
Wohlstandsverlust, Iran-Konflikt, Börsenbeben: So sicherst du jetzt dein Vermögen! /Folker Hellmeyer
- Hellmeyer sieht ein Muster aus Annäherung und Versteifung im Iran- und Ukraine-Konflikt. Die USA taktieren, um militärische Ressourcen zu schonen.
- Hintergrund: Machtverschiebung – der globale Süden (70 % der Weltwirtschaft) löst sich vom Westen. Der Westen will den Machtverlust nicht akzeptieren und provoziert Konflikte, um den globalen Süden zu schwächen.
- Risiko eines offenen Krieges (z. B. Russland gegen NATO) wird derzeit an den Märkten nicht eingepreist.
- Weltwirtschaft bleibt resilient (IWF-Prognose 3 % für 2026). Wachstumstreiber ist der globale Süden (China, Indien etc.).
- Europa verliert Zukunftsfähigkeit: Es investiert in konsumptive Rüstungsausgaben (z. B. Patriot-Systeme aus den USA) statt in die vierte industrielle Revolution (KI, Robotik, Quanten).
- USA investieren massiv in Zukunftstechnologien, während Europa sich selbst schwächt.
- Schärfste Kritik an der deutschen Politik: Reformen sind viel zu klein („Anschlag auf unsere Kinder“). Energiepolitik und Entlastung der Leistungsträger werden nicht angegangen.
- Zahlen der Misere: Deutschland wird 2023–2026 minus 0,7 % Wirtschaftswachstum erzielen, während die USA +9,7 % und der globale Süden +17,3 % wachsen.
- Infrastruktur (Bahn, Digitalisierung) ist international nicht konkurrenzfähig. Leistungsträger wandern aus – Steuersubstrat schwindet.
- Aktienmärkte langfristig positiv: Die vierte industrielle Revolution hebt die Ertragskraft der Unternehmen. Jeder KI-Einsatz steigert die Produktivität.
- Empfehlungen:
- USA bevorzugen (KI, IT, Robotik, Energie). Die US-Notenbank unter Kevin Warsh (Forward Guidance eingestellt) ist positiv.
- Deutsche Werte: Chemie, Rüstung (z. B. Thyssenkrupp Marine Systems), aber auch Automobil (Value – VW zu 20–30 % des Buchwerts).
- Globaler Süden: Chinesische Aktien bergen Staatsinterventionsrisiken. Lieber westliche Rahmenbedingungen nutzen.
- Rentenmärkte als Risiko: Staatsverschuldung in Frankreich (118 %) und Europa ist höher als in der Griechenland-Krise. Die EZB ignoriert das Problem – Krebsgeschwür.
- Fed: Kevin Warsh stellt Forward Guidance ein – das macht die Zentralbank unberechenbarer und reduziert systemische Risiken. Positiv zu bewerten.
- Geopolitik bleibt das größte Risiko: Moskau entscheidet über einen möglichen großen Krieg.
- Ölpreise könnten steigen, wenn strategische Reserven nicht mehr aufgefüllt werden.
- Hellmeyer ist langfristig bullish für Aktien, aber extrem besorgt über die geopolitische und politische Lage in Europa. Anleger sollten sich auf volatile Phasen einstellen und gezielt in Schwäche kaufen.





