
Tom Lee beweist, dass ETH BESSER als Bitcoin ist
In diesem Video analysiert das Coin Bureau die These, dass Ethereum (ETH) aufgrund von Staking-Erträgen ein besseres Unternehmensasset als Bitcoin (BTC) sei. Am Beispiel von Tom Lees Firma Bitmine wird gezeigt, wie Staking Erträge generiert, aber auch Risiken birgt.
Bitmines Erfolg: Staking dominiert
- Bitmine wandelte sich von einem Bitcoin-Mining-Unternehmen zu einer Ethereum-Treasury-Gesellschaft.
- Im Quartal bis Mai 2026 erzielte Bitmine 46,5 Mio. USD Gesamtumsatz, davon 45,7 Mio. USD (98 %) aus Ethereum-Staking.
- Das Unternehmen hält rund 5,77 Mio. ETH (ca. 4,8 % des gesamten ETH-Angebots), davon 85 % gestakt.
- Tom Lee prognostiziert jährlich 284 Mio. USD Ertrag bei vollständigem Staking aller ETH – das entspricht einer Rendite von ca. 2,7–3,2 %.
Der entscheidende Unterschied zu Bitcoin (z. B. Strategy/MicroStrategy)
- Bitcoin bringt keine Cashflows – er liegt nur im Cold Storage.
- Strategy (früher MicroStrategy) hält rund 845.000 BTC, erzielt aber keine direkten Erträge. Das Modell basiert auf einer MNAV-Prämie (Marktwert > Bitcoin-Bestand), die jedoch 2026 eingebrochen ist (MNAV unter 1,0).
- Strategy musste erstmals BTC verkaufen (32 BTC), um Dividendenverpflichtungen zu decken – ein Bruch des „Never Sell“-Versprechens.
Risiken des Ethereum-Stakings
- Protokoll-Emission: Ein Großteil der Staking-Belohnungen sind neu geschaffene ETH – wer nicht stakt, wird verwässert. Es ist kein externer Ertrag.
- Slashing-Risiko: Bei Fehlverhalten des Validators kann ETH eingezogen werden (bisher niedrige Rate, aber nicht null).
- Smart-Contract- und Zentralisierungsrisiko: Anbieter wie Lido kontrollieren rund 25 % aller gestakten ETH – ein Single Point of Failure.
- Regulierungsrisiko: Staking as a Service steht im Fokus der SEC. Die Haltung hat sich 2025/2026 zwar entspannt, aber kein Gesetz sichert den Status.
- Governance-Risiko: Ethereum kann durch Protokoll-Upgrades die Belohnungen ändern, was die Erträge schmälern könnte.
Die Realität hinter den Zahlen
- Trotz Rekord-Staking-Erlösen verzeichnete Bitmine im selben Quartal einen Nettoverlust von 82–84 Mio. USD (durch Kurseinbrüche von ETH).
- Die durchschnittlichen Anschaffungskosten von Bitmine liegen bei etwa 3.500 USD pro ETH – bei einem Kurs unter 2.000 USD ergibt sich ein unrealisierter Milliardenverlust.
- Die 9,5 % Dividende auf Vorzugsaktien ist eine fixe Verpflichtung, die unabhängig vom ETH-Kurs bedient werden muss.
Fazit: Ertrag ≠ Sicherheit
- ETH-Staking generiert zwar Cashflow, schützt aber nicht vor Kursverlusten des zugrunde liegenden Assets.
- Ein 3 % Ertrag ist wenig Trost, wenn der Wert des Assets um 48 % fällt.
- Bitcoin verzichtet bewusst auf Erträge – das reduziert Risiken wie Slashing, Regulierung oder Governance-Änderungen.
- Die Wahl zwischen ETH und BTC als Treasury-Asset hängt von der Risikotoleranz ab: Cashflow vs. strukturelle Einfachheit.





