
Etwas Seltsames passiert auf dem Arbeitsmarkt
Die widersprüchlichen Signale am US-Arbeitsmarkt
Das Video analysiert die aktuellen Arbeitsmarktdaten und die Verwirrung über die nächsten Schritte der Fed.
Wichtigste Erkenntnisse- Non-Farm Payrolls lagen mit 23.000 weit unter der Erwartung von 80.000 – die monatliche Veränderung wurde erstmals seit 2025 negativ.
- Trotz schwacher Stellenentwicklung sank die Arbeitslosenrate von 4,5 % (November) auf 4,1 %.
- Grund: Die Erwerbsbeteiligung fiel von 62,5 % auf 61,4 %. Viele Menschen suchen gar nicht mehr aktiv nach Arbeit und werden daher nicht als arbeitslos gezählt.
- Entlassungen sind gering: Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen bei 189.000 – das niedrigste Niveau seit Jahrzehnten.
- Regionale Unterschiede: Einige Bundesstaaten verzeichnen steigende, andere fallende Arbeitslosigkeit. Anders als in einer Rezession (z. B. 2008) ist nicht das ganze Land betroffen.
- Global betrachtet steigt die nach BIP gewichtete Arbeitslosenrate leicht an, hat sich zuletzt aber wieder stabilisiert.
- Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September liegt nur bei etwa 44 %.
- Weltweit haben mehrere Zentralbanken (Brasilien, Südkorea, Australien) die Zinsen wieder angehoben, der globale Lockerungszyklus stockt.
- Das Rezessionsrisiko bleibt laut Dashboard gering. Solange die Erstanträge unter 300.000 liegen, besteht keine unmittelbare Rezession.
- Für den Aktienmarkt wird eine Korrektur ab Mitte September erwartet, ähnlich wie in früheren Midterm-Jahren (2014, 2018, 2022).
Fazit: Der Arbeitsmarkt sendet gemischte Signale – schwaches Jobwachstum, aber kaum Entlassungen und sinkende Arbeitslosigkeit durch austretende Arbeitskräfte. Die Fed bewegt sich vorsichtig, während die Märkte auf einen klaren Richtungswechsel warten.





