
Warum ein infizierter Laptop zum größten Hack der Geschichte führte
Am 29. Oktober um 16:00 Uhr Eastern Time gelang es nordkoreanischen Hackern, Binance um 6,3 Milliarden Dollar zu erleichtern – der größte Hack aller Zeiten, nicht nur im Krypto-Bereich. Zum Glück wurde rund die Hälfte eingefroren, aber der Vorfall bleibt beispiellos.
Wie der Hack ablief- Ein infizierter Laptop eines Entwicklers war der Einstiegspunkt. Neun von zehn großen Angriffen der letzten drei Jahre begannen so.
- Die Hacker erlangten Zugriff auf einen Service-Container, der Transaktionen signieren konnte – vergleichbar mit einem Stift in einer Bank, mit dem Schecks ausgestellt werden.
- Sie signierten 50 Transaktionen vorab mit unterschiedlichen Nonces und nutzten dann eine davon, um das Hot Wallet in ein Smart Wallet umzuwandeln (via EIP-7702).
- Von dort aus leerten sie sämtliche Assets, während weiterhin Einzahlungen hereinkamen, die ebenfalls sofort abgezogen wurden.
- EIP-7702 erlaubt einer normalen Krypto-Wallet (EOA), vorübergehend den Code eines Smart Contracts zu leihen.
- Die Hacker nutzten dies, um alle Assets in einer Transaktion abzuziehen – effizienter, aber nicht die Ursache des Hacks.
- Der Hack wäre auch ohne EIP-7702 passiert, es ging nur schneller.
- Der Hack ist eine Geschichte über operative Sicherheit, Schadsoftware und möglicherweise Social Engineering.
- Neue Features wie EIP-7702 vergrößern die Angriffsfläche, aber hier lag der Fehler im fehlenden Schutz der Signaturmöglichkeit.
- Die Community muss aus diesem Vorfall lernen, um zukünftige Angriffe zu verhindern.
Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast „Unchained“ mit Laura Shin – jeden Montag und Donnerstag live.





