
Wie tief kann dieser Markt fallen?
In diesem Video wird dargelegt, dass der Aktienmarkt nach einem über 17-jährigen Bullenlauf mit einem Anstieg von über 1100 % (S&P 500) und 2000 % (NASDAQ) extrem überbewertet ist. Die Frage ist nicht, wie hoch, sondern wie tief der Markt fallen kann. Der Sprecher warnt vor einer möglichen Korrektur oder einem Crash und zeigt historische Parallelen sowie mögliche Auslöser auf.
Warnsignale für eine Überbewertung- Dividendenrendite auf historischem Tief: Der S&P 500 liegt derzeit bei einer Dividendenrendite von etwa 1 %, während der historische Durchschnitt bei 4 % liegt.
- Beispiel: Eine Rückkehr zu 2 % würde einen Kursverlust von 50 % bedeuten.
- Problem: Im Vergleich zur sicheren 10-jährigen US-Staatsanleihe mit 4 % Rendite wirken Aktien unattraktiv.
- Schiller-KGV (CAPE): Das um 10 Jahre bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt deutlich über dem historischen Mittel von 16.
- Berechnung: Bei einem CAPE von 30 (aktuelle Nähe) ergibt sich ein Potenzial von -27 %; bei einem CAPE von 16 sogar -61 %.
- Vergleich mit der Dotcom-Blase: Der NASDAQ verlor von 2000 bis 2002 76 % — trotz des „Internet-verändert-die-Welt“-Narrativs.
- US-Staatsdefizit: Hohe Ausgaben stützen die Wirtschaft und die Liquidität.
- KI-Investitionsboom: Massive Kapitalausgaben beflügeln die Märkte.
- Globaler Kapitalzufluss: 401(k)-Pläne und internationale Anleger fließen weiterhin in den S&P 500.
- Aktienrückkäufe: 1 Billion USD pro Jahr treiben die Kurse künstlich.
- Inflation und steigende Zinsen: Höhere Zinsen verringern die Attraktivität von Aktien und die Kreditfähigkeit der Regierung. Ohne die Staatsausgaben wäre die US-Wirtschaft der letzten fünf Jahre stagniert.
- Gewinnrückgang und Überinvestitionen: Wenn KI-Investitionen keine Rendite abwerfen, brechen die Gewinnerwartungen ein.
- Demografie: Babyboomer gehen in Rente, was zu Panikverkäufen führen kann.
- Rückgang von Aktienrückkäufen: Wenn Unternehmen weniger zurückkaufen, sinkt die Nachfrage.
- Abzug ausländischer Investoren: Diese investieren profitorientiert und können sich bei Verlusten zurückziehen.
- Crash bis 2030: Ein Rückgang des S&P 500 um 60 % auf ca. 3.000 Punkte wird für möglich gehalten. (Anmerkung: Vor vier Jahren lag der Index noch nahe an diesem Niveau.)
- Historische Parallele: Der Markt kann nach einem 17-jährigen Bullenmarkt innerhalb eines Jahres 60 % verlieren.
- Hedging und Dividendenstrategie: Der Sprecher selbst nutzt Absicherungen und Dividendenaktien, um sein Portfolio zu schützen.
- Gewinne realisieren und aussteigen: Wer in den letzten 17 Jahren Gewinne erzielt hat, könnte in Staatsanleihen umschichten (z. B. 5 Mio. USD zu 4 % = 200.000 USD Zinsen pro Jahr) und das Leben genießen.
- Langfristig investieren bleiben, aber absichern: Mit Schutzmechanismen wie Optionen oder strukturierten Produkten.
Der Sprecher betont: „Das, was wir in den letzten 15–17 Jahren erlebt haben, wird sich in den nächsten 10–15 Jahren wahrscheinlich nicht wiederholen.“ Die Anleger sollten sich daher nicht an die jüngste Euphorie klammern, sondern historische Bewertungsmuster respektieren.





