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Coffee(74)

Der neue Budget-Maßstab?: Fellow Opus 2 Test
Lance Hedrick|30. Aug.

Der neue Budget-Maßstab?: Fellow Opus 2 Test

Fellow Opus 2: Der neue Budget-Maßstab?

Der Fellow Opus 2 ist ein überarbeiteter Kaffeemühle, der verspricht, die Fehler des Vorgängers zu korrigieren und dabei einen hervorragenden Geschmack zu bieten. Hier eine detaillierte Zusammenfassung der Analyse:

Design & Bedienung

  • Gröbere Anpassung: Die Mühle hat jetzt eine stufenlose Einstellung (statt des komplizierten Systems aus äußerem Hebel und innerem Ring), was eine große Verbesserung darstellt.
  • Haptik: Der Drehknopf fühlt sich etwas wackelig an, was bei diesem Preis (199 €) aber akzeptabel ist. Es ist viel Plastik verbaut.
  • Zubehör: Der magnetische Pinsel hat keinen festen Platz, was zum Verlust führen kann. Der Dosierbecher passt nicht ineinander, was die Aufbewahrung erschwert.

Mechanik & Aufbau

  • Mahlwerk: Es ist ein echtes 48 mm konisches Mahlwerk verbaut (der Innendurchmesser beträgt 40 mm). Es ist größer als viele andere Mahlwerke in dieser Preisklasse und ähnlich dem der Comandante.
  • Motor & Automatik: Der Motor hat eine Auto-Stopp-Funktion, die die Stromaufnahme misst und stoppt, wenn keine Bohnen mehr erkannt werden. Die Drehzahl ist nicht geregelt, läuft aber auf maximaler Stufe, was zu gleichmäßigem Mahlergebnis führt.
  • Kalibrierung: Bei Bedarf kann die Mühle für feineres Espressomahlen kalibriert werden (Anleitung im Video).

Geschmack & Performance

  • Filterkaffee: Der Opus 2 liefert einen angenehm weichen, ausgewogenen Kaffee mit mehr Körper und weniger Klarheit als hochreine Mühlen wie die A4Z. Er eignet sich hervorragend für eine saftige, fruchtige Tasse mit einem Hauch von Süße.
  • Espresso: Er meistert sowohl helle als auch dunkle Röstungen. Bei dunklen Röstungen produziert er dicke, süße Shots mit einer interessanten Textur. Bei hellen Röstungen ist er in der Lage, selbst bei feinster Einstellung noch mit geringem Druck zu extrahieren.
  • Vergleich: Er schlägt geschmacklich Mitbewerber wie die Baratza Encore und die DF64 (Standard) deutlich. Er ist aktuell der beste Geschmack unter 500 € und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Retention & Reinigung

  • Retention: Mit hellen und mittleren Röstungen sehr niedrig (ca. 0,1 g). Bei sehr öligen, dunklen Röstungen kann sie in feuchten Umgebungen etwas höher sein.
  • Reinigung: Die Reinigung des Mahlwerks ist sehr einfach und schnell erledigt.

Langlebigkeit & Kundenservice

  • Fragezeichen: Die Langzeitqualität ist noch ungewiss, da viele Plastikteile verbaut sind. Der Kundenservice von Fellow ist anfangs gut, aber ob er über Jahre hinweg so bleibt und ob Ersatzteile verfügbar sein werden, ist unklar.
  • Nachhaltigkeit: Es besteht die Sorge, dass die Mühle im Falle eines Defekts (außerhalb der Garantie) schwer zu reparieren ist und auf der Mülldeponie landet.
Fazit
  • Vorteile: Hervorragender Geschmack (bester in der Preisklasse), einfache Bedienung, gute Performance bei allen Brühmethoden, geringe Retention, einfache Reinigung.
  • Nachteile: Viel Plastik, fragwürdige Langlebigkeit, wackeliger Einstellknopf, kein Aufbewahrungsort für Zubehör.

Gesamturteil: Der Fellow Opus 2 ist ein absoluter Geheimtipp für den Geschmack und bietet ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Entscheidung hängt von der Risikobereitschaft bezüglich der Langzeitqualität ab.

Refraktometer erklärt: TDS und Extraktion einfach verstehen
Kaffeemacher|29. Aug.

Refraktometer erklärt: TDS und Extraktion einfach verstehen

Grundprinzip des Refraktometers

Ein Refraktometer misst die Konzentration gelöster Kaffeeteilchen (TDS = Total Dissolved Solids) in Prozent. Dies gibt an, wie viel Kaffee sich relativ zum Wasser in der Tasse befindet, z. B. 6,18% – das bedeutet, der Rest ist Wasser.

  • TDS-Werte typischer Getränke:

    • Espresso: meist zwischen 6–8 % (oder bis 10–12 %)
    • Kaffeecreme: etwa 1,8–5 %
    • Filterkaffee: etwa 1,2–1,5 %
    • Ristretto: oft über 10 %
  • Der gemessene TDS-Wert sagt nichts über die Qualität aus, sondern nur über die Stärke.

Messung und Kalibrierung
  • Vor der Messung wird das Refraktometer mit destilliertem Wasser genullt.
  • Die Kaffeeprobe sollte gut durchmischt sein (inkl. Crema), gefiltert (Papierfilter), um Feinstpartikel zu entfernen.
  • Temperatur der Probe muss der Linsentemperatur entsprechen – bei Espresso ggf. abkühlen lassen.
  • Feststoffe auf der Linse führen zu ungenauen Messungen – Linse sauber halten.
Extraktionsausbeute berechnen

Die Extraktion (E) wird berechnet mit:

Extraktion (%) = TDS (%) × Gewicht des Getränks (g) / eingesetzte Kaffeemenge (g)

Beispiel aus dem Video:

  • TDS: 6,18 %
  • Getränk: 52 g
  • Kaffee: 18 g
  • Extraktion ≈ 17,8 % (eher niedrig, typischer Zielbereich für Espresso: 18–22 %)
Brewing Control Chart
  • Zeigt auf der Y-Achse die Stärke, auf der X-Achse die Extraktion.
  • Ermöglicht die Einordnung von Bezügen, z. B. Unter- oder Überextraktion.
  • Ursprünglich für Filterkaffee entwickelt (Golden Cup Standard: Extraktion 18–22 %, Stärke 1,2–1,5 %).
  • Heute für Espresso flexibler nutzbar.
Modelle im Überblick
ModellPreis (ca.)GenauigkeitBesonderheiten
VST (Refraktometer)ca. 1.000 €sehr hoch (±0,02 % bei Filter)Seit 2008, robust, eigene App
Atagoca. 450 €±0,15 %Deutlich günstiger, gute Alltagstauglichkeit
D-Fluidca. 250 €Ausreichend für den AlltagDemokratisch, App mit Chartfunktion, kompatibel mit Bean Conqueror
Praktische Übungen
  1. Gleiche Stärke, verschiedene Extraktionen:

    • TDS loggen (z. B. 1,35 %) und dann Varianten mit Extraktionen von 14 % bis 28 % brühen – so lernt man den Geschmacksunterschied kennen.
  2. Gleiche Extraktion, verschiedene Stärken:

    • Auf 20 % Extraktion zielen, dann den Espresso mit Wasser verdünnen (auf z. B. 8 %, 6 %, 4 %, 1,3 %, 0,8 %) – so versteht man, wie sich Stärke auf den Geschmack auswirkt.
  3. Wettbewerbsvorbereitung:

    • Konstante Brühmuster prüfen: Gleiches Verhältnis, gleiche Bewegung – TDS messen → Abweichungen erkennen und korrigieren.
Fazit
  • Das Refraktometer ist ein Tool für Konstanz und Verständnis, nicht für Geschmacksurteile.
  • Es hilft, Brühparameter zu optimieren, Rezepte zu entwickeln und die eigene Sensorik zu schulen.
  • Besonders nützlich in der Gastronomie, für Wettbewerbe oder für die persönliche Weiterbildung.

Hinweis: Alle Maßeinheiten wurden umgerechnet bzw. als Prozentwerte belassen, da sie bereits dem metrischen System entsprechen.

Espresso Rezept und Verkostung: Toca, Flhor und Apas im Vergleich
Kaffeemacher|28. Aug.

Espresso Rezept und Verkostung: Toca, Flhor und Apas im Vergleich

Einleitung: Enrique-Verspätung und Alternativen
  • Der Kaffee Enrique ist aufgrund von Lieferverzögerungen erst Mitte Januar verfügbar.
  • Drei alternative Kaffees aus dem Sortiment werden vorgestellt, um geschmacklich und inhaltlich zu ersetzen.
Alternative 1: Tocker (Projektkaffee aus Äthiopien)
  • Herkunft: Indigene Community im Süden Äthiopiens; langjährige Zusammenarbeit mit steigender Qualität.
  • Zertifizierung: Bald bio-zertifiziert; biodynamisch? (nicht explizit genannt).
  • Espresso-Rezept: Brühverhältnis 1:2,6 bei 27 Sekunden; mitteldunkle Röstung.
  • Geschmack: Sehr schokoladig, dunkles Karamell, cremige Textur, feine integrierte Säure. Erinnert an Enrique durch weichen Körper und dunkle Noten.
  • Besonderheit: Auch als Lungo oder Filterkaffee geeignet.
Alternative 2: Flor (Honduras, Markala)
  • Herkunft: Familie Flor – biodynamische Pioniere in Honduras.
  • Zertifizierung: Demeter (biodynamisch), Bio.
  • Espresso-Rezept: Kürzere Extraktion (21 Sekunden); für Lungo empfohlen (15–16 g Kaffee auf 90–110 ml Wasser).
  • Geschmack: Helle Röstung mit Zwetschgen-Säure, leichter Körper, aber dichte Textur. Sehr balanciert, angenehm süßlich.
Alternative 3: Apas (Brasilien, Minas Gerais)
  • Herkunft: Produzenten aus dem Süden Brasiliens, die auch Mikrolots produzieren.
  • Zertifizierung: Bio (separate Linie); auch als Decaf erhältlich.
  • Espresso-Rezept: 27 Sekunden, eher länger; je nach Brühzeit Haselnuss-Schokolade (kurz) oder Kakao (lang).
  • Geschmack: Gebrannte Mandeln, Haselnuss, milde Säure, mittlerer Körper. Sehr ausbalanciert, erinnert an Enrique in der Nuss-Schokoladen-Familie.
Fazit
  • Tocker: für Schokoladen-Liebhaber mit Fokus auf langfristige Projekte.
  • Flor: für fruchtig-leichte Espressi mit Demeter-Siegel.
  • Apas: für den vertrauten nussig-schokoladigen Geschmack – auch als koffeinfreie Variante.
  • Alle drei sind gute temporäre Ersatzkaffees, bis Enrique wieder verfügbar ist.
Der 9-Bar-Irrtum: Warum 9 Bar nie ideal war
Lance Hedrick|24. Aug.

Der 9-Bar-Irrtum: Warum 9 Bar nie ideal war

🧐 Einleitung: Die Herkunft des 9-Bar-Standards
  • Die erste druckbetriebene Espressomaschine von Achille Gaggia (1940er) erreichte 8–10 Bar – nicht durch wissenschaftliche Tests, sondern durch die Ergonomie der verwendeten Feder.
  • Der E61 von Faema (1961) kopierte einfach den maximalen Druck der Hebelmaschinen. Keine sensorischen oder wissenschaftlichen Studien belegen, warum genau 9 Bar gewählt wurde.
  • Zitat aus Illys Buch: 9 Bar sei durch „Versuch und Irrtum“ und „Kundenzufriedenheit“ entstanden – der Autor hält diese Begründung für höchst fragwürdig.
📉 Die Hydrodynamik: 9 Bar ist nicht optimal für den Durchfluss
  • Darcy’s Gesetz besagt: Höherer Druck → höherer Durchfluss. Bei Espresso gilt das aber nicht linear.
  • Studien (Baldini & Petrecca, 1993) zeigen: Der Durchfluss wird ab 5–7 Bar ineffizienter, nicht erst bei 9 Bar.
  • Eine neue Arbeit polnischer Physiker (2026) belegt: Der effizienteste Durchfluss liegt bei etwa 3–6 Bar – je nach Röstung und Mahlgrad.
  • 9 Bar liegt weit hinter dem Durchflussmaximum und unterscheidet sich sensorisch kaum von 7 oder 10 Bar.
🔬 Physikalische Mechanismen hinter dem Durchfluss
  • Porosität (Zwischenräume) und Permeabilität (Durchlässigkeit) verändern sich während des Bezugs:
    • Feinpartikelwanderung verstopft Poren.
    • Erosion erhöht die Porosität am Puck-Boden.
    • Tortuosität (gewundene Pfade) und Poroelastizität (elastische Verformung) erschweren den Durchfluss.
  • All diese Effekte summieren sich: Höherer Druck komprimiert den Puck weiter, ohne den Durchfluss zu verbessern.
☕️ Praxistest & Ergebnisse
  • Der Autor testete Dutzende Shots mit unterschiedlichen Röstungen und Mühlen:
    • Dunkle Röstung: Durchflussmaximum bei 5–6 Bar
    • Helle Röstung: Maximum bei 3–4 Bar
    • 9 Bar war nie in der Nähe des Maximums.
  • Crema entsteht bereits ab 3 Bar – 9 Bar ist dafür nicht nötig.
  • Höherer Druck (8–12 Bar) erhöht das Risiko von Kanalbildung (Channeling) massiv, was die Konsistenz verschlechtert.
💡 Fazit: Weniger Druck, bessere Ergebnisse
  • Durchfluss ist das entscheidende Kriterium, nicht der Druck.
  • Empfehlung: Probiere Shots bei 5–6 Bar aus – sie sind oft gleichmäßiger, konsistenter und geschmacklich überzeugend.
  • Der 9-Bar-Glaube ist ein historischer Zufall, kein wissenschaftlich fundierter Standard.
  • Zitat des Autors: „Je höher der Druck, desto schwieriger wird der Shot konsistent.“
📚 Quellen & weiterführende Links
  • Im Video werden mehrere wissenschaftliche Paper zitiert (u.a. Baldini & Petrecca 1993, die 2026er Studie).
  • Die Open-Source-Daten der polnischen Physiker sind verlinkt.
  • Empfehlung zum Weiterlesen: James‘ Buch über Druck und Espresso.
Espressomühle mit Waage im Test: Mazzer Mini G ausführlich getestet
Kaffeemacher|22. Aug.

Espressomühle mit Waage im Test: Mazzer Mini G ausführlich getestet

Mazzer Mini G im Test: Espressomühle mit Waage

Die Mazzer Mini G ist eine Espressomühle mit integrierter Waage, die das Abwiegen des Kaffeepulvers überflüssig macht. Ihr robustes, langlebiges Design (30+ Jahre möglich) und die hochwertige Verarbeitung überzeugen. Doch es gibt auch Schwächen.

Stärken

  • Langlebigkeit und Robustheit: Fast unschlagbar in dieser Preisklasse.
  • Mahlqualität: Partikelverteilung im 220er-Bereich – ideal für mittlere bis dunkle Röstungen. Der Kaffee fällt fluffig und homogen in den Siebträger.
  • Geschwindigkeit: ca. 10 Sekunden für 18 g – solide, aber nicht rekordverdächtig.

Schwächen

  • Totraum von 11 g: Für den Heimgebrauch zu viel, da Bohnen verschwendet werden. Gut für Büros oder kleine Gastronomie, wo häufig gemahlen wird.
  • Umständliche Mahlgradeinstellung: Schwergängig und unpräzise – Änderungen um 4–5 Sekunden pro Strich. Für Single Dosing ungeeignet.
  • Komplizierte Menüführung: Die Software ist nicht intuitiv, die App-Verbindung ist hakelig. Viele unnötige Funktionen (Uhrzeit, Zähler).
  • Fehlertoleranz der Waage: Abweichungen von 0,2–0,3 g möglich, die Mühle mahlt dann nach, was die Extraktion minimal beeinflussen kann.

Einsatzbereiche

  • Büros, kleine Gastronomie, Food-Festivals: Ideal für mehrere Bezüge am Tag.
  • Koffeinfreie Mühle: Durch den niedrigen Durchsatz geeignet.
  • Nicht für zu Hause: Der hohe Totraum und die schwergängige Einstellung machen sie für den täglichen Single-Dosing-Einsatz frustrierend.

Fazit

Die Mazzer Mini G ist ein solides Arbeitspferd mit exzellenter Verarbeitung, aber die Technik (Waage, Software, Mahlgradeinstellung) hinkt hinterher. Für den Preis (ca. 1000 €) sind Alternativen wie die Eureka Mignon Libra oder die Mahlkönig X54 oft nutzerfreundlicher. Empfehlung: Perfekt für Semi-Profis, die Robustheit schätzen – aber nicht für den ambitionierten Home-Barista.

Dieses Werkzeug macht den besten Espresso der Welt
Morgan Eckroth|21. Aug.

Dieses Werkzeug macht den besten Espresso der Welt

Einleitung

Dieses Video stellt das Better Vessel vor, ein Werkzeug, mit dem ein philippinischer Barista bei der Weltmeisterschaft 2025 die höchsten Espresso-Punkte erzielte.

Aufbau und Funktionsweise
  • Drei Komponenten: Obere Kugel zum Kühlen (vom Ersteller hinzugefügt), doppelwandiger Hauptbehälter, beweglicher Boden mit Ständer.
  • Funktionsprinzip: Der Espresso wird in den Behälter gezogen, kurz stehen gelassen, dann auf die finale Tasse gesetzt – dabei hebt sich die Kugel, und die Crema wird zurückgehalten, während der klare Espresso durchfließt.
Warum Crema entfernen?
  • Crema ist bitter und besteht aus Fetten, Ölen und CO2.
  • Durch Entfernen entsteht ein süßerer, säurebetonter und seidiger Espresso.
Praktischer Vergleich
  • Der Ersteller zieht einen Doppel-Espresso: eine Hälfte normal (mit Crema), die andere mit dem Better Vessel (ohne Crema).
  • Ergebnis des Better Vessel: rundere Textur, stärkere Fruchtnoten, weniger Bitterkeit – ähnelt eher Fruchtsaft.
Hintergrund aus dem Wettbewerb
  • Im Wettkampf müssen Baristas eine perfekte, unversehrte Crema präsentieren (Punkte dafür).
  • Das Better Vessel erlaubt es, diesen Anspruch zu erfüllen und dann die Crema schnell zu entfernen – Zeitvorteil (12 Getränke in 15 Minuten).
Vor- und Nachteile
  • Vorteile: Schnelle Kühlung, effektive Crema-Trennung, einfache Handhabung.
  • Nachteile: Hoher Preis, begrenzte Verfügbarkeit, aktuell nur für Einzelportionen, 3D-gedruckte Teile können brechen.
Fazit
  • Kein Muss, aber eine interessante Möglichkeit, Espresso anders zu erleben. Für Puristen ist der klassische Espresso mit Crema oft vorzuziehen.

Alle Maße bleiben wie im Original (keine imperialen Einheiten).

Kaffee wie ein Einheimischer: Lima, Peru (Folge 1)
James Hoffmann|20. Aug.

Kaffee wie ein Einheimischer: Lima, Peru (Folge 1)

Ein besonderes Kaffee-Erlebnis in Lima

James Hoffmann ist in Lima (Peru) und sucht eine Kaffeeerfahrung, die es nur hier gibt – nicht unbedingt Specialty Coffee, sondern etwas zutiefst Lokales und Traditionelles.

Bar Cordano – eine 121 Jahre alte Institution
  • Er besucht Bar Cordano, ein legendäres Café, das seit über einem Jahrhundert besteht.
  • Bestellt wird ein traditionelles Frühstück: café pasado und butifarra.
Café pasado: Kaffeekonzentrat mit heißem Wasser
  • Der Kaffee wird als starkes Konzentrat in eine Tasse heißen Wassers gegossen – eine ungewöhnliche und erfrischende Zubereitung.
  • Der Geschmack ist mild, nicht bitter, erinnert eher an Filterkaffee als an einen Americano.
  • Wenig Säure und ein angenehmes Mundgefühl.
Butifarra – das klassische Schinkensandwich
  • Das Sandwich besteht aus Landschinken, einem Zwiebel-Salat und Limette (nicht Zitrone, wie James zunächst annimmt).
  • Es ist salzig und saftig, die Limette bringt eine frische Säure, die perfekt mit dem Kaffee harmoniert.
  • James fügt auf Empfehlung eine scharfe Sauce hinzu, die das Geschmackserlebnis abrundet.
Fazit: Authentische Erlebnisse schätzen lernen
  • James betont, dass diese traditionelle Kombination einzigartig für Lima ist und genau das ausmacht, was er sucht: Kaffee als Teil der lokalen Kultur.
  • Spezialitätenkaffee ist toll, aber solche lokalen Institutionen und Gerichte verdienen ebenso Wertschätzung.
  • Empfehlung: Wer in Lima ist, sollte Bar Cordano unbedingt besuchen und dieses Frühstück genießen.

„Es ist eine Erfahrung, die ich stark empfehlen kann – einfach ein toller Moment mit Kaffee und einem köstlichen Sandwich.“

6 Möglichkeiten, Espresso zuzubereiten: Turbo, Allongé, Sprover und mehr
Lance Hedrick|18. Aug.

6 Möglichkeiten, Espresso zuzubereiten: Turbo, Allongé, Sprover und mehr

🎯 Sechs Wege, Espresso zuzubereiten: Von Normal bis Sprover

Dieses Video zeigt, wie du mit deiner Standard-Espressomaschine (z. B. Gaggia Classic, De'Longhi, Breville) ganz unterschiedliche Kaffeevarianten zubereiten kannst. Vom klassischen Espresso bis zum verlängerten Filterkaffee-Ersatz – hier sind die sechs Methoden im Überblick:

1. Normale – Der Klassiker

  • Verhältnis: 1:2 (Kaffee zu Wasser)
  • Extraktionszeit: 25–30 Sekunden
  • Mahlgrad: Mittel (z. B. Stufe 1)
  • TDS (Konzentration): 9–12 % – ausgewogen, ideal für dunkle Röstungen.
  • Geschmack: Perfekte Balance, guter Körper.

2. Ristretto – Kürzer und intensiver

  • Verhältnis: 1:1 bis 1:1,5
  • Extraktion: Gleicher Mahlgrad, aber früher gestoppt.
  • TDS: 12–15 % → sehr konzentriert.
  • Geschmack: Dickflüssig, süß-säuerlich, langanhaltendes Mundgefühl.
  • Hinweis: Bei hellen Röstungen braucht es eine leistungsstarke Mühle.

3. Lungo – Länger und milder

  • Verhältnis: 1:3 bis 1:4
  • Extraktionszeit: Länger als Normale (gleicher Mahlgrad).
  • TDS: Ca. 7 % → deutlich verdünnter.
  • Geschmack: Sanfter, weniger intensiv, aber Gefahr von Adstringenz (trockenes Mundgefühl).
  • Tipp: Lieber Ristretto + heißes Wasser als direkt länger extrahieren.

4. Allongé – Französisch für „verlängert“ (moderne Variante)

  • Verhältnis: 1:5 bis 1:6
  • Extraktionszeit: 30–40 Sekunden
  • Mahlgrad: Deutlich gröber (z. B. Stufe 1,3).
  • Druck: Steigt auf max. 8 bar, fällt dann ab.
  • TDS: 3,5–5,5 % → zwischen Filterkaffee und Espresso.
  • Geschmack: Fruchtig, hell, wenig Bitterkeit. Empfohlen für helle Röstungen bei niedrigeren Temperaturen (ca. 85 °C).

5. Turbo Shot – Der schnelle Genuss

  • Verhältnis: 1:3
  • Extraktionszeit: 7–15 Sekunden (!)
  • Mahlgrad: Noch gröber (z. B. Stufe 1,5).
  • Druck: Erreicht nur ca. 5–6 bar – kein spezielles Setup nötig.
  • TDS: Ca. 6,6 %.
  • Geschmack: Extrem fruchtig und aromatisch, hohe Säurepräsentation, aber nicht sauer. Schont die Mühle durch gröberen Mahlgrad.
  • Hinweis: Nicht von Spritzern täuschen lassen – das ist normal!

6. Sprover / Café Crème – Der Filterkaffee-Ersatz

  • Verhältnis: 1:8 bis 1:12 (hier 1:11)
  • Extraktionszeit: Schnell durch sehr groben Mahlgrad.
  • Mahlgrad: Deutlich gröber als alle anderen (z. B. Stufe 2,5).
  • TDS: 1,5–2,5 % – sehr dünn, fast wie Filterkaffee.
  • Geschmack: Wässrig, aber überraschend wenig adstringierend. Schaum eher wie Mokka-Pot-Schaum.
  • Tipp: Mit niedriger Temperatur (80–85 °C) und/oder Papierfilter im Siebträger für mehr Klarheit.
🔍 Fazit des Tages

Die Konzentration (TDS) und der Extraktionsgrad hängen stark von Mahlgrad, Temperatur und Verhältnis ab. Der YouTuber favorisiert persönlich den Turbo Shot wegen seiner Frische und Fruchtigkeit. Aber egal, ob du Normale, Ristretto oder Sprover magst – Hauptsache, es schmeckt dir!

Espresso zubereiten: Anleitung, Rezept und Mahlgrad einstellen
Kaffeemacher|16. Aug.

Espresso zubereiten: Anleitung, Rezept und Mahlgrad einstellen

Espresso zubereiten: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für zu Hause

Dieses Video zeigt, wie ihr mit einer einfachen Espressomaschine (z.B. Dedica oder D54) und einer Mühle zu Hause einen guten Espresso zubereitet. Die Grundlage ist das Standardrezept und die richtige Mahlgradeinstellung.

Das Standardrezept (doppelter Espresso)

  • Verhältnis: 1:2 (Kaffeepulver zu Espresso-Gewicht). Für 15 g Kaffee → 30 g Espresso.
  • Brühzeit: 25–30 Sekunden.
  • Doppelter Espresso liefert oft bessere Ergebnisse als einfacher.
  • Kaffeemenge: Finde die optimale Menge für deinen Siebträger – der Hersteller gibt einen Startwert vor. Prüfe mit dem Münz-Trick: Nach dem Tampern den Siebträger einspannen – darf kein Abdruck der Dusche im Kaffee sein. Zum Testen: Eine Euromünze auf den Kaffee legen – der Abdruck sollte sanft sichtbar sein.

Die sechs Schritte

  1. Maschine aufheizen: Ziel-Temperatur: 91–94 °C. Warte nicht nur auf Kontrollleuchten; spüle einmal heiß durch den Siebträger, um diesen aufzuheizen.
  2. Kaffee frisch mahlen: Verwende eine Mühle (auch Handmühle ab ca. 100 €). Starte mit einem mittleren Mahlgrad.
  3. Kaffee dosieren und verteilen: Wiege 15 g ab. Verteile gleichmäßig mit der Hand oder einem WDT-Werkzeug, um Klümpchen zu brechen.
  4. Tampern: Klopfe leicht, dann mit mindestens 8 kg Druck andrücken. Siebträger sauber wischen.
  5. Brühen: Verwende eine Waage, um das Brühverhältnis und die Zeit zu kontrollieren. Spüle vor dem Brühen kurz durch. Espresso sofort nach dem Einspannen starten.
  6. Mahlgrad anpassen:
    • Läuft der Espresso zu schnell (< 25 s) → feiner mahlen (kleinere Zahl). Ergebnis: oft säuerlich, wenig Körper.
    • Läuft er zu langsam (> 30 s) → gröber mahlen (größere Zahl). Ergebnis: bitter, trocken.

Ziel: Ein balancierter Espresso in 25–30 Sekunden. Bei jedem neuen Kaffee den Mahlgrad leicht nachjustieren.

Empfehlung für Einsteiger

  • Starte mit einem schokoladig-kakaohaltigen Espresso wie dem Kompadre.
  • Nutze eine Single-Dosing-Mühle oder eine Handmühle für präzise Mengen.

Wichtige Tipps

  • Immer frisch mahlen und dosieren.
  • Verwende eine Waage – „Pi mal Daumen“ führt zu unbefriedigenden Ergebnissen.
  • Nach jedem Espresso spülen, um die Maschine sauber zu halten.
4 köstliche (und einfache) Kaffeegetränke mit nur ZWEI ZUTATEN
Morgan Eckroth|14. Aug.

4 köstliche (und einfache) Kaffeegetränke mit nur ZWEI ZUTATEN

🌟 Überblick

In diesem Video zeigt dir ein erfahrener Barista, wie du vier einfache Kaffeegetränke mit nur zwei Zutaten zubereitest – Kaffee und eine weitere Zutat. Perfekt für heiße Sommertage oder um deine Kaffeeroutine aufzufrischen.

☕ 1. Shakerato (Italienischer Espresso-Shake)
  • Zutaten: Espresso (ca. 30 ml) + 5 g Zucker (Demerara, brauner Zucker oder Sirup)
  • Zubereitung:
    • Espresso und Zucker in einen Cocktailshaker geben.
    • Mit einem Milchaufschäumer schaumig aufschlagen (10–15 Sekunden).
    • Mit reichlich Eis shaken, bis der Shaker beschlagen ist.
    • In ein Glas abseihen – ein erfrischender, luftiger Genuss mit martini-ähnlicher Textur.
  • Tipp: Verwende einen mittleren Röstgrad mit Schokoladen- oder Nussnoten.
🥤 2. Espresso Tonic
  • Zutaten: Espresso (ca. 30 ml) + 150–200 ml Tonic Water
  • Zubereitung:
    • Glas mit Eis füllen, dann Tonic Water langsam eingießen (ca. 2,5 cm Platz lassen).
    • Espresso vorsichtig über einen Löffelrücken schichten.
    • Sanft umrühren – fruchtige oder florale Kaffees harmonieren am besten mit der Bitternote des Tonics.
  • Tipp: Für ein perfektes Schicht-Ergebnis das Tonic Water nicht zu stark agitieren.
🥛 3. Aerocano (Die bessere Version eines Americano)
  • Zutaten: Espresso (ca. 60 ml) + 60 ml heißes Wasser + 100 g Eis
  • Zubereitung:
    • Espresso mit heißem Wasser mischen, dann Eis hinzufügen.
    • Mit einem Milchaufschäumer aufschäumen, bis das Eis fast geschmolzen ist (ca. 15–20 Sekunden).
    • Der Drink erhält eine nitroähnliche, cremige Textur – viel angenehmer als ein klassischer Americano.
  • Tipp: Dieser Drink funktioniert mit fast jedem Kaffeeprofil.
🍨 4. Affogato (Espresso-Eisbecher)
  • Zutaten: Doppelter Espresso (ca. 60 ml) + 2–3 Kugeln Vanilleeis oder Gelato
  • Zubereitung:
    • Eis in eine Tasse geben, heißen Espresso direkt darüber extrahieren.
    • Der Espresso schmilzt das Eis leicht und kreiert einen cremigen, bittersüßen Genuss.
  • Tipp: Bei Koffeinempfindlichkeit entkoffeinierten Kaffee verwenden – so ist das Dessert auch abends perfekt.
🎁 Extras & Danksagung
  • Dieses Video wurde von Alton gesponsert (Moka-Reiseespressomaschine, Finero-Mühle, LatteGo-Milchaufschäumer).
  • Alle genannten Produkte sind unter alton.com/mdc erhältlich.
  • Happy Birthday, Alton! (4-jähriges Jubiläum ab 15. August).
Der Fellow ES1 Espresso-Maschinen-Test
James Hoffmann|13. Aug.

Der Fellow ES1 Espresso-Maschinen-Test

Überblick

Der Tester hat den Fellow ES1 (1.500 US-Dollar) mehrere Monate im Studio getestet und zieht ein differenziertes Fazit: Die Maschine kann sehr guten Kaffee machen, hat aber einige Schwächen, die je nach Zielgruppe unterschiedlich ins Gewicht fallen.

Stärken
  • Design und Haptik: Kompakt, elegant, hochwertige Verarbeitung – eine der schönsten Maschinen in dieser Preisklasse.
  • Dampfdüse: Klassische Düse mit Temperaturstopp (einstellbar), liefert guten Milchschaum.
  • Temperaturmanagement: Großer Wassertank, drei Tassen-Heizflächen, Offset-Funktion für die ersten Bezüge.
  • Druckprofilierung: Viele Presets (z. B. 9 bar, Hebelprofil) und individuelle Profile über die App – für Alltagskaffee völlig ausreichend.
  • Preis-Leistung: Für die gebotene Technik (Druck-/Temperaturprofilierung, App-Steuerung) günstiger als Konkurrenzmodelle (Decent, Meticulous).
Schwächen
  • Portafilter: Billiger Plastikgriff, schlechte Balance – für ein 1.500 €-Gerät enttäuschend.
  • Druckregelung:
    • Soll 9 bar am Gruppenkopf, erreicht aber oft 10–11 bar (Überschwinger).
    • Die „Rampe nach unten“ funktioniert nicht als sanfter Abfall, sondern als ruckartiger Abfall (Druck baut sich nur durch den Puck ab).
    • Schnelle Druckwechsel (z. B. von hoch zu niedrig) werden nicht sauber umgesetzt – die Maschine „verschluckt“ sich.
  • App/Software: Erlaubt Profile, die die Hardware nicht umsetzen kann – fehlende Schutzmechanismen („Guardrails“).
  • Portafilter: Billiger Plastikgriff, schlechte Balance – ein Ärgernis bei diesem Preis.
  • Gen-1-Risiko: Erste Generation, schwierig selbst zu reparieren, einige Temperaturschwankungen gemessen.
  • Keine Smart-Waage-Integration (nur per zukünftigem Firmware-Update versprochen).
Zwei Zielgruppen – zwei Urteile
  1. Design- und Genussorientierte (die schöne Technik mögen, aber nicht übertrieben optimieren wollen): Kaufempfehlung – die Maschine liefert alltagstauglich guten Kaffee und Milchgetränke.
  2. Optimierer und Enthusiasten (die jedes Detail selbst einstellen wollen): Aktuell nicht empfehlenswert – die Druckregelung ist zu unpräzise (Überschwinger, keine echte Rampe), die App erlaubt unrealistische Profile.
Fazit

Der Fellow ES1 ist ein solider Erstling mit toller Optik und vielen Funktionen, aber die Technik ist noch nicht ganz ausgereift. Wer sich für die „Fellow Drops“-Rezepte begeistert und die Optik liebt, wird glücklich. Wer maximale Kontrolle sucht, sollte auf die zweite Generation oder Wettbewerber (z. B. Decent, Meticulous) warten.

Espresso brauen für Dummies (aber, sozusagen, für schlaue Dummies)
Lance Hedrick|12. Aug.

Espresso brauen für Dummies (aber, sozusagen, für schlaue Dummies)

Was ist Espresso?

Espresso ist eine Brühmethode, bei der heißes Wasser unter Druck durch einen fein gemahlenen Kaffeepuck gepresst wird. Die Definition hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: Früher eher wie eine Mokkakanne mit niedrigerem Druck, heute mit höherem Druck (typisch 9 bar) und feineren Mahlgraden für mehr Extraktion.

Die wichtigsten Variablen
  • Mahlgrad: Hauptstellschraube – je feiner, desto mehr Widerstand.
  • Temperatur: Falls einstellbar, ansonsten nicht entscheidend.
  • Verhältnis (Ratio): Klassisch 1:2 (z. B. 20 g Kaffee → 40 g Espresso).
  • Zeit: Ursprünglich 25–30 Sekunden als Richtwert, aber nicht in Stein gemeißelt.
Traditioneller Ansatz (1:2 in 25–30 Sekunden)
  1. Dosierung: Korb randvoll mit Kaffee füllen, glatt streichen und fest andrücken (bis kein Nachgeben mehr spürbar). Der Puck sollte nach dem Andrücken ca. 1 cm Platz zum Sieb lassen.
  2. Mahlgrad einstellen: Läuft der Shot zu schnell (<25 Sek.) → feiner mahlen; zu langsam (>30 Sek.) → gröber mahlen.
  3. Mit Waage arbeiten: Ausgabe wiegen – sobald das Zielverhältnis erreicht ist, stoppen.
  4. Geschmack prüfen: Manche mögen 15‑Sekunden-Shots, andere 35 Sekunden – probieren geht über Studieren.
Moderner Ansatz für helle Röstungen (Turbo Shots)

Helle Röstungen sind dichter, weniger brüchig und erzeugen weniger Feinanteile und CO₂. Dadurch ist es schwierig, bei 1:2 und 25–30 Sekunden einen stabilen 9‑bar‑Druck zu halten. Stattdessen:

  • Gröber mahlen (etwa wie eine dunkle Röstung für 9 bar).
  • Schnell extrahieren (11–16 Sekunden).
  • Höheres Verhältnis wählen (1:2,5 bis 1:3).
  • Druck ignorieren – der Peak liegt meist unter 6 bar, das ist völlig in Ordnung.
  • Vorteile: Gleichmäßigere Extraktion, weniger Bitterstoffe, mehr Aromatik (weniger Zeit zum Verflüchtigen).
  • Keine Crema – aber der Körper wird durch die chemische Textur trotzdem als voll empfunden.
Wichtige Erkenntnisse aus dem Video
  • Druck ist nicht entscheidend: 9 bar sind kein Muss. Auch 6–7 bar liefern gute Ergebnisse; der Unterschied im Geschmack ist minimal.
  • Widerstand bestimmt den Druck: Der Widerstand wird durch Mahlgrad, Röstfrische, Korbgeometrie und Bettiefe beeinflusst.
  • Nacktsieb nicht falsch interpretieren: Spritzer bedeuten nicht zwingend Channeling – bei hellen Röstungen und schnellen Shots ist das normal.
  • Geschmack ist der Maßstab: Nicht blind auf Zahlen starren, sondern verkosten und anpassen.
Beste günstige Espressomühle 2026? Eureka Zero 55S im Test
Kaffeemacher|08. Aug.

Beste günstige Espressomühle 2026? Eureka Zero 55S im Test

Überblick

Die Eureka Zero 55S ist eine überarbeitete Single-Dosing-Mühle für ca. 250 Euro – ein deutlicher Preisnachlass gegenüber dem Vorgänger (330–400 Euro), da sie nun in China gefertigt wird. Sie richtet sich an Einsteiger mit schmalem Budget, die trotzdem guten Espresso zu Hause beziehen möchten.

Design & Bedienung
  • King-Size-Mahlgradrad: Ermöglicht feine, reproduzierbare Einstellungen – ein großer Fortschritt gegenüber dem alten Mini-Rad.
  • Vorderer Hebel: Startet und stoppt den Mahlvorgang ohne Griff nach hinten – barrierefreier und praktischer.
  • Becherhalterung mit integriertem Schalter; Montage mit Kreuzschrauben („Ikea-Moment“).
Mahlleistung & Partikelverteilung
  • Hauptpeak schmal und hoch (ca. 205 µm) – viele gleich große Partikel.
  • Feinpeak jedoch mit über 40 % Anteil – viele Feinstpartikel, die zu trockenem, staubigem Nachgeschmack führen können.
  • Praxis-Tipp: Bei zu trockenem Kaffee etwas gröber mahlen und kürzer (25–26 Sekunden) extrahieren.
  • Insgesamt körperbetont – trotz Klarheit dank Hauptpeak.
Geschwindigkeit & Lautstärke
  • 18 g in 10,5 Sekunden, ~21 g/min – solide im Mittelfeld.
  • 83 Dezibel – leise im Betrieb, typisch angenehmes Eureka-Mahlgeräusch.
  • Temperaturstabil über 5 Bezüge.
Reinigung
  • Mahlgrad bleibt erhalten beim Öffnen (Einstellung von unten) – großer Pluspunkt.
  • Dennoch nötig: Kreuzschraubenzieher, Logo-Platte abnehmen, Mahlscheiben entfernen – etwas umständlich.
  • Empfehlung: Alle 1–2 Wochen mit Mühlenreiniger durchspülen, mindestens monatlich zerlegen und auspinseln.
Totraum (Retention)
  • Temporärer Totraum: 1,1 g – relativ hoch für eine Single-Dosing-Mühle.
  • Permanenter Totraum: 1,6 g – insgesamt 2,7 g.
  • Mit einer Neigungsplatte (nach vorne) lässt sich der temporäre Totraum um ca. 0,5 g reduzieren.
  • Konsistenz trotzdem gut: Standardabweichung von 0,05 g bei fünf aufeinanderfolgenden Mahlungen.
Fazit
  • Für 250 Euro eine sehr solide Einstiegsmühle, die 60–70 % aller Kaffees gut zubereitet.
  • Ideal in Kombination mit einer günstigen Siebträgermaschine (Gesamtbudget ab ~400 Euro).
  • Keine digitalen Schwachstellen – reine mechanische Qualität.
  • Achtung: Hoher Totraum erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit und regelmäßige Reinigung.

Fazit der Tester: Macht Spaß, liefert guten Espresso und ist ein echtes Schnäppchen in der Preisklasse.

ECM Estetika: Dualboiler mit Volumetrik im Schnelldurchlauf
Kaffeemacher|06. Aug.

ECM Estetika: Dualboiler mit Volumetrik im Schnelldurchlauf

Überblick
  • Die ECM Ästhetika ist ein Dualboiler mit Volumetrik, ca. 4.000 €.
  • Sie setzt Maßstäbe in vielen Bereichen und kann mit teureren Top-Maschinen (Sanremo, La Marzocco) mithalten – oft sogar besser.
Schnelle Aufheizzeit
  • Nur 6,5 bis 7 Minuten Aufheizzeit dank selbstentwickelter gesättigter Brühgruppe mit eigenem Heizelement.
  • Das geschieht durch Überhitzen und anschließendes Abkühlen durch den Anwender.
Temperaturstabilität
  • Sehr konstante Temperaturen in KM- und WBC-Protokollen (5 bzw. 14 Bezüge in Folge).
  • Exzellente Standardabweichung – unter den besten getesteten Maschinen der letzten 10 Jahre.
Volumetrik
  • Drei programmierbare Tasten für individuelle Wassermengen.
  • Sehr gute Konstanz auch unter Last und nach dem Umbau (7/10 Punkte).
  • Viele andere Dualboiler (z.B. La Marzocco Linea Micra) haben keine Volumetrik – erst die teurere GS3 bietet sie.
Verarbeitung & Espresso
  • Hochwertige, robuste Solide Verarbeitung – typisch ECM, inklusive Zubehör.
  • Espresso: solide 9-bar-Profildruck, keine komplexe Flow-Profile, damit fast alle Kaffees sehr gut brühbar.
Dampf & Catering
  • Sehr kraftvoller Dampf erreicht Milchtemperatur in nur 24 Sekunden, mit schöner Rollphase für cremigen Milchschaum.
  • 2-Liter-Boiler hält Leistung über viele Schäumvorgänge – ideal für kleine Cafés oder Events.
  • Einfacher Anschluss an Abwasser und Zulauf (Rotationspumpe) für Dauerbetrieb.
Fazit
  • Insgesamt eine Top-Espressomaschine mit ausgezeichneter Balance aus Temperatur, Volumetrik und Dampf – klare Empfehlung für anspruchsvolle Espresso-Liebhaber.
  • Weitere Details im langen Video und Testartikel.
Hat Fellow den Hausgebrauch verändert? Oder nur eine weitere Prosumer-Maschine? ES1 Vollständiger Testbericht
Lance Hedrick|06. Aug.

Hat Fellow den Hausgebrauch verändert? Oder nur eine weitere Prosumer-Maschine? ES1 Vollständiger Testbericht

Fellow ES1 – Eine detaillierte Analyse

Lance Hedrick testet die neue Fellow ES1 Espressomaschine und bewertet, ob sie den Hype wert ist. Fellow, bekannt für Ästhetik und Funktion (z. B. EKG-Kessel, Ode-Mühle), will mit der ES1 ein vielseitiges Ökosystem für Kaffeeliebhaber schaffen.

Design & Verarbeitung

  • Materialmix: Hauptkorpus aus kunststoffbeschichtetem Metall, viel Kunststoff (Gehäuse, Wassertank, Abtropfschale) – lookt hochwertig, fühlt sich aber nicht so an wie Vollmetall.
  • Bedienelemente: Runder Bildschirm (umstritten wegen Lesbarkeit), drei „Klaviertasten“, Drehregler (ähnlich wie bei Fellow-Kessel).
  • Dampfdüse: Isoliert, thermische Sonde für automatische Abschaltung, voll beweglich.
  • Siebträger: Standard-E61-kompatibel, aber mit großem Überhang – Lance bemängelt das Design als klobig, besonders bei normalen Körben.

Technische Innovation: „Boosted Boiler“

  • Kernstück: Kombination aus Kessel (als Wärmespeicher), Durchlauferhitzer und aktiv beheiztem Brühkopf – ermöglicht 2 Minuten Aufheizzeit statt 30+ Minuten bei E61.
  • Temperaturstabilität: Extrem präzise (±0,3 °C) über mehrere Bezüge hinweg – übertrifft viele Konkurrenten in dieser Preisklasse.
  • Dampf & Heißwasser: Separat vom Kessel – Dampf in 3–5 Sekunden, Heißwasser für Tee/Matcha variiert je nach Menge.

Druckprofilierung & App

  • Druckprofile: Bis zu 10 Stufen für Espresso (z. B. Hebel-, Slayer-Stil). Wichtig: zeitbasiert, nicht durchflussbasiert – das erfordert Einarbeitung für jedes neue Bohnenprofil.
  • App-Steuerung: Intuitiv, mit Community-Profilen (z. B. „Blooming Espresso“) und Fellow Drops. Limitationen: Automatik-Volumetrik nur bis 1:5 (Lance fordert 1:10 oder feinere Abstufungen).
  • Zukunftspotenzial: Durchflussprofilierung nicht freigegeben wegen Komplexität – Lance hofft auf spätere Updates.

Kaffeequalität & Workflow

  • Im Test: Helle und dunkle Röstungen, „Low Contact“ (Schnellbrühung) und „Soup“ (Verlängerter). Lance und sein Kollege Ugo vergeben hervorragende Noten (8,7–9,3 von 10).
  • Milchschaum: Dampfdüse ermöglicht fast freihändiges Aufschäumen mit präziser Temperaturkontrolle – Latte Art möglich, aber Pflege der Sonde notwendig.
  • Langlebigkeit: Fellow garantiert 5 Jahre durch Dauertests, aber Service ist kompliziert (viele Schrauben, enge Bauweise). Garantieverlängerung für 149 € empfohlen.

Fazit: Preis vs. Leistung

  • Preis: 1.500 €. Konkurrenz: Breville Dual Boiler, Lelit Elizabeth – bieten weniger Flexibilität bei Profilen und längerer Aufheizzeit.
  • Stärken: Temperaturstabilität, Aufheizzeit, Druckprofile, Dampfleistung, App-Integration, kompaktes Design.
  • Schwächen: Materialmix (viel Kunststoff), Service-Komplexität, automatische Volumetrik zu grob, kein Durchfluss-Profiling (aktuell).
  • Zielgruppe: Ideal für enthusiastische Einsteiger, die Milchgetränke lieben und experimentieren wollen – nicht für absolute Minimalisten oder Puristen.

Lance‘ abschließender Rat: „Die ES1 ist ein innovatives Gerät mit Killer-Features – aber für reine Milchkaffees reicht ein günstigeres Bambino. Sie glänzt bei mittleren bis hellen Röstungen mit Milchschaum-Workflows. Falls du langlebiges Vollmetall willst: Spare auf eine Decent oder warte auf eine mögliche Metal-Version von Fellow.“

Die überraschenden Dinge, die wir über den Preis eines Cappuccinos herausgefunden haben
James Hoffmann|06. Aug.

Die überraschenden Dinge, die wir über den Preis eines Cappuccinos herausgefunden haben

Der Cappuccino-Index: Was ein Kaffee über die Welt verrät

James Hoffmann analysiert den Cappuccino-Index, der misst, wie viele Minuten ein Barista arbeiten muss, um sich einen Cappuccino leisten zu können. Die Daten stammen aus einer Umfrage unter tausenden Baristas weltweit – mit einem Vergleich zu Daten von vor 11 Jahren.

Die Spitzenreiter (wenigste Arbeitszeit):

  • 🇦🇺 Australien: 10 Minuten 5 Sekunden (fast 6 Cappuccinos pro Stunde)
  • 🇮🇹 Italien: 11 Minuten 51 Sekunden
  • 🇳🇿 Neuseeland: 12 Minuten 43 Sekunden

Die Schlusslichter (meiste Arbeitszeit):

  • 🇮🇳 Indien: 172 Minuten 24 Sekunden (etwa die Länge eines Nolan-Films)
  • 🇵🇭 Philippinen: 110 Minuten 43 Sekunden
  • 🇲🇽 Mexiko: 74 Minuten 35 Sekunden

Weitere Länder im Überblick:

  • 🇮🇪 Irland: knapp 16 Minuten
  • 🇬🇧 Vereinigtes Königreich: 17 Minuten 30 Sekunden
  • 🇺🇸 USA: 17 Minuten 55 Sekunden (ohne Trinkgeld)
  • 🇩🇪 Deutschland: 14 Minuten 59 Sekunden
  • 🇩🇰 Dänemark: 19 Minuten 24 Sekunden
  • 🇨🇦 Kanada: vergleichbar mit USA
  • 🇸🇬 Singapur: 25 Minuten 13 Sekunden

Überraschender Trend: Index ist in vielen Ländern gesunken

Entgegen der Erwartung (steigende Kaffeepreise durch Inflation) ist der Cappuccino-Index in vielen Ländern gefallen. James‘ Theorie: Wettbewerb.

  • Wo viele Cafés konkurrieren, steigen die Löhne für Baristas, während die Preise für Kunden durch Konkurrenzdruck niedrig bleiben.
  • Ausnahmen (z. B. Dänemark, Norwegen, Spanien) zeigen, dass der Index nicht überall sinkt.

Die teuersten und günstigsten Cappuccinos:

Teuerste (Durchschnittspreis):

  1. 🇨🇭 Schweiz: 5,63 £
  2. 🇩🇰 Dänemark: 5,52 £
  3. 🇳🇴 Norwegen: (knapp dahinter) Einzelner Spitzenreiter: Kopenhagen – 10,43 £

Günstigste (Durchschnittspreis):

  1. 🇮🇹 Italien: 2,04 £
  2. 🇵🇭 Philippinen: 1,79 £
  3. 🇮🇳 Indien: günstig

Stundenlöhne der Baristas:

Höchste:

  1. 🇨🇭 Schweiz: 23,48 £/h
  2. 🇩🇰 Dänemark: 17,07 £/h
  3. 🇦🇺 Australien: 16,36 £/h

Niedrigste:

  1. 🇮🇳 Indien: 0,71 £/h
  2. 🇵🇭 Philippinen: 0,97 £/h
  3. 🇲🇽 Mexiko: 2,14 £/h

Ein Barista in der Schweiz verdient im Schnitt 33-mal mehr als einer in Indien – der Cappuccino ist aber nur 2,8-mal teurer. Das erklärt die unteren Ränge des Index, aber nicht die gesamte Tabelle.

Stadt-Land-Gefälle (am Beispiel UK):

  • London (höchste Cafédichte) → niedrigster Index
  • Edinburgh (weniger Wettbewerb) → höchster Index
  • Suburban und Rural liegen dazwischen – die Unterschiede sind aber gering.

Was sagt der Index aus?

Der Cappuccino-Index korreliert grob mit BIP und Lebenshaltungskosten, bietet aber einen zusätzlichen Einblick in die Wettbewerbsintensität einer Kaffeeszene. Länder mit langjähriger, dichter Kaffeekultur (Australien, Italien) haben oft eine kulturelle Preisobergrenze, die den Index niedrig hält.

Fazit & Ausblick:

James hält den Index für wertvoll, besonders wenn er jährlich erhoben würde. Er regt an, über unbequeme Fragen nachzudenken: Wie viele Kilos Kaffee muss ein Produzent anbauen, um eine Tasse in London zu bezahlen? Wie viele Stunden muss ein Barista arbeiten, um die Miete zu zahlen? Der Datensatz steht zum Download bereit – eigene Analysen sind willkommen.

Die 5 sexiesten Moka-Kannen aller Zeiten
Lance Hedrick|03. Aug.

Die 5 sexiesten Moka-Kannen aller Zeiten

Die 5 sexiesten Moka-Kannen aller Zeiten

Das Video erkundet fünf außergewöhnliche Moka-Kannen, die von der italienischen Firma Alessi in Zusammenarbeit mit visionären Designern geschaffen wurden. Unter der Leitung von Alberto Alessi verwandelte das Unternehmen Alltagsgegenstände in Kunstobjekte, indem es Architekten und Ingenieure statt konventioneller Produktdesigner engagierte.


1. Richard Sapper – Die 9090 (Ingenieur)

  • Ansatz: Funktionale Schönheit durch Mechanik.
  • Sapper, ein deutscher Ingenieur, verbesserte das Design der klassischen Moka-Kanne grundlegend: aus Edelstahl, zylindrisch, mit einer einhändig bedienbaren Verschlusskappe, die das lästige Abschrauben des heißen Unterteils vermeidet.
  • Die Mechanik wird bewusst sichtbar gelassen – die Ästhetik entsteht aus der Funktionalität.

2. Aldo Rossi – Laconica & La Cupola (Architekt)

  • Ansatz: Architektur und Erinnerung in der Küche.
  • Laconica: Streng geometrisch – Kugel, Kegel, Zylinder – wirkt wie ein Turm und stellt die Küchenlandschaft in Frage.
  • La Cupola: Mit einer Kuppel versehen, erinnert sie an ein Gebäude und symbolisiert Gemeinschaft. Der lange Henkel wirkt wie eine Treppe – alltägliches Kaffeeritual wird zeremoniell.

3. Michele De Lucchi – La Pulcina (Rebell)

  • Ansatz: Verspielte Wissenschaft.
  • De Lucchi, Mitglied der Memphis-Gruppe, entwarf eine Kanne mit horizontalen Rillen, die die Temperatur am Ende des Brühvorgangs senken sollen, um das Spritzen zu verhindern.
  • Der schnabelartige Ausguss (daher der Name „kleines Küken“) ermöglicht präzises Ausgießen. Form folgt hier sowohl der Funktion als auch dem Spieltrieb.

4. Mario Trimarchi – Ossidiana (Poet)

  • Ansatz: Erzählung und Natur.
  • Inspiriert von der vulkanischen Landschaft Siziliens und dem Gestein Obsidian.
  • Die Oberfläche ist in unregelmäßige Facetten unterteilt, die das Licht je nach Blickwinkel brechen. Die Kanne wirkt wie ein Naturfund, nicht wie ein Industrieprodukt.
  • Der glatte Henkel kontrastiert mit der rauen, gekrümmten Form – eine Erinnerung an die Entstehung aus Druck und Hitze.

Fazit: Fünf Antworten auf die Frage „Was ist Design?“

Jeder Designer interpretierte die Moka-Kanne neu:

  • Sapper: Schönheit durch intelligente Technik.
  • Rossi: Ein Haushaltsgegenstand mit architektonischer Autorität.
  • De Lucchi: Wissenschaft, Freude und Provokation vereint.
  • Trimarchi: Metall als Träger von Landschaft und Erinnerung.

Diese Stücke sind keine bloßen Kaffeekocher, sondern Argumente für verschiedene Designphilosophien – Ingenieurskunst, Architektur, Rebellion und Poesie – alle in einem bescheidenen Küchenobjekt gebündelt.

Neue Lelit-Generation: Elizabeth 3 und Victoria 3 mit Druckprofilen
Kaffeemacher|01. Aug.

Neue Lelit-Generation: Elizabeth 3 und Victoria 3 mit Druckprofilen

Übersicht
  • Lelit präsentiert die neuen Modelle Elizabeth 3 (Dualboiler) und Victoria 3 (Einkreiser) mit integrierter Pagaya-Funktion (Pulsweitenmodulation) zur präzisen Flusssteuerung.
Neue Funktionen
  • Zwei programmierbare Profile über Tasten: Ihr könnt mehrere Stufen (z. B. sanfte Vorfusion, Druckanstieg) mit variablem Flow einstellen.
  • Drucksensor und Druckanzeige ermöglichen Echtzeit-Kontrolle.
  • Keine Volumetrik, sondern Zeitsteuerung – eine beachtliche Entwicklung in dieser Preisklasse.
Preise
  • Victoria 3 kostet ca. 1.300 € (Aufpreis von 300 € zur Basisversion).
  • Elizabeth 3 liegt bei 1.600 € (ebenfalls 300 € Aufpreis).
Technologische Synergien
  • Nach der Übernahme durch Sage (Breville) fließen jetzt viele Patente (ca. 400, davon 250 aktiv) in die Lelit-Linie ein. Die Qualität und Funktionsvielfalt wäre so früher nicht möglich gewesen.
Ausblick
  • Ein ausführlicher Test mit Temperaturmessung und genauer Analyse ist geplant. Erste Eindrücke sind sehr positiv.
Dieser virale Instantkaffee ist super seltsam
Morgan Eckroth|31. Juli

Dieser virale Instantkaffee ist super seltsam

Produktbeschreibung

Die getestete Nitro Brew ist ein portabler, stickstoffgespülter Kaltbrühe-Konzentrat in Einwegkapseln. Jede Kapsel enthält 20 ml (0,7 oz) und kostet einzeln ca. 4 USD (bei Abo günstiger).

Zutaten & Diskrepanz
  • Kalorien: 15 pro Kapsel – ungewöhnlich hoch für reinen Kaffee.
  • Zutaten laut Verpackung: Kaffee-Extrakt, Ascorbinsäure, Kaliumcarbonat, gemischte Tocopherole (Vitamin E), künstliche Aromen, Natrium-L-Ascorbat, Stickstoff.
  • Widerspruch zur Website: Dort wird keine künstlichen Aromen beworben – die Verpackung behauptet das Gegenteil. Auch das Web-Bild zeigt verschwommenen Text, der vermutlich KI-generiert ist.
Zubereitung & Geschmackstest
  • Zubereitung: Kapsel aufdrehen, mit Druck in 5 oz (148 ml) Wasser/Milch entleeren – ergibt einen schaumigen Nitro-Effekt. Der Ausstoß ist recht heftig, aber optisch reizvoll.
  • Geschmack: Sehr dunkel, bitter, schokoladig – typisch für stark geröstete Bohnen. Bei reinem Kaffee schmeckt es leicht säuerlich (statt säuerlich-fruchtig), was bei Konzentraten üblich ist. Mit 4 oz (118 ml) Wasser oder Hafermilch schmeckt es runder. Der künstliche Aromen-Einschlag ist für geübte Gaumen erkennbar – ein intensiver „Capital-C-Coffee“-Geschmack.
Kritikpunkte
  • Nachhaltigkeit: Die Kapseln sind nicht recyclebar (kein Hinweis auf Verpackung). Selbst bei möglicher Trennung wäre der Aufwand für unterwegs unrealistisch – sie landen meist im Restmüll.
  • Transparenz: Die widersprüchliche Angabe zu künstlichen Aromen zwischen Website und Verpackung ist irreführend.
Fazit & Vergleich
  • Vorteile: Hoher Bequemlichkeitsfaktor (keine Kühlung, TSA-geeignet), lustiger Nitro-Effekt, passable Qualität für schnelle Kaffee-Latte-Lösungen.
  • Nachteile: Mittelprächtiger Geschmack, Plastikmüll, fragwürdige Angaben.
  • Vergleich: Ähnlich zu besseren Instantkaffee-Packs oder Cometeer (höherer Preis, aber nachhaltiger und hochwertiger).
  • Einsatzgebiet: Eher für Reisen/Camping als für den Alltag.

Tonfall: Informativ, ehrlich, leicht kritisch – der YouTuber zeigt echte Begeisterung für den „Gimmick“, bleibt aber bei der Bewertung objektiv.

Pourover für Dummies
Lance Hedrick|29. Juli

Pourover für Dummies

Einleitung: Zeit als Schlüssel zum perfekten Pour-over

Lance Hedrick stellt ein einfaches System vor, das auf der Gesamtbrühzeit basiert. Statt sich mit komplizierten Variablen zu beschäftigen, reicht es, die Brühzeit im Auge zu behalten, um 80–90 % des optimalen Geschmacks zu erreichen.

Empfohlene Brühzeiten nach Dosis
  • ≤ 15 g: 2–3 Minuten
  • 15–20 g: 2:30–3:45 Minuten
  • 20–25 g: 3–4:30 Minuten
  • 25–30 g: 3:30–5 Minuten

Hinweis: Tiefere Betten (größere Dosen) benötigen längere Kontaktzeiten und gröbere Mahlgrade, um eine gleichmäßige Extraktion zu gewährleisten.

Variablen zur Steuerung der Brühzeit
  1. Mahlgrad: Starte grob und werde feiner. Der Mahlgrad beeinflusst die Durchlaufzeit stark.
  2. Gießtechnik: Ein hoher, aggressiver Guss (hohe Turbulenz) verlängert die Brühzeit, da Feinteile den Filter verstopfen. Ein niedriger, laminarer Guss verkürzt sie.
  3. Wassertemperatur: Nur Änderungen von ≥ 3 °C (oder 5 °F) sind spürbar. Für helle Röstungen ~92 °C, für funky Prozesse 3–5 °C weniger.
  4. Anzahl der Aufgüsse: Mehr Aufgüsse verlängern die Brühzeit. Empfehlung: 3 Aufgüsse für ≤ 20 g, 4 Aufgüsse für > 20 g.
Praktisches Beispiel: Blindtest

Mit gleichem Mahlgrad und gleicher Temperatur führte ein aggressiver Guss zu einer 9 Sekunden längeren Brühzeit und einem säurebetonteren, lebendigeren Geschmack. Der laminare Guss ergab einen milderen, süßeren Eindruck. Geschmack ist subjektiv – daher sind Blindtests empfehlenswert.

Fazit

Konzentriere dich zuerst auf die Brühzeit und passe dann Mahlgrad und Gießtechnik an. So erzielst du schnell konsistent leckeren Kaffee, ohne dich in Details zu verlieren.

Flat White zubereiten: Espresso, Milchschaum und das richtige Verhältnis
Kaffeemacher|25. Juli

Flat White zubereiten: Espresso, Milchschaum und das richtige Verhältnis

Was ist ein Flat White?
  • Espressolastiges Milchmischgetränk mit einem doppelten Espresso (oder doppelten Ristretto) und sehr feinporigem Milchschaum.
  • Die Milch wird auf 60–65 °C erhitzt und nur wenig aufgeschäumt – die Schaumdecke beträgt maximal 0,5–1 cm.
  • Typische Tassengröße: 150–200 ml, das Getränk ist randvoll, aber ohne sichtbare Schaumhaube.
Unterschied zum Cappuccino
MerkmalFlat WhiteCappuccino
EspressoDoppelt (oder Ristretto)Einfach
MilchschaumSehr feinporig, dünne SchichtFeiner Schaum, 1–2 cm hoch
Tassengröße150–200 ml150–180 ml
VerhältnisWeniger Milch, mehr KaffeepowerMehr Milch, weicher
Zubereitungstipps
  • Für den Flat White eignet sich fruchtiger Kaffee besonders gut, da der intensive Geschmack im Milchgetränk besser zur Geltung kommt.
  • Espresso kürzer ziehen: Statt 1:2,5 lieber ein Verhältnis von 1:2 wählen. Einfach zwei Sekunden früher stoppen – das konzentriert den Geschmack, ohne die Extraktion zu beeinträchtigen.
  • Warum kurzziehen? Durch die Milch wird das Getränk verlängert; der intensivste Teil des Espressos bleibt erhalten.
Abgrenzung zu anderen Getränken
  • Latte Macchiato: Im Glas (200–300 ml), zuerst geschäumte Milch, dann ein einfacher Espresso – mehr Milch, weniger Kaffee.
  • Cortado: Spanische Variante – doppelter Espresso mit der gleichen Menge sehr wenig geschäumter Milch, Gesamtmenge nur 80–100 ml.
  • Kaffee Macchiato: Einfacher Espresso mit einer ausgeprägten Milchhaube.
Fazit

Ein Flat White ist die ideale Wahl, wenn du viel Kaffeegeschmack in einem cremigen, nicht zu milchigen Getränk genießen möchtest. Probiere es zu Hause mit einem fruchtigen Kaffee und einem kurz gezogenen Espresso – das bringt die perfekte Balance.

Die teuersten Espresso-Werkzeuge, die ich besitze
Morgan Eckroth|24. Juli

Die teuersten Espresso-Werkzeuge, die ich besitze

In diesem Video zeigt Morgan Eckroth, eine sechsmalige US-Barista-Meisterschaftsteilnehmerin (1. Platz 2022, 2. Platz bei den Weltmeisterschaften und mehrfach 2. in den USA), die teuren und spezialisierten Werkzeuge, die sie bei den US-Barista-Meisterschaften 2024 verwendet hat. Sie betont, dass diese Gadgets für den Wettkampf entwickelt wurden und nicht unbedingt für den Heimgebrauch nötig sind, und bewirbt ihr Buch "Coffee", das sich an Hobby-Baristas richtet.

📖 Buch-Tipp: "Coffee" für zu Hause
  • Ein praktischer Leitfaden für Kaffeezubereitung zu Hause (Filter, Espresso, Signature Drinks).
  • Das letzte Kapitel behandelt Wettkampf-Rezepte und -Techniken.
  • Vorbestellungen sind im Video verlinkt.
🏆 Espresso-Kurs: Werkzeuge für den ersten Gang

Waagen-System: Acaia Pearl & Nucleus Stems

  • Zwei Acaia Pearl Waagen wurden unter den Maschinen platziert.
  • Nucleus Stems: Erhöhte Ablagen für die Waagen auf der Abtropfschale, um Verrutschen zu vermeiden, bessere Zentrierung und mehr Platz für größere Tassen.

Verteilung: Vom AutoComb zum Nucleus Pulse

  • AutoComb (Barista Hustle): WDT-Werkzeug, das auf den Siebträger aufsetzt und durch Drehen das Kaffeebett gleichmäßig verteilt. Sorgt für Konsistenz (wichtig für Technik-Punkte).
  • Nucleus Pulse: Dieses Jahr genutzt, da der AutoComb nicht auf den Dalla Corte Siebträger passte. Es hat zwei Vibrationsstufen, die für eine bessere vertikale Verteilung sorgen. Teurer, aber zuverlässig.

Tamping: Der Force Tamper

  • Ein federbelasteter Tamper, der selbstnivellierend ist und ein gerades Tamping garantiert – kritisch in Wettkampfsituationen, um Punkteverluste durch schiefes Tampen zu vermeiden.

Kühlung: Paragon Espresso-Chilling-Kugeln

  • Gefrorene Kugeln aus flüssigkeitsgefülltem Edelstahl.
  • Zweck: Nicht nur Aromen, sondern vor allem Temperatursenkung. Da Menschen bei Körpertemperatur am besten schmecken, wird der Espresso durch kurzes Überlaufen über die Kugel (z. B. erste 15 g) leicht gekühlt, was ihn süßer und aromatischer wirken lässt.
🥛 Milchkurs: Spezielle Kännchen

Milchkännchen

  • Großes Kännchen (16-32 oz, ca. 0,5-1 l) zum gleichzeitigen Dämpfen von Milch für alle vier Getränke (Milk-Sharing).
  • Kleines Kännchen (WPM 15 oz, runde Tülle): Für das Pouring mit kräftigen, symmetrischen Designs. Die lange, runde Tülle erlaubt ein tiefes Eintauchen in schmale Tassen.

Tassen

  • Tiefe, gerade Wände; Bezugsquelle unbekannt ("wilde Suche").
🍸 Signaturgetränk: Zwei unverzichtbare Helfer

Hyperchiller: Schnellkühlung

  • Doppelwandiger Edelstahlbehälter mit Eis im Inneren, der Espresso in 5 Sekunden auf Raumtemperatur oder kalt runterkühlt (besonders wichtig für kalte Signature Drinks).
  • Verhindert Oxidation und ist im Wettkampf extrem beliebt.

ISI-Siphon (Cream Whipper): Batch-Produktion & Textur

  • Für N₂O (schaumig) oder CO₂ (sprudelnd) – hier zur schnellen Batch-Produktion von 4 identischen Getränken.
  • Alle Zutaten + gekühlter Espresso werden in den Siphon gegeben, mit Gas geladen und dann gleichmäßig auf die Tassen verteilt.
💡 Fazit

Die Werkzeuge sind teuer und spezialisiert, aber für Konsistenz, Temperaturkontrolle und Effizienz im Wettkampf optimiert. Für zu Hause reichen einfachere Methoden, die in Morgans Buch erklärt werden.

Ich habe jeden neuen Hario-Dripper getestet. Das habe ich gelernt.
Lance Hedrick|22. Juli

Ich habe jeden neuen Hario-Dripper getestet. Das habe ich gelernt.

Einleitung

Lance testet drei neue Hario-Dripper: Alpha, Ran (auch Wren genannt) und Neo. Er vergleicht sie mit dem klassischen Hario V60 und erklärt, was sie auszeichnet.

Die drei neuen Dripper im Detail
  • Hario Alpha: Entwickelt von Hario Taiwan. 12 Rillen, die sich unten auf 24 verdoppeln, um den Durchfluss zu beschleunigen. Umgekehrtes Design zum V60 – mehr Rillen unten, weniger oben. Sorgt für gleichmäßigere Extraktion und weniger Stauungen.
  • Hario Ran: Kollaboration mit Yasuo Suzuki (Origami-Erfinder). 12 konvergierende Ströme, inspiriert von östlicher Philosophie. Sanfte Winkel (45°) an den Rillen, etwas schmalere Kanäle als beim Alpha. Fokussiert auf Kontrolle und gleichmäßige Extraktion.
  • Hario Neo: Entwickelt von Hario Japan. 72 feine Rippen, die sich am Auslauf auf 9 verjüngen. Sorgt für sehr schnelle Durchlaufzeit und viel Bypass. Ideal für feinere Mahlgrade, dunklere Röstungen oder um Probleme mit Stauungen zu vermeiden.
Brühverhalten und Geschmack
  • Alpha: Höchste Klarheit und Artikulation der Säure. Blumige Noten, komplexe Aromen. Lances persönlicher Favorit.
  • Ran: Süßer und runder im Geschmack, erinnert an Flachbettbrüher. Weniger ausgeprägte Säure, dafür mehr Fruchtigkeit und Ausgewogenheit.
  • Neo: Rundester, aber auch langweiligster Geschmack. Bei hellen Röstungen weniger spannend, aber perfekt für dunkle Röstungen oder wenn man fein mahlen muss.
  • V60 (Referenz): Alle drei neuen Dripper sind schneller und gleichmäßiger als ein klassischer V60 mit nassem Filterpapier.
Empfehlungen
  • Alpha: Für Liebhaber von Klarheit, florale Noten und komplexe Säure. Lances neuer Alltagsdripper.
  • Ran: Gute Wahl, wenn man süßere, ausgewogenere Tassen bevorzugt. Aber für Lances Geschmack weniger überzeugend als Alpha oder Neo.
  • Neo: ** Vielseitigster** für Anfänger, dunkle Röstungen oder Mühlen mit vielen Feinanteilen. Hilft gegen Stauungen und liefert saubere, aber weniger aufregende Ergebnisse.
Fazit

Keiner der Dripper ist ein „Must-Have“ – die Unterschiede sind subtil. Der V60 bleibt hervorragend. Wer jedoch Probleme mit Stauungen hat oder eine bestimmte Geschmacksrichtung sucht, findet hier gute Alternativen. Lances persönlicher Sieger: Der Alpha.

Gastro-Espressomaschine kaufen: Neuheiten von der Host Milano
Kaffeemacher|18. Juli

Gastro-Espressomaschine kaufen: Neuheiten von der Host Milano

Überblick

Auf der Host Milano hat sich Andrea von den Kaffeemacherinnen auf die Suche nach Neuheiten bei Gastro-Espressomaschinen und automatischen Milchschäumsystemen gemacht. Das Video zeigt kompakte Eindrücke von verschiedenen Herstellern.

Automatische Milchschäumer
  • Beyond (ehemals Übermilch): The One Series für Milch und pflanzliche Alternativen; Fastshot erhitzt vorgebrühten Espresso in 3 Sekunden; vollautomatische Siebträgermaschine mit interner Mühle und integriertem Milchschäumer.
  • Dalla Corte Icon Steam Maistro: Drei programmierbare Tasten für Schaumlevel und Temperatur; Ergebnis: feinporiger, cremiger Milchschaum.
  • Latte Art Factory: Vollautomatisches System für bis zu zwei verschiedene Milchsorten (auch kalt); kann sogar Espresso Martini zubereiten; zwei Kammern für verschiedene Liquids.
  • Chimber Group M200: Turbo Steam HQM Technology – kein Wasserdampf in der Milch, nur Erhitzung; Temperatursonde stoppt automatisch; kombinierte Portionierung und Aufschäumen.
  • Nuova Simonelli Aurelia: Neuer Milchschäumer mit Autopurge (Selbstreinigung); Temperatureinstellung und verschiedene Texturen.
Intelligente Vernetzung & Automatisierung
  • Nuova Simonelli Aurelia: Bluetooth-Verbindung zur Mühle; ID-Code im Siebträger erkennt Rezept; Maschine passt Mahleinstellung automatisch an, wenn Extraktionszeit abweicht.
  • Weng G (chinesischer Hersteller): Modelle mit integrierter Waage (Brew-by-Weight); Grind-by-Weight-Mühle mit digitaler Mikronverstellung und automatischer Totraumentleerung; Gearpump für Flow Profiling.
  • Akel (balancierte Gastromaschine): Vier Boiler (pro Gruppe ein Kaffee- und ein Dampfboiler); manuelles Flow Profiling über Hebel.
  • Victoria Arduino Maveric Core: Gravimetrische Technik (Waagen in der Tropfschale); Pure Brew für filterkaffeeähnliche Getränke.
  • Tempesta von Victoria Arduino: Manuelle Flow Rate Control – live Anpassungen während des Bezugs; 0,2°C Temperaturstabilität; ideal für Röstereien und Wettbewerbe.
Weitere Innovationen
  • Fracino: Gasbetriebene Espressomaschinen – ideal für Veranstaltungen ohne Strom.
  • PES (Prototypen): Brush – Gruppenkopf-Reinigungsbürste mit Blindfilter; Navigator – Distributor/Declumper mit Verzögerung für freihändiges Arbeiten; Presse Gen 6 Pro – stärkerer Motor, zwei Druckprofile per Knopfdruck.
  • Shopmaster (Eversys): Vollautomatische Maschine, die mahlt, tampt, bezieht und Milch schäumt; Barista wird zum Kaffee-Sommelier; auch als Counter-Version mit Frontzugriff auf Bohnenbehälter.
Kritische Anmerkung

Andrea bemängelt, dass viele Aussteller auf der Messe keine Reinigungslappen verwenden – Siebträger nass und schmutzig verarbeitet. Hier besteht noch Verbesserungspotenzial.

Fazit

Die Trends auf der Host Milano gehen klar zu automatischen Milchschäumsystemen, intelligenter Vernetzung von Maschine und Mühle (selbstregelnde Mahlgrade) sowie manuellen Flow-Profilen für mehr Experimentierfreude in der Gastronomie.

Kaffeefementation erklärt!
James Hoffmann|16. Juli

Kaffeefementation erklärt!

Warum Fermentation im Kaffeeprozess existiert
  • Kaffeekirschen werden wegen des Samens im Inneren angebaut, nicht wegen des Fruchtfleisches.
  • Die Fermentation dient zunächst der Funktionalität: Sie hilft, die klebrige Mucilage (Fruchtschleim) abzubauen, damit der Zucker leichter entfernt und der Samen getrocknet werden kann.
  • Ohne Fermentation würde die Kaffeekirsche auf dem Weg zum Röster verderben oder schimmeln.
  • Historisch war Fermentation kein Werkzeug zur Geschmacksentwicklung, sondern eine Notwendigkeit zur Haltbarmachung.
Die Rolle der Mikroben
  • Mikroben (Hefen und Bakterien) zerlegen Kohlenhydrate in Säuren, Alkohole, Kohlendioxid und Aromastoffe.
  • Lucía Solís (Fermentationsberaterin) betont: Fermentation ist kein einzelner Schritt, sondern eine mikrobielle Aktion, die vom Moment der Ernte bis zur Trocknung stattfindet.
  • Unerwünschte Fermentation = Fäulnis; gewünschte = kontrollierte, intentionale Mikrobenarbeit.
Die vier Verarbeitungsmethoden im Video
MethodeBeschreibungGeschmacksprofil
Mechanisch (Demucilaginator)Entfernt Mucilage mit Reibung und Wasser, minimale mikrobielle BeteiligungNeutral, clean
Wild (Umgebungsmikroben)Nutzt lokale Hefen, Bakterien und Pilze; Fermentation ca. 48 StundenTerroir-orientiert, komplex
Lactobacillus (Milchsäurebakterien)Fokussiert auf Lactobacillus; sorgt für mehr SäureFruchtig, sauer
Saccharomyces-HefeReine Hefekultur; produziert alkoholische und esterartige AromenSüß, blumig

Alle vier werden nach der Fermentation gleich gewaschen und getrocknet.

Wann ist die Fermentation beendet?
  • Traditionell: Der Zahnstocher-Test – wenn die Mucilage leicht abwaschbar ist (ähnlich wie bei einem Kuchen-Test).
  • Modern: Fermentation dient auch der Geschmacksentwicklung. Die Einweichzeit nach dem Abbau der Mucilage (mindestens 12 Stunden, oft 100+ Stunden) lässt Aromen in den Samen einziehen.
  • Sinnesprüfung: Die Kaffeebohnen klingen wie Kies, wenn sie aneinander gerieben werden.
Begriffsverwirrung: „Anaerobic“ und Co-Fermente
  • „Anaerobic“: Ist redundant, da Fermentation per Definition sauerstofffrei abläuft – selbst in offenen Tanks wird Sauerstoff durch CO2 verdrängt. Der Begriff wird oft irreführend für versiegelte Behälter verwendet.
  • Co-Fermentation: Zugabe von Früchten (z. B. Erdbeeren) bringt zusätzlichen Zucker und Mikroben, nicht den Fruchtgeschmack direkt.
  • Infusion: Zugabe von aromatischen Stoffen (z. B. Zimt), die oft antimikrobiell wirken und die Fermentation beeinflussen.
  • Geschmackskristalle: Manchmal als „Co-Ferment“ deklariert, obwohl nur künstliche Aromen zugefügt werden – kein echter Fermentationsprozess.
Trocknung – der letzte Schritt
  • Nach der Fermentation wird die Mucilage abgewaschen, und der Pergamentsamen (mit Schutzschicht) getrocknet.
  • Ziel: Wassergehalt von ca. 50 % auf 10,5 % reduzieren, um Schimmel zu vermeiden.
  • Trocknungsmethode: Auf Patios (betonierte Flächen) unter Schattennetzen, um die Samen nicht durch zu hohe Temperaturen zu schädigen.
  • Skalenfaktor: Jede Kirsche wird von Hand gepflückt – ein großer Kontrast zum günstigen Endpreis.
Für wen ist dieses Video gedacht?
  • Anfänger: Grundlagen der Fermentation und ihre Funktion im Kaffeeprozess.
  • Fortgeschrittene: Vertiefung der Mikrobenarten und ihrer Auswirkungen auf den Geschmack.
  • Achtung: Die vorgestellten Methoden sind nicht als Aufforderung zu verstehen, diese speziellen Kaffees zu suchen, sondern dienen der allgemeinen Bildung.
Interaktive Elemente
  • Die vier Kaffees werden später in einer Live-Verkostung verkostet – Anmeldung zum Newsletter möglich (Link in der Beschreibung).
  • Kommentare und Fragen willkommen – ein Folgevideo zu experimentellen Fermentationen ist geplant.
Danksagung
  • Dank an Lucía Solís und das Team der Farm in Guatemala für die Produktion der vier Kaffees.
Option-O P80: Endgame or Just Another Great Grinder?
Lance Hedrick|16. Juli

Option-O P80: Endgame or Just Another Great Grinder?

Übersicht

Lance Hedrick testet die Option-O P80 Kaffeemühle mit 80-mm-Scheibenmahlwerk. Er vergleicht sie mit Konkurrenten wie der Weber EG-1, Zerno Z2 und Kafatek und analysiert ihre Stärken und Schwächen.

Hauptmerkmale
  • Einfaches Design: Zwei Tasten (manuell/auto), RPM-Regler (300–1.700 U/min), Portafilter-Gabeln und Auffangbehälter.
  • RPM-Bereich: 300 U/min nur für Justierzwecke; ab 600 U/min empfohlen. Bei niedriger Drehzahl kann es zu Stallungen kommen, besonders bei sehr hellen Röstungen.
  • Gewindesteigung: 1 mm (10 µm pro Raste) – für Espresso etwas grob, aber für Filterkaffee ausreichend.
  • Ionisator: Eingebaut, kann über einen Easter-Egg-Modus auf 100 % Leistung gestellt werden – erzeugt dann aber Ozongeruch.
  • Auto-Modus und Purge: Automatische Erkennung des Mahlendes mit Nachspülung; Kalibrierung per Easter Egg möglich.
Mahlwerke (Burrs)
  • Option-O Mizen (Standard): Gut für traditionellen Espresso, aber nicht so aufregend wie andere Burrs.
  • SSP Brew Burrs (Red Speed/Silver Knight): Hohe Klarheit, saftiges Profil – hervorragend für Filter und moderne Espressi. Silver Knight etwas klarer, Red Speed eher espressolastig.
  • Weber Core Burrs: Vielseitig, ähnlich wie EK43, gute Süße und Körper.
  • Weber DB2 (ULF): Extrem feinarme Mahlung, sehr klare, teeartige Tassen – aber polarisierend (manche empfinden sie als hohl).
  • LU Burrs: Unterschätzt, sirupartiger Körper, gute Säure.
  • Mazzer Burrs: Unimodale Partikelverteilung, aber geschmacklich nicht so spannend.
Alignment & Verarbeitung
  • Toleranzen: Sehr eng – Burrs sitzen fest, benötigen Magnete zum Wechseln.
  • Ausrichtung: Brauchbar, aber nicht perfekt (etwa 50 µm von Burr-Lock zu Chirp). Im Vergleich zur EG-1 etwas schlechter im Cup.
  • Stallungen: Treten bei niedriger Drehzahl und nicht-standardmäßigen Burrs (z. B. Brew Burrs) auf; durch Slow Feeding vermeidbar.
Stärken
  • Guter Kaffee mit geeigneten Burrs – übertrifft 64-mm-Plattformen deutlich.
  • Niedrige Retention und effektive Purge-Funktion.
  • Leiser Motor (500 W bürstenloser DC).
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zur EG-1 (ca. 2.000 € vs. 4.000 €).
Schwächen
  • Grobe Rasterung für Espresso (1 mm Gewinde).
  • Stallungen unter 900 U/min bei hellen Röstungen.
  • Burr-Wechsel umständlich (Magnete nötig, enge Passung).
  • Ozongeruch bei aktiviertem Ionisator.
  • Keine Sicherheitsabschaltung bei offenem Gehäuse.
Fazit

Die Option-O P80 ist eine solide Mühle für alle, die das 80-mm-Format nutzen möchten. Sie eignet sich besonders für Filterkaffee und moderne Espressi mit hellen Röstungen. Wer Wert auf perfekte Ausrichtung und maximale Präzision legt, sollte zur EG-1 greifen – das gesparte Geld kann man in hochwertige Bohnen investieren. Insgesamt eine lohnenswerte Alternative zur P64 und ein guter Einstieg in die 80-mm-Welt.

Hoffentlich hast du heute etwas Leckeres gebraut!

Neues ECM-Flaggschiff: Estetika überzeugt auf ganzer Linie!
Kaffeemacher|11. Juli

Neues ECM-Flaggschiff: Estetika überzeugt auf ganzer Linie!

ECM Estetika – Das neue Flaggschiff im Dual-Boiler-Segment

Die ECM Estetika ist eine Dual-Boiler-Espressomaschine der Oberklasse (ca. 4.000 €) und richtet sich an anspruchsvolle Heimbaristas sowie kleine Gastronomiebetriebe. Mit einer komplett neu entwickelten Brühgruppe (kein Faema-E61-Design), einer Rotationspumpe und einem 2,8-Liter-Wassertank bietet sie eine herausragende Temperaturstabilität und schnelle Aufheizzeiten.

Technische Eckdaten

  • Boiler: 0,5 Liter Espresso + 2 Liter Dampf
  • Maße (H×B×T): 41 × 33,5 × 49 cm (mit Siebträger 59 cm)
  • Gewicht: 29,4 kg
  • Tropfschale: 1,1 Liter, Abstand 9,2 cm

Stärken

  • Aufheizzeit: Bereits nach 7 Minuten betriebsbereit – sogar etwas überhitzt, dann kurz abkühlen lassen.
  • Temperaturkonstanz: Hervorragend – selbst bei vielen Bezügen hintereinander bleibt die Temperatur extrem stabil (z. B. 93,5 °C ±0,1 °C).
  • Dampfleistung: Sehr stark – 100 ml Milch in ca. 24 Sekunden aufgeschäumt. Der Druck lässt sich bei Bedarf reduzieren.
  • Volumetrik: Insgesamt gut (7/10) – bei mittlerem Mahlgrad sehr präzise, leichte Abweichungen nur bei sehr grobem Mahlgrad.
  • Verarbeitung: Hochwertige Materialien, gebürsteter Edelstahl, durchdachte Bedienelemente (Drehknopf, gut fühlbare Tasten).
  • Zubehör: Inklusive hochwertiger Siebe, Siebträger (auch bodenlos) und Tamper – kompatibel mit vorhandenem ECM-Zubehör.

Schwächen

  • Stromverbrauch: 0,26 kWh für Aufheizen + einen Espresso – relativ hoch, aber für die Größe und Leistung akzeptabel.
  • Präinfusion: Die eingebaute Präinfusion (Pause zwischen Vorbrühen) wird als wenig extraktionsfreundlich bewertet; besser abschalten und ggf. Festwasseranschluss nutzen.
  • Display: Funktional, aber etwas klein – eine App-Anbindung wäre wünschenswert.
  • Catering: Aufgrund der Höhe (41 cm) passen hohe Pappbecher nicht unter den Auslauf; für Tassen aber ideal.

Fazit

Die ECM Estetika ist ein ernstzunehmender Konkurrent für die La Marzocco GS3 und Linea Micra – bei einem deutlich niedrigeren Preis. Sie überzeugt mit exzellenter Temperaturkonstanz, schneller Aufheizzeit und starker Dampfpower. Ideal für alle, die einen zuverlässigen Dual Boiler für Zuhause oder kleine Events suchen und bereit sind, rund 4.000 € zu investieren. Einzige Frage: die Langzeitbeständigkeit – aber ECM feiert 30-jähriges Bestehen, das spricht für Qualität.

Das absolut beste Mokka-Rezept, das du je machen wirst
Morgan Eckroth|10. Juli

Das absolut beste Mokka-Rezept, das du je machen wirst

Einleitung
  • Der YouTuber teilt seine Liebe zu Mokka (Mocha) als Einstiegsgetränk in die Kaffeewelt.
  • Es werden zwei Rezepte vorgestellt: ein einfaches, schnell zubereitetes und ein aufwändigeres mit einer selbstgemachten Mokka-Sauce.
Rezept 1: No-Fuss-Mokka (einfach, ohne Maschine)
  • Zutaten: Honig (ca. 2 TL ≈ 10–15 ml), Kakaopulver (1–2 TL ≈ 2,5 g), eine Prise Salz, Espresso (oder 1 TL Instant-Espresso ≈ 2,5–3 g) und Milch (ca. 150 ml).
  • Zubereitung:
    • Honig, Kakaopulver und Salz vermischen – das Kakaopulver wird durch das Honig leichter gelöst.
    • Espresso (oder Instant-Espresso mit etwas warmem Wasser) einrühren.
    • Die Mischung in ein Glas mit Milch geben und umrühren.
  • Tipp: Für eine heiße Variante einfach gedämpfte Milch verwenden.
Rezept 2: Mokka-Sauce für mehrere Portionen (Vorrat)
  • Zutaten für die Sauce:
    • 200 g brauner Zucker
    • 100 g Kakaopulver
    • 150 ml Wasser
    • 7–10 g Vanillepaste (oder Vanilleextrakt)
    • 4 g Salz
  • Zubereitung der Sauce:
    • Zucker und Kakaopulver im Topf vermischen, dann Wasser hinzufügen und bei mittlerer bis niedriger Hitze ständig rühren, bis sich das Kakaopulver löst (ca. 2–3 Minuten).
    • Vor dem Kochen vom Herd nehmen, sobald Dampf aufsteigt.
    • Vanille und Salz einrühren.
    • In einem luftdichten Behälter im Kühlschrank ca. 2–2,5 Wochen haltbar.
  • Anwendung für einen Eismokka:
    • 3/4 oz (ca. 22 ml) der Sauce, einen doppelten Espresso, 4,5–5 oz (ca. 130–150 ml) Milch in einem Gefäß mit einem Milchaufschäumer aufschäumen (ca. 15 Sekunden, bis das Volumen um ein Drittel zunimmt).
    • Über Eis gießen und optional mit Kakaopulver bestäuben.
Fazit
  • Der Mokka ist klassisch, reichhaltig, süß, aber auch leicht bitter – ein wunderbarer Genuss.
  • Der YouTober ermutigt, die Rezepte nach eigenem Geschmack anzupassen.
Das verrückteste V60-Rezept, das ich je ausprobiert habe (Tetsu Kasuya 10 Pour)
Lance Hedrick|10. Juli

Das verrückteste V60-Rezept, das ich je ausprobiert habe (Tetsu Kasuya 10 Pour)

Lance Hedrick testet Tetsu Kasuyas neues 10-Pour-V60-Rezept

In diesem Video stellt Lance Hedrick das aktuelle Rezept des World Brewers Cup Champions Tetsu Kasuya vor, das dieser für 2026 als sein bestes bezeichnet. Es bricht mit dem Trend zu weniger Aufgüssen und setzt auf zehn kleine Pourings bei extrem grobem Mahlgrad.

Die wichtigsten Parameter des Rezepts:

  • Dosis: 20 g Kaffee
  • Verhältnis: 1:15 (300 g Wasser)
  • Wassertemperatur: 95–96 °C
  • Mahlgrad: Sehr grob (ca. 40–45 Klicks auf einer Comandante C40 oder 82 Klicks auf einer 1Zpresso Q2 heptagonal)
  • Ablauf: 30 g Bloom für 30 Sekunden, danach alle 15 Sekunden 30 g Wasser → insgesamt 10 Aufgüsse

Warum dieses Rezept?

  • Kasuya kritisiert den Trend zu weniger Aufgüssen („keine klaren Vorteile“).
  • Der extrem grobe Mahlgrad reduziert Bitterstoffe und Verstopfungen, erfordert aber viele kleine Pourings, um die Extraktion zu gewährleisten.
  • Ziel-TDS: 1,3 % bei einer Gesamtbrühzeit von 3–3,5 Minuten.

Blindverkostung im Vergleich zu Lances Standardrezept (Double Bloom):

  • Beide erreichten fast identische TDS-Werte (1,28 %) und ähnliche Extraktionsausbeuten (<17 %).
  • Lances Rezept (feinerer Mahlgrad, 2 Aufgüsse, 90 °C) lieferte mehr Süße, Körper und eine ausgewogenere Säure.
  • Kasuya‘s 10-Pour zeigte eine helle, aber etwas akrid wirkende Säure – für manche Geschmäcker interessant, aber nicht unbedingt harmonischer.

Fazit:

Das Rezept ist eine spannende Grenzerweiterung, besonders für mittelgeröstete Kaffees geeignet. Es zeigt, dass auch mit sehr grobem Mahlgut gute Ergebnisse möglich sind, wenn man die Kontaktzeit durch viele Aufgüsse verlängert. Die subjektive Präferenz bleibt jedoch stark vom persönlichen Geschmack abhängig.

Dicke Espressomaschine, ade!
Kaffeemacher|05. Juli

Dicke Espressomaschine, ade!

Varia präsentiert: Die portable Espressomaschine der nächsten Generation

Auf der Messe wurde eine neue, kompakte Espressomaschine von Varia vorgestellt, die große Maschinen überflüssig machen könnte.

  • Zwei Versionen: Eine günstigere Basisvariante (ca. 300–400 €) und eine Pro-Version mit Stand und integrierter Waage (ca. 600 €).
  • Kernfunktionen:
    • 58-mm-Siebträger – professioneller Standard.
    • Gear-Pumpe für Druck- und Flow-Profiling – ermöglicht präzise Espresso- und Filterkaffee-Zubereitung.
    • Zwei integrierte Waagen: Eine oben misst den Wasserdurchlauf, eine unten (nur Pro) das Brühverhältnis.
    • Grind-by-Weight-Funktion (nur Pro).
  • Stromversorgung:
    • USB-C-Aufladung (Fast Charge: 1,5 Stunden für 3–4 Bezüge).
    • Dauerbetrieb möglich – einfach am Strom lassen für unbegrenzte Nutzung.
  • Aufheizzeit: Von Raumtemperatur auf heiß ca. 3,5–5 Minuten. Mit heißem Wasser vorgefüllt sind mehr Bezüge möglich.
  • Material: Komplett Edelstahl – kein Plastik im Wasserkreislauf.
  • App-Steuerung via Bluetooth für Rezepte und Brew Ratio.
  • Preis: Pro-Version ca. 600 €, Basisversion ca. 300–400 €.

Fazit: Eine portable Espressomaschine, die durch ihre USB-C-Dauerstrom-Funktion, Gear-Pumpe und Edelstahl-Konstruktion überzeugt. Sie ist eine ernstzunehmende Alternative zu großen Maschinen – ideal für unterwegs oder den kleinen Haushalt.

Dieses 200$-Setup ist der Punkt des abnehmenden Nutzens
Lance Hedrick|04. Juli

Dieses 200$-Setup ist der Punkt des abnehmenden Nutzens

Günstiger Kaffee-Setup für unter 200€ – Der Punkt des abnehmenden Nutzens

In diesem Video zeigt der YouTuber, dass man mit einem Budget von etwa 200 Dollar (ca. 185€) einen fantastischen Filterkaffee zubereiten kann, der mit teuren Profi-Setups mithalten kann – sofern man bereit ist, sich mit der Zubereitung auseinanderzusetzen. Der Fokus liegt auf der Mühle als wichtigstem Element.

1. Die Kernbotschaft

  • Ein teures Setup (über 3000€) bringt nur dann bessere Ergebnisse, wenn man die Zeit investiert, Variablen zu kontrollieren. Ohne dieses Wissen ist ein günstiger Aufbau gleichwertig.
  • Der Mensch (Barista) ist entscheidend, nicht das Geld.

2. Empfohlene Komponenten (Gesamtpreis ca. 195€)

  • Wasserkocher: Ein variabler Temperatur-Gooseneck-Kocher (ca. 40€, z. B. OXO). Erhitzt Wasser auf etwa 90–93°C und ermöglicht präzises Gießen.
  • Mühle (wichtigstes Teil): Drei Optionen für 50–100€:
    • Q2 Air (50–70€): Leicht, heptagonale Mahlsteine, ideal für helle Röstungen.
    • Turin H40 (ca. 70€): Mehr Körper, besser für mittlere/dunkle Röstungen.
    • Femobook A2 (90–100€): Elektrisch, batteriebetrieben, ähnliche Qualität wie Handmühlen.
  • Waage: Eine Küchenwaage mit 0,1g Genauigkeit (ca. 20–30€) oder eine günstige Schmuckwaage (8–10€).
  • Brüher: Der Hario V60 (Plastik ab 7€, Metall ca. 40€). Auch ein IKEA-Trichter (1€) funktioniert.
  • Filterpapier: Hario-Filter (ca. 5€/100 Stück) oder hochwertigere (Cafec Abaca, 8–9€).
  • Kaffee: Hochwertige Bohnen (25–30€ für 250g) – das ist günstiger als jeder Café-Besuch.
  • Wasser: Entscheidend – gefiltertes Wasser (z. B. Brita) verbessert den Geschmack stark.

3. Einfaches Brührezept (V60)

  1. 15g Kaffee (etwa doppelt so grob wie Speisesalz mahlen).
  2. Wasser auf 90–93°C erhitzen.
  3. 45g Wasser aufgießen („Bloom“), 30 Sekunden warten.
  4. Dann bis 225g aufgießen – zügig und gleichmäßig.
  5. Zielzeit: etwa 2 Minuten.
  6. Nach dem Brühen den Kaffee kurz umrühren, damit er abkühlt – kühlerer Kaffee entfaltet mehr Aromen.

4. Fazit

  • Priorität: Mühle > Filterpapier > Brüher.
  • Wer sich auf das Handwerk einlässt, kann mit einem 200€-Setup Spitzenkaffee brühen – und spart dabei noch Geld im Vergleich zum Café.
  • Wichtigster Satz: „Hoffe, dass du heute etwas Leckeres brühst.“
Erste Espressomaschine Zuhause - ALLES was du Wissen musst
Kaffeemacher|04. Juli

Erste Espressomaschine Zuhause - ALLES was du Wissen musst

🎯 Dein Weg zum perfekten Espresso zu Hause

Dieses Video ist eine Wegleitung für alle, die ihre erste Espressomaschine gekauft haben. Es zeigt dir Schritt für Schritt, wie du loslegst, welches Zubehör wirklich nötig ist und wie du häufige Anfängerfehler vermeidest.

🔧 Grundausstattung – Was du wirklich brauchst
  • Mühle – Das absolute A&O. Nur mit frisch gemahlenem Kaffee kannst du den Mahlgrad anpassen und so die Brühgeschwindigkeit steuern. Empfehlung: Finde zuerst heraus, welcher Mühlentyp (Handmühle, Single-Dosing, Grind-by-Time, Grind-by-Weight) zu dir passt.
  • Waage (mit 1 Nachkommastelle) – Zum Einhalten eines Rezepts, z. B. Verhältnis 1:2 bis 1:2,5 (z. B. 18 g Kaffee → 36–45 g Espresso in der Tasse).
  • Dosierbecher – Zum Abwiegen des Kaffeepulvers.
  • Temper – In der passenden Größe deines Siebträgers (58 mm oder 51 mm). Ein guter Temper ist essenziell für eine gleichmäßige Extraktion.
  • Tempermatte & Lappen – Schützt die Arbeitsfläche und hilft beim Sauberhalten (getrennte Lappen für Milch, Siebträger und Arbeitsfläche).
☕ Die richtige Kaffeeauswahl
  • Dunkle Röstung (italienisch): kräftig, schokoladig, viel Körper – z. B. mit Robusta-Anteil. Perfekt für Milchgetränke.
  • Helle Röstung (Specialty): fruchtig, komplex, weniger „kaffig“ – ideal für puren Espresso.
  • Übergangskaffee: eine Mischung aus beiden Welten, nussig-schokoladig mit fruchtigen Noten.
💧 Wasser – Der unterschätzte Faktor
  • Espresso besteht zu 92–93 % aus Wasser – daher beeinflusst die Wasserqualität den Geschmack enorm.
  • Weiches Wasser schützt die Maschine vor Kalk und verlängert ihre Lebensdauer. Informiere dich über die Härte deines Leitungswassers oder bereite eigenes Wasser auf.
🥛 Milchschäumen & Latte Art
  • Zwei Milchkannen (0,35 l und 0,6 l) erleichtern das Dosieren und das Anfertigen mehrerer Cappuccini.
  • Spezielle Videos zum Schäumen mit verschiedenen Maschinentypen (z. B. Thermoblock) helfen dir, die Technik zu lernen.
🧼 Reinigung & Pflege
  • Tägliche Reinigung von Maschine und Mühle ist unerlässlich.
  • Verwende Grinder Clean für die Mahlwerke und spezielles Reinigungspulver für die Espressomaschine.
  • Reinigungsintervalle: täglich, wöchentlich, alle 1,5 Monate.
🔍 Fehlerbehebung & weiterführende Tipps
  • Typische Fehler wie Channeling (zu schnelles Durchlaufen durch Kanäle im Kaffeepuck) werden in separaten Videos erklärt.
  • Kaffeefrische und richtige Lagerung (nicht im Kühlschrank, eher einfrieren oder direkt verbrauchen) sind ebenfalls wichtig.
  • Schau in die verlinkten Playlists und Artikel – dort findest du zu jedem Punkt detaillierte Anleitungen.

Fazit: Mit der richtigen Grundausstattung, frischem Kaffee und etwas Übung steht deinem perfekten Espresso zu Hause nichts mehr im Weg. Folge den einzelnen Links und du wirst schnell Spaß an deiner Maschine haben.

Making Coffee With The BIGGEST Moka Pot Ever Made
Morgan Eckroth|03. Juli

Making Coffee With The BIGGEST Moka Pot Ever Made

Riesige Moka-Kanne ausgepackt und getestet
  • Hintergrund: Morgan erhielt eine unerwartete E-Mail mit dem Angebot, eine 18-Tassen-Moka-Kanne (Bialetti) geschenkt zu bekommen, da der Vorbesitzer Platz sparen wollte. Morgan nahm begeistert an.

  • Sammlungsvorstellung: Morgan zeigt seine bestehende Sammlung, darunter eine Standard-6-Tassen-Bialetti, eine Edelstahl-Variante, eine „Muhka“-Kanne (Kuh-Design), eine Gemini Express (zwei Ausläufe) und eine winzige 1-Tassen-Kanne.

  • Auspacken: Die gelieferte Kanne ist enorm – fast kindergroß und deutlich größer als die 6-Tassen-Version. Sie wird „Balerion der Schwarze Schrecken“ genannt (Game-of-Thrones-Referenz). Zustand und Dichtung sind gut.

  • Zubereitung (erster Versuch): Morgan füllt 680 g vorgeheiztes Wasser ein und 68 g Kaffee (mittelfein gemahlen, eher fein). Beim Erhitzen spuckt die Kanne heftig, weil der Mahlgrad zu fein ist – es kommt kaum Kaffee in die obere Kammer.

  • Zweiter Versuch (erfolgreich): Nach Abkühlen und gröberem Mahlen läuft der Brühvorgang deutlich besser. Die Kanne produziert eine große Menge Moka-Kaffee.

  • Geschmack und Fazit: Der Kaffee ist sehr heiß und ergiebig. Morgan bewertet die Kanne als eher dekorativ, da die Menge für eine Person ungeeignet wäre. Die größere Strecke des Wassers im Steigrohr beeinflusst die Extraktion. Die Kanne wird in zukünftigen Videos im Hintergrund zu sehen sein.

  • Besonderheit: Morgan bittet scherzhaft um noch größere Moka-Kannen – er würde sie kaufen.

Reddit könnte mit Espresso recht gehabt haben... irgendwie
Lance Hedrick|02. Juli

Reddit könnte mit Espresso recht gehabt haben... irgendwie

Reddit hatte vielleicht recht ... zum Teil

In diesem Video räumt der Sprecher ein, dass der auf r/espresso populäre Ratschlag 'Grind finer' (Mahlgrad feiner) in bestimmten Kontexten durchaus seine Berechtigung hat. Er erklärt, warum er oft 'Grind coarser' (Mahlgrad gröber) empfiehlt, und warnt vor dogmatischen Ansätzen.

Die Probleme mit 'Grind finer'
  • Erhöhtes Risiko für Kanalbildung und ungleichmäßige Extraktion: Je feiner der Mahlgrad, desto anfälliger ist der Kaffee für unerwünschte Effekte.
  • Erhöhte Anforderungen an die Puck-Vorbereitung: Ein feinerer Mahlgrad erfordert eine perfekte Vorbereitung, sonst leidet die Qualität.
  • Schlechtere Mahlleistung: Viele Mühlen kommen mit sehr feinen Einstellungen nicht gut zurecht.
  • Mehr Hitzeentwicklung beim Mahlen: Dies kann das Aroma des Kaffees negativ beeinflussen.
Die Perspektive 'Grind coarser'
  • Zielgruppe: Enthusiasten, die das volle Potenzial ihres Kaffees ausschöpfen wollen.
  • Vorteile: Höhere Durchflussrate, weniger Kanalbildung, oft klarere Aromen, besonders bei hellen Röstungen.
  • Anpassung an moderne Kaffees: Neue Verarbeitungsmethoden und hochwertigere Bohnen erfordern manchmal einen gröberen Mahlgrad.
Die Nuance
  • 'Grind finer' ist für Anfänger oft die richtige Antwort, besonders wenn sie traditionelle, dunkle Röstungen anstreben (z. B. 1:2 in 30 Sekunden).
  • Fortgeschrittene sollten jedoch alle Möglichkeiten in Betracht ziehen: Eine schnellere Extraktion mit weniger Crema kann bei hellen Röstungen geschmacklich überlegen sein.
  • Der wahre Fehler liegt nicht im Ratschlag selbst, sondern darin, ihn als einzige Lösung zu sehen und den Kontext zu ignorieren.
Zusammenfassung

Der Sprecher resümiert, dass beide Ansätze ihre Daseinsberechtigung haben. Es ist wichtig, den eigenen Stil zu finden und offen für verschiedene Extraktionsmethoden zu bleiben. Am Ende zählt einzig der Genuss – unabhängig von Parametern.

Die Philips Baristina – Ich bin nicht wütend, nur enttäuscht
James Hoffmann|29. Juni

Die Philips Baristina – Ich bin nicht wütend, nur enttäuscht

Einführung
  • Die Philips Baristina (ca. 299 € / 299 £) ist eine Espressomaschine mit integriertem Mahlwerk, die als „hasselfreie“ Alternative für echten Espresso beworben wird.
  • James Hoffmann hat das Gerät auf Wunsch seiner Community getestet und stößt auf mehrere grundlegende Designfehler.
Hauptkritikpunkte
  • Mahlgrad nicht einstellbar: Der Mahlgrad ist werkseitig festgelegt und selbst durch Öffnen des Gehäuses kaum justierbar (Garantieverlust). Das Mahlwerk ist extrem grob – vergleichbar mit einem Pour-over-Mahlgrad.
  • Pressurised-Portafilter fest verbaut: Der Siebträger ist ein spezielles Modell mit eingebautem Drucksieb. Er kann nicht gegen einen normalen Siebträger ausgetauscht werden, was eine ordentliche Extraktion zusätzlich erschwert.
  • Ungleichmäßige Wasserverteilung: Das Wasser tritt nicht über einen klassischen Duschkopf ein, sondern scheint am Rand des Kaffeekuchens zu fließen. Ein Test zeigte, dass aus der Mitte etwa 10 % mehr Extrakt gewonnen werden kann als vom Rand – ein Zeichen für ungleichmäßige Extraktion („Donut-Extraktion“).
  • Niedriger Extraktionsgrad: Trotz eines relativ langen Bezugs (10 g Kaffee auf 40 g Flüssigkeit) wird nur etwa 16 % Extraktion erreicht (statt üblicher 20 %+). Das Ergebnis schmeckt wässrig und flach.
  • Hohle Versprechen: Der Slogan „Love real espresso“ wird nicht eingelöst. Die Maschine liefert maximal mittelmäßigen Kaffee, der qualitativ deutlich hinter günstigeren Kombinationen aus separater Mühle und Maschine zurückbleibt.
Vergleich und Fazit
  • Für das Geld bekommt man mit einer preiswerten Espressomaschine (z. B. von Aldi) und einer guten Einsteigermühle (DF54, Baratza ESP) deutlich besseren Kaffee – auch wenn man etwas mehr Arbeit investieren muss.
  • Selbst Kapselmaschinen liefern technisch oft bessere Extraktionswerte (21–23 %).
  • Die Philips Baristina ist schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie enttäuscht alle, die wirklich guten Espresso zu Hause haben möchten.
Abschluss
  • James Hoffmann hat das Gerät selbst gekauft (kein Sponsoring) und dankt seinen Patreon-Unterstützern.
  • Er teilt seine Enttäuschung über die verpasste Chance und hofft auf zukünftige Innovationen bei Bean-to-Cup-Maschinen.
  • Hinweis auf die zweite Ausgabe seines Magazins „Cherry Bones“ (jetzt erhältlich).
Datum Coffee: Espressomaschinen-Neuheit aus Österreich überzeugt
Kaffeemacher|27. Juni

Datum Coffee: Espressomaschinen-Neuheit aus Österreich überzeugt

Datum Coffee: Eine innovative Espressomaschine aus Österreich

Dieses Video stellt den Datum Coffee-Prototypen vor, eine intelligente Espressomaschine, die auf der Messe als absolutes Highlight beschrieben wird. Entwickelt von Chris und Nikolaus, zwei Studenten aus Österreich, zielt die Maschine darauf ab, guten Espresso für alle zugänglich zu machen – sowohl für Anfänger als auch für Kaffee-Nerds.

Technische Innovationen & Smart-Features

  • Schnellaufheizung: Ein Dickfilm-Heizelement wird in nur 10 Sekunden warm – die Maschine ist einsatzbereit, während die Bohnen gemahlen werden. Ein separater Hauptschalter ist kaum nötig.
  • Integrierte Mühle & App-Konnektivität: Die Maschine arbeitet mit einer synchronisierten 64-mm-Mahlwerks-Mühle zusammen. Über eine App kann man ein Foto der Kaffeebohnen-Packung machen, woraufhin das optimale Rezept (von der Rösterei „Kaffeekraft“) automatisch geladen wird.
  • Sensorik & Anpassung: Sensoren für Temperatur, Durchfluss und Volumen sind verbaut. Die Maschine erlaubt später Flow- und Druck-Profilierung (aktuell mit Zahnradpumpe).
  • Kein manuelles Tamping nötig: Ein Tamp-Mechanismus in der Brühgruppe presst den Kaffee automatisch – man gibt den gemahlenen Kaffee einfach in den Siebträger.
  • Abfallreduzierung: Durch eine Druckentlastung beim Hochfahren der Brühgruppe wird der Kaffeepuck gelockert und lässt sich leichter auswerfen. Es entsteht weniger Abfallwasser.
  • Offene Plattform: Röstereien können ihre Rezepte in der Cloud-Plattform teilen. Die Plattform ist sogar für andere Hersteller offen.
  • Preis & Verfügbarkeit: Der Preis wird als sehr günstig beschrieben (konkrete Zahl nicht genannt). Geplant ist ein Kickstarter im Herbst 2026, Auslieferung Ende 2027.

Zielgruppe und Bedienung

  • Einfachheit: Die Maschine richtet sich an Einsteiger, die sich bisher keinen Siebträger zugetraut haben, weil er zu kompliziert oder zeitaufwendig war.
  • Tiefe Kontrolle: Gleichzeitig können Nerds manuell in alle Parameter (Temperatur, Druck, Flow) eingreifen und eigene Rezepte erstellen.
  • Zwei Versionen: Es wird eine Version mit und ohne Milchlanze geben.

Zusammenfassung des Tests

Die Maschine brüht einen Espresso – der Tamp-Mechanismus presst mit 20 kg konstant. Das Display zeigt den Ablauf an. Der Geschmack wird als „mega“ und „voll genial“ beschrieben. Das Duo ist hochmotiviert und die Maschine gilt als „super spannend“ für die Messebesucher.


Quelle: Video-Transkript – Datum Coffee, Prototyp auf einer Kaffeemesse.

Wir lagen bei Moka-Kannen falsch
Lance Hedrick|26. Juni

Wir lagen bei Moka-Kannen falsch

Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über Moka-Kannen
  • Hauptthese: Jahrzehntelang wurde die Funktionsweise der Moka-Kanne falsch verstanden. Der entscheidende Faktor ist nicht Dampfdruck, sondern die thermodynamische Beziehung zwischen Druck- und Wärmeerzeugung versus Druckentlastung.

  • Rolle des Luftraums: Der Luftraum im unteren Kessel ist der Motor der Extraktion. Heiße Luft dehnt sich aus und drückt das Wasser nach oben, bevor Dampf entsteht. Dies wurde durch Studien (Navarini 2009) bestätigt.

  • Bedeutung der Kannegröße: Kleinere Kannen (z.B. 1-Tasse) sind selbstregulierender und verzeihender, da die Wasserentnahme einen größeren prozentualen Druckabfall verursacht. Größere Kannen (6-Tassen und mehr) erzeugen höhere Temperaturen und Drücke am Ende der Extraktion.

  • Wasserfüllstand: Ein niedrigerer Wasserstand (unter dem Ventil) senkt die Brühtemperatur und die Extraktionstemperatur, was Bitterkeit reduzieren kann. Die Wahl des Wasservolumens beeinflusst das Verhältnis von Druckentlastung zu Wärme- und Druckerzeugung.

  • Wassertemperatur: Raumtemperaturwasser führt zu kühleren Extraktionen und verhindert Überextraktion am Ende. Kochendes Wasser führt dagegen zu sehr hohen Temperaturen und potenziell bitterem Kaffee.

  • Mahlgrad und Dosierung: Der Mahlgrad bestimmt den Widerstand. Feinere Mahlung erhöht Druck und Temperatur, gröbere Mahlung senkt sie. Zu grob kann den Druckverschluss brechen. Die Kanne sollte immer bis zum Rand gefüllt werden, um einen guten Verschluss zu gewährleisten. Tamping ist bei feinem Mahlgrad nicht empfehlenswert, da es den Druck erhöht.

  • Aeropress-Filter: Ein Aeropress-Filterpapier kann die Tasse klären und die Extraktionseffizienz verbessern, ohne den Druck wesentlich zu beeinflussen.

  • Praktische Anwendung: Für hell gerösteten Kaffee: grober Mahlgrad, niedrigerer Wasserstand (ca. 120 g in einer 3-Tassen-Kanne), Raumtemperaturwasser. Das ergibt einen Extraktionsgrad von etwa 19 % und einen TDS von etwa 6 %.

  • Fazit: Das Verständnis der Thermodynamik erlaubt es, jede Moka-Kanne (egal ob Größe, Material oder Stil) an die eigenen Geschmacksvorlieben anzupassen.

Neue Profitec Go 2.0: Lohnt sich das Update gegenüber V1?
Kaffeemacher|25. Juni

Neue Profitec Go 2.0: Lohnt sich das Update gegenüber V1?

Einführung
  • Die Profitec Go galt als beste Espressomaschine unter 1000 €. Jetzt gibt es die Version 2.0 mit einigen Verbesserungen.
  • Das Modell kommt in einer auffälligen gelben Farbe und ersetzt den Vorgänger.
Wichtigste Änderungen zur V1
  • Neues OLED-Display mit zwei Knöpfen (ersetzt das alte, große Display).
  • Automatische Ein-/Ausschaltzeiten und Last-Shot-Funktion (letzter Bezug wird beendet, auch bei niedrigem Wasserstand).
  • Automatische Boilerbefüllung nach dem Dampfbezug senkt die Temperatur schneller.
  • Reinigungsprogramm und Vorbrühprogramm (Präinfusion) integriert.
  • Zeitgesteuerte Volumetrik: Die Maschine stoppt den Bezug nach einer einstellbaren Zeit – keine echte Durchflussmessung (daher ist eine Waage für präzise Ergebnisse nötig).
  • Offset-Korrektur der Brühtemperatur um ±1 °C möglich.
Espressopotenzial
  • Aufheizzeit: < 8 Minuten (dank Schnellheizfunktion über höhere Zieltemperatur und Spülen).
  • Temperaturkonstanz: Sehr gut, nach ersten Shots zwischen 91-93 °C (im Testprotokoll fast durchgehend stabil).
  • Empfehlung: Nach dem Aufheizen den Siebträger gut durchspülen; Offset um 1 °C reduzieren bei zu heißen Folgeshots.
  • Stromverbrauch: Exzellent (ca. 0,088 kWh für Aufheizen und einen Espresso).
  • Ergebnis: Espressi sind balanciert, süß und cremig – die Maschine liefert zuverlässig gute Extraktion.
Milchschäumen (Einkreiser)
  • Prozess: Espresso brühen → rechte Taste lang drücken (Dampfmodus) → aufheizen (ca. 30 s) → schäumen (ca. 60 s) → automatische Boilerkühlung.
  • Dampfleistung: Ausreichend für einen guten Milchschaum, aber nicht übermächtig (mittlere Leistung).
  • Praktisch: Automatische Kühlung nach dem Schäumen; 25 ml Kondenswasser vorher abspülen.
  • Achtung: Für mehrere Cappuccini hintereinander eher nicht optimal (Zeitaufwand ~2-3 min pro Getränk).
Verarbeitung & Bedienung
  • Wertigkeit: Hochwertig, keine scharfen Kanten, gebogene Metallteile, gute Spaltmaße.
  • Tropfschale: Groß (940 ml) bei kompakter Breite (ca. 21 cm).
  • Siebträger: 58 mm, inklusive Silikon-Bottomless-Sieb für schnelleres Aufheizen; klassischer Siebträger optional.
  • Temper: Mitgelieferter Temper flach (nicht ideal für Anfänger), aber solide.
  • Wasserfilter: Integrierter BWT-Filter (entkarbonisiert, schützt Maschine).
Preis & Fazit
  • Preis: Ca. 50 € mehr als V1 (Listenpreis ca. 995 €, online ggf. 945 €).
  • Gesellschaft: Mit einer guten Mühle (ca. 300–400 €) ein Top-Einstiegsset (ca. 1300–1400 €) für 2–4 Personen.
  • Fazit: Die Profitec Go V2.0 ist eine extrem solide, zuverlässige Maschine – besser als viele doppelt so teure Modelle. Der Einkreiser-Nachteil (zeitaufwändiges Milchschäumen) wird durch die Kompaktheit und Temperaturkonstanz wettgemacht. Klare Empfehlung für Einsteiger und Daily-User.
Kurz: Michels Zusammenfassung (aus dem Video)
  • Tolle Temperaturkonstanz, schnelles Aufheizen, wertig verarbeitet.
  • Display und Software-Updates (Zeitsteuerung, Reinigungsprogramm) sind praktisch.
  • Für Espresso-Liebhaber perfekt; Milchgetränke-Fans sollten sich über Einkreiser im Klaren sein.
10 Anschaffungen, die deinen Kaffee (kaum) verbessern
Lance Hedrick|22. Juni

10 Anschaffungen, die deinen Kaffee (kaum) verbessern

10 Geldverschwendungen, die deinen Kaffee nicht verbessern

In diesem Video erklärt Lance Hedrick, welche Kaffeeprodukte ihr Geld nicht wert sind, weil sie den Kaffeegeschmack kaum oder gar nicht verbessern. Er betont, dass es in Ordnung ist, Freude an diesen Dingen zu haben, aber sie sind keine sinnvollen Investitionen für besseren Kaffee.

1. Distributionswerkzeuge (z. B. Moon Raker, Auto Comb)

  • Verteilen den Kaffeesatz im Siebträger nicht besser als einfaches Klopfen oder ein Shaker.
  • Ebenheitswerkzeuge (Leveler) verschlechtern sogar die Extraktion.
  • Einfaches horizontales Klopfen oder ein Shaker reicht aus.

2. Jeden neuen Dripper kaufen

  • Unterschiede zwischen Drippern sind minimal; das Filtermaterial hat einen größeren Einfluss.
  • Drei Dripper (z. B. V60, Orea 01, OXO Rapid Brew) decken alle Bedürfnisse ab.

3. Refraktometer

  • Teure Geräte (VST, ATAGO, DiFluid) liefern Zahlen, die dich von gut schmeckendem Kaffee abschrecken können.
  • Deine Zunge ist der beste Refraktometer – vertraue auf deinen Geschmack.

4. Überteuerte Waagen

  • Günstige Waagen (z. B. Schmuckwaagen für 8 €) sind genauso genau wie teure Modelle.
  • Bluetooth-Funktionen sind unnötig; investiere das Geld lieber in besseren Kaffee.

5. Fancy Tamper

  • Teure Tamper (z. B. Weber, Force Tamper) können den Puck beschädigen oder ansaugen.
  • Ein günstiger selbstnivellierender Tamper (z. B. Normcore) ist genauso effektiv.

6. Teure Siebträgerkörbe

  • Hochpreisige CNC-Körbe bieten keinen Vorteil gegenüber IMS- oder VST-Körben mit Bodenfilterpapier.
  • Günstigere Step-Down-Körbe (40–50 €) sind ausreichend.

7. Spezielle Milchkannen für Latte Art

  • Teure Kannen verbessern die Latte Art nicht; Übung und Technik sind entscheidend.
  • Eine günstige Kanne (z. B. Rattleware) reicht völlig aus.

8. Teure Filterpapiere

  • Hochpreisige Papiere (z. B. Sibarist, Hario Météor) sind im Alltag nicht nötig.
  • Sie binden dich an ein teures Abo-Modell; optimiere lieber Wasser, Mühle oder Kaffeebohnen.

9. Spezielle Dekanter und Gläser

  • Aufwändige Gläser mit Aerationsversprechen liefern kaum spürbare Unterschiede.
  • Wähle einen Dekanter oder eine Tasse, die dir gut in der Hand liegt.

10. Überbewertete Espressomaschinen

  • Teure Maschinen (z. B. La Marzocco Linea Mini, Sanremo You) verbessern den Kaffee nicht zwangsläufig.
  • Günstigere Maschinen (z. B. Gaggia Classic Pro) mit gutem Grinder liefern ähnliche Ergebnisse.
  • Temperaturstabilität und Druck sind bei moderaten Maschinen ausreichend.
Fazit

Diese 10 Punkte sind keine Verbote, sondern Denkanstöße. Wenn dir ein Produkt Freude bereitet, ist das völlig in Ordnung – aber für wirklich besseren Kaffee reichen einfache Werkzeuge und gutes Handwerk.

US Barista Meisterschaft 2026 – Finalvorführung
Morgan Eckroth|21. Juni

US Barista Meisterschaft 2026 – Finalvorführung

Zusammenfassung der Finalvorführung der US Barista Championship 2026

Finalist: Morgan Ekroth (Onyx Coffee Lab, Portland, Oregon)

  • Rückkehr nach einer Pause: Morgan erklärt, dass sie letzte Saison pausiert hat, um ihre Liebe zum Kaffee wiederzufinden. Ihr Antrieb ist es, die "Magie" des Kaffees zu teilen – definiert als Erlebnisse, die die Erwartungen übertreffen.

  • Erster Kaffee – Panamá Geisha (Alita Estate):

    • Herkunft: Lamastus Familie, Barú Vulkan, Boquete, Panama (1900 m Höhe).
    • Verarbeitung: Langsame, kontrollierte Trocknung in einem dunklen, temperaturgesteuerten Raum mit 7 Luftbefeuchtern.
    • Röstung: Stronghold bei ca. 191°C (375°F), 9 Min. 4 Sek.
    • Extraktion: 20 g in, 45 g out, 28 Sek.
    • Geschmacksnoten: Himbeere, Earl Grey (floraler Schwarztee), Schokolade überzogene Orange. Mittleres bis leichtes Mundgefühl, weich und rund.
  • Zweiter Kaffee – Kolumbien SL28 (Edinson Argote/Kraidas Coffee):

    • Verarbeitung: Gewaschen, 24h Hefefermentation, Abkühlung mit kaltem Wasser.
    • Verwendung: Basis für den Milchkaffee.
    • Extraktion: 20 g in, 35 g out, 25 Sek.
  • Milchgetränk (Signature Beverage – Teil I):

    • Basis: 75% laktosefreie Vollmilch (gefrierdestilliert auf 50% Volumen) + 25% Barista-Kokosmilch.
    • Texturgeber: 20 g gefriergetrocknetes Vollmilchpulver.
    • Geschmacksprofile: Kombination ergibt Milchschokolade, rote Kirsche und gesalzenes Karamell.
  • Kreativgetränk (Signature Beverage – Teil II):

    • Verknüpft beide Kaffees: 80 g gekühlter Espresso (beide Kaffees).
    • Zutaten: 45 g Mangosaft (für Erdbeer-Joghurt-Geschmack) + 35 g Milchpunch (Vollmilch, Bergamottensaft, kolumbianischer Rohrzucker) für Milchschokolade & Orangencreme.
    • Textur: 1,5 g Sojalecithin, mit N₂O aufgeschäumt.
    • Visuelle Magie: Rosen-Schnee (mit Stickstoff versetztes Rosenwasser in flüssigem Stickstoff gefroren) – schmilzt im Getränk und kühlt es auf Trinktemperatur.
    • Geschmacksnoten: Erdbeer-Joghurt, Milchschokolade, Orangencreme.
  • Die größere Vision: Morgan hat mit Cafés in den USA (Kolumbien, Arkansas, Portland) zusammengearbeitet, um ihre Wettbewerbsgetränke für Gäste zugänglich zu machen – live serviert während ihrer Vorführung. Ihr Ziel: Die Magie der Kaffeekunst über die Bühne hinaus zu tragen und die nächste Generation zu inspirieren.

  • Nach der Vorführung: Emotionales Gespräch mit ihrem Coach Isaiah Sheppard (Archetype Coffee). Sie sprechen über die Bedeutung eines unterstützenden Teams, die Herausforderungen der Kaffeebeschaffung (Panamá Ernte 2026) und ihre Motivation, andere zu inspirieren, so wie sie selbst einst ermutigt wurde.

Wichtige Erkenntnisse
  • Kernbotschaft: "Magie im Kaffee" ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit, Wissenschaft und Hingabe. Sie kann und sollte geteilt werden, nicht nur auf der Bühne.
  • Innovation: Einsatz von Gefriertrocknung, Stickstoff und flüssigem Stickstoff für Textur und Temperatur.
  • Gemeinschaft: Wettbewerb erfordert ein Dorf – die Zusammenarbeit mit Freunden, Familie und der Industrie war zentral.
  • Inspiration: Morgans Geschichte betont Resilienz und den Wert, zur Gemeinschaft zurückzukehren.
Varia VS4 kaufen? Alles zur Partikelverteilung, Retention und Espresso
Kaffeemacher|21. Juni

Varia VS4 kaufen? Alles zur Partikelverteilung, Retention und Espresso

Zusammenfassung des Tests der Varia VS4 (Deutsch)

Die Varia VS4 ist eine kompakte, aber leistungsstarke Einzelportions-Kaffeemühle mit Kegelmahlwerk. Sie ist eine Weiterentwicklung der VS3 und bietet einige bemerkenswerte Innovationen, aber auch klare Schwächen.

Technische Daten & Verarbeitung

  • Preis: ca. 500 Euro
  • Mahlwerk: 53-mm-Kegelmahlwerk
  • Motor: 200 Watt Brushless Motor, einstellbare Drehzahl (RPM) von 150 bis 300
  • Abmessungen: 10 cm breit, 33 cm hoch, 16 cm tief; Aluminiumblock, über 5 kg schwer
  • Lieferumfang: Inklusive 58-mm-Siebträgerbecher und Blasebalg („Blower“).

Bedienung & Handling (Großes Lob)

  • Reinigung: Absolut herausragend. Das Mahlwerk lässt sich mühelos öffnen, um es mit einem Pinsel zu reinigen – kein teurer Mühlenreiniger nötig.
  • Mahlgradeinstellung: Exzellent. Der Mahlgrad ist präzise, einfach zu verstellen und verstellt sich nicht durch den Gebrauch des Blasebalgs. Die Markierungen sind sehr fein und ermöglichen eine genaue Wiederholbarkeit der Einstellung.
  • Geschwindigkeit: Deutlich schneller als die VS3. 18 g Kaffee sind in etwa 13 Sekunden gemahlen (VS3: ca. 30 Sekunden).
  • Lautstärke: Tieferer, angenehmerer Ton als die VS3, aber mit ca. 80 Dezibel nicht leise.

Mahlqualität & Geschmack

  • Partikelverteilung: Solide, aber breiter als bei Spitzenmühlen. Der Fokus liegt auf körperreichen, cremigen Ergebnissen, ideal für klassischere, dunklere Röstungen. Bei sehr hellen Specialty Coffees werden nicht alle komplexen Aromen vollständig extrahiert.
  • Empfohlene Drehzahl: 150 RPM liefert das ausgewogenste Ergebnis.
  • Espresso-Potenzial: Hervorragend für mittlere bis dunkle Röstungen, nur zufriedenstellend für helle Röstungen.

Kritikpunkt: Der Totraum (Retention)

  • Dies ist die größte Schwäche der Mühle. Der temporäre Totraum liegt bei etwa 1,8 g, der permanente Totraum bei etwa 0,2 g.
  • Dies bedeutet, dass sich älteres Kaffeemehl im Mahleraum sammelt und mit dem frisch gemahlenen Pulver vermischt werden kann, was bei häufigem Kaffeewechsel problematisch ist. Regelmäßiges Reinigen (Öffnen und Auspinseln) ist Pflicht, um dies zu vermeiden.

Fazit

Die Varia VS4 ist eine exzellente Mühle für die Zubereitung von klassischem, kräftigem Espresso. Die Reinigungsfähigkeit, die Mahlgradeinstellung und die Geschwindigkeit sind herausragend. Der hohe Totraum ist der Hauptkritikpunkt. Wenn ihr hauptsächlich mittlere bis dunkle Röstungen mahlt und auf eine gute Mahlgradpräzision Wert legt, ist die VS4 eine tolle Wahl. Für Kaffee-Enthusiasten, die viele verschiedene, helle Röstungen ausprobieren und geringe Retention priorisieren, gibt es bessere Alternativen.

Morgan Eckroth ist live!
Morgan Eckroth|20. Juni

Morgan Eckroth ist live!

Wettbewerbspräsentation der US-Barista-Meisterschaft

Dieses Transkript zeigt zwei aufeinanderfolgende Auftritte beim Kaffeewettbewerb. Beide Baristas kreieren mehrgängige Getränke und teilen ihre Philosophie.

Juan Diaz (KWC)

  • Milchkurs: Eine Hybridge aus drei Milchsorten (70% laktosefreie Milch, 20% langsam gekochte Mandelmilch, 10% gefrierdestillierte Milch), inspiriert von der Fermentation des Kaffees.
  • Signature-Getränk: Nutzt Trauben in drei Variationen (frisch, getrocknet, fermentiert), ergänzt durch Limettensaft, Rosinensirup und einen Trauben-Shrub. Aromen: Limettensorbet, Skittles, Ananas-Orangensaft, harter Apfelwein.
  • Kaffee: SL28 von Paola und Carlos Trujillo aus Finca Patio Bonito, Cauca, Kolumbien (1.800 m Höhe).
  • Präsentation: Thermalbemalung, die sich durch Feuer verändert, symbolisiert die Verbindung von Identität und Geschichte.

Morgan Eckroth (Onyx Coffee Labs)

  • Thema „Magie“: Wiederentdeckung der Liebe zum Kaffee durch das Teilen besonderer Erlebnisse. Sie serviert die Wettbewerbsgetränke zeitgleich in Cafés in Kolumbien, Arkansas und Portland.
  • Espressokurs: Gesha von Elida Estate (Panama, 1.900 m Höhe, natürliche Trocknung bei kontrollierter Temperatur). Aromen: Himbeere, Earl Grey, schokoladenüberzogene Orange. Röstung auf Stronghold bei ca. 191°C (375°F).
  • Milchkurs: SL28 von Edison Argoty (Huila, Kolumbien). Milchmischung: 75% gefrierdestillierte laktosefreie Vollmilch, 25% Kokosmilch, plus gefriergetrocknetes Milchpulver. Aromen: Milchschokolade, rote Kirsche, gesalzenes Karamell.
  • Signature-Getränk: Kombiniert beide Kaffees mit Mangosaft, Milchpunsch (mit Bergamotte und Panela), Sojalecithin, aufgeschäumt mit N2O. Beigabe von Rosen-Schnee (stickstoffhaltiges Rosenwasser in flüssigem Stickstoff gefroren). Aromen: Erdbeerjoghurt, Milchschokolade, Orangen-Cremesicle.

Fazit: Beide Vorträge betonen Innovation, Zusammenarbeit und die Bedeutung von Herkunft und Gemeinschaft, um Kaffeeerlebnisse über die Bühne hinaus zu tragen.

美国咖啡师锦标赛半决赛表演
Morgan Eckroth|20. Juni

美国咖啡师锦标赛半决赛表演

咖啡风味创作故事
  • 演讲者介绍了如何创造这些风味的过程。
  • 强调不必记下所有细节,只需关注风味如何形成。
  • 咖啡故事的第一部分:某晚与制片人开车时产生的灵感。
US-Barista-Meisterschaft – Leistung in der ersten Runde
Morgan Eckroth|19. Juni

US-Barista-Meisterschaft – Leistung in der ersten Runde

Zusammenfassung der US Barista Championship – Runde 1

Der Beitrag zeigt zwei Auftritte in der ersten Runde der US Barista Championship. Zunächst präsentiert Christopher sein Signaturgetränk: eine Mischung aus Blaubeer-, Vanille- und Lavendelaromen, serviert als Eiskaffee mit einer Mascarpone-Kaltschaumhaube (3 EL Mascarpone, ¼ oz Vanillesirup, ¾ oz Lavendelsirup, 1 oz Schokoladensirup, 2 Tassen Vollmilch). Er verwendet Kaffee der Sorte Massive Fuel Blend von Ceremony. Im Interview gibt er an, dass dies sein erster Wettbewerb sei und er unter den „ersten Mal“-Nerven gelitten habe. Neben seinem Studium betreibt er ein Café und hat zwei Kinder.

Anschließend tritt Morgan Eckroth (Onyx Coffee Labs) auf, die nach einem Jahr Pause zurückkehrt. Sie betont die Magie des Kaffees – das Erlebnis, das über die Erwartungen hinausgeht. Ihr Auftritt umfasst:

  • Erster Kaffee: Geisha von der Elida Estate (Panama), auf 1.900 m Höhe am Vulkan Baru angebaut. Die Bohnen wurden in einem temperaturkontrollierten Raum mit 7 Luftbefeuchtern getrocknet, um langsam und gleichmäßig zu trocknen. Geröstet auf einer Stronghold-Maschine bei 375 °C für 9 Minuten und 4 Sekunden. Zubereitung: 20 g Kaffee, 40 g Espresso in 26 Sekunden. Aromen: Himbeere, Earl Grey (blumig) und mit Schokolade überzogene Orange.
  • Zweiter Kaffee: SL 28 von Edinson Argoty in Huila, Kolumbien (Café Verditas). Die Kirschen wurden fermentiert und thermisch geschockt. Zubereitung: 20 g Kaffee, 5 g Espresso in 26 Sekunden. Milchmischung: 75 % gefrierdestillierte laktosefreie Vollmilch (50 % des ursprünglichen Volumens), 25 % Kokosmilch (Barista Series). Hinzugefügt: 20 g gefriergetrocknete laktosefreie Vollmilch (Kryodesikkation). Aromen: Milchschokolade, rote Kirsche und gesalzenes Karamell.
  • Signature-Getränk: Verbindung beider Kaffees. Basis: 80 g gekühlter Espresso (beide Kaffees), 40 g einer 50/50-Mischung aus Orangen- und Mangosaft (Strawberry Yogurt-Geschmack). Dazu 35 g Milch-Punch (400 g Vollmilch, 50 g Bourbon-Malzsaft, kolumbianischer Panela-Zucker). Zusatz: 1,5 g Sojalecithin (Emulgator) und Aufschäumen mit N2O. Abschluss: 2 g Rosen-Schnee (mit Stickstoff und flüssigem Stickstoff hergestellt) für einen „Nebel-Effekt“ und Kühlung. Aromen: Strawberry Yogurt, Milchschokolade, Orange Creamsicle.

Morgan erklärt, dass sie die Getränke an Cafés in Kolumbien, Arkansas und Portland weitergibt, um die Magie über die Bühne hinaus zu teilen. Im Interview betont sie, dass die Nerven nie verschwinden, aber die Rückkehr sich lohnt. Sie hat neue Techniken wie flüssigen Stickstoff gelernt.

Seht meine erste Runde der US-Barista-Meisterschaft!
Morgan Eckroth|19. Juni

Seht meine erste Runde der US-Barista-Meisterschaft!

Zusammenfassung des Barista-Wettbewerbsauftritts

Der Video zeigt die erste Runde der US-Barista-Meisterschaft. Der Barista präsentiert eine Kaffeemischung und ein Milchgetränk und erklärt die Hintergründe.

Kaffeemischung

  • Mischungsverhältnis: 75% Kolumbianischer Kaffee und 25% Äthiopischer Kaffee.
  • Herkunft: Der kolumbianische Anteil stammt von der Pena Blanca Kooperative unter der Leitung von Juan Vergara und Nestor Lasso. Die Kooperative fördert gemeinschaftliche Entscheidungsfindung und langfristige finanzielle Stabilität für die Bauern.
  • Äthiopischer Anteil: Dank Mustafa Abednego, der 36 weitere Bauern (darunter 7 Frauen) vereint, um ebenfalls finanzielle Stabilität und Marktzugang zu gewährleisten.
  • Geschmacksnoten: Pfirsichwein mit einer pikanten, orangen Note, cremige Textur, ähnlich wie einfacher Sirup oder Wein.

Milchgericht

  • Espressobasis: Mass Appeal Espresso Blend von Ceremony Coffee (19 g Kaffee, 35 g Espresso).
  • Anbauhöhe: 1.800 Fuß bzw. 1.500 Metern über dem Meeresspiegel.
  • Geschmack: Milchschokolade, würziger Snickerdoodle-Keks, cremige Textur ähnlich wie Kaffeesahne.
  • Milchmischung: 60 ml Ziegenmilch, 60 ml Pistazienmilch und 120 ml Vollmilch – ergibt eine harmonische Kombination.

Fazit

Der Auftritt betont Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Qualität. Der Barista zeigt tiefes Wissen über Herkunft, Röstung und Zubereitung. Der Stil ist leidenschaftlich und professionell.

Gute Maschine, fragwürdiger Wert: Gaggia Classic Up Test
Lance Hedrick|18. Juni

Gute Maschine, fragwürdiger Wert: Gaggia Classic Up Test

Überblick

Lance Hedrick testet die Gaggia Classic Evo Pro (hier „Classic Up“ genannt) und fragt: Hat Gaggia auf die Community gehört? Die Maschine bietet einen PID-Regler, ein TFT-Display, einen niedrigeren Tropfblech, einen Kugelgelenk-Dampfstab und eine Soft-Infusion (Vorbrühfunktion).

Preis vs. Mehrwert

Die Maschine kostet 850 $ – satte 350 $ mehr als die Gaggia Classic E24. Hedricks Fazit: Die Upgrades sind minimal und rechtfertigen den Aufpreis nicht. Die Soft-Infusion sei ineffektiv, die Temperaturstabilität nicht besser als bei der E24, und der Dampf genauso feucht.

Empfehlung
  • Für Einsteiger oder Milchgetränke: Gaggia Classic E24 (günstiger, solide Temperatur).
  • Für Tüftler: E24 + Gaggiuino-Mod (günstiger, mehr Kontrolle).
  • Die Classic Evo Pro sei nur etwas für Leute, die gar nicht schrauben wollen und bereit sind, für minimale Änderungen deutlich mehr zu zahlen.
Fazit

„Gute Maschine, fragwürdiger Wert“ – die Enttäuschung überwiegt, da Gaggia das Potenzial der Modding-Community nicht ausgeschöpft hat.

Kapsel ist bequem. Siebträger ist besser. So klappt der Wechsel
Kaffeemacher|13. Juni

Kapsel ist bequem. Siebträger ist besser. So klappt der Wechsel

Der Wechsel von der Kapselmaschine zum Siebträger – eine lohnende Reise

Dieses Video erklärt den Umstieg von einer Kapsel- auf eine Siebträger-Espressomaschine. Es zeigt, dass der Wechsel zwar mehr Aufwand bedeutet, aber auch eine neue Welt des Kaffeegenusses eröffnet.

Die wichtigsten Unterschiede

  • Kapselmaschine: Ein reines Convenience-Produkt. Einfach, praktisch, wenig Dreck, aber nur ein „OK“-Espresso.
  • Siebträger: Beginnt ein handwerklicher Prozess. Erfordert Übung, bietet aber ein viel größeres Potenzial für großartigen Kaffee.

Das brauchst du für den Start

  • Espressomühle: Wichtiger als die Maschine! Eine gute Mühle, die fein genug mahlt (z. B. DF54 für unter 300 €), ist entscheidend. Budget-Tipp: Gib die Hälfte für die Maschine und die Hälfte für die Mühle aus. Auch Handmühlen sind eine Option.
  • Mehr Platz: Ein Siebträger-Setup braucht etwa doppelt so viel Platz wie eine Kapselmaschine, inklusive Platz für eine Knockbox.
  • Etwas Unordnung: Kaffeesatz und Späne sind normal, aber mit regelmäßiger Reinigung bleibt alles ordentlich.

Der Brühvorgang Schritt für Schritt

  1. Zutaten abwiegen: Für einen doppelten Espresso etwa 16 Gramm Kaffee abwiegen.
  2. Mahlen: Den Kaffee frisch mahlen (Mahlgrad ist der Schlüssel!).
  3. Vorbereiten: Das Kaffeemehl in den Siebträger geben, gleichmäßig verteilen und mit einem Tamper fest andrücken.
  4. Brühen: Die Maschine starten und anstreben:
    • Brühzeit: 25 bis 30 Sekunden
    • Kaffeeausbeute: 35 bis 40 Gramm

Fehlerbehebung mit dem Mahlgrad

  • Espresso läuft zu schnell (< 20 Sekunden): Mahlgrad zu grob → feiner mahlen.
  • Espresso läuft zu langsam: Mahlgrad zu fein → gröber mahlen.

Wichtiges Zubehör

  • Waage: Unverzichtbar, um die perfekte Menge Kaffee und Wasser zu dosieren. Eine einfache Briefwaage reicht.
  • Milchkännchen: Zum Milchschäumen.
  • Klassisches Sieb: Vermeide doppelwandige Siebe (oft im Lieferumfang). Sie erzeugen zwar Crema, aber keinen guten Kaffee. Investiere in ein normales Sieb.

Fehler für Anfänger

  • Alter Kaffee: Kaffee, der älter als zwei Monate ist (am Röstdatum erkennbar), baut keinen Widerstand auf und führt zu dünnem Espresso.
  • Kalte Maschine: Die Maschine und vor allem der Siebträger müssen vollständig aufgeheizt sein. Lasse vor dem Brühen etwas heißes Wasser durch den Siebträger laufen.

Die perfekte Kaffeewahl

Starte mit einem dunkleren, kräftigen Kaffee (z. B. schokoladig, nussig), der an den Geschmack von Kapseln erinnert. Gute Optionen sind "Compadre", "Appas" oder "Mano".

Die besten Tipps für den Start

  • Besuche einen Kurs: Ein Abendkurs hilft, die Grundlagen schnell zu lernen und typische Anfängerfehler zu vermeiden.
  • Führe ein Brühprotokoll: Notiere dir Kaffeemenge, Mahlgrad, Brühzeit und Ergebnis. So findest du schnell deine perfekte Einstellung.

Fazit: Der Umstieg lohnt sich. Du lernst ein neues Handwerk, hast mehr Kontrolle und vor allem: viel besseren Kaffee!

Das absolut beste Vanille-Latte-Rezept, das du je machen wirst
Morgan Eckroth|12. Juni

Das absolut beste Vanille-Latte-Rezept, das du je machen wirst

Die perfekte Vanille-Latte

In diesem Video zeigt Morgan, wie man einen besseren Vanille-Latte zu Hause macht als in den meisten Cafés. Die wichtigsten Tricks:

  • Selbstgemachter Vanillesirup: 2:1 Zucker-Wasser-Verhältnis (z.B. 200 g Zucker + 100 g heißes Wasser) für eine dickere Konsistenz.
  • Geheimzutat: Eine Prise Salz (ca. 0,5 g) rundet den Geschmack ab, mildert Bitterkeit und verstärkt Süße.
  • Milch: Laktosefreie Vollmilch schmeckt von Natur aus süßer und ergibt ein cremigeres Ergebnis.
  • Aerieren: Die Mischung aus Espresso, Sirup und Milch vor dem Eingießen mit einem Milchaufschäumer oder Cocktail-Shaker aufschäumen – das sorgt für eine seidige Textur und bessere Emulsion.
  • Mengen: 15 ml Sirup, Doppelter Espresso, 150 ml Milch – nach Belieben anpassbar.

Das Ergebnis schmeckt wie geschmolzenes Vanilleeis und ist perfekt für heiße Tage.

Shyira Espresso. Rezept für Vibrations- & Rotationspumpe
Kaffeemacher|12. Juni

Shyira Espresso. Rezept für Vibrations- & Rotationspumpe

Shyira Espresso: Ein fruchtig-spritziger Genuss

Der neue Shyira Espresso ist ein saisonaler, orangener Espresso aus Ruanda, gewaschen verarbeitet und von der höchstgelegenen Washing Station des Landes. Er besteht aus der Varietät Red Bourbon und wird 30–35 Tage im Halbschatten getrocknet, was ihm eine lebendige Säure verleiht.

Geschmacksprofil

  • Mirabelle, Stachelbeere, Grapefruit und leichte florale Noten
  • Erfrischend, leichtfüßig, mit eleganter Säure und viel Süße
  • Erinnert an einen lauwarmen Sommermorgen

Zubereitungsempfehlungen

  • Vibrationspumpe: 19,5–20 g Kaffee auf 42 g Espresso in 25 Sekunden – betont Frucht und Körper
  • Rotationspumpe: 20 g Kaffee auf 42 g Espresso in 27–28 Sekunden – mehr Eleganz
  • Moderne Variante (längeres Verhältnis): 20 g auf 55–56 g in 28 Sekunden – floraler und teeartiger

Das Video zeigt zwei komplett unterschiedliche Seiten dieses Kaffees – probiert selbst, ob ihr eher den klassischen oder den modernen Stil bevorzugt!

Warum Light Roast Espresso keinen Sinn ergibt (und wie man es behebt)
Lance Hedrick|11. Juni

Warum Light Roast Espresso keinen Sinn ergibt (und wie man es behebt)

Warum Light Roast Espresso oft scheitert (und wie du ihn rettest)

Dieses Video erklärt, warum traditionelle Espresso-Zubereitungsmethoden (9 bar, 1:2 Verhältnis) für hell geröstete Bohnen ungeeignet sind und wie man durch Anpassung der Parameter bessere Ergebnisse erzielt.

Problem: Saurer und bitterer Espresso zugleich

  • Helle Röstungen sind hydrophober, dichter und produzieren weniger Feinanteil (Fines) als dunkle.
  • Dunkle Röstungen haben durch mehr CO₂ und Brüchigkeit eine höhere Puck-Resistenz. → Die herkömmliche 9-bar-Methode führt bei hellen Bohnen zu ungleichmäßiger Extraktion: lokal überextrahiert (bitter) und größtenteils unterextrahiert (sauer).

Lösung: Alte Systeme ablegen, neue Ansätze wagen

  • Gröber mahlen: Starte gröber als gedacht, um Kanalbildung zu vermeiden.
  • Längeres Verhältnis: Statt 1:2 besser 1:3 oder 1:3,5 (z. B. 20 g Kaffee auf 60-70 g Espresso).
  • Niedriger Druck: Akzeptiere, dass der Druck oft unter 9 bar bleibt – die Durchflussrate wird wichtiger.
  • Hässliche Shots akzeptieren: Helle Röstungen erzeugen weniger Crema und können spritzen. Das ist normal und kein Zeichen für schlechte Qualität.

Praktische Tipps

  • Puck-Vorbereitung: Bei grobem Mahlgrad weniger kritisch; einfaches Ebenklopfen reicht oft.
  • Zeit als Variable: Die Durchflussrate des Pumpenwassers ist entscheidender als die Zeit. Passe dich an deine Maschine an (z. B. 5 ml/s vs. 8 ml/s).
  • Turbo-Shots: Kurze Extraktionszeiten (ca. 11-15 Sekunden) können überraschend gut schmecken – probiere es aus!

Fazit

  • Dunkle Röstungen profitieren von 9 bar, helle nicht. Passe die Methode an die Bohne an – wie bei der Zubereitung von schwarzem vs. grünem Tee.
  • Für cremige, dicke Shots mit hellem Röstprofil sind profilgesteuerte Maschinen (z. B. Decent) ideal, aber mit den oben genannten Anpassungen sind auch mit Standardmaschinen großartige Ergebnisse möglich.
Andrea-Hack: Rocket Mozzafiato SUPER Fast und STABIL!
Kaffeemacher|06. Juni

Andrea-Hack: Rocket Mozzafiato SUPER Fast und STABIL!

Andrea-Hack: Rocket Mozzafiato SUPER Fast und STABIL!

In diesem Video wird ein simpler, aber effektiver Trick vorgestellt, um die Rocket Mozzafiato Espressomaschine deutlich schneller aufzuheizen und die Temperaturstabilität zu verbessern.

Der Hack: Verstecktes Menü und optimierte Temperatureinstellung

  • Zugang zum versteckten Menü:
    • Entferne die Tropfschale.
    • Drücke den rechten Knopf einmal, dann den linken Knopf einmal.
    • Halte den mittleren Knopf gedrückt, bis das Untermenü erscheint (standardmäßig 91 °C).
  • Optimale Einstellung:
    • Bestätige mit dem mittleren Knopf, bis die Anzeige blinkt.
    • Stelle die Brühkopftemperatur auf 96 °C ein (statt der werkseitigen 91 °C oder den empfohlenen 91 °C).
    • Bestätige durch langes Drücken des mittleren Knopfes.

Ergebnisse des Hacks

  • Aufheizzeit: Reduziert auf nur 15 Minuten (vorher 25 Minuten).
  • Temperaturstabilität: Hervorragend – nach dem Spülen liegt die Brühtemperatur konstant bei 92,5–92,8 °C mit einer Standardabweichung von nur 0,4 °C (gemessen nach 4 Sekunden).
  • Vergleich: Die Konstanz erreicht das Niveau von High-End-Maschinen wie der Sanremo.

Wichtiger Hinweis

  • Der Hack wurde in enger Zusammenarbeit mit Rocket entwickelt – sie hatten auf das versteckte Menü hingewiesen.
  • Die Maschine erreicht nicht nur eine höhere Geschwindigkeit, sondern bleibt auch über längere Standzeiten (z. B. 30 Minuten) extrem stabil.

Fazit

Der Andrea-Hack katapultiert die Rocket Mozzafiato in eine höhere Kategorie. Mit 15 Minuten Aufheizzeit und einer herausragenden Temperaturkonstanz ist sie eine hervorragende Wahl für Espresso-Liebhaber, die Wert auf Schnelligkeit und Präzision legen.

Ein entzückend skurriler Percolator: Die Crowka Pot
Lance Hedrick|06. Juni

Ein entzückend skurriler Percolator: Die Crowka Pot

Ein entzückend skurriler Percolator: Die Crowka Pot
  • Lance Hedrick präsentiert die Crowka Pot, eine handgefertigte Kaffeekanne aus Edelstahl in Krähenform.
  • Entwickelt vom US-Erfinder Adrien (Mechanikingenieur) nach 20 Iterationen. Preis: etwa 200 US-Dollar, Lieferzeit 4-8 Monate.
  • Grund: Einzelstück aus Edelstahlguss, hergestellt in China, von einer Person in den USA von Hand montiert, verpackt und versendet.
Mokapot vs. Espresso – eine historische Einordnung
  • Die Diskussion: Erzeugen Mokapots „echten“ Espresso? Lance argumentiert, dass Espresso vor 1948 mit Dampfdruck (1,5 bar) gebrüht wurde – ähnlich wie bei Mokapots.
  • Erst seit 1948 gilt die 9-bar-Definition mit Crema. Daher sei die Mokapot historisch korrekter als Espressomaschine.
  • Fazit: „Solange du bekommst, was du willst, ist alles in Butter.“
Funktionsweise der Crowka Pot
  1. Wasser im unteren Behälter wird erhitzt, Dampf entsteht und drückt das Wasser durch ein Rohr nach oben.
  2. Das Wasser durchströmt bei knapp unter 100 °C den Kaffee im Siebträgerkorb und gelangt über einen zweiten Auslass in den Auffangbehälter (den Krähenkörper).
  3. Dichtungen und Siebe sind wartungsfreundlich; Edelstahl ermöglicht Reinigung mit Kaffee-Reiniger (Cafiza).
Zubereitungstipps von Lance
  • Er verwendet feine Papierfilter (unten und oben) für eine saubere Extraktion.
  • Heißes Wasser vorwärmen, um den Kaffee nicht zu verbrennen.
  • Kaffeedosis: 24–25 g, Mahlgrad mittel-grob (kein Tamping, nur glattstreichen).
  • Brühstopp: Sobald die Flüssigkeit sichtbar wird, Kanne von der Hitze nehmen – Restdruck vollendet die Extraktion.
  • Ergebnis: 6–7 von 10 Punkten für den Geschmack (Lance bevorzugt andere Brühmethoden), aber solide und sauber.
Besondere Eigenschaften
  • Show-Effekt: Der Kaffee fließt aus dem Krähenschnabel – „wie ein Springbrunnen“.
  • Haltbarkeit: Massiver Edelstahl, aber nicht induktionsgeeignet (V2 in Planung).
  • Reinigung: Ganzes Gerät kann in Cafiza eingelegt werden; Innenteile (Korb, Rohr) sind einzeln entnehmbar.
Fazit
  • Die Crowka Pot ist ein Statement-Stück für Liebhaber von Design und Handarbeit, nicht unbedingt für bessere Kaffeequalität.
  • Für beste Ergebnisse: Papierfilter-Sandwich, grober Mahlgrad, frühes Abnehmen von der Hitze.
  • Geschmacksnote: „Solide 6/10, aber mit einem Hauch von Fliegengewicht.“
Das trendigste Kaffee-Rezept des Internets... auf einer Aeropress
Lance Hedrick|02. Juni

Das trendigste Kaffee-Rezept des Internets... auf einer Aeropress

Die Zupalonga: Eine perkolationsbasierte Kaffeezubereitung auf der Aeropress

Lance Hedrick zeigt in diesem Video, wie man den sogenannten "Soup"- oder "Zupa"-Kaffee, der sonst oft mit Spezialmaschinen wie der OXO Rapid Brewer zubereitet wird, auch mit der einfachen Aeropress und ohne zusätzliche Gadgets herstellen kann. Das Ziel ist eine klare, perkolationsdominierte Extraktion – ähnlich einem Espresso, aber mit weniger Druck.

Das Problem: Immersion vs. Perkolation
  • Bei einer normalen Aeropress-Zubereitung entsteht durch das Eingießen von Wasser eine Vermischung und Aufwirbelung des Kaffeemehls. Dies führt zu einer Immersion, bei der ein Großteil der Extraktion bereits im Wasserbad stattfindet.
  • Für die "Zupa" ist jedoch eine reine Perkolation entscheidend: Eine ruhige Wassersäule soll durch den kompakten Kaffeepuck gedrückt werden, um maximale Klarheit und kontrollierte Extraktion zu erzielen.
Die Lösung: Ein einfacher Trick mit zwei Filtern

Lance stellt eine Methode vor, die ohne teure Aufsätze auskommt und nur die mitgelieferten Teile der Aeropress nutzt:

  1. Filter einlegen: Einen Papierfilter in den Deckel (Cap) einlegen und diesen auf die Aeropress schrauben.
  2. Kaffee einfüllen: 15 g Kaffeemehl (fein gemahlen) einwiegen.
  3. Anklopfen: Die Aeropress leicht auf die Tischplatte klopfen, um das Kaffeebett zu ebnen.
  4. Zweiten Filter auflegen: Einen zweiten Papierfilter oben auf das Kaffeemehl legen.
  5. Tampen mit dem Kolben: Den Gummikolben (Plunger) vorsichtig auf den oberen Filter setzen. Durch das Eindrücken wird der Filter in die Kammer gefaltet und der Kaffee gleichzeitig angetampt (festgedrückt).
    • Hinweis: Der Kolben sollte langsam und gleichmäßig bis zum Boden gedrückt werden, um den Puck nicht zu stören.
  6. Kolben entfernen: Zum Herausziehen den Kolben vorsichtig drehen und langsam anheben, um das Vakuum zu lösen. Der obere Filter bleibt zunächst am Kolben hängen und muss dann wieder in die Kammer geschoben werden (z.B. mit dem Aeropress-Rührstab).
  7. Wasser aufgießen: 150 g Wasser (93°C) vorsichtig auf den oberen Filter gießen. Die Wassersäule bleibt klar, da der Filter das Kaffeebett schützt.
    • Wichtig bei sehr frischem Kaffee: Die CO2-Freisetzung kann den oberen Filter anheben. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Wassertemperatur zu senken (z.B. auf 70°C) oder einen schwereren (z.B. 3D-gedruckten) Filteraufsatz zu verwenden, auch wenn Lance dies vermeiden möchte.
  8. Percolieren: Nun den Kolben wieder einsetzen und sehr langsam und gleichmäßig durch den Puck drücken. Ein langsamer Druck erhält die Klarheit des Endprodukts.
Geschmack und Ergebnisse

Lance vergleicht seine Methode (15 g / 150 g Wasser) direkt mit einer OXO Rapid Brewer (22 g / 220 g Wasser) bei identischem Mahlgrad und Temperatur:

  • TDS-Messung: Beide Getränke hatten nahezu identische TDS-Werte (1,79 und 1,81), was auf eine ähnliche Extraktionseffizienz hindeutet.
  • Blindverkostung: Im Geschmack waren die beiden Getränke kaum zu unterscheiden. Lance bevorzugte das Aroma der Aeropress-Version minimal.
  • Fazit: Die Methode ist eine echte Alternative für Besitzer einer Aeropress, die keinen speziellen Brüher (wie die OXO) besitzen, aber dennoch einen klaren, perkolationsbasierten Kaffee ("Soup"/"Zupa") genießen möchten.
Fehlerbehebung: Was passiert, wenn der Filter sich löst?
  • Sollte der obere Filter während des Gießens aufschwimmen, kommt es zu einer Vermischung von Immersion und Perkolation.
  • Das Ergebnis ist ein trüberes Getränk mit mehr Körper, aber weniger Klarheit – ähnlich einer normalen Aeropress-Zubereitung. Der Geschmack ist zwar nicht ruiniert, aber nicht das gewünschte "Zupalonga"-Profil.
Tipps für den optimalen Genuss
  • Kaffee: Gut abgelagerter Kaffee (nicht zu frisch) ist ideal, da er weniger CO2 freisetzt und der Filter stabil bleibt.
  • Verhältnis: Das empfohlene Verhältnis ist 1:10 (15 g Kaffee : 150 g Wasser), aber je nach gewünschter Stärke kann das Verhältnis auf 1:3 bis 1:13 angepasst werden.
  • Temperatur: 93°C ist ein guter Startpunkt. Bei sehr frischem Kaffee oder sich lösenden Filtern auf 70-80°C reduzieren.
  • Druck: Ein gleichmäßiger, langsamer Druck ist der Schlüssel zu Klarheit und kontrollierter Extraktion.
Der neue Mittelklasse-Standard? Hibrew G64 Plus im Test
Lance Hedrick|01. Juni

Der neue Mittelklasse-Standard? Hibrew G64 Plus im Test

Hibrew G64 Plus – Review von Lance Hedrick

Einleitung

Lance Hedrick testet den neuen Hibrew G64 Plus, ein 64-mm-Flachbettmahlwerk mit Brushless-DC-Motor, variabler Drehzahl und Vollmetallkonstruktion. Es ist der erste Vorstoß von Hibrew in die gehobene Mittelklasse.

Preis & Verfügbarkeit
  • Kickstarter-Preis: ca. 399 $
  • Angestrebter MSRP: 499 $
  • US-Website aktuell: 599 $ – Kritik an inkonsistenter Preisgestaltung.
Bauqualität & Verarbeitung
  • Sehr schwer: 7–8 kg (schwerer als Timemore 064S)
  • Dosing Cup mit 255 g, sehr massiv
  • Portafilter-Gabel nicht höhenverstellbar; viele gängige 58 mm-Siebe (z. B. Marzocco, Meticulous, Kafatek) passen nicht – nur Weber und Pado sitzen ordentlich.
  • Abnehmbarer Auswurfschacht aus Aluminium mit Plastikbeschichtung innen zur Statikreduzierung
  • Doppel-Ionisationssystem für sauberen Mahlgut-Auswurf
Motor & Mahlwerk
  • Brushless DC: 380 W, sehr leise, stufenlose Drehzahl 600–1.600 RPM
  • Basis-Modell hat nur drei feste Stufen (1.200/1.400/1.600 RPM)
  • Werkzeugloser Zugriff auf die Mahlwerke – einfache Reinigung und Wechsel
  • Titanbeschichtete Standard-Burrs (goldfarben), solide Geometrie, eher für dunkle Röstungen
  • Alignment gut (Markertest), aber bei Fremd-Burrs (z. B. SSP) kann der Einstellbereich durch Sicherheitsschaltung eingeschränkt sein
  • Shim-System für Höhenanpassung enthalten
Retention & Workflow
  • Retention unter 0,1 g, auch ohne Bälge
  • Bälge liegen bei, wurden aber vom Tester verlegt
  • Timer schaltet nach einer Weile ab
Mahlqualität & Geschmack
  • Standard-Burrs: voluminöse, schokoladige Espressi, wenig Klarheit, gut für dunkle Röstungen
  • SSP Multi-Purpose: hervorragend für Filterkaffee
  • Hellste Röstungen – kein Stalling bei 600 RPM
Vergleich mit Konkurrenz
  • Besser als DF64, Shardor 64, Niche Zero
  • Timemore 064S bleibt bei diesem Preis der Favorit (flexibler, bessere Workflow, geschmacklich leicht überlegen)
  • G64 Plus wäre bei einem Preis von 450–500 $ eine starke Alternative; bei 600 $ ist die Konkurrenz zu stark
  • Generation 2 des Timemore 064S wird den Abstand noch vergrößern
Fazit

Ein gut verarbeiteter Mahlwerkzeug mit solider Basis, aber die Preispolitik und einige Detailmängel (Portafilter-Kompatibilität, fehlende Nullpunktverstellung) verhindern eine klare Kaufempfehlung. Wer den günstigeren Kickstarter-Preis ergattern kann, bekommt ein sehr gutes Gerät – zum aktuellen UVP ist der Timemore 064S die bessere Wahl.

Wichtigste Botschaft: „Spar beim Mahlwerk nicht, aber wenn das Budget knapp ist, liefert der G64 Plus trotzdem gute Ergebnisse.“

Fake-Siebe: Wir verstehen sie, aber sie lösen das falsche Problem
Kaffeemacher|30. Mai

Fake-Siebe: Wir verstehen sie, aber sie lösen das falsche Problem

Problemstellung
  • Viele Besitzer von günstigen Espressomaschinen (z.B. Delonghi Dedica, KitchenAid Design) haben Probleme mit der Crema oder dem Geschmack.
  • Entweder: schöne Crema, aber schlechter Geschmack – oder kein Crema, aber akzeptabler Geschmack.
Was macht guten Espresso aus?
  • Frische des Kaffees: 2–3 Wochen nach der Röstung ideal, maximal 4 Monate. Frische zeigt sich in einer stabilen Crema.
  • Mahlgrad: Kein universeller Espresso-Mahlgrad – er muss auf die Kombination von Mühle und Maschine abgestimmt sein.
  • Vorgemahlener Kaffee hat fast immer den falschen Mahlgrad und altert schneller, sodass er nicht genug Widerstand im Kaffeekuchen aufbaut.
Die „Fake-Siebe“ (Drucksiebe / doppelwandige Siebe)
  • Diese Siebe erzeugen künstlich Druck und Crema, indem sie einen Engpass nach der Extraktion schaffen (zweite Wand mit Mini-Loch).
  • Die entstehende Crema ist sprudelig und luftig – nicht die feine, dichte Crema aus frischem Kaffee.
  • Sie kaschieren die eigentlichen Probleme: falscher Mahlgrad oder alter Kaffee.
Konsequenzen beim Wechsel zu einem einwandigen Sieb
  • Ohne das Drucksieb gibt es keine künstliche Crema mehr.
  • Vorgemahlener oder alter Kaffee läuft dann extrem schnell durch („pletschert“).
  • Selbst frisch gemahlener Kaffee kann Probleme machen, wenn die Mühle nicht fein genug mahlen kann.
Die richtige Lösung
  • Schritt 1: Wechsel zu einem einwandigen Sieb (z.B. spezieller Siebträger für die Dedica).
  • Schritt 2: Eine gute Mühle kaufen – auch eine solide Handmühle reicht, um fein genug zu mahlen.
  • Schritt 3: Frischen Kaffee verwenden und den Mahlgrad individuell anpassen.
Wichtige Erkenntnis
  • Crema ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Zeichen für Frische und passenden Mahlgrad.
  • Der größte Qualitätssprung kommt vom frischen Mahlen und dem richtigen Mahlgrad – nicht von der Maschine.
Dieses Video verdient deine Aufmerksamkeit: Die absurde Geschichte der Arabica
Lance Hedrick|28. Mai

Dieses Video verdient deine Aufmerksamkeit: Die absurde Geschichte der Arabica

🧬 Die genetische Herkunft der Arabica
  • Ein genetischer Unfall: Arabica (Coffea arabica) ist eine Hybridart, die vor 10.000 bis zu einer Million Jahren durch die Kreuzung von Coffea canephora (Robusta) und Coffea eugenioides entstanden ist. Dies erklärt, warum Arabica mit 44 Chromosomen die doppelte Anzahl der meisten anderen Kaffeearten (22) hat.
  • Ursprung und Verbreitung: Die Wiege der Arabica liegt im südwestlichen Äthiopien und Teilen des Südsudans. Von dort gelangte sie im 15. Jahrhundert in den Jemen, der als entscheidender genetischer Filter fungierte.
🌍 Der Filter Jemen und die globale Expansion
  • Genetischer Flaschenhals: Der gesamte weltweit konsumierte Arabica-Kaffee stammt von einer sehr kleinen genetischen Auswahl ab, die aus Äthiopien in den Jemen gelangte. Der Jemen schützte sein Monopol, indem Samen vor dem Export oft geröstet oder gekocht wurden, um sie keimunfähig zu machen.
  • Die wichtigsten Abstammungslinien: Aus diesem Filter entstanden die global dominanten genetischen Gruppen:
    • Typica: Gelangte über Java (durch Niederländer) in die Karibik und nach Mittel- und Südamerika.
    • Bourbon: Von französischen Missionaren auf die Insel Bourbon (heute Réunion) gebracht und später nach Brasilien eingeführt. Bourbon und seine Mutationen (z. B. Caturra) wurden zur dominierenden Sorte in Mittel- und Südamerika.
    • Ethiopian Legacy & New Yemenes: Diese Gruppen blieben zunächst weniger beachtet, sind aber heute eine wichtige Quelle genetischer Vielfalt.
🚨 Die Krise und die Rettung durch Vielfalt
  • Monokultur und Kaffeerost: Im 19. Jahrhundert führte die globale Monokultur auf Basis weniger Typica/Bourbon-Varietäten zu einer verheerenden Verwundbarkeit. Der Kaffeerost (Hemileia vastatrix) vernichtete ganze Plantagen, z. B. in Sri Lanka.
  • Die Rückkehr der Robusta: Als widerstandsfähigere Art gewann Robusta (Canephora) an Bedeutung, um die Produktion zu sichern.
  • Hybridisierung als Lösung: Man begann, Arabica mit Robusta zu kreuzen, um Resistenzgene einzubringen. Der Timor-Hybrid (eine natürliche Kreuzung) und seine Nachkommen (z. B. Catimor, Castillo) sind Beispiele für diese Strategie, die widerstandsfähigere und dennoch qualitativ hochwertige Sorten hervorbrachte.
✨ Die Wiederentdeckung der äthiopischen Schätze
  • Das Fenster weitet sich: Seit etwa 1950 werden systematisch wilde und lokale Kaffeesorten (Landraces) aus Äthiopien gesammelt und in Forschungszentren wie CATIE (Costa Rica) gelagert und untersucht.
  • Die neuen Stars des Specialty Coffees: Diese direkten Einfuhren aus Äthiopien, nicht mehr gefiltert durch den Jemen, haben die Kaffeequalität revolutioniert.
    • Geisha (Gesha): Eine äthiopische Sorte, die in Panama kultiviert wurde und für ihre außergewöhnliche aromatische Komplexität bekannt ist.
    • Weitere Entdeckungen: Sorten wie Chiroso, Wush Wush oder fälschlicherweise als „Pink Bourbon“ bezeichnete Kaffees entpuppen sich genetisch als direkte äthiopische Landrassen.
  • Genetische Verwirrung: Moderne DNA-Analysen klären auf, dass viele bekannte Sorten (z. B. SL28, SL34) nicht den angenommenen Ursprung haben. SL28 entstammt der Typica/Bourbon-Linie, während SL34 zur Ethiopian-Legacy-Gruppe gehört. Diese Erkenntnisse verändern das Verständnis der Kaffee-Genetik grundlegend.
🌱 Fazit: Ein neues goldenes Zeitalter
  • Die unwahrscheinlichste Geschichte: Arabica ist ein relativer Neuling, ein Hybrid mit eingeschränkter genetischer Vielfalt, der trotz aller Widrigkeiten zur weltweit dominierenden Kaffeeart wurde.
  • Die Zukunft des Kaffees: Der Schlüssel zu höherer Qualität und Resilienz liegt in der Wiederentdeckung und Nutzung der ursprünglichen genetischen Vielfalt Äthiopiens. Die gezielte Einführung dieser Diversität in neue Anbaugebiete kombiniert die besten Aromen mit lokalen Wachstumsbedingungen und führt zu einem noch nie dagewesenen Qualitätssprung.

Dieser Text fasst die Kernaussagen des Videos zusammen und basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Kaffeegenetik, insbesondere der Arbeit von Dr. Christophe Montagnon und dem World Coffee Research Programm.

Brasilien Kaffeereise 2026: APAS, Farmers Coffee & was wir gelernt haben
Kaffeemacher|23. Mai

Brasilien Kaffeereise 2026: APAS, Farmers Coffee & was wir gelernt haben

🌍 Kaffeereise durch Brasilien: Von APAS bis Farmers Coffee

Dieses Video dokumentiert eine intensive Reise durch die Kaffeeregionen Brasiliens (Minas Gerais, Espírito Santo). Im Fokus stehen Beziehungsarbeit, Qualitätsentwicklung und die Vielfalt brasilianischer Kaffees.

🚜 Stationen und Highlights

  • APAS (Kooperative): Besuch bei der Bio-Kooperative, die 60 Mitglieder vereint. Eigene Produktion von Fungiziden aus Pilzkulturen – Unabhängigkeit vom Weltmarkt. Wichtige Gespräche über Transparenz und gegenseitige Abhängigkeit.
  • Farm von Marcia (Brunos Mutter): Eine der ersten Bio-Pionierinnen der Region. Zwischenkulturen (Mais, Blumen, Gras) fördern Biodiversität. Eigenproduktion von Biodünger.
  • Copervas Labor: Sortierung und Qualitätskontrolle. 500 Container Kaffee – nur 100 für Export, der Rest bleibt im lokalen Markt (wichtiges Learning!).
  • Farmers Coffee: Junges, dynamisches Team (Gründer unter 30). Sie bauen Arabica und Robusta (Conilon) an. Fokus auf Präzisionslandwirtschaft, Sensorik und langfristige Partnerschaft.
  • Familie Homuo: 50% des Arabica für den Kompadre Blend. Extreme Biodiversität: Bananen, Avocados, Beeren, Kaffee. Handarbeit und manuelle Düngung.

🔑 Wichtige Erkenntnisse

  • Brasilien ist nicht gleich Brasilien: Riesige regionale Unterschiede in Anbaumethoden, Klima und Geschmack. Nussig-schokoladig ist nur ein Klischee.
  • Beziehung vor Transaktion: Persönliche Besuche sind unersetzlich – WhatsApp und Calls reichen nicht für tiefe Partnerschaften.
  • Sprachbarriere: Portugiesischkenntnisse sind essenziell (Ziel: A1). Verluste in der Kommunikation vermeiden.
  • Lokaler Markt boomt: Nur 12–15% des Kaffees werden exportiert – Brasilien selbst ist größter Kaffeetrinker.
  • Herausforderungen: Steigende Löhne (Pflücker bis 50 $/Tag), Bodenpreise (45.000 $/ha), Konkurrenz durch Robusta (höherer Ertrag).

📌 Fazit

Die Reise bestätigt: Coffee is people business. Authentische Begegnungen vor Ort schaffen Vertrauen und Innovation – für bessere Kaffees und nachhaltige Partnerschaften.

Es ist Zeit, das zuzugeben
Lance Hedrick|22. Mai

Es ist Zeit, das zuzugeben

Zeit für ein Eingeständnis in der Kaffeewelt

Der Kaffee-Experte Lance Hedrick räumt in diesem Video ein, dass die Spezialitätenkaffee-Szene das Getränk unnötig verkompliziert hat. Er fordert eine Rückbesinnung auf den Genuss.

Die Entwicklung der Kaffeezubereitung

  • Früher (1950er/60er): Optimaler Bereich war 1,15-1,35% TDS bei 18-22% Extraktion.
  • Hoch-Extraktions-Craze: Fokus auf maximale Extraktion ohne Bitterkeit – erforderte teure Mühlen ($2.000+).
  • Kälteextraktion: Verwendung von gefrorenen Bohnen, um Aromen zu erhalten; Fokus auf niedrigere Extraktion (16-18%) und sogar „Suppe“ (8-12%).
  • Wasserchemie: Extreme Kontrolle jedes einzelnen Kations (z. B. Magnesiumchlorid vs. -sulfat) für optimale Ergebnisse.

Die Kehrseite des Wissenschafts- und Ausrüstungsfetischs

  • Kaffee wurde zur Hausaufgabe: Man braucht angeblich ein Refraktometer, ein genaues Thermometer und teure Mühlen.
  • Gear Acquisition Syndrome (GAS) und FOMO: Angst, etwas zu verpassen, wenn man nicht die neueste Ausrüstung (z. B. 80mm SSP-Mahlwerke) hat.
  • Die Wirkung von Wasser wird überhöht dargestellt: Solange man anständiges Wasser und eine gute Basisausrüstung hat, sind kleine Anpassungen marginal.
  • Kaffee-Experten (inkl. ihm selbst) sind Teil des Problems, da sie oft Produkte verkaufen oder Effekte übertreiben.

Der Weg zurück zum Genuss

  • Wissen steigert den Genuss, ersetzt ihn nicht! Die Jagd nach Daten (p-Werte, statistische Signifikanz) kann vom eigentlichen Ziel ablenken.
  • Intimidation der Anfänger: Viele werden durch die Komplexität abgeschreckt, bevor sie die erste Tasse genießen können.
  • Die Neugier, die die Branche weitergebracht hat, darf nicht in reine Stress-Brüherei umschlagen.
  • Kernbotschaft: "Chase taste, not numbers!" Einfach eine gute Tasse Kaffee kochen, die man genießt – mit guter Bohne und Grundwissen – ist das Ziel.
Fazit

Der Kanal wird weiterhin tief in die Materie einsteigen, aber die Kontext klarstellen: Die Wissenschaft ist ein Werkzeug, nicht das Fundament. Das Fundament bleibt der Genuss einer hervorragenden Tasse Kaffee.

Ein leckeres Eiskaffee-Rezept, das du diesen Sommer machen solltest
Morgan Eckroth|22. Mai

Ein leckeres Eiskaffee-Rezept, das du diesen Sommer machen solltest

Zwei einfache Methoden für erfrischenden Eiskaffee im Sommer

In diesem Video zeigt Morgan zwei beliebte Methoden zur Zubereitung von Flash Brew (auch Eiskaffee genannt) – eine helle, fruchtige Alternative zu Cold Brew.

Methode 1: Pour-Over direkt auf Eis

  • Benötigt: Pour-Over-Brüher (z.B. Hario V60), Filter, Karaffe, Waage, heißes Wasser (ca. 96°C), Eis aus gefiltertem Wasser, 20 g Kaffee (hell geröstet, mittelfein gemahlen).
  • Verhältnis: 1:15 (Kaffee zu Gesamtwasser), davon 40 % als Eis (120 g Eis, 180 g heiße Brühwasser).
  • Ablauf:
    • Filter vorwärmen, 120 g Eis in die Karaffe geben.
    • Kaffee in den Filter geben, mit 50 g Wasser 40 Sekunden blühen lassen.
    • Dann restliche 130 g Wasser in spiralförmigen Bewegungen aufgießen.
    • Ziel: Durchlaufzeit ca. 3 Minuten.
  • Ergebnis: Saftiger, klarer Eiskaffee mit erhaltener Säure und Fruchtnoten.

Methode 2: Heißbrühe + Hyperchiller

  • Benötigt: Pour-Over-Set, Hyperchiller (vorgekühlter Doppelwand-Behälter), Eiswürfel im Glas.
  • Verhältnis: Beliebig (z.B. 1:15,5: 16 g Kaffee auf 250 g Wasser bei 96°C).
  • Ablauf:
    • Normale Pour-Over-Zubereitung (z.B. 3 Aufgüsse: 50 g Blüte 30 s, dann zweimal 100 g).
    • Heißen Kaffee direkt in den Hyperchiller gießen, kurz schwenken, dann über Eis servieren.
  • Vorteil: Kein Verlust von Aromen durch Oxidation – der Kaffee bleibt komplex und frisch.

Fazit

Beide Methoden liefern schnell einen köstlichen, erfrischenden Eiskaffee, der die feinen Nuancen heller Röstungen bewahrt. Perfekt für heiße Tage!

Wendougee: Der interessanteste Hersteller in China?
James Hoffmann|21. Mai

Wendougee: Der interessanteste Hersteller in China?

Die Marke Wendougee im Kaffeekosmos

Der Tester betrachtet Wendougee als einen aufstrebenden chinesischen Hersteller, der sich von einem Nachahmer zu einem potenziellen Innovationsführer entwickeln könnte. Er sieht Parallelen zu anderen chinesischen Marken wie Timemore und Bookoo, die ebenfalls hochwertige Produkte anbieten und sowohl den lokalen als auch den internationalen Markt erobern.

Der Wendougee LITA Espressomaschine (ca. 2.000 €)
  • Design & Verarbeitung: Kompakte, tablet-gesteuerte Dualboilermaschine mit Druck- und Durchflussprofilierung. Das Design erinnert stark an die Decent-Maschine. Die Materialwahl ist jedoch uneinheitlich: massive Metallteile treffen auf günstig wirkende Kunststoffelemente, besonders am Abtropfgitter und den Tasten. Der einzige physische Knopf (für Dampf) fühlt sich etwas billig an.
  • Bedienung: Das Herzstück ist ein Tablet (nicht im Lieferumfang enthalten) oder ein Smartphone mit einer App. Die App bietet sowohl einen "Easy-Modus" für einfache Profile als auch einen "Profi-Modus" für tiefgehende Einstellungen. Die Software war im Test zeitweise fehleranfällig und die Menüführung (langes, kurzes, doppeltes Drücken) ist gewöhnungsbedürftig.
  • Leistung & Features: Als Dualboiler mit saturiertem Gruppenkopf liefert sie stabile Temperaturen, braucht aber ein paar Vorspülungen, um die Zieltemperatur zu erreichen. Die Druckprofile sind präzise einstellbar und die Maschine kann mit einer kompatiblen Waage (z.B. Bookoo) brühen, um ein konstantes Gewicht im Cup zu erreichen.
  • Vernetzung & Community: Die Maschine kann mit dem Milo Play Grinder kommunizieren und Profile zwischen beiden Geräten teilen. Eine integrierte Social-Media-Funktion ("Community Tab") kann jedoch nicht mit der aktiven und engagierten Community von Decent mithalten.
  • Fazit: Die LITA ist eine technisch fähige Maschine, die guten Espresso zubereiten kann. Sie unterliegt jedoch in der Verarbeitungsqualität und Software-Reife noch der Decent. Das große Plus ist der aggressive Preis für die gebotene Technik.
Die Wendougee Milo Play Kaffeemühle (ca. 1.000 €)
  • Innovation trifft auf Frustration: Die Mühle hat eine 64-mm-Scheibenmahlwerk und variable Drehzahl. Das revolutionäre Feature ist die digitale Mikrometer-Einstellung des Mahlspalts, die sich in 1-Micron-Schritten per Knopfdruck präzise und wiederholbar einstellen lässt. Man kann Profile speichern (z.B. „A: Espresso, 140 Microns") und zwischen ihnen wechseln.
  • Verarbeitung & Haptik: Auch hier zeigt sich ein Widerspruch. Das Gehäuse ist teils aus Metall, teils aus billigem Kunststoff. Ein Dauerstrom von 7 Watt erwärmt den Motor ständig leicht, was sich seltsam anfühlt.
  • Schwächen: Die Mühle leidet unter hohem Retention (Schwankungen bis 0,5 g), was bei modernen Mühlen unüblich ist. Ein Nachmahlproblem durch einen zu starren Klumpenbrecher erzeugt übermäßig viele Feinanteile und erwärmt das Mahlgut. Der Mechanismus zum Ausklopfen ist unpraktisch und verschmutzt schnell.
  • Fazit: Die Mühle ist ein Paradebeispiel für Wendougees Potenzial: Sie löst ein schwieriges technisches Problem (digitale Mahlspalt-Einstellung) brillant, scheitert aber an einfacheren, längst gelösten Herausforderungen (Retention, Verarbeitung). Der Tester ist überzeugt, dass diese Mängel in naher Zukunft behoben werden können, da sie technisch nicht komplex sind.
Gesamteindruck und Zukunftsausblick

Der Tester sieht Wendougee als einen sehr interessanten Hersteller, der das Zeug hat, die Kaffeewelt zu verändern. Die Kombination aus innovativen Ideen (digitale Mikrometer-Mühle) und den günstigen Preisen ist beeindruckend. Jedoch zeigen die Produkte auch typische Anlaufschwierigkeiten: eine inkonsistente Materialqualität, Software-Bugs und unnötige konstruktive Schwächen.

Wendougee hat eine große Produktionskapazität (ca. 5.000 Maschinen/Monat) und einen starken Heimatmarkt. Wenn sie es schaffen, ihre Produkte durch engagiertes User-Feedback und schnelle Iterationen zu verbessern, könnten sie zu ernstzunehmenden Konkurrenten für etablierte Marken wie Decent werden. Der Tester wird die Entwicklung der Firma aufmerksam verfolgen.

Lelit Mara X3 Espressomaschine - Alles Wichtige in 8 Minuten
Kaffeemacher|19. Mai

Lelit Mara X3 Espressomaschine - Alles Wichtige in 8 Minuten

Lelit Mara X3 Espressomaschine – Zusammenfassung der Kurzversion

Die Lelit Mara X3 ist ein Zweikreiser mit integrierter Fließgeschwindigkeitskontrolle und gilt laut Tester als einer der besten Zweikreiser auf dem Markt. Diese Kurzversion fasst die wichtigsten Punkte aus einem ausführlichen Test zusammen.

🌡️ Temperaturmanagement & Brühmodus

  • Die Maschine benötigt etwa 24 Minuten, um die korrekte Brühtemperatur zu erreichen.
  • Ein besonderes Feature ist der Brühmodus, der die Kesseltemperatur anhand der Brühtemperatur regelt.
  • Bei schneller Folge mehrerer Bezüge fällt die Temperatur leicht ab. Mit 2–4 Minuten Wartezeit zwischen den Bezügen bleibt die Temperatur jedoch stabil.
  • Die ersten zwei Bezüge liegen immer im optimalen Temperaturbereich.

⚙️ Fließgeschwindigkeitskontrolle

Das große Highlight der X3 ist der kleine Hebel zur manuellen Steuerung der Fließgeschwindigkeit:

  • Volle Flussrate: 6 ml/s (Position „3 Uhr“)
  • Bei „12 Uhr“: ca. 5 ml/s
  • Bei „9 Uhr“: ca. 2,5–3 ml/s
  • Empfohlene Startposition: 10 Uhr (ca. 3,5–4 ml/s) für eine sanfte Vorbenetzung (9–10 Sekunden)
  • Vorteile: Bessere Vorbenetzung, mehr Kontrolle über Extraktion, Möglichkeit zur Rettung schlecht gemahlener Kaffees. Selbst nachträgliche Anpassungen verbessern den Geschmack.

Milchschaum & Bedienung

  • Die Maschine bietet eine exzellente Schaumperformance, auch im Brühmodus.
  • Anfängerfreundlich: Gute Verwirbelung, große Bläschen lösen sich leicht, Milch heizt nicht zu schnell auf.
  • Intuitive Bedienung, große Tropfschale, leicht lösbarer Wassertank.
  • Kein Schnickschnack – kein integrierter Shot-Timer (dieser wird aber meist über die Waage abgedeckt).

🛠️ Verarbeitung & Zubehör

  • Hochwertige Verarbeitung, besonders bei den lackierten Varianten (stabiler, stumpfere Kanten).
  • Holzgriffe und Siebträger aus Holz verleihen der Maschine einen edlen Touch.
  • Der mitgelieferte Tamper ist sehr bündig und wertig.
  • Die Maschine ist auch optisch ein Hingucker.

🔄 Fazit

Die Lelit Mara X3 bietet mit ihrer einzigartigen Fließgeschwindigkeitskontrolle für einen Zweikreiser ein außergewöhnliches Maß an Kontrolle. Sie ist sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Nutzer geeignet und überzeugt durch hochwertige Verarbeitung, guten Dampf und ein durchdachtes Temperaturmanagement. Für detailliertere Informationen wird auf das ausführliche Testvideo verwiesen.

Coffeejack V2: Haben sie sich rehabilitiert? (+ Ein V1-DISASTER)
Lance Hedrick|18. Mai

Coffeejack V2: Haben sie sich rehabilitiert? (+ Ein V1-DISASTER)

Coffeejack V2: Hat sich das Unternehmen rehabilitiert? (+ V1-Disaster)

Lance Hedrick testet den Coffeejack V2, einen manuellen Espressobereiter mit Planetengetriebe. Das Gerät wiegt ca. 1,4 kg und ist extrem robust. Er vergleicht es mit seinem katastrophalen Vorgänger, dem Coffeejack V1, und prüft, ob die versprochenen Verbesserungen halten.

Aufbau und Design

  • Der V2 kommt ohne hydraulischen Wagenheber, stattdessen wird über ein Planetengetriebe ein Kolben bewegt.
  • Gehäuse aus massivem Edelstahl, kein Mikroplastik im Wasserweg.
  • Gewicht von ca. 1,4 kg macht den V2 zu einem schweren, aber stabilen Begleiter, weniger für den Rucksack geeignet.
  • Nutzt einen 54-mm-Siebträger. Es gibt einen Adapter für den Stand, der vom V1 übernommen wurde.

Aufheizen und Temperatur

  • Vorheizen ist zwingend erforderlich. Ohne Vorheizen werden nur ca. 70 °C erreicht.
  • Empfohlen wird ein Vorheizen mit heißem Wasser (ca. 30 Sekunden).
  • Nach einmaligem Vorheizen werden ca. 85-88 °C erreicht – gut für dunkle und mittlere Röstungen.
  • Mit kochendem Wasser aus einem richtigen Wasserkocher (rollende Koche) sind bis zu 91 °C möglich.
  • Ein großer Vorteil: Durch die Bottom-up-Befüllung entsteht kein Luftspalt zwischen Kolben und Wasser.

Brühvorgang und Workflow

  • Der Brühvorgang erfolgt von unten nach oben: Siebträger nach unten, Wasser einfüllen, dann umdrehen.
  • Der Anwender erzeugt den Druck durch Drehen des Griffs. Der Druck lässt sich variieren, aber konstant halten ist schwieriger als bei einem Hebel.
  • Die Planetengetriebe sorgen für eine gleichmäßige Kraftübertragung ohne Pumpstöße.
  • Das Gerät macht anfangs ein quietschendes Geräusch, das sich aber nach ca. 100 Bezügen geben sollte.
  • Die Maschine hat eine maximale Wasserkapazität von 90 ml, was für Standardbezüge (z. B. 18 g Kaffee zu 36 g Espresso) ausreicht.
  • Der Workflow erfordert einiges an Sauberkeit, da die Silikondichtung leicht Schmutz anzieht.

Preis und Alternativen

  • Der Coffeejack V2 kostet ca. £198 (ca. $250, UVP) oder war auf Kickstarter günstiger.
  • Lance betont, dass man mit günstigeren Geräten wie der Flair Neo (36 % günstiger) oder dem Cafelat Robot (ähnlicher Preis) ebenfalls sehr gute Ergebnisse erzielen kann.
  • Der V2 ist clever konstruiert, aber der Workflow und das Gewicht sind nicht für jeden ideal.

Der V1: Ein Disaster

  • Der V1 war ein hydraulischer Pressstempel und eine der größten Kickstarter-Enttäuschungen (ca. 1,8 Mio. £ eingesammelt).
  • Er besteht zu großen Teilen aus Plastik, mit einer Glass-Kammer, die extrem bruchanfällig ist.
  • Die Konstruktion des Siebträgers führt zu Kanalbildung im Kaffee, da das Wasser im Zentrum konzentriert wird.
  • Der V1 ist schwer zu bedienen, unpraktisch und wird von Lance als Nicht-Kauf empfohlen.
  • Während des Tests zerbricht die Glaskammer des V1, was die Anfälligkeit unterstreicht.

Fazit: Der Coffeejack V2 ist ein massiver Fortschritt gegenüber dem V1. Er macht guten Espresso, ist aber schwer und erfordert Übung in der Handhabung. Für den Preis gibt es bessere Alternativen. Der V1 ist ein klares No-Go.


Hinweis: Dies ist eine gekürzte und strukturierte Zusammenfassung des Originaltranskripts.

Lelit Mara X3 im Test: Zweikreiser mit Flow Control für 1.699 Euro
Kaffeemacher|16. Mai

Lelit Mara X3 im Test: Zweikreiser mit Flow Control für 1.699 Euro

Lelit Mara X3: Flow Control trifft auf Klassiker

Die Lelit Mara X3 ist ein Update der beliebten Zweikreiser-Espressomaschine von Lelit. Der große Clou ist der neue Holzhebel zur manuellen Flusskontrolle (Flow Profiling), der es erlaubt, den Brühvorgang aktiv zu gestalten – z. B. durch eine Vorbenetzung des Kaffeemehls.

Was ist neu?

  • Flow Control über die Pumpe: Statt eines Nadelventils wird die Vibrationspumpe direkt gedrosselt. Das Ergebnis: eine sanfte, gleichmäßige Flussreduzierung (z. B. 3 ml/s für die Vorbenetzung, dann hoch auf 6 ml/s).
  • Hochwertigeres Zubehör: Edler Holz-Siebträger und -Tamper, hochwertige Siebe (IMS), Tropfschale mit 700 ml.
  • Optik: Lackierte Gehäusevarianten (Weiß, Schwarz, Gold) wirken wertiger und stabiler als unlackierte Modelle.

Stärken

  • Einzigartiges Preisleistungsverhältnis: Für rund 1.650 € (UVP) die günstigste Maschine mit manueller Flow Control im Zweikreiser-Segment.
  • Hervorragende Espresso-Qualität: Mit der Flow Control lassen sich säurebetonte oder körpereichere Profile einstellen – reproduzierbar.
  • Leise: Dank der speziellen Pumpenansteuerung nur ca. 50 dB bei der Vorbenetzung und maximal 61 dB.
  • Dampf: Sehr angenehme, langsame Erhitzung – ideal für Anfänger, um perfekt zu schäumen.

Schwächen

  • Temperaturstabilität: Typisch für Zweikreiser – die Temperatur fällt bei mehreren Bezügen hintereinander spürbar ab. Erster Bezug bei ~94 °C, zweiter bei ~92 °C, ab dem dritten unter 90 °C. Für Partys oder Catering ungeeignet.
  • Lange Aufheizzeit: Knapp 24 Minuten, bis die Maschine betriebsbereit ist.
  • Keine Volumetrik/Shot-Timer: Der Bezug muss manuell gestartet und gestoppt werden – kein Display, keine Speichermöglichkeit.
  • Wasserfilter: Der mitgelieferte Filter ist für Kaffee kontraproduktiv (Entsalzung statt Entkarbonisierung). Besser auf einen Britta- oder BWT-Filter umsteigen.

Fazit

Die Mara X3 ist eine perfekte Einstiegsmaschine für Kaffeebegeisterte, die manuelles Flow Profiling erlernen wollen, ohne gleich 2.000 €+ auszugeben. Wer Wert auf Temperaturkonstanz, kurze Aufheizzeit und Volumetrik legt, sollte zur Profitec Pro 300 oder Lelit Bianca (Dual Boiler) greifen.

Bewertungsübersicht (10 = Bestwert)

  • Espressopotenzial: 9
  • Temperaturstabilität: 4
  • Dampfqualität: 8
  • Verarbeitung: 7
  • Zubehör: 8,5
  • Bedienbarkeit: 7
  • Lautstärke: 8

Gesamteindruck: Eine tolle, kreative Espressomaschine für Fokusierte – aber kein Arbeitstier für hohe Durchsätze.

Das beste Espresso-Setup unter 500€… für DICH
Lance Hedrick|13. Mai

Das beste Espresso-Setup unter 500€… für DICH

Espresso-Setups unter 500€: Die 5 besten Optionen für jeden Typ

Lance Hedrick präsentiert fünf verschiedene Espresso-Setups unter 500€, da es nicht die eine perfekte Kombination für alle gibt. Die Wahl hängt von den individuellen Vorlieben ab: Automatisierung, Budget, Bastelspaß, Langlebigkeit oder einfache Bedienung.

1️⃣ Automatisierter & alltagstauglicher Aufbau

  • Espressomaschine: Breville (Sage) Bambino (ca. 280-350€) – ThermoJet-Heizung (3 Sekunden), 54 mm Siebträger, eingebaute Vorbrühung, gute Dampfdüse. Erweiterbar mit Bodenlosem Siebträger, Gaggiuino-Mod oder Dimmer-Mod.
  • Mühle (zwei Optionen, je ca. 200€):
    • Baratza Encore ESP – solide Espresso- und Filterkaffee-Qualität, M2-Mahlwerk.
    • Fellow Opus Gen 2 – moderneres Mahlwerk, Antistatik-Technologie (kaum Retention), gut für Filterkaffee.

2️⃣ Günstige Option (ca. 200-250€ gesamt)

  • Espressomaschine: De'Longhi Stilosa oder ECP 3420 (80-150€) – Edelstahl-Einkreiser, günstig, gut reparierbar, erweiterbar (z.B. Gaggiuino-Mod). Bietet gute Kaffeequalität für den Preis.
  • Mühle: Kingrinder P0 (ca. 40€) für absolute Sparsamkeit ODER Baratza Encore ESP / Fellow Opus Gen 2 (für mehr Komfort).

3️⃣ DIY-Bastler-Setup (gebraucht & modifiziert)

  • Espressomaschine: Gebrauchte Gaggia Classic (Pro) (ca. 20-40€) – sehr robust, viele Ersatzteile. Mit der Gaggiuino- oder Gajimate-Modifikation zur präzisen Druck- und Temperaturregelung aufrüstbar.
  • Mühle: Gebrauchte Mazzer Mini (aus Cafés) oder neue DF54/DF64 (Achtung: Kaffeepulver kann bei sehr dunklen Röstungen verklumpen).

4️⃣ Hochwertige, langlebige Option (maximale Qualität)

  • Espressomaschine: Cafelat Robot (gebraucht oder ca. 349€ neu im Crema Shop) – reine Handhebelmaschine aus Edelstahl/Alu, ermöglicht Druckprofilierung, keine Elektronik.
    • Alternative: Flair 49 (lieferbar) – ebenfalls hochwertig und langlebig, 49 mm Siebträger.
  • Mühle: Handmühle (ca. 150-270€): 1Zpresso K-Serie (Kinu) oder Orphan Espresso Lido 3/OGexzellente Mahlqualität, stufenlos einstellbar, sehr langlebig.

5️⃣ Einfach „Plug & Play“ (Out-of-the-Box)

  • Espressomaschine: Hibrew H10APID-Regelung (90-95°C), schnelle Aufheizung (Thermoblock), auch Kaltbrühfunktion (25°C), einfache Bedienung.
  • Mühle: Fellow Opus Gen 2 oder Baratza Encore ESP – weit verbreitet, gute User-Community für Mahlgradeinstellungen.

Wichtige Hinweise

  • Wasserqualität ist entscheidend – sonst Probleme mit der Maschine. (Video-Empfehlung)
  • Die Mühle ist wichtiger als die Maschine – für besseren Geschmack zuerst in die Mühle investieren.
  • Handmühlen sind eine hervorragende, oft günstigere und langlebigere Alternative zu elektrischen Mühlen.
Robusta aus Indien: Bharath. Herkunft, Rezept & Geschmack
Kaffeemacher|12. Mai

Robusta aus Indien: Bharath. Herkunft, Rezept & Geschmack

🎯 Ein Robusta der neuen Generation

Der Bharath ist ein 100% gewaschener Robusta aus Indien, der auf 1000 m Höhe wächst und durch seine unerwartete Weichheit, feine Säure und Cremigkeit überrascht.

👅 Geschmacksprofil
  • Marmorkuchen & heiße Schokolade – warm, schokoladig, weich
  • Kaum Bitterkeit, lang anhaltender süßer Nachgeschmack
  • Ausgewogene Säure für einen Robusta
☕ Zubereitungsempfehlung
  • Dosis: 18,5 g Kaffee
  • Ausbeute: 42 g Espresso
  • Extraktionszeit: 25–26 s (Vibrationspumpe) / 26–27 s (Rotationspumpe)
  • Tipp: Langsames Vorbenetzen für optimale Balance
🌍 Herkunft & Produzent
  • Produzent: Barat (4. Generation) auf Farm Tiny Sport in Karnataka, Indien
  • Anbau: Schattenanbau mit Intercropping (Pfeffer, Kardamom)
  • Varietät: Ursprünglich aus Sri Lanka
💡 Ein neuer Blick auf indischen Kaffee
  • Indien bietet mehr als nur Monsooned Malabar – diverse, qualitativ hochwertige Robusta- und Arabica-Sorten
  • Dieser Kaffee ist ein dauerhafter Standard im Portfolio.
Die Mühle, die ihren Mahlgrad vergisst — Eureka Specialita Smart im Test
Kaffeemacher|09. Mai

Die Mühle, die ihren Mahlgrad vergisst — Eureka Specialita Smart im Test

Zusammenfassung: Eureka Specialita Smart – Test und Kritik

In diesem Video testen die Kaffeemacher die Eureka Specialita Smart, eine vermeintlich smarte Weiterentwicklung der legendären Specialita. Der Fokus liegt auf den neuen Assistenzfunktionen, die den Mahlgrad und die Dosierung digital unterstützen sollen.

Kernproblem: Die Mahlgrad-Anzeige ist unzuverlässig
  • Die Mühle misst den Mahlgrad (Mahlscheibenabstand) bei jedem Neustart neu. Das führt dazu, dass die angezeigte Zahl zwischen Ein- und Ausschalten um 2-3 Stufen springen kann – obwohl sich mechanisch nichts verändert hat.
  • Ein gespeichertes Rezept (z. B. Mahlgrad 17) wird dadurch unbrauchbar, da die Mühle beim nächsten Start plötzlich 19 oder 15 anzeigt.
  • Fazit der Tester: Die Sensorik ist zu ungenau. Die Mahlgrad-Anzeige ist „kontraproduktiv“ und „eine Bruchlandung“. Man könne sich nicht darauf verlassen.
Weitere Schwächen (Assistenzfunktionen)
  • Daumen-hoch-Funktion: Nach einem Bezug kann man die Extraktionszeit eingeben. Die Mühle gibt dann eine Empfehlung, ob feiner oder gröber gemahlen werden soll. Diese Empfehlung war im Test oft unpräzise – besonders bei helleren, komplexeren Röstungen (z. B. Mano).
  • Dosierungsanpassung: Die Mühle versucht, die Mahlzeit automatisch anzupassen, wenn der Mahlgrad verstellt wird (da feinerer Mahlgrad weniger Kaffee in gleicher Zeit liefert). Auch dies funktioniert nicht zuverlässig – die Menge wich oft um 0,5–1,0 g vom Ziel ab.
Positive Aspekte
  • Mahlwerk und Partikelverteilung sind solide (250 µm Hauptpeak, gute Reproduzierbarkeit).
  • Der Motor ist relativ leise (77 Dezibel, unter 80 ist gut).
  • Die Rezeptspezicherung (für verschiedene Kaffees) ist grundsätzlich eine gute Idee, wird aber durch die unzuverlässige Mahlgrad-Anzeige entwertet.
Fazit

Die Tester sind enttäuscht. Sie sehen die Smart-Funktionen als Rückschritt statt Fortschritt. Statt den Nutzer zu unterstützen, verunsichere die Mühle ständig. Die Empfehlung: Lieber zur klassischen, mechanischen Specialita greifen und auf das digitale „Gegrütze“ verzichten.

Du verstehst Adstringenz in Kaffee falsch
Lance Hedrick|09. Mai

Du verstehst Adstringenz in Kaffee falsch

In diesem Video räumt Lance Hendrick mit Missverständnissen über Adstringenz im Kaffee auf. Er erklärt den Unterschied zwischen dem physikalischen Gefühl der Trockenheit (Adstringenz) und dem Geschmack von Bitterkeit. Während Bitterkeit ein Geschmackssinn ist, ist Adstringenz ein physisches Empfinden, das durch die Blockade des schmierenden Speichels im Mund entsteht. Der Kern des Videos ist eine neue wissenschaftliche These von Dr. Brienne Lynn, die besagt, dass die Adstringenz im Kaffee nicht von Polyphenolen (wie in Wein oder Tee) kommt, sondern von Melanoidinen – genauer gesagt von einer sehr kleinen Untergruppe dieser Moleküle (Fraktion 9.6.4). Diese Melanoidine entstehen bei der Röstung und enthalten phenolische Verbindungen, die das Trockenheitsgefühl auslösen. Wichtige Erkenntnisse: Adstringenz wird oft mit Bitterkeit verwechselt. Je höher die Extraktion, desto mehr Adstringenz kann entstehen, besonders bei hellen Röstungen. Adstringenz lässt sich also durch eine Verringerung der Extraktion vermeiden. Bei dunklen Röstungen ist Adstringenz weniger problematisch, da die phenolischen Verbindungen beim Rösten abgebaut werden.

8 BIZARRE Kaffeezubereiter, die du wahrscheinlich noch nie gesehen hast
Morgan Eckroth|08. Mai

8 BIZARRE Kaffeezubereiter, die du wahrscheinlich noch nie gesehen hast

Kurze Einführung & Buch-Release
  • Der YouTuber Morgan stellt sein neues Buch „Coffee for Here“ vor, das zum Vorbestellen verfügbar ist.
  • Es ist ein Handbuch, das alles von Filterkaffee bis hin zu Espresso-Getränken abdeckt.
  • Danach präsentiert er 8 skurrile Kaffeemaschinen aus seiner Sammlung.
Die 8 Kaffeemaschinen im Detail
  1. Wecker-Kaffeemaschine „Barisieur“

    • Ein Kickstarter-Projekt, das wie ein Wecker funktioniert: Abends vorbereiten, am Morgen brüht es automatisch auf.
    • Nachteil: Das Kaffeepulver oxidiert über Nacht, was zu einem milden, nicht optimalen Geschmack führt. Brüht zudem ungleichmäßig.
    • Fazit: Optisch ein Hingucker, aber eher ein Sammlerstück als ein praktischer Alltagshelfer.
  2. Pour-Over-Set vom Museum of Modern Art (MoMA)

    • Eine Kollaboration mit Künstler Tom Dixon. Hergestellt aus doppelwandigem Borosilikatglas.
    • Sehr elegant, leicht zu reinigen und perfekt für große Mengen. Allerdings teuer.
  3. Balance-Brüher (Belgischer Brüher)

    • Ein automatischer, rein physikalischer Brüher ohne Elektronik. Funktioniert wie ein Siphon auf der Seite.
    • Besonderheit: Brüht selbstständig und schaltet sich am Ende des Zyklus ab.
    • Großer Nachteil: Sehr schwer zu reinigen, da sich Kaffeesatz schwer entfernen lässt.
  4. Bodum-Kaffeemaschine für MoMA

    • Eine Standard-Filterkaffeemaschine aus Kunststoff mit auffälligem Farbdesign (Simpsons-Stil).
    • Bringt einen bunten Farbtupfer in die Küche, ideal als Blickfang.
  5. Stovetop-Espressomaschine „9 Barista“

    • Keine normale Mokkakanne, sondern eine echte Espressomaschine für den Herd.
    • Erzeugt dank cleverer Konstruktion genug Druck für echten Espresso (ca. 9 Bar).
    • Ideal für Reisen oder Camping, langlebig, aber teuer.
  6. Vandola (Traditioneller Kaffeebrüher aus Costa Rica)

    • Handgefertigt aus Keramik, ähnlich einer Chemex, aber mit eigenem Ausguss.
    • Ein seltenes, taktiles Erlebnis mit einer schönen Dampföffnung am Henkel.
  7. Kyoto-Cold-Brew-Turm von Yama

    • Brüht eisgekühlten Kaffee im Kyoto-Stil. Benötigt Eis und Wasser in der oberen Kammer.
    • Das Wasser tropft sehr langsam durch den Kaffee und sammelt sich im unteren Behälter. Die „Loop-de-loops“ sind nur Dekoration.
    • Ergebnis: Ein sahniger, runder Eiskaffee, ähnlich wie Cold Brew. Allerdings sehr klobig und schwer zu händeln.
  8. Keramik-Filter (Porous Ceramic Filter)

    • Ein wiederverwendbarer Keramikfilter ohne Papier. Einfach Kaffee einfüllen und aufbrühen.
    • Sinnes-Herausforderung für den Tester: Schwer zu reinigen und das taktile Gefühl des porösen Materials wird als unangenehm beschrieben.
    • Für Fans von wiederverwendbaren Lösungen dennoch interessant.
Fazit
  • Es gibt viele verrückte Wege, Kaffee zuzubereiten – von Design-Ikonen bis zu physikalischen Wundern.
  • Die meisten sind mehr Schau- als Gebrauchsgegenstände, aber alle haben ihren eigenen Charme.
Natural Espresso aus Kolumbien: So brüht ihr Don Oscar richtig
Kaffeemacher|08. Mai

Natural Espresso aus Kolumbien: So brüht ihr Don Oscar richtig

Don Oscar – Der neue lila Kaffee aus Kolumbien

Dieser Natural Espresso löst Doña Margarita ab und überzeugt mit einer vielschichtigen Geschmacksexplosion.

  • Herkunft & Verarbeitung:

    • Nordkolumbien, Bio-Farm Fadera
    • Natural-Aufbereitung mit kurzer Fermentation (ca. 18 Std.) & schonender Trommeltrocknung (Guardiolas)
    • Einzigartiger Transport: Mit dem Segelschiff von Kolumbien nach Bordeaux, dann per LKW – 90% weniger CO₂ als Frachtschiff
  • Geschmacksprofil:

    • Sehr süß, wie Zuckersirup oder Agardiente (heller Rum)
    • Fruchtnoten: Rhabarber, reife Papaya, Zitrus, Kirsche, Passionsfrucht, Hibiskus
    • Vielschichtige Säure (Apfelsäure, Zitronensäure) – rund und balanciert
    • Beim Abkühlen entfaltet sich noch mehr Süße & Komplexität
  • Brührezepte (Espresso):

    • Vibrationspumpe: 26–28 Sek., Verhältnis 1:2,1–1:2,2 – nicht über 30 Sek., sonst wird der Kaffee stumpf
    • Rotationspumpe: Etwas länger (bis 30 Sek.) für perfekte Säure-Süße-Balance
    • Druckprofil (Flussprofil): 9 Sek. Vorbrühung mit 4 ml/s, Gesamtzeit 29–32 Sek., sehr feiner Mahlgrad nötig (Puck-Widerstand)
    • Wichtig: Kaffee nach Erhalt mindestens 3 Wochen ruhen lassen – dann noch süßer & harmonischer
  • Fazit: Ein „Kopfkino“-Kaffee voller Überraschungen – limitiert für 3 Monate verfügbar.

ROEST Röster Erfahrung — Sample-Röstungen für Rösterei & Competition
Kaffeemacher|05. Mai

ROEST Röster Erfahrung — Sample-Röstungen für Rösterei & Competition

Überblick

Dieses Video stellt den ROEST L100 vor, einen kleinen Trommelröstapparat aus Norwegen, der für Sample-Röstungen und Wettbewerbskaffees verwendet wird. Michael, deutscher Kaffeemeister und Leiter der Röstkurse, demonstriert die Funktionsweise und Vorteile des Rösters.

Was ist ein Sample-Röster?
  • Sample-Röstungen sind kleine Chargen (50-200 g) zur Qualitätskontrolle: Geschmack, Fehler, Eignung für Espresso oder Filter.
  • Wettbewerbskaffees: Teure, exklusive Bohnen werden damit für Meisterschaften wie den Brewers Cup geröstet.
  • Vorteil: Auf einer großen 30-kg-Maschine lassen sich kleine Mengen (50-100 g) nicht effizient oder präzise rösten.
Technische Besonderheiten des ROEST L100
  • Vier Temperatursensoren:
    • Lufttemperatur (oben in der Trommel)
    • Bodentemperatur (unten, nahe der Bohnen)
    • Inlet-Temperatur (heiße Luft, die in den Röster strömt; oft über 300 °C)
    • Trommeltemperatur (Energiespeicher der Trommel, ideal bei 145-150 °C)
  • Heißluft-Trommel-Prinzip: Die Trommel ist fix, Schaufeln bewegen den Kaffee; die Hitzeübertragung erfolgt hauptsächlich durch Konvektion (heiße Luft), weniger durch Konduktion (Trommelkontakt) – ähnlich wie ein Heißluftröster.
  • First-Crack-Erkennung: Ein Mikrofon erkennt akustisch das Aufplatzen der Bohnen (Wasserdampf-Druck). Einstellbar, ab wie vielen Cracks die Entwicklungszeit beginnt.
  • Reproduzierbarkeit: Automatische Profile (z. B. "Samples Michael") steuern die Inlet-Temperatur; Entwicklungszeit wird als Prozentsatz der Gesamtröstzeit berechnet (hier 12 %).
Röstvorgang Schritt für Schritt
  1. Aufheizprotokoll: Vorwärmen ohne Bohnen, um die Trommel auf Zieltemperatur (145-150 °C) zu bringen.
  2. Between-Batch-Protokoll: Hält die Temperatur konstant, während Warteschleifen laufen.
  3. Einwiegen: 50 g Rohkaffee (ideal für Samples).
  4. Röststart: Kaffee fällt in die Trommel; automatisches Profil läuft, manuelles Eingreifen möglich (Energie anpassen).
  5. First Crack: Bei etwa 175 °C cracken die Bohnen (hörbar; Mikrofon zählt Cracks). Entwicklungszeit startet nach dem 4. Crack.
  6. Automatischer Drop: Nach 12 % Entwicklungszeit (hier: 6 Minuten 28 Sekunden) fällt der Kaffee in die Kühlschale.
  7. Abkühlung: Kalte Luft wird 2 Minuten durch die Bohnen gesaugt. Danach Trommel langsam abkühlen lassen (5-10 Minuten), bevor der Röster ausgeschaltet wird.
  8. Röstverlust: Endgewicht unter 43,4 g → Röstverlust von 13,2 %.
Geschmack und Praxis
  • Frisch gerösteter Kaffee hat viel CO₂, schmeckt mineralischer und säurelastiger – erst nach einigen Tagen Entgasung entfaltet er sein volles Potenzial.
  • Regelmäßige Verkostung (z. B. mittwochs) schult die Fähigkeit, Röstung und Bohnenqualität zu unterscheiden.
Preis & Alternativen
  • Neupreis des ROEST L100: ca. 7.500 €.
  • Alternative: Gebrauchte Geräte (z. B. von Janine Delat) sind günstiger.
  • Andere Sample-Röster in der Rösterei: Link, Ikawa (beide Heißluft) und Alioli Bullet (1-kg-Trommel).
Fazit

Der ROEST ist ideal für präzise Sample- und Wettbewerbsröstungen – viele Sensoren, hohe Reproduzierbarkeit, manuelle Anpassung möglich. Geschmacklich ist er vielseitig und nicht grundsätzlich besser oder schlechter als reine Heißluftröster.

Lelit Mara X V3 Pagaia Review: Lohnt es sich?
Lance Hedrick|03. Mai

Lelit Mara X V3 Pagaia Review: Lohnt es sich?

Einleitung & Hintergrund
  • Lance Hedrick testet die neu veröffentlichte Lelit Mara X V3 Pagaia, die erstmals vor etwa einem Jahr angekündigt wurde.
  • „Pagaia“ bedeutet auf Italienisch „Paddel“ und bezieht sich auf den neuen Durchflussregler an der Seite.
  • Die Maschine wurde von Breville (Besitzer von Lelit) übernommen, die ein Patent auf die Steuerung der Pumpenfrequenz zur Durchflussregelung besitzen.
Die Technik: Paddel vs. Nadelventil
  • Das Paddel steuert den Durchfluss (Flow Control), nicht direkt den Druck.
  • Es funktioniert wie ein Dimmer für die Vibrationspumpe – eine günstige Modifikation, die man selbst für ca. 20 € an jeder Maschine mit Vibrationspumpe durchführen kann.
  • Im Gegensatz zu Nadelventilen (z. B. bei Slayer) ist diese Methode reaktionsschneller, aber weniger feinfühlig.
Änderungen und Design-Updates (V2 vs. V3)
  • Pluspunkte der V3: Modernere, fünfeckige Knöpfe (statt „daisy“-Design), Holz-Details (Knöpfe, Blendenhebel, Seiten-Peg), Edelstahl-Spiegelstreifen mit Markenlogo, Füße, verbessertes Dampfdüsenende (3-Loch), neues Display (Druck und Gegendruck).
  • Kritikpunkte: Die Füße wirken billig und die vorderen sind unschön angebracht. Die Spiegelstreifen sind anfällig für Fingerabdrücke. Kein verdeckter Bodenanschluss für den Wassertank.
Heizzeit & Temperaturstabilität
  • Der neue 1.800-W-Heizstab soll die Aufheizzeit von 24 auf 15 Minuten reduzieren. In der Praxis dauert es jedoch immer noch etwa 25 Minuten, bis die Brühgruppe die tatsächliche Solltemperatur erreicht hat (gemessen mit Scace).
  • Die Temperaturstabilität ist für einen Wärmetauscher (HX) ordentlich, aber nicht perfekt. Die Standardabweichung liegt bei etwa 2,1 °C (nach WBC-Protokoll).
  • Kritik: Die Behauptung von Lelit, dass „kein Kühlbezug (cooling flush)“ nötig sei, ist nur bedingt wahr. Bei längerer Standzeit oder Zyklenüberlappung kann die Temperatur stark abweichen.
  • Temperaturwechsel sind zeitaufwendig! Wenn man die Temperatur von heiß auf kalt ändert, dauert es sehr lange, bis die massive E61-Gruppe abkühlt. Es wird empfohlen, die gewünschte Temperatur am Anfang des Tages einzustellen.
Alltag & Workflow
  • Kein Shot-Timer – das ist ein großer Nachteil für den Preis.
  • Reserve-Wasser-Technologie – der Zug wird nicht unterbrochen, wenn der Tank fast leer ist.
  • Zubehör: Inklusive hochwertiger, balancierter Siebträger aus Edelstahl, 58,5-mm-Tamper, IMS-Sieb, Reinigungsutensilien und Wasser-Teststreifen.
  • Dampf: Im „X-Steam“-Modus fast so stark wie die Bianca (mit 3-Loch-Düse), aber auf Kosten der Brühtemperatur. Im „X-Brew“-Modus ist der Dampf schwächer.
Fazit & Bewertung
  • Gut: Solide Espressomaschine, modernes Design, Durchflussregelung (Flow Control) an Bord, gutes Zubehör.
  • Schlecht: Der Preisaufschlag von ca. 400 €/US-Dollar zur V2 ist für die gebotenen Änderungen (Dimmer-Mod, Design) nicht gerechtfertigt. Die Maschine leidet unter den typischen E61/Wärmetauscher-Nachteilen (Temperatureffizienz, träge Temperaturwechsel, Energieverschwendung).
  • Empfehlung von Lance: Die V2 ist die bessere Wahl, es sei denn, man möchte absolut keine eigene Modifikation vornehmen. Ein selbst eingebauter Dimmer (ca. 20 €) liefert das gleiche Ergebnis wie das Paddel.
  • Alternativen: Die Lelit Elizabeth (Zweikreiser) bietet mehr thermische Stabilität zum ähnlichen Preis. Auch Vollmetall-Zweikreiser wie die Profitec Move sind starke Konkurrenten.

Kernbotschaft: Die Lelit Mara X V3 Pagaia ist eine gute Maschine, aber der Aufpreis ist zu hoch für eine einfache Dimmer-Modifikation. Wer Flow Control will, kann dies günstiger selbst machen oder zur günstigeren V2 greifen.

Mario Model One: Update und Test der Espressomaschine
Kaffeemacher|03. Mai

Mario Model One: Update und Test der Espressomaschine

Einleitung

Das Video präsentiert ein Update zur Mario Model One Espressomaschine, die bereits im ersten Test überzeugte. Nun wurden Verbesserungen vorgenommen und das Testprotokoll verschärft.

Volumetrik
  • Ohne Waage: Die errechnete Volumetrik wurde optimiert. Im Test mit konstantem Widerstand lag der Mittelwert bei 45,8 g (Ziel 45 g). Bei realen Espresso-Shots (25 Sekunden, 45 g) lagen die Werte zwischen 44,6 und 45,4 g. Bei geänderten Druckprofilen sank die Genauigkeit leicht (43,5 g). Bei extrem grobem Mahlgrad (15–17 s) ca. 44 g, bei extrem feinem Mahlgrad ca. 48,5 g. Dafür gab es 7 von 10 Punkten.
  • Mit Waage: In der ersten Version des Waagentests gab es eine Standardabweichung von 1,5 g. Nach einem Update lernt die Waage aus vorherigen Brühungen und korrigiert. Der Mittelwert verbesserte sich von 1,13 g Abweichung auf 0,37 g. Jetzt gibt es 9 von 10 Punkten (letzter Punkt fehlt, weil die Waage nicht integriert ist – sie muss separat aufgestellt werden).
Weitere Verbesserungen
  • Last-Shot-Funktion: Inzwischen verfügbar.
  • Wasserfilter: Ein Steckfilter im Wassertank wird empfohlen, um die Maschine zu schützen. Dafür gab es einen Punktabzug.
  • Maro Home Plattform: Eine Community mit Bezugsdatenbank, Profilsuche, Rezepten und Statistiken. Man kann Rezepte teilen und Brühungen nachvollziehen.
  • Manuelle Schrittsteuerung: Während des Brühvorgangs kann man manuell in den nächsten Step springen.
Preis und Einordnung

Die Maschine kostet 5000 €. Das ist sehr teuer, aber die Brühperformance, Temperaturstabilität und Bedienbarkeit sind exzellent. Im Vergleich zu anderen High-End-Maschinen (z. B. La Marzocco Linea) ist der Preis ähnlich. Das einzige Gegenargument könnte die Optik oder der fehlende Marken-Legacy sein.

Fazit

Die Mario Model One bleibt eine der besten Espressomaschinen auf dem Markt. Die Volumetrik wurde deutlich verbessert, und die Plattform bietet viele Zusatzfeatures. Wer 5000 € investieren möchte, bekommt ein Spitzenprodukt.

Verbessern Mühlen den Kaffee wirklich so sehr? Günstige vs. teure Mühlen
Lance Hedrick|01. Mai

Verbessern Mühlen den Kaffee wirklich so sehr? Günstige vs. teure Mühlen

Zusammenfassung: Mahlen für den Kaffeegenuss – günstig vs. teuer

In diesem Video stellt Lance Hedrick die Frage, ob man den Unterschied zwischen einem günstigen ($100) und einem teuren ($3.000) Kaffeemühle wirklich schmeckt. Er führt einen Blindtest durch, um objektive Unterschiede aufzuzeigen, betont aber, dass dies keine Kaufempfehlung ist.

Die Mühlen im Vergleich

  • Günstige Mühle (ca. $100 / ~€90): Besitzt ein Kunststoffgehäuse und -träger für den Kegelmahlstein. Der Mahlstein hat eine fünfeckige Form und gezackte Kanten. Die Ausrichtung ist nicht justierbar.
  • Teure Mühle (ca. $3.000 / ~€2.750): Ein hochwertiges Gerät aus Vollmetall (eloxiertes Aluminium), das für Präzision und Langlebigkeit steht.

Die Methode

  • Ziel war es, die Mahlgrade so anzupassen, dass die Partikelgrößenverteilung (der Modus) ähnlich ist (innerhalb von 10 Mikrometern).
  • Es wurden zwei Dreiecksverkostungen (Triangulationen) durchgeführt: Einmal mit der teuren Mühle gegen die günstige, einmal mit der günstigen Mühle gegen eine Handmühle (FIMO Book A2) ähnlicher Preisklasse.

Die Ergebnisse der Blindverkostung

  1. Teure vs. Günstige Mühle: Der Unterschied war deutlich erkennbar. Die teure Mühle lieferte einen teeähnlicheren, saftigeren und ausgewogeneren Kaffee ohne den trocknenden, adstringierenden Abgang der günstigen Mühle.
  2. Günstige Mühle vs. Handmühle: Der Unterschied war hier geringer, aber ebenfalls vorhanden. Die Handmühle schnitt leicht besser ab, während die günstige Mühle eine leichte Hohlheit und einen metallischen Beigeschmack aufwies.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Ja, man schmeckt einen Unterschied: Die Partikelverteilung und -form sind objektiv verschieden, was sich im Geschmack niederschlägt.
  • Teuer ≠ automatisch besser: Teurere Mühlen sind oft für spezifische Geschmacksprofile optimiert. Man muss sie verstehen und richtig einsetzen können.
  • Der größte Hebel ist die Kaffeebohne: Lance betont, dass die Qualität der Bohne den größten Einfluss auf den Geschmack hat. Er würde lieber eine günstige Mühle mit hervorragendem Kaffee nutzen als eine teure Mühle mit mittelmäßigem Kaffee.
  • Keine Magie: Eine teure Mühle ist kein Garant für sofort besseren Kaffee. Man muss die Variablen (Mahlgrad, Brühverhältnis, etc.) verstehen.
  • Empfehlung: Der wichtigste Schritt ist, von einer Schwertmühle (Blade Grinder) auf eine mit Mahlsteinen (egal ob günstig oder teuer) umzusteigen.
Fazit

Es gibt einen hör- und schmeckbaren Unterschied zwischen günstigen und teuren Mühlen. Entscheidend ist aber nicht der Preis allein, sondern wie das Gesamtsetup (Mühle + Kaffee + Brühmethode) auf die eigenen Vorlieben abgestimmt ist. Die größte Verbesserung erzielt man durch den Kauf qualitativ hochwertigerer Bohnen.