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Neueste Analysen(7)

NFA Live!
Coin Bureau Podcast|28. Mai

NFA Live!

Marktlage: Stagnation und Langeweile
  • Der Kryptomarkt ist aktuell extrem flach und bewegt sich seitwärts.
  • Im Gegensatz zu 2022 mit dramatischen Zusammenbrüchen (Celsius, FTX, Luna) fehlen spektakuläre Ereignisse.
  • Bitcoin notiert bei 73.423 USD (–3 % in 24h, –5 % in der Woche) und liegt dennoch über wichtigen Durchschnitten (200/250 Tage).
Warum ist der Markt so langweilig?
  • Krypto wird zur Infrastruktur: Blockchain-Projekte sind im Kern „nur“ Datenbanken – weniger revolutionär, mehr Backend-Technologie.
  • KI dominiert den Hype: Künstliche Intelligenz hat die Aufmerksamkeit der Investoren übernommen.
  • Regulatorische Reifephase: Themen wie der Clarity Act und ethische Debatten sind zwar notwendig, aber zäh und bürokratisch.
Strategien für Anleger
  • Geduld ist gefragt: Historisch gesehen sind Midterm-Jahre (wie 2022 oder aktuell) immer schwach. Erst im zweiten Halbjahr (z. B. Juli–September) ergeben sich Kaufgelegenheiten.
  • Opportunitätskosten nutzen: Andere Märkte boomen (S&P 500, Energie, Schwellenländer). Wer hier investiert, vermeidet Frust und stärkt das Kapital für spätere Krypto-Käufe.
  • Nicht in fallende Messer greifen: Besser abwarten, bis sich der Abwärtstrend verlangsamt oder der Zyklus in die Akkumulationsphase übergeht.
Ausblick und Alternativen
  • Energie & KI als Nebenwetten: Energie wird knapper, KI wächst rasant – Gelegenheiten in SpaceX, OpenAI oder Energieunternehmen.
  • Anleihen werden attraktiv: Die 10-jährige US-Rendite liegt bei etwa 4,5 %, britische Staatsanleihen auf Niveau von 1998.
  • IPO-Welle: SpaceX, OpenAI und Co. könnten Liquidität aus dem Markt ziehen, bieten aber langfristig Chancen – erinnert an die Dotcom-Ära.
Indikatoren: Wenig hilfreich
  • Cyclische Muster sind verlässlicher: Die 4-Jahres-Zyklen haben sich bewährt – kaufen im Midterm-Jahr, verkaufen im Post-Halving-Jahr.
  • Trump als „Indikator“: Seine Truth-Social-Posts beeinflussen den Markt stark – fast schon eine eigene Trading-Strategie.
Fazit
  • Keine Panik bei Kursverlusten: Verkäufe sollten nicht aus Angst, sondern strategisch erfolgen. Der beste Zeitpunkt zum Verkauf war Q4 2024.
  • Rezession als Chance? Sollte eine Rezession ausgerufen werden, könnte Bitcoin früher als Aktien vor der offiziellen Bekanntgabe den Boden finden – abhängig von der Geldpolitik.
  • Ignorieren im ersten Halbjahr: Die erste Jahreshälfte ist für Krypto oft verloren – besser in andere Assetklassen investieren und Geduld bewahren.
Warum Heizen TEURER wird (und was du dagegen tun kannst)
Finanzfluss|04. Okt.

Warum Heizen TEURER wird (und was du dagegen tun kannst)

Warum Heizen teurer wird (und was du dagegen tun kannst)

Die aktuelle Situation: Heizkosten explodieren?
  • Gaspreis gestiegen: Seit Januar 2025 ist der Gaspreis um das zweieinhalbfache gestiegen.
  • Hauptgrund: Der Konflikt im Iran und die Blockade der Straße von Hormus, durch die ein Viertel des weltweit verschifften Öls und ein Fünftel des Flüssiggases (LNG) transportiert wird.
  • Globale Auswirkungen: Obwohl Deutschland kaum direkt betroffen ist, steigen die Weltmarktpreise für alle.
  • Gasspeicher: Der angestrebte Füllstand von 80% vor dem Winter wird voraussichtlich nicht erreicht.
Konkrete Kosten für eine Beispielwohnung (70 m²)
EnergieträgerPrognostizierte Kosten 2026Preisänderung zum Vorjahr
Heizöl1.275 €+24 %
Fernwärme1.310 €kaum teurer
Holzpelletssteigend+17 %
Erdgas (Bestandskunden)sinkend (noch)-4 %
Wärmepumpe735 €+3 %

Wichtig: Der durchschnittliche Gaspreis sinkt für Bestandskunden kurzfristig, da Versorger günstig eingekauft haben und die Gasspeicherumlage entfiel. Neukundentarife sind jedoch um über ein Drittel teurer. Für Bestandskunden werden zum Jahreswechsel Preiserhöhungen von 10-20% erwartet.

Zusätzliche Kostentreiber
  • Netzentgelte: Machen ca. ein Fünftel des Gaspreises aus und sind um 10% gestiegen.
  • CO₂-Preis: 2025 bei 55 € pro Tonne, 2026 zwischen 55 und 65 € pro Tonne.
Was kannst du tun? 10 Spartipps

Kostenlose & einfache Tipps

  1. Heizung entlüften: Besonders in oberen Etagen. Luft in der Heizung verringert die Effizienz. Einfach mit einem Entlüftungsschlüssel aus dem Baumarkt.
  2. Richtig lüften: Mehrmals täglich Stoßlüften statt Fenster dauerhaft gekippt lassen. Ein Hygrometer hilft, die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten und Schimmel vorzubeugen.
  3. Gezielt heizen: Jedes Grad weniger spart ca. 6% Heizenergie. Räume nach Nutzung unterschiedlich beheizen (siehe Empfehlungen des Umweltbundesamts).
  4. Luft verwirbeln (bei hohen Decken): Ein Ventilator auf niedriger Stufe verteilt die warme Luft besser im Raum.
  5. Treppenhaus- und Wohnungstüren schließen: Verhindert kalte Zugluft und Wärmeverlust.

Tipps mit kleinem Budget & Aufwand

  1. Fenster und Türen abdichten: Zugluft erkennen (z.B. mit einem Papierstreifen) und mit Dichtungsbändern aus dem Baumarkt abdichten. Ersparnis: ca. 13 € pro Fenster und Jahr.
  2. Sparduschkopf: Reduziert den Warmwasserverbrauch (ca. 12% des Energieverbrauchs) und spart so bares Geld.

Finanzielle & strategische Tipps

  1. Günstige Preise sichern: Wer einen eigenen Gasvertrag hat, sollte in einen Tarif mit Preisgarantie wechseln, um sich die aktuellen Preise für ein Jahr zu sichern.
  2. Nebenkostenabrechnung prüfen!
    • Frist: Dein Vermieter muss die Abrechnung für 2025 bis zum 31.12.2026 vorlegen. Bei verspäteter Zustellung (durch sein Verschulden) musst du nicht nachzahlen.
    • Verteilerschlüssel: Prüfe, ob die Kosten fair verteilt sind.
    • Unzulässige Kosten: Reparaturkosten, Bankgebühren oder Portokosten darf der Vermieter nicht umlegen.
    • Kürzungsrecht: Erfolgt die Heizkostenabrechnung nicht verbrauchsabhängig, kannst du deinen Anteil um 15% kürzen.
  3. Abschläge anpassen: Erhöhe deine Abschläge oder bilde eine kleine Rücklage auf einem Tagesgeldkonto, um unerwartete Nachzahlungen zu vermeiden.
Fazit

Du bist den Preissteigerungen nicht hilflos ausgeliefert. Allein mit den genannten Tipps lassen sich im Schnitt 465 € pro Jahr und Wohnung sparen. Handle jetzt, denn dein Verbrauch in diesem Winter entscheidet über die Höhe deiner Nachzahlung in den Jahren 2027/2028.


Weitere Informationen:

  • Das vollständige Interview mit Energieökonom Malte Küper gibt es im Podcast von Finanzus.
  • Eine detaillierte Anleitung zur Prüfung deiner Nebenkostenabrechnung gibt es im Newsletter.