
Die Wall Street hat keine Ahnung mehr, was die Fed tut
Die Federal Reserve hat die Zinsen unverändert gelassen – bei einer Abstimmung von 10 zu 2, wobei zwei Mitglieder eine Erhöhung befürworteten. Die Pressekonferenz von Kevin Warsh sorgte für Aufsehen, insbesondere bei Bloomberg-Moderatoren, die völlig ausflippten. Ihre Kritik konzentrierte sich auf drei Punkte:
- Kommunikationsstil: Warsh beantwortete nur eine Frage pro Journalist, was als chaotisch empfunden wurde.
- Fehlende Begründung: Er erklärte nicht direkt, warum die Zinsen nicht angehoben wurden, obwohl Daten eine Erhöhung nahelegten.
- Machtverhältnisse: Bloomberg vermutete, dass nicht Warsh, sondern andere Fed-Mitglieder wie John Williams und Philip Jefferson die Geldpolitik tatsächlich bestimmen.
Trotz der Kritik hat die Entscheidung aus Sicht von Warsh eine rationale Grundlage:
- Finanzielle Bedingungen straffen sich: Steigende Kreditkosten und Kredit-Spreads erschweren die Finanzierung.
- Beobachtung des koreanischen Aktienmarkts: Warsh signalisierte, die Auswirkungen auf die Technologie-Finanzkette im Blick zu haben.
- Abwarten: Die Fed will sehen, wie sich die bereits erfolgten Zinserhöhungen auf die Gesamtwirtschaft auswirken.
Warsh erkennt eine Verschiebung der Marktkorrelationen: Öl bestimmt nicht mehr so stark die Zinsen wie früher. Stattdessen rücken Wachstumsstorys, KI-Ausbau und Kreditspreads in den Fokus. Er glaubt, eine sanfte Landung wie unter Jerome Powell wiederholen zu können – den KI-Boom fördern, ohne die Inflation neu anzufachen.
Auswirkungen auf BitcoinBei Bitcoin betrachtet The Bitcoin Layer vier Preistreiber:
- Kurzfristige Volatilität: Laut Daten wieder in einer Kaufzone.
- Liquiditätszyklen: Langfristig deutlich rückläufig – ein Warnsignal.
- Bitcoin-Zyklus: Trotz Bärenzone aktuell günstig bewertet.
- Zinskurve und Kreditspreads: Heute steilere Zinskurve – ein Zeichen, dass die Fed nicht zu aggressiv strafft. Das könnte Liquidität entlasten und den Bitcoin-Preis stützen.
Die Wall Street ist verunsichert über Warshs unkonventionellen Kommunikationsstil, doch die Fed-Pause ist wirtschaftlich nachvollziehbar. Für Bitcoin bleibt die Liquiditätsentwicklung entscheidend – kurzfristige Signale sind positiver, der langfristige Ausblick jedoch vorsichtig.






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