
Why Crypto’s Next Big Move Is Buying Real Businesses | Santiago Roel Santos
Santiago R. Santos, Gründer und CEO von Inversion, erklärt in diesem Gespräch seine ungewöhnliche Strategie: Statt weitere Krypto-Apps zu entwickeln, kauft Inversion profitable traditionelle Unternehmen, modernisiert ihre Finanzinfrastruktur und setzt Blockchain dort ein, wo sie echten Mehrwert bringt – schneller, günstiger, effizienter. Das Ziel ist ein „Berkshire Hathaway on Chain“ – Krypto nicht als Spekulation, sondern als Betriebssystem für echte Firmen.
🧭 Santiagos Weg und die Motivation- Aufgewachsen in Mexiko, erlebte er die Ineffizienz des traditionellen Finanzsystems – Zugang zu Finanzdienstleistungen ist teuer und umständlich.
- Arbeitete bei JP Morgan, Sageview Capital und ParaFi Capital, investierte in über 150 Krypto-Projekte.
- Erkenntnis: Trotz verbesserter Infrastruktur (günstige Transaktionen, bessere UI/UX, regulatorische Fortschritte) bleibt die User-Akquise das Hauptproblem – weniger als 100 Millionen aktive On-Chain-Nutzer.
- Statt Nutzer zu überzeugen, kauft Inversion etablierte Unternehmen mit bestehenden Kundenbeziehungen und führt Krypto im Hintergrund ein (z. B. Stablecoins für Zahlungen, Treasury-Management, Abrechnungen).
- Beispiel: SpaceX nutzt Stablecoins für grenzüberschreitende Lieferantenzahlungen.
- Ziel: Krypto soll unsichtbar werden – Nutzer merken nichts von der Blockchain, sie erleben nur bessere, günstigere Dienstleistungen.
- Inversion baut nicht auf Ethereum, sondern auf Avalanche, um eine maßgeschneiderte, souveräne Block Space zu haben.
- Analogie: „Autos kaufen, effizienter machen – und dann auch die Straße (die Chain) besitzen, um Gebühren zu kassieren.“
- Keine dogmatische Entscheidung: Wenn es sinnvoll ist, werden auch andere Chains (z. B. Solana) genutzt – Multi-Chain-Ansatz.
- Eigene Chain soll später kommen, wenn genügend „Autos“ (Unternehmen) vorhanden sind und die Verkehrssteuerung optimiert werden muss.
- Inversion hat 18 Monate lang über 40 Branchen analysiert, aber noch kein Unternehmen gekauft – Disziplin ist wichtiger als schnelle Deals.
- Beispiel Remittance-Unternehmen: Stablecoins senken Kosten, aber die Wertschöpfungskette ist komplex (physische Auszahlungspartner, Regulierung). Die Einsparungen kommen oft den Kunden zugute, nicht dem Unternehmen – Geschäftsmodell wird nicht automatisch profitabler.
- Fazit: Stabile Coins sind nützlich, aber kein Allheilmittel. Inversion sucht Firmen mit dauerhaftem Wettbewerbsvorteil (technologie-resistent), bei denen Krypto einen massiven Hebel bietet (nicht nur 1-2% Einsparung).
- Ein Inversion-Token ist möglich, aber nicht sicher – Priorität liegt auf guten Akquisitionen, nicht auf Token-Spekulation.
- Santiago betont die Bedeutung von Transparenz und Informationspflicht – ähnlich wie bei börsennotierten Unternehmen, um Vertrauen zu schaffen.
- AI wird eine große Rolle spielen (z. B. autonome Agenten, die mit Blockchain interagieren). Ein Folgegespräch ist bereits angedacht.
- Inversion verfolgt einen risikoarmen, wertorientierten Ansatz: Kauf guter Unternehmen, Optimierung durch Technologie, langfristiges Halten (ewig, wie Berkshire).
- Krypto wird nicht direkt beworben, sondern als unsichtbarer Motor – die Adoption misst sich an der Anzahl der Nutzer, die von schnelleren, günstigeren Diensten profitieren, ohne je ein Wallet zu sehen.





