
Ben Felix hat meistens recht, aber wo er unrecht hat, ist das extrem gefährlich!!!
In diesem Video wird Ben Felix' These, dass Investieren „gelöst“ sei (passives Index-Investieren), kritisch hinterfragt. Der Autor stimmt Felix in vielen Punkten zu, sieht aber extreme Gefahren in seinen Schlussfolgerungen.
Hauptkritikpunkte:
- Passiv vs. Perform: Felix' Ziel ist es, den Markt zu schlagen. Der Autor will nicht outperform, sondern performen – also unabhängig vom Markt seine finanziellen Ziele erreichen.
- Preis ignorieren: Beim passiven Investieren wird der Kaufpreis nicht beachtet. Bei aktuell historisch hohen Bewertungen (KGV um 40) droht eine schlechte Rendite bei Regression zum Mittelwert.
- Risiko falsch definiert: Felix sieht Risiko als Volatilität. Der Autor hingegen als permanenten Kapitalverlust oder langfristig niedrige Renditen – genau das droht bei überteuerten Indizes.
- Systemrisiko durch Passiv: Wenn >50 % passiv investieren, wird der Markt ineffizient. Ein Zusammenbruch könnte durch politische Maßnahmen kommen – dann ist das Vermögen weg.
- Buffetts Outperformance: Felix behauptet, Buffett habe die letzten 20 Jahre nicht geschlagen. Der Autor widerlegt das mit Earnings-Wachstum: Berkshire Hathaway steigerte die Gewinne seit 2000 um das 14-fache, der S&P 500 nur um das 6-fache.
- Geldpolitik ignorieren: Felix leugnet die Wirkung von Gelddrucken. Der Autor zeigt, dass Nullzinsen und Billionen-Sprit die Aktienblase treiben – ein Kipppunkt ist plausibel.
- Denken verboten: Passives Investieren funktioniert nur, wenn man nicht nachdenkt. Sobald man über „Was-wäre-wenn“-Szenarien nachdenkt (Japan-Syndrom, AI-Blase), bricht das Konzept zusammen.
Fazit:
Der Autor rät zu aktivem, wertorientiertem Investieren mit Sicherheitsmarge. Nur so bleibt das Vermögen auch in Krisen erhalten. Mindless Passive funktioniert nur im Bullenmarkt – sobald die Realität zuschlägt, ist die Altersvorsorge gefährdet.






