Kernidee: Reps in Reserve (RIR)
Reps in Reserve (RIR) ist ein MaĂ dafĂŒr, wie hart ein Satz wirklich war â also wie viele Wiederholungen du noch ĂŒbrig hĂ€ttest, bis zum mechanischen Muskelversagen.
- 0 RIR: Du erreichst das vollstĂ€ndige mechanische Versagen â keine weitere Wiederholung in guter Form möglich.
- 1 RIR: Du könntest mit MĂŒhe wahrscheinlich noch eine weitere Wiederholung schaffen.
- 2â3 RIR: Du hast noch ein bis zwei Wiederholungen in Reserve, aber der Satz ist bereits anstrengend.
- 4+ RIR: Das wird fĂŒr Jeff bereits zu Junk-Volume â auĂer beim AufwĂ€rmen.
Problem: Wahrnehmung von Anstrengung
Die meisten Menschen â sogar Trainer â unterschĂ€tzen ihre tatsĂ€chliche LeistungsfĂ€higkeit oft um ein bis drei Wiederholungen. Wer nicht genau weiĂ, was â0 RIRâ bedeutet, kann auch die feinen Unterschiede zwischen 1, 2 oder 3 RIR nur schwer einschĂ€tzen.
Lösung: So nah wie möglich ans Muskelversagen trainieren
Jeff empfiehlt, SÀtze möglichst oft bis nahe an das mechanische Versagen zu bringen. Dabei unterscheidet er zwischen:
- Psychologischem Versagen: Man könnte körperlich noch, will aber die unangenehme Anstrengung nicht mehr ertragen.
- Formversagen: Die Wiederholung wird langsamer oder etwas unsauberer â das ist okay, solange die Kontrolle bleibt.
- Gelenkschmerzen: Das ist das absolute Stoppsignal. Bei Schmerzen im Gelenk sollte der Satz sofort abgebrochen werden.
Wichtiger Unterschied: Gutes vs. schlechtes Formversagen
Es geht nicht um schlampige, instabile Wiederholungen, sondern um gutes Formversagen: Du kĂ€mpfst dich bis zu dem Punkt, an dem die Bewegung körperlich nicht mehr abgeschlossen werden kann â ohne Kompensation oder Verlust der KörperstabilitĂ€t.
Fazit
Wer regelmĂ€Ăig echte IntensitĂ€t bis zum Formversagen trainiert, kann das Trainingsvolumen reduzieren, Gelenke schonen und durch höhere IntensitĂ€t bessere Ergebnisse erzielen. Das objektive Signal âIch kann das Gewicht nicht mehr bewegenâ hilft dabei, Junk-Volume zu vermeiden und die TrainingsqualitĂ€t deutlich zu steigern.