Bitcoin überrascht mit Stärke
- Ben Cowan räumte ein, dass er falsch lag: Er erwartete einen Q4-Einbruch, aber Bitcoin durchbrach das Mai-Hoch und notiert bei ca. 85.000 USD.
- Die makroökonomischen Gegenwinde (steigende Zinsen, starker Dollar, höhere Energiepreise) wurden von Bitcoin schlicht ignoriert.
Zyklusanalyse und Bärenmarkt-Vergleich
- Der aktuelle Bärenmarkt dauerte nur etwa 9 Monate – ähnlich wie 2019, aber ohne massiven Volumenausbruch am Tief.
- Im Vergleich zum Vorzyklus (Terra/Luna, FTX) gab es diesmal weniger ‚Sünden‘, daher auch weniger Schmerz.
- Der 4-Jahres-Zyklus bleibt intakt, auch wenn das Tief früher als erwartet kam (Sommer statt Q4).
Liquidität und Altcoins
- Globale Nettoliquidität ist immer noch stark eingeschränkt (ca. 25 Billionen USD vs. 30 Billionen in 2021).
- Geldpolitik ist derzeit weniger restriktiv (Fed Funds Rate unter 2-Jahres-Rendite), was Altcoin-Rallys ermöglicht.
- Aber eine echte Altcoin-Saison bleibt unwahrscheinlich, solange Bitcoin nicht erst einen euphorischen Lauf hatte und die Liquidität nicht massiv steigt (dafür bräuchte es erst eine Krise).
- Der Bitcoin-Paar-Index (ALT/BTC) zeigt noch keine nachhaltige Rotation.
Wichtiges Kursniveau
- Entscheidend ist der wöchentliche Schlusskurs über/unter ~82.800 USD (Mai-Hoch).
- Darüber: Bullisches Signal – das Tief ist wahrscheinlich eingepreist.
- Darunter: Rückkehr zur Bärenmarkt-Mentalität – möglicherweise noch ein Q4-Tief.
Realität der sozialen Stimmung
- Ein Anstieg der YouTube-Aufrufe ist nicht auf mehr Retail-Interesse zurückzuführen, sondern auf eine geänderte Zählweise (Aufrufe ab 1 Sekunde).
- Andere Metriken (Coinbase App-Ranking, Google Trends, Twitter-Follower) zeigen keine Erholung der Retail-Nachfrage.
Fazit: Bleiben Sie flexibel. Solange Bitcoin über 83K bleibt, ist Vorsicht geboten. Ein Wochenschluss darunter könnte eine Q4-Schwäche einleiten.