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Neueste Analysen(7)

Fake-Siebe: Wir verstehen sie, aber sie lösen das falsche Problem
Kaffeemacher|30. Mai

Fake-Siebe: Wir verstehen sie, aber sie lösen das falsche Problem

Problemstellung
  • Viele Besitzer von günstigen Espressomaschinen (z.B. Delonghi Dedica, KitchenAid Design) haben Probleme mit der Crema oder dem Geschmack.
  • Entweder: schöne Crema, aber schlechter Geschmack – oder kein Crema, aber akzeptabler Geschmack.
Was macht guten Espresso aus?
  • Frische des Kaffees: 2–3 Wochen nach der Röstung ideal, maximal 4 Monate. Frische zeigt sich in einer stabilen Crema.
  • Mahlgrad: Kein universeller Espresso-Mahlgrad – er muss auf die Kombination von Mühle und Maschine abgestimmt sein.
  • Vorgemahlener Kaffee hat fast immer den falschen Mahlgrad und altert schneller, sodass er nicht genug Widerstand im Kaffeekuchen aufbaut.
Die „Fake-Siebe“ (Drucksiebe / doppelwandige Siebe)
  • Diese Siebe erzeugen künstlich Druck und Crema, indem sie einen Engpass nach der Extraktion schaffen (zweite Wand mit Mini-Loch).
  • Die entstehende Crema ist sprudelig und luftig – nicht die feine, dichte Crema aus frischem Kaffee.
  • Sie kaschieren die eigentlichen Probleme: falscher Mahlgrad oder alter Kaffee.
Konsequenzen beim Wechsel zu einem einwandigen Sieb
  • Ohne das Drucksieb gibt es keine künstliche Crema mehr.
  • Vorgemahlener oder alter Kaffee läuft dann extrem schnell durch („pletschert“).
  • Selbst frisch gemahlener Kaffee kann Probleme machen, wenn die Mühle nicht fein genug mahlen kann.
Die richtige Lösung
  • Schritt 1: Wechsel zu einem einwandigen Sieb (z.B. spezieller Siebträger für die Dedica).
  • Schritt 2: Eine gute Mühle kaufen – auch eine solide Handmühle reicht, um fein genug zu mahlen.
  • Schritt 3: Frischen Kaffee verwenden und den Mahlgrad individuell anpassen.
Wichtige Erkenntnis
  • Crema ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Zeichen für Frische und passenden Mahlgrad.
  • Der größte Qualitätssprung kommt vom frischen Mahlen und dem richtigen Mahlgrad – nicht von der Maschine.