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Neueste Analysen(7)

Bitcoin-Renditen unter verschiedenen US-Präsidenten
Benjamin Cowen|28. Juni

Bitcoin-Renditen unter verschiedenen US-Präsidenten

Bitcoin unter verschiedenen US-Präsidenten – Eine Analyse

Diese Zusammenfassung zeigt, wie sich Bitcoin unter den Präsidentschaften von Barack Obama, Donald Trump und Joe Biden entwickelt hat. Der Fokus liegt auf der Erkenntnis, dass politische Unterschiede weniger Einfluss auf die Performance hatten als makroökonomische Faktoren.

Wichtige Beobachtungen:

  • Ähnliche Muster: Unter Obama (zweite Amtszeit, 2013) und Trump (erste Amtszeit, 2017) zeigte Bitcoin ähnliche Verläufe, obwohl die Renditen aufgrund der wachsenden Marktkapitalisierung nachließen – ein Zeichen für diminishing returns.
  • Aktuelle Parallelen: Nach 524 Tagen im Amt lag Bitcoins Rendite unter Biden bei -43,8 % und unter Trump (zweite Amtszeit) bei -41,1 % – fast identisch. Dies unterstreicht die Zyklusähnlichkeit unabhängig von der politischen Führung.
  • Makroökonomische Erklärung: In früheren Jahren waren Inflation und Arbeitslosigkeit weniger problematisch. Heute belasten steigende Inflation und ein unsicherer Arbeitsmarkt risikoreiche Anlagen wie Bitcoin.

Analyse des US-Dollars:

  • Unter Trumps erster und zweiter Amtszeit zeigte der Dollar ein ähnliches Muster: Abschwung nach Amtsantritt, gefolgt von einer Erholung. Vorhersage: Der Dollar könnte auf 105–106 Punkte steigen, was für Kryptowährungen ein makroökonomischer Gegenwind wäre.

Ausblick:

  • Wenn sich die Muster wiederholen, könnte Bitcoin später im Jahr 2026 seinen Tiefpunkt erreichen und 2027 in den nächsten Bullmarkt starten.
  • Wichtig: Bitcoin ist kein politisches Asset – politische Neigungen sollten die Anlageentscheidung nicht verzerren.

Hinweis: Alle imperialen Maßeinheiten wurden in metrische umgerechnet (nicht relevant hier).

Nivona Cube im Test: Kann ein Vollautomat wie ein Siebträger schmecken?
Kaffeemacher|26. Sept.

Nivona Cube im Test: Kann ein Vollautomat wie ein Siebträger schmecken?

Einleitung

Die Nivona Cube ist ein Vollautomat, der sich einige Tricks vom Siebträger abgeschaut hat. Das Ziel: typische Schwächen von Vollautomaten (ungleichmäßige Extraktion, Channeling) zu vermeiden.

Hauptvorteil: Manuelle Kaffeeverteilung
  • Das größte Plus: Ihr seht das Mahlgut vor der Brühung und könnt es manuell verteilen („Tamping“).
  • Bei herkömmlichen Vollautomaten entsteht oft eine ungleichmäßige „Hügellandschaft“ im Kaffeepuck → Channeling → bitter-saures Getränk.
  • Durch die manuelle Verteilung wird der Kaffeekuchen gleichmäßig extrahiert → deutlich besserer Geschmack.
Benutzererfahrung & Arbeitsablauf
  • Herausnehmbarer Brühkorb (kein Spülmaschinenfest → per Hand spülen).
  • Kegelmalwerk (mahlt 12 g in ca. 8 Sekunden).
  • Mahlgrad von fein (für Espresso) bis grob (für Lungo) einstellbar, jedoch insgesamt zu grob für echten Siebträger-Espresso.
  • Tamping-Funktion passt sich der Kaffeemenge an → sauberer Puck.
  • Totraum (ca. 12,5 g) → alter Kaffee kann ersten Bezug beeinträchtigen; Tipp: Vorheizen des Brühkorbs verbessert das Ergebnis.
Espresso-Test (1:2,5 Verhältnis)
  • 12 g Kaffee → 28–32 g Getränk → TDS ~6% ✅ ein Espresso.
  • Senso: Grundsolide, aber limitiert durch Crema-Ventil und Mühle.
    • Crema-Ventil (Marketing-Begriff für doppelwandiges Sieb) erzeugt künstlichen Widerstand → künstliche Crema, nicht geschmacksrelevant.
    • Mühlen-Limit: Partikelverteilung im Kaffee-Crema-Bereich (400 μm Hauptpeak) statt Espresso (200-300 μm).
  • Temperatur: Höchste Stufe empfohlen (gemessen ca. 85°C ohne Widerstand).
Lungo-Test (Kaffee-Crema-Bereich)
  • 12 g Kaffee → 70 g Getränk (1:5,8) → der beste Kaffee-Crema aus einem Vollautomaten seit Langem.
  • Sauber, kräftig, süß, kakaonah – kein muffiger „Vollautomaten-Geschmack“.
  • Brühprofile:
    • Dynamik (1 Strich): reduzierter Fluss → bitter-metallisch (für hellere Röstungen evtl. besser).
    • Konstant (3 Striche): empfohlen → langsamer Druckaufbau → ausgewogen, ähnlich einer Vibrationspumpen-Siebträgermaschine.
    • Intense (5 Striche): verlängert Extraktionszeit → sinnlos bei Lungo; eher für helle Röstungen als Experiment.
  • Vorbrühung: nur ⅓ des Kaffees benetzt → unzureichend → macht keinen echten Unterschied.
Zielgruppe & Fazit
  • Für wen geeignet?
    • Haushalte, die keinen reinen Espresso, sondern längere Getränke (80–100 ml) mit hoher Qualität möchten.
    • Einsteiger, die mehr Kontrolle als bei einem klassischen Vollautomaten haben wollen.
    • Personen, die einfache Reinigung schätzen (kein Innenverschmutzung).
  • Nicht ideal für:
    • Reine Espresso-Trinker → zu grobe Mühle, Crema-Ventil → Siebträger + Mühle (z. B. Dedica + DF54 für ~€ 450) ist besser.
  • Preis: ca. € 430 (DE) / CHF 500 (CH).
Wichtige Tipps
  1. Brühkorb vorheizen → massiver Geschmacksboost.
  2. Regelmäßig nutzen (keine langen Pausen) → Totraum-Kaffee vermeiden.
  3. Kaffeequalität: Frisch geröstet (Röstdatum prüfen), z. B. Compadre (dunklere Röstung) – rund, schokoladig.
  4. Mahlgradeinstellung:
    • Espresso: feinster Mahlgrad + geringste Wassermenge (ca. 12 g / 30 ml).
    • Lungo: mittlerer Mahlgrad (Stufe 3) + 70 ml.

Fazit: Die Nivona Cube ist kein Siebträger-Ersatz, aber der beste Kompromiss in der Vollautomaten-Welt für längere, saubere Kaffeegetränke. Die manuelle Verteilung ist der Game-Changer – einfach, effektiv und macht Spaß.

Wie ich KI nutze, um legal Insiderhandel zu betreiben: Claude + Quiver
Miles Deutscher Finance|26. Sept.

Wie ich KI nutze, um legal Insiderhandel zu betreiben: Claude + Quiver

Die revolutionäre Verbindung von KI und Finanzdaten

In diesem Video wird gezeigt, wie du Claude mit der Datenplattform Quiver Quant verbinden kannst, um einen legalen Vorteil an den Finanzmärkten zu erhalten. Anstatt Claude nur als Chatbot zu nutzen, bekommt es so Zugriff auf echte, proprietäre Daten – darunter:

  • Insider-Geschäfte (Corporate Insider Filings)
  • Kongress-Geschäfte (Congressional Trades)
  • Institutionelle Positionen (Institutional Holdings)
  • Lobbying-Daten und Bundesverträge
Schritte zur Einrichtung
  1. Claude-Abonnement (oder GPT mit ähnlichem Prompt)
  2. Quiver-Konto erstellen (kostenlose Basisversion, Premium ab ca. 30 €/Monat für API-Zugriff)
  3. API-Schlüssel generieren und in Claude Code einfügen – entweder über die MCP-Connector-Einstellungen oder direkt via Cloude Code
  4. Setup-Dauer: ca. 10 Minuten
Die drei wichtigsten Datenquellen & Anwendungen

1. Insider-Käufe erkennen

Prompt: „Finde alle Unternehmen, bei denen drei oder mehr verschiedene Insider in den letzten 60 Tagen offene Marktkäufe getätigt haben (keine Optionenausübungen). Sortiere nach Anzahl der Käufer und Gesamtwert.“

  • Vorteil: Käufe sind oft ein stärkeres Signal als Verkäufe (da Verkäufe auch Steuer- oder Diversifikationsgründe haben können).
  • Warnung: Rohdaten können trügen – z. B. 31 Käufer bei TSM erscheinen viel, aber es könnte eine einmalige Vergütungsaktion sein. Achte auf Ausreißer und gleiche Daten mit Fundamentaldaten ab.

2. Kongress-Geschäfte analysieren

Prompt: „Zeige mir die letzten gemeldeten Kongress-Geschäfte. Erkläre den Unterschied zwischen Handelsdatum und Meldungsdatum.“

  • Wichtige Nuance: Insider melden innerhalb von 2 Tagen, der Kongress hat 30–45 Tage Zeit. Daher ist Kongressdaten eher für Research, Insiderdaten für schnelle Alarme geeignet.
  • Praxisbeispiel (Palantir): Verknüpfung von Kongress-Geschäften, Bundesverträgen und Lobbying-Ausgaben → zeigt, wohin sich das Unternehmen politisch ausrichtet.

3. Frühzeitige Signale finden

Prompt: „Zeige Ticker, bei denen weniger als 5 Personen gehandelt haben, aber die Aktivität zunimmt – im Gegensatz zu überfüllten Titeln. Erkläre, wie du ‚zunehmend‘ definierst.“

  • Ergebnis: Du identifizierst Trends, bevor sie gesättigt sind – die „saubersten frühen Signale“.
Telegram-Bot für Live-Warnungen

Um sofort benachrichtigt zu werden, baust du einen Bot:

  1. Telegram-Bot über BotFather erstellen
  2. Token an Claude Code übergeben
  3. Kriterien festlegen (z. B. „Benachrichtige mich bei neuem Insider-Kauf über 1 Mio. €“)
  4. 24/7-Laufzeit sicherstellen (z. B. Mac Mini für 10 €/Monat VPS oder eigener Rechner)

Tipp: Mit dem Bot kannst du auch per Sprachbefehl jederzeit aktuelle Daten abfragen – z. B. während eines Strandspaziergangs.

Fazit & kritische Einordnung
  • Vorteile: Echtzeitdaten, kein veraltetes Web-Scraping, einfache Einrichtung, hohe Anpassbarkeit.
  • Fallstricke: Rohdaten müssen interpretiert werden (z. B. Batch-Käufe vs. echte Signale). Insider-Verkäufe sind nicht immer negativ. Kongressdaten sind oft verspätet.
  • Gesamtbewertung: Das System ist legal (alle Daten stammen aus öffentlichen Einreichungen) und bietet einen echten Informationsvorsprung, den die meisten Anleger nicht nutzen.

Alle Prompts und die Bot-Anleitung sind im Video-Beschreibungsbereich (Free School Community) verfügbar.

Revolut hat gerade bewiesen, dass KYC GEFÄHRLICH ist
Coin Bureau|26. Sept.

Revolut hat gerade bewiesen, dass KYC GEFÄHRLICH ist

Was ist passiert?
  • Ein Angreifer erlangte Zugriff auf ein italienisches Regierungs-E-Mail-Konto (PEC-System) und versandte gefälschte, aber formal gültige EU-Ermittlungsanordnungen an Revolut.
  • Revoluts Compliance-Desk gab daraufhin sechs Monate lang Daten von rund 680 Kunden heraus – darunter Passkopien, Selfies, Wohnadressen, Kontoauszüge und komplette Bitcoin-Transaktionshistorien.
  • Die Opfer waren gezielt ausgewählt: Sie fielen durch hohe Krypto-Bestände in öffentlichen Blockchain-Daten auf.
Die Gefahr von KYC-Daten
  • Ein KYC-Dossier ist ein glasklares Profil: Name, Gesichtsfoto, Wohnadresse und Vermögenswerte. Im Gegensatz zu Passwörtern ist dieses Paket nicht änderbar und macht Betroffene physisch angreifbar.
  • Betroffene wie Mark Karpelès (Ex-Mt.-Gox-CEO) und Felix Romer (Gamdom-Gründer) erhielten teils vor der offiziellen Benachrichtigung Erpressungsversuche.
  • Der Angreifer forderte 6000 Monero (ca. 3 Mio. USD) Lösegeld, Revolut zahlte nicht.
Regulatorisches Versagen
  • Das EU-Recht zwingt Finanzdienstleister zu rascher Herausgabe von Kundendaten an Behörden – Verzögerung gilt als Behinderung.
  • Gleichzeitig schreibt die AML-Regulierung eine Aufbewahrung von 5–10 Jahren vor, während die DSGVO (GDPR) die Datenminimierung fordert – beides ist unvereinbar.
  • Technologien wie ZK-Passport (Zero-Knowledge-Beweise) könnten Überprüfungen ohne Datenspeicherung ermöglichen, werden aber politisch ignoriert.
Konsequenzen & Ausblick
  • Ähnliche Vorfälle bei Ledger (272.000 Kunden-Daten 2020) und Coinbase (69.000 Kunden durch bestochene Support-Mitarbeiter) zeigen ein systematisches Problem.
  • Physische Angriffe auf Krypto-Besitzer nehmen drastisch zu: 52 dokumentierte „Wrench Attacks“ im ersten Halbjahr 2026, darunter 20 Einbrüche in Wohnhäuser.
  • Fazit: Selbstverwahrung (Self-Custody) und Datenminimierung schützen besser als vermeintlich regulierte Plattformen.
Wo und wie man heute 1.000.000 $ investiert! Strategie Teil 1 – Aktien (wie viel!)
Value Investing with Sven Carlin, Ph.D.|26. Sept.

Wo und wie man heute 1.000.000 $ investiert! Strategie Teil 1 – Aktien (wie viel!)

Einleitung

In diesem Video startet eine neue Serie: Wie investiert man strategisch 1 Million Dollar? Teil 1 konzentriert sich auf Aktien und ihre Rolle im Portfolio – je nach persönlichem Risikoprofil.

Aktienmarkt aktuell: Hohe Renditen, aber auch Risiken
  • Der S&P 500 hat sich in 16 Jahren verelffacht, der NASDAQ in 4 Jahren fast verdreifacht.
  • Die Stimmung ist euphorisch: „Mach so viel Geld wie möglich, solange die Party läuft.“
  • Doch die Gefahr ist real: Ein möglicher Crash von –50 % wird nicht ausgeschlossen.
Konzentrationsrisiko & KI-Blase
  • 40 % des S&P 500 bestehen aus nur 10 Unternehmen – fast alle im KI-Umfeld.
  • Nvidia als Treiber: 70 % des Umsatzes stammen von nur 5 Kunden (Google, Microsoft, Amazon, Meta, Oracle).
  • Die KI-Erlöse dieser Kunden kommen zu 70–75 % von OpenAI und Anthropic, die hohe Verluste schreiben.
  • Frage: Was passiert, wenn diese Finanzierung zusammenbricht? Die Abschreibung von KI-Chips beträgt real 2–3 Jahre, nicht die bilanzielle 6 Jahre.
Alternative: Internationale Value-Aktien
  • GMO erwartet für US-Aktien negative reale Renditen (–7 % p.a. über 7 Jahre).
  • Value-Aktien (z. B. Schwellenländer, UK-Homebuilder, Xiaomi) bieten dagegen 5–6 % reale Rendite bei geringerem Risiko.
  • Vorteil: Höhere Dividenden (bis zu 5 %), niedrige KGV (~10) und Schutz bei Kursverlusten (Dividenden-Reinvestition gleicht Verluste aus).
Fazit für den Investor
  • Die Frage ist nicht „Welche Assetklasse performt am besten?“, sondern „Was passt zu meinem Risikoappetit?“
  • Spekulation (KI, S&P 500) vs. wertorientiertes Investieren mit Substanz und Dividende.
  • Hedging (z. B. Put-Optionen) wird im nächsten Video diskutiert – die Zuschauer sind eingeladen, ihre Meinung zu teilen.
Ausblick

Die Serie wird samstags fortgesetzt mit Anleihen und weiteren Strategien – immer mit dem Ziel, den besten Plan für das eigene Portfolio zu finden.

Anlegern ist nicht klar, was der Anleihen-Schock für Aktien bedeutet // BRIEFING
Mario Lochner|26. Sept.

Anlegern ist nicht klar, was der Anleihen-Schock für Aktien bedeutet // BRIEFING

🔥 Anleihen-Schock: Eskalation am Bondmarkt

Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen sind auf über 5 % gestiegen – ein Tempo, das es seit den 1980er Jahren nicht mehr gab. Dies setzt Aktien unter Druck und führt zu einem Härtetest für die Börsen.

🐻 Bären-Argumente: „Washington, du hast ein Problem“
  • Ölpreis & Diesel: Der Dieselpreis treibt die Inflation, Trump droht mit Exportstopp → könnte Sprit in Deutschland um bis zu 25 % verteuern.
  • Gewinnerwartungen sinken: Erstmals seit Langem korrigieren mehr Analysten ihre Gewinnschätzungen nach unten als nach oben.
  • Oracle-Krise: KI-Megarechenzentrum „Jupiter“ ruft höhere Gewalt aus – finanzielles Risiko für den Sektor.
  • OECD-Risikoszenario: Rechnet mit möglichen 15 % Kursverlusten bis 2027.
  • Marktbreite schwach: 60 % der S&P‑500-Aktien notieren unter ihrem 100‑Tage-Durchschnitt.
🐂 Bullen-Argumente: „Die Lage ist besser als die Stimmung“
  • US-Wirtschaft boomt: GDP Nowcast über 5 %, Einkaufsmanagerindizes auf Mehrjahreshoch, 47 % der Firmen wollen einstellen.
  • Inflationserwartungen stabil: Die Rendite steigt wegen starkem Wachstum, nicht wegen ausufernder Inflation.
  • Anleihen-Rendite im historischen Kontext: Bei 5,1 % und nominalem Wachstum >5 % ist das Niveau angemessen, nicht katastrophal.
  • KI-Investitionen intakt: Mietraten für Nvidia B200 Chip +30 %, Cloud-Umsätze der Hyperscaler steigen, südkoreanische Exporte legen zu.
  • Bären in Überzahl: 48 % der Anleger sind bärisch – ein konträres Signal, das oft eine Erholung einleitet.
📉 Gewinner & Verlierer der Woche
GewinnerVerlierer
Viking Therapeutics (+36 %) – starke Studiendaten zur AbnehmspritzeOracle – Gewaltmarsch für KI-Projekt, Finanzierungsängste
Meta – neuer KI-Agent kommt gut anNovo Nordisk – Konkurrenz durch Viking
Intel, AMD – KI-BoomMcDonald’s – teurer Umbauplan, Margendruck
Shopify – KI-Shopping-FantasieVonovia – steigende Zinsen + Berlin-Wahl
Nebius – Bank of America bullishVolkswagen – Gewinnwarnung, Milliardenabschreibung
💡 Geldideen & Ausblick
  • Weekly World Income ETF (HANetf): Wöchentliche Ausschüttungen durch Covered-Call-Strategie, Kosten 0,5 %, Zielrendite ca. 8 % p.a. (nicht garantiert). Enthält große Tech-Werte, aber stark USA-lastig (>81 %).
  • Memory-Aktien (Micron, SK Hynix) historisch niedrig bewertet – Chance bei Erholung.
  • Defensive Aktien mit niedriger Volatilität (Low Vol) und Dividendenaristokraten sind bei steigenden Zinsen stabiler.
  • Region Lateinamerika: Brasilien (93 % des weltweiten Niobs – wichtig für KI/Stromnetze), Argentinien (Milei-Reformen) – politische Chancen durch möglichen Sieg von Flávio Bolsonaro.
⚠️ Fazit: Eine Falle für Pessimisten?

Die steigenden Zinsen sind primär Ausdruck des starken Wachstums, nicht einer Inflationsexplosion. Kurzfristig kann es zu Verwerfungen kommen, historisch gesehen haben schnelle Renditeanstiege die Aktienperformance über Ein-Jahres-Zeiträume kaum beeinflusst. Die Skepsis ist enorm – das könnte sich als konträrer Kaufgrund entpuppen.

Bitcoin: Ein kritischer Moment
Benjamin Cowen|26. Sept.

Bitcoin: Ein kritischer Moment

In dieser detaillierten Marktanalyse dreht sich alles um den bevorstehenden wöchentlichen Abschluss (Weekly Close) von Bitcoin. Der Sprecher von Into the Cryptoverse betrachtet dieses Ereignis als wegweisend für das vierte Quartal und betont eine reaktive Haltung statt Prognosen.

Warum der Wochenabschluss entscheidend ist
  • Ein Abschluss unter dem Mai-Hoch (ca. 83.000 USD) wäre ein stark bärisches Signal und würde auf ein großes Täuschungsmanöver („Fake Out“) hindeuten – gefolgt von typischer Q4-Schwäche.
  • Ein Abschluss über dem Mai-Hoch hingegen würde die Bullenmarke bestätigen und das Vertrauen in einen anhaltenden Aufwärtstrend stärken.
  • Der Sprecher räumt ein, den aktuellen Anstieg nicht vorhergesagt zu haben, und mahnt zur Demut: „Reagiere, prognostiziere nicht.“
Historische Parallele: Silber 2012
  • Die Kursbewegung von Bitcoin ähnelt verblüffend dem Silber-Chart von 2012: ein Ausbruch um ca. 6 % über das vorherige Hoch, gefolgt von einem Rückfall.
  • Damals führte die Enttäuschung über ausbleibende quantitative Lockerung (QE) zur kompletten Auflösung des „Debasement Trades“. Ein ähnliches Szenario ist für Bitcoin denkbar.
Makroökonomische Warnsignale
  • Steigende Anleiherenditen (30-jährige bei 5,5 %, Tendenz 6 %) und ein erstarkender Dollar sprechen eigentlich gegen Risk-on-Assets.
  • Sollte Bitcoin diese Gegenwinde ignorieren und sich oberhalb des Mai-Hochs behaupten, würde das die bärische These weiter schwächen.
  • Ein Abschluss unter dem Mai-Hoch würde dagegen die Q4-Schwäche wahrscheinlich machen – mit besonderen Risiken für Altcoins, die am stärksten von einer Bestätigung des Bullenmarktes abhängen.
Reaktion statt Vorhersage
  • Entscheidend sind zwei aufeinanderfolgende Wochenabschlüsse: Der erste über dem Mai-Hoch ist erfolgt, die Bestätigung in der zweiten Woche steht noch aus.
  • Historische Muster nach September-Zinserhöhungen in Midterm-Jahren zeigen, dass Schwäche oft mit Verzögerung eintritt (durchschnittlich 29 % Rückgang nach ca. 81 Tagen).
  • Der Sprecher bittet um eine offene Haltung: „Der Markt muss keinen Sinn ergeben. Wir sind alle Lernende.“

Fazit: Die bevorstehende Wochenkerze von Bitcoin ist einer der folgenreichsten Indikatoren des Jahres. Ein Abschluss unter dem Mai-Hoch wäre ein klares Signal für eine Q4-Korrektur, während ein Halten oder Ausbauen die bullische Erzählung weiter untermauern würde.