
Die 7 Gewohnheiten von Menschen, die langsamer altern | Dr. Steve Horvath
In dieser Episode des Podcasts spricht Rhonda Patrick mit dem renommierten Alternsforscher Dr. Steve Horvath, dem Entwickler der Horvath-Uhr und anderer epigenetischer Uhren. Horvath erklärt, wie biologische Alterung gemessen wird und welche Faktoren sie beschleunigen oder verlangsamen können.
Wichtigste Erkenntnisse
- Biologische Alterung messen: Es gibt verschiedene epigenetische Uhren (z. B. Horvath-Uhr, PhenoAge, GrimAge, DunedinPACE), die unterschiedliche Aspekte des Alterns erfassen – von der Sterblichkeitsrate bis zur Alterungsgeschwindigkeit.
- Lebensstilinterventionen:
- Multivitamine: In der COSMOS-Studie verlangsamte die tägliche Einnahme eines Standard-Multivitamins die Hirnalterung um 2,1 Jahre und die episodische Gedächtnisalterung um fast 5 Jahre.
- Omega-3-Fettsäuren: In einer randomisierten kontrollierten Studie zeigte Omega-3 eine günstige Wirkung auf die epigenetischen Uhren.
- Vitamin D: Bei Personen mit Vitamin-D-Mangel führt die Supplementierung zu einer Verlangsamung der biologischen Alterung; bei ausreichendem Spiegel zeigt sich kein Effekt.
- Körperliche Aktivität: Intensive Ausdauerübung (z. B. 4,5 Stunden Radfahren pro Woche über 6 Monate) reduzierte den GrimAge um 7,4 Monate. Normales Gehen oder moderates Training zeigen nur schwache Effekte.
- Ernährung: Ein hoher Verzehr von Gemüse (gemessen an Carotinoid-Spiegeln) korreliert stark mit einer niedrigeren epigenetischen Alterung – stärker als Bewegung.
- Gewichtsverlust: Starke Gewichtsabnahme (z. B. durch GLP-1-Agonisten oder Lebensstiländerungen) verbessert alle epigenetischen Uhren, besonders bei übergewichtigen Personen.
- Soziale Beziehungen: Starke familiäre und gemeinschaftliche Bindungen reduzieren den GrimAge – teilweise stärker als traditionelle Entzündungsmarker.
- Schlaf: Schlafstörungen sind mit einer erhöhten epigenetischen Alterung assoziiert, die genauen Mechanismen werden noch erforscht.
- Stress: Kurzfristiger psychologischer Stress scheint keinen Einfluss auf die epigenetischen Uhren zu haben; chronischer oder schwerer Stress (z. B. Traumata) dagegen schon.
- Yamanaka-Faktoren: Teilweise Reprogrammierung durch Yamanaka-Faktoren kann Zellen verjüngen, aber einige Schäden (z. B. somatische Mutationen) bleiben bestehen.
Horvath betont, dass die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn mehrere gesunde Maßnahmen kombiniert werden (z. B. Omega-3, Bewegung, soziale Bindungen). Er selbst praktiziert einen gesunden Lebensstil: täglich 30 Minuten Bewegung, Omega-3, Multivitamin, Vitamin D, viel Gemüse und ein kühlendes Matratzen für besseren Schlaf.






