
Jerome Powell: "I Won't See You Next Time"
Dieses Video analysiert die jüngste FOMC-Sitzung und die möglichen Folgen von Jerome Powells Abgang als Fed-Vorsitzender. Der Autor warnt vor vereinfachenden politischen Narrativen und argumentiert, dass institutionelle Glaubwürdigkeit oft wertvoller ist als kurzfristige politische Gewinne.
Powell vs. Trump: Faktencheck zum Zinszyklus
- Objektive Zinsentwicklung: Unter der vorherigen Regierung (Trump) hob die Fed die Zinsen von 0,25% auf 5,5% an. Der jüngste, geringfügige Rückgang der Zinsen wird oft als politisch motiviert dargestellt, aber die Zinsen bewegten sich Jahre lang in eine Richtung: nach oben.
- Blinder Aktionismus: Der Autor kritisiert die Forderung der aktuellen Regierung nach schnelle Zinssenkungen. Er weist darauf hin, steigende Energiepreise (durch geopolitische Konflikte) die Fed in eine schwierige Lage bringen. Wären die Energiepreise nicht gestiegen, hätte die Fed die Zinsen 2026 bereits mehrmals gesenkt. . Stattdessen werden nun Zinssenkungen erst für Ende 2027 erwartet.
- Der Irrglaube an fallende Hypothekenzinsen: Ein zentraler Punkt: Niedrigere Leitzinsen führen nicht automatisch zu niedrigeren Hypothekenzinsen. Die Fed kontrolliert nur die kurze Seite der Zinskurve. Senkt sie die Zinsen zu früh, kann die lange Seite (30-jährige Staatsanleihen) sogar steigen, was Hypotheken verteuert. Der Autor argumentiert, dass höhere Zinsen (5,5%) die Wirtschaft mehr abkühlen und die langen Zinsen senken würden, was paradoxerweise den Immobilienmarkt entlasten könnte.
Die Parallele zur SEC: Warnung vor Feierlichkeiten (Gensler-Effekt)
- Fallbeispiel: Gary Genslers Abgang (SEC): Die Krypto-Community feierte seinen Rücktritt am 20. Januar 2025. Bitcoin stand bei 109.000 USD. Seitdem ist der Sektor jedoch gefallen. Der Grund: Bitcoin ist gegenüber Gold um 59% gefallen.
- Ursache: Genslers Abgang öffnete laut Autor die Schleusen für Meme-Coins, ohne regulatorische Konsequenzen. Dies führte zu einer massiven Fehlallokation von Kapital. Retail-Anleger wurden immer wieder betrogen („gerugt“) und verloren das Vertrauen in die Branche. Das soziale Interesse an Krypto ist seither kontinuierlich gesunken.
- Die Lehre: Die Feier über den Abgang einer ungeliebten Person markierte den Wendepunkt des Marktes zum Schlechteren. Der Autor warnt davor, dass dies auch bei der Fed passieren könnte: „Die Märkte waren besser dran mit Powell als ohne ihn.“
Die Zukunft: Rezession vs. Soft Landing
- Die Herausforderung des neuen Fed-Chefs: Der neue Vorsitzende steht vor dem gleichen Dilemma: Zinssenkungen bei steigender Inflation (Energiekrise) riskieren eine erneute Inflationswelle. Zu späte Zinssenkungen riskieren eine Rezession, wenn der Arbeitsmarkt erst zusammenbricht.
- Historische Parallele: Der Autor vergleicht dies mit dem Jahr 2020/2021. Gelddrucken löste damals kurzfristig Probleme, erzeugte aber eine massive Blase. Aktuelle Beispiele wie Target (Einzelhandel), dessen Aktie unter das Pandemie-Tief fiel, zeigen, dass dies keine nachhaltige Lösung ist.
- Basisszenario: Der Autor rechnet mit einer Rezession innerhalb der nächsten zwei Jahre (Ende des aktuellen Zyklus). Höherriskante Anlagen (Altcoins) bluten zu Bitcoin, Bitcoin blutet zu Gold. Der Aktienmarkt (S&P 500) könnte kurzfristig noch steigen, aber der langfristige Trend (gemessen an Gold) deutet auf eine Rezession hin.
- Fazit: Der Autor plädiert für Geduld. Die Märkte haben sich seit Jahren in eine riskante Richtung bewegt. Der Wechsel an der Fed-Spitze könnte der Auslöser für den finalen Abschwung sein, ähnlich wie der Wechsel an der SEC für den Kryptomarkt. Nicht jede Veränderung, die gefeiert wird, ist auch gut für den Markt.
Kernbotschaft: Die throrische Glaubwürdigkeit der Fed ist wertvoller als kurzfristige Zinssenkungen. Der Markt wird die Fehler der Vergangenheit (Meme-Coins, zu frühe Zinssenkungen) möglicherweise erst Jahre später realisieren.**






