgrenzen). Erhöht sowohl Rentenpunkte als auch Beitragsjahre (wichtig für 45-Jahres-Wartezeit).
  • b) Freiwillige Beiträge (V0060): Nur möglich, wenn du nicht pflichtversichert bist (z.B. Selbstständige). Beitragszahlung nur bis zum 31. März des Folgejahres möglich.
  • c) Ausgleich von Rentenabschlägen (V0210): Ab dem 50. Lebensjahr bis kurz vor Rentenbeginn. Du kaufst Rentenpunkte, um Abschläge bei vorzeitigem Renteneintritt auszugleichen (max. 14,4% bei 4 Jahren früher). Unabhängig davon, ob du später wirklich früher in Rente gehst.

Fazit: Die Formulare helfen, die Rente zu erhöhen oder früher in Rente zu gehen. Besonders die Kontenklärung (V01) ist der erste und wichtigste Schritt. Das Kaufen von Rentenpunkten kann eine lohnende Alternative zu privaten Rentenversicherungen sein, birgt aber politische Unsicherheiten.