
Sind Aktien von Lebensmittelmarken tot? Unilever McCormick, GIS, Reckitt, CBP, FLO, KHC
Der Sprecher analysiert mehrere große Lebensmittelkonzerne und kommt zu dem Schluss, dass viele von ihnen strukturelle Probleme haben und als Value Traps (Wertfallen) einzustufen sind. Es wird ein düsteres Bild für die Branche gezeichnet, mit Ausnahme vielleicht kurzfristiger Dividendenrenditen.
Allgemeine Trends und Kritik:
- Wettbewerb durch Eigenmarken: Discounter und Supermärkte wie Walmart bauen ihre Eigenmarken massiv aus. Die traditionelle Markentreue schwindet.
- Management-Probleme: Viele Manager handeln im Eigeninteresse (z. B. durch „goldene Fallschirme“), ohne ausreichende Kapitalbeteiligung („skin in the game“) und treffen fragwürdige Kapitalallokationsentscheidungen.
- Struktureller Niedergang: Der Trend geht weg von stark verarbeiteten Lebensmitteln (GLP-1-Medikamente, Gesundheitsbewusstsein). Umsätze und Gewinne vieler Konzerne sinken.
- Verschuldung: Einige Unternehmen haben trotz fallender Geschäfte hohe Schulden, was das Risiko eines Totalverlusts erhöht.
- Vergleich mit Staatsanleihen: Eine Dividendenrendite von 4-8% ist angesichts eines risikolosen Zinssatzes von 4,5% (10-jährige US-Staatsanleihe) nicht attraktiv genug, um das hohe Verlustrisiko (Dividendenkürzung, Kapitalvernichtung) zu rechtfertigen.
Analyse der Einzelunternehmen:
- Unilever: (KGV 20, Dividende 4%) Kurse seit einem Jahrzehnt stagnierend. Management wird kritisiert. Die Übernahme von McCormick wird als komplex und möglicherweise wertvernichtend angesehen. Das Unternehmen versucht, sich auf „Power Brands“ zu konzentrieren, aber der Wettbewerb durch Eigenmarken ist stark.
- General Mills (GIS): (Dividende 7%) Starker Kursverfall (>60% vom Hoch). Organisches Wachstum und Gewinne brechen ein. Wird als Paradebeispiel für eine Value Trap genannt.
- McCormick: Mehr als 50% Kursverlust seit 2022. Schwächelt.
- Reckitt Benckiser: 50% Kursverlust über 10 Jahre. Die Markenstärke lässt nach. IFRS-Wachstum um 11% gesunken.
- Campbell's Soup (CPB): (Dividende 6%, KGV 11) Negative Geschäftsentwicklung. Bei einer Marktkapitalisierung von 6 Mrd. $ und Schulden von 7 Mrd. $ wird der Wert des Eigenkapitals als nahe Null eingeschätzt.
- Flowers Foods (FLO): Kurs um über 75% gefallen. Eine katastrophale Akquisition führte zu einer Dividendenkürzung. Das Management wird als inkompetent beschrieben.
- Kraft Heinz (KHC): (Dividende 6%) Selbst Warren Buffett machte hier einen Fehler. Die Marke Heinz verliert an Bedeutung. Das Geschäft ist bestenfalls stagnierend.
Fazit des Sprechers:
- Kein Investment: Der Sprecher würde in keine dieser Aktien investieren, da das Risiko eines dauerhaften Kapitalverlusts zu hoch ist. Selbst eine mögliche Verdopplung des Kurses rechtfertigt das Risiko nicht.
- Hoffnung trügt: Die Hoffnung, dass stark gefallene Aktien automatisch wieder steigen, wird als Trugschluss entlarvt („it doesn't“).
- Bevorzugung: Stattdessen sucht der Sprecher nach Unternehmen mit langfristigen Wachstumsaussichten zu fairen Preisen.






