
Bitcoin hat ALLES überstanden, was man ihm entgegenwarf
Bitcoin entwickelte sich von einem kleinen Internet-Experiment zu einer globalen Bewegung, doch der Weg war gepflastert mit Krisen, die das Netzwerk immer wieder an den Rand des Abgrunds brachten. Jede Krise testete eine andere Schwachstelle – und jedes Mal überlebte Bitcoin.
Der Kollaps von Mt. Gox (2014)- Mt. Gox, damals die größte Bitcoin-Börse, fiel im Februar 2014 in sich zusammen.
- 850.000 BTC (damals ~460 Mio. USD) waren verschwunden, darunter 750.000 BTC von Kunden.
- Die Börse hatte Transaktionsmanipulationen („Transaction Malleability“) nicht richtig behandelt.
- Lehre: „Not your keys, not your coins“ – wer private Schlüssel nicht selbst verwahrt, trägt Gegenparteirisiko.
- Überraschend: Mt. Gox fand später 200.000 BTC in einem vergessenen Wallet – das Vertrauen war jedoch erschüttert.
- Bitcoin selbst lief weiter – andere Börsen blieben offen, das Netzwerk arbeitete normal.
- New York (2015): Die „BitLicense“ zwang Krypto-Firmen zu strengen Auflagen. Mehrere Börsen (u. a. Kraken) zogen sich aus New York zurück.
- Indien (2018): Die Zentralbank (RBI) verbot Banken den Umgang mit Krypto. Das Oberste Gericht hob das Verbot 2020 auf.
- China (2017, 2021): 2017 wurden Börsen geschlossen, der Handel verlagerte sich ins Ausland. 2021 wurde Bitcoin-Mining verboten, der Hashrate brach kurz ein, erholte sich aber durch Miner-Umzug (USA, Kasachstan).
- Gemeinsamkeit: Keine Regulierung konnte das Bitcoin-Netzwerk selbst stoppen.
- Bitcoin hatte ein Skalierungsproblem: Nur ~1 MB Blockgröße begrenzte die Transaktionskapazität.
- Zwei Lager: Größere Blöcke (Gavin Andresen, Mike Hearn) vs. Vorsicht (Dezentralisierung bewahren).
- SegWit (Segregated Witness) bot eine Lösung: Signaturdaten auslagern, Blockgewicht begrenzen, auch Fix der Malleability.
- Die Aktivierung wurde politisch: Miner mussten zustimmen, aber es drohte eine Kettenaufspaltung.
- 1. August 2017: Bitcoin Cash (BCH) spaltete sich ab – jeder BTC-Besitzer erhielt gleich viele BCH.
- Lehre: Keine einzelne Gruppe (Entwickler, Miner, Unternehmen) kann Regeln diktieren – Knotenbetreiber entscheiden letztlich.
- 2013: von ~13 auf 1.100 USD, dann Absturz auf 150 USD (2015) – minus 85 %.
- 2017: explosionsartiger Anstieg auf 19.666 USD (Dez. 2017). Danach erneuter Crash auf unter 3.200 USD (2018).
- März 2020 (COVID-Panik): Bitcoin verlor fast 40 % an einem Tag – obwohl es als „sicherer Hafen“ galt.
- Todeserklärungen: Eine Website zählt über 475 öffentliche „Bitcoin-Nachrufe“ seit 2010 – doch Bitcoin starb nie.
- Jede Krise (Mt. Gox, Bitfinex-Hack 2016, Regulierungen, interne Kriege) wurde überstanden.
Bis 2020 hatte Bitcoin eine nachweisliche Überlebensgeschichte aufgebaut. Das Netzwerk war unabhängig von einzelnen Personen, Börsen oder Ländern. Diese Stabilität zog institutionelle Investoren an – z. B. MicroStrategy kaufte 2020 Bitcoin als Treasury-Reserve. Teil 4 der Serie beleuchtet diese institutionelle Ära.






