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Neueste Analysen(7)

Der falkenhafte Kevin Warsh
Benjamin Cowen|28. Aug.

Der falkenhafte Kevin Warsh

Kernbotschaft von Kevin Warshs Jackson-Hole-Rede
  • Warsh zeigt sich falkenhaft (hawkish): Er sieht die Inflation noch nicht unter Kontrolle und hält die Geldpolitik nicht für restriktiv genug.
  • Zinserhöhungen wahrscheinlicher: Die Markterwartungen haben sich gedreht – vor der Rede war eine Zinspause wahrscheinlicher, nun steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung im September auf etwa zwei Drittel.
Mögliche Wiederaufnahme des Quantitative Tightening (QT)
  • Warsh befürwortet eine Reduzierung der Fed-Bilanz und sieht QT nicht als Ersatz für Zinserhöhungen.
  • Widerspruch zur Finanzpolitik: Das Finanzministerium versucht mit seinem Anleiherückkaufprogramm die langfristigen Zinsen zu drücken, während die Fed auf hohe langfristige Zinsen setzt – das könnte die Märkte auf die Probe stellen.
  • Zeitplan für QT: Frühestens Dezember 2026 (ein Jahr nach der Aussetzung), realistischer Anfang 2027. Eine Ankündigung könnte aber bereits im Dezember erfolgen.
Auswirkungen auf Aktien und Krypto
  • Historische Muster: In den 1990ern führte eine späte Zinserhöhung nach einer Zinssenkung zu einer Korrektur von etwa 10 %. Ähnliches könnte sich wiederholen.
  • Korrektur im Herbst möglich: Der Aktienmarkt neigt in der zweiten Hälfte von Midterm-Jahren zu Korrekturen (Vergleich 2014, 2018, 2022). Eine Zinserhöhung wäre ein passendes Narrativ für einen Rückgang von 10–20 %.
  • Bitcoin und Altcoins: Selbst wenn QT zurückkommt, muss das nicht das Ende des Krypto-Bullenmarktes sein. Der Zyklus könnte dem von 2019 ähneln: QT in der ersten Phase, später QE. Bitcoin könnte steigen, während viele Altcoins gegenüber Bitcoin verlieren.
Fazit des Sprechers
  • Die Fed könnte im September die Zinsen anheben, um die Inflation zu bekämpfen – Warsh will nicht denselben Fehler machen wie seine Vorgänger.
  • Eine Korrektur in Q4 2026 wäre normal und würde die Stimmung im Kryptobereich zurücksetzen, bevor der Aufwärtstrend weitergeht.
  • Langfristig bleibt der KI-getriebene Bullenmarkt intakt – große IPOs wie OpenAI (2027) stützen die These.