Coffee – Video-Zusammenfassungen & Key Takeaways

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Guatemala-Espresso: das perfekte Rezept für zu Hause
Kaffeemacher
2 Min. Lesezeit

Guatemala-Espresso: das perfekte Rezept für zu Hause

Herkunft & Philosophie

Der neue gewaschene Espresso „La Konserva“ stammt aus den Hochlagen West-Guatemalas (Region Antigua) und wird von mehreren Kleinbauern-Familien produziert. Der Name ist eine Hommage an ein traditionelles guatemaltekisches Dessert – passend zur süßen, klebrigen Fruchtigkeit des Kaffees. Als Teil der Orangen Linie steht er für Klarheit, lebendige Säure und eine perfekte Balance.

Geschmacksprofil
  • Komplex & spritzig: Erinnert an eine Zitrus-Mandarinen-Limonade mit prickelnder Säure.
  • Aromen: Saftige Mandarine, Grapefruit, Tonicwasser, Mango und ein Hauch Honig.
  • Wandlungsfähig: Der Espresso zeigt beim Abkühlen eine beeindruckende Vielschichtigkeit – fast wie ein Chamäleon.
Das perfekte Rezept für Zuhause

Die Bohne ist überraschend homogen, was die Mahlgradeinstellung einfach macht. Der Sweet Spot ist jedoch sehr präzise:

  • Dosierung: 20 g Kaffee
  • Ausbeute: 46 g (Verhältnis 1:2,3)
  • Extraktionszeit (Standardprofil):
    • Vibrationspumpe: 26–30 Sekunden
    • Rotationspumpe: 31–32 Sekunden
  • Warum kein Druck-/Flowprofil? Das Team testete ein Druckprofil (Vorbenetzung bei 3 Bar) und ein Flowprofil. Während das Flowprofil den Kaffee zu rund machte, integrierte das Druckprofil die säuerliche Komplexität nicht gut genug. Das Standardprofil bleibt die klare Empfehlung.
Extratipp

Dieser Kaffee eignet sich hervorragend als Filterkaffee und entfaltet dort eine intensive, überraschende Süße. Genießt ihn unbedingt auch abgekühlt!

Espressomühle Lelit Steve: die Zusammenfassung zum Test
Kaffeemacher
2 Min. Lesezeit

Espressomühle Lelit Steve: die Zusammenfassung zum Test

Überblick

Die Lelit Steve ist eine Weiterentwicklung der Lelit William. Sie liefert solide Espressoergebnisse, hat aber einige Einschränkungen in der Bedienung und Präzision.

Mahlgradeinstellung
  • Stufenweise Verstellung – jeder Schritt entspricht ca. 5 Sekunden Unterschied im Espresso-Durchlauf (z. B. von 25 auf 30 Sekunden).
  • Begrenzt feinjustierbar – ein genaues Einstellen auf z. B. 27,5 Sekunden ist schwierig.
Zeitgesteuerte Dosierung
  • Display erlaubt zeitgesteuerte Mahlmenge (z. B. 6 Sekunden).
  • Schwankungen von etwa 0,2 g Standardabweichung – gemessene Mengen lagen zwischen 18 g und 19 g bei gleicher Zeit.
Espressoergebnis
  • Gute Partikelverteilung mit schmalem Hauptpeak und vielen Feinstpartikeln – ergibt viel Körper und Schwere, etwas weniger Klarheit.
  • Geeignet für alle Röstungen (hell, mittel, dunkel).
Totraum
  • Nach jeder Mahlung bleiben ca. 5 g alter Kaffee im Mahler (temporärer Totraum).
  • Bei Mahlgradwechsel oder längerer Pause (z. B. über Nacht) oxidiert dieser Kaffee und verfälscht das nächste Ergebnis.
  • Erschwert die Reproduzierbarkeit und Reinigung.
Weitere Herausforderungen
  • Spiel im Gewinde der Mahlgradeinstellung – gleiche Einstellung liefert nach einer Verstellung oft unterschiedliche Ergebnisse.
  • Reinigung ist aufwendig wegen der komplizierten Bauweise.
Stärken
  • Sehr schnell: 30 g in ca. 10 Sekunden, 18 g in ca. 6 Sekunden.
  • Angenehme Lautstärke von etwa 82 dB.
Fazit

Die Lelit Steve kann guten Espresso produzieren, erfordert aber Einarbeitung und Toleranz gegenüber Ungenauigkeiten. Wer mit den Einschränkungen umgehen kann, erhält eine schnelle und geschmacklich solide Mühle.

Grind by Weight Mühle im Vergleich: Fiorenzato oder Eureka Atom W65 Casa
Kaffeemacher
3 Min. Lesezeit

Grind by Weight Mühle im Vergleich: Fiorenzato oder Eureka Atom W65 Casa

Einführung

Dieser Vergleich stellt zwei Grind-by-Weight-Mühlen für den Gastro- und ambitionierten Heimeinsatz gegenüber: die Fiorenzato All Ground Sense (64 mm Scheiben) und die Eureka Atom W65 Casa (65 mm Scheiben). Beide mahlen gewichtsgesteuert, sodass nur der Mahlgrad angepasst werden muss – ideal für gleichbleibende Extraktion bei wechselnden Bohnen.

Vorteile von Grind by Weight
  • Kein Nachjustieren der Zeit nach Mahlgradwechsel
  • Integrierte Waage stoppt automatisch beim Zielgewicht (z. B. 18 g)
  • Fiorenzato ist etwas präziser: Abweichung ca. ±0,1 g vs. Eureka ±0,21 g
Vergleich der wichtigsten Eigenschaften
KriteriumFiorenzato All Ground SenseEureka Atom W65 Casa
GeschwindigkeitSehr schnell, aber manueller StartknopfSofortstart beim Einhängen des Siebträgers – praktischer im Gastronomie-Alltag
PräzisionHöhere Konstanz (Abweichung ±0,1 g)Etwas größere Schwankungen (±0,2 g)
TotraumCa. 7 g – gering, ideal für weniger DurchsatzCa. 19 g – deutlich mehr, bei hohem Durchsatz unkritisch, bei niedrigem Durchsatz problematisch
ReinigungSehr einfach: Mahlkammer per Handgriff zugänglich, ohne WerkzeugAufwändiger: benötigt Mühlenreiniger oder Werkzeug, regelmäßige Reinigung notwendig
MahlgradeinstellungStufenlos, feinfühlig – ideal für helle RöstungenStufen (Klicks) – zu grobe Abstufungen für feine Espresso-Einstellungen, daher für mittlere Röstungen besser geeignet
Lautstärke79 dB – leiser84 dB – etwas lauter
Gewicht & GrößeBeide ca. 9–10 kg, Höhe ~40–43 cm (ohne großen Hopper)Mit optionalem großen Hopper deutlich höher
Geschmacksprofil & Partikelverteilung
  • Eureka: Höherer Feinanteil (über 40 %) → mehr Körper, süß, balanciert; ideal für mittlere Röstungen
  • Fiorenzato: Schmalerer Hauptpeak, weniger Feinteile → mehr Klarheit, besser für helle bis mittlere Röstungen geeignet
  • Beide liefern sehr guten Espresso – der Unterschied liegt in der individuellen Geschmacksrichtung.
Fazit & Empfehlung
  • Eureka Atom W65 Casa: Besser bei hohem Durchsatz (z. B. Gastronomie), sofortiger Start, einfache Bedienung, aber grobe Mahlgradeinstellung und großer Totraum.
  • Fiorenzato All Ground Sense: Besser bei niedrigerem bis mittlerem Durchsatz, präzisere Dosierung, einfache Reinigung und feinere Einstellmöglichkeit – ideal für ambitionierte Home-Baristas oder kleine Cafés.
  • Entscheidung: Wer viel mahlt und eine unkomplizierte Sofortnutzung braucht, wählt Eureka. Wer Wert auf Präzision, geringeren Totraum und flexible Einstellungen legt, greift zur Fiorenzato.
Die Espresso-Revolution ist bereits im Gange
Lance Hedrick
2 Min. Lesezeit

Die Espresso-Revolution ist bereits im Gange

🌍 Die neue Espresso-Welle
  • Drei Top-Cafés brechen bewusst mit traditionellen Espresso-Regeln: grober Mahlgrad, niedriger Druck, kurze Extraktionszeit und deutlich höhere Brühverhältnisse.
  • Das Ergebnis: klare, fruchtige, blumige Tassen statt bitterer, dichter Shots.
☕ Sey Coffee (Brooklyn)
  • Rezept: 18 g Kaffee, 42 g Espresso in 9–12 Sekunden, Wassertemperatur 90 °C, Pumpendruck 6 bar, Papierfilter am Siebboden.
  • Besonderheit: Umbau der Brühgruppe auf 49 mm, extra grober Mahlgrad.
  • Ergebnis: Rund 14 % Extraktion, fast keine Crema, aber erstaunlich saftig, klar und textureich – im Test der beste Shot des Videos.
🍜 Big Sur (Shanghai) – „Kaffeesuppe“
  • Rezept: 17 g Kaffee auf 80 g Ausbeute (Verhältnis ~1:4,7), 83 °C, Durchfluss ~5 g/s, 15–18 s, Mahlgrad wie für Pour-over, ohne Tampern, Papierfilter.
  • Ergebnis: Nur 2 % TDS – wie ein viskoser, extrem sauberer Filterkaffee mit blumigen Noten, Note 9,2/10.
🏍️ Motors (Paris) – „Motorspro“
  • Rezept: 16 g Kaffee, 100 g Ausbeute (1:6), 88 °C, grober Mahlgrad, voller Durchfluss, Wechsel der Tasse bei 50 g.
  • Ergebnis: Erste Tasse: intensiv fruchtig mit säuerlicher Schokolade; zweite Tasse: blumig, teeartig, klar. Zusammen ergeben sie einen komplexen, adstringenzarmen Genuss.
💡 Zentrale Erkenntnisse
  • Der Druck ist nebensächlich – viel wichtiger sind Temperatur, Durchfluss und Mahlgrad.
  • Niedrigere Extraktion kann bei hellen, hochwertigen Röstungen mehr Frucht und Blume zeigen.
  • Der Trend ist keineswegs neu, sondern etabliert sich weltweit – von New York über Shanghai bis Paris.
🏠 Tipps zum Nachmachen
  • Grob mahlen (ähnlich wie Pour-over) und nicht wundern, wenn der Shot in 10–15 Sekunden durchläuft.
  • Temperatur senken (85–90 °C) und Brühverhältnis von ca. 1:4 bis 1:6 wählen.
  • Auf einer Maschine mit hohem Durchfluss oder einfach mit Vibrationspumpe arbeiten – der Druck ist zweitrangig.
5 Tipps für besseren Espresso zu Hause
Morgan Eckroth
3 Min. Lesezeit

5 Tipps für besseren Espresso zu Hause

5 Tipps für besseren Espresso zu Hause

In diesem Video gibt der Barista Morgan fünf essenzielle Tipps für alle, die gerade mit ihrer Espresso-Reise beginnen. Die Tipps werden anhand der Flare 58 Plus 2, einer manuellen Espressomaschine, demonstriert.

1. Alles abwiegen – Input und Output

  • Nutze eine Waage, um sowohl das Kaffeepulver (z. B. 20 g) als auch den Espresso (z. B. 40 g bei 1:2) abzumessen.
  • So folgst du Rezepten präzise und kannst deinen perfekten Shot reproduzieren.
  • Achte auf die passende Dosierung für deinen Korb (z. B. Hochdosis-Korb für 18–20 g).

2. Bohnen frisch mahlen

  • Gemahlener Kaffee aus dem Supermarkt ist meist zu grob oder zu fein für echten Espresso – besonders mit Einzelwand-Sieben.
  • Frisch gemahlenes Pulver ermöglicht dir, den Mahlgrad an jede Bohnensorte anzupassen und den optimalen Druck (7–9 bar) zu erreichen.
  • Der Druck erzeugt Cremabildung und die typische Espresso-Textur.

3. Puck-Vorbereitung

  • Verteile das Kaffeepulver gleichmäßig im Sieb, um eine ebene Oberfläche zu schaffen – das verhindert ungleichmäßige Extraktion.
  • Einfache Methode: Mit dem Finger oder der Handfläche Klumpen und Berge glattstreichen, dann fest andrücken.
  • Fortgeschrittener: Mit einem WDT-Tool (Nadeln) das Pulver gründlich durchmischen und dann tampen.

4. Jeden Shot probieren

  • Standard-Rezepte sind nur Ausgangspunkte – experimentiere mit Verhältnissen wie 1:2, 1:2,5 oder 1:3.
  • Auch ungewöhnliche Werte (z. B. 18 g in zu 50 g aus in 18 Sekunden) können fantastisch schmecken, besonders bei hellen, fruchtigen Röstungen.
  • Wirf nie einen Espresso weg, ohne ihn zu probieren – du könntest eine Überraschung erleben.

5. Espresso kurz abkühlen lassen

  • Der Mythos, dass Espresso sofort stirbt, stimmt nicht – lass ihn 30–60 Sekunden ruhen.
  • Niedrigere Temperaturen offenbaren mehr Süße und Aromannuancen.
  • Tipp: Gekühlte Tassen oder Eiswürfel im Espresso (ohne zu verdünnen) erzeugen denselben Effekt.

Zusätzliche Infos zur Flare 58 Plus 2

  • Manuelle Espressomaschine mit Hebel, benötigt nur heißes Wasser (kein Strom), außer die optionale Vorheizfunktion.
  • Kein Plastik in der Brühkammer.
  • Integriertes Manometer zur Druckkontrolle.
  • Perfekt für kleine Küchen und für alle, die volle Kontrolle über ihre Shots möchten.

Fazit: Mit diesen fünf Tipps bist du als Einsteiger bestens ausgerüstet, um zu Hause leckere Espressi zu zaubern. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Das Fermentationsprojekt – Bonus-Fragen & Antworten (für Nerds)
James Hoffmann
5 Min. Lesezeit

Das Fermentationsprojekt – Bonus-Fragen & Antworten (für Nerds)

Überblick

In diesem Bonus-Q&A beantworten James Hoffmann und Fermentationsexpertin Lucia (mit Hintergrund aus der Weinherstellung) Fragen aus der Community, die während der Live-Verkostung des Fermentationsprojekts zu kurz kamen. Es geht um Wissenschaft, Praxis und Missverständnisse rund um Kaffeefermentation.

1. Warum hatten die Kaffees keinen „Funk“?
  • Fermentation wird in Specialty Coffee oft mit funky, extremen Aromen gleichgesetzt – dieses Projekt wollte bewusst eine andere, traditionellere Seite zeigen.
  • Fermentation ist für Produzenten ein Produktionsschritt wie Trocknen oder Rösten, kein reiner Geschmacksstil.
  • „Funky“ kann einfach ungewöhnlich bedeuten, aber auch stark fermentierte, fruchtige Noten, die sehr kontrovers sein können.
2. Warum macht man aus Kaffeekirschen keinen Wein?
  • Kaffeekirschen haben im Gegensatz zu Trauben sehr wenig Fruchtfleisch und Saft – die Ausbeute läge nur bei etwa 2–3 %.
  • Die Flüssigkeit müsste extrem aufwendig gefiltert werden, wirtschaftlich ist das nicht sinnvoll.
3. Kostenunterschiede der Fermentationsverfahren
  • Hauptkostenfaktor ist die Hefe: ca. 10–15 Cent pro Pfund (umgerechnet etwa 22–33 Cent pro kg), plus Versand und Zölle.
  • Diese Kosten können durch weniger Wasser, Energie und Arbeitszeit teilweise ausgeglichen werden.
4. Woher kommt der Lactobacillus-Stamm?
  • Milchsäurebakterien kommen in der Natur vor, werden aber im Labor vermehrt und konzentriert, um die Fermentation zu dominieren.
  • Es ist also keine künstliche Erzeugung, sondern eine gezielte Anreicherung.
5. Wie weit kann Fermentation gehen?
  • Technisch extrem weit: gleiche Mikroben können durch Druck, Temperatur und anaerobe Bedingungen komplett andere Aromen bilden – etwa Kaugummi statt tropischer Früchte.
  • Es gibt viel Raum für Innovation, aber Lucias Ansatz ist bewusst Einfachheit, Konsistenz und De-Risking für Produzenten.
6. Röstung vs. Fermentation
  • Die Röstung kann mehr Einfluss auf das Endergebnis haben und feine Aromen verdecken.
  • Im Projekt zeigten Konsumenten trotz unterschiedlicher Röster erstaunlich einheitliche Meinungen.
7. Wie werden unerwünschte Mikroben verdrängt?
  • Durch Inokulation: Lactobacillus wird in etwa 10-facher Population zugegeben und reproduziert sich extrem schnell (teils in 10 Minuten).
  • Damit wird die Fermentation kontrollierbar, anders als bei Joghurt- oder Salzlake-Methoden.
8. Größter Pain Point bei Konsistenz
  • Am schwierigsten ist es, genug Arbeitskräfte zu finden – gerade in Mittel- und Südamerika.
  • Klimaschwankungen lassen sich ausgleichen, wenn Personal rechtzeitig eingreifen kann.
9. Restliche Bohnen verwerten
  • Die Kaffees sind auf Stabilität ausgelegt; ideal sind Filterkaffee-Zubereitungen.
  • Empfehlung: verschiedene Fermentationsvarianten mischen, da sie als Gesamtbild gedacht sind.
  • Bei Espresso eher längere Extraktionen (3:1 bis 4:1), besonders bei hellen Röstungen.
10. Waschverfahren, Naturals und Mucilage
  • James persönlich mag keine stark fermentierten Fruchtaromen, betont aber: Intention ist entscheidend.
  • Natural bedeutet: Der Samen wird mit Fruchtfleisch getrocknet; das dauert oft 14 Tage bis 5 Wochen.
  • Mucilage ist die schleimige, pektinhaltige Fruchtschicht um den Samen – vergleichbar mit der klebrigen Schicht um Passionsfruchtkerne.
11. Sonnentrocknung vs. mechanische Trocknung
  • Die Sonne ist kostenlos, aber nicht magisch – UV-Strahlen sind nicht nötig.
  • Mechanische Trockner haben einen schlechten Ruf wegen zu schneller Trocknung; besser sind Unterbrechungen und niedrigere Temperaturen, z. B. 8 Stunden an, 8 Stunden aus.
12. Abfallprodukte und Co-Fermentation
  • Fruchtfleisch und Mucilage werden oft kompostiert oder einfach entsorgt; wirtschaftlich nutzt sie kaum jemand.
  • Viele „Co-Fermentationen“ sind eigentlich Infusionen: Aromen werden übertragen, ohne dass Mikroben sie umwandeln. Transparenz und klare Kennzeichnung sind wichtig.
13. Hefestämme und der Vergleich mit Wein/Bier
  • Es gibt hunderte Bier- und Wein-Hefen, aber nur etwa 10–12 speziell für Kaffee; Lucia arbeitet mit vier Favoriten.
  • Wein-Hefen eignen sich wegen des Zuckerprofils besser als Bier-Hefen.
  • Kaffee ist jedoch nicht wie Wein – die meisten Vergleiche sind irreführend, etwa weil man in Wein die fermentierte Flüssigkeit trinkt, bei Kaffee aber nur den gerösteten Samen.
Abschluss

Weitere Fragen sind in den Kommentaren willkommen. Die Runde endet mit einem ironischen „Thanks nerds“ – ein passender Abschluss für dieses tiefgehende Gespräch.

Lelit Elizabeth 3 haut uns aus den Schuhen – für 1650 Euro
Kaffeemacher
2 Min. Lesezeit

Lelit Elizabeth 3 haut uns aus den Schuhen – für 1650 Euro

Was ist die Lelit Elizabeth 3?
  • Dualboiler-Espressomaschine mit 0,2 l Espressoboiler und 0,6 l Dampfboiler, 15 kg Gewicht, 2,5-l-Wassertank und 58-mm-Siebträger.
  • Preis: 1650 Euro (schwarz/weiß: 1700 Euro); Markteinführung steht gerade an.
  • Lieferumfang: Tamper mit Holzgriff, verschiedene Siebe, Blindsieb, Reinigungsset und Wasserfilter.
Neuheiten und Verarbeitung
  • Edle Holzdetails an Siebträger, Dampfdrehknopf und Pagaia-Hebel – insgesamt deutlich hochwertiger als beim Vorgänger.
  • Sehr leise im Betrieb: 56 Dezibel; die Tester beschreiben die Akustik beim Brühen als richtig angenehm.
Das Herzstück: Druck- und Flowsteuerung
  • Elektronische Druckprofile mit bis zu fünf programmierbaren Stufen, direkt über das Display einstellbar – ganz ohne App.
  • Zusätzlich gibt es den Pagaia-Hebel für die manuelle Flusskontrolle während des Bezugs.
  • Kein Flowmeter, sondern Zeitsteuerung mit Drucksensor – für den Preis laut Testern ein außergewöhnliches Feature.
  • Beispiel aus dem Test: Espresso mit 3 bar in den ersten 8 Sekunden, dann 8,5 bar bis 45 g – sauber wiederholbar.
Espresso-Qualität und Dampf
  • Getestet mit einem indischen Robusta: kräftig, süß, mit dunklen, fast torfigen Noten – das Espresso-Potenzial wird sehr hoch eingeschätzt.
  • Dampfdruck und Milchschaum sind deutlich besser als beim Vorgänger; 30 Sekunden zum Aufschäumen, ordentliche Mikroschaumqualität.
  • Schwäche: Die Temperaturstabilität bei mehreren Bezügen in Folge. Ab dem dritten Bezug fällt die Temperatur um ca. 2–3 Grad.
  • Bei 2 Minuten Abstand zwischen den Bezügen pendelt sich die Temperatur bei ca. 91 °C ein – konstante Werte mit nur 1 Grad Offset.
Alltag und Verbrauch
  • Aufheizzeit: 20 Minuten – nicht besonders schnell, dafür im Betrieb effizient.
  • Stromverbrauch: ca. 0,075 kWh für Aufheizen plus Espresso, mit Dampf 0,154 kWh – etwa ein Drittel einer GS3.
  • Große Tropfschale mit 1200 ml Kapazität; Bedienungsanleitung ist solide, geht aber nicht besonders in die Tiefe.
Fazit
  • Absolutes Preis-Leistungs-Wunder: Für 1650 Euro gibt es elektronische Druckprofile, die man sonst nur bei deutlich teureren Maschinen findet.
  • Ideal für zu Hause, weniger für den Dauerbetrieb im Café; wer mehrere Gäste bewirtet, sollte mit 2 Minuten Abstand planen.
  • Klare Empfehlung der Tester, wenn einem der würfelförmige Look gefällt.
Ich hatte nicht erwartet, so begeistert zu sein...
Lance Hedrick
2 Min. Lesezeit

Ich hatte nicht erwartet, so begeistert zu sein...

Überblick

Dieses Video analysiert die Lelit Elizabeth 3 Pagaea, eine Dual-Boiler-Espressomaschine mit integrierter Durchflusskontrolle und Druckprofilen. Der Autor ist überrascht positiv, da die Hersteller endlich auf Kundenwünsche hören.

Design und Haptik
  • Größere Breite (ca. 4 cm mehr) und neues Layout mit getrenntem Manometer und LED-Bildschirm.
  • Hochwertige Holzgriffe (Dampflanze, Siebträger, Paddel) – fühlen sich massiv an.
  • Neue Dampflanze mit 3-Loch-Düse (bisher 2 Löcher) und Isolierung.
  • Fuß aus dünnem Holz – wirkt etwas minderwertig, erfüllt aber seinen Zweck.
Neue Features („Was uns endlich gegeben wurde“)
  • Paddel (Pagaea) zum Starten/Stoppen eines Bezugs und zur stufenlosen Durchflussregelung – wie ein Dimmer.
  • Zwei programmierbare Druckprofile (werksseitig: Hebel-Stil und Moderner Bezug) – ohne Display einstellbar über Knöpfe.
  • Echtzeit-Anzeige von Druck (bar), Paddelstellung (%) und Bezugszeit.
  • Leisere und leistungsstärkere Vibrationspumpe – Wasserdurchfluss bis zu 10 ml/s (vorher max. 5–5,5 ml/s).
  • 9 Minuten Aufheizzeit (Brühkessel priorisiert, Dampfkessel später).
Extraktion und Performance
  • Substance-Style-Shot (20 s Pre-Infusion bei 0,5 bar, dann voller Druck) liefert nektarartigen Espresso.
  • Hebel-Shot (simuliert manuelle Hebelmaschine) mit vielen manuellen Eingriffen möglich – aber nicht für Anfänger geeignet.
  • Temperaturstabilität : Sehr gut; nach 9 Minuten bei Soll 90 °C gemessen ca. 89,6 °C mit Scace-Tool.
  • Brühkessel auf 200 ml verkleinert (vorher 300 ml) – schneller, weniger altes Wasser.
Innenleben
  • Edelstahl-Dampfkessel (600 ml) und Messing-Brühkessel.
  • Einfacher Aufbau, aber Kabelmanagement könnte ordentlicher sein.
  • PTFE-Schläuche und viele Messingverschraubungen.
  • Ablassventil fehlt für einfaches Entleeren des Kessels bei längerer Nichtnutzung.
Preis und Fazit
  • Preis : 1699 € in Europa, voraussichtlich 2000–2100 $ in den USA.
  • Wert : Trotz Preiserhöhung (ca. 25 %) immer noch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter den Dual-Boilern.
  • Vergleich : Günstiger als Profitec Move 2 (~2200 €) und Flexibler als Fellow Opus 1.
  • Fazit : „Das erste Mal, dass ich wirklich das Gefühl habe, sie haben es verstanden.“ – Ideal für Enthusiasten, die experimentieren wollen, aber auch Milchgetränke zubereiten möchten.
Die ultimative Technik für perfekten Moka-Kaffee
Lance Hedrick
2 Min. Lesezeit

Die ultimative Technik für perfekten Moka-Kaffee

Die perfekte Moka-Kaffee-Technik – modern & optimiert

Dieses Video präsentiert eine verfeinerte Brühmethode für die Moka-Kanne (Espressokocher) – basierend auf modernem Kaffeewissen und der Physik hinter dem Gerät. Ziel ist es, die traditionelle Technik zu verbessern, ohne das Wesen der Moka zu verändern. Die Kernpunkte:

  • Wassertemperatur: Beginne mit zimmerwarmem Wasser (Ausnahme: Edelstahlkanne → ca. 50 °C). Das verlängert die Extraktion und ermöglicht eine schonende Erfassung flüchtiger Aromen bei 50‑60 °C.
  • Mahlgrad: Verwende einen mittelfeinen bis groben Mahlgrad (ähnlich einer groben V60). Feineres Mahlen erzeugt zu hohen Druck und treibt die Temperatur über 110 °C – das schadet dem Geschmack.
  • Dosierung & Verhältnis: Fülle das Sieb randvoll (nicht gehäuft). Wasser im Unterteil bis kurz unter das Ventil. Ein Verhältnis von ca. 1:5 (Wasser:Kaffee) im Unterteil ergibt etwa 1:3 in der Tasse.
  • Aeropress‑Filter: Ein Papierfilter auf dem Kaffeemehl sorgt für klareren Kaffee und entfernt störende Partikel.
  • Durchflusskontrolle (aktiv): Sobald Kaffee austritt, hebe die Kanne kurz vom Herd oder reduziere die Hitze, um den Durchfluss auf etwa 1 g pro Sekunde zu verlangsamen. So bleibt die Temperatur niedriger und die Extraktion gleichmäßig.
  • Stromboli-Effekt vermeiden: Stoppe den Brühvorgang, bevor es zu stark spuckt (Luftblasen im Steigrohr). Der letzte Teil („Stottern“) bringt oft Bitterkeit und ledrige Noten – besser weggießen.
  • Nachgeschmack optimieren: Falls der Moka zu sauer oder intensiv ist, verdünne ihn mit etwas heißem Wasser. Das mildert die Säure und entfaltet die Aromen.

Fazit: Die traditionelle Moka-Kanne liefert hervorragende Ergebnisse, wenn man die Temperatur aktiv steuert, mit kühlem Wasser startet und nicht zu fein mahlt. Diese Technik erfordert etwas Aufmerksamkeit, belohnt aber mit einer deutlich besseren Tasse – auch mit hellen Röstungen.

Langsam, leise, fast ohne Totraum – wir mögen die Compak Fino
Kaffeemacher
3 Min. Lesezeit

Langsam, leise, fast ohne Totraum – wir mögen die Compak Fino

Zusammenfassung: Compak Fino – Single-Dosing-Mühle mit Charakter

Die Compak Fino ist eine spanische Single-Dosing-Mühle mit einem 63 mm konischen Mahlwerk. Sie gibt es in zwei Varianten: mit Waage (ca. 790 €) und ohne Waage (ca. 599 €). Die Version mit Waage hat zusätzlich eine LED-Beleuchtung.

Single-Dosing & Totraum
  • Das Prinzip: Kaffee vor dem Mahlen abwiegen, in die Mühle geben und mit minimalem Totraum wieder ausgeben.
  • Der Totraum ist sensationell gering – im Test nur 0,1 g – einer der besten Werte, die je gemessen wurden.
  • Die integrierte Waage zeigt an, wie viel Kaffee unten ankommt, wird aber als nicht zwingend notwendig angesehen. Eine externe Waage zum Vorwiegen reicht aus.
Geschwindigkeit & Lautstärke
  • Geschwindigkeit: 18 g in ca. 15 Sekunden (360 U/min) – nicht die schnellste, aber akzeptabel.
  • Lautstärke: Nur 78 Dezibel beim Mahlen – sehr leise für eine Mühle.
Mahlgradeinstellung
  • Hervorragende Anzeige: Feine Linien, die eine sehr präzise Einstellung ermöglichen. Eine Linie verändert die Extraktionszeit um 1–2 Sekunden.
  • Wiederholgenauigkeit ist nicht perfekt: Beim Zurückkehren zu einem eingestellten Grad können 4–5 Sekunden Abweichung auftreten. Tipp: immer von der gleichen Richtung (z. B. aus dem Groben) anfahren.
Partikelverteilung & Geschmack
  • Konisches Mahlwerk erzeugt ein relativ schmales Hauptpeak – vergleichbar mit der Niche, aber etwas klarer.
  • Ideales Einsatzgebiet: mittlere bis dunkle Röstungen. Liefert bodyreichen, süßen Espresso mit gut integrierter Säure. Auch helle Röstungen sind möglich, aber weniger klar.
  • Die Mühle ist „easygoing“ und eignet sich hervorragend, um verschiedene Kaffees zu entdecken.
Reinigung & Handhabung
  • Auslauf magnetisch abnehmbar. Mahlkammer mit Werkzeug zugänglich (Sechskant-Schraube).
  • Anti-Popcorning-Deckel verhindert Springen der Bohnen.
  • Regelmäßige Reinigung: einmal im Monat (bei dunklen Röstungen öfter).
  • Statische Aufladung minimal; der schwere Becher (250 g) verhindert Verrutschen, aber Kaffee sollte nach dem Klopfen aufgelockert werden.
Fazit

Die Compak Fino ist eine hochwertige, langlebige Mühle für den Einstieg. Sie ist leise, präzise und liefert einen ausgewogenen Geschmack. Der Aufpreis für die Waage scheint nicht gerechtfertigt – die Variante ohne Waage ist die klügere Wahl.

Kurz: Langsam, leise, fast ohne Totraum – eine empfehlenswerte Single-Dosing-Mühle.

Schluss mit Pumpkin Spice Lattes. Mach stattdessen dieses.
Morgan Eckroth
2 Min. Lesezeit

Schluss mit Pumpkin Spice Lattes. Mach stattdessen dieses.

Übersicht

In diesem Video zeigt Morgan, wie man statt des typischen Pumpkin Spice Latte einen leckeren Apfelgewürz-Latte zubereitet. Die Basis ist ein selbstgemachter Apfelgewürz-Sirup, der vielseitig für heiße und kalte Getränke eingesetzt werden kann.

Zutaten für den Sirup (ca. 240–250 ml)
  • 200 g Apfelmost (oder Apfelsaft)
  • 300 g brauner Zucker
  • 2 Zimtstangen
  • 20 ganze Nelken (ca. 1,5 g)
  • 6–7 ganze Kardamomkapseln (ca. 1,5 g)
  • 1,5 g Salz
  • Optional: 4–5 Streifen Orangenschale
Zubereitung des Sirups
  1. Alle Zutaten außer Salz in einem Topf vermischen und bei mittlerer Hitze zum Simmern bringen.
  2. 5–7 Minuten sanft köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
  3. Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen – die Gewürze bleiben drin und ziehen weiter.
  4. Salz einrühren, dann durch ein Sieb in eine Flasche abfüllen.
  5. Im Kühlschrank 1,5–2 Wochen haltbar.
Heiße Version (ca. 240 ml)
  • 22 ml Sirup ins Glas geben.
  • Doppelten Espresso (ca. 60 ml) und eine Prise Zimt hinzufügen, verrühren.
  • 120–150 ml Milch (am besten Hafermilch) aufschäumen und aufgießen.
  • Optional: Orangenschalenöl über die Oberfläche drücken.
Kalte Version (ca. 180 ml)
  • 15 ml Sirup, doppelten Espresso, eine Prise Zimt und 120 ml Hafermilch in einen Shaker geben.
  • Mit einem Milchaufschäumer 15–20 Sekunden aufschäumen, bis die Mischung schaumig und voluminös ist.
  • Über ein Glas mit Eis gießen.
  • Mit Orangenschale garnieren.
Fazit

Der Apfelgewürz-Sirup ist eine aromatische Alternative zu Pumpkin Spice und passt perfekt zu Kaffee, Chai oder sogar Pancakes. Morgans Buch "Coffee for Here" (Oktober 2025) enthält viele weitere Rezepte.

Was für ein Espresso! 5 Tage anaerobe Fermentation
Kaffeemacher
2 Min. Lesezeit

Was für ein Espresso! 5 Tage anaerobe Fermentation

Überblick

In diesem Video probieren wir einen ganz besonderen Espresso: Komal aus Indien, der bereits zum zweiten Mal bei uns im Sortiment ist. Dieses Jahr überrascht er mit einem runderen, weicheren Profil – ein gezähmter Löwe im Vergleich zum wilden Charakter des Vorjahres.

Geschmacksprofil
  • Aromen: Weintraube, süße Passionsfrucht, dunkle Schokolade/Praline, exotische Früchte
  • Charakter: Sehr ausgewogen, cremig, weich und süß – die Säure ist verspielt, aber nicht dominant
  • Besonderheit: Fruchtige Süße statt Karamell, mit einer beeindruckenden Balance
Zubereitungsempfehlung
  • Dosierung: 20 g Kaffee im Siebträger
  • Ausbeute: 42 g in der Tasse
  • Extraktionszeit: 24–30 Sekunden
  • Mahlgrad: Sehr fein, bei Klumpen ein WDT-Tool verwenden
  • Druckprofil: 3,5 bar für die ersten 8 Sekunden, dann 6–7 bar
  • Temperatur: Ca. 1–1,5 Grad heißer, um die Säure auszugleichen
Hintergrund der Produktion

Der Kaffee stammt von Komal und Ache (South India Coffee Company). Sie fermentieren die Kirschen 5 Tage anaerob in geschlossenen Fässern und setzen diesmal zusätzlich Milchsäurebakterien ein – das verleiht dem Kaffee seine weiche, süße Textur. Die beiden sind echte Pioniere: Sie forschen an neuen Kaffee-Spezies (u.a. Excelsa, Kreuzungen) und betreiben das Familienunternehmen in fünfter Generation.

Fazit

Komal ist ein vielseitiger Espresso mit großer Spannweite an Extraktionszeiten – probiert verschiedene Zubereitungen aus, um die unterschiedlichen Aromen zu entdecken. Er bleibt warm wie kalt wunderbar weich und komplex. Ein Kaffee, der zeigt, wohin sich Kaffee in Zukunft entwickeln kann.