
Clarity Act: Kryptos größter Gesetzesentwurf ist jetzt real
Die Clarity Act, ein fundamentales Krypto-Gesetz, hat eine entscheidende Hürde genommen: Der Bankenausschuss des US-Senats hat sie mit überparteilicher Unterstützung verabschiedet. Analysten sehen nun eine 65-75%ige Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz noch in diesem Jahr in Kraft tritt.
🛤️ Der weitere Weg bis zur UnterschriftDer Prozess ist noch nicht abgeschlossen, aber der Zeitplan ist ambitioniert:
- 🔀 Abgleich mit dem Landwirtschaftsausschuss: Die Clarity Act (Zuständigkeit: SEC & Banken) muss mit dem Gesetzentwurf des Agrarausschusses (Zuständigkeit: CFTC & Rohstoffe) zusammengeführt werden.
- 🗳️ Senatsabstimmung: Eine einwöchige Debatte und Abstimmung im gesamten Senat steht an.
- 🤝 Vermittlung mit dem Repräsentantenhaus: Die Senatsversion muss mit der bereits 2025 verabschiedeten Version des Repräsentantenhauses abgeglichen werden.
- ✍️ Präsidentielle Unterschrift: Der Präsident muss das Gesetz unterzeichnen.
Zeitfenster: Es bleiben nur neun Wochen Kongressarbeit bis zur Sommerpause. Man rechnet mit sieben Wochen für den gesamten Prozess – der Spielraum ist also gering.
⚖️ Die größte Hürde: Die Ethik-KlauselDer größte verbleibende Streitpunkt ist eine Ethik-Klausel, die von Demokraten gefordert wird. Sie soll Regierungsbeamten verbieten, von Kryptowährungen zu profitieren. Die zentrale Frage ist, ob die Klausel so formuliert werden kann, dass sie nicht als persönlicher Angriff auf Präsident Trump gewertet wird, sondern allgemein für alle gilt.
🏦 Der Kompromiss bei Stablecoin-RenditenEin heikler Punkt war die Frage, ob Börsen wie Coinbase ihren Nutzern Renditen auf Stablecoins zahlen dürfen. Die Einigung besagt:
- ❌ Keine rein passiven Renditen: Renditen, die nur für das Halten von Stablecoins gezahlt werden, sind verboten (wie Banksparkonten).
- ✅ Renditen gegen Aktivität: Renditen sind erlaubt, wenn sie an eine Nutzeraktivität gekoppelt sind.
Die genaue Ausgestaltung dieser Regel wird jedoch erst in einer späteren Regulierungsphase festgelegt – ein Etappensieg für die Industrie.
🚀 Warum der Clarity Act so wichtig istDas Gesetz wird als die bedeutendste Krypto-Gesetzgebung seit Jahren angesehen. Es soll die USA für Jahrzehnte als führenden Krypto-Standort etablieren. Im Vergleich zu regulatorischen Entscheidungen, die mit jeder neuen Administration gekippt werden können, bietet ein Gesetz dauerhafte Sicherheit.
- Für Investoren: Mehr Vertrauen für langfristige Engagements.
- Für Entwickler: Schutz vor willkürlicher Strafverfolgung.
- Für Institutionen: Der letzte Schritt zur vollständigen Adoption.
Auch große Banken warten nicht auf das Gesetz und bauen bereits Krypto-Produkte. Der Clarity Act ist entscheidend, um die US-Vorherrschaft in diesem Bereich zu zementieren und zu verhindern, dass Innovationen ins Ausland abwandern.
💎 AusblickDie überparteiliche Unterstützung im Ausschuss ist ein starkes Signal. Sollte das Gesetz scheitern, wäre dies eher ein leiseres negatives Ereignis als ein lauter Crash. Analysten sehen den Clarity Act als großen Kurstreiber (Katalysator) für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt. Das oberste Ziel: Nicht nur die aktuelle Politik, sondern künftige Regierungen auf einen pro-Krypto-Kurs festlegen.
Zusammenfassung eines Gesprächs zwischen David und Alex Thorne (Galaxy Digital).






