
George Noble: KI-Hyperscaler-Gewinne gehen bis 2030 ins Negative
- George Noble, Investor und Autor des 'Noble Update' auf Substack, sieht die KI-Investitionswelle als klassische Blase.
- Er unterscheidet strikt zwischen dem Produkt KI (real) und den Aktien (überbewertet).
- Kapitalkosten steigen: Das Ende des billigen Geldes trifft vor allem hoch verschuldete und unwirtschaftliche Geschäftsmodelle.
- Abschreibungen als Zeitbombe: Bei geschätzten 2,5 Billionen Dollar KI-Investitionen könnten die Abschreibungen bis 2030 über 500 Milliarden Dollar betragen und alle Gewinne der Hyperscaler auffressen.
- Umsatzwachstum vs. Bewertung: Hohe Wachstumsraten rechtfertigen keine Bewertungen, wenn die Stückökonomie nicht aufgeht. Jeder könne Dollar-Scheine für 20 Cent verkaufen.
- Parallelen: Vergleich mit der Immobilienblase 2006 und dem Dotcom-Crash – Nachfrage ist vorübergehend, Schulden und Wertverlust sind dauerhaft.
- CoreWeave: Noble bleibt short und hält einen Zusammenbruch ohne Rettungsaktion für wahrscheinlich. Das Geschäftsmodell sei wie ein WeWork für GPUs.
- SpaceX: Massiv überbewertet, ein cashflow-negatives KI-Projekt mit angehängter Raketenfirma.
- Tesla: Habe nie die Kapitalkosten verdient, Elon Musk vernichte Kapital. Bewertung von 1,5 Billionen Dollar bei 38 Milliarden kumulierten Gewinnen sei absurd.
- Halbleiter: Micron und andere könnten sich normalisieren, aber es gibt bessere Shorts wie Neoclouds.
- Gold: Als Versicherung gegen Geldentwertung und unverantwortliche Fiskalpolitik.
- Energie: Unterinvestition und robuste Nachfrage – langfristig unterbewertet, unabhängig vom Iran-Krieg.
- Anleihen: Steigende Renditen wegen mangelnder fiskalischer Nachhaltigkeit; die Realzinsen sind im historischen Vergleich nicht extrem hoch.
- Marktbreite: Der S&P 500 wird von wenigen Tech-Werten getragen, die Mehrheit der Aktien steckt in einem eigenen Bärenmarkt.
Noble bleibt konträr, verweist aber auf eine starke Performance mit Long- und Short-Positionen. Sein Rat: auf Zahlen achten, nicht auf Narrative.






