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Neueste Analysen(7)

Trump kontrolliert jetzt die Fed
Coin Bureau|23. Aug.

Trump kontrolliert jetzt die Fed

Zusammenfassung: Marktvertrauen und die Unabhängigkeit der US-Notenbank unter Druck

Dieses Transkript analysiert, wie das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Federal Reserve (Fed) schwindet, was zu steigenden Renditen bei US-Staatsanleihen führt.

Der Aufstieg von Kevin Worsh

  • Kevin Worsh wurde im Mai als neuer Fed-Vorsitzender bestätigt. Die Bestätigung fiel knapp aus (54:45), und die Zeremonie fand erstmals seit 1987 wieder im Weißen Haus statt.
  • Präsident Trump betonte Worshs Unabhängigkeit, doch die Umstände seiner Ernennung schüren Zweifel.
  • Worsh gilt als Falke, der Zinserhöhungen bevorzugt. Trotz seines hawkischen Kurses verharrt die Fed auf unveränderten Zinsen, da die Inflation (Kern-PCE bei ca. 3,4%) weiterhin erhöht ist.

Glaubwürdigkeitsproblem der Fed

  • Der Markt traut der Fed nicht vollständig. Die enge Verbindung Worshs zu Präsident Trump (über seinen Schwiegervater) und zu Finanzminister Scott Bessent (gemeinsamer Mentor, wöchentliche Treffen) lassen die Unabhängigkeit der Zentralbank infrage stellen.
  • Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen ist auf ein 19-Jahres-Hoch von über 5,2% gestiegen, obwohl die Fed die Zinsen nicht senkt. Dies deutet auf einen Vertrauensverlust hin.

Globale Marktbewegungen

  • Japan, der größte ausländische Halter von US-Staatsanleihen, verkauft massiv US-Anleihen (im ersten Quartal 2026 netto 29,6 Milliarden USD). Grund ist die Schwäche des Yen, der gegenüber dem Dollar auf ein 40-Jahres-Tief fiel.
  • Eine koordinierte Intervention (Juli) zur Yen-Stützung durch die USA und Japan war nur kurz erfolgreich. Der US-Anteil war gering, was die mangelnde Bereitschaft Washingtons zeigt, den Dollar zu schwächen.
  • Finanzminister Bessent drängt darauf, dass die Fed eine Fazilität ausbaut, über die Japan Dollar leihen kann, ohne US-Anleihen verkaufen zu müssen. Die derzeitige Nichtnutzung dieser Fazilität signalisiert ein unausgesprochenes Problem.

Auswirkungen auf Anleger

  • Ein Verlust der Fed-Glaubwürdigkeit führt zu einem dauerhaft höheren Zinsniveau für die USA, nicht zwangsläufig zu einem Crash.
  • Zentralbanken weltweit kaufen seit 2022 Gold als Absicherung gegen das Dollarrisiko. Auch Bitcoin gewinnt in diesem Umfeld an Attraktivität, da es als von politischer Einflussnahme unabhängiges Asset gilt.
  • Anleger sollten beobachten: 1. Steigende Langfristzinsen trotz stabiler Fed-Zinsen, 2. Nutzung der Dollar-Fazilität durch Japan, 3. Fortgesetzte japanische Verkäufe von US-Anleihen. Dies könnte den 10-jährigen US-Zins um 20 bis 50 Basispunkte nach oben treiben.