
Bitcoin Social Risk
In diesem Video wird das sinkende soziale Interesse an Kryptowährungen analysiert, insbesondere im Vergleich zur Marktentwicklung von Bitcoin.
- Aktuelle Situation: Das soziale Risiko (Social Risk) im Krypto-Bereich fällt weiter. Die Branche durchläuft eine Phase der Ernüchterung, da sie erkennt, dass sie nicht ewig von Hype und Spekulation leben kann, sondern echte Produkte mit Nutzen benötigt.
- Vergleich mit 2019: Der aktuelle Marktzyklus wird stark mit dem Jahr 2019 verglichen:
- Geldpolitik: In beiden Fällen senkte die US-Notenbank (Fed) die Zinsen um 75 Basispunkte (2019: von 2,5% auf 1,75%; 2025: von 4,5% auf 3,75%).
- Quantitative Tightening (QT): In beiden Zyklen endete die quantitative Straffung kurz nach dem Bitcoin-Höchststand (2019: Top im Juni, QT-Ende im August; 2025: Top im Oktober, QT-Ende im Dezember).
- Soziales Interesse: Der Rückgang des sozialen Interesses wird anhand mehrerer Metriken gemessen:
- Google Trends für Bitcoin
- Ranking der Coinbase-App
- YouTube-Abonnenten und -Aufrufe von Krypto-Kanälen
- Twitter-Follower von Analysten, Börsen und Layer-1-Projekten
- Wikipedia-Seitenaufrufe Die aktuelle Situation zeigt, dass YouTube-Kanäle im Durchschnitt Abonnenten verlieren und die Aufrufzahlen stark gesunken sind (von 3-4 Millionen pro Tag auf deutlich weniger).
- Auswirkungen auf Altcoins: Das geringe soziale Interesse führt zu einem anhaltenden Ausbluten der Altcoin-Märkte. Viele Altcoins aus dem Jahr 2021 notieren unter ihren Tiefstständen von 2022. Im Gegensatz zu früheren Zyklen gibt es keine neue Welle von Altcoins mit hoher Marktkapitalisierung, die diese Schwäche kaschieren könnte.
- Bitcoin-Dominanz: Trotz eines kurzen Rücksetzers steigt die Bitcoin-Dominanz (insbesondere ohne Stablecoins) weiter an, solange das soziale Interesse niedrig bleibt. Dies deutet darauf hin, dass Anleger in unsicheren Zeiten weiterhin auf Bitcoin als sichereren Hafen setzen.
- Gründe für das geringe Interesse:
- Erschöpfung durch Memecoin-Betrug: Viele Anleger sind von den zahlreichen Memecoin-Scams und Rug Pulls enttäuscht.
- Hohe Zinsen: Hohe Zinsen und quantitative Straffung lenken die Aufmerksamkeit der Menschen eher auf Alltagsausgaben als auf spekulative Krypto-Investitionen.
- Identitätskrise der Branche: Der Fokus auf Memecoins und kurzfristige Geldbeschaffung statt auf echte technologische Entwicklung hat der Glaubwürdigkeit der Branche geschadet.
- Zukunftsausblick:
- Erholung des Interesses: Es wird erwartet, dass das soziale Interesse frühestens Ende 2025 seinen Tiefpunkt erreicht.
- Voraussetzung für Erholung: Eine deutliche Lockerung der Geldpolitik (Zinssenkungen) wäre nötig, um das Interesse wieder zu beleben. Solange die KI-Blase anhält, besteht für die Fed jedoch kein Druck zu handeln.
- Mahnung an die Branche: Der Sprecher hofft auf eine Reifung der Krypto-Industrie mit mehr Integrität, weg von leeren Versprechungen und hin zu echten Innovationen, damit zurückkehrende Anleger nicht erneut in die Irre geführt werden.






