
Coin Bureau|10. Aug.
Der WIRKLICHE Grund, warum Michael Saylor Bitcoin verkauft
Warum Strategy (MicroStrategy) jetzt Bitcoin verkauft
- Michael Saylor predigte jahrelang „Never sell your Bitcoin“ – doch seine Firma Strategy hat 2025 bereits über 5.250 BTC verkauft, um fixe Dividendenzahlungen auf Vorzugsaktien zu bedienen.
- Strategy hat fünf ewige Vorzugsaktien (z. B. Strike, Stretch), die monatlich hohe Cash-Dividenden zahlen – insgesamt $1,2–1,7 Mrd. pro Jahr.
- Stretch (STRC) hat eine Ratchet-Klausel: Sinkt der Kurs unter $95, steigt der Dividendensatz automatisch. Aktuell liegt er bei 12 %, der Kurs bei $89 – weit unter dem Nennwert von $100.
- Im Q2 2025 zahlte Strategy $400 Mio. Dividenden, erwirtschaftete aber nur $122 Mio. Umsatz aus dem Softwaregeschäft. Die Lücke wird durch Bitcoin-Verkäufe und neue Aktienemissionen gestopft.
- Früher finanzierte Strategy Bitcoin-Käufe durch Aktienemissionen mit hohem Aufschlag (MNAV > 3). Doch der Aufschlag ist auf 0,68 gefallen – unter dem Nettowert der Bitcoin.
- Seitdem das Unternehmen versprach, keine Aktien unter 2,5× MNAV zu emittieren, hat es trotzdem $14,3 Mrd. an neuen Aktien verkauft – und Bitcoin veräußert, um die Dividenden zu zahlen und Stretch-Rückkäufe zu finanzieren.
- Metaplanet (Tokio) handelt bei 0,72× MNAV, Semilar Scientific wurde liquidiert, Satsuma verkaufte alle Bitcoin, Bitdeer stieg auf KI um.
- Bloomberg verzeichnete einen Median-Rückgang von 43 % bei Digital-Asset-Treasury-Aktien – während Bitcoin selbst „nur“ 27 % fiel.
- Die Dollar-Reserve beträgt $4 Mrd. (deckt ~2 Jahre Dividenden). Die Gesamtverschuldung sank um 18 % auf $6,7 Mrd.
- Analysten (Citi, Barclays) senkten Kursziele, sehen aber kein Insolvenzrisiko. Ein MSCI-Index-Ausschluss (37 % Wahrscheinlichkeit) könnte jedoch Zwangsverkäufe auslösen.
- Bitcoin selbst hat keine Coupons, keine Fälligkeiten – nur die Firmenstruktur mit fixen Cash-Verpflichtungen erzeugt Verkaufsdruck.
- Saylor verteidigt sich: Strategy sei nicht sein privates Wallet – er selbst habe nie verkauft. Die These, dass eine Firma besser sei als Bitcoin direkt zu halten, ist aktuell am Wanken.






