
(JUST RECORDED) Dustin Poirier: I Deleted Social Media After The Incident
In diesem tiefgründigen Gespräch öffnet sich der ehemalige UFC-Kämpfer Dustin Poirier über seine jüngsten Turbulenzen, darunter ein Festnahme am Flughafen aufgrund von Alkoholkonsum, der mit seiner Depression und der schwierigen Beziehung zu seinem alkoholkranken Vater zusammenhing. Er reflektiert über seine Kindheit, den Kampf gegen innere Dämonen und den schwierigen Übergang vom Spitzensport in den Ruhestand.
Der Vorfall am Flughafen- Poirier beschreibt, wie er am Vatertag nach einem schönen Morgen mit seinen Kindern plötzlich in ein depressives Tief fiel und am Flughafen zu trinken begann.
- Die Eskalation führte zu einer Festnahme wegen öffentlicher Trunkenheit – ein Moment, den er zutiefst bereut und der ihn fast alles gekostet hätte, was er sich aufgebaut hat.
- Er betont, dass dies keine Entschuldigung sei, sondern die Folge einer unkontrollierten emotionalen Krise.
- Poirier wuchs in Lafayette, Louisiana in einer Arbeiterfamilie auf. Seine Eltern trennten sich früh, und er erlebte Gewalt und Alkoholmissbrauch im Elternhaus.
- Sein Vater war zeitlebens Alkoholiker, ist inzwischen obdachlos und lehnt Hilfe ab. Diese Belastung trug Poirier lange mit sich, ohne es zu reflektieren.
- Bereits mit 12–13 Jahren begann er selbst zu trinken, wurde von der Schule verwiesen und landete mit 14 in der Jugendstrafanstalt.
- Poirier beschreibt Depression als eine „Wolke im Kopf“, die alles Negativ verstärkt. Er hatte bereits früher Therapie gemacht, aber nach Besserung die Praxis eingestellt.
- Nach dem Vorfall am Flughafen begann er erneut mit der Therapie und erkennt, dass er Kindheitstraumata unbewusst mit sich trägt.
- Er vergleicht die psychische Arbeit mit körperlichem Training: Es ist ein täglicher Prozess, kein einmaliger „Heilungsmoment“.
- Nach 20 Jahren Kampfsport legte Poirier im Juli 2023 die Handschuhe nieder. Der Kampf war für ihn mehr als ein Job – er war Therapie und Lebenszweck.
- Der Ruhestand hinterlässt eine Leere: „Nichts füllt die Lücke, die der Kampf hinterlassen hat.“ Er sucht nun nach einem neuen, genauso fordernden Ziel.
- Er spricht offen über die Angst vor CTE (chronisch-traumatische Enzephalopathie) durch Kopftreffer und die Sorge, dass sein Gehirn Schaden genommen hat.
- Die Rückkehr in den Käfig beziffert er auf 5 %, tendenziell fallend.
- Poirier gründete 2018 mit seiner Frau die Good Fight Foundation, die Schulmaterialien für bedürftige Kinder in Louisiana bereitstellt und Wasserbrunnen in Uganda finanziert.
- Er möchte die Welt ein Stück besser hinterlassen und zeigt, dass man auch nach tiefen Tiefpunkten wieder aufstehen kann.
- Sein Rat an sich selbst: Geduld üben und sich nicht von Rückschlägen definieren lassen.
Das Interview zeigt einen verletzlichen, aber entschlossenen Menschen, der aus seinen Fehlern lernt und sich bewusst dafür entscheidet, offen über psychische Gesundheit zu sprechen. Poirier beweist, dass Stärke nicht nur im Sieg, sondern auch im Eingeständnis von Schwäche liegt.





