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Neueste Analysen(7)

Mein ehrlicher Rat an alle, die noch nicht in Rente sind…
6 Min. Lesezeit

Mein ehrlicher Rat an alle, die noch nicht in Rente sind…

KI und der Arbeitsmarkt: Eine persönliche Einschätzung mit Handlungsempfehlungen

Dieses Video bietet eine differenzierte Analyse der Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt. Anstatt Panik zu schüren, legt es den Fokus auf konkrete, umsetzbare Strategien, um von der KI-Entwicklung zu profitieren und die eigene Karriere resilient zu gestalten.

Die aktuelle Studienlage: KI vernichtet keine Jobs, aber verändert sie

Die wissenschaftliche Forschung ist sich uneinig, ob KI zu weniger oder mehr Neueinstellungen führt. Stattdessen zeichnet sich ein Strukturwandel ab.

  • Weniger Juniors? Eine Studie (Hoseini & Lichtinger) zeigt, dass KI-adoptierende Firmen seit dem Launch von ChatGPT weniger Berufseinsteiger einstellen.
  • Mehr Einstellungen? Eine Studie von Ramp belegt, dass KI-intensive Unternehmen ihr Personal in den folgenden zwei Jahren um bis zu 10 % aufstocken, bei Juniors sogar um 12 %.
  • Fazit: KI verändert Jobprofile, anstatt sie zu vernichten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) prognostiziert, dass in Deutschland 1,6 Millionen Arbeitsplätze vom Wandel betroffen sein könnten, wobei sowohl Arbeitsplätze wegfallen als auch neu entstehen. Der Schlüssel liegt in der Anpassungsfähigkeit.
Die Turing-Falle: Warum du nicht nur weniger tun solltest

Der Ökonom Eric Brynjolfsson warnt vor der "Turing-Falle": Wenn KI nur dazu genutzt wird, bestehende menschliche Fähigkeiten zu ersetzen, entsteht kein Fortschritt. Stattdessen sollte die gewonnene Zeit genutzt werden, um neue Fähigkeiten zu erwerben. Der Fokus liegt nicht darauf, Aufgaben zu vermeiden, sondern produktiver zu werden und sich weiterzuentwickeln.

Ebene 1: Sofort handeln – Werde zum KI-Experten

Der erste Schritt ist, regelmäßig und intensiv mit KI zu arbeiten.

  • Erfahrung sammeln: Betrachte die Nutzung von KI als kostengünstige Weiterbildung. Entwickle ein Gefühl für Stärken, Schwächen (Halluzinationen) und Grenzen verschiedener Modelle.
  • Routinen aufbauen: Starte mit einfachen Aufgaben wie dem Entwerfen von E-Mails.
  • Kontext geben: Gib der KI den gesamten Kontext einer Situation und lass dich bei der Kommunikationsstrategie beraten.
  • Eigenes Beraterteam aufbauen: Erstelle personalisierte KI-Assistenten für verschiedene Bereiche (z. B. einen KI-Banker, einen KI-Anwalt). Das beschleunigt die Vorbereitung für Gespräche mit echten Experten.
  • Praktisches Beispiel: Der Sprecher nutzt KI als "perfekten Berater" für einen laufenden Rechtsstreit (Klage gegen Meta). Die KI analysiert hunderte Seiten an Dokumenten und erstellt Zusammenfassungen, Kommunikationspläne oder Briefings.
  • Von E-Mail zu komplexen Projekten: Nutze KI für Recherche (Deep Search), das Erstellen von Excel-Modellen oder PowerPoint-Präsentationen. Wichtig: Ergebnisse immer kritisch prüfen und den "Human Touch" hinzufügen, um "KI-Müll" (KI Slop) zu vermeiden.
  • Falls der Arbeitgeber KI verbietet: Weiche auf private Projekte aus (z. B. Urlaubsplanung, kleine Programmierprojekte).
  • Denkweise ändern: Stelle die Frage nicht "Wie löse ich diese Aufgabe?", sondern "Wie sorge ich dafür, dass die KI diese Aufgabe für mich löst?".
Ebene 2: Langfristig im Job – Werde zum KI-Treiber

Positioniere dich in deinem Unternehmen als Vorreiter für KI-Themen.

  • Routineaufgaben automatisieren: Identifiziere und automatisiere nervige, wiederkehrende Tätigkeiten.
  • Wissen teilen: Teile deine KI-Anwendungsfälle aktiv mit Kollegen, um Kreativität und Innovation anzuregen (z. B. in "Show and Tell"-Runden).
  • Freiwillig melden: Engagiere dich für Pilotprojekte und Testphasen im Unternehmen.
  • Wer sich selbst abschafft, wird befördert: Ein Beispiel zeigt einen Marketingmanager, der seine Arbeit (Datensammlung, Dashboard-Pflege) automatisierte. Statt entlassen zu werden, wurde er befördert und übernahm anspruchsvollere Aufgaben.
  • Datenschutz beachten: Lade keine sensiblen Unternehmensdaten in öffentliche KI-Tools. Kläre die Nutzungsbedingungen mit der IT-Abteilung.
  • KI-Track Record aufbauen: Dokumentiere deine KI-Erfolge und schreibe sie in den Lebenslauf. Das erhöht deine Attraktivität für den aktuellen und zukünftige Arbeitgeber und stärkt deine Verhandlungsposition.
Ebene 3: Absicherung und Zukunftsfähigkeit

Sichere dich langfristig gegen die Risiken des Wandels ab.

  • Branche & Arbeitgeber prüfen: Ist dein Arbeitgeber ein KI-Verweigerer? Das kann ein Klumpenrisiko sein. Nur etwa 55 % der deutschen Unternehmen nutzen überhaupt KI. Unterscheide, ob die langsame Einführung branchenüblich ist oder ein Zeichen von Rückstand.
  • Die J-Kurve der Produktivität: Sei dir bewusst, dass die Einführung von KI zunächst zu einem Produktivitätsrückgang führen kann (Investitionen in Zeit, Prozessumstellungen, Schulungen). Erst danach stellt sich der Nutzen ein.
  • Weiterbildung: Bilde dich kontinuierlich weiter – auch über KI hinaus. Das IAB bestätigt, dass weitergebildete Personen auch Jahre später mit höherer Wahrscheinlichkeit beschäftigt sind.
  • Netzwerk aufbauen: Ein Drittel aller Neueinstellungen in Deutschland erfolgt über persönliche Kontakte (bei kleinen Betrieben fast 50 %). Pflege dein Netzwerk aktiv.
  • Finanzielles Polster aufbauen: Ein Notgroschen (z. B. für 6 Monate*) und ein langfristiges Vermögenspolster geben dir Unabhängigkeit. Das Ziel ist nicht zwingend die Frührente, sondern die Freiheit, selbstbestimmt über Beruf, Dauer und Umfang der Arbeit zu entscheiden.

*Hinweis: Der im Transkript genannte Zeitraum von 6 Monaten bezieht sich auf die Überbrückung inklusive Arbeitslosengeld.

Kernbotschaft: KI wird dich nicht ersetzen, wenn du lernst, sie als Werkzeug zu nutzen, um deine Produktivität zu steigern, neue Fähigkeiten zu erlernen und dich als Werttreiber in deinem Unternehmen zu positionieren.

Espresso für 20 Gäste? Ja. Cappuccino für 20? Nein.
2 Min. Lesezeit

Espresso für 20 Gäste? Ja. Cappuccino für 20? Nein.

Die Profitec Go 2.0 ist die überarbeitete Version der schmalen Espressomaschine (20 cm breit). Das Video fasst die wichtigsten Neuerungen und Eigenschaften zusammen.

Neuerungen
  • Zeitgesteuerte Volumetrik statt präziser Mengensteuerung.
  • Neues Display mit Timer, Last Shot (Brühabbruch bei leerem Tank verhindert), Vorbrühfunktion und Eco-Modus.
  • Fast Heat Up: Nach 5–6 Minuten aufheizen, nach kurzem Spülen in etwa 8 Minuten erste Brühung.
  • Hochwertigere Knöpfe.
Temperaturkonstanz
  • Sehr solide: Nach 8–8,5 Minuten erste Brühung bei 91–92 °C (nach Aufwärmen des Siebträgers).
  • Bei längerer Standzeit steigt die Temperatur auf 92–94 °C – durch Anpassung des Offsets stabil bei ∼93 °C.
  • WBC-Protokoll bestanden; liefert auch bei vielen Espressi in Folge konstante Ergebnisse.
Verarbeitung & Bedienbarkeit
  • Saubere Verarbeitung ohne scharfe Kanten, schöne Lackierung.
  • 58-mm-Bajonettsiebträger mit Silikonaufsätzen (auch für Bodenlosbezug geeignet).
  • Wasserfilter für den Tank inkludiert.
  • Maschine steht stabil und rutscht nicht.
  • Vibrationspumpe mit nur ∼60 dB Lautstärke.
Dampffunktion (Einkreiser)
  • Umschalten auf Dampf: Knopf lang drücken, Aufheizzeit ∼30 Sekunden auf 135–137 °C.
  • Milchschäumen dauert ∼60 Sekunden – ausreichend Druck für eine gute Rollphase.
  • Automatische Rückkühlung nach dem Dampfbezug (Boiler mit kaltem Wasser füllen, vor nächstem Espresso spülen).
Stromverbrauch
  • Pro Espresso-Shot (inkl. Aufheizen) nur 0,088 kWh – sehr effizient.
Preis & Zielgruppe
  • UVP: 995 Euro (Farbvarianten +50–60 Euro) – exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Keine Einstiegsmaschine, sondern für langlebigen, professionellen Einsatz.
  • Ideal für bis zu 20 Gäste mit Espresso, für viele Cappuccini hintereinander weniger geeignet.
  • Mit guter Mühle für Röstungen von hell bis dunkel geeignet.
Startet Jahresendrally JETZT? Darum ist Trumps Klatsche Segen für Anleger! // Folker Hellmeyer
2 Min. Lesezeit

Startet Jahresendrally JETZT? Darum ist Trumps Klatsche Segen für Anleger! // Folker Hellmeyer

Kernaussage
  • Nach den Midterms gab es eine heftige Klatsche für Trump – aber Hellmeyer bewertet das positiv für Anleger: Die Demokratie funktioniert, und die Trump-Administration wird innenpolitisch eingefangen.
  • Trump sei keine Lame Duck, aber der demokratische Kongress könne über das Budgetrecht mehr Rationalität und Berechenbarkeit erzwingen.
Trump & der Irankrieg
  • Trumps Hauptfehler liegen aus Hellmeyers Sicht in der Außenpolitik, vor allem im Irankrieg und den steigenden Energiepreisen.
  • Die Wahlschlappe ist für ihn die Quittung dafür. Ein schnelles Kriegsende erwartet er nicht, aber mittelfristig wachse die Chance auf eine diplomatische Lösung, weil auch die USA aus dem Konflikt herauswollen.
KI-Aktien & Marktlage
  • Die KI-Rally ist nicht beerdigt, aber es kann weiter abwärtsgehen – Markttechnik und Momentum sprechen kurzfristig dagegen.
  • Langfristig bleibt Hellmeyer bullish: KI/Robotik seien die vierte industrielle Revolution, und jedes Unternehmen werde künftig KI nutzen.
  • Die aktuelle Sektorrotation in die Old Economy ist für ihn ein gutes Zeichen, kein Kapitalabfluss aus dem Markt.
Jahresendrally
  • Eine Jahresendrally ist möglich, wenn die geopolitische Lage deeskaliert und die Diplomatie im November/Dezember an Fahrt gewinnt.
  • Der Ölpreis ist durch strategische Reserven künstlich gedämpft – ein Preisausbruch nach oben bleibt ein Risiko.
Einzelwerte
  • Hellmeyer hat zuletzt Vonovia und Thyssen gekauft – aus Überzeugung.
  • Vonovia notiert deutlich unter Buchwert; er skizziert eine ungewöhnliche Übernahme-Idee für Berlin.
Edelmetalle & China
  • Gold und Silber bleiben trotz Zinsdruck und negativer Markttechnik ein attraktives Investment auf dem aktuellen Niveau.
  • China ist wirtschaftlich stabil, aber am Aktienmarkt setzt Hellmeyer lieber auf Satellitenstaaten, die von China profitieren.
Europa & Deutschland
  • Deutschland hinkt bei KI dramatisch hinterher – nicht nur beim Wollen, sondern bei Energie, Netzen und Infrastruktur.
  • Frankreich und Belgien stehen aus Hellmeyers Sicht vor massiven Haushaltsproblemen; die Märkte werden die Politik irgendwann bestrafen, wenn keine Reformen kommen.
10.000€ zur Geburt geschenkt: Reicht das für die Rente?
2 Min. Lesezeit

10.000€ zur Geburt geschenkt: Reicht das für die Rente?

Die Idee: Rente fürs Neugeborene

Carmen möchte ihrem Kind zur Geburt eine Einmalzahlung schenken, damit es später nie für die Rente sparen muss. Ziel: eine Rentenlücke von 1.500 Euro pro Monat in heutiger Kaufkraft schließen.

Die Berechnung
  • Annahmen: Kind geht mit 70 in Rente, 30 Jahre Ruhestand.
  • Rentenlücke von 1.500 €/Monat (heutiger Wert) → benötigtes Kapital bei Rentenstart: 439.000 € (nach Steuern, mit 3% Entnahme).
  • Bei 2% Inflation entspricht das nominal 1,76 Mio. €.
  • Um nach 70 Jahren auf 439.000 € (real) zu kommen, benötigt man bei 5% Rendite nach Inflation eine Einmalzahlung von 13.000 € heute.
  • Alternativ: bei 4% Rendite nach Inflation sind es 27.000 €.
Die Faustformel

Pro 10.000 € Schenkung zur Geburt erhält das Kind später etwa 1.124 € monatliche Rente (in heutiger Kaufkraft).

Vergleich: Ohne Schenkung

Wenn das Kind erst mit 30 anfängt zu sparen (40 Jahre lang), müsste es 288 € monatlich einzahlen – insgesamt 138.000 € Einzahlungen, also das Zehnfache der Schenkung. Das zeigt die Macht des Zinseszinseffekts.

5 wichtige Dinge vor der Schenkung
  1. BAföG-Probleme möglich (Vermögen über 15.000 € wird angerechnet; Depot mit 18 Jahren wäre rund 47.000 €).
  2. Eigenes Depot behalten: Das Geld kann auch im eigenen Depot wachsen – am Ende fast gleiches Ergebnis, und junge Eltern brauchen oft Flexibilität.
  3. Schenkungssteuer-Freibetrag: Alle 10 Jahre 400.000 €; bei 7% Rendite knackt das Depot diese Grenze, wenn das Kind 48 ist.
  4. Unsichere eigene Ausgaben: Kinder sind teuer – verschenktes Geld ist weg.
  5. Kind könnte Geld verschwenden: Mit 18 besteht die Gefahr, dass das gesamte Depot für ein Auto oder anderes ausgegeben wird.
Netflix-Aktie NFLX: Tiefenanalyse & innerer Wert
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Netflix-Aktie NFLX: Tiefenanalyse & innerer Wert

Netflix im Überblick
  • Gefallener FANG-Engel: Die Aktie ist stark gefallen, doch das Geschäft bleibt robust; Marktkapitalisierung rund 255 Mrd. USD, KGV etwa 18.
  • Compounder mit Preismacht: fast 1 Mrd. Zuschauer/Haushalte, niedrige Churn, regelmäßige Preiserhöhungen; Werbe-Tier im Aufbau (Ziel 3 Mrd. USD, erreicht 2,7 Mrd.).
  • Wachstum verlangsamt: Umsatz +11 %, Nettomarge ca. 25 %, freier Cashflow 10–11 Mrd. USD, massive Aktienrückkäufe (11 Mrd. USD).
Chancen & Risiken
  • Chancen: Mitgliederwachstum, Preisgestaltung, Werbung, KI für Empfehlungen/Targeting, globale Expansion.
  • Risiken: rückläufige Engagement-/Wiedergabezeit (Wells Fargo: -9 % bzw. -8 % tägliche Nutzung), harter Wettbewerb (YouTube, Disney, Prime, TikTok/Shorts), teure Live-/Sportrechte, Managementwechsel (neuer Chief Content Officer Peter Rice), Werbeausführung.
Management & Finanzen
  • Drei Umsatzhebel: Mitgliederwachstum, Preise, Werbung; Ziel: zweistelliges Umsatzwachstum bis 2027, danach 15–20 % EPS-Wachstum durch Buybacks.
  • Content-Ausgaben ca. 20 Mrd. USD, Abschreibungen ca. 17,5 Mrd. USD; Margen steigen, Bilanz solide.
Bullen vs. Bären
  • Bill Ackman (Bulle): KGV ca. 19 bei rund 20 % Gewinnwachstum; 5-%-Position.
  • Bären/Wall Street: Enttäuschung über Engagement und Bewertungsmultiples; Netflix hat ca. 60 % Underperformance gegenüber Disney; KGV 40 gehört der Vergangenheit an.
Innerer Wert & Entscheidung
  • Basisszenario: 15 % FCF-Wachstum, KGV 20, erwartete Rendite ca. 10 % → fair bewertet.
  • Ackman-Szenario: 17 % Wachstum, KGV 12 → unterbewertet.
  • Worst Case: 12 % Wachstum, KGV 15 → Abwärtspotenzial.
  • Fazit: positives Chance-Risiko-Verhältnis; im 10-%-Quadranten, aber nicht im konservativen Musterportfolio; für einen Kauf müsste der Kurs fallen. Beobachten, insgesamt Daumen hoch.
1 KI-Agent, um 99 % deines Lebens zu automatisieren
2 Min. Lesezeit

1 KI-Agent, um 99 % deines Lebens zu automatisieren

Einleitung: Der eine Agent, der alles kann

Statt vieler einzelner KI-Tools, die dich zum Stabsleiter machen, zeigt dieser Vortrag den Aufbau eines einzigen persönlichen KI-Agenten nach dem ACT-Prinzip:

  • Autonom: Du gibst ein Ziel vor, der Agent findet den Weg.
  • Continuierlich: Er arbeitet weiter, auch wenn der Laptop zu ist.
  • Tailored (Maßgeschneidert): Er lernt deine Vorlieben und Ziele.

1. Kraft: Fragmentierung – Die Stunden-Diebin

Täglich wechseln wir 1.200 Mal zwischen Apps und Websites. Das kostet rund 40 Minuten reine Wechselzeit und raubt Aufmerksamkeit.

  • Lösung: Der Agent wird zur Schaltzentrale, die alle deine Informationsinseln verbindet.
  • Beispiel: Vorbereitung auf ein Traum-Vorstellungsgespräch. Statt mühsam Lebeslauf, Mails und Notizen zusammenzutragen, promptest du: „Hilf mir, der am besten vorbereitete Kandidat zu sein.“ Der Agent simuliert sogar ein Live-Interview mit dir.

2. Kraft: Informationsflut – Die Aufmerksamkeits-Diebin

Täglich erreichen uns 117 E-Mails und 153 Chat-Nachrichten. Dazu kommen komplexe Dokumente wie Mietverträge.

  • Lösung: Der Agent filtert das Rauschen und vereinfacht das Komplexe.
  • Beispiel: Ein Fokus-Prompt, der den Agenten bittet, nur bei echten Entscheidungen oder Friständerungen zu unterbrechen. Alles andere wandert in eine Abendzusammenfassung.
  • Bonus: Dokumente wie ein Mietvertrag werden auf für dich relevante Klauseln heruntergebrochen (Kosten, Einschränkungen).

3. Kraft: Frequenz – Die Gedächtnis-Diebin

Seltene Aufgaben (wöchentliche Vitamine, Fristen) werden vergessen, weil sie zur Gewohnheit fehlt oder der Auslöser (Trigger) fehlt.

  • Lösung: Der Agent wird dein externes Gedächtnis und dein persönlicher Auslöser.
  • Beispiel: Erinnerung an die Rücksendung des alten Smartphones für den Trade-In. Oder die Bitte: „Sorge dafür, dass ich alle 3-4 Monate meinen Arzt sehe“.

4. Kraft: Zukunft – Die Lebens-Diebin

Die gefährlichste Kraft: „Mach ich später.“ Diese Kraft raubt Jahre.

  • Lösung: Nutze den Agenten für deine langfristigen Prioritäten.
  • Aufgabe: Schreibe 3 Dinge auf, die du immer aufschiebst. Dein Agent checkt wöchentlich deinen Kalender und gibt Feedback: „Hast du diese Woche etwas für deine großen Ziele getan?“

Fazit: Produktivität lohnt sich nur, wenn sie einem höheren Zweck dient. Der Agent gibt dir Zeit zurück – die Frage ist, was du daraus machst.

Ist der KI-Ausverkauf eine Kaufgelegenheit? | Warren Pies
3 Min. Lesezeit

Ist der KI-Ausverkauf eine Kaufgelegenheit? | Warren Pies

In dieser Folge von Forward Guidance analysiert Warren Pies (314 Research) die aktuelle Marktverfassung. Trotz eines grundsätzlich bullischen Ausblicks auf die KI-Revolution hat er die Aktienallokation risikobewusst reduziert. Seine Kernphilosophie: "Fundamentaldaten geben die Überzeugung, technische Daten das Risikomanagement vor."

Warum die Risikoreduzierung?
  • Konsolidierungsphase: Der Markt trat in eine Phase extrem enger Handelsspannen ein und verlor an Dynamik. Dies signalisiert einen möglichen Trendwechsel.
  • Marktführung wechselt: Der Markt wird zunehmend von Basiskonsumgütern (Staples) angeführt. Historisch ist das ein Indikator für einen ungesunden Markt, dem der Rückenwind für einen großen Bullenmarkt fehlt.
  • Finanzierungsrisiko: Die Kredit-Spreads der großen Hyperscaler (Cloud-Betreiber) steigen wieder auf das Niveau der Juli-Krise. Dies deutet auf einen zunehmenden Druck in der Fremdfinanzierungsphase des KI-Ausbaus hin.
KI-Sektor: Blase oder Realität?

Warren Pies widerspricht der These der KI-Blase. Der aktuelle Selloff ist seiner Meinung nach kein Zeichen für eine fundamentale Schwäche der Technologie, sondern ein technischer Schock (Liquidationsschock).

  • Die Fundamentaldaten sind intakt:
    • GPU-Knappheit: Die Verfügbarkeit ist extrem gering (z.B. B200 bei null), die Mietpreise steigen. Ein Contango im GPU-Markt (höhere Preise für zukünftige Kapazitäten) wird positiv als Absicherung von Rechenleistung gewertet.
    • Wirtschaftlichkeit: Die Cloud-Umsätze der Hyperscaler steigen, die Effizienz der KI-Modelle nimmt massiv zu (z.B. Anthropic: Revenue pro Dollar Rechenaufwand von $0,57 auf über $2,00 gestiegen).
    • Logik des Ausverkaufs: Es ergibt volkswirtschaftlich keinen Sinn, dass GPU-Preise steigen, während gleichzeitig Halbleiter- und Hyperscaler-Aktien verkauft werden. Dies passiert nur bei einer Liquidationspanik (Hebelwirkung, Stimmung), nicht bei einem fundamentalen Überangebot.
Die Fed und das Makro-Risiko
  • Neuer Inflationsmotor: Der Inflationstreiber hat sich von Öl hin zum Tech- und KI-Ausbau verschoben. Das erschwert eine Zinswende der Fed.
  • Angebotsseite in Gefahr: Die Fed riskiert durch weitere Zinserhöhungen, die Angebotsseite des KI-Ausbaus abzuwürgen, da dieser nun stark auf Fremdkapital angewiesen ist.
  • Geopolitischer Hebel: Der Wettlauf um die KI-Vormacht ist ein Thema der nationalen Sicherheit. Ein neuer, KI-freundlicher Fed-Chef könnte hier mäßigend eingreifen, um die USA im globalen Wettbewerb nicht zu behindern.
Die Energiekrise & Geopolitik
  • Blockade als Strategie: Pies analysiert die vier Optionen der USA. Die Blockade des Iran funktioniert, erfordert aber Geduld. Der nächste große Schritt (Deal oder Eskalation) wird den Ölpreis bestimmen.
  • Crack Spreads: Die Margen für Mitteldestillate (Diesel) sind extrem hoch, was die Inflation antreibt. Dies wird sich durch Umstellung der Raffinerien und Nachfragezerstörung langsam normalisieren.
Fazit & Ausblick

Warren Pies rät zu Geduld. Die KI-Story ist nicht tot, aber der Weg ist riskant. Man sollte weder einen Ausbruch kaufen, noch der Panik verfallen, sondern diszipliniert abwarten, bis sich der nächste klare Trend (Ausbruch nach oben oder extreme Angst) manifestiert.

Folgt Warren auf X (@WarrenPies) und besucht 314research.com für weitere Analysen.