
NFA Live! Anleiherenditen steigen, Krypto stagniert & Ist KI überbewertet?
In dieser Episode diskutieren Host, Ben Cowan und Rob Wolf über aktuelle Marktentwicklungen, die Stimmung in den sozialen Medien und den Nutzen von KI.
📈 Anleiherenditen und ihre Auswirkungen
- Ben Cowan prognostiziert einen baldigen lokalen Höhepunkt der Renditen, möglicherweise um die Zwischenwahlen (Midterms) herum. Grund: Die Märkte zweifeln an den weichen PCE-Daten und der Zinspolitik der Fed.
- Anleihe-Vigilanten rebellieren, da die 2-jährige Rendite bei ~4,8-4,9 % liegt – kein restriktives Niveau. Ein weiterer Zinsanstieg könnte folgen, bevor ein Höhepunkt erreicht wird.
- Metalle (Gold, Silber) könnten als Frühindikator für eine Renditewende dienen: Sie erreichen oft einen Tiefpunkt, bevor die Renditen ihren Höhepunkt haben.
- Wichtige Erkenntnis: Steigende langfristige Renditen müssen nicht negativ für Krypto sein; im Jahr 2026 stieg Bitcoin sogar mit den Renditen.
🤔 Krypto-Markt: Stagnation im Oktober?
- Rob Wolf ist eher bärisch: Geopolitische Spannungen (Iran) und steigende Dieselpreise könnten die Inflation neu anheizen, was die Fed zu weiteren Zinserhöhungen zwingen würde. Er erwartet eine Bereinigung bis Q4 und den Zwischenwahlen.
- Ben Cowan sieht den nächsten großen Katalysator im Inflationsbericht der kommenden Woche. Ein heißer Bericht wäre negativ für Krypto; ein weicher könnte Auftrieb geben.
- Er warnt davor, dass nicht jeder Zyklus einen Altcoin-Boom bringen muss – restriktive Geldpolitik könnte Bitcoin erneut outperformen lassen.
- Liquidität ist entscheidend: Solange die Aktienmärkte auf Allzeithochs bleiben, hat die Fed wenig Grund zu lockern.
😟 Sind Social-Media-Algorithmen zu pessimistisch?
- Rob Wolf vergleicht KI mit dem Aufkommen von Geldautomaten (ATMs). ATMs vernichteten nicht Arbeitsplätze, sondern schufen mehr durch günstigere Filialen und neue Aufgaben (Verkauf). KI wird Aufgaben ersetzen, aber neue Jobs schaffen – ähnlich wie bei ATMs.
- Wichtig: Technologie + Regulierung = Boom. Beispiel: Das Riegle-Neal-Gesetz von 1994 beschleunigte das Filialwachstum durch ATMs. Für Krypto bräuchte es klare Regulierung.
- Ben Cowan betont die Gefahr von Echokammern. Er folgt gezielt 20-30 Accounts mit gegensätzlichen Meinungen, um nicht in einer „Doom-Blase“ zu stecken. Er beneidet Menschen, die sich nicht um Bitcoin-Kurse oder Renditen kümmern.
- Content-Ersteller bestätigen: Positive Geschichten werden seltener angeklickt – die Nachfrage nach negativen Inhalten ist höher.
🤖 Wie sinnvoll ist KI wirklich?
- Rob Wolf nutzt KI für spezifische Aufgaben (Texte, Steuern, Video-Grafiken), gibt ihr keinen Zugriff auf Bank- oder Handelskonten. Er vergleicht die anfängliche Skepsis mit der von Online-Zahlungen.
- Ben Cowan setzt KI als Reiseagenten (Reiseplanung Neuseeland) und für Marktanalysen (neue Chart-Darstellungen) ein. Er betont: Wer KI beherrscht, wird nicht ersetzt, sondern ersetzt andere.
- Beide sind sich einig: KI ist kein Allheilmittel, aber ein mächtiges Werkzeug, das man erlernen sollte.
💡 Fazit
- Anleiherenditen könnten bald ihren Höhepunkt erreichen, was positiv für Krypto wäre.
- Der Kryptomarkt braucht entweder eine Bereinigung oder weiche Inflationsdaten.
- Doom-Denken ist ein Echo der Algorithmen – ein Blick über den Tellerrand lohnt sich.
- KI ist wie ein moderner Geldautomat: Sie verändert Arbeit, macht sie aber nicht obsolet. Diejenigen, die sie nutzen, werden die Nase vorn haben.






