Einleitung
In diesem Video reflektiert der Autor über seine Fehleinschätzung zu Bitcoin und analysiert, warum seine bisherige These nicht aufgegangen ist. Er betont, dass er offen für andere Meinungen ist und neue Sprecher für seine Konferenz ankündigt, darunter Michael Saylor und Grant Cardone.
Die falsche These: Energie, Zinsen, Dollar und Bitcoin
- Ausgangspunkt: Der Autor erwartete steigende Energiepreise → höhere Renditen → Zinserhöhungen der Fed → stärkerer Dollar → fallender Bitcoin.
- Tatsächlich eingetreten: Energiepreise und Renditen stiegen, die Fed erhöhte die Zinsen, der Dollar wurde stärker – aber Bitcoin stieg ebenfalls, statt zu fallen. Dies widersprach seiner Erwartung.
- Divergenz: Früher korrelierte ein stärkerer Dollar mit einem Bitcoin-Rückgang, dieses Mal nicht. Bitcoin zeigte eine höhere Hoch-Bewegung, was auf eine veränderte Marktstruktur hindeutet.
Historische Daten widerlegen die These
- Überprüfung früherer Zinserhöhungszyklen: Im Dezember 2015 und März 2022 stieg Bitcoin nach der ersten Zinserhöhung zunächst oder der Tiefststand war bereits erreicht. Ein sofortiger Rückgang ist historisch nicht belegt.
- Zinserhöhungen im September (2018, 2022): Bitcoin fiel nicht unmittelbar nach der Ankündigung, sondern zeigte teils Kursgewinne. Auch 2026 reagierte Bitcoin positiv.
- Statistische Auswertung: Bitcoin entwickelt sich nach Zinserhöhungen in der Regel besser als erwartet. Ein Rückgang wäre erst nach ein bis zwei Monaten möglich, nicht sofort.
Marktstruktur und technische Signale
- Chartanalyse: Bitcoin bildete im Februar (Midterm-Jahr) und im Sommer Tiefs, wie in früheren Zyklen. Der aktuelle Anstieg um 50 % seit dem Sommertief ist ungewöhnlich stark.
- Goldenes Kreuz: Das Goldene Kreuz (Golden Cross) deutete auf eine Fortsetzung der Rallye hin. In Kombination mit der Zinserhöhung ergab sich ein „perfekter Sturm“ für den Ausbruch.
- Vergleich mit Edelmetallen: Silber bildete ein höheres Hoch, ohne das vorherige Tief zu brechen – ähnlich könnte sich Bitcoin verhalten, falls eine Korrektur kommt.
Konsequenzen und zukünftige Einschätzung
- Fehler eingestehen: Der Autor räumt ein, dass seine Annahme, eine Zinserhöhung führe zu einem sofortigen Bitcoin-Rückgang, nicht durch Daten gestützt war.
- Kurzfristig: Er empfiehlt, sich an Personen zu orientieren, die diesen Ausbruch korrekt vorhergesagt haben. Falls Bitcoin in Q4 schwächelt, sollte man ein höheres Tief (higher low) nicht ausschließen.
- Langfristig: Historisch gesehen ist die endgültige Schwäche in Midterm-Jahren oft erst nach den Wahlen aufgetreten. Ein makroökonomisches höheres Tief könnte also nach November entstehen.
- DCA-Strategie: Er hat selbst in 2026 unter 0,3 Risiko eingekauft, aber nur fünf Tage durchgehalten – er rät, konsequent zu bleiben.
Fazit
Der Autor sieht die Beweislast nun bei den Bären: Die Bullen haben ein höheres Hoch etabliert. Er wird künftig flexibler bleiben und sich weniger deterministisch auf bestimmte Narrative verlassen. Zudem wirbt er für seine ITC-Konferenz am 21. November in Miami mit prominenten Sprechern wie Michael Saylor und Grant Cardone.