
NEARs Plan, die gesamte Krypto-Welt wie eine einzige App wirken zu lassen
In diesem Gespräch mit Kendall Cole, Mitbegründer von Proximity Labs, geht es um NEARs Vision, die gesamte Kryptowelt wie eine einzige Anwendung wirken zu lassen. Die zentralen Themen sind:
Stablecoins und Chains- Es wird mehr Stablecoins geben, aber nur wenige Marken wie USDC/USDT werden dominant sein. Die meisten werden von Institutionen ausgegeben und ohne eigenes Branding als einfaches ‚USD‘ genutzt (wie ein Datenbankeintrag).
- Bei Chains sieht Kendall nur wenige erfolgreiche neue Layer, wie Tempo, Arc oder Plasma. Die meisten sind zu sehr an einen Emittenten gebunden, um glaubwürdig neutral zu sein.
- NEAR Intents ist eine Infrastruktur zur Chain-Abstraktion: Nutzer müssen nicht mehr wissen, auf welcher Chain sie sich befinden. Es verbindet über 35 Chains und ermöglicht non-custodiale Swaps und Interaktionen mit beliebigen Protokollen.
- NEAR.com ist das Endnutzer-Produkt: eine einfache, non-custodiale Oberfläche, die nur Assets anzeigt, nicht Chains. Es unterstützt alle gängigen Chains und Partner wie Infinex.
- Ziel ist es, dass Nutzer Assets wie auf einer Broker-Plattform (z. B. Robinhood) handeln können, ohne die Blockchain dahinter zu sehen.
- Die MiCA-Regulierung in der EU hat viele große Börsen (Binance, Bybit) aus dem Markt gedrängt. Dies schafft eine Lücke, die NEAR Intents füllen kann.
- Regulierte Euro-Stablecoins wie EUR:E von Monerium werden integriert. Nutzer können per SEPA-Überweisung Euro auf NEAR.com einzahlen und sofort in beliebige Krypto-Assets tauschen – ohne sich um Gas-Gebühren oder Chain-Komplexität kümmern zu müssen.
- NEAR Intents ist non-custodial, daher nicht direkt von MiCA betroffen. Die Kombination aus regulierten On-Ramps und dezentraler Infrastruktur umgeht die Beschränkungen.
- Confidential Intents ermöglicht private Transaktionen auf NEAR. Eine spezielle Shard wird in einer vertrauenswürdigen Ausführungsumgebung (TEE) betrieben, sodass selbst Validatoren keine Transaktionsdetails sehen können.
- Nutzer können Viewing Keys für Compliance erstellen, aber standardmäßig sind alle Transaktionen privat. Zcash (Zodl) hat dies bereits integriert, um private Swaps von USDC auf Solana zu Zcash zu ermöglichen.
- Dies ist sowohl für Privatsphäre-bewusste Retail-Nutzer als auch für Unternehmen gedacht, die sensible Geschäftsdaten schützen müssen.
- NEAR Intents nimmt eine Gebühr (10–20 Basispunkte) auf jeden Swap. Diese fließt in die NEAR-Treasury und wird für Buybacks genutzt.
- Das Geschäftsmodell ist im Kern das eines Exchanges: Volumen ist der Nordstern. NEAR möchte die Plattform sein, auf der alle Assets und Chains zusammengeführt werden.
- Mit der Explosion von Real-World Assets (RWA) und KI-Agenten wird das Volumen weiter steigen.






