
Coffeejack V2: Haben sie sich rehabilitiert? (+ Ein V1-DISASTER)
Lance Hedrick testet den Coffeejack V2, einen manuellen Espressobereiter mit Planetengetriebe. Das Gerät wiegt ca. 1,4 kg und ist extrem robust. Er vergleicht es mit seinem katastrophalen Vorgänger, dem Coffeejack V1, und prüft, ob die versprochenen Verbesserungen halten.
Aufbau und Design
- Der V2 kommt ohne hydraulischen Wagenheber, stattdessen wird über ein Planetengetriebe ein Kolben bewegt.
- Gehäuse aus massivem Edelstahl, kein Mikroplastik im Wasserweg.
- Gewicht von ca. 1,4 kg macht den V2 zu einem schweren, aber stabilen Begleiter, weniger für den Rucksack geeignet.
- Nutzt einen 54-mm-Siebträger. Es gibt einen Adapter für den Stand, der vom V1 übernommen wurde.
Aufheizen und Temperatur
- Vorheizen ist zwingend erforderlich. Ohne Vorheizen werden nur ca. 70 °C erreicht.
- Empfohlen wird ein Vorheizen mit heißem Wasser (ca. 30 Sekunden).
- Nach einmaligem Vorheizen werden ca. 85-88 °C erreicht – gut für dunkle und mittlere Röstungen.
- Mit kochendem Wasser aus einem richtigen Wasserkocher (rollende Koche) sind bis zu 91 °C möglich.
- Ein großer Vorteil: Durch die Bottom-up-Befüllung entsteht kein Luftspalt zwischen Kolben und Wasser.
Brühvorgang und Workflow
- Der Brühvorgang erfolgt von unten nach oben: Siebträger nach unten, Wasser einfüllen, dann umdrehen.
- Der Anwender erzeugt den Druck durch Drehen des Griffs. Der Druck lässt sich variieren, aber konstant halten ist schwieriger als bei einem Hebel.
- Die Planetengetriebe sorgen für eine gleichmäßige Kraftübertragung ohne Pumpstöße.
- Das Gerät macht anfangs ein quietschendes Geräusch, das sich aber nach ca. 100 Bezügen geben sollte.
- Die Maschine hat eine maximale Wasserkapazität von 90 ml, was für Standardbezüge (z. B. 18 g Kaffee zu 36 g Espresso) ausreicht.
- Der Workflow erfordert einiges an Sauberkeit, da die Silikondichtung leicht Schmutz anzieht.
Preis und Alternativen
- Der Coffeejack V2 kostet ca. £198 (ca. $250, UVP) oder war auf Kickstarter günstiger.
- Lance betont, dass man mit günstigeren Geräten wie der Flair Neo (36 % günstiger) oder dem Cafelat Robot (ähnlicher Preis) ebenfalls sehr gute Ergebnisse erzielen kann.
- Der V2 ist clever konstruiert, aber der Workflow und das Gewicht sind nicht für jeden ideal.
Der V1: Ein Disaster
- Der V1 war ein hydraulischer Pressstempel und eine der größten Kickstarter-Enttäuschungen (ca. 1,8 Mio. £ eingesammelt).
- Er besteht zu großen Teilen aus Plastik, mit einer Glass-Kammer, die extrem bruchanfällig ist.
- Die Konstruktion des Siebträgers führt zu Kanalbildung im Kaffee, da das Wasser im Zentrum konzentriert wird.
- Der V1 ist schwer zu bedienen, unpraktisch und wird von Lance als Nicht-Kauf empfohlen.
- Während des Tests zerbricht die Glaskammer des V1, was die Anfälligkeit unterstreicht.
Fazit: Der Coffeejack V2 ist ein massiver Fortschritt gegenüber dem V1. Er macht guten Espresso, ist aber schwer und erfordert Übung in der Handhabung. Für den Preis gibt es bessere Alternativen. Der V1 ist ein klares No-Go.
Hinweis: Dies ist eine gekürzte und strukturierte Zusammenfassung des Originaltranskripts.






