
Kaffeemacher|30. Mai
Fake-Siebe: Wir verstehen sie, aber sie lösen das falsche Problem
Problemstellung
- Viele Besitzer von günstigen Espressomaschinen (z.B. Delonghi Dedica, KitchenAid Design) haben Probleme mit der Crema oder dem Geschmack.
- Entweder: schöne Crema, aber schlechter Geschmack – oder kein Crema, aber akzeptabler Geschmack.
- Frische des Kaffees: 2–3 Wochen nach der Röstung ideal, maximal 4 Monate. Frische zeigt sich in einer stabilen Crema.
- Mahlgrad: Kein universeller Espresso-Mahlgrad – er muss auf die Kombination von Mühle und Maschine abgestimmt sein.
- Vorgemahlener Kaffee hat fast immer den falschen Mahlgrad und altert schneller, sodass er nicht genug Widerstand im Kaffeekuchen aufbaut.
- Diese Siebe erzeugen künstlich Druck und Crema, indem sie einen Engpass nach der Extraktion schaffen (zweite Wand mit Mini-Loch).
- Die entstehende Crema ist sprudelig und luftig – nicht die feine, dichte Crema aus frischem Kaffee.
- Sie kaschieren die eigentlichen Probleme: falscher Mahlgrad oder alter Kaffee.
- Ohne das Drucksieb gibt es keine künstliche Crema mehr.
- Vorgemahlener oder alter Kaffee läuft dann extrem schnell durch („pletschert“).
- Selbst frisch gemahlener Kaffee kann Probleme machen, wenn die Mühle nicht fein genug mahlen kann.
- Schritt 1: Wechsel zu einem einwandigen Sieb (z.B. spezieller Siebträger für die Dedica).
- Schritt 2: Eine gute Mühle kaufen – auch eine solide Handmühle reicht, um fein genug zu mahlen.
- Schritt 3: Frischen Kaffee verwenden und den Mahlgrad individuell anpassen.
- Crema ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Zeichen für Frische und passenden Mahlgrad.
- Der größte Qualitätssprung kommt vom frischen Mahlen und dem richtigen Mahlgrad – nicht von der Maschine.






