
Präsident Selenskyj: Es ist Zeit, dir die Wahrheit über diesen Krieg zu sagen! Ich habe 500 Leichen gefunden!
In diesem intensiven Interview spricht Präsident Wolodymyr Selenskyj offen über die menschlichen und politischen Dimensionen des Krieges in der Ukraine – von den ersten Stunden der Invasion bis zu den heutigen Herausforderungen. Er teilt persönliche Erinnerungen, emotionale Momente und seine Sicht auf Verhandlungen, die USA und die Zukunft seines Landes.
Kriegsbeginn und die Invasion 2022- Selenskyj beschreibt den 24. Februar 2022 als Schock: Raketenangriffe, eine 64 km lange russische Kolonne auf dem Weg nach Kiew und etwa 200.000 angreifende Soldaten.
- Er blieb in Kiew, lehnte das Evakuierungsangebot von US-Präsident Biden ab: „Ich brauche Munition, keinen Mitfahrgelegenheit.“
- Die ukrainische Armee wuchs durch freiwillige Mobilisierung von 200.000 auf 800.000 Soldaten.
- Kiew konnte verteidigt werden, weil die russischen Truppen nicht genügend Kräfte für eine dauerhafte Besetzung hatten.
- Selenskyj bezeichnet die Befreiung von Bucha als seinen schwersten Tag: Hunderte gefolterte und ermordete Zivilisten, darunter Kinder, wurden in Massengräbern gefunden.
- Er sagt: „Ich hatte noch nie den Wunsch, einen Menschen zu töten – aber nach Bucha wollte ich Rache.“
- Er betont, dass ein Waffenstillstand bereits ein enormer Kompromiss sei, aber Gerechtigkeit und die Bestrafung der Schuldigen unerlässlich seien.
- Selenskyj erklärt, Putin wolle das Sowjetreich wiederherstellen; die Ukraine sei dabei das zentrale Ziel.
- Er widerspricht Putins Geschichtsbild: Die Ukraine sei Erbin der Kiewer Rus und keine Erfindung der Bolschewiki.
- Der Krieg habe eigentlich schon 2014 mit der Besetzung der Krim begonnen – ein Fehler, den man nicht wiederholt habe.
- Selenskyj schläft kaum, spricht nachts mit Luftverteidigern und lebt in einem Zustand permanenter Anspannung.
- Seine Kinder und seine Frau Olena geben ihm Kraft; er will ihnen ein Vorbild sein.
- Seine Mutter ruft ihn jeden Tag an – ihre erste Frage ist, ob er ans Telefon geht.
- Rund 18–19 % des ukrainischen Territoriums sind laut Selenskyj besetzt – die Krim, Teile des Donbass und andere Gebiete.
- Er widerspricht Trumps Aussage, die Ukraine solle keine russischen Raffinerien angreifen: Diesel-Exporte Russlands hätten keinen Einfluss auf US-Preise; die Ukraine reagiere nur auf Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur.
- Er fordert von Trump, Putin mit derselben Härte zu begegnen und Luftverteidigungssysteme zu liefern.
- Selenskyj glaubt an einen gerechten Frieden, aber nicht an Vergebung ohne Verantwortung.
- Er hofft, dass Amerika stark und friedlich bleibt, und dankt den USA für ihre Unterstützung.
- Sein persönlicher Wunsch: den Krieg beenden, Zeit mit der Familie verbringen und ein Leben in Frieden führen.






