
Neuer Jaguar Type 01: Kann er Jaguar retten? | 4K
Jaguar präsentiert den Type 01 (offiziell „Type Zero 1“) als erstes rein elektrisches Serienmodell der radikal neu ausgerichteten Marke. Das Auto ist das einzige Modell des neuen Jaguar – misslingt es, stirbt die Marke.
Design und Exterieur
- Die Front wirkt flach und aufgeräumt: Der Radar ist hinter dem Jaguar-Schriftzug versteckt, kein hässlicher Sensor ragt heraus.
- Die LED-Vierstreifen-Signatur wird zum Markenzeichen – ähnlich den „Angel Eyes“ bei BMW.
- Statt Kühlergrill gibt es ein geripptes, barcodeartiges Design mit motorisierten Klappen, die nur bei Bedarf öffnen und so 43,5 km zusätzliche Reichweite bringen.
- Serienmäßig 58,4-cm-Räder (23 Zoll), optional 53,3 cm (21 Zoll) für Schneeketten. Die Räder machen über die Hälfte der Fahrzeughöhe (1,4 m) aus.
- Keine Kamera-Außenspiegel – Jaguar setzt auf klassische Spiegel, da Kameras bei Dunkelheit und schlechtem Wetter unbrauchbar sind.
- Das Heck hat kein Fenster; stattdessen eine Haifischflossenantenne und eine Rückfahrkamera, die auf ein Display im Innenraum überträgt.
- Die Ladeklappen befinden sich auf beiden Seiten, sodass egal ist, wie man am Ladegerät parkt.
Technische Daten & Leistung
- Drei Elektromotoren (einer vorne, zwei hinten) mit 1.030 PS und 1.365 Nm.
- 0–100 km/h in 3,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 241 km/h (bewusst begrenzt, um Übelkeit zu vermeiden).
- 118-kWh-Batterie, DC-Laden mit bis zu 350 kW → 10–80 % in etwas über 20 Minuten.
- Reichweite (Autobahn) ca. 515 km (320 Meilen), realitätsnah.
- Hinterradlenkung (bis zu 6 Grad) und fast 50/50-Gewichtsverteilung für agiles Handling.
- Steifster und aerodynamischster Jaguar aller Zeiten; 360 Patente.
Innenraum und Komfort
- Vier Türen, aber enger Innenraum – bewusst als 2+2-Sitzer ausgelegt. Jaguar sagt: Wer Platz will, soll ein anderes Auto kaufen.
- Massiver Mittelsteg von vorne bis hinten, hohe Fensterlinie – typisch Jaguar, gibt Geborgenheit.
- Kein Leder in der Basis; Stoff und Teppich bis über die Schweller und Säulen erzeugen 70er-Jahre-Charme.
- Digitales Cockpit: 24-Zoll-Hauptdisplay für Fahrerinfos und Medien, ein geneigter 7-Zoll-Touchscreen für Klima, Sitzheizung etc.
- Keine Lautsprecher in den Türen: Der Sound kommt von einer Soundbar über das gesamte Armaturenbrett.
- Rückspiegel als Kamerabild auf dem mittleren Display – gewöhnungsbedürftig.
- Fond: wenig Kopf- und Kniefreiheit, aber separater Touchscreen für Klima und Sitzfunktionen, herausfahrbare Lüftungsschlitze und drehbare Ablagefächer.
- Kofferraum: 450 Liter, fällt nach hinten ab (Rampe gegen Rutschen), aktiver Heckspoiler mit drei Stufen (bis zu 75 kg Abtrieb).
Preis und Marktposition
- Startpreis ca. 136.000 € (120.000 £), Durchschnittspreis nach Optionen deutlich höher.
- Zielgruppe: Käufer, die sonst Bentley, Porsche oder Mercedes S-Klasse Coupé wählen.
- Jaguar muss weltweit rund 10.000 Einheiten pro Jahr verkaufen.
Fazit: Mutiger Neustart mit Risiken
- Das Design spaltet: mehr Neuner und Zehner als je ein Jaguar, aber auch mehr Einser und Zweier.
- Kein Hybrid, kein Range Extender – rein elektrisch, was bei aktuellen Markttrends gewagt ist.
- Start als viertürige Limousine, nicht als SUV – ebenfalls mutig, aber cooler.
- Externe Risiken: Zölle (Trump), sinkende Nachfrage nach europäischen Luxusautos in China, britische Elektroauto-Steuer.
- Dennoch: „Das größte Glücksspiel, das die Automobilindustrie je gesehen hat“ – wenn es gelingt, wird es legendär.
„Dieses Auto gibt den Ton für das völlig neue Jaguar-Unternehmen an. Exklusiver, individueller, luxuriöser und rein elektrisch.“






