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Neueste Analysen(7)

Burrys Flutter-Aktie ist ein KAUF! + Burrys Wetten & Shorts
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|11. Aug.

Burrys Flutter-Aktie ist ein KAUF! + Burrys Wetten & Shorts

Zusammenfassung der Marktanalyse und Fokus auf Flutter Entertainment (basierend auf Michael Burrys Transkript)

In diesem Video analysiert der Sprecher die aktuellen Investments und Short-Positionen von Michael Burry, mit einem besonderen Fokus auf Flutter Entertainment. Burry sieht den Markt in einer massiven Blase und prognostiziert einen Crash ähnlich dem von 1987. Seine Wetten zielen auf regulatorische Eingriffe ab, die etablierten Unternehmen wie Flutter zugutekommen könnten.

1. Allgemeine Markteinschätzung und Crash-Prognose

  • Dividendenrendite auf historischem Tief: Die Rendite, die historisch 10 % des Marktwachstums ausmachte, ist auf einem 145-Jahres-Tief.
  • Verzerrte Gewinne: Aktienbasierte Vergütungen verzerren die ausgewiesenen Gewinne; die tatsächliche Ertragskraft sei schwächer als dargestellt.
  • Blasenrisiko: Nur 1,92 % der Zeit in den letzten 15 Jahren lag der Markt mehr als 20 % unter seinem Höchststand – ein nie dagewesenes Phänomen. Burry erwartet einen Crash wie 1987, ausgelöst durch künstliche Nachfrage (z. B. KI-Boom) und gehebelte Anlagen.

    Fachbegriff: Momentum-Getriebener Markt – Kurse steigen nur durch Dynamik, nicht durch fundamentale Werte.

2. Burrys aktuelle Wetten und Shorts

  • Shorts: Semikonduktoren (Oracle, Nvidia, Palantir, Tesla, Micron) und andere (z. B. Caterpillar).
  • Long-Positionen (z. B.: Lululemon, Adobe, JD.com, PayPal) haben seit Burrys Einstieg deutliche Gewinne erzielt (20–43 %).

3. Fokus: Flutter Entertainment – Ein Glücksspiel auf Regulierung

  • Ausgangslage: Aktie um über 60 % gefallen, Marktkapitalisierung auf 111 Mrd. USD (vs. erwartete 368 Mrd. USD).
  • Wachstumsaussichten: Der Online-Glücksspielmarkt soll sich fast verdreifachen. Flutters Umsatzwachstum ist jedoch mit nur 3 % schwach.
  • Finanzielle Probleme:
    • Hohe Verschuldung (Leverage Ratio steigt trotz Buybacks).
    • Goodwill & Intangible Assets: Durch Übernahmen von über 20 Mrd. USD aufgebläht.
    • Freier Cashflow nach Abzug von aktienbasierten Vergütungen und Restrukturierungskosten gering.
  • Burrys These: Ein regulatorischer Schock (z. B. strengere Auflagen für Challenger) könnte Flutter einen massiven Schub geben. Dies sei keine Wertanlage, sondern eine Wette auf politische Intervention.
  • Risiko vs. Chance: Upside von 2–3x (bei Erfolg), aber hohe Volatilität. Ein Worst-Case-Szenario (Verkauf des Unternehmens) gäbe eine Sicherheitsmarge von ca. 10 Mrd. USD.

4. Fazit und Einordnung

  • Der Sprecher selbst lehnt solche Wetten ab („nicht mein Stil“), sieht aber Lernpotenzial in Burrys Analysen.
  • Interessant für Anleger mit toleranter Risikobereitschaft, die auf regulatorische Änderungen spekulieren möchten.

Metrische Umrechnungen: Keine imperialen Einheiten im Transkript; alle Angaben direkt in USD und Prozent.

Neuer Porsche 911 GT3 S/C: Schlechtester GT3 aller Zeiten? | 4K
Top Gear|25. Sept.

Neuer Porsche 911 GT3 S/C: Schlechtester GT3 aller Zeiten? | 4K

Einführung: Der umstrittene Porsche 911 GT3 SC

Dies ist der neueste Ableger des 911 GT3 – das SC-Modell. Es kombiniert das Fahrwerk und den Antriebsstrang des GT3 mit der Karosserie eines 911 Cabriolets. Der Autor ist zunächst skeptisch: Für ihn sollte ein GT3 für Präzision, Rückmeldung und Fahrdynamik stehen – ein Cabriolet erscheint ihm als Verrat.

Technische Details und Leichtbau
  • Karosserie: Motorhaube, Kotflügel und Türen aus Carbon (vom ST).
  • Gewicht: 1.497 kg (ca. 70 kg mehr als das Coupé).
  • Dach: Voll elektrisch, Öffnung in 12 Sekunden bei bis zu 48 km/h.
  • Fahrwerk: Carbon-Stabilisatoren, Querlenker, Schubfeld – alles aus Carbon.
  • Getriebe: Nur 6-Gang-Schaltgetriebe (Doppelkupplungs-Schwungrad statt Einscheiben-Trockenkupplung).
  • Motor: 503 PS, 9.000 U/min, Saugmotor – unverändert großartig.
  • Preis: Ca. 200.500 £ (ca. 35.000 £ mehr als das Coupé).
Innenraum und Ausstattung
  • Sitze: Klappbare Schalensitze, keine Rücksitze.
  • Kopfstützen: Nicht herausnehmbar (anders als im Coupé).
  • Türverkleidungen: Leichtbau vom ST.
  • Fahrmodi: Normal, Sport, Track – inklusive Dämpferverstellung.
  • Windschott: Elektrisch ausfahrbar.
Fahreindrücke auf der Rennstrecke

Der Autor fährt den GT3 SC auf dem Circuito do Algarve in Portimão – bewusst provokativ, denn das Cabriolet ist eigentlich für Landstraßen gedacht.

  • Motor und Getriebe: Hervorragend – der Saugmotor dreht willig bis 9.000, das manuelle Getriebe mit Flat-Shift begeistert.
  • Fahrverhalten: Präzise, ausgewogen, aber nicht ganz so bissig wie das Coupé. Etwas mehr Nachgiebigkeit und ein Hauch von Trägheit spürbar.
  • Karosseriesteifigkeit: Der fehlende Dachaufbau ist spürbar – das Cabriolet wirkt weniger direkt und hat eine etwas weichere Abstimmung.
  • Fazit: Trotz aller Kritik ist der SC ein fantastisches Auto – er bringt einen näher an einen der besten Motoren der Welt. Für Puristen nicht ideal, aber verständlich.
Urteil: Schlechtester GT3 aller Zeiten?

Vielleicht – aber selbst dann wäre er besser als 99 % aller anderen Sportwagen. Der Autor gibt zu, dass er Besitzer zunächst verurteilen würde, aber tief im Inneren Verständnis aufbringt. Fazit: Ein GT3 für Genießer, die den offenen Himmel lieben.

3-Wirkstoff-Kombination verlängert Lebensspanne um 41 % | Dr. Irina Conboy
Modern Healthspan|25. Sept.

3-Wirkstoff-Kombination verlängert Lebensspanne um 41 % | Dr. Irina Conboy

Überblick

Dr. Irina Conboy (ehemals UC Berkeley, jetzt CSO bei Generation Lab) spricht über ihre neue Studie zur selektiven Bekämpfung von Krebs- und seneszenten Zellen und die Zukunft der systemischen Verjüngung.

Studienergebnisse: +41 % Lebensspanne?
  • Die Dreifach-Kombination (DMA) aus Dichloracetat (DCA), Metformin und ABT263 (Navitoclax) wurde an 18–20 Monate alten Mäusen getestet – vergleichbar mit einem 65–70-jährigen Menschen.
  • Ab Behandlungsbeginn lebten die Mäuse etwa 41 % länger; bezogen auf die gesamte Lebensspanne sind es ~10–12 %.
  • Wichtig: Es ging nicht primär um Lebensverlängerung, sondern darum, Krebs- und seneszente Zellen gemeinsam zu eliminieren, ohne gesunde Zellen zu schädigen.
  • Die Mäuse zeigten verbesserte Laufleistung und keine Zunahme von Gebrechlichkeit – trotz Chemotherapie-ähnlicher Behandlung.
Der Mechanismus: Eine gemeinsame Schwachstelle
  • Krebs- und seneszente Zellen haben geschädigte Mitochondrien und sind stark von Glykolyse abhängig.
  • DCA zwingt die Zellen, Pyruvat in die Mitochondrien zu schleusen und oxidative Phosphorylierung zu nutzen.
  • Metformin hemmt den Elektronentransport in den Mitochondrien (Komplex I) und verschärft die Energiekrise.
  • ABT263 blockiert BCL-Überlebensproteine, sodass Cytochrom C freigesetzt wird und die Apoptose eingeleitet wird.
  • Entscheidend: Gesunde Zellen haben genügend funktionierende Mitochondrien und überleben; kranke Zellen sterben selektiv ab.
Sicherheit und Besonderheiten
  • ABT263 wurde nur in einem Zehntel der üblichen Dosis eingesetzt, um Thrombozytopenie (Plättchenmangel) zu vermeiden.
  • In vitro wurden verschiedene menschliche Zellen getestet: Krebs- und seneszente Zellen wurden eliminiert, gesunde Leber- und Neuronenzellen blieben weitgehend unbeeinträchtigt.
  • Die Autoren sehen DMA nicht als klassisches Senolytikum oder Chemotherapeutikum, sondern als duale Therapie gegen beide pathogenen Zelltypen.
Ausblick: Generation Lab und FDA
  • Generation Lab entwickelt einen injizierbaren Ersatz für den neutralen Blutaustausch (TPE), der krankheitserhöhte Blutproteine antagonisiert und Gewebereparatur fördert.
  • Das Medikament „One Generation“ besteht aus zwei FDA-zugelassenen Komponenten und wird für klinische Studien vorbereitet.
  • Mögliche Indikation: Prävention und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen.
  • Dr. Conboy rät von Biohacking mit der Kombination ab, bis die Sicherheit und Dosierung in klinischen Studien validiert sind.
Universal Music Aktie AMS: UMG jetzt €14 Ziel: €74
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|25. Sept.

Universal Music Aktie AMS: UMG jetzt €14 Ziel: €74

Universal Music Group (UMG) – Analyse der Aktie bei €14

Die Aktie von Universal Music Group (UMG) ist im letzten Jahr um 50 % gefallen, von rund €28 auf €14. Bill Ackman (Pershing Square) hatte vor einigen Monaten ein Übernahmeangebot von €30 pro Aktie unterbreitet, das der Vorstand als unterbewertet ablehnte. Nun notiert die Aktie weit unter diesem Niveau. Die folgende Zusammenfassung beleuchtet das Geschäft, die Finanzen, Ackmans These und die aktuelle Bewertung.

Geschäftsüberblick
  • UMG besitzt die Rechte an fast allen großen Musik-IPs und vertritt 9 der 10 weltweit führenden Künstler (u. a. Taylor Swift).
  • Der Markt wächst, vor allem im Streaming-Bereich. Partnerschaften mit Spotify, Tencent und Expansion in Indien.
  • Einziger großer Fehlender: Bad Bunny.
Finanzielle Situation
  • Umsatzwachstum hat sich verlangsamt, Gewinne stabil, aber unter Erwartungen.
  • Free Cashflow ist umstritten: Das Management weist ~1,5 Mrd. € aus, doch nach Investitionen (Katalogkäufe, Akquisitionen wie Downtown) schrumpft er auf ca. 700 Mio. €.
  • Verschuldung stieg von 5,4 Mrd. € auf knapp 13 Mrd. €, Eigenkapital kaum gewachsen (Dividendenausschüttungen).
  • Dividendenrendite derzeit ~3,7 % (1 Mrd. € Ausschüttung).
Bill Ackmans These (gescheitertes Übernahmeangebot)
  • Plan: UMG mit Pershing Square fusionieren, mehr Verschuldung, Aktienrückkäufe, Umzug an die US-Börse (höheres KGV).
  • Zielkurs: €74 bis Dezember 2030 (5-fache Rendite).
  • Kritik: Ackman wollte die Aktie im Wesentlichen mit dem Geld des Unternehmens kaufen – effektiv nur €1,50 Eigenkapital pro Aktie, der Rest aus UMG selbst.
  • Der Vorstand lehnte ab; Ackman verkaufte bereits vor der offiziellen Ablehnung seine Anteile.
Aktuelle Lage & Bewertung
  • UMG kauft mit dem Spotify-Verkaufserlös (2,7 Mrd. €) eigene Aktien zurück.
  • Wahres Free Cashflow-Wachstum ist begrenzt, da UMG keine besseren Verträge mit Streamern aushandeln kann (Split 70/30).
  • Die Aktie notiert mit einem Abschlag von über 50 % zum inneren Wert, typisch für europäische Holdingstrukturen (z. B. Vivendi).
  • Relativ betrachtet ist UMG mit 3,7 % Dividende und geringem Wachstum (~4 %) eine 8 % Gesamtrendite – aber kein klassisches Value-Investment.
  • Risiko: Weiterer Kursverfall; interessant erst bei €10 (10 % Dividendenrendite).
Fazit
  • Kein absolutes Schnäppchen – der Cashflow ist schwächer als dargestellt.
  • Relativ attraktiv für renditeorientierte Anleger, die mit Stagnation leben können.
  • Ein Ackman-ähnlicher Katalysator (US-Listing, höhere Verschuldung) ist vorerst vom Tisch.
Die Revolte der Anleihen-Vigilanten
Benjamin Cowen|25. Sept.

Die Revolte der Anleihen-Vigilanten

Anleihenrenditen schießen in die Höhe
  • Die 10-jährige US-Rendite nähert sich 5,2 %, die 30-jährige liegt bei etwa 5,12 %. Der Markt signalisiert der Fed, dass die Zinsen nicht hoch genug sind.
  • Inflationäre Tendenzen (Tarife, Nahostkonflikt, KI-Ausbau) halten an. Erwartungen treiben die Preise weiter.
Die Lösung für hohe Renditen sind hohe Renditen
  • Historisch führt ein Anstieg der langen Renditen zunächst zu einem Wachstumsschreck (z. B. Bankenkrise 2023), der die Renditen wieder sinken lässt.
  • Derzeit befinden wir uns in der Aufwärtsphase: Der Markt fürchtet Inflation mehr als eine Rezession.
Auswirkungen auf Krypto und Risikoanlagen
  • Hohe Renditen drücken besonders langlaufende Anlagen – darunter Kryptowährungen.
  • Bitcoin hat gegenüber dem S&P 500 seit Jahren nicht outperformed; die Bewertung liegt auf dem Niveau von 2021.
  • Altcoins leiden noch stärker: Sie sind ein Phänomen der Nullzinsphase. Liquidität ist knapp (globales Netto-Liquidität ~25 Billionen vs. 30 Billionen in 2021).
Warum steigt Bitcoin trotzdem?
  • Der Analyst ist selbst überrascht: Bitcoin bei ~84.000 $. Technisch gibt es einen goldenen Kreuz, aber ein Rückfall unter das Mai-Hoch wäre bärisch.
  • Opportunitätskosten: Wer über Jahre dieselbe Rendite wie der S&P erzielt, hinterfragt das Risiko.
Feds Dilemma
  • Die Fed müsste die Zinsen deutlich anheben, um die langen Renditen zu senken – tut sie aber nicht.
  • Derzeitige Politik ist zu akkommodierend (Fed Funds Rate 4 % vs. 2-Jahres-Rendite 4,9 %).
  • Solange kein echter Wachstumsschreck oder eine Krise eintritt, werden die Bond-Vigilanten weiter revoltieren.
Fazit
  • Beobachte die Renditen: Sie bestimmen die Richtung für Risikoanlagen.
  • Eine Krise (wie die Pandemie) wäre nötig, um Liquidität und damit Krypto nachhaltig zu beflügeln. Solange bleibt Krypto eher ein Underperformer.