
Bitcoin hat gerade bewiesen, dass es Saylor nicht braucht
Dieses Video analysiert, wie der Bitcoin-Kurs trotz der Verkaufs- und Kaufpause von Strategy (ehemals MicroStrategy) gestiegen ist und damit die These widerlegt, Bitcoin sei von Michael Saylor abhängig.
Der Wendepunkt: Strategy stoppt Bitcoin-Käufe und verkauft sogar
- Am 22. Juni kaufte Michael Saylor die letzten 520 Bitcoin. Darauf folgte eine fünfwöchige Pause – die längste seit 2020.
- Nur sechs Tage später fiel Bitcoin unter 59.000 US-Dollar.
- Strategy verkaufte 3.588 Coins direkt in den Tiefststand hinein.
- Der größte Unternehmenskäufer des Marktes zog sich zurück – und Bitcoin erholte sich trotzdem.
Der Grund für Saylors Strategiewechsel
- Am 29. Juni kündigte Strategy einen neuen „Digital Credit Capital Framework“ an, der eine Kehrtwende bedeutet:
- USD-Reserve-Politik: Eine Mindestbarreserve für 12 Monate Zins- und Dividendenzahlungen.
- Bitcoin-Verkaufsprogramm: Genehmigung, Coins im Wert von bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar zu verkaufen.
- Aktienrückkäufe: 2 Milliarden US-Dollar für Rückkäufe eigener Vorzugs- und Stammaktien.
- Dividendenerhöhung: Auf 12 % jährlich für die STRC-Vorzugsaktie.
- CFO Andrew Kang erklärte: „Bitcoin ist Kapital“ – also ein Vermögenswert, den man je nach Rendite einsetzt.
Das Ende des „Accumulations-Flywheels“
- Strategy sammelte im Juli über eine Milliarde US-Dollar durch Aktienemissionen ein, kaufte aber keine Bitcoin.
- Stattdessen floss das Geld in die Kreditreserve und den Rückkauf eigener Aktien – das Gegenteil der früheren Strategie.
- Die Barreserven stiegen auf 3,75 Milliarden US-Dollar (Allzeithoch).
Bitcoin rallyt trotzdem: Wer kaufte?
- Bitcoin-ETFs: Nach einem Abfluss von 4,5 Milliarden US-Dollar im Juni kehrten die Zuflüsse im Juli zurück (981 Millionen US-Dollar in sieben Tagen).
- Andere Unternehmen: Japans Metaplanet kaufte in derselben Woche, in der Strategy verkaufte, 2.823 Bitcoin.
- Langzeithalter: Wechselten von Verkauf zu Netto-Akkumulation – kleinere und mittlere Wallets kauften die ETF-Abflüsse auf.
- Bitwise-CIO Matt Hogan: „Die Ära von Strategy als dominanter Käufer ist wahrscheinlich vorbei. Institutionen schließen die Lücke.“
Der veränderte Risikorahmen
- Das Verkaufsprogramm ist auf 1,25 Milliarden US-Dollar (ca. 2,5 % der Bestände) begrenzt – bisher zu 17 % genutzt.
- Die Liquiditätsreserve deckt nun 24–28 Monate Verpflichtungen (vorher 10 Monate).
- Der MNAV (Multiple Net Asset Value) fiel kurzzeitig unter 1, stieg aber wieder auf 1,03 – der Markt bewertet die Strategie wieder positiv.
Fazit: Bitcoin ist nicht länger eine Ein-Mann-Wette
- Die These, Bitcoin sei von Saylor abhängig, ist widerlegt: Strategy pausierte und verkaufte, doch Bitcoin stieg – getragen von ETFs und Langzeithaltern.
- Das Risiko eines erzwungenen Verkaufs von Strategy ist jetzt quantifizierbar und begrenzt.
- Der Marginalkäufer hat sich von einem einzigen Unternehmen zu einer dezentralen Gruppe von Institutionen und Privatanlegern verlagert.
Warnung: Einige kleinere Unternehmen liquidierten ihre Bitcoin-Bestände, um Schulden zu bedienen. Analysten warnen vor einer möglichen erneuten Testung der 55.000 US-Dollar, falls die ETF-Nachfrage nachlässt.






