Mazzer Mini G im Test: EspressomĂŒhle mit Waage
Die Mazzer Mini G ist eine EspressomĂŒhle mit integrierter Waage, die das Abwiegen des Kaffeepulvers ĂŒberflĂŒssig macht. Ihr robustes, langlebiges Design (30+ Jahre möglich) und die hochwertige Verarbeitung ĂŒberzeugen. Doch es gibt auch SchwĂ€chen.
StÀrken
- Langlebigkeit und Robustheit: Fast unschlagbar in dieser Preisklasse.
- MahlqualitĂ€t: Partikelverteilung im 220er-Bereich â ideal fĂŒr mittlere bis dunkle Röstungen. Der Kaffee fĂ€llt fluffig und homogen in den SiebtrĂ€ger.
- Geschwindigkeit: ca. 10 Sekunden fĂŒr 18 g â solide, aber nicht rekordverdĂ€chtig.
SchwÀchen
- Totraum von 11 g: FĂŒr den Heimgebrauch zu viel, da Bohnen verschwendet werden. Gut fĂŒr BĂŒros oder kleine Gastronomie, wo hĂ€ufig gemahlen wird.
- UmstĂ€ndliche Mahlgradeinstellung: SchwergĂ€ngig und unprĂ€zise â Ănderungen um 4â5 Sekunden pro Strich. FĂŒr Single Dosing ungeeignet.
- Komplizierte MenĂŒfĂŒhrung: Die Software ist nicht intuitiv, die App-Verbindung ist hakelig. Viele unnötige Funktionen (Uhrzeit, ZĂ€hler).
- Fehlertoleranz der Waage: Abweichungen von 0,2â0,3 g möglich, die MĂŒhle mahlt dann nach, was die Extraktion minimal beeinflussen kann.
Einsatzbereiche
- BĂŒros, kleine Gastronomie, Food-Festivals: Ideal fĂŒr mehrere BezĂŒge am Tag.
- Koffeinfreie MĂŒhle: Durch den niedrigen Durchsatz geeignet.
- Nicht fĂŒr zu Hause: Der hohe Totraum und die schwergĂ€ngige Einstellung machen sie fĂŒr den tĂ€glichen Single-Dosing-Einsatz frustrierend.
Fazit
Die Mazzer Mini G ist ein solides Arbeitspferd mit exzellenter Verarbeitung, aber die Technik (Waage, Software, Mahlgradeinstellung) hinkt hinterher. FĂŒr den Preis (ca. 1000 âŹ) sind Alternativen wie die Eureka Mignon Libra oder die Mahlkönig X54 oft nutzerfreundlicher. Empfehlung: Perfekt fĂŒr Semi-Profis, die Robustheit schĂ€tzen â aber nicht fĂŒr den ambitionierten Home-Barista.