Bugatti 'Destrier' (basierend auf dem Bolide): Ein atemberaubender Einzelanfertigung
Der CEO von Bugatti Rimac, Mate Rimac, stellt in diesem Interview den Bugatti Destrier vor – ein atemberaubendes Einzelstück („Solitaire“), das auf dem extremen, nur für die Rennstrecke konzipierten Bugatti Bolide basiert.
Außergewöhnliche Proportionen & Design
- Das Fahrzeug ist nur 1 Meter hoch – eine verrückte Proportion, die an die Skizzen des Designers Frank erinnert.
- Es nutzt das Chassis und den legendären W16-Motor des Bolide.
- Das Design steht im Fokus: Es ist eine Mischung aus extremer Ästhetik und Rennsport-DNA. Der Kunde, ein US-amerikanischer Sammler, war von Anfang an von der Idee begeistert.
Ist es straßenzulassungsfähig?
- Es hat die Grundvoraussetzungen (z.B. Straßenreifen, Kühlerlüfter), aber keine Airbags oder Crashtests. Eine individuelle Zulassung (z.B. in Großbritannien) wäre theoretisch möglich, der Besitzer hat sich aber noch nicht entschieden.
- Der Fokus liegt auf dem zeitlosen, eleganten Design, das auch in 50 Jahren noch auf dem Pebble Beach bestehen kann.
Entwicklung & Einzigartigkeit
- Das gezeigte Modell ist echt (mit Bolide-Fahrwerk), aber kein fahrendes Auto. Der Bau des fahrenden Fahrzeugs dauert noch etwa 2 Jahre.
- Für Einzelanfertigungen wird trotzdem ein umfangreicher Testprozess (Aerodynamik, Fahrwerk, Bremsen) durchgeführt – mehr als manch andere Marke für ihre Serienmodelle.
- Das Programm "Solitaire" erlaubt es Kunden, wie ein CEO von Bugatti zu agieren: Sie sitzen mit Designern und Ingenieuren zusammen, wählen Namen, Design und Mission des Fahrzeugs (Rennstrecke vs. Straße, Luxus vs. Performance).
Innenraum & Technik
- Der Innenraum ist auf den 1m hohen Rennwagen abgestimmt: extrem tiefliegende Sitzposition (Helm-geeignet), Sechspunktgurte (keine Airbags).
- Highlights sind gehämmertes Aluminium (wie eine mittelalterliche Rüstung), Kupfergewebe und ein Yolk-Lenkrad mit allen Bedienelementen unter den Fingern.
- Die W16-Architektur dominiert den Mitteltunnel.
Das Schwestermodell: Bugatti Tourbillon (im Gespräch erwähnt)
- Das Tourbillon ist das neue Serienmodell und das erste komplett eigenständig entwickelte Auto unter Mate Rimac. Es hat so gut wie keine Teile von Volkswagen oder Audi.
- Der Antrieb: Ein neu entwickelter, 16-Zylinder-Saugmotor (kein Turbo!) kombiniert mit E-Maschinen – ein Verpackungs-Meisterwerk.
- Die Entwicklung war extrem herausfordernd (z.B. Abgasnormen, Kühlung), aber der Motor selbst war äußerst zuverlässig.
- Ein besonderes Detail: Das Tacho-Instrument besteht aus über 700 Teilen und wurde mit einem Uhrenhersteller entwickelt. Es wird von kleinen Servomotoren bewegt.
- Mate Rimac kämpfte gegen interne Widerstände, um dieses Verbrenner-Meisterwerk zu bauen, während er parallel das Unternehmen aufbaute.
Abschluss
Der Destrier ist ein Statement für extreme Kreativität und Handwerkskunst. Das Solitaire-Programm ist nicht nur prestigeträchtig, sondern auch profitabel und treibt die Marke als Ganzes voran, indem es "unlimitierte Möglichkeiten" eröffnet.