
Fußballer Höwedes über Geld, hohe Gehälter, Berater, Saudi-Arabien & mehr! | Finanzfluss
In diesem Interview spricht Benedikt Höwedes, Weltmeister von 2014, über seine finanziellen Erfahrungen als Profifußballer, den Umgang mit Geld und die Herausforderungen nach der Karriere.
Von 250 € in der Jugend zum Profivertrag- Höwedes erhielt in der U19 zunächst 250 €, später 5.000 € beim ersten Profivertrag. Heute verdienen Top-Talente in der U19 bereits ähnliche Summen.
- Er betont, dass junges Geld schnell zu Fehlinvestitionen führen kann – sein eigenes „Batman-Mobil“ (Audi mit Mattfolie und schwarzen Felgen) bereute er nach einer Woche.
- In der Kabine spielen Geld und Statussymbole eine große Rolle, besonders für junge Spieler, die mit erfahrenen Profis mithalten wollen.
- Sein Rat: Bleib dir selbst treu und versuche nicht, eine Rolle zu spielen, nur weil andere teure Uhren oder Autos haben.
- Berater sind zweischneidig: Gute Berater fördern die Karriere, schlechte sehen nur schnelles Geld – junge Profis sind leichte Opfer.
- Höwedes zahlte nie direkt an seinen Berater, sondern der Berater bekam sein Honorar vom Verein. Er rät, sich Zeit zu nehmen und mehrere Meinungen einzuholen.
- Viele Ex-Profis fallen nach der Karriere in ein Loch, weil sie ihren Lebensstandard nicht anpassen. Netzwerke und Weiterbildung seien entscheidend.
- Höwedes selbst studierte Sportmanagement (UEFA-MIP), arbeitete für die Nationalmannschaft und TV (Prime Video) und gründete eine Initiative für Athleten zum Thema Karriereende.
- Er befürwortet Gehaltsobergrenzen und kritisiert die hohen Ablösesummen (z. B. 150 Mio. € für einen Spieler), die den Markt „kaputt machen“.
- Wechsel nach Saudi-Arabien findet er für junge Spieler nicht ideal, versteht aber die finanzielle Motivation.
- Höwedes investiert breit gestreut: Aktien, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen (z. B. „CBOMB“ – Unterwasser-Sportgeräte).
- Er gibt seinen Kindern einen Anreiz zum Sparen: Wer sein Taschengeld nicht ausgibt, erhält am Monatsende 10 % Zinsen auf den Restbetrag.
- Vom Profifußball lernen: Resilienz, Teamgeist, Selbstreflexion und langfristige Finanzplanung (kein Lifestyle-Inflation nach Karriereende).






