
Eureka W65 Casa getestet: Geschwindigkeit, Konstanz, Geschmack
Die Eureka W65 Casa ist eine Grind-by-Weight-Mühle mit 65er Mahlscheiben, die für knapp 1000 € einiges bietet – aber ist sie für Zuhause (Casa) oder eher für die Gastronomie gedacht?
Bau und Technik- Hochwertige Verarbeitung, 10 kg schwer, Abmessungen: 43 cm hoch, 19 cm tief, 18 cm breit.
- Atom-Mahlwerk mit 65 mm Mahlscheiben, 1350 U/min, 300 W Motor.
- Schnell: ca. 8–10 Sekunden für 18 Gramm (je nach Kaffee).
- Permanenter Totraum (0,9 g) klein, temporärer Totraum (18,4 g) extrem groß – fast ein doppelter Espresso bleibt nach jedem Mahlvorgang liegen.
- Für Gastronomie bei regelmäßiger Nutzung kein Problem, für Zuhause führt alter Kaffee zu Geschmacksverlust.
- Der Hersteller gibt max. 1 kg/Tag an, was für kleine Gastro reicht; bei zwei Mühlen auch 2 kg machbar.
- Schmales Hauptpeak (präzise Extraktion), aber viele Feinteile (>40%) – ungewöhnlich für Eureka.
- Ergebnis: süßer Espresso mit viel Körper, aber weniger Klarheit und Komplexität.
- Optimal für mittlere bis dunklere Röstungen (z. B. Mano, Apas, Compadre). Bei sehr dunklen Röstungen droht Bitterkeit.
- Leise: unter 80 dB. Kühl: auch bei hoher Last unter 30°C – kein Temperatureinfluss auf den Kaffee.
- Grind-by-Weight: Standardabweichung 0,21 g (Ziel 18 g) – nicht superpräzise, aber im Gastro-Alltag riesiger Vorteil beim Mahlgradwechsel ohne Nachjustieren der Menge.
- Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen werden automatisch kompensiert.
- Mahlgrad-Einstellrad zu klein (bekanntes Eureka-Problem). Siebträgerhalterung hochwertig, aber Anschlagpunkt etwas ungünstig (Kaffee fällt nach vorne). Reinigung aufwendig.
- Fazit: Ideal für kleine bis mittlere Gastronomie und Catering durch hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nicht empfehlenswert für Zuhause – außer bei sehr hohem Tagesverbrauch (>500 g).






