
Bankless|07. Juli
Warum Hyperliquid das Rennen um die „Everything Exchange“ gewinnen könnte
🌍 Das Ziel: Die 'Everything Exchange'
- Hyperliquid (HYPE) hat das Potenzial, von einer reinen Perpetual-Exchange (Perp-DEX) zur zentralen Plattform für den Handel mit jedem beliebigen Vermögenswert zu werden – von Krypto über Aktien, Rohstoffe bis hin zu Event-Kontrakten.
- Diese Vision einer globalen, dezentralen Börse wird als die 'Everything Exchange' bezeichnet.
- Portfolio-Margining – Das wichtigste Feature: Ein einziges Besicherungskonto (Cross-Margin) für alle Positionen (z.B. Bitcoin, Öl, Optionen). Ermöglicht effiziente, abgesicherte Trades und schafft einen Netzwerkeffekt, der Nutzer an die Plattform bindet.
- HIPP3 – Permissionless Markets: Jeder kann gegen eine Gebühr von 500.000 HYPE neue Märkte erstellen. Dies hat die Markterstellung dezentralisiert und ermöglicht das schnelle Hinzufügen von Märkten (z.B. Öl und Gold). Trägt bereits zu über einem Drittel des Handelsvolumens bei.
- Builder Codes: Entwickler können eigene Frontends bauen, die an Hyperliquid anbinden und eine Umsatzbeteiligung erhalten. Dies macht potenzielle Konkurrenten zu Partnern und verbessert die Distribution.
- Token-Ökonomie: Der HYPE-Token ist das Herzstück der Wertschöpfung. Alle Einnahmen fließen in den Aufkauf und die Verbrennung von HYPE. Er wird auch für Einsätze und Gas-Gebühren benötigt.
- Einfach & direkt: Keine komplizierten Strukturen mit Equity und Token. Die Einnahmen der Plattform kaufen HYPE zurück und verbrennen es.
- Tushar Jain (Multicoin) bewertet die vier Kernannahmen für den Token-Wert:
- Wachstum des gesamten Krypto-Derivatevolumens
- Marktanteil von DEXs an diesem Volumen
- Hyperliquids Anteil an den DEXs
- Zinserträge aus Stablecoin-Beständen (durch die Coinbase-Partnerschaft)
- Echtes Nutzerinteresse vs. incentiviertes Volumen bei Konkurrenten (z.B. Aevo, Lighter):
- Echtes Volumen zeigt sich in Liquidationsdaten, die nicht gefälscht werden können.
- Open Interest ist ein besserer Indikator als reines Handelsvolumen, da es echtes Kapital bindet.
- Hyperliquid weist im Vergleich zu Wettbewerbern ein höheres Verhältnis von Liquidationen zu Handelsvolumen auf, was auf echte, risikotragende Nutzer hindeutet.
- Hyperliquid ist momentan stark offshore ausgerichtet, was mehr Freiheit bietet.
- Ein möglicher Weg in die USA führt über:
- Legalisierung von Perps durch die CFTC (erste Schritte wurden mit Kalshi gemacht).
- Verabschiedung des 'Clarity Act', der DeFi-Projekte regulatorisch schützt.
- Hyperliquid erfüllt die Kriterien des Gesetzes (z.B. Open Source, Validator-Anzahl).
- Regulierte Frontends (z.B. große Wallets wie Phantom) routen Volumen an Hyperliquid.
- Größte Begeisterung: Die Kombination aus der dezentralen Vision ('DeFi-Mullet') und der extremen Ausführungsgeschwindigkeit des kleinen, effizienten Teams (~14 Entwickler).
- Risiken: Die monatlichen Token-Unlocks des Teams sind erheblich (ca. 10 Mio. HYPE pro Monat). Das Team scheint jedoch weiterhin hoch motiviert zu sein.
- Tushar's Kernaussage: Der Weg zur Everything Exchange ist nicht festgelegt, aber Hyperliquid ist der glaubwürdigste Pfad.






