
Die 18-Milliarden-Dollar-Bedrohung für Strategy-Aktien
MSCI hat ein neues Regelwerk eingeführt, um operative Unternehmen von Anlagevehikeln zu trennen. MicroStrategy (inzwischen "Strategy") droht der Ausschluss aus den Indizes. Der Gateway-Test prüft, ob das operative Geschäft ausreicht. Für Strategy sieht es schlecht aus: Das Softwaregeschäft macht nur noch 0,9 % der Vermögenswerte aus. Das Unternehmen fällt bei 4 von 5 Tests durch.
Der Verlust passiver KaufkraftKonkret geht es nicht um ein Börsen-Delisting, sondern um den Ausschluss aus den MSCI-Indizes. Das Problem: Rund 13 Millionen MSTR-Aktien (1,8 Mrd. USD) werden passiv von Indexfonds gehalten, die MSCI nachbilden. Diese Fonds wären gezwungen, ihre Bestände abzustoßen, sobald Strategy aus dem Index entfernt wird. Dies würde die Nachfrage nach MSTR drastisch senken und das Herz von Strategys Finanzierungsmodell, den MNAV-Kreislauf (Marktwert zu Nettoinventarwert), zerstören.
Der "Infinite Money Glitch" schwächeltStrategys Modell basiert auf dem Verkauf eigener Aktien mit einem Aufschlag zum ATM-Programm. Ohne die passiven Index-Käufer wird es teurer und schwieriger, neue Bitcoin zu kaufen. Ein deutliches Zeichen ist die aktuelle Kapitalallokation: Strategy gibt 8 USD für STRC-Rückkäufe (Vorzugsaktien) für jeden 1 USD aus, der in Bitcoin fließt. Die Priorität liegt gerade nicht mehr voll auf BTC-Akkumulation.
Zeitplan und Folgen für Bitcoin- 11. November: MSCI veröffentlicht die finale Streichungsliste.
- 30. November: Frist für die Abwicklung der Bestände.
- 1. Dezember: Die neuen Indizes treten in Kraft.
Fazit: Ein erzwungener Bitcoin-Verkauf ist nicht direkt zu erwarten, aber die Maschine, die Bitcoin auf Unternehmensebene akkumuliert hat, würde entscheidend geschwächt. Die 18-Milliarden-Dollar-Bedrohung zielt auf die Aktie, aber die Schockwellen treffen die zukünftige institutionelle Bitcoin-Nachfrage.






