
Essentials: Ernährung für die psychische Gesundheit | Dr. Chris Palmer
In dieser Episode von Huberman Lab Essentials spricht Dr. Chris Palmer über den tiefgreifenden Einfluss der Ernährung auf die psychische Gesundheit. Er teilt seine persönliche Geschichte, wie die Atkins-Diät nicht nur sein metabolisches Syndrom heilte, sondern auch seine Stimmung, Energie und Schlaf dramatisch verbesserte. Als Psychiater setzte er daraufhin die ketogene Diät bei therapieresistenten Patienten ein – mit erstaunlichen Erfolgen, etwa bei einem Mann mit schizoaffektiver Störung, dessen Halluzinationen und Wahnvorstellungen verschwanden.
🧠 Die Verbindung von Stoffwechsel und Psyche- Mitochondrien spielen eine Schlüsselrolle: Sie beeinflussen Neurotransmitter (Serotonin, Dopamin), Hormone (Cortisol), Entzündungen und sogar die Ausschüttung von Botenstoffen.
- Die ketogene Diät fördert zwei wichtige Prozesse:
- Mitophagie – Abbau alter, defekter Mitochondrien
- Mitochondriale Biogenese – Neubildung gesunder Mitochondrien
- Dies erklärt, warum die Diät nicht nur bei Epilepsie (seit 1921 bekannt), sondern auch bei psychischen Störungen wirkt.
- Für leichte Stimmungsschwankungen oder Burnout reicht oft eine Reduktion von Kohlenhydraten (Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel).
- Bei schweren psychischen Erkrankungen (Depression, Bipolare Störung, Schizophrenie) sollte die ketogene Diät unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.
- Ketonspiegel:
- Bei Depression: ≥ 0,8 mmol/l
- Bei Psychosen/Bipolar: ≥ 1,5 mmol/l
- Wichtig: Medikamente niemals eigenständig absetzen – die Diät kann die Wirkung verstärken und eine Anpassung nötig machen.
Dr. Palmer betont, dass Ernährung ein mächtiges, aber noch wenig genutztes Werkzeug in der Psychiatrie ist – und dass die Forschung (randomisierte kontrollierte Studien) derzeit auf Hochtouren läuft.





