
DAS BÖSE LAUERT IN DER NACHBARSCHAFT … Der Fall Sandra Cantu
-
Die 8-jährige Sandra Cantu verschwindet am 27. März 2009 aus ihrer Wohnsiedlung Orchid Estate in Tracy, Kalifornien. Eine Überwachungskamera zeigt, wie sie gegen 15:54 Uhr die Straße entlangtanzt, dann ihre Richtung ändert und aus dem Bild verschwindet.
-
Ihre Mutter meldet sie um 19:53 Uhr als vermisst. Die Nachbarin Melissa Huckaby gibt an, dass zur gleichen Zeit ihr schwarzer Eddie-Bauer-Koffer gestohlen wurde.
-
Das FBI erstellt ein Täterprofil (weißer Mann, 25-40 Jahre), doch die Ermittlungen fokussieren sich schnell auf die Nachbarschaft. Sandras Vater wird ausgeschlossen, ein älterer Nachbar (Frank Wolter) wird überprüft, aber entlastet.
-
Melissa Huckaby findet angeblich einen Notizzettel mit dem Hinweis, dass Sandra in einem gestohlenen Koffer sei und an einer bestimmten Stelle ins Wasser geworfen wurde.
-
Zehn Tage später wird der Koffer mit Sandras Leiche in einem Bewässerungsteich gefunden. Die Todesursache ist Erstickung, sie wurde zudem sexuell missbraucht und hatte das Beruhigungsmittel Alprazolam im Körper.
-
Zeugen haben Melissa Huckaby am Tattag am Fundort des Koffers gesehen. Die Ermittlungen decken auf:
- Der Notizzettel stammt von ihrem eigenen Schreibblock.
- In ihrem Haus wird das Medikament Alprazolam gefunden.
- Ein Nudelholz in der Kirche, in der sie arbeitete, trägt Sandras DNA.
- Eine Schnur von einer Jalousie in der Kirche passt zur Verschnürung des Koffers.
-
Melissa Huckaby wird festgenommen und gesteht im Jahr 2010 den Mord. Sie wird zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt. Ihr Motiv bleibt unklar, es werden psychische Probleme (bipolare Störung, Schizophrenie) vermutet.
-
Der Fall zeigt erschreckend, dass die Gefahr nicht immer von einem Fremden, sondern aus der vertrauten Nachbarschaft kommen kann.
Fazit: Ein schockierender Fall, in dem eine Mutter aus der Nachbarschaft zur Mörderin eines 8-jährigen Mädchens wurde. Die Indizienkette war erdrückend, ein klares Motiv blieb jedoch aus.











